Apps & Mobile Entwicklung
Intel Diamond Rapids: 2027 erscheint Intels bester Xeon in Intel-18A-P-Fertigung
Zur Computex 2026 hat Intel den ersten öffentlichen Teaser für Diamond Rapids mit dabei. Intels kommender Xeon wird daheim gefertigt, Intel Foundry übernimmt auch hier den Großteil der Arbeiten, wie zuletzt bereits bei Intel Granite Rapids und seit heute auch Intel Clearwater Forest. Der Aufbau überrascht.
Intels Teaser zur Messe in Taiwan soll natürlich auch die Partner auf großer Bühne beruhigen. Zuletzt klang das schließlich mitunter weniger rosig, denn so richtig konkurrenzfähig sieht Intels eigener CEO Lip-Bu Tan die Sparte in der Serie schließlich auch nicht, was er vor allem auf das Fehlen von SMT schiebt. Dieses wird erst in der Generation nach Intel Diamond Rapids, Codename Intel Coral Rapids wieder Einzug halten. Und genau dort versucht Intel derzeit alles, dies auch nur irgendwie zu beschleunigen.
Ein oder gar eineinhalb Jahre abzukürzen ist dabei aber nicht möglich, das weiß auch Intel. Also muss auch Diamond Rapids in den Markt, schließlich ist die Nachfrage nach Prozessoren explodiert – und soll sie nach letzten Schätzungen auch in den kommenden Jahren bleiben. Für Diamond Rapids ist das gut: Er wird viel Kundschaft ansprechen können, auch wenn es mitunter vielleicht im absolut gesehenen Bereich ein besseres Produkt gibt. Mit gänzlich stumpfen Waffen tritt aber auch Intels neuer Xeon nicht an.
Vier große CPU-Dies (+Stacked-Cache?) und innenliegende IO-Tiles
Dabei überrascht bereits das Erscheinungsbild von Intel Diamond Rapids. Die I/O-Tiles wandern nun nämlich auch hier von außen nach innen, die CPU-Tiles sind außen gelagert – das erinnert an AMDs Ansatz. Der Vorteil dabei ist nämlich nun, dass alle CPU-Tiles den gleichen kurzen Weg zum I/O-Die haben. Bei den aktuellen Xeon 6 muss der mittlere Die nämlich noch einen längeren Weg zurücklegen, auch sind die I/O-Dies untereinander so maximal weit entfernt.
Vier der CPU-Kacheln sollen insgesamt 50 Prozent mehr Kerne bieten als bisherige Xeon 6 – die Zahl 192 kommt dabei heraus und wurde so auch schon oft benannt. Da die vier (blauen) CPU-Kacheln nun pro Chip wieder viel mehr Kerne bieten (und die Animation es andeutet), könnte der L3-Cache und eventuell noch mehr auf einen darunterliegenden Chip ausgelagert sein – also exakt so, wie es Intel bei Clearwater Forest macht. Dort sitzen reine CPU-Kerne auf einem „Cache-Tile“.
Und diese CPU-Kerne werden in Intel 18A-P gefertigt, der Performance-Ausbaustufe des aktuellen Prozesses Intel 18A, der bisher das mobile Umfeld adressierte.
Die I/O-Chips dürfte Intel erneut in einem etwas älteren Prozess auflegen, genau benennt das Intel heute noch nicht. Bei den aktuellen Xeon 6(+) Granite Rapids und Clearwater Forest basierten sie noch auf Intels 10-nm-Prozess ohne EUV, Intel 7 genannt. Da I/O-Elemente oft kaum oder nur wenig skalieren, reicht hier in der Regel ein etwas älterer Prozess, der zudem noch deutlich günstiger ist und eine sehr hohe Ausbeute bietet.
Mit dabei ist bei Diamond Rapids eine deutlich gesteigerte Speicherbandbreite um den Faktor 2x – dank Zusammenspiel aus 16 statt bisher 12 Kanälen und MRDIMM-12800 statt 8000 MT/s – sowie Unterstützung für PCI Express 6.0.
