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Schwer zu finden: Apple spielt Background-Security-Improvement-Update aus


Mini-Update mitten in der Nacht: Apple hat sein erstes sogenanntes Background Security Improvement, kurz BSI, für Nutzer von iOS, macOS und iPadOS ausgespielt. Damit wird eine Sicherheitslücke im Apple-Browser Safari (beziehungsweise dessen Browser-Engine WebKit) geschlossen. Allerdings ist die Installation keineswegs simpel, Apple hat sie sogar gut versteckt – und zwar an einer Stelle, wo viele User erst gar nicht suchen. Selbst wenn zuvor automatische Updates aktiviert wurden, spielte sich das BSI nicht ein, wie Tests in der Mac & i-Redaktion zeigten.

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BSIs sollen laut Apple dazu dienen, „Updates zwischen Updates“ zu ermöglichen, damit Nutzer nicht zu lange auf Aktualisierungen warten müssen, falls zwischen größeren Update-Paketen Lücken auftauchen. Der Vorteil der BSIs ist auch, dass sie meist nur einen kurzen Reboot der Geräte erfordern – manchmal sogar keinen –, der üblicherweise schneller ist als ein normaler Neustart.

Die nun geschlossene Lücke scheint auf den ersten Blick nicht extrem kritisch zu sein: Es geht darum, böswillige Websites davon abzuhalten, die sogenannte Same Origin Policy zu umgehen. Damit könnte auf Daten in anderen Browser-Fenstern oder Browser-Tabs zugegriffen werden. Ob es bereits dazu kam, ist unklar. Apple nennt in seinen Release Notes zumindest keine „bekannten Berichte“, wie das bei schon vorhandenen Exploits der Fall ist.

Das Problem: Apple setzt auf eine andere Verteilinfrastruktur – und BSIs können sogar untergehen. Statt unter „Allgemein“ und „Softwareupdate“, wie normale Updates, findet man BSIs unter „Datenschutz & Sicherheit“. Dort muss man dann ganz nach unten scrollen zu „Im Hintergrund ausgeführte Sicherheitsverbesserungen“ (deutscher Begriff für BSIs). Hier kann man dann „Automatisch installieren“ aktivieren, wobei selbiges wie erwähnt zumindest bei unseren Versuchen nicht erfolgte – es kann dauern, da sich Apple hier einige Tage Zeit lässt.

Ansonsten taucht hier jedes neue BSI auf, das man dann anklicken muss, um es zu installieren – nach Eingabe der PIN. Die Installation selbst erfolgt wie erwähnt recht schnell. Warum Apple BSIs nicht einfach im Bereich „Softwareupdate“ aufführt, bleibt unklar.

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(bsc)



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Mini-Bluetooth-Lautsprecher JBL Go 4 im Test: winzig, wasserdicht, mit Equalizer


Der JBL Go 4 bietet gegenüber dem Vorgänger verbesserten Klang, App und längere Akkulaufzeit. Reicht das für eine Kaufempfehlung?

Der JBL Go 4 ist der kleinste Speaker im Portfolio von JBL und bedient das Segment der Mini-Bluetooth-Lautsprecher. Dabei muss sich der Brüllwürfel mit starker Konkurrenz wie dem JLab Pop Party, dem Teufel Boomster Go oder dem Marshall Willen II messen. Mit 40 Euro (Amazon) platziert sich der Go 4 im Mittelfeld. Wie er klanglich abschneidet und welche Features er bietet, klären wir in unserem Test.

Design und Verarbeitung des JBL Go 4

Der JBL Go 4 gehört selbst unter den Mini-Bluetooth-Lautsprechern zu den kompaktesten und optisch ansprechendsten Modellen, bleibt optisch aber weitgehend dem Design des Vorgängers treu. Das rechteckige Format mit abgerundeten Kanten ist gleich geblieben, allerdings fällt der Go 4 mit 9,4 × 7,8 × 4,2 cm minimal größer aus als der Go 3. Trotzdem wiegt er mit 190 g überraschend wenig – und ist sogar knapp 20 g leichter als sein Vorgänger.

