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Social Media und Jugendliche: Verbot könnte laut Bluesky vor allem kleinen Startups schaden


Bluesky warnt davor, dass staatliche Social-Media-Verbote für Jugendliche kleinere Akteure benachteiligen und die Marktmacht großer Technologiekonzerne weiter stärken könnten. Das Unternehmen befürwortet zwar den Schutz junger Nutzer, zu strenge Regeln könnten jedoch kleinere Plattformen und den Wettbewerb weiter einschränken.

Für neue Plattformen kaum zu stemmen, für große reicht die Portokasse

Dies erklärte Rose Wang, Chief Operating Officer von Bluesky, gegenüber CNBC am Rande des South by Southwest London (SXSW), eines genreübergreifenden Innovationsfestivals, das Technologie, Wirtschaft, Kunst, Musik und Film miteinander verbinden möchte. Dabei äußerte sie sich kritisch zu aktuellen Regulierungsbestrebungen verschiedener Regierungen im Bereich sozialer Netzwerke, in deren Zuge auch weitreichende Social-Media-Verbote für Jugendliche diskutiert werden. Ihrer Ansicht nach würden solche Maßnahmen vor allem kleinere Plattformen treffen, denen häufig die Ressourcen fehlten, um umfangreiche rechtliche Vorgaben umzusetzen. Im schlimmsten Fall könnten solche Anbieter gezwungen sein, ihre Aktivitäten wieder einzustellen. Große Plattformbetreiber wie Meta, Google oder TikTok verfügten ihrer Einschätzung nach dagegen über ausreichende finanzielle und personelle Mittel, um selbst umfangreiche gesetzliche Anforderungen problemlos erfüllen zu können.

Während die Compliance-Abteilungen großer Konzerne teilweise größer seien als die gesamte Belegschaft von Bluesky, müssten junge Unternehmen denselben regulatorischen Anforderungen gerecht werden. Langfristig könne dies dazu führen, dass nur noch wenige große Plattformen am Markt verbleiben, während neue Wettbewerber kaum Chancen auf Wachstum erhalten. In der Folge würde sich der Markt auf wenige Akteure konzentrieren, was letztlich auch für die Nutzer nachteilig wäre.

Nicht nur auf große Akteure zuschneiden

Gleichzeitig machte Wang deutlich, dass Bluesky staatliche Eingriffe nicht grundsätzlich ablehnt. „Ich unterstütze den Schutz und die Sicherheit von Jugendlichen, die Frage ist jedoch, zu welchem Preis, denn im Grunde befürchte ich, dass wir langfristig auf eine Welt zusteuern, in der es nur noch drei bis fünf Plattformen gibt, die extrem stark reguliert werden“, so Wang. Bereits heute sei es aus ihrer Sicht für kleinere Marktteilnehmer nahezu unmöglich, in den Markt einzutreten und alternative, gesündere Räume zu schaffen.

Dennoch könne sie nachvollziehen, weshalb Regierungen strengere Regeln für soziale Netzwerke einführen wollen. Die Branche habe in den vergangenen Jahren aus ihrer Sicht vielfach gezeigt, dass wirtschaftliche Interessen häufig Vorrang vor dem Schutz der Nutzer hatten. Entscheidend sei jedoch, dass mögliche Regulierungen nicht ausschließlich auf die größten Anbieter zugeschnitten werden und dadurch kleinere Plattformen unverhältnismäßig stark belastet werden.

Gemischtes Bild in Australien

Damit dürfte Wang auch das derzeit in Australien geltende umfassende Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren meinen. Ende November des vergangenen Jahres hatte die australische Regierung ein Gesetz verabschiedet, das Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube, X und Reddit ab Ende 2025 verpflichtet, Verfahren zur Altersverifikation einzusetzen. Dazu zählen unter anderem Identitätsnachweise mittels Ausweisdokument, Bankverbindung oder einer Altersschätzung auf Basis von Gesichtsbildern. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 49,5 Millionen australischen Dollar.

Der Erfolg der Maßnahme fällt bislang allerdings gemischt aus. Einerseits wurden bereits nach kurzer Zeit 4,7 Millionen Konten gesperrt, andererseits lässt sich das Verbot von Jugendlichen vergleichsweise leicht umgehen und könnte damit einen Großteil seiner beabsichtigten Wirkung verfehlen.



