Apps & Mobile Entwicklung
Schwerwiegende Lücken geschlossen: Mozilla verteilt Wartungsupdate für Firefox & Thunderbird

Mozilla hat das erste Update für den 149er-Entwicklungszweig veröffentlicht. Bei Firefox enthält dieses entgegen der Ende März vorgestellten neuen Hauptversion keine neuen Funktionen, womit die Entwickler hauptsächlich Produktpflege betreiben und Fehler beheben. Dabei wurden zahlreiche schwere Sicherheitslücken behoben.
So wurde in Version 149.0.2 unter anderem ein Absturz behoben, der bei der Nutzung bestimmter Sicherheitsschlüssel oder von WebAuthn-Funktionen im Rahmen der Zwei-Faktor-Authentifizierung auftreten konnte. Darüber hinaus kam es in der Vorgängerversion vereinzelt vor, dass Teile von Web-Seiten, etwa Dropdown-Menüs oder spezifische Stile, beim Drucken nicht korrekt dargestellt wurden, was nun ebenfalls korrigiert worden sein soll. Zusätzlich wurde ein Problem adressiert, bei dem Fehlerseiten von Websites lediglich allgemeine Verbindungsmeldungen anzeigten, anstatt den vom Server bereitgestellten spezifischen Fehlercode samt Beschreibung auszugeben. Auch bei der Darstellung gab es Schwierigkeiten: Innerhalb bestimmter Grafiken im SVG-Format platzierter Text konnte verschoben oder falsch ausgerichtet erscheinen, was ebenfalls behoben wurde.
Mehrere Schwachstellen beseitigt
Eine höhere Relevanz dürften allerdings die sicherheitsrelevanten Korrekturen darstellen, bei denen insgesamt fünf Schwachstellen mit hohem Gefährdungspotenzial geschlossen wurden. Ob ein Zusammenhang mit der Kooperation zwischen Mozilla und Anthropic besteht, bleibt unklar. Anfang März hatte Opus 4.6 bereits 22 Sicherheitslücken in Firefox identifiziert, ehe rund einen Monat später bekannt wurde, dass auch mit Claude Mythos in Version 148 weitere Schwachstellen entdeckt wurden.
Die nun geschlossenen Lücken umfassen unter anderem Incorrect Boundary Conditions, Integer Overflows sowie verschiedene Speicherfehler in unterschiedlichen Komponenten. Durch deren Ausnutzung könnten Angreifer mithilfe geeigneter Exploits potenziell sensible Daten auslesen oder im schlimmsten Fall die Kontrolle über das gesamte System übernehmen. Entsprechend wird Nutzern dringend empfohlen, das Update zeitnah zu installieren.
Genauere Informationen stellen wie immer die Release Notes bereit.
Auch ESR-Versionen erhalten Update
Auch die aktuelle ESR-Version von Firefox mit verlängertem Support wurde aktualisiert. Mit Version 140.9.1 werden drei der im Hauptzweig identifizierten Sicherheitsprobleme behoben. Auch hier gilt die Empfehlung, die Aktualisierung möglichst schnellstmöglich einzuspielen.
Zwar hatte Mozilla mit der Einführung von Version 149 die Unterstützung für den inzwischen fast als Langzeit-ESR einzustufenden 115er-Zweig noch einmal bis August dieses Jahres verlängert, allerdings hat diese Version seit Dezember 2025 kein weiteres Update mehr erhalten – somit auch diesmal nicht. Wie Mozilla künftig mit dieser Iteration verfahren wird, bleibt abzuwarten, zumal sie insbesondere bei Nutzern von virtuellen Maschinen mit Windows weiterhin sehr gefragt ist, da neuere Versionen mindestens Windows 10 als OS-Grundlage voraussetzen.
Lücken auch in Thunderbird geschlossen
Beim E-Mail-Client Thunderbird hat Mozilla ebenfalls ausschließlich Sicherheitslücken behoben, die denen in Firefox 149.0.2 entsprechen. Gleiches gilt für die parallel veröffentlichte ESR-Version 140.9.1.