Der charakteristische Mesh-Bezug ist auch beim Go 4 wieder am Start, allerdings hat JBL diesmal beide Bedienpanels an den Seiten ausgespart und mit Silikon überzogen. Die integrierte Trageschlaufe ist etwas breiter geworden, erfüllt ansonsten aber denselben Zweck.

Typisch für JBL gibt es eine große Farbauswahl: Neben Schwarz und Weiß ist der Lautsprecher in Lila, Blau, Pink, Rot und Camouflage verfügbar. Außerdem lässt sich dem Go 4 ein individuelles Design verpassen (etwa per Foto-Upload), was allerdings mit einem Aufpreis von 20 Euro zu Buche schlägt.

Positiv fällt der Gummifuß auf, der über mehrere Wölbungen verfügt und für gute Standfestigkeit sorgt. Die Trageschlaufe ist fest im Gehäuse verankert, sodass man etwa einen Karabiner benötigt, um den Go 4 am Rucksack oder Fahrradlenker zu befestigen.

Bei der Verarbeitung haben wir nichts zu meckern. Der JBL Go 4 ist nach IP67-Standard staubgeschützt und für 30 Minuten bis zu einem Meter Tiefe wasserdicht. Stürze aus einem Meter Höhe auf Steinboden überlebt er in unserem Test ebenfalls, obwohl JBL dazu keine Angaben macht.

JBL Go 4

Wie gut ist der Klang des JBL Go 4?

Bei der Leistung der Go 4 bewegt sich mit 4,2 Watt im unteren Bereich. Marshall Willen II und Teufel Boomster Go bieten mindestens das Doppelte, kosten aber auch doppelt so viel. Der Frequenzbereich liegt mit 90 Hz bis 20 kHz in einem ordentlichen, aber nicht überragenden Rahmen.

Klanglich macht sich die geringe Größe deutlich bemerkbar. Besonders der Bass leidet unter der niedrigen Leistung und wirkt unangenehm dumpf. Phil Collins‘ „In the Air Tonight“ klingt deshalb ziemlich matschig, während Höhen und Gesang gerade bei hoher Lautstärke kratzig und verzerrt daherkommen.

Klassische Musik wie Bachs Cello-Suite Nr. 1 in G-Dur kommt nicht besser zur Geltung. Auch hier bleibt der Bass kraftlos, der Sound insgesamt verwaschen – wirklicher Genuss mag nicht aufkommen.

JBL Go 4

Für gesprochene Inhalte eignet sich der Go 4 besser. Podcasts und Hörbücher klingen recht natürlich, werden bei hoher Lautstärke aber ebenfalls kratzig und schrill. Für entsprechende Inhalte reicht der Speaker dennoch aus.

Bei den Codecs erwarten uns keine Überraschungen: Der Go 4 unterstützt lediglich den Standard-Codec SBC. Auf einen AUX-Eingang müssen wir verzichten – den erwartet man bei einem Mini-Bluetooth-Lautsprecher aber auch nicht unbedingt. Ebenfalls fehlt ein integriertes Mikrofon, weshalb der Speaker nicht als Freisprecheinrichtung taugt.

Bedienung und App des JBL Go 4

Am Bedienpanel hat JBL gegenüber dem Vorgänger wenig verändert. Drei Icons auf der Oberseite steuern die Wiedergabe (Play/Pause und Lautstärke). Dass die Buttons haptisch hervorgehoben sind, macht die Bedienung angenehm einfach.

An der Seite befinden sich drei weitere Tasten: zum Ein- und Ausschalten, für den Aufbau einer Bluetooth-Verbindung und für die Auracast-Funktion. Damit lassen sich mehrere JBL-Lautsprecher ohne Umwege koppeln – ein Speaker dient als Quelle und überträgt das Signal an die übrigen. Über die App können wir zwei Go 4 zudem als Stereo-Paar verknüpfen.