Mehr Details zu Hot Chips 2026 erwartet
Nachfragen von ComputerBase wollte Intel zu dem Zeitpunkt nicht beantworten und verwies auf den Spätsommer, Stichwort Hot Chips 2026. Hier dürfte es eine ziemlich detaillierte Vorstellung des Produkts geben, letztes Jahr hat Intel an gleicher Stelle Clearwater Forest (CWF) enthüllt. Immerhin hat Intel schon einmal klargestellt, dass AET hier auch dabei ist – in einem ganz anderen Markt als CWF doch vertreten ist.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel vor dem eigentlichen Messestart unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
Intel Xeon 6+ Clearwater Forest: Die 288-Kerner in Intel-18-A-Fertigung sind los

Intels 288-Kerner ist endlich hier. Als erster bietet der Xeon 6+ alias Intel Clearwater Forest dazu auch Support für klassischen DDR5-8000 als RDIMM und nicht MRDIMM über zwölf Kanäle – das hat bisher noch keine Server-CPU. Zusammen mit den bis zu 576 MByte L3-Cache kann das Produkt so in gewissen Anwendungen massiv punkten.
Endlich startet der neue Xeon 6+
Über Intel Clearwater Forest wurde bereits viel gesagt, auch durch den Hersteller selbst. Nicht nur in Form kleiner Teaser, sondern schon beinahe dem kompletten Bild inklusive vieler technischer Details. Was gefehlt hat, war jedoch der Startschuss, der nun endlich erfolgt.
Was Intel Clearwater Forest dabei ist, zeigt ein Bild von Intel aus dem letzten Jahr sehr gut: Auf dem gleichen Package wie bisherige Intel Xeon 6900P und somit voll kompatibel zu bestehenden Boards und der gesamten Plattform, verbaut Intel 12 CPU-Kacheln mit jeweils 24 E-Cores. Jeweils vier dieser CPU-Kacheln sitzen auf einem aktiven Base-Tile, der den L3-Cache und das Speicherinterface sowie einige I/O-Funktionen enthält. Außen sitzen zwei I/O-Tiles, diese sind identisch zu den Xeons, die bisher in der Familie erschienen sind und sorgen so für volle Kompatibilität. Zwölf kleine EMIB-Chips übernehmen die Kommunikation zwischen all diesen Bauteilen.
Wenige SKUs reichen
Intel streut die Xeon 6+ nicht in einer übermäßigen Anzahl an Varianten in den Markt, denn wenn ihm Dinge genommen werden, würde der Prozessor ohnehin viele seiner Vorteile verlieren und kaum Sinn ergeben. Also sind es letztlich sogar nur vier Stück, die beiden großen gibt es in zwei TDP-Ausführungen.
Intel Application Energy Telemetry
Die Intel Application Energy Telemetry (AET) ist ein neues Feature, welches auf den Energieverbrauch abzielt. Telemetriedaten direkt aus der Hardware werden genutzt, um hier in erster Linie eine Reduzierung anzustreben. Das funktioniert zuerst nur bei den Xeon 6+ unter Linux, für Intel Diamond Rapids ist das Feature aber auch bereits gesetzt. Dies soll der Kundschaft Vertrauen zeigen, dass diese Technologie bestehen wird, sowohl bei E-Cores als auch P-Cores.
Herstellerbenchmarks zeigen nur Gutes
Zum Start hat Intel auch einige Benchmarks dabei, die wie üblich natürlich mit großer Vorsicht zu betrachten sind. Denn in der Regel zeigt ein Hersteller selbst nur die Rosinen, nicht aber die Problemstellen. Die Einordnung gegenüber dem Vorgänger ist so noch am gebräuchlichsten, gegenüber AMDs 192-Kerner wird es dann schon komplizierter. Es dürfte hier nämlich genau so gut Einsatzgebiete geben, in denen dieser Chip deutlich davonzieht, beispielsweise wenn AVX-512 unterstützt wird; Intel Xeon 6+ steckt schließlich bei AVX2 fest.