Ab sofort verfügbar
Viele Nutzer dürften bereits eine Update-Benachrichtigung in Firefox erhalten haben. Die Aktualisierung de Anwendung lässt sich zudem über die entsprechende Update-Funktion in den Einstellungen anstoßen. Alternativ steht die neue Version wie gewohnt über den am Ende dieser Meldung verlinkten Download-Bereich von ComputerBase zur Verfügung.
Downloads
-
4,7 Sterne
Firefox ist ein freier Browser der gemeinnützigen Mozilla Foundation mit vielen Erweiterungen.
- Version 149.0.2 Deutsch
- Version 150.0 Beta 7 Deutsch
- +2 weitere
-
4,6 Sterne
Mozilla Thunderbird ist ein E-Mail- und Newsgroup-Client mit ausgereiftem Spam- und Phishing-Filter.
- Version 149.0.2 Deutsch
- Version 140.9.1esr Deutsch
- +2 weitere
Apps & Mobile Entwicklung
DE-CIX: Fußball-WM führt zu neuem Rekord beim Datenverkehr

Während des Achtelfinales der Fußball-WM zwischen Argentinien und Ägypten erreichte der Datenverkehr am Internetknotenpunkt DE-CIX einen neuen Höchstwert. Das gilt sowohl über alle DE-CIX-Standorte hinweg gemessen als auch direkt an Europas größtem Internetknotenpunkt in Frankfurt am Main.
Der Rekordwert wurde gestern Abend, den 7. Juli 2026, um 20:05 Uhr gemessen. Über alle Standorte hinweg lag der Datenverkehr bei 29,517 Terabit pro Sekunde (3,69 TB/s). Direkt in Frankfurt wurde mit 19,636 Tbit/s ein neuer Höchststand ermittelt. In den letzten fünf Jahren hat sich der maximal gemessene Wert damit fast verdoppelt, das Plus liegt bei 89 Prozent.
Das Cloud- und Streaming-Zeitalter treibt den Datenverkehr nach oben
Die Gründe sind wenig überraschend. Cloud-Dienste sowie Streaming-Angebote und KI-Anwendungen treiben den Datenverkehr nach oben, das Wachstum ist konstant. „Die WM unterstreicht einen Trend, den wir seit Jahren beobachten“, sagt DE-CIX-CEO Ivo Ivanov. Das gelte nicht nur für spezielle Events wie Spieltage bei einer Fußball-WM. Datenintensive Dienste erfordern dauerhaft eine leistungsfähige Infrastruktur, so Ivanov.
Dass ein Rekordwert bei der WM ermittelt wird, passt aber ins Bild. Streaming löst das klassische Fernsehen immer mehr ab, Übertragungsformate werden zudem hochauflösender. Was also entsteht, ist mehr Datenverkehr. Insbesondere, wenn wie bei einem WM-Spiel die Streams weltweit nahezu gleichzeitig starten, entstehen Spitzenlasten.
Das betrifft neben den großen Märkten auch kleinere Anbieter, wie der DE-CIX in einer Mitteilung von Anfang Juli erklärte. So verzeichnete etwa ein lokaler Telko-Betreiber aus Kap Verde – also einem Land mit wenigen Einwohnern, das erstmals bei der WM teilnahm – ein merkliches Traffic-Wachstum. Verursacht wurde es vor allem durch Video-Streaming während den WM-Spielen.
DE-CIX als globaler Infrastrukturbetreiber
Der DE-CIX betreibt mehr als 60 Internet- und Cloud-Knotenpunkte in Europa, Nord- und Südamerika, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Über das globale Interconnection-Ökosystem werden mehr als 4.600 Netzwerke verbunden. Die digitale Infrastruktur ermöglicht den direkten Austausch von Internetdienstanbietern, Cloud-Anbietern, Content-Plattformen und Unternehmen.
Apps & Mobile Entwicklung
LG OLED W6: Besonders dünne LG-OLED-Fernseher starten teurer

LG verkündet die Verfügbarkeit der neuen OLED-Fernseher der W6-Serie. Das „W“ steht für Wallpaper und meint die besonders flache Ausführung, wodurch Anschlüsse in eine separate Box wandern. Die Montage ist an der Wand vorgesehen. Die Modelle mit 77 Zoll und 83 Zoll Diagonale sind allerdings teurer als ursprünglich angekündigt.