Die JBL Portable App lässt sich selbsterklärend bedienen. Neben dem aktuellen Akkustand informiert sie über Firmware-Updates und bietet einen 5-Band-Equalizer mit vier Voreinstellungen. Die Auswirkungen auf den Klang fallen allerdings überschaubar aus.

Der Go 4 unterstützt zudem den sogenannten Playtime Boost, der laut JBL den Sound „verstärken“ und die Akkulaufzeit verlängern soll. In unserem Test zeigte die Funktion vor allem bei basslastigen Stücken wie „Boom Boom Pow“ von Black Eyed Peas Wirkung: Der Go 4 büßt an Bass ein, wodurch der Klang weniger dumpf, aber auch blasser wird.

Der Akku des JBL Go 4

Die geringe Größe hat ihren Preis – nicht nur beim Klang, sondern auch bei der Akkulaufzeit. Mit bis zu 7 Stunden im Standard- und bis zu 9 Stunden im Eco-Modus mit Playtime Boost ist der Go 4 kein Langstreckenläufer. Zudem dauert es per USB-C insgesamt drei Stunden, bis der Akku wieder voll geladen ist.

Eine Ladestandsanzeige am Gehäuse fehlt; die LED zeigt lediglich an, ob der Lautsprecher eingeschaltet ist oder sich im Kopplungsmodus befindet. Immerhin: Gegenüber dem Vorgänger, der nur fünf Stunden durchhielt, ist die Laufzeit eine deutliche Verbesserung.

Was kostet der JBL Go 4?

Der Go 4 bewegt sich mit 40 Euro (Amazon) im mittleren Preissegment für Mini-Bluetooth-Lautsprecher. Etwas günstiger ist der JLab Pop Party, der dafür aber ohne IP67-Zertifizierung auskommen muss.

Fazit

JBL hat den Mini-Bluetooth-Lautsprecher Go 4 gegenüber dem Vorgänger in vielerlei Hinsicht verbessert, ein großer Wurf ist der Speaker aber nicht. Dafür gibt es bei Klang und Akkulaufzeit zu viel Luft nach oben.

Selbst für einen Speaker dieser Größe fehlt es dem Go 4 an Bass. Der JLab Pop Party zeigt, dass es in dieser Kategorie auch anders geht, ohne dass der Preis an der 100-Euro-Marke kratzt.

Pluspunkte sammelt er mit dank toller Optik, überragender Verarbeitung, App mit Equalizer, dem Auracast-Feature und der Möglichkeit, zwei Lautsprecher als Stereo-Paar zu koppeln. Der Preis von knapp 40 Euro (Amazon) geht für die gebotene Ausstattung voll in Ordnung.

Wer eine günstige Alternative mit besserem Klang sucht und auf Wasserdichtigkeit verzichten kann, ist mit dem JLab Pop Party gut bedient. Bei größerem Budget empfehlen wir den Teufel Boomster Go oder den Marshall Willen II – beide haben bei Akkulaufzeit und Sound die Nase vorn.



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KI-Update kompakt: GTC-Neuigkeiten, Iran-Konflikt, Deepfakes, didacta


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Nvidia-Chef Jensen Huang hat auf der Hausmesse GTC 2026 die nächste Generation von KI-Rechenzentrum-Hardware vorgestellt. Auf den diesjährigen Rubin-Chip folgt 2027 Rubin Ultra mit vier statt zwei GPU-Chiplets, was die Rechenleistung grob verdoppelt und bis zu 512 GB Speicher ermöglicht. Für 2028 kündigte Huang den Feynman-Chip an, bei dem Nvidia erstmals GPU-Dies stapelt statt nebeneinander zu platzieren. Die Wärmeabfuhr wird zur Herausforderung: Feynman könnte mehr als 2000 Watt aufnehmen.