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LG UltraGear Evo: Drei mal 5K2K, drei völlig verschiedene Panels


LG hatte die neue UltraGear-evo-Serie bereits zur CES 2026 angekündigt, nun sind die drei UltraGear-Evo-Modelle in Deutschland gelistet und teils auch im Handel verfügbar. Neben dem 39-Zoll-OLED-Monitor 39GX950B gehören dazu der 52 Zoll große 52G930B und der 27GM950B, alle drei mit 5K2K-Auflösung.

Im Januar standen vordergründig die Eckdaten der neuen UltraGear-Evo-Serie im Vordergrund: hohe Auflösungen, schnelle Bildwiederholraten und bei zwei Modellen KI-Funktionen zur Bildaufbereitung. Die mittlerweile veröffentlichten Produktseiten liefern zusätzliche technische Angaben, die eine genauere Einordnung erlauben. Auffällig bleibt, dass LG bei jedem Monitor eine unterschiedliche Display-Technik einsetzt, obwohl alle Geräte unter der neuen UltraGear-Evo-Reihe laufen. Eine Besonderheit bleibt die monitorinterne Bildaufbereitung, zumindest bei zwei von drei Modellen, denn auch hier gibt es Unterschiede innerhalb der Serie.

KI-Bildaufbereitung im Monitor

Beim 39GX950B und 27GM950B ist die Bildaufbereitung nicht allein Sache des PCs oder der Konsole. Stattdessen übernimmt der Monitor selbst einen Teil der Verarbeitung. LG spricht dabei von sogenannter „AI Scene Optimization“,“ AI Sound“ und einer KI-gestützten Bildaufbereitung.

Die „AI Scene Optimization“ soll erkennen, welche Art von Inhalt gerade dargestellt wird. Je nach Szene passt der Monitor Bildeinstellungen wie Farbtemperatur, Schärfe und Farboptimierung automatisch an. LG nennt dafür Modi wie Office, Animation, Movie, Game und Sport. In der Praxis zielt die Funktion also weniger auf klassische Gaming-Optionen wie Overdrive oder variable Bildwiederholraten, sondern auf eine automatische Anpassung der Darstellung an den Inhalt. Das könnte vor allem dann relevant sein, wenn der Monitor nicht nur für Spiele, sondern auch für Videos oder die Arbeit genutzt wird.

Die KI-Bildaufbereitung kann durch die hohen Auflösungen der Monitor-Serie zum Thema werden. Nicht jeder Inhalt liegt nativ in 5K vor, und auch Spiele werden häufig mit geringerer interner Auflösung berechnet. LG bewirbt die Funktion daher als Möglichkeit, Inhalte direkt im Monitor aufzuwerten. Das ersetzt kein natives Rendering in voller Auflösung, kann aber gerade bei Videoquellen, Konsolen oder weniger anspruchsvollen Zuspielern eine Rolle spielen. Für PC-Spieler bleibt entscheidend, dass die eigentliche Renderlast weiterhin von der Grafikkarte abhängt. Der Monitor kann ein niedriger aufgelöstes Signal aufbereiten, er macht daraus aber keine zusätzliche native Detailinformation.

Eine weitere KI-Funktion ist „AI Sound“. LG beschreibt die Funktion als Audioaufbereitung, bei der Stimmen, Effekte und Hintergrundgeräusche voneinander getrennt und an das Spielgeschehen angepasst werden sollen. Daraus soll ein virtuelles 7.1.2-Kanal-Erlebnis entstehen. Um diese Funktion abseits der integrierten Lautsprecher zu nutzen, müsste das Audioausgabegerät der Wahl allerdings mit dem Monitor verbunden sein.

39GX950B: OLED mit Gaming-Fokus

LG UltraGear evo 39GX950B (Bild: LG)

Der 39GX950B ist das OLED-Modell der Serie. Das gekrümmte 39-Zoll-Display löst mit 5.120 × 2.160 Pixeln auf und nutzt das 21:9-Format. LG nennt eine Pixeldichte von 143 ppi sowie eine Krümmung von 1.500R. Das Panel basiert auf Tandem OLED der vierten Generation und soll eine Spitzenhelligkeit von 1.500 cd/m² erreichen. Für HDR wird VESA DisplayHDR True Black 500 genannt, der DCI-P3-Farbraum soll zu 99,5 Prozent abgedeckt werden.