Da die neuen Xeon 6+ das bereits bekannte Ökosystem nutzen, sollen die ersten Systeme zeitnah verfügbar sein. Bestellungen nehmen erste OEMs bereits entgegen und liefern direkt zum Launchzeitraum noch unter NDA aus, in Kürze sollen Systeme dann aber auch breit und an vielen anderen Stellen verfügbar werden.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Intel vor dem eigentlichen Messestart unter NDA erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers oder eine Verpflichtung zur Berichterstattung bestand nicht. Die einzige Vorgabe aus dem NDA war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
30 Jahre Alienware: Erster 39″-Monitor mit 5K OLED und RGB Stripe

Dell feiert zur Computex 2026 30 Jahre Alienware. Unter der Gaming-Marke erscheinen neue Monitore mit Größen von 32 Zoll bis 39 Zoll. Angeführt wird das neue Portfolio vom AW3926QW, der angeblich „ambitionierteste Monitor, den Alienware je entwickelt hat“. Er besitzt ein 5K-OLED-Panel mit RGB-Stripe-Pixel-Layout.
Alienware AW3926QW mit RGB Stripe
Nach ersten Vorzeichen erfolgt jetzt die offizielle Vorstellung des Alienware AW3926QW. Genau wie der LG 39GX950B besitzt er ein gebogenes OLED-Panel mit 5.120 × 2.160 Pixeln auf 39 Zoll. Allerdings kommt beim AW3926QW nun erstmals in diesem Format das neue RGB-Stripe-Pixel-Layout zum Einsatz. Daher wirbt Dell nun mit dem „weltweit ersten 39″ 5K OLED Monitor mit RGB Stripe Technologie“.
Dabei kommen anders als bei früheren WOLED-Panels von LG Display nur noch drei Subpixel (RGB) anstelle von vier (RGBW) zum Einsatz; der zusätzliche weiße Subpixel entfällt. Da die Subpixel in einer Reihe angeordnet sind, spricht man von einem RGB-Stripe-Layout, das Text ohne unschöne Farbsäume und somit schärfer darstellt. Den gleichen Weg geht inzwischen auch Samsung Display bei seiner 5. Generation QD-OLED.
Die native Auflösung wird mit bis zu 165 Hz dargestellt. Auf Wunsch kann im Dual Mode auf 2.560 × 1.080 mit 330 Hz umgeschaltet werden. Die Frage, ob es sich um ein mattes oder glänzendes (glossy) Display handelt, wurde vom Alienware-Vertreter so beantwortet: Generell handele es sich um ein Glossy-Panel, doch sei dieses mit einem Anti-Reflective-Coating versehen. Moderne Anschlüsse wie DisplayPort 2.1 (UHBR20) und HDMI 2.1 sowie USB-C mit 90 Watt sind vertreten. Ein KVM-Switch in Verbindung mit zwei USB-A-Buchsen ist integriert.
Dell hat noch keinen Preis für den Alienware AW3926QW genannt, der Ende Juni zunächst in Asien erscheint. Der Marktstart in Europa und Nordamerika folge erst im Herbst.
Alienware AW3426DW mit 5. Gen QD-OLED
Die jüngste Panel-Generation gibt es auch beim Alienware AW3426DW, allerdings in Form der 5. Generation QD-OLED von Samsung Display. Das bedeutet für den 34″-Monitor mit 3.440 × 1.440 Pixeln ebenfalls ein RGB-Stripe-Layout. Die Helligkeit soll ganzflächig 300 cd/m² und punktuell bis zu 1.300 cd/m² erreichen. DisplayHDR True Black 500 wird auch hier geboten. Gegenüber dem Vorgänger (AW3425DW) steigt die Bildwiederholrate von 240 Hz auf 280 Hz und ein „Anti-Reflectice Coating“ kommt zum Einsatz.
Auch bei diesem Modell nennt Dell noch keinen Preis. Der Marktstart ist weltweit für Juli vorgesehen.
AW3426DWM & AW3226DM nutzen LCD-Technik
Zwei neue Monitore mit Flüssigkristallanzeige (LCD) statt OLED hat Dell außerdem im Gepäck. Der AW3426DWM besitzt ein gebogenes VA-Panel mit 3.440 × 1.440 Pixeln auf 34 Zoll. Auch beim AW3226DM kommt ein Curved-VA-Panel zum Einsatz, das allerdings 2.560 × 1.440 Pixel auf 31,5 Zoll liefert.
Die beiden Neulinge sollen im Juli weltweit verfügbar sein. Die US-Preise (MSRP vor Steuern) liegen bei 399,99 Dollar und 299,99 Dollar.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von Dell unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
Apps & Mobile Entwicklung
Radeon RX 9070 GRE: Die China-Version mit 12 GB kommt weltweit auf den Markt
Nach rund einem Jahr hat AMD die Radeon RX 9070 GRE (Test eines Import-Modells) nun auch für den Rest der Welt angekündigt. Überraschungen gibt es dabei nicht, denn die Grafikkarte entspricht komplett der chinesischen Variante. Auch die 12 GB VRAM bleiben.
Die „China-GRE“ wird jetzt 1:1 zur weltweiten GRE
549 US-Dollar vor Steuern soll die Radeon RX 9070 GRE kosten, einen Euro-Preis gibt es noch nicht. Die offizielle US-Dollar-Preisempfehlung liegt damit auf demselben Niveau wie die der Radeon RX 9070 und könnte bedeuten, dass dieses Modell und damit auch die Radeon RX 9070 XT in Kürze teurer werden wird.
Muss es aber nicht. Denn in den USA liegen die beiden bisher verfügbaren RX 9070 seit Monaten weit über dem UVP, in Deutschland sieht es anders aus. Wie sich die GRE in Bezug auf den Marktpreis platziert und was das für die Preise der anderen beiden 9070 in Deutschland bedeutet, bleibt abzuwarten.
Die RX 9070 GRE im Überblick
Für das Geld bekommt der Käufer einen 12 GB großen Speicher. 16 GB bleiben damit der Radeon RX 9070 XT, Radeon RX 9070 und Radeon RX 9060 XT vorbehalten, was das Portfolio etwas durcheinander bringt. Technisch wären bei der Radeon RX 9070 GRE auch 24 GB bei ansonsten gleichen Spezifikationen möglich, das hätte das Portfolio aber genauso durcheinander geworfen und wäre in Anbetracht der aktuellen Marktsituation auch nicht wirtschaftlich umsetzbar gewesen.
„Dieselben Spezifikationen“ laufen in diesem Fall auf 48 Compute Units hinaus. Die Radeon RX 9070 XT setzt bei derselben Navi-48-GPU auf 64 CUs, 25 Prozent sind also abgeschaltet. Der offizielle GPU-Takt beträgt 2.790 MHz. Der 12 GB große GDDR6-Speicher arbeitet mit 18 Gbps und ist mittels eines 192-Bit-Interface an die GPU angebunden. Die maximale Leistungsaufnahme beträgt 220 Watt.
Benchmarks: So schnell ist die RX 9070 GRE
AMD spricht bei der „neuen“ Grafikkarte von durchschnittlich 22 Prozent mehr Performance in WQHD im Vergleich zur GeForce RTX 5060 Ti, den Vergleich zur RTX 5070 zieht AMD nicht. Kein Wunder, sie ist schneller.
Das ist exakt der Wert, den ComputerBase in Rasterizer-Spielen vor knapp elf Monaten gemessen hatte (siehe: Radeon RX 9070 GRE (China) im Test: Der perfekte Lückenfüller?). AMD bezieht sich zwar auf einen Durchschnitt von Rasterizer- und Raytracing-Spielen, doch schwanken die Ergebnisse je nach Spieleauswahl.
Achillesferse 12 GB
Wie im CB-Funk-Podcast #171: 007 First Light ohne FSR 4, die RX 9070 GRE und Sony vs. PC besprochen, sind die 22 Prozent aber der Best Case. Denn schon in WQHD fällt die Leistung ab, wenn Raytracing zum Einsatz kommt – in den 1%-Frametimes nochmals deutlicher als in den Durchschnitts-FPS. Der Grund sind die 12 GB VRAM, die – wie bei der RTX 5070 – schon in WQHD kein sicheres Polster für alle Einstellungen mehr sind. So liegt die RX 9070 GRE mit Raytracing bei den 1%-Percentil-FPS dann auch nur noch 8 Prozent vor der RTX 5060 Ti 16 GB.
Ein Test folgt in Kürze
Die Radeon RX 9070 GRE soll ab sofort erhältlich sein. ComputerBase wird die Grafikkarte in Kürze auch noch einmal testen. Sie muss sich dann im Gegensatz zur Import-Version im vergangenen Jahr auch im neuen Grafikkarten-Testparcours 2026 gegen die Konkurrenzmodelle von Nvidia stellen.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview



