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Künstliche Intelligenz

Softwareentwicklung: Abstraktion ist überbewertet | heise online


Kaum ein Prinzip genießt in der Softwareentwicklung so viel Ansehen wie die Abstraktion. Wer abstrahiert, gilt als vorausschauend. Wer Gemeinsamkeiten erkennt und zusammenführt, gilt als erfahren. Wer Code dupliziert, gilt als nachlässig. Sei es in Code-Reviews, in Architektur-Diskussionen oder in Vorstellungsgesprächen: Abstraktion ist der Maßstab, an dem sich guter Code messen lassen muss. Zumindest wird das häufig so vermittelt.

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the next big thing – Golo Roden

the next big thing – Golo Roden

Golo Roden ist Gründer und CTO von the native web GmbH. Er beschäftigt sich mit der Konzeption und Entwicklung von Web- und Cloud-Anwendungen sowie -APIs, mit einem Schwerpunkt auf Event-getriebenen und Service-basierten verteilten Architekturen. Sein Leitsatz lautet, dass Softwareentwicklung kein Selbstzweck ist, sondern immer einer zugrundeliegenden Fachlichkeit folgen muss.

Ich habe das selbst lange geglaubt. Ich habe abstrahiert, wo es ging, habe Gemeinsamkeiten gesucht, wo keine waren, und habe mich gut dabei gefühlt. Erst mit den Jahren habe ich gelernt, dass das Gegenteil oft näher an der Wahrheit liegt: Dass viele Abstraktionen Code nicht besser machen, sondern schlechter. Dass sie Kopplung erzeugen, wo Unabhängigkeit sein sollte. Und dass eine falsche Abstraktion langfristig teurer ist als gar keine.

Wenn Entwicklerinnen und Entwickler über Abstraktion sprechen, fällt früher oder später das Akronym DRY: „Don’t Repeat Yourself“. Es ist eines der meistzitierten Prinzipien der Softwareentwicklung, und es wird fast überall als technische Anweisung verstanden: „Dupliziere keinen Code“. Es gibt sogar Tools, die Codebasen nach Copy-&-Paste-Mustern durchsuchen und Alarm schlagen, wenn zwei Blöcke zu ähnlich aussehen.

Das Problem: Diese Interpretation hat mit dem, was die Autoren des Prinzips gemeint haben, wenig zu tun. DRY stammt aus dem Buch „The Pragmatic Programmer“ von David Thomas und Andrew Hunt. Dort wird ausdrücklich gesagt, dass es nicht um technische Duplikation geht, sondern um fachliche: Ein fachliches Konzept soll nicht an mehreren Stellen im System implementiert sein, weil das zu Inkonsistenzen bei Geschäftsregeln führt. Hunt und Thomas bringen in ihrem Buch sogar ein explizites Beispiel für technische Duplikation und stellen klar, dass das keine Verletzung von DRY sei!

Das hindert die Branche aber nicht daran, DRY weiterhin als „kopiere keinen Code“ zu verkaufen. Und genau das führt zu einer der häufigsten Formen falscher Abstraktion: Technisch ähnlicher Code wird zusammengeführt, obwohl er fachlich völlig unterschiedliche Dinge repräsentiert.

Um ein Beispiel zu nennen, das viele so oder so ähnlich kennen dürften: Stellen Sie sich vor, eine Anwendung verfügt über eine User-Klasse. Diese Klasse wird für die Persistenz verwendet, für die HTTP-API und für die Fachlogik. Drei verschiedene Kontexte, aber nur eine Klasse, weil die Felder dieselben sind. Wer braucht schon drei User-Klassen?

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Die Antwort zeigt sich spätestens nach ein paar Monaten: Für die Persistenz und die API braucht man JSON-Annotationen. Plötzlich trägt die Fachlogik-Klasse Annotationen, die ihr völlig egal sein sollten. Dann ändert sich das Persistenzformat, aber die Annotationen lassen sich nicht einfach anpassen, weil das die API brechen würde. Also fügt man weitere Annotationen hinzu. Dann kommt ein internes Feld dazu, das über die API jedoch nicht sichtbar sein soll. Also braucht man Logik, die bestimmte Felder ausblendet. Und so wächst die Klasse nach und nach zu einer immer größeren Müllhalde, auf der sich immer mehr Sonderfälle und Ausnahmen ansammeln.

Die Lösung wäre so einfach gewesen: drei separate Klassen, eine pro Kontext. Ja, das bedeutet, zwischen ihnen mappen zu müssen. Ja, das ist ein wenig mehr Tipparbeit. Aber jede Klasse existiert aus einem eigenen Grund, ist unabhängig von den anderen evolvierbar, und der Code ist explizit und nachvollziehbar. In der Sprache der Softwarearchitektur: niedrige Kopplung und hohe Kohäsion. Nicht zufällig sind das die beiden grundlegenden Prinzipien guter Architektur. Und nicht zufällig verletzt die zusammengeführte User-Klasse beide.

Viele Entwicklerinnen und Entwickler wehren sich gegen diesen Ansatz. Es wird argumentiert: Drei Klassen für dasselbe Konzept, das sei zu viel Aufwand und zu viel Redundanz. Aber die drei Klassen existieren aus unterschiedlichen Gründen. Sie haben unterschiedliche Lebenszyklen, unterschiedliche Änderungsgründe, unterschiedliche Abhängigkeiten. Sie gehören nicht zusammen, auch wenn sie ähnlich oder (zunächst) sogar gleich aussehen.

Das Muster dahinter ist immer dasselbe: Technische Ähnlichkeit wird mit fachlicher Zusammengehörigkeit verwechselt. Die resultierende Abstraktion erzeugt eine Kopplung zwischen Dingen, die nichts miteinander zu tun haben. Änderungen an einem Kontext ziehen Änderungen in einem anderen nach sich, oder man muss den jeweiligen Kontext durch die Abstraktion hindurchschleifen, was die Komplexität weiter erhöht. Und all das nur, weil jemand irgendwann gesagt hat: „Das sieht doch fast gleich aus, das kann man zusammenfassen.“

Falsche Abstraktionen entstehen jedoch nicht nur durch missverstandene Prinzipien. Sie werden auch von Frameworks geliefert, fertig verpackt und als Feature beworben. Das Versprechen lautet: „Sie müssen das Darunterliegende nicht verstehen. Wir kümmern uns darum. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Geschäftslogik.“

Das klingt verlockend, und es funktioniert. Solange man auf dem getrampelten Pfad bleibt, ist alles in Ordnung. Die Dokumentation beschreibt den Happy Path, die Tutorials führen durch den Happy Path, die Community beantwortet Fragen zum Happy Path. Das Problem beginnt, wenn man davon abweichen muss. Und in realen Projekten muss man das früher oder später immer.

Nehmen Sie React als Beispiel: JSX ist eine Abstraktion, die es erlaubt, HTML-ähnliche Syntax in JavaScript zu schreiben. Die meisten React-Entwicklerinnen und -Entwickler nutzen JSX täglich, aber nur wenige können erklären, was dabei eigentlich passiert. Wie wird aus JSX am Ende JavaScript, das der Browser versteht und ausführen kann? Welche Transformationsschritte sind involviert? Warum darf eine Render-Funktion nur einen einzigen Root-Knoten zurückgeben und nicht mehrere?

Die Antwort auf die letzte Frage ist aufschlussreich: In JSX wird jedes Element in einen Funktionsaufruf (sinngemäß: createElement) übersetzt, das heißt, die Render-Funktion gibt das Ergebnis dieses Funktionsaufrufs zurück. Und da eine Funktion in JavaScript nur einen Rückgabetyp haben kann, kann eine Render-Funktion naturgemäß nicht mehrere Elemente auf oberster Ebene zurückgeben – auch wenn sich das in JSX zunächst wie eine valide HTML-Struktur liest.

Wer versteht, was unter der Haube passiert, für den ist die Einschränkung selbstverständlich. Für alle anderen ist sie eine willkürliche Regel, die man auswendig lernt, ohne sie zu begreifen.

Solange alles funktioniert, fällt das fehlende Verständnis nicht auf. Doch sobald man auf ein Problem stößt, das nicht auf dem Happy Path liegt, ändert sich die Situation. Man versteht nicht nur das Problem nicht, sondern auch das Werkzeug nicht, mit dem man es lösen müsste. Statt mit dem Framework zu arbeiten, arbeitet man gegen es. Das ist der Moment, in dem die Abstraktion leckt.

Dasselbe Muster zeigt sich auf einer anderen Ebene auch bei Programmiersprachen beziehungsweise Compilern, beispielsweise TypeScript. TypeScript ist eine Abstraktion über JavaScript, die statische Typisierung hinzufügt. Das Versprechen: mehr Sicherheit, bessere Tooling-Unterstützung, weniger Laufzeitfehler. Und dieses Versprechen löst TypeScript in vielen Fällen auch ein.

Was TypeScript nicht einlöst, ist das implizite Versprechen, dass man JavaScript nicht mehr verstehen müsse. Viele Entwicklerinnen und Entwickler steigen heute direkt mit TypeScript ein, ohne je ernsthaft JavaScript geschrieben zu haben. Sie lernen TypeScript-Syntax, TypeScript-Pattern, TypeScript-Tooling. JavaScript ist für sie eine Art Kompilierungsziel, das man nie direkt anfasst.

Das funktioniert, bis es nicht mehr funktioniert. Viele der Einschränkungen und vermeintlich seltsamen Verhaltensweisen von TypeScript ergeben nur dann Sinn, wenn man JavaScript versteht. Warum verhält sich das Typsystem in bestimmten Fällen unerwartet? Warum gibt es Design-Entscheidungen, die auf den ersten Blick unlogisch wirken? Die Antwort ist fast immer dieselbe: Weil TypeScript abwärtskompatibel zu JavaScript sein will und muss, und es anders schlicht nicht funktioniert.

Wer JavaScript kennt, versteht diese Entscheidungen. Wer JavaScript nicht kennt, steht vor einer Wand aus unerklärlichen Regeln. Die Abstraktion verdeckt genau das Wissen, das man braucht, wenn sie an ihre Grenzen stößt. Und das Paradoxe daran: Auch die meisten Entwicklerinnen und Entwickler, die JavaScript nutzen, kennen JavaScript zu wenig. Die Sprache hat einen Ruf als einfach, der täuscht. Unter der Oberfläche verbergen sich Konzepte, deren Verständnis erheblich dabei hilft, sowohl JavaScript als auch TypeScript besser einzusetzen.