UVP angehoben, Handel unterbietet deutlich
Den OLED Evo W6 mit 77 Zoll (OLED77W69LA) hatte LG Anfang März zum UVP von 5.999 Euro in Aussicht gestellt. Doch jetzt zum Marktstart im Juli liegt die unverbindliche Preisempfehlung bei 6.499 Euro, also 500 Euro darüber.
Beim größeren 83-Zoll-Modell (OLED83W69LA) ist der Preisunterschied zu den vorherigen Angaben noch größer: Statt 7.999 Euro sind es nun 8.999 Euro, also ganze 1.000 Euro mehr. Eine Begründung für die höheren Preise liefert die knappe Pressemitteilung wiederum nicht. LG hatte allerdings bereits Ende März über höhere Preise informiert.
Beide Wallpaper-Fernseher und weitere OLED-Modelle wie der G6 und C6 waren Premieren zur CES Anfang Januar in Las Vegas.
Im Handel werden diese Preisempfehlungen aber unterboten: Das 77-Zoll-Modell wird bei manchen Händlern aktuell für ab 5.099 Euro und der 83-Zoller für ab 6.499 Euro angeboten. Damit liegen die „echten“ Preise bereits deutlich unter den alten UVP.
W6 wird etwas dicker
Die neue Generation der LG OLED W6 fällt mit einer Tiefe von 9,9 mm zwar erneut flach aus, ist allerdings etwas dicker als die Vorgänger. Dafür sind nun Lautsprecher integriert, während zuvor eine externe Soundbar beigelegt wurde. Für den Anschluss wird aber weiterhin eine separate Tuner-Box benötigt, die sogenannte „Zero Connect Box“. Diese ist nun kleiner und verfügt über vier statt bisher drei HDMI-Buchsen. Da Bild- und Tonsignale drahtlos an den Fernseher übertragen werden, kann sie nahezu beliebig aufgestellt werden. Die maximale Reichweite liegt allerdings bei 10 Metern. Die Auflösung 4K UHD wird mit bis zu 165 Hz unterstützt.
Mehr Informationen zu den schlanken OLED-Fernsehern liefern die Produktseiten beim Hersteller:
Apps & Mobile Entwicklung
Informationsfreiheitsgesetz: Protest gegen Änderungen durch die Bundesregierung wächst
In einem offenen Brief an die Bundesregierung fordern 110 zivilgesellschaftliche Organisationen, Medien, Verbände und Initiativen die Rücknahme der geplanten Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (IFG). Nach ihrer Auffassung kämen die vorgesehenen Anpassungen einer faktischen Abschaffung der viel genutzten Regelung gleich.
De facto Abschaffung der Bürgerkontrolle befürchtet
Das Bündnis wertet die geplanten Änderungen als erheblichen Eingriff in die Informations- und Pressefreiheit sowie in die demokratische Kontrolle staatlichen Handelns. In dem an die Bundesregierung, das Bundesinnenministerium und die Mitglieder des Innenausschusses des Deutschen Bundestages gerichteten offenen Brief warnen die Unterzeichner davor, dass das IFG im Falle einer Verabschiedung der Pläne faktisch seine Wirkung verlieren und der Zugang zu staatlichen Informationen massiv eingeschränkt werden würde. Hinzu kommt, dass die vom Koalitionsausschuss beschlossenen Änderungen nach Auffassung der Verfasser im Widerspruch zu den Vereinbarungen des Koalitionsvertrags von 2025 stehen. Darin hatten Union und SPD angekündigt, das Informationsfreiheitsgesetz mit einem Mehrwert für Bürger und Verwaltung weiterentwickeln zu wollen. Die nun geplanten Änderungen würden diesem Anspruch jedoch nicht gerecht, sondern stattdessen zu erheblichen Einschränkungen führen.
Mit dem Schreiben (PDF) wollen die Unterzeichner den politischen Druck auf die Bundesregierung im Streit um die Zukunft des Informationsfreiheitsgesetzes erhöhen. Sie fordern die Regierung auf, sämtliche Pläne zur Einschränkung des Gesetzes aufzugeben und das bestehende Recht auf Informationsfreiheit uneingeschränkt zu erhalten.
Anträge wären nur noch wenigen möglich
Die Initiatoren des Schreibens kritisieren insbesondere den geplanten Nachweis eines „berechtigten Interesses“ als Voraussetzung für künftige IFG-Anträge, der zahlreiche Antragsteller ausschließen würde. Nach den Plänen dürften nur noch natürliche Personen entsprechende Anträge stellen, darüber hinaus wolle die Koalition prüfen, ob dieses Recht künftig auf in Deutschland lebende deutsche Staatsangehörige und EU-Bürger beschränkt werden soll. Damit würden unter anderem zivilgesellschaftliche Organisationen, Journalisten sowie Menschen ohne deutsche oder EU-Staatsangehörigkeit ausgeschlossen. Zusätzlich sollen weitere Ausnahmeregelungen für Ablehnungen sowie die Abschaffung der Gebührendeckelung von 500 Euro diskutiert werden, wodurch eine Frage schnell mehrere tausend Euro kosten kann. Die Unterzeichner befürchten deshalb, dass ein Großteil der heute zulässigen IFG-Anträge nach den Änderungen nicht mehr möglich wären und ohne nähere Begründung abgelehnt werden könnten.
Nach Ansicht der Organisationen ist das Informationsfreiheitsgesetz seit zwei Jahrzehnten ein zentrales Instrument zur Aufdeckung von Korruption, Machtmissbrauch und Missständen in Behörden. Die geplanten Änderungen würden investigative Berichterstattung deutlich erschweren, die öffentliche Kontrolle staatlichen Handelns schwächen und das Vertrauen in politische Institutionen weiter beschädigen.
Gegenwind wächst schnell an
Die Bundesregierung begründet den Umbau des IFG unter anderem mit Bürokratieabbau, der Stärkung der staatlichen Resilienz sowie dem Schutz kritischer Infrastruktur. Die Unterzeichner des offenen Briefes stellen diese Argumentation allerdings infrage und verweisen darauf, dass das geltende Gesetz bereits heute ausreichende Möglichkeiten biete, sicherheitsrelevante Informationen zu schützen. Stattdessen sehen sie in den Plänen von CDU und SPD die Möglichkeit, ein für Verwaltung und Politik zunehmend unangenehm gewordenes, von der Bevölkerung jedoch intensiv genutztes Kontrollinstrument abzuschaffen. Laut einer im Brief angeführten Studie wünschen sich 83 Prozent der Menschen in Deutschland mehr Transparenz und einen einfacheren Zugang zu Informationen staatlicher Stellen. Eine von FragDenStaat initiierte Petition verzeichnete zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels bereits mehr als 413.000 Unterzeichner.
Auch außerhalb des offenen Briefes ist der Widerstand in den vergangenen Tagen deutlich gewachsen. So befürchten sowohl der Chaos Computer Club als auch die Konferenz der Informationsfreiheitsbeauftragten von Bund und Ländern (IFK) eine faktische Abschaffung der bisherigen Regelung.
Gesetz soll Ende des Jahres kommen
Nach den Plänen der Bundesregierung soll das Bundesinnenministerium unter der Leitung von Innenminister Alexander Dobrindt in den kommenden Monaten einen entsprechenden Gesetzentwurf ausarbeiten, der zum Ende des Jahres von den Fraktionen beschlossen werden soll.
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten„Don’t Starve Elsewhere“: Survival‑Hit kehrt nach zehn Jahren zurück
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenKine‑Exakta: Die erste Spiegelreflexkamera fürs Kleinbild
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenWeitere Entlassungswelle bei Disney: Bis zu 1000 Mitarbeiter betroffen
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMega-GPUs für Nvidia, AMD & Co: TSMC zeigt CoWoS-Package mit >11.600 mm² & 24 × HBM5E
-
Social Mediavor 2 MonatenMetas neuer Creative Setup Workflow: Was sich wirklich ändert – und warum das nicht nur eine UI-Frage ist!
-
UX/UI & Webdesignvor 3 TagenRegional & mit Gefühl: Identity für Klimafonds Baden-Württemberg › PAGE online
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenApple‑Geräte mit Microsoft Intune verwalten – zweiteiliges Live-Webinar