Ebenfalls 2026 erscheint der ARM-Prozessor Vera mit eigenen CPU-Kernen. Nvidia zielt damit direkt auf AMD und Intel, denn Vera kommt erstmals für reine CPU-Server und nicht mehr nur an GPUs gekoppelt. Zur Vernetzung der Server stellte Huang wie gewohnt eine Reihe neuer Netzwerkprozessoren und Switches vor.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Nvidia will mit DLSS 5 das Spiele-Rendering grundlegend verändern: Ein KI-Modell soll aus Farben und Bewegungsvektoren eines Spiels fotorealistische Grafik erzeugen. Die Spielecommunity reagiert allerdings ablehnend. In Vergleichsbildern sehen Spielfiguren aus wie mit übertriebenen Instagram-Filtern bearbeitet, besonders die Gesichter landen tief im Uncanny Valley. Spieler befürchten, die KI könnte die künstlerische Vision der Entwickler überschreiben.

Die Kritik bezieht sich jedoch auf eine frühe Beta-Version. Nvidia betont, dass Entwickler kontrollieren können, wo und wie stark DLSS 5 eingreift. Sie könnten etwa Gesichter aussparen und die KI nur für Materialien oder Beleuchtung einsetzen. Die grundlegende Technik gilt als vielversprechend. Der Release ist für Herbst geplant.

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Die Encyclopaedia Britannica, einer der ältesten Enzyklopädie-Verlage der Welt, verklagt OpenAI. Der Vorwurf: OpenAI habe ohne Genehmigung knapp 100.000 Online-Artikel sowie Einträge von Britannica und dem Wörterbuch Merriam-Webster genutzt, um ChatGPT zu trainieren. Der Chatbot habe daraufhin nahezu wortgetreue Kopien erstellt und Nutzer von den Originalseiten abgelenkt, was Werbeeinnahmen kostete.

Britannica wirft OpenAI zudem einen Markenrechtsverstoß vor: ChatGPT habe erfundene Inhalte generiert und diese fälschlicherweise der Enzyklopädie zugeschrieben. Das schade dem Ruf der Marke. Britannica fordert Entschädigung und ein Ende dieser Praxis. Laut Reuters hatte der Verlag im vergangenen Jahr bereits eine ähnliche Klage gegen Perplexity AI eingereicht, die noch nicht entschieden ist.

Die New York Times hat in den ersten zwei Wochen des Kriegs zwischen den USA, Israel und dem Iran über 110 KI-generierte Fake-Bilder und Videos auf Plattformen wie X, TikTok und Facebook gefunden. Die Fälschungen erreichten ein Millionenpublikum. Das Analyseunternehmen Cyabra ordnet die Mehrheit pro-iranischer Propaganda zu. Frei erfundene Explosionen in Tel Aviv, nie angegriffene Straßenzüge und protestierende Soldaten, die nicht existieren, sollen laut Medienforschern die militärische Stärke des Iran übertreiben.

Unabhängige Überprüfungen werden zunehmend schwieriger. Der Satellitenbetreiber Planet Labs hat die Verzögerung für hochauflösende Bilder der Region von vier Tagen auf zwei Wochen verlängert. Auch Branchenführer Maxar blockiert Aufnahmen von US-Stützpunkten. In dieses Vakuum stoßen gefälschte Accounts, die sich als seriöse Analysten ausgeben und KI-generierte Satellitenbilder als echte Aufklärung verbreiten. Die Desinformation erreicht auch deutsche Redaktionen: Der Spiegel entfernte mehrere Bilder aus seiner Iran-Berichterstattung, die mit hoher Wahrscheinlichkeit KI-generiert waren.

Drei Personen in den USA haben Klage gegen xAI eingereicht, das KI-Unternehmen von Elon Musk. Dessen Chatbot Grok soll sexualisierte Deepfakes von ihnen erstellt haben, als sie minderjährig waren. Zwei der Klägerinnen sind weiterhin minderjährig. Nutzer konnten auf der Plattform X ein Bild kommentieren und Grok auffordern, die abgebildete Person nackt darzustellen. Die Betroffenen erfuhren erst davon, als die Bilder auf Discord geteilt wurden.

Der Fall könnte einer der ersten größeren Prozesse zu diesem Thema werden. Die Anwaltskanzlei wirft xAI vor, aus Profitgier gehandelt zu haben, ohne an die Betroffenen zu denken.


KI-Update

KI-Update

Wie intelligent ist Künstliche Intelligenz eigentlich? Welche Folgen hat generative KI für unsere Arbeit, unsere Freizeit und die Gesellschaft? Im „KI-Update“ von Heise bringen wir Euch gemeinsam mit The Decoder werktäglich Updates zu den wichtigsten KI-Entwicklungen. Freitags beleuchten wir mit Experten die unterschiedlichen Aspekte der KI-Revolution.

OpenAI will seine Ressourcen künftig auf Coding-Werkzeuge und Geschäftskunden konzentrieren. Fidji Simo, verantwortlich für alle Anwendungen, stellte die Pläne laut dem Wall Street Journal in einem unternehmensweiten Meeting vor. Man dürfe diesen Moment nicht verpassen, weil man sich von Nebenmissionen ablenken lasse, sagte sie. Im vergangenen Jahr hatte OpenAI zahlreiche Produkte angekündigt: den Videogenerator Sora, den Webbrowser Atlas, ein Hardware-Gerät mit Designer Jony Ive sowie E-Commerce-Funktionen für ChatGPT.

Der Auslöser ist der Aufstieg von Anthropic. Der Konkurrent hat sich mit Claude Code und Cowork zum schnell wachsenden KI-Anbieter für Unternehmen entwickelt, dabei aber bewusst auf Audio-, Bild- und Videogenerierung verzichtet.

OpenAI bringt zwei neue Modelle auf den Markt: GPT-5.4 nano und mini. Beide sollen effizienter und leistungsfähiger als ihre Vorgänger sein. GPT-5.4 nano ist das kleinste und günstigste Modell, gedacht für Aufgaben wie Klassifizierung, Datenextraktion und Sub-Agenten. GPT-5.4 mini zielt auf Coding-Workflows, die von schnellen Iterationen profitieren, und soll in Benchmarks durchweg besser abschneiden als GPT-5 mini.

GPT-5.4 mini ist ab sofort über die API, Codex und in ChatGPT verfügbar. Die nano-Version gibt es nur über die API.

OpenAIs Sprachmodell GPT-4.5 hat den Turing-Test bestanden, allerdings nur mit einem Trick: Die KI musste sich absichtlich schlechter geben, als sie ist. Lässig schreiben, Tippfehler einstreuen, schlecht in Mathe sein. Mit dieser Persona hielten 73 Prozent der Studienteilnehmer GPT-4.5 für einen Menschen, häufiger als den tatsächlichen menschlichen Gesprächspartner. Ohne die Anpassung lag die Quote bei nur 36 Prozent.

Der KI-Risikobewerter Charbel-Raphaël Segerie nennt das Ergebnis ironisch: KI kann seitenlange, gut strukturierte Texte in Sekunden produzieren, und genau das muss sie verbergen, um als Mensch durchzugehen. Der Turing-Test gilt als Maßstab für KI mittlerweile als überholt.

Microsoft rückt Berichten zufolge von seinen Plänen ab, den KI-Assistenten Copilot tief in die Windows-Oberfläche zu integrieren. Laut Windows Central wurde die Nutzung von „Copilot“ als Oberbegriff für KI in Windows kurz nach den Verzögerungen von Windows Recall pausiert. Geplante KI-Funktionen auf Systemebene für Einstellungen, Benachrichtigungen und den Datei-Explorer, vor rund zwei Jahren angekündigt, wurden gestoppt.

Anonyme Quellen geben an, Microsoft wolle Windows 11 dieses Jahr weniger mit KI aufblähen und taktvoller vorgehen, wo die Marke Copilot auftaucht. Das sei Teil größerer Anstrengungen, der Kritik von Nutzern zu begegnen, die Windows 11 Aufblähung und „Enshittification“ vorwerfen. Neue KI-Funktionen soll es trotzdem geben, sie sollen aber optional und abschaltbar bleiben.

Die Linux Foundation hat 12,5 Millionen Dollar von Anthropic, Google, Microsoft und OpenAI gesammelt, um Open-Source-Projekte zu stärken. Ein wachsendes Problem ist sogenannter KI-Slop: KI-Tools ermöglichen auch unerfahrenen Nutzern, Codebeiträge einzureichen. Die Flut minderwertiger Pull-Requests überlastet die ehrenamtlichen Maintainer. Das curl-Projekt stoppte deshalb kurzzeitig sein Bug-Bounty-Programm, GitHub kündigte Funktionen an, um schlechte Vorschläge leichter zu löschen.

Die Geldgeber sind allerdings selbst Teil des Problems, da sie die KI-Tools anbieten, die den Slop erzeugen. Gleichzeitig erkennen sie den Wert von Open Source als Fundament vieler Systeme. Die Mittel fließen über Initiativen wie Alpha-Omega und die Open Source Security Foundation.

Auf der Bildungsmesse didacta in Köln war KI in diesem Jahr weniger Schlagwort als Selbstverständlichkeit. Statt den Begriff auf jede Oberfläche zu drucken, integrierten Aussteller KI stillschweigend in ihre Produkte. Das dominierende Thema war stattdessen die „smartphonefreie Schule“. Die Bandbreite der KI-Angebote reichte von präzisen Prompting-Anleitungen für die Differenzierung von Lernmaterialien bis zu Ein-Klick-Versprechen.

Handshake AI, ein Vermittler von Fachkräften für KI-Training, sucht Menschen mit Erfahrung in Theater, Improvisation oder Comedy. In Online-Sessions sollen sie Szenen spielen, Dialoge entwickeln und Emotionen möglichst realistisch darstellen. Die Bezahlung liegt bei rund 75 Dollar pro Stunde. Das genaue Ziel nennt die Anzeige nicht, sie deutet aber auf Trainingsdaten für Sprachmodelle hin, die Emotionen und Gespräche besser verstehen sollen.

Alibaba, der chinesische Technologiekonzern, fasst seine KI-Aktivitäten in einer neuen Geschäftseinheit namens „Alibaba Token Hub“ zusammen. CEO Eddie Wu leitet die Sparte persönlich, berichtet Bloomberg. Sie vereint das Forschungsteam hinter den Qwen-Sprachmodellen, die Verbraucher-App-Sparte, die Kommunikationsplattform DingTalk und Hardware wie Smart Glasses. Alibaba plant zudem, noch diese Woche einen KI-Agenten für Firmenkunden zu veröffentlichen, der schrittweise mit der Handelsplattform Taobao und dem Bezahldienst Alipay verknüpft werden soll.

Der estnische Fahrdienstvermittler Bolt plant eine Zusammenarbeit mit Nvidia für den Einstieg ins Robotaxi-Geschäft. Die technische Grundlage liefert Nvidias Drive Hyperion, eine Plattform, die Hardware, Sensorik und Software für autonomes Fahren auf Level 4 bündelt. Bolt will seine umfangreichen Fahrdaten beisteuern, um die KI-Systeme zu trainieren.


Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO

Eigenwerbung Fachdienst heise KI PRO


(igr)



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Matter sei Dank: Ambilight-TVs sprechen wieder mit Hue und auch Lampen von Ikea


Die Lichterweiterung AmbiScape soll Lampen im Raum im Takt mit dem Bildinhalt an Philips Ambilight-TVs leuchten lassen. So finden sich AmbiScape ab diesem Jahr in allen Philips Fernsehern ab der 8001er-Reihe, mithin in allen OLED-Modellen aus 2026 und den neuen RGB-Mini-LED-Fernsehers der Serie 981. Als weitere Voraussetzung nennt Philips das Titan-Betriebssystem, bisherige Google-TVs werden AmbiScape demnach nicht unterstützen.

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Wer Ambilight-Fernseher mit Lampen im Raum verbinden wollte, um die Lichteffekte auf diese auszuweiten, hatte mit TV-Modellen ab 2023 ein Problem: Weil den neueren Ambilight-Fernsehern die eingebaute Hue-Kompatibilität fehlt, kommunizierten sie weder mit der Hue Bridge Pro des ausgegliederten Lichtkonzerns Signify noch mit dessen Hue-Lampen.

Den Hue-Ersatz AmbiScape hatte Philips bereits Ende 2025 eher heimlich bei einigen Fernsehern mit Ambilight eingeführt. Ob auch diese in den Genuss der Lichterweiterung kommen werden, ist noch offen.

AmbiScape basiert auf dem offenen Matter-Kommunikationsprotokoll und kann darüber neben einigen Hue-Lampen auch Thread-kompatible Leuchtmittel anderer Hersteller einbinden. Aktuell unterstützt Philips neben den Philips-Leuchten Hue White und Color Ambience auch die Systeme von Ikea (Tradfri LED Bulb und Dirigera Hub), Nanoleaf (Smart Bulb), Wiz (E27 Smart Bulb) und Osram (LED Bulb). Künftig können das außer klassischen Leuchtmitteln auch LED-Streifen sein, zunächst beschränkt sich die Auswahl aber auf E27-Leuchtmittel. Auch wer noch eine Philips Hue-Bridge 2.0 besitzt, kann diese weiter nutzen. Sie hat vor einiger Zeit ein Update für Matter-Support erhalten.



In einem Auswahlmenü legt man die Position der Lampen im Raum und zum Fernseher fest und kann im Ambilight-Menü zusätzlich den gewünschten Effekt einstellen.

(Bild: Ulrike Kuhlmann / heise medien)

Die genannten Ambilight-TVs aus 2026 können mit AmbiScape nun bis zu vier smarte Lampen im Raum gleichzeitig ansteuern, um den Lichteffekt der farbigen LEDs im TV-Gehäuse auf den Raum auszuweiten. Im Unterschied zur vormaligen Hue-Lösung sind derzeit nur einfarbige Anpassungen und keine Farbverläufe wie Sonnenaufgänge möglich, da der Matter-Standard diese noch nicht unterstützt. Die per AmbiScape respektive Matter angebundenen Lampen reagieren mit einer geringen Verzögerung auf Änderungen des Bildinhalts. Philips spricht von 0,5 Sekunden, in der in Berlin gezeigten Umsetzung fiel der Delay nicht störend auf.

Um AmbiScape zu aktivieren, muss man den Fernseher zunächst über einen Matter-QR-Code einmalig mit den kompatiblen smarten Lampen verbinden. Anschließend lässt sich AmbiScape per Direktwahltaste auf der Fernbedienung oder über das Ambilight-Menü in den TV-Einstellungen starten. Man kann bis zu zehn Lampen registrieren und die vier Gewählten jeweils über ein Untermenü in einer Zone zum Fernseher platzieren. Zusätzlich lässt sich die Leuchtstärke der Lampen einstellen.

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Philips bietet zudem drei Ansteuermodi an: die Synchronisation mit Ambilight im Video-Modus, außerdem eine dynamische Lichtsteuerung im Musik-Modus und für sehr ruhige Stimmungen eine feste Farbwiedergabe in einer ausgewählten Farbe.


(uk)



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