Die jüngste Iteration desselben Musters liefert die künstliche Intelligenz. KI-basierte Coding-Assistenten und -Agenten versprechen, die Softwareentwicklung grundlegend zu vereinfachen. Sie generieren Code, vervollständigen Funktionen, schlagen Architekturen vor, schreiben Tests. Das Versprechen ist vertraut: „Sie müssen sich nicht um die Details kümmern. Die KI übernimmt das. Konzentrieren Sie sich auf die großen Zusammenhänge.“

Das klingt nach demselben Versprechen, das Frameworks seit Jahren geben. Und es funktioniert auf dieselbe Weise: hervorragend auf dem Happy Path. Solange die Anforderungen im Bereich dessen liegen, wofür ausreichend Trainingsmaterial existiert, liefert KI beeindruckende Ergebnisse. In Sekunden entsteht Code, der kompiliert, Tests besteht und auf den ersten Blick korrekt aussieht.

Die Probleme beginnen, wenn die Anforderungen exotischer werden. Wenn die Kombination aus Technologien, Randbedingungen und fachlichen Regeln so spezifisch ist, dass kein Trainingsmaterial dafür existiert. Oder wenn der generierte Code subtile Fehler enthält, die man nicht erkennt, weil man nie gelernt hat, wie der Code unter der Haube funktioniert. Ein Off by One Error in einer Schleife, eine Race Condition in asynchronem Code, ein falsch gesetzter Index in einer Datenbankabfrage: Solche Fehler fallen nur auf, wenn man den Code tatsächlich liest und versteht. Wer das nicht macht, weil die KI es vermeintlich übernimmt, hat ein Problem, das er möglicherweise erst Monate später bemerkt.

Noch bedenklicher ist der schleichende Verlust von Kompetenz. Wer jahrelang Code von Hand geschrieben hat und nun KI einsetzt, verfügt über das Wissen, die Ergebnisse zu beurteilen. Wer aber nie ohne KI gearbeitet hat oder das eigene Wissen nicht mehr pflegt, verliert genau die Fähigkeit, die nötig wäre, um die Grenzen der Abstraktion zu erkennen.

Das Muster ist immer dasselbe. Eine Abstraktion verspricht Einfachheit. Sie löst dieses Versprechen ein, solange alles nach Plan läuft. Und sie versagt genau dann, wenn man sie am dringendsten brauchte: in den Situationen, die vom Plan abweichen. Joel Spolsky hat das 2002 in seinem Artikel „The Law of Leaky Abstractions“ auf den Punkt gebracht: Alle nichttrivialen Abstraktionen sind bis zu einem gewissen Grad undicht. Das galt für Frameworks, es galt für Programmiersprachen, und es gilt für KI.

Nach vier Negativbeispielen wäre es leicht, den Schluss zu ziehen, dass Abstraktion grundsätzlich schädlich ist. Das wäre falsch. Es gibt nämlich durchaus sinnvolle Abstraktionen, die funktionieren, und das seit Jahrzehnten.

Das vielleicht beste Beispiel stammt aus der Unix-Welt: „Everything is a file“. Das bedeutet: In Unix sind Dateien, Geräte, Pipes und Sockets über dasselbe Interface ansprechbar: open, read, write, close. Diese Abstraktion ist inzwischen über fünfzig Jahre alt und funktioniert noch immer hervorragend. Sie ist zu einem Fundament geworden, auf dem ganze Ökosysteme aufbauen.

Was macht diese Abstraktion anders als die gescheiterten Beispiele? Erstens ist sie minimal. Sie versteckt nicht zu viel, sondern genau so viel, wie nötig ist, um eine gemeinsame Schnittstelle zu bieten. Zweitens basiert sie auf einem tiefen Verständnis des Problems. Die Unix-Entwickler haben nicht zuerst abstrahiert und dann geschaut, was man damit machen kann. Sie haben erst verstanden, was sie brauchen, und dann die kleinstmögliche gemeinsame Abstraktion gefunden. Und drittens: Wenn sie leckt (und das tut sie), ist das Leck nachvollziehbar, weil die Abstraktion dünn genug ist, um hindurchzuschauen.

Genau das unterscheidet eine gelungene Abstraktion von einer gescheiterten. Gelungene Abstraktionen setzen Verständnis voraus und machen es nicht überflüssig. Sie entstehen aus Erfahrung, nicht aus Annahmen. Und sie respektieren, dass die Kopplung niedrig und die Kohäsion hoch bleiben muss.

Was lässt sich aus all dem lernen? Joel Spolsky hat neben dem Artikel zu den leckenden Abstraktionen noch einen zweiten Artikel geschrieben, der hierher gehört: „Back to Basics“. Darin kritisiert er, dass zu vielen Entwicklerinnen und Entwicklern die Grundlagen fehlen (und das war, wohlgemerkt, bereits 2001). Dass die Meinung vorherrsche, die Garbage Collection werde es schon richten, ohne dass man verstanden hat, was ein Stack und was ein Heap ist, wann was verwendet wird und welche Auswirkungen das hat.

Natürlich muss man nicht in allem Expertin oder Experte sein, das ist allein aufgrund der Menge an Themen auch gar nicht machbar. Aber die Grundlagen des eigenen Werkzeugs zu verstehen ist keine optionale Zusatzqualifikation, sondern die Voraussetzung dafür, die Abstraktion über diesem Werkzeug sinnvoll nutzen zu können. Wer nicht weiß, wie JavaScript funktioniert, wird an TypeScript scheitern. Wer nicht versteht, was JSX unter der Haube tut, wird an React scheitern. Wer nicht in der Lage ist, Code selbst zu beurteilen, wird an KI scheitern.

Mein Rat lautet daher nicht, auf Abstraktion grundsätzlich zu verzichten. Mein Rat lautet, mit Abstraktion zu warten, also nicht mit einer Abstraktion starten, sondern alles erst einmal explizit machen. Jede Klasse, jede Funktion, jede Schnittstelle so schreiben, dass sie für sich allein verständlich ist. Code wird nur einmal geschrieben, aber viele Male gelesen. Lesbarkeit, Nachvollziehbarkeit und Verständlichkeit sind wichtiger als drei Zeilen weniger Tipparbeit.

Erst wenn man genau weiß, wie sich die Anforderungen verhalten, welche Teile sich tatsächlich gemeinsam ändern und welche nur zufällig ähnlich aussehen, dann und nur dann kann man über Abstraktion nachdenken. Und selbst dann lohnt sich die Frage: Brauche ich die Abstraktion wirklich? Oder mache ich den Code damit nur kürzer, aber nicht besser? Senkt die Abstraktion die Kopplung und erhöht die Kohäsion, oder bewirkt sie das Gegenteil?

Viele der besten Codebasen, die ich in über 30 Jahren Berufserfahrung gesehen habe, zeichneten sich nicht durch clevere Abstraktionen aus, sondern durch Klarheit. Durch Code, den man lesen und verstehen konnte, ohne erst drei Indirektionsebenen nachzuverfolgen. Durch explizite Strukturen, die auf den ersten Blick verrieten, was sie taten und warum. Das ist die wahre Kunst der Softwareentwicklung, und abschließend kann man sagen: Abstraktion ist überbewertet, Verständnis nicht.


(rme)



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Digital Markets Act: Teilerfolg für Meta vor dem EU-Gericht


Meta hat im Ringen um die EU-Regeln für Digitalplattformen einen Teilerfolg erzielt. Das Gericht der Europäischen Union (EuG) hat am Mittwoch einen Beschluss der EU-Kommission teilweise für nichtig erklärt. Die Brüsseler Wettbewerbshüter klassifizierten den Facebook-Mutterkonzern im September 2023 auf Basis des Digital Markets Acts (DMA) als sogenannten Torwächter (Gatekeeper). Diese Einstufung kippte EuG für den hauseigenen Kleinanzeigendienst Marketplace. Für den Kommunikationsdienst Messenger bleibt sie dagegen bestehen.

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Meta hatte gegen beide Benennungen geklagt. Der Plattformbetreiber betrachtet die betroffenen Dienste nicht als eigenständige, kritische Zugangstore für Geschäftskunden.

In seiner Begründung zur Aufhebung des Marketplace-Status sparte das Gericht nicht mit Kritik an der Kommission. Die Luxemburger Richter warfen der ihr einen Rechtsfehler vor. Sie habe sich bei ihrer Bewertung stur auf Daten der letzten drei Jahre vor der Benennung gestützt und dabei wesentliche regulatorische und tatsächliche Änderungen ignoriert, die Meta bereits Ende Juli 2023 eingeführt hatte. Ein Sprecher des US-Konzerns begrüßte das Urteil dementsprechend: Die Entscheidung bestätige, dass der Marketplace von vornherein nicht habe benannt werden dürfen.

Das EuG hebt hervor, dass die Rechtmäßigkeit eines EU-Rechtsakts immer anhand der tatsächlichen Umstände zum Zeitpunkt seines Erlasses beurteilt werden müsse. Genau hier habe die Kommission versagt, da sie weder eine konkrete Analyse der von Meta vorgenommenen Änderungen vorgelegt noch deren Auswirkungen auf die Einstufung als Online-Vermittlungsdienst fundiert erläutert habe. Um als solcher zu gelten, muss ein Dienst es Unternehmen nachweislich ermöglichen, Verbrauchern direkt Produkte oder Dienstleistungen anzubieten. Die Argumente der Kommission in dem Beschluss blieben in diesem Punkt laut der Entscheidung rein hypothetisch und unvollständig.

In der Praxis hat das Urteil in der Rechtssache T-1078/23 für das operative Geschäft des Marketplace aber nur noch symbolische Bedeutung. Die Kommission hob die Gatekeeper-Einstufung für den Kleinanzeigendienst bereits im April 2025 offiziell auf. Meta hatte zuvor zusätzliche Überwachungswerkzeuge implementiert, um die kommerzielle Nutzung durch Firmen einzudämmen. Diese Maßnahmen führten dazu, dass die Zahl der aktiven Geschäftskunden in der EU auf unter 10.000 sank. Das ist weit unter dem Schwellenwert des DMA.

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Nicht erfolgreich verlief das Verfahren für Meta dagegen mit Blick auf den Messenger. Hier bestätigten die Richter die Auffassung der Kommission in vollem Umfang und wiesen die Argumente des Betreibers ab. Sie stellten fest, dass es sich beim Messenger um einen vom sozialen Netzwerk Facebook getrennten, nummernunabhängigen, interpersonellen Kommunikationsdienst handelt. Meta hatte argumentiert, die Dienste seien tief miteinander integriert. Das EuG verwies indes darauf, dass der Messenger über eigenständige Apps angeboten und unabhängig von Facebook genutzt werden könne. Ferner bewerbe der Konzern gezielt spezifische Werkzeuge, die Unternehmen die direkte Kontaktaufnahme mit Nutzern erlauben.