Beim Gaming unterstützt der Monitor einen Dual-Mode. In nativer 5K2K-Auflösung sind bis zu 165 Hz möglich, bei reduzierter WFHD-Auflösung steigt die Bildwiederholrate auf 330 Hz. Die Reaktionszeit gibt LG mit 0,03 ms GtG an. Zur Ausstattung gehören DisplayPort 2.1, HDMI 2.1 und USB-C mit Power Delivery bis 90 Watt. Hinzu kommen G-Sync-Kompatibilität, FreeSync Premium Pro, PBP, PIP und zwei USB-A-Anschlüsse.

Der 39GX950B kann bei LG und Amazon* vorbestellt werden, der Preis liegt bei rund 1800 Euro. Wer bis zum 14. Juni im LG-Shop vorbestellt, kann bis zu 200 Euro sparen. Skurrilerweise wird beim 39GX950B eine mobile Klimaanlage als Originalzubehör geführt, die man mit einem 50-Prozent-Rabatt gleich mitbestellen kann.

27GM950B: 5K, 16:9 und Mini-LED

LG UltraGear evo 27GM950B (Bild: LG)

Der 27GM950B ist das kompakteste Modell der Reihe, bringt aber die höchste Pixeldichte mit. Auf 27 Zoll löst der Monitor mit 5.120 × 2.880 Pixeln im 16:9-Format auf. Daraus ergeben sich 218 ppi. Als Panel-Typ nennt LG IPS, kombiniert wird dieses mit der „Hyper-Mini-LED“ genannten Hintergrundbeleuchtung. Die Technik arbeitet mit 2.304 Local-Dimming-Zonen und 9.216 LEDs. Dank „Zero Optical Distance“ soll der Abstand zwischen Panel und Hintergrundbeleuchtung reduziert werden, was Lichthöfe weiter reduzieren soll.

Anders als beim OLED-Modell erzeugen die Pixel des 27GM950B ihr Licht nämlich nicht selbst, sondern werden von Mini-LEDs hinter dem LCD-Panel beleuchtet. Diese Hintergrundbeleuchtung ist in viele Dimmzonen unterteilt, die je nach Bildinhalt separat geregelt werden können. Dadurch soll der Monitor helle Bildbereiche stärker hervorheben und dunkle Bereiche zugleich abdunkeln können. Für HDR-Inhalte ist diese Technik wichtig, weil sie höhere Helligkeiten ermöglicht als viele OLED-Monitore, ohne komplett auf lokale Kontraststeuerung verzichten zu müssen. Gleichzeitig bleibt Hyper-Mini-LED aber eine LCD-Technik: Feine, helle Objekte vor dunklem Hintergrund können je nach Szene zu sichtbaren Lichthöfen führen, weil nicht jeder Pixel einzeln gedimmt wird. LG versucht diesen Abstand mit vielen Dimmzonen und einer geringen Distanz zwischen Hintergrundbeleuchtung und Panel zu verringern.

Bei den weiteren technischen Details wird VESA DisplayHDR 1000 genannt, die Spitzenhelligkeit soll bei 1.250 cd/m² liegen. Die typische Helligkeit gibt LG mit 750 cd/m² an. Wie der 39-Zoll-OLED unterstützt auch der 27GM950B einen Dual-Mode: In nativer 5K-Auflösung sind bis zu 165 Hz möglich, bei QHD steigt die Bildwiederholrate auf 330 Hz. Die Reaktionszeit beträgt 1 ms GtG. Bei den Anschlüssen nennt LG unter anderem HDMI, DisplayPort und USB-C mit 90 Watt Power Delivery.

Der 27GM950B kann noch nicht vorbestellt werden.

52G930B: Größe statt KI

LG UltraGear evo 52G930B (Bild: LG)

Der 52G930B ist der größte Monitor der Reihe und setzt ebenfalls auf 5.120 × 2.160 Pixel im 21:9-Format. Im Unterschied zu den beiden anderen Modellen kommt allerdings ein klassisches VA-Panel zum Zug. Die Bilddiagonale liegt bei 52 Zoll oder 131 cm, die Krümmung beträgt 1.000R. Die Pixeldichte sinkt bei dieser Größe auf 107 ppi.

Die Bildwiederholfrequenz liegt bei maximal 240 Hz, die Reaktionszeit gibt LG mit 1 ms GtG an. Der Monitor ist nach VESA DisplayHDR 600 zertifiziert und bietet laut Spezifikation eine typische Helligkeit von 400 cd/m². Beim Kontrast nennt LG 4000:1, die Farbtiefe liegt bei 1,06 Milliarden Farben. Als Anschlüsse werden zweimal HDMI, einmal DisplayPort, einmal USB-C mit 90 Watt Power Delivery sowie zwei USB-A-Anschlüsse genannt. Anders als beim 39-Zoll-OLED bietet der 52G930B zudem integrierte Lautsprecher mit zweimal 10 Watt.

LG bewirbt den 52G930B als größten 5K2K-Monitor der Welt, schränkt die Aussage per Fußnote aber selbst auf den Stand von 2025 ein. Mittlerweile gibt es mit dem Dell UltraSharp 52 (das Display stammt ebenfalls von LG) aber einen noch höher aufgelösten 52-Zoll-Monitor (6144 × 2560 Pixel), der seinerseits den Anspruch verkündet, der größte 6K-Monitor der Welt zu sein. Mit 120 Hertz, IPS-Panel und einer deutlich moderateren Krümmung von 4200R wird aber nicht direkt ein Gaming-Fokus angemeldet.

Der 52G930B ist bereits im Onlinehandel lagernd verfügbar, zu Preisen ab 1.751 Euro. Im Shop von LG gibt es zur Einführung einen 100-Euro-Rabatt und zusätzlich 100 Euro Steamguthaben. Die mobile Klimaanlage wird auch bei dem Modell als Originalzubehör geführt.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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Apple Intelligence: Siri bekommt massig AI und wird zum Multi-Modal-Agent


Mit einem neuen Update wird Siri bis Ende des Jahres zu „Siri AI“ und damit zu einer Art tief integriertem „ChatGPT“. Die nächste „nächste Generation“ von Siri wartet mit neuen Stimmen und zahlreichen neuen KI-Funktionen auf. Apple liefert damit viele bereits vor zwei Jahren versprochene Funktionen nach.

Die neue Siri wird zum einen das erst letztes Jahr neu eingeführte Design erneut umwerfen, zum anderen KI-Funktionen von der WWDC 2024 nachliefern und darüber hinaus weitere Verbesserungen bringen. Damit letzteres möglich ist, verbindet Apple ab sofort die bisherigen eigenen KI-Modelle namens „Apple Foundational Models“ mit einem von Google lizenzierten Gemini-Modell. Profitieren sollen hiervon nicht nur die neue Siri, sondern auch Safari, Fotos und andere Apps.

Neues Design

Die neue Architektur bekommt gleichzeitig auch ein neues Design. Während Apple Liquid Glass ohnehin auf dem iPhone, iPad und Mac überarbeitet, wird die neue Siri tief in die Design-Sprache eingearbeitet. Der auf neueren iPhones bekannte seitliche „Glow“ verschwindet wieder. Siri wandert nun in die Dynamic Island und damit die im Display eingebettete Notch. Zugleich werden die Animation und das Design durchsichtig und lichtbrechend, um sich in das Liquid-Glass-Design einzuschmiegen.

Design der neuen Siri
Design der neuen Siri (Bild: Apple)

Neue Funktionen für Siri

Das neue Design hat Apple aber wohl auch deshalb gewählt, um Siri AI optisch stark von der bisherigen Siri abzugrenzen. Denn die neue Siri verzichtete während der gesamten Demo komplett auf die bisherige ChatGPT-Integration, die von Apple bisher genutzt worden war, um die Schwächen von Siri eher schlecht als recht zu kaschieren. Was aus der Integration wird, ist jedoch unklar.

Siri wird zum nativen Chat-Assistant

ChatGPT scheint Siri AI ohnehin wohl nicht mehr zu benötigen: Die neue Architektur ermöglicht Siri, auf die Spotlight-Suche zuzugreifen und damit persönlichen Kontext aus etwa Mails, Kalender und Nachrichten abzurufen. Gleichzeitig kann sie per App-Actions auch Apps auf dem iPhone selbst steuern und über On-Screen-Awareness auch verstehen, was der Nutzer gerade auf dem Bildschirm sieht, und den Kontext der Anfrage einbeziehen. Siri erhält zudem Zugriff auf die Schreibtools von Apple Intelligence, die bisher nur der Nutzer selbst nutzen konnte.

Design der neuen Siri
Design der neuen Siri (Bild: Apple)

Siri soll damit beispielsweise in der Lage sein, über ein Fußballspiel Fragen zu beantworten, ein Rezept für ein Public Viewing rauszusuchen und das dann mit Freunden in einem Gruppen-Chat automatisch teilen zu lassen. Siri kann dementsprechend über „Broad World Knowledge“ ebenso auf das Internet zugreifen und auch über mehrere Aufgaben hinweg den Kontext behalten.

Apple war in der Keynote hierüber sichtlich stolz und zeigte die Funktionen in aufgezeichneten Demos, in denen jedoch nur wenige Schnitte vorhanden waren und auch kurze Ruckler oder längere Denkphasen gezeigt wurden: Apple hat im Gegensatz zur Keynote vor zwei Jahren nicht nur auf computergenerierte Demos gesetzt.

Design der neuen Siri
Design der neuen Siri (Bild: Apple)

Neue Siri-App

All diese Konversationen werden in einer neuen Siri-App gespeichert, die über alle Geräte hinweg verfügbar ist und alle Interaktionen damit synchronisiert. In der App können Nutzer auch Konversationen fortsetzen oder neue starten.

Neue Stimmen und Visual Intelligence

Wer doch lieber mit Siri spricht, der wird mehrere neue, natürlichere Stimmen zur Auswahl erhalten und die Stimme in ihrer Geschwindigkeit und Ausdrucksweise einstellen können.

Die Visual Intelligence erhält ebenfalls ein umfangreiches Update und wandert vom Kameraknopf zusätzlich in die Kamera-App. Die visuelle Intelligenz soll über Cloud-Compute in der Lage sein, beispielsweise Essen zu scannen und dann Rezepte anzuzeigen. Ebenso soll eine neue Funktion das Fotografieren und dann das automatische Aufteilen von Rechnungsbeträgen unter Freunden ermöglichen.

Visuelle Intelligenz in iOS 27
Visuelle Intelligenz in iOS 27 (Bild: Apple)

Verfügbarkeit: Kein Launch in der EU

Die neue Siri-AI wird im Herbst für alle bisherigen Apple-Intelligence-fähigen Geräte verfügbar werden – jedoch erneut zuerst auf Englisch und nicht in China und der Europäischen Union. Nutzer, die außerhalb der beiden Gebiete über ein iPhone 15 Pro oder iPhone 16 oder neuer verfügen sowie ein iPad oder Mac mit M-Series-SoCs haben, können jedoch auf die neue Siri zugreifen. Siri AI gibt es auch für CarPlay und AirPods, wenn ein kompatibles Gerät verwendet wird.



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iOS, iPadOS, macOS und Co.: Apple beschleunigt 27er-Releases und erneuert Liquid Glass


iOS, iPadOS, macOS und Co.: Apple beschleunigt 27er-Releases und erneuert Liquid Glass

Bild: Apple

Apple hat zur WWDC eine Vorschau auf die 27er-Releases von iOS, iPadOS, macOS und mehr gegeben. Auch wenn heute die KI-Upgrades für Siri und Apple Intelligence im Fokus standen, hat Apple auch klassische Upgrades in Bereichen wie Leistung und Zuverlässigkeit vorgenommen. Und Liquid Glass lässt sich jetzt individuell einstellen.

Die neuen Betriebssysteme iOS, iPadOS, macOS, watchOS, visionOS und tvOS 27 lassen sich von neugierigen Entwicklern ab sofort in einer ersten Developer Beta ausprobieren und testen – mit potenziellen Bugs, Abstürzen und im schlimmsten Fall einem Datenverlust. Backups sind in jedem Fall vor dem Aufspielen anzulegen. Die erste Public Beta ist für den Juli vorgesehen, der finale Release für den Herbst, wenn auch wieder neue Apple-Hardware vorgestellt werden dürfte, die heute kein Thema war. iOS 27 wird dabei von Apple bis zurück zum iPhone 11 angeboten – wie bei iOS 26.

Liquid Glass bekommt einen Schieberegler

Die von Apple im letzten Sommer zur WWDC vorgestellte neue Designsprache Liquid Glass erhält zur diesjährigen Entwicklerkonferenz Feinschliff. Ein neuer Schieberegler in den Einstellungen ermöglicht Nutzern künftig, Liquid Glass und die damit einhergehenden visuellen Effekte nach eigener Präferenz zu personalisieren, sodass die Glasoptik von vollständig transparent bis zu komplett eingefärbt angepasst werden kann.

Schieberegler für Liquid Glass (Bild: Apple)

Neue App-Symbole und bekannte macOS-Designs

Apple hat sich auch die App-Symbole aller Betriebssysteme vorgenommen und zeichnet diese schärfer und klarer als zuvor. Die Icons nutzen jetzt einzelne, übereinander gelagerte Liquid-Glass-Elemente und erhalten damit einen mehrschichtigen Look. Auf dem Mac werden mit den Updates für Liquid Glass wieder wichtige Elemente des vorherigen macOS-Designs integriert, die Nutzer laut Apple „schon immer geliebt“ haben, darunter eine einheitlichere Symbolleiste oben in den Apps, durchgehende Seitenleisten, farbige Seitenleisten-Symbole und mehr.

Die App-Symbole wurden aktualisiert
Die App-Symbole wurden aktualisiert (Bild: Apple)
Die App-Symbole wurden aktualisiert
Die App-Symbole wurden aktualisiert (Bild: Apple)
Bekannte macOS-Designs kehren zurück
Bekannte macOS-Designs kehren zurück (Bild: Apple)

Apple schraubt die Leistung hoch

Abseits dieser optischen Anpassungen stand die Leistung im Fokus. Verbesserungen auf allen Plattformen sollen wichtige Systemfunktionen leistungsfähiger machen, sodass sich alltägliche Aufgaben schneller, flüssiger und angenehmer erledigen lassen.

  • Apps starten auf iPhone und iPad bis zu 30 Prozent schneller
  • Fotos werden nach dem Aufnehmen bis zu 70 Prozent schneller geladen
  • AirDrop-Übertragungen sind bis zu 80 Prozent schneller
  • Bei Netz­werk­übergängen ist das Wechseln zwischen Mobilfunknetzen und WLAN reibungsloser
  • Das Übertragen von Dateien zwischen externen Laufwerken und dem iPad ist bis zu 5‑mal schneller

Apple optimiert die Suche

Darüber hinaus sei die Suche in Spotlight, Fotos und Mail überarbeitet worden, um sie stabiler und effizienter zu machen und den Nutzern dabei zu helfen, genau das zu finden, wonach sie suchen. Auch das betrifft alle Plattformen. In Mail zeigt ein völlig neues Ranking-System noch relevantere Ergebnisse in den Toptreffern an.

Health App bringt Unterstützung für die Perimenopause und Menopause
Health App bringt Unterstützung für die Perimenopause und Menopause (Bild: Apple)
AirPods erhalten benutzerdefinierten EQ
AirPods erhalten benutzerdefinierten EQ (Bild: Apple)
Apple Vision Pro Nutzer können Panoramen jetzt in räumliche Szenen verwandeln
Apple Vision Pro Nutzer können Panoramen jetzt in räumliche Szenen verwandeln (Bild: Apple)
Apple Karten bietet ein verbessertes Flyover
Apple Karten bietet ein verbessertes Flyover (Bild: Apple)

Die kleineren Updates im Überblick

Es gibt auch mehrere kleinere Anpassungen, die Apple an den verschiedenen Plattformen vorgenommen hat. Apple hebt dabei folgende Updates hervor:

  • „Über iCloud geteilte Alben“ führt die plattformübergreifende Fotofreigabe mit Unterstützung für die volle Auflösung ein.
  • Die Health App bringt Unterstützung für die Perimenopause und Menopause im Zyklusprotokoll, darunter Mitteilungen über Zyklusabweichungen, einschließlich der Perimenopause.
  • Auf der Apple Watch zeigt ein neues dynamisches App-Raster die Symbole für fünf von Siri vorgeschlagene Apps an, Nutzer:innen können ein Widget im Smart Stapel mit einer neuen Tipp-Geste öffnen, und eine neue „Wo ist?“ App vereint „Geräte suchen“, „Objekte suchen“ und „Personen suchen“.
  • AirPods Nutzer können jetzt einen benutzerdefinierten EQ nutzen, um den Klang ihrer AirPods weiter zu personalisieren. Mit der erweiterten Apple GymKit Funktionalität können Nutzer mit AirPods Pro 3 ihre Herzfrequenzdaten über das iPhone synchronisieren und währenddessen eine unglaubliche Audioqualität erleben.
  • Apple Vision Pro Nutzer können jetzt Panoramen in räumliche Szenen verwandeln und sie als persönliche Umgebungen verwenden, und das Verbinden mit einem WLAN ist bis zu 3‑mal schneller.
  • Apple Karten bietet ein verbessertes Flyover Erlebnis, das Luftaufnahmen mit KI kombiniert und es Nutzer ermöglicht, noch detailreichere Visuals zu erleben.



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