Apps & Mobile Entwicklung
Schweres Sicherheitsleck?: Entwickler von GPU-Z gibt Entwarnung

Nachdem ein Sicherheitsforscher auf eine angeblich schwere Sicherheitslücke im Tool GPU-Z hinwies, gibt der Entwickler Entwarnung. Einige Vorwürfe seien schlicht falsch, in anderen Punkten soll aber nachgebessert werden.
Der Vorwurf kam über X
Vor zwei Tagen hat @weezerOSINT alias Impulsive, der sich selbst als „Security Researcher“ bezeichnet, auf X für reichlich Wirbel gesorgt. Laut seiner Analyse könnten Angreifer das Tool GPU-Z durch eine Schwachstelle im Treiber Trixx.sys derart ausnutzen, dass sie die komplette Kontrolle über das System erlangen. Dafür benötige es nicht einmal Admin-Zugriff. „Ein GPU-Info-Tool mit den Schlüsseln zu deinem gesamten System“, schrieb Impulsive in seinem ersten Posting, das mittlerweile über 320.000 Aufrufe erlangt hat.
In einem weiteren Post heißt es: „Was kann ein Angreifer damit tun? Passwörter stehlen. Discord-Token. Browser-Sitzungen. Alles, was Windows im RAM speichert, ist direkt von der Hardware aus lesbar. Dein Antivirus sieht es nie, weil kein geschützter Prozess berührt wurde“. Entsprechend besorgt zeigten sich die Kommentatoren in dem sozialen Netzwerk.
Entwickler meldet sich zu Wort
ComputerBase hat mit dem Entwickler des Tools, „Wizzard“ von TechPowerUp, Kontakt aufgenommen und eine kurze Stellungnahme erhalten. Laut seiner Ansicht könne ein Standard-Nutzer keinen Treiberzugriff erhalten, denn es würden durchaus Administratorrechte dafür benötigt. Generell sei einiges von dem Bericht „falsch“, anderes wiederum erscheine „plausibel“. An der im vierten Beitrag von Impulsive vorgeschlagenen Lösung arbeite Wizzard wiederum bereits. Generell würde aber das Treibermodell von Windows an sich schon viele Sicherheitslücken aufweisen, so seine Meinung.
Ein neues Themenfeld für den Sicherheitsforscher
Derweil stellt der Finder der angeblichen Schwachstelle seine eigene Expertise im Grunde selbst in Frage, denn in einem weiteren Posting räumt er ein, vor 4 Monaten noch „nichts über BYOVD / Malware oder EDR“ gewusst zu haben. Es sei schön, „neue Dinge zu lernen“.
Es wird sich zeigen, ob bereits die nächste Version von GPU-Z einige Anpassungen in diese Richtung erhalten wird. Auf Github gab es einen Austausch zwischen beiden Parteien.
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5,0 Sterne
GPU-Z ist ein kleines kostenloses Tool zur ausführlichen Analyse von Grafikkarten.
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DGX Station for Windows: GB300 zieht vom Datacenter in den Windows-Desktop-PC
Neben dem RTX Spark Superchip für Consumer-Notebooks und Desktop-PCs richtet sich Nvidia mit dem parallel angekündigten GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip an KI-Entwickler mit Wunsch nach einer Windows-Workstation. Entsprechende Systeme sind von Asus, Dell, Gigabyte, HP, MSI und Supermicro für das 4. Quartal geplant.
Die DGX Station for Windows folgt auf die reguläre DGX Station mit Linux, die Nvidia zur GTC im Frühjahr 2025 angekündigt hatte. Diese Systeme sind seit März dieses Jahres bestellbar und sollen über die kommenden Monate ausgeliefert werden. Die Kosten für eine DGX Station liegen je nach nach Anbieter bei 85.000 bis 100.000 US-Dollar.
Marktstart im vierten Quartal
Auch wenn Nvidia und Partner noch keine Preise angekündigt haben, dürfte sich die DGX Station for Windows angesichts identischer Hardware auf demselben Preisniveau bewegen. Asus, Dell, Gigabyte, HP, MSI und Supermicro wollen im Laufe des vierten Quartals 2026 ihre Systeme auf den Markt bringen.
Die DGX Station for Windows hieß in einem Vorabgespräch mit Nvidia tatsächlich noch „RTX Station“, doch im Gegensatz zum RTX Spark Superchip für Windows-Notebooks und Desktop-PCs richtet sich die GB300-Plattform eindeutig an Enterprise-Kunden – deshalb die kurzfristige Umbenennung von RTX zu DGX.
GB300 mit Windows für Enterprise-Workflows
Nvidia will mit den Systemen das „volle Spektrum der Enterprise AI Workflows“ unter Windows abdecken, von der Bereitstellung autonomer Agenten über die Entwicklung von KI-Modellen der technologischen Spitze bis hin zum Inferencing mit hohem Durchsatz, Data Science und physischer künstlicher Intelligenz. Mehrere KI-Agenten sollen parallel laufen und sich mit Enterprise-Anwendungen und Workflows verbinden können. Für große KI-Modelle soll das Pretraining und Finetuning lokal möglich sein. Datenwissenschaftler sollen bei ihrer Arbeit mit insgesamt 748 GB kohärentem Speicher keine Flaschenhälse mehr antreffen. Und beim Inferencing soll selbst bei KI-Modellen mit bis zu 1 Milliarde Parametern noch ein hoher Durchsatz erreicht werden.
OpenShell überwacht autonome Agenten
Autonome Agenten sollen mit Nvidias OpenShell überwacht werden, eine Open-Source-Laufzeitumgebung für autonome KI-Agenten, die von Anfang an auf Sicherheit ausgelegt sein soll. Jeder Agent läuft in einer eigenen, isolierten Sandbox, sodass er nicht unkontrolliert auf andere Programme oder Systembereiche zugreifen kann, erklärt Nvidia. Sicherheits- und Datenschutzregeln werden dabei direkt vom Betriebssystem durchgesetzt und nicht dem Agenten selbst überlassen. Dadurch sollen KI-Agenten keine Sicherheitsrichtlinien umgehen, keine Zugangsdaten stehlen und keine vertraulichen Daten weitergeben können. Die DGX Station für Windows diene Anwendern als sichere Plattform, um solche Agenten lokal zu entwickeln, zu testen und später auf größere Rechenzentren mit Nvidias Architektur auszuweiten.
GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip
Die Einsatzszenarien möglich macht (neben Nvidias Software-Lösungen) die Hardware-Plattform, die praktisch eins zu eins aus dem Datacenter stammt. Der GB300 Grace Blackwell Ultra Desktop Superchip setzt sich aus zwei GPU-Dies und 252 GB HBM3e zusammen und wird über einen 900 GB/s schnellen NVLink-C2C-Interconnect mit einer Grace-CPU verbunden, die 72 Neoverse-V2-Kerne von Arm und 496 GB LPDDR5X mit 396 GB/s bietet. Nvidia gibt die AI-Leistung des Systems mit 20 PetaFLOPS an, wobei es sich um 20 PetaFLOPS für FP4 mit Sparsity-Beschleunigung handelt. Optional lässt sich eine RTX Pro 6000 Blackwell für Raytracing-Workflows hinzufügen. Für das Netzwerk ist wie im Datacenter ein ConnectX-8-SuperNIC mit 800 Gbit/s Bandbreite zuständig.
Die Anforderungen an den Arbeitsplatz für eine solche High-End-Workstation hat Nvidia noch nicht genannt. US-Kunden der DGX Station mit Linux empfiehlt Nvidia aber eine Steckdose an einem Stromkreis mit 20A/120V, demnach mit bis zu 2.400 Watt. Üblich sind in den USA nämlich lediglich 15A/120V für maximal 1.800 Watt. Nvidia gibt den Leistungsbedarf einer DGX Station mit Linux offiziell mit bis zu 1.600 Watt an.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Nvidia unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Intel Diamond Rapids: 2027 erscheint Intels bester Xeon in Intel-18A-P-Fertigung
Zur Computex 2026 hat Intel den ersten öffentlichen Teaser für Diamond Rapids mit dabei. Intels kommender Xeon wird daheim gefertigt, Intel Foundry übernimmt auch hier den Großteil der Arbeiten, wie zuletzt bereits bei Intel Granite Rapids und seit heute auch Intel Clearwater Forest. Der Aufbau überrascht.
Intels Teaser zur Messe in Taiwan soll natürlich auch die Partner auf großer Bühne beruhigen. Zuletzt klang das schließlich mitunter weniger rosig, denn so richtig konkurrenzfähig sieht Intels eigener CEO Lip-Bu Tan die Sparte in der Serie schließlich auch nicht, was er vor allem auf das Fehlen von SMT schiebt. Dieses wird erst in der Generation nach Intel Diamond Rapids, Codename Intel Coral Rapids wieder Einzug halten. Und genau dort versucht Intel derzeit alles, dies auch nur irgendwie zu beschleunigen.
Ein oder gar eineinhalb Jahre abzukürzen ist dabei aber nicht möglich, das weiß auch Intel. Also muss auch Diamond Rapids in den Markt, schließlich ist die Nachfrage nach Prozessoren explodiert – und soll sie nach letzten Schätzungen auch in den kommenden Jahren bleiben. Für Diamond Rapids ist das gut: Er wird viel Kundschaft ansprechen können, auch wenn es mitunter vielleicht im absolut gesehenen Bereich ein besseres Produkt gibt. Mit gänzlich stumpfen Waffen tritt aber auch Intels neuer Xeon nicht an.
Vier große CPU-Dies (+Stacked-Cache?) und innenliegende IO-Tiles
Dabei überrascht bereits das Erscheinungsbild von Intel Diamond Rapids. Die I/O-Tiles wandern nun nämlich auch hier von außen nach innen, die CPU-Tiles sind außen gelagert – das erinnert an AMDs Ansatz. Der Vorteil dabei ist nämlich nun, dass alle CPU-Tiles den gleichen kurzen Weg zum I/O-Die haben. Bei den aktuellen Xeon 6 muss der mittlere Die nämlich noch einen längeren Weg zurücklegen, auch sind die I/O-Dies untereinander so maximal weit entfernt.
Vier der CPU-Kacheln sollen insgesamt 50 Prozent mehr Kerne bieten als bisherige Xeon 6 – die Zahl 192 kommt dabei heraus und wurde so auch schon oft benannt. Da die vier (blauen) CPU-Kacheln nun pro Chip wieder viel mehr Kerne bieten (und die Animation es andeutet), könnte der L3-Cache und eventuell noch mehr auf einen darunterliegenden Chip ausgelagert sein – also exakt so, wie es Intel bei Clearwater Forest macht. Dort sitzen reine CPU-Kerne auf einem „Cache-Tile“.
Und diese CPU-Kerne werden in Intel 18A-P gefertigt, der Performance-Ausbaustufe des aktuellen Prozesses Intel 18A, der bisher das mobile Umfeld adressierte.
Die I/O-Chips dürfte Intel erneut in einem etwas älteren Prozess auflegen, genau benennt das Intel heute noch nicht. Bei den aktuellen Xeon 6(+) Granite Rapids und Clearwater Forest basierten sie noch auf Intels 10-nm-Prozess ohne EUV, Intel 7 genannt. Da I/O-Elemente oft kaum oder nur wenig skalieren, reicht hier in der Regel ein etwas älterer Prozess, der zudem noch deutlich günstiger ist und eine sehr hohe Ausbeute bietet.
Mit dabei ist bei Diamond Rapids eine deutlich gesteigerte Speicherbandbreite um den Faktor 2x – dank Zusammenspiel aus 16 statt bisher 12 Kanälen und MRDIMM-12800 statt 8000 MT/s – sowie Unterstützung für PCI Express 6.0.
Mehr Details zu Hot Chips 2026 erwartet
Nachfragen von ComputerBase wollte Intel zu dem Zeitpunkt nicht beantworten und verwies auf den Spätsommer, Stichwort Hot Chips 2026. Hier dürfte es eine ziemlich detaillierte Vorstellung des Produkts geben, letztes Jahr hat Intel an gleicher Stelle Clearwater Forest (CWF) enthüllt. Immerhin hat Intel schon einmal klargestellt, dass AET hier auch dabei ist – in einem ganz anderen Markt als CWF doch vertreten ist.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel vor dem eigentlichen Messestart unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Intel Xeon 6+ Clearwater Forest: Die 288-Kerner in Intel-18-A-Fertigung sind los

Intels 288-Kerner ist endlich hier. Als erster bietet der Xeon 6+ alias Intel Clearwater Forest dazu auch Support für klassischen DDR5-8000 als RDIMM und nicht MRDIMM über zwölf Kanäle – das hat bisher noch keine Server-CPU. Zusammen mit den bis zu 576 MByte L3-Cache kann das Produkt so in gewissen Anwendungen massiv punkten.
Endlich startet der neue Xeon 6+
Über Intel Clearwater Forest wurde bereits viel gesagt, auch durch den Hersteller selbst. Nicht nur in Form kleiner Teaser, sondern schon beinahe dem kompletten Bild inklusive vieler technischer Details. Was gefehlt hat, war jedoch der Startschuss, der nun endlich erfolgt.
Was Intel Clearwater Forest dabei ist, zeigt ein Bild von Intel aus dem letzten Jahr sehr gut: Auf dem gleichen Package wie bisherige Intel Xeon 6900P und somit voll kompatibel zu bestehenden Boards und der gesamten Plattform, verbaut Intel 12 CPU-Kacheln mit jeweils 24 E-Cores. Jeweils vier dieser CPU-Kacheln sitzen auf einem aktiven Base-Tile, der den L3-Cache und das Speicherinterface sowie einige I/O-Funktionen enthält. Außen sitzen zwei I/O-Tiles, diese sind identisch zu den Xeons, die bisher in der Familie erschienen sind und sorgen so für volle Kompatibilität. Zwölf kleine EMIB-Chips übernehmen die Kommunikation zwischen all diesen Bauteilen.
Wenige SKUs reichen
Intel streut die Xeon 6+ nicht in einer übermäßigen Anzahl an Varianten in den Markt, denn wenn ihm Dinge genommen werden, würde der Prozessor ohnehin viele seiner Vorteile verlieren und kaum Sinn ergeben. Also sind es letztlich sogar nur vier Stück, die beiden großen gibt es in zwei TDP-Ausführungen.
Intel Application Energy Telemetry
Die Intel Application Energy Telemetry (AET) ist ein neues Feature, welches auf den Energieverbrauch abzielt. Telemetriedaten direkt aus der Hardware werden genutzt, um hier in erster Linie eine Reduzierung anzustreben. Das funktioniert zuerst nur bei den Xeon 6+ unter Linux, für Intel Diamond Rapids ist das Feature aber auch bereits gesetzt. Dies soll der Kundschaft Vertrauen zeigen, dass diese Technologie bestehen wird, sowohl bei E-Cores als auch P-Cores.
Herstellerbenchmarks zeigen nur Gutes
Zum Start hat Intel auch einige Benchmarks dabei, die wie üblich natürlich mit großer Vorsicht zu betrachten sind. Denn in der Regel zeigt ein Hersteller selbst nur die Rosinen, nicht aber die Problemstellen. Die Einordnung gegenüber dem Vorgänger ist so noch am gebräuchlichsten, gegenüber AMDs 192-Kerner wird es dann schon komplizierter. Es dürfte hier nämlich genau so gut Einsatzgebiete geben, in denen dieser Chip deutlich davonzieht, beispielsweise wenn AVX-512 unterstützt wird; Intel Xeon 6+ steckt schließlich bei AVX2 fest.
Da die neuen Xeon 6+ das bereits bekannte Ökosystem nutzen, sollen die ersten Systeme zeitnah verfügbar sein. Bestellungen nehmen erste OEMs bereits entgegen und liefern direkt zum Launchzeitraum noch unter NDA aus, in Kürze sollen Systeme dann aber auch breit und an vielen anderen Stellen verfügbar werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel vor dem eigentlichen Messestart unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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