Auch den Einwand Metas, die Kommission habe die Nutzerzahlen falsch berechnet, ließ das Gericht nicht gelten. Bei der Ermittlung, ob die quantitativen Schwellenwerte des DMA erreicht werden, durften die Brüsseler Beamten korrekterweise alle Endnutzer heranziehen und mussten nicht nur jene zählen, die den Messenger exklusiv ohne Facebook-Konto nutzen. Da Meta keine ausreichenden Argumente vorbringen konnte, um die gesetzlichen Vermutungen des DMA zu entkräften, war die Kommission auch nicht zu einer speziellen Marktuntersuchung verpflichtet.

Meta kündigte an, die Optionen für eine Beschwerde gegen diesen Teil des Urteils beim Europäischen Gerichtshof genau zu prüfen. 2025 verhängte die EU bereits ein Bußgeld von 200 Millionen Euro gegen Meta wegen Wettbewerbsverstößen. Dagegen wehrt sich das Unternehmen ebenfalls vor Gericht.


(mho)



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Forscher finden Hinweis auf Protoplaneten in extrem seltenem Meteorit


In der Frühzeit des Sonnensystems umkreiste ein größerer Himmelskörper die Sonne – bis er eines Tages mit einem anderen kollidierte. Forscher der University of Colorado Boulder (CU Boulder) haben einen Überrest dieses Protoplaneten ausgemacht: in Form eines äußerst seltenen Meteoriten.

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Northwest Africa (NWA) 12774 heißt der Meteorit, der 2019 in der Sahara gefunden wurde. Das Team um den Geowissenschaftler Aaron Bell hat ihn untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass es sich um das Trümmerteil eines Protoplaneten handelt, der wenige Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems entstanden ist. Ein Protoplanet ist der Vorläufer eines Planeten; es ist das zweite Entwicklungsstadium nach den Planetesimalen.


Ein Stück von NWA 12774

Ein Stück von NWA 12774

Eine 4 Zentimeter große, 5,6 Gramm schwere Scheibe des Meteoriten NWA 12774

(Bild: John Kashuba)

„Es ist unglaublich zu denken, dass es da einst einen Himmelskörper von dieser Größe gab“, sagte Bell. „Wir wissen von seiner Existenz nur, weil einige Fragmente davon zufällig auf der Erde gelandet sind. Diese Meteoriten sind der Beweis für einen komplett anderen Weg, wie sich frühe Planeten entwickelten.“

NWA 12774 ist ein Angrit, ein vulkanisches Gestein, das sich in der Frühzeit des Sonnensystems gebildet hat, also vor rund 4,5 Milliarden Jahren. Es ist äußerst selten: Gerade mal 68 der rund 80.000 auf der Erde gefundenen Meteoriten sind Angrite.

Das Besondere an Angriten ist die chemische Zusammensetzung: Sie enthalten kaum Siliziumdioxid, das der Hauptbestandteil der Gesteinsplaneten in unserem Sonnensystem ist. NWA 12774 enthielt zudem Klinopyroxen, einen Mineralkristall, der häufig in der Erdkruste und im Erdmantel vorkommt.

Der Klinopyroxen von NWA 12774 weist jedoch einen außergewöhnlich hohen Gehalt an Aluminium auf. Diese Kombination kann sich nur unter sehr hohem Druck tief unten gebildet haben: Die Forscher rekonstruierten die Bedingungen und fanden heraus, dass es mindestens 17.500 bar gewesen sein müssen. Zum Vergleich: Auf dem Grund des Marianengrabens, der tiefsten Stelle der Erde, herrscht ein Druck von etwa 1000 bar.

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Bisher gingen Forscher davon aus, dass Angrite von Asteroiden stammen. Diese Himmelskörper sind zu klein für die Bedingungen, unter denen dieser Meteorit entstand. Um einen solchen Druck im Innern zu erzeugen, musste der Himmelskörper einen Radius von mindestens 1000 Kilometern gehabt haben.

Bei ihren Untersuchungen stießen die Forscher auf eine weitere Besonderheit: Die Kristalle im Inneren von NWA 12774 haben immer noch scharfe Kanten sowie feine chemische Strukturen auf, die darauf hindeuten, dass sie in relativ geringer Tiefe entstanden. Wären sie in größerer Tiefe entstanden, wären diese Strukturen nicht mehr vorhanden.

Das Team korrigierte die Größe des Himmelskörpers deshalb noch einmal nach oben: Sein Radius könnte größer als 1800 Kilometer gewesen sein – und damit in etwa so groß wie der Erdmond, vielleicht sogar so groß wie der Mars, dessen Radius 3300 Kilometer beträgt.

Bell hält es für möglich, dass der von ihnen identifizierte Protoplanet nicht der einzige in unserem Sonnensystem war. „In den Archiven liegen noch viele Meteorite, die noch nicht gründlich untersucht wurden, es gab wahrscheinlich noch mehr solcher Protoplaneten, von denen wir nichts wissen.“ ,

Das Team um Bell stellt seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters vor.


(wpl)



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Top 10: Die besten Bluetooth-Lautsprecher für Garten, Balkon und WM 2026


Bluetooth-Lautsprecher sind ideal für Garten, Balkon und Public-Viewing zur WM 2026. Wir zeigen die zehn besten aus über 40 Tests.

Ob entspannter Grillabend, Festival oder gemeinsames Fußballschauen im Freien: Ein guter Bluetooth-Lautsprecher sorgt überall für den richtigen Sound. Gerade rund um sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 rücken die mobilen Boxen vermehrt in den Fokus – im Garten, auf der Terrasse oder beim Public-Viewing mit Freunden.

Unsere Analyse zeigt: Besonders gefragt bei unseren Lesern sind kompakte Bluetooth-Lautsprecher mit einem Gewicht von 0,5 kg bis gut 1 kg – handlich genug für den spontanen Einsatz beim Public Viewing, robust genug für den dauerhaften Outdoor-Einsatz. Genau diesen Modellen widmen wir unsere regelmäßig aktualisierte Bestenliste. Wer seine Bluetooth-Box noch leichter wünscht, der sollte bei unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher vorbeischauen.

Auch Katzen finden winzige Bluetooth-Boxen gut.

Welcher kleine Bluetooth-Lautsprecher ist der beste?

Unser Testsieger ist der JBL Charge 6 für 134 Euro (Amazon). Er vereint kräftigen Klang mit einer langen Akkulaufzeit, der besten App, guter Verarbeitung und kultigem Design.

Zum Technologiesieger küren wir den Marshall Emberton III für 148 Euro (Amazon). Der Vintage-Bluetooth-Lautsprecher besticht nicht nur mit seinem Äußeren, er klingt auch noch verdammt gut und läuft mit einer Akku-Ladung länger als die meisten anderen.

Wer sparen will, greift zu unseren Preis-Leistungs-Sieger Xiaomi Sound Outdoor für schlanke 37 Euro (Alza). Trotz kompakter Maße klingt der Outdoor-Speaker besser als viele deutlich teurere Konkurrenten.

Hier unser vollständiges Ranking:

KURZÜBERSICHT

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit. Er kostet rund 148 Euro (Amazon).

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) beweist: Guter Sound muss nicht teuer sein. Dazu ist der Bluetooth-Lautsprecher schick, wasserdicht und einfach zu bedienen. Für gerade einmal 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Ratgeber

Sound: Welche Bluetooth-Lautsprecher haben den besten Klang?

Entscheidend für einen guten Klang ist unter anderem die Treibergröße. Große Treiber ab 50 mm Durchmesser sind besser in der Lage, tiefe Bässe zu reproduzieren. Kleinere Treiber unter 40 mm, wie man sie in kompakten Geräten findet, bieten weniger Druck im Bassbereich. Viele gute kleine Bluetooth-Lautsprecher nutzen zwei Treiber – einen größeren für die tiefen Frequenzen und einen kleineren für die Höhen. So hat etwa der hervorragende JBL Charge 6 einen 53 mm × 93 mm Tief-/Mitteltöner und einen 20 mm Hochtöner.

Gleichzeitig beeinflusst das Material der Treiber den Klang. So setzt etwa der Hochtöner des Edifier ES60 auf Seide.

Die Verstärkerleistung, gemessen in Watt RMS, bestimmt, wie laut und verzerrungsfrei der Lautsprecher spielt. Hier sollte man die Peak-Watt-Angaben ignorieren, da sie wenig über die reale Leistung aussagen. Ein 20-W-RMS-Lautsprecher liefert etwa einen saubereren und verzerrungsfreien Klang als ein Modell, das nur 10 W RMS bei gleicher Lautstärke aufbringen kann. Gute kabellose Lautsprecher bis 1 kg wie der JBL Charge 6 haben bis zu 45 W RMS.

Die Größe und das Gewicht sind entscheidende Faktoren für die Klangqualität, besonders für den Bass. Denn Bass benötigt Platz, um sich voll entfalten zu können. Viele stationäre Lautsprecher verfügen über ein Bassreflexsystem, etwa über Öffnungen im Gehäuse. Das verstärkt den Schalldruck. Bluetooth-Lautsprecher setzen dagegen häufig auf passive Bassradiatoren. Bei ihnen handelt es sich im Grunde um eine oder mehrere geschlossene Membranen. Öffnungen gilt es zu vermeiden, schließlich soll bei der mobilen Outdoor-Nutzung kein Schmutz oder Flüssigkeit eindringen.

Akku: Wie ist die Laufzeit meiner Bluetooth-Box?

Die Akkukapazität eines Bluetooth-Lautsprechers ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Spielzeit geht – aber nicht der Einzige. Viele Hersteller geben die Akkukapazität in Milliamperestunden (mAh) an. Das beschreibt, wie viel Strom der Akku über eine Stunde hinweg liefern kann. Erst zusammen mit der Spannung in Volt ergibt sich die tatsächliche Energiemenge in Wattstunden (Wh), was der tatsächlichen Akkukapazität entspricht. So hat die JBL Charge 6 einen Akku mit 7722 mAh. Multipliziert mit ihrer Spannung von 3,6 V ergibt sich eine Akkukapazität von 27,8 Wh.

Neben der reinen Akkukapazität bestimmen weitere Faktoren wie die Verstärkerklasse und die Stromaufnahme der Treiber die Laufzeit des Bluetooth-Lautsprechers. Ein großer Akku garantiert also nicht automatisch eine lange Laufzeit, ist jedoch ein wichtiges Indiz. Viele moderne Bluetooth-Lautsprecher funktionieren optional auch als Powerbank (Bestenliste). Wer diese Funktion nutzen möchte, sollte zusätzliches Augenmerk auf die Größe des Akkus legen.

Die Laufzeitangabe des Herstellers ist ein weiterer wichtiger Hinweis. Hierbei ist zu beachten, dass diese Werte meist unter wenig transparenten Bedingungen gemessen werden: moderate Lautstärke, kein Einsatz von Bass-Boostern oder anderen stromintensiven Funktionen.

Marshall Emberton III

Gerade die Lautstärke ist für die tatsächliche Akkulaufzeit entscheidend. Ein Speaker auf maximaler Lautstärke entleert den Akku viel schneller als ein leise spielendes Gerät. Dabei steigt die Leistungsaufnahme exponentiell an, je lauter der Lautsprecher spielt.

Was die Ladezeit betrifft, so hängt diese sowohl von der Kapazität des Akkus als auch vom verwendeten Ladestrom ab. Moderne Lautsprecher nutzen zunehmend USB-C als Ladestandard. Viele Bluetooth-Boxen kennen kein Quick Charge. Hier kann es selbst bei geringer Akkukapazität einige Stunden dauern, bis der Stromspeicher wieder voll ist. Bei Geräten wie dem Marshall Emberton III mit Quick Charge genügt es, sie 20 Minuten zu laden, um viele Stunden Spielzeit zu erhalten.

Verarbeitung: Wie robust soll eine Bluetooth-Box sein?

Bei der Verarbeitungsqualität eines Bluetooth-Lautsprechers, insbesondere für den Outdoor-Einsatz, spielen Robustheit und Materialwahl eine entscheidende Rolle. Ein Bluetooth-Lautsprecher sollte nicht nur wetterfest sein, sondern auch mechanischen Belastungen wie Stößen, Stürzen und Vibrationen standhalten. Hier sind mehrere Details zu beachten.

Zunächst einmal ist der Schutz gegen Wasser und Staub ein zentrales Kriterium. Die IP-Zertifizierung (Ingress Protection) ist der Industriestandard, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Eindringen von festen Partikeln und Flüssigkeiten zu bewerten. Ein Lautsprecher mit einer IP67-Zertifizierung wie der Sony Ult Field 1 ist sowohl staubdicht als auch wasserdicht. Er soll neben einer Unempfindlichkeit gegenüber Staub bis in eine Tiefe von einem Meter unter Wasser für 30 Minuten durchhalten, bevor Flüssigkeit eindringt. Aber Achtung: Diese Werte wurden unter Laborbedingungen gemessen und gelten nicht für Chlorwasser, Wasser mit Seife oder Salzwasser.

Sony Ult Field 1

Neben der Wasserdichtigkeit spielt die Stoßfestigkeit eine zentrale Rolle. Outdoor-Lautsprecher sollten in der Lage sein, Stürze aus typischen Höhen, etwa 1,5 Meter, ohne Beschädigungen zu überstehen. Hier sind Gehäuse aus Thermoplasten wie TPU (thermoplastisches Polyurethan) oder robuster ABS-Kunststoff besonders vorteilhaft. Diese Materialien kombinieren eine hohe Flexibilität mit einer starken Schlagfestigkeit. Der JBL Charge 6 setzt beispielsweise auf eine Gummierung an den Ecken und Kanten, um Stöße abzufangen, während das Mesh-Gewebe am Gehäuse zusätzlichen Schutz vor Kratzern und Abrieb bietet.

Ein weiterer Aspekt ist die Qualität der Gehäusedichtung. Outdoor-Lautsprecher verwenden oft Gummiabdeckungen, um Anschlüsse wie den USB-Port oder den AUX-Eingang zu schützen. Eine mangelhafte Abdichtung kann dazu führen, dass Feuchtigkeit ins Innere gelangt und Korrosion an den elektronischen Bauteilen verursacht. Hochwertige Lautsprecher setzen daher auf versiegelte, robuste Gummiklappen, die fest sitzen und auch nach häufigem Öffnen und Schließen dicht bleiben.

Design: Wie muss ein guter Bluetooth-Lautsprecher aussehen?

Das Design eines Bluetooth-Lautsprechers geht über ästhetische Aspekte hinaus. Es beeinflusst auch, wie er genutzt werden kann, wie gut er klingt und wie robust er im Alltag ist. Dabei sind vorrangig bei hochmobilen Geräten Formfaktor, Größe und Gewicht zentrale Punkte.

Ein durchdachtes Design vereint Funktionalität mit Ästhetik. Hier geht es nicht nur darum, ob der Lautsprecher gut aussieht, sondern auch darum, wie ergonomisch er ist und welche praktischen Vorteile er im Alltag bietet. Zum Beispiel bieten viele kleine Bluetooth-Lautsprecher kompakte Designs, die auf Portabilität ausgelegt sind. Beispiele dafür sind der Sony Ult Field 1 und der Marshall Emberton III. Diese Geräte können dank mitgelieferter Schlaufen an Rucksäcken, Fahrrädern oder Kleidung befestigt werden, was sich für Outdoor-Aktivitäten anbietet.

LG Xboom 360 DXO2T

Ein weiteres Beispiel für durchdachtes Design sind Lautsprecher mit runden oder zylindrischen Formen wie der LG Xboom 360 DXO2T. Diese Geometrien ermöglichen eine 360-Grad-Soundverteilung, was einen gleichmäßigen Klang in alle Richtungen ermöglicht.

Kleine Bluetooth-Lautsprecher bieten aufgrund ihres kompakten Designs und des geringen Gewichts klare Vorteile für alle, die häufig unterwegs sind. Einige Modelle sind so klein, dass sie sogar in eine Jackentasche passen. Mehr dazu in unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher.

Freisprecheinrichtung: Telefonieren mit dem Bluetooth-Lautsprecher

Einige Bluetooth-Lautsprecher bieten eine integrierte Freisprecheinrichtung, um Anrufe direkt über den Lautsprecher anzunehmen. Dabei verwenden hochwertige Lautsprecher oft geräuschunterdrückende Mikrofone und Software, um Hintergrundgeräusche auszublenden.

Multipoint: mehrere Geräte gleichzeitig verbinden

Multipoint erlaubt es einem Bluetooth-Lautsprecher, mit mehreren Geräten gleichzeitig verbunden zu sein. Dies ist besonders praktisch, um etwa Notebook und Smartphone gleichzeitig mit dem Gerät zu verbinden. Wenn die Box also Musik vom Laptop spielt und ein Anruf auf dem Smartphone eingeht, schaltet der Lautsprecher automatisch auf den Anruf um. Nach dem Anruf wechselt er selbstständig zurück zur Musik des Laptops.

Verbindungsoptionen (AUX, USB, NFC)

Bluetooth ist die Standardverbindungsmethode für drahtlose Lautsprecher. Doch viele Modelle können mehr.

Ein 3,5-mm-Klinkenanschluss (AUX) ist besonders nützlich, wenn man eine kabelgebundene Verbindung bevorzugt oder wenn das Bluetooth-Signal aus einem Grund nicht verfügbar oder stabil genug ist. Dies gilt vorwiegend in Umgebungen mit vielen Störquellen oder für ältere Geräte ohne Bluetooth. Ein AUX-Anschluss sichert zudem eine verlustfreie, stabile Audioverbindung mit geringer Latenz, was für Audiophile und Gamer wichtig sein kann.

NFC (Near Field Communication): Die NFC-Technologie vereinfacht das Koppeln von Bluetooth-Geräten erheblich. Ein einfacher Kontakt zwischen dem Lautsprecher und einem NFC-fähigen Smartphone reicht aus, um eine Verbindung herzustellen, ohne dass man die Bluetooth-Einstellungen manuell durchlaufen muss.

Hi-Res-Codecs: Einige Bluetooth-Lautsprecher unterstützen neben SBC und in einigen Fällen auch AAC zusätzlich LDAC-, AptX– oder AptX HD-Codecs, die eine höhere Audioqualität über Bluetooth ermöglichen, indem sie Musik mit geringerer Latenz und weniger Komprimierung übertragen.

Fazit

Die richtige Bluetooth-Box zu finden, ist gar nicht so einfach. Einer der wichtigsten Faktoren ist der Klang, der in unserer Bewertung die höchste Priorität hat. Dabei ist wirklich guter Klang erst ab einem gewissen Volumen möglich. Aber auch kleine Bluetooth-Lautsprecher haben ihren Reiz. Hier gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden.

Dabei sollte nie das Preis-Leistungs-Verhältnis außer Acht gelassen werden. Auch Design, Verarbeitung und Akkulaufzeit können den ausschlaggebenden Unterschied machen. Dazu kommen noch weitere Funktionen wie Wasserdichtigkeit, ein AUX-Eingang, Freisprecheinrichtung, Multipoint, hochauflösende Codecs, Multiroom und mehr.

Der Testsieger ist die JBL Charge 6, zum Vintage-König küren wir den Marshall Emberton III, und als Preis-Leistungs-Sieger überzeugt der Xiaomi Sound Outdoor.

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BESTENLISTE

Testsieger

JBL Charge 6

Bluetooth-Box JBL Charge 6 im Test

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

JBL hat mit der Charge-Serie einen Bluetooth-Lautsprecher im Portfolio, der regelmäßig die Bestenlisten anführt. Der neue JBL Charge 6 tritt nun in die großen Fußstapfen des beliebten JBL Charge 5. Die Amerikaner versprechen mehr Power, längere Akkulaufzeit und bessere Wasserdichtigkeit. Zeit für einen gründlichen Check: Kann der Newcomer die hohen Erwartungen erfüllen? Wir haben den Lautsprecher auf Herz und Nieren geprüft.

Design und Verarbeitung des JBL Charge 6

Der JBL Charge 6 bleibt dem bewährten Design treu. Das zylindrische Gehäuse mit Mesh-Bezug und Gummipuffern schreit förmlich „Ich bin ein JBL!“. Mit 23 x 10 x 10 cm und 1 kg Gewicht ist er weder winzig noch ein Fliegengewicht, passt aber anstandslos in jeden Rucksack. Man könnte sagen: Er hat die optimale Größe für einen Lautsprecher, der zwar gut klingen, aber trotzdem noch transportabel sein soll.

Die Farbpalette ist groß: Rot, Camouflage, Lila, Blau, Schwarz, Pink und Weiß stehen zur Auswahl. Das klassische JBL-Rot sticht genauso hervor wie das neue Lila, während Schwarz und Weiß zeitlos wirken. Pink und Blau erscheinen etwas blass. Camouflage erweckt den Eindruck, als würde der Lautsprecher zum Wehrdienst eingezogen. Aber Geschmäcker sind verschieden und Auswahl hat noch nie geschadet.

Der überarbeitete Gummifuß ist ein echter Fortschritt, der Charge 6 steht im Vergleich zum Vorgänger fest auf dem Boden der Tatsachen. Ebenfalls Lob verdient der breite und griffige Tragegriff. An zwei Befestigungspunkten kann er als Riemen oder Schlaufe angebracht werden. Nur das Einfädeln der Nippel durch die Laschen erfordert Fingerspitzengefühl.

Die Verarbeitung ist wie von JBL gewohnt makellos. Im Härtetest übersteht der Charge 6 sogar Stürze aus einem Meter Höhe auf Asphalt – nichts für schwache Nerven, aber beruhigend für Tollpatsche. Neu ist die Schutzklasse IP68. Der Lautsprecher ist damit nicht nur staubdicht, sondern überlebt auch 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe. Der Vorgänger mit IP67 würde bei diesem Tauchgang absaufen.

Wie gut ist der Klang des JBL Charge 6?

Mit 45 Watt Gesamtleistung (30 Watt RMS Woofer, 15 Watt RMS Tweeter) übertrifft der Charge 6 seinen Vorgänger leicht. Der 53 x 93 mm große Tieftöner und der 20 mm Hochtöner decken einen Frequenzbereich von 56 Hz bis 20 kHz ab.

Im Hörtest zeigt der Charge 6, was in ihm steckt. Der Bass ist präziser und druckvoller geworden. Die passiven Bassradiatoren an den Seiten vibrieren wie wild und liefern Tieftöne, die man in dieser Geräteklasse zu schätzen weiß. Bei maximaler Lautstärke – und die ist beachtlich – könnten kleinere Gegenstände auf dem Tisch durchaus ins Tanzen geraten.

Bei hohen Lautstärken offenbart der Lautsprecher allerdings leichte Schwächen in den mittleren Höhen. Bestimmte Stimmen und Instrumente verlieren etwas an Präsenz und werden etwas vom wuchtigen Bass verschluckt. Dennoch gehört der Charge 6 klanglich zur Elite seiner Gewichtsklasse. Der neue „AI Sound Boost“ reduziert Verzerrungen bei hoher Lautstärke etwas.

Bei den Bluetooth-Codecs bleibt JBL konservativ: Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Audiophile mögen die Nase rümpfen, doch es gibt einen Lichtblick: Über USB-C ist High-Res-Audio möglich. Im Test führte dies zu einer merklich besseren Klangqualität.

Ein Wermutstropfen bleibt: Auch der Charge 6 verzichtet auf ein integriertes Mikrofon. Als Freisprecheinrichtung taugt er daher nicht – schade.

Bedienung und App des JBL Charge 6

Die Bedienung erfolgt über physische Tasten auf der Oberseite. Diese sind neu angeordnet, bieten einen präzisen Druckpunkt und sind auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Neben den üblichen Verdächtigen (Power, Bluetooth, Play/Pause, Lautstärke) gibt es auch eine Auracast-Taste.

Diese Funktion verbindet mehrere JBL-Lautsprecher mühelos miteinander. Ein Gerät dient als Quelle und überträgt das Signal an die anderen. Die Kopplung ist kinderleicht und gelingt ohne komplizierte Paarungsrituale. Mit zwei Charge 6 lässt sich sogar ein Stereo-Paar bilden – allerdings nur über die App.

Die JBL Portable App ist übersichtlich und selbsterklärend. Sie zeigt den genauen Batteriestatus und bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – ein deutliches Upgrade gegenüber dem 3-Band-Equalizer des Vorgängers. Der neue „Playtime Boost“ optimiert die Akkulaufzeit.

Insgesamt ist die App kein Feature-Monster, aber sie erfüllt ihren Zweck. Wer seinen Lieblingssound einmal eingestellt hat, wird sie vermutlich nur selten öffnen.

Der Akku des JBL Charge 6

Die Akkulaufzeit ist beeindruckend: Bis zu 24 Stunden hält der Charge 6 durch – vier Stunden länger als sein Vorgänger. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ sind sogar 28 Stunden möglich, allerdings bei reduzierter Lautstärke. Perfekt für Camping-Trips oder Strandtage, die kein Ende nehmen wollen.

Der 34 Wh Akku (7,2 V bei 4722 mAh) lädt in etwa drei Stunden komplett auf. Ein LED-Balken am Gerät zeigt die Restkapazität an – nicht so präzise wie eine Prozentanzeige, aber ausreichend für eine grobe Einschätzung. Die Powerbank-Funktion über USB-C ist ein praktisches Extra für Notfälle.

Was kostet der JBL Charge 6?

Mit 135 Euro (Amazon) ist der JBL Charge 6 kein Schnäppchen.

Fazit

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Besonders beeindruckend sind der kraftvolle Bass, die hohe Maximallautstärke und die makellose Verarbeitung. Die Auracast-Funktion und der verbesserte Equalizer sind willkommene Ergänzungen. Kleinere Schwächen wie das fehlende Mikrofon und die Beschränkung auf den SBC-Codec trüben das Gesamtbild nur leicht.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition. Wer einen vielseitigen, robusten und klangstarken Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch mal ein unfreiwilliges Bad überstehen kann, wird mit dem JBL Charge 6 glücklich werden.

Wer mehr Wumms braucht, findet in der JBL-Xtreme-Serie größere, lautere Modelle – allerdings zum Preis von mehr Gewicht und Volumen. Für Minimalisten könnte die kompaktere JBL-Flip-Serie interessant sein, die trotz geringerer Größe erstaunlich gut klingt.

Vintage-König

Marshall Emberton III

Bluetooth-Lautsprecher Marshall Emberton III im Test

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind die perfekten Begleiter für unterwegs und sorgen fast überall für den passenden Soundtrack. Mit dem Emberton III bringt Marshall einen mobilen Speaker, der nicht nur mit kultiger Optik im Verstärker-Look, sondern auch mit kraftvollem Klang überzeugen will.

Design und Verarbeitung

Der Marshall Emberton III versprüht mit seinem Design sofort das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke. Mit Abmessungen von etwa 16 × 7 × 8 cm (B × H × T) und einem Gewicht von lediglich 670 Gramm ist er äußerst kompakt und mobil. Im Vergleich wirken Konkurrenten wie die JBL Charge 5 (Testbericht) mit knapp einem Kilogramm oder der LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) mit 1,1 kg geradezu wuchtig.

Das Gehäuse des Emberton III ist größtenteils mit einem weichen, gummiert wirkenden Kunstleder überzogen, das sich fantastisch anfühlt. Vorder- und Rückseite zieren hingegen Metallgitter, auf der Front prangt zudem das typische goldene Marshall-Logo. Liebhaber der berühmten Marshall-Verstärker werden hier sofort ein wohliges Retro-Gefühl bekommen.

Marshall Emberton III

Auf der Oberseite sitzt ein großer, goldener Knopf. Per mittigem Druck wird die Wiedergabe gestartet oder gestoppt, durch Drücken nach links, rechts, oben oder unten lässt sich die Lautstärke regeln und Titel überspringen. So schick der Knopf aussieht, in der Praxis erweist er sich leider als etwas schwammig und unpräzise. Neben dem goldenen Knopf finden sich ein dezenter Power-Button und eine Bluetooth-Taste. Die andere Seite ziert eine schicke und detaillierte Akku-Anzeige im Marshall-Look. Ganz rechts sitzt ein USB-C-Port zum Laden und eine Befestigungsmöglichkeit für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Einen AUX-Eingang sucht man vergebens, auch lässt sich der Speaker nicht als Powerbank nutzen. Auf der gummierten Unterseite sorgen Standfüße für festen Halt.

Verarbeitung und Material wirken rundum hochwertig. Nichts knarzt oder wackelt, die Metallgitter sitzen fest und auch an Übergängen und Nähten gibt es keinerlei Kritikpunkte. Mit IP67-Zertifizierung ist der Marshall zudem komplett staub- und wasserdicht. Selbst ein 30-minütiges Tauchbad in einem Meter Tiefe übersteht er problemlos.

Sound: Wie gut ist der Klang des Marshall Emberton III?

Im kompakten Gehäuse des Emberton III stecken 20 Watt Leistung, die den Klang nicht nur nach vorn, sondern dank Fullrange-Treiber auch nach hinten abstrahlen. Das erzeugt eine gewisse Räumlichkeit, wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim LG Xboom 360 DXO2T (Testbericht).

Insgesamt gefällt uns der Klang richtig gut. Vor allem im Marshall-Modus umhüllen uns warme, satte Klänge. Verzerrte E-Gitarren bekommen durch den Speaker den klassischen Marshall-Sound verpasst. Die maximale Lautstärke ist ordentlich, in den oberen Pegelbereichen setzen jedoch spürbar Verzerrungen ein.

Auch in puncto Tiefbass muss sich der Winzling so mancher größeren Box geschlagen geben. Mit gerade einmal 670 Gramm Gewicht stößt der Emberton III hier an die physikalischen Grenzen des klanglich Machbaren. Zwar klingt er für sich genommen sehr gut, gegen eine JBL Charge 5 (Testbericht) oder eine LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) kommt er bassmäßig aber nicht an.

Marshall Emberton III

Die Marshall Bluetooth App bietet zwar keinen vollwertigen EQ, aber immerhin drei Presets. Standardmäßig ist der Marshall-Sound mit warmer, recht ausgeglichener Abstimmung aktiviert. Preset 2 hebt Höhen und Bässe an, Preset 3 betont die Mitten und eignet sich gut für Podcasts oder Hörbücher. Fürs reine Musikhören bevorzugen wir den ausgewogenen Marshall-Klang.

Technisch ist der Emberton III auf der Höhe der Zeit. Er verbindet sich per Bluetooth 5.3 und unterstützt neben dem SBC- auch den AAC-Codec. Praktisch: Per Multipoint lassen sich mehrere Zuspieler gleichzeitig koppeln. Dank des eingebauten Mikrofons kann der Marshall auch als Freisprecheinrichtung dienen. Solange man sich nahe am Speaker befindet, ist die Sprachqualität sehr gut. Mit zunehmender Entfernung schleicht sich jedoch ein störender Halleffekt ein.

App

Die Marshall-Smartphone-App bietet nicht allzu viele Funktionen. Immerhin lassen sich neben der Wahl dreier Sound-Presets auch Software-Updates einspielen. Es gibt ferner eine Option, den Akku zu schonen. Für den alltäglichen Gebrauch greift man jedoch eher selten zur App, die meisten Funktionen werden direkt am Speaker gesteuert.

Akku

Einer der großen Überraschungen des Emberton III ist der potente Akku. Laut Marshall soll er eine Wiedergabedauer von bis zu 32 Stunden ermöglichen – allerdings nur bei geringer bis mittlerer Lautstärke. Spielt man überwiegend mit hohem Pegel, schrumpft die Laufzeit deutlich. Trotzdem gehört der Marshall-Speaker zu den ausdauerndsten Mobil-Boxen, die wir bislang im Test hatten.

Ein Lob verdient auch die präzise Akkustandanzeige, die jederzeit über die verbleibende Laufzeit informiert. Geladen wird der Marshall per USB-C, ein passendes Kabel liegt bei. Dank Quick Charge reichen 20 Minuten an der Steckdose, damit der Bluetooth-Speaker wieder sechs Stunden lang Musik spielen kann.

Preis: Was kostet der Marshall Emberton III?

Mit einem Preis von rund 148 Euro (Amazon) ist der Marshall Emberton III im gehobenen Preissegment kompakter Bluetooth-Lautsprecher angesiedelt.

Fazit

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll, auch wenn größere Boxen im Hinblick auf Tiefbass und Maximallautstärke die Nase vorn haben. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit.

Wer den legendären Marshall-Look mag und eine kleine, robuste Box für unterwegs sucht, liegt mit dem Emberton III goldrichtig. Deutlich mehr Wumms bietet die JBL Charge 5 (Testbericht). Unter dem Strich ist Marshall mit dem Emberton III ein rundum gelungener mobiler Spaßmacher mit hohem Lifestyle-Faktor gelungen.

Preis-Leistungs-Sieger

Xiaomi Sound Outdoor

Bluetooth-Lautsprecher Xiaomi Sound Outdoor 2024 im Test

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

Bluetooth-Lautsprecher sind wie Smartphones – gefühlt hat jeder einen, aber nicht jeder einen guten. Xiaomi mischt nun mit dem Outdoor Speaker (2024) den Markt der günstigen Soundboxen auf. Für schlanke 37 Euro verspricht der chinesische Hersteller Features, die man sonst nur bei deutlich teureren Modellen findet: 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und Bluetooth 5.4.

Kann der kleine Klangzylinder tatsächlich mit den etablierten Audio-Platzhirschen mithalten oder ist er nur ein weiterer günstiger Plastikbomber mit Bluetooth? Wir haben dem Xiaomi-Speaker auf die Membran geklopft.

Design und Verarbeitung

Der Xiaomi Outdoor Speaker zeigt sich im zylindrischen Gewand mit kompakten Maßen von 196,6 × 68 × 66 mm. Mit etwa 600 g ist er leicht genug für jede Rucksacktour, aber schwer genug, um nicht bei jedem Basswumms vom Tisch zu hüpfen.

Erhältlich in Schwarz, Blau oder Rot, punktet unser schwarzes Testmodell mit einer 2 cm breiten Silikon-Trageschlaufe in der Farbe Orange. Diese dient nicht nur als optischer Akzent, sondern lässt sich auch praktisch an Rucksäcken oder Haken befestigen – ein Feature, das selbst mancher 100-Euro-Box fehlt.

Die Materialkomposition aus Stoff und Gummi fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck. Das dezente Xiaomi-Logo auf der Vorderseite schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sondern fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Mit seiner IP67-Zertifizierung trotzt der Speaker Staub und Wasser gleichermaßen. Die gummierten Elemente schützen zusätzlich vor Stößen.

Wie gut ist der Klang des Xiaomi Outdoor Speaker?

Für eine Box dieser Preisklasse liefert der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) erstaunlich erwachsenen Sound. Die 30 Watt Gesamtleistung (20-Watt-Woofer + 10-Watt-Tweeter) sorgen für ordentlich Druck.

Der Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz deckt das Wesentliche ab, wobei der Bass dank zweier passiver Radiatoren überraschend satt ausfällt. Die Mitten klingen ausgewogen und lassen Stimmen natürlich erscheinen. Bei den Höhen zeigt sich der Speaker etwas zurückhaltender.

Im Vergleich zum viermal teureren JBL Charge 5 (Testbericht) muss sich der Xiaomi in puncto Feinauflösung zwar geschlagen geben, bleibt aber auch bei hoher Lautstärke erstaunlich verzerrungsarm.

Die Möglichkeit, zwei Speaker zum Stereopaar zu verbinden oder theoretisch bis zu 100 Geräte zu koppeln, macht den kleinen Xiaomi zum potenziellen Party-Beschaller – vorausgesetzt, man hat genügend Freunde mit dem gleichen Lautsprecher. Das eingebaute Mikrofon für die Freisprechfunktion überrascht mit klarer Stimmübertragung und minimalen Echos.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über sechs physische Tasten am Gerät: drei oben (Lautstärke hoch/runter, Multifunktionstaster) und drei hinten (Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Link-Taste für Multi-Speaker-Modus).

Kaum versetzen wir den Speaker in den Pairing-Modus verbindet er sich auf Anhieb mit dem Smartphone, ohne Zickereien oder komplizierte Prozeduren. Der Verzicht auf eine App bedeutet natürlich auch: kein Equalizer, keine Firmware-Updates, keine Zusatzfunktionen.

Xiaomi Sound Outdoor 2024

Akku

Mit seinem 2600-mAh-Akku hält der Xiaomi Outdoor Speaker bis zu 12 Stunden bei halber Lautstärke durch. Im Mittelfeld der Bluetooth-Speaker ist das ein solider Wert, auch wenn manche Konkurrenten wie der Marshall Emberton III (Testbericht) mit bis zu 32 Stunden deutlich länger durchhalten – aber auch viel mehr kosten.

Das Aufladen erfolgt über USB-C mit maximal 15 Watt. Nach 2,5 Stunden an der Steckdose ist der Akku vollständig geladen. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.4 bildet das Kommunikationsrückgrat des Xiaomi Outdoor Speaker (2024). Die Unterstützung der Codecs SBC und AAC sorgt für problemlose Verbindungen mit praktisch allen Smartphones. High-Res-Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Nicht schlimm – bei einer 40-Euro-Box würde man sie ohnehin nicht hören.

Der USB-C-Anschluss dient ausschließlich zum Laden und versteckt sich hinter einer wasserdichten Gummiklappe. Ein AUX-Eingang fehlt.

Was kostet der Xiaomi Outdoor Speaker?

Schon ab 37 Euro geht der Outdoor Speaker von Xiaomi über die virtuelle Ladentheke. Für diesen Preis bekommt man normalerweise einen Bluetooth-Lautsprecher mit Spielzeugklang. Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) bietet stattdessen 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und ordentlichen Sound – ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seinesgleichen sucht.

Fazit

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) ist der Beweis, dass ordentlicher Sound nicht unbedingt teuer sein muss. Für läppische 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

Seine Stärken liegen im kraftvollen Bass, der soliden, wasserdichten Verarbeitung und dem ansehnlichen Design. Die Bedienung ohne App ist unkompliziert – Auspacken, Einschalten, Musik hören. Die Schwächen: kein AUX-Eingang, keine Klangeinstellungen und Höhen, die präsenter sein dürften. Bei diesem Preis sind das verzeihbare Kompromisse.

Der Xiaomi Outdoor Speaker ist der perfekte Begleiter für preisbewusste Musikfans, die einen robusten Outdoor-Lautsprecher suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Er macht am Strand genauso eine gute Figur wie unter der Dusche oder auf dem Balkon – und auch wenn er mal ins Wasser fällt, überlebt er das mit stoischer Gelassenheit.

Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 7 im Test

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

VORTEILE

  • toller Klang für seine Größe
  • robuste Bauweise mit IP68
  • abnehmbarer Karabiner
  • selbsterklärende Bedienung
  • Auracast

NACHTEILE

  • keine Freisprechfunktion
  • Nur SBC-Codec
  • keine Abwärtskompatibilität
  • durchschnittliche Akkulaufzeit

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

JBL hat mit der beliebten Flip-Serie seit Jahren einen festen Platz in der Welt der portablen Bluetooth-Lautsprecher. Der neue JBL Flip 7 verspricht gegenüber dem Vorgänger zahlreiche Verbesserungen. Mit einem Preis von 111 Euro bei Amazon positioniert sich der Lautsprecher im mittleren bis gehobenen Preissegment. Wir testen, ob sich der Aufpreis zum mittlerweile deutlich günstigeren Vorgängermodell lohnt und zeigen, welche weiteren Alternativen es gibt.

Design und Verarbeitung des JBL Flip 7

Der JBL Flip 7 bleibt dem charakteristischen zylindrischen Design der Flip-Serie treu. Mit Abmessungen von 183 × 70 × 72 cm und einem Gewicht von nur 560 g ist er etwa halb so schwer wie der JBL Charge 6. Diese Leichtigkeit macht ihn zum perfekten Begleiter für unterwegs.

Das Gehäuse besteht überwiegend aus einem stabilen Stoffbezug, ergänzt durch verstärkte Gummipuffer an den Enden. Die auffälligste Neuerung ist der abnehmbare Tragegriff aus Stoff oder wahlweise ein praktischer Karabiner. Dieses Befestigungssystem ist besser gelöst als beim Charge 6. Besonders der Karabiner erweist sich bei Outdoor-Aktivitäten als Trumpf – ein Klick, und der Lautsprecher hängt sicher am Rucksack.

In sieben Farben erhältlich – Weiß, Blau, Rot, Schwarz, Camouflage, Lila und Pink – bietet JBL eine breite Auswahl. Das matte, metallische JBL-Logo auf der Vorderseite wirkt hochwertig, dahinter schimmert das typische JBL-Rot hervor. Die kompakte Form passt problemlos in Rucksacktaschen oder sogar in Getränkehalter.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Dank IP68-Zertifizierung bietet der Flip 7 vollständigen Schutz vor Staub und übersteht 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe – eine Verbesserung gegenüber der IP67-Zertifizierung des Flip 6. Stürze aus einem Meter Höhe auf Beton? Dank verstärkter Gummipuffer kein Problem für den robusten Klangzylinder.

Wie gut ist der Klang des JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 setzt Maßstäbe für die Klangqualität in seiner Gewichtsklasse. Mit einem 45 × 80 mm großen Tieftöner und einem 16 mm Hochtöner deckt er einen Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz ab. Die Ausgangsleistung beträgt 25 Watt RMS für den Tieftöner und 10 Watt RMS für den Hochtöner – beachtliche Werte für einen so kompakten Lautsprecher.

Im Hörtest liefert der Flip 7 einen klaren, kräftigen Klang mit verbesserter Detailgenauigkeit und tieferem Bass. Er ist der beste Lautsprecher seiner Gewichtsklasse. Bei maximaler Lautstärke lässt der Bass allerdings etwas nach – physikalische Grenzen lassen sich eben nicht überlisten. Für unterwegs liefert er jedoch einen Sound, der die meisten Konkurrenten in den Schatten stellt.

Als Mono-Lautsprecher konzipiert, kann der Flip 7 mit einem zweiten Exemplar für echten Stereoklang gekoppelt werden. Die Auracast-Verbindung gestaltet sich erfreulich unkompliziert: Knöpfe auf beiden Geräten drücken, und schon kommunizieren die Lautsprecher miteinander. Der Sound wird nahtlos gespiegelt. Allerdings ist er nicht abwärtskompatibel, mit dem Flip 6 will er sich entsprechend nicht paaren.

Die 5.4-Bluetooth-Übertragung unterstützt nur den SBC-Codec. High-Res-Codecs sucht man vergebens. Auch auf einen AUX-Eingang und ein Mikrofon für Freisprechfunktionen verzichtet JBL komplett.

Bedienung und App des JBL Flip 7

Die Bedienung des Flip 7 ist erfreulich unkompliziert. Die physischen Tasten auf der Oberseite umfassen Power, Bluetooth, Auracast, Play/Pause und Lautstärkeregelung. Diese neue Anordnung ist übersichtlich, logisch aufgebaut und auch im Dunkeln gut zu ertasten.

Die JBL Portable App bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Vier EQ-Voreinstellungen und die „Playtime Boost“-Funktion zur Verlängerung der Akkulaufzeit runden das App-Angebot ab. Insgesamt ist die App eher schlank, deckt aber alle wesentlichen Funktionen ab.

Der Akku des JBL Flip 7

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 14 Stunden bei normaler Nutzung. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ verlängert sich die Wiedergabezeit laut JBL auf 16 Stunden, allerdings auf Kosten des Bassumfangs. In 2,5 Stunden ist der Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 17,28 Wh (3,6 V / 4800 mAh) über USB-C wieder vollständig geladen.

Im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern liegt der Flip 7 im Mittelfeld. Der JBL Charge 6 bietet mit bis zu 24 Stunden (oder sogar 28 Stunden im Boost-Modus) deutlich mehr Ausdauer. Für einen Tagesausflug reicht die Akkulaufzeit des Flip 7 dennoch.

Was kostet der JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 ist aktuell für 111 Euro bei Amazon erhältlich. Angesichts der verbesserten Funktionen, der robusten Bauweise und der hervorragenden Klangqualität ist dieser Preis fair. Der Vorgänger JBL Flip 5 ist mit 93 Euro deutlich günstiger zu haben, bietet jedoch weniger Leistung, geringere Wasserdichtigkeit und kennt kein Auracast.

Fazit

Der JBL Flip 7 setzt neue Maßstäbe für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Mit seinem verbesserten Klang, der robusten IP68-Zertifizierung und dem durchdachten Design überzeugt er auf ganzer Linie. Dazu kommt die einfache Bedienung, der praktische Karabiner und die solide Akkulaufzeit.

Beeindruckend ist die Klangqualität, die trotz der kompakten Abmessungen überraschend kraftvoll und detailreich ausfällt. Die zukunftssichere Auracast-Funktion ist ein weiterer Pluspunkt.

Der Preis ist angesichts der gebotenen Leistung und Qualität angemessen. Wer einen kompakten, robusten und exzellent klingenden Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch bei widrigen Bedingungen zuverlässig funktioniert, macht mit dem JBL Flip 7 nichts falsch.

Bluetooth-Lautsprecher Sony Ult Field 1 im Test

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

VORTEILE

  • robustes Design mit IP67-Schutz
  • guter Klang mit aktivierter ULT-Funktion
  • einfache Bedienung

NACHTEILE

  • Klang ohne ULT-Funktion weniger überzeugend
  • App mit wenigen Funktionen

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher für den mobilen Einsatz gibt es wie Sand am Meer. Sony versucht mit dem Ult Field 1 dennoch, sich von der Masse abzuheben. Der Speaker soll nicht nur robust sein, sondern auch mit besonders gutem Klang punkten. Ob das Konzept aufgeht, klären wir in diesem Test.

Design

Der Sony Ult Field 1 präsentiert sich in einem kompakten Gehäuse, das mit Abmessungen von 206 × 77 × 76 mm und einem Gewicht von 650 g angenehm handlich ausfällt. Erhältlich ist der Lautsprecher in den Farben Weiß, Schwarz, Grün und Orange.

Die Verarbeitungsqualität macht einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist mit einem schmutzabweisenden Stoffbezug überzogen, während die Kanten durch Gummi geschützt sind. Der zusätzliche Schutz verleiht dem Lautsprecher nicht nur ein wertiges Aussehen, sondern wappnet ihn auch für den Outdoor-Einsatz. Die seitlichen Passivradiatoren sind leicht nach innen versetzt und somit vor Beschädigungen geschützt.

Dazu passt die IP67-Zertifizierung des Ult Field 1. Damit ist der Lautsprecher sowohl staubdicht als auch wasserdicht und übersteht ein Untertauchen in bis zu einem Meter tiefem Wasser für 30 Minuten. So ist der Sony Ult Field 1 für Strand, Camping und Poolparty gerüstet.

Sony Ult Field 1

Ein praktisches Detail ist die integrierte Trageschlaufe. Der Lautsprecher kann sowohl waagerecht als auch senkrecht platziert werden. Auf der Rückseite befindet sich hinter einer Klappe ein USB-C-Port zum Aufladen des Geräts.

Sound: Wie gut ist der Klang des Sony Ult Field 1?

Der Sony Ult Field 1 kommt mit einem 16 mm Hochtöner und einem 83 × 42 mm Tieftöner. Auf den ersten Eindruck präsentiert sich der Klang zunächst etwas enttäuschend. Hier kommt jedoch die namensgebende Ult-Taste ins Spiel: Nach deren Aktivierung entfaltet der Lautsprecher sein wahres Potenzial mit deutlich verbessertem Klangeffekt.

Mit aktivierter Ult-Funktion liefert der Ult Field 1 einen spritzigen Sound. Die Höhen sind deutlich ausgeprägt, die Mitten passabel. Der Bass ist für die kompakte Größe des Lautsprechers ordentlich. Insgesamt ergibt sich ein lebendiges Klangbild, das für die meisten Musikgenres geeignet ist.

Komplexe Musikstücke mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten zeigen allerdings die Grenzen des kompakten Lautsprechers auf. Hier neigt der Klang dazu, zu verschmieren und an Präzision zu verlieren. Auch bei maximaler Lautstärke treten Verzerrungen auf. Positiv: Der Ult Field 1 erreicht insgesamt eine für seine Größenklasse beachtlich hohe maximale Lautstärke.

Neben der Musikwiedergabe macht der Sony Ult Field 1 auch bei der Wiedergabe von Podcasts eine gute Figur. Die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Zudem verfügt der Lautsprecher über eine Telefoniefunktion, die im Test überzeugte. Im Test gibt es auf der Gegenseite zwar einen leichten Halleffekt, ein Echo oder merkliche Verzögerungen bei Gesprächen bleiben aus.

Insgesamt bietet der Sony Ult Field 1 einen für seine Größe überraschend guten Klang, der besonders mit aktivierter Ult-Funktion überzeugt. Für Hörer, die Wert auf einen detaillierten und lebendigen Sound legen, ist er eine interessante Option in der Preisklasse um 100 Euro.

Bedienung und App

Die Bedienung des Sony Ult Field 1 gestaltet sich dank der gut platzierten Tasten auf der Oberseite unkompliziert. Die Buttons für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth und die Ult-Funktion haben einen guten Druckpunkt und sind selbsterklärend angeordnet und beschriftet.

Erfreulich minimalistisch und übersichtlich ist die zugehörige Sony-App. Sie erfordert keine Registrierung per E-Mail. Nach einem initial nötigen Firmware-Update des Lautsprechers stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Der integrierte Equalizer ist allerdings nur nutzbar, wenn der Klangmodus auf „Custom“ gestellt ist. In diesem Fall können Höhen, Mitten und Bass individuell angepasst werden. Interessant ist die Option, bei der Bluetooth-Verbindung zwischen Priorität auf Klangqualität oder auf stabile Verbindung zu wählen. Außerdem gibt es eine Art Stromsparmodus.

Insgesamt fällt die App-Funktionalität jedoch eher sparsam aus. Im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten hätten wir uns hier mehr Einstellungsmöglichkeiten und Features gewünscht.

Akku

Sony verspricht für den Ult Field 1 eine Akkulaufzeit von 12 Stunden. Diese Angabe konnten wir im Test bei mittlerer Lautstärke bestätigen. Damit liegt der Lautsprecher im guten Mittelfeld seiner Klasse und sollte für die meisten Einsatzszenarien ausreichend Ausdauer bieten.

Konnektivität

Der Sony Ult Field 1 setzt auf Bluetooth 5.3 als Übertragungsstandard. Dies gewährleistet eine stabile und energieeffiziente Verbindung zu kompatiblen Geräten. Unterstützt werden die Codecs SBC und AAC für Android- als auch für iOS-Nutzer.

Es ist möglich, zwei Ult Field 1 Lautsprecher zu einem Stereo-Paar zu verbinden. Dies erlaubt eine deutlich breitere Klangbühne und ist besonders für größere Räume oder Outdoor-Bereiche interessant. Ausprobieren konnten wir das jedoch nicht.

Preis: Was kostet der Sony Ult Field 1?

Mit einem Preis von 65 Euro auf Amazon positioniert sich der Sony Ult Field 1 im mittleren Preissegment für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Er konkurriert damit direkt mit beliebten Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem LG Xboom Go. Angesichts der gebotenen Leistung und Funktionen ist der Preis angemessen.

Fazit

Der Sony Ult Field 1 ist ein solider Allrounder unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern. Sein robustes Design mit IP67-Schutz macht ihn zu einem verlässlichen Begleiter für Outdoor-Aktivitäten. Klanglich überzeugt er besonders mit aktivierter Ult-Funktion, die dem Sound deutlich mehr Leben einhaucht. Doch hätte man sich Taste im Grunde sparen können. Niemand will den Sony Ult Field 1 mit ausgeschalteter Ult-Funktion hören.

Die Bedienung gestaltet sich einfach, während die App zwar übersichtlich, aber etwas funktionsarm ausfällt. Die Akkulaufzeit von zwölf Stunden bewegt sich im Mittelfeld. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit, zwei Geräte zu einem Stereo-Paar zu verbinden.

Für einen Preis von 65 Euro auf Amazon erhält man mit dem Sony Ult Field 1 einen vielseitigen und gut klingenden Bluetooth-Lautsprecher.

Bluetooth-Lautsprecher Sonos Play im Test: WLAN, Akku, IP67 & warmer Klang

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

VORTEILE

  • kräftiger, voller Klang
  • WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect
  • hochwertige Verarbeitung
  • lange Akkulaufzeit
  • Trueplay-Einmessung

NACHTEILE

  • relativ groß
  • Equalizer nur zwei Bänder
  • teuer

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

Sonos hat sich mit smarten Multiroom-Lautsprechern einen Namen gemacht. Mit dem Sonos Play schiebt der Hersteller einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher ins Portfolio. Er positioniert sich zwischen dem handlichen Sonos Roam 2 (Testbericht) und dem deutlich größeren Sonos Move (Testbericht). Er kombiniert Bluetooth mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom – ein Paket, das klassische Bluetooth-Lautsprecher so nicht bieten.

Im Vergleich zum Sonos Move fällt der Play mit 1,3 kg deutlich leichter aus. Der Move wiegt stolze 3 kg und eignet sich eher für die Terrasse als für den Rucksack. Dafür bleibt der Play bei Bassfülle und maximaler Lautstärke hinter dem großen Bruder zurück. Gegenüber dem Roam 2 spielt der Neue spürbar erwachsener auf, mit kräftigerem Bass und mehr Lautstärkereserven. Kompakter und leichter als der Roam 2 ist er allerdings nicht.

Design und Verarbeitung des Sonos Play

Hochwertig. Modern. Edel. Der Sonos Play hebt sich optisch klar von typischen Bluetooth-Lautsprechern mit ihren Stoffbespannung ab. Für einen mobilen Lautsprecher fällt er allerdings vergleichsweise groß und schwer aus. Die Abmessungen liegen bei 192 × 113 × 77 cm, das Gewicht bei 1,3 kg. Im Rucksack macht sich das bemerkbar.

Zur Wahl stehen die Farben Schwarz und Weiß. Eine integrierte Schlaufe dient zum Tragen und Aufhängen, durch die allerdings nur zwei Finger passen. Praktisch: Sie lässt sich nach unten drehen und verschwindet dann optisch fast vollständig. Beim weißen Modell setzt die Schlaufe als pastellgrüner Akzent einen dezenten Farbtupfer. Die schwarze Variante kommt mit grauer Schlaufe daher.

Sicher steht der Lautsprecher dank gummierter Unterfläche nur aufrecht. Hinlegen ist keine gute Idee – durch die ovale Form rollt der Play auf schiefer Fläche gerne weg. Die Verarbeitung ist erstklassig. Das stabile Gehäuse eignet sich gut für Terrasse, Garten und Reisen. Dank IP67-Zertifizierung trotzt er Staub und übersteht 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe.

Wie gut ist der Klang des Sonos Play?

Für seine Größe spielt der Sonos Play überraschend kräftig und voll auf. Der Bass drückt spürbar, ohne dass das Gehäuse mitvibriert oder das Klangbild in Verzerrungen abrutscht. Stimmen klingen natürlich und gut verständlich – ideal für Podcasts und Hörbücher. Auch die Klangbühne wirkt für einen mobilen Lautsprecher angenehm breit.

Bei der Lautstärke macht der Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls eine gute Figur. Er erreicht hohe Pegel, ohne sofort ins Verzerren zu kippen. An den Sonos Move 2 reicht er klanglich aber nicht heran. Der spielt sowohl basswuchtiger als auch lauter auf.

Ein Kritikpunkt: Die Bassabstimmung wirkt je nach Musikrichtung etwas zu dominant. Bei elektronischen Tracks oder Hip-Hop kann der Tiefton andere Frequenzen leicht überdecken. Hier hilft der Equalizer in der App. Allerdings beschränkt sich Sonos auf einen schlichten Zwei-Band-EQ mit Reglern für Bass und Höhen. Mehr Bänder wären wünschenswert gewesen.

Sonos Play

Eine echte Aufwertung ist die Trueplay-Einmessung. Sie passt den Klang automatisch an die Raumakustik an. Steht der Play in einem Regal mit Echo-Effekten oder direkt an der Wand, gleicht Trueplay die akustischen Eigenheiten aus. Auf Wunsch misst das System bei jedem Anheben des Lautsprechers automatisch neu ein – ein cleveres Detail für mobile Nutzung.

Wer noch mehr will, koppelt zwei Sonos Play per App zu einem Stereopaar. Das steigert die Klangqualität massiv. Räumlichkeit, Detailauflösung und Lautstärke profitieren spürbar.

Bedienung und App des Sonos Play

Die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt am Gerät steuern. Auf der Oberseite sitzen physische Tasten für Lautstärke und Wiedergabe/Pause. Zweimaliges Drücken springt einen Song vor, dreimaliges einen zurück. Eine eigene Taste aktiviert die Sprachsteuerung. Auf der Rückseite finden sich Bluetooth-Taste, Mikrofon-Stummschalter und Ein-/Aus-Knopf.

Die Haptik der Tasten ist etwas fest, was sich in der Praxis aber als Vorteil erweist – Fehleingaben gibt es kaum. Im Dunkeln lassen sich die unbeleuchteten Knöpfe gut ertasten. Eine fummelige Touchbedienung wäre hier die schlechtere Wahl gewesen.

Die Sonos-App bietet eine umfangreiche Funktionsvielfalt. Sie gruppiert Lautsprecher in Räumen, erstellt Stereopaare, regelt den Equalizer und weckt auf Wunsch mit Lieblingsmusik. Auch die Trueplay-Einmessung läuft komplett über die App. Leider zeigt sich diese seit dem großen Update vor einiger Zeit weiterhin instabil und wenig selbsterklärend. Wer Sonos nicht gewohnt ist, sucht manche Einstellung länger als nötig.

Der Akku des Sonos Play

Bis zu 24 Stunden verspricht Sonos bei moderater Lautstärke. Im Test bestätigt sich der Wert weitgehend. Für einen Tag am See oder eine längere Gartenparty reicht der Akku problemlos.

Praktisch: Der Play lädt über USB-C auch externe Geräte wie das Smartphone. Aufgeladen wird er entweder per USB-C-Kabel oder mit der beiliegenden Ladestation. Besonders erfreulich ist der wechselbare Akku. Der Tausch erfordert allerdings Werkzeug – ein schneller Akkuwechsel unterwegs ist nicht vorgesehen. Sonos zielt damit auf bessere Reparierbarkeit und längere Produktlebensdauer.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Sonos Play

Hier spielt der Sonos Play seine größte Stärke aus. Statt sich auf Bluetooth zu beschränken, kombiniert er WLAN 6, Bluetooth 5.3, Apple AirPlay 2 und Spotify Connect in einem Gehäuse. Damit bietet er deutlich mehr Möglichkeiten als die meisten klassischen Bluetooth-Lautsprecher.

Über WLAN integriert sich der Play nahtlos ins Sonos-Multiroom-System. Wer bereits andere Sonos-Lautsprecher besitzt, kann den Play in einzelne Räume gruppieren oder im ganzen Haus synchron Musik abspielen. AirPlay 2 erlaubt Apple-Nutzern das direkte Streaming vom iPhone, iPad oder Mac. Spotify Connect funktioniert ebenfalls ohne Umweg über Bluetooth – das spart Akku am Smartphone und erhöht die Klangqualität.

Unterwegs übernimmt Bluetooth 5.3. Der Wechsel zwischen WLAN und Bluetooth läuft nahtlos. Über Amazon Alexa lässt sich der Lautsprecher zudem per Sprache steuern. Auf der Rückseite sitzt ein USB-C-Anschluss, der primär zum Laden dient.

Ein Stereopaar mit zwei Sonos Play ist möglich, ebenso die Einbindung in Multiroom-Setups. Einige dieser Funktionen entfalten ihren Nutzen allerdings erst innerhalb des Sonos-Systems. Wer nur einen einzelnen Bluetooth-Lautsprecher sucht und kein Multiroom plant, lässt einen Teil des Potenzials brachliegen.

Was kostet der Sonos Play?

Der Sonos Play ist für 345 Euro bei Amazon erhältlich. Das ist sportlich. Klassische Bluetooth-Lautsprecher wie der JBL Charge 6 sind deutlich günstiger zu haben, bieten aber auch nicht den vollen Funktionsumfang mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom-Anbindung.

Fazit

Der Sonos Play ist ein gelungener Hybrid aus Smart Speaker und mobilem Bluetooth-Lautsprecher. Er kombiniert hochwertige Optik, robuste IP67-Verarbeitung und kräftigen Klang mit einer Konnektivität, die klassischen Bluetooth-Boxen klar überlegen ist. WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect und Multiroom heben ihn deutlich aus der Masse heraus.

Klanglich liefert er einen vollen, basskräftigen Sound mit guter Stimmwiedergabe und breiter Bühne. Als Stereopaar wird er richtig stark. Die Trueplay-Einmessung holt zusätzlich Klangqualität aus schwierigen Aufstellorten. Auch der wechselbare Akku und die lange Laufzeit von bis zu 24 Stunden sind klare Pluspunkte.

Wermutstropfen sind die teils instabile App, der knappe Zwei-Band-Equalizer und das vergleichsweise hohe Gewicht. Auch der Preis von 345 Euro will erst einmal verdaut werden. Wer bereits im Sonos-Kosmos unterwegs ist oder die Flexibilität zwischen WLAN und Bluetooth braucht, bekommt mit dem Play einen spannenden mobilen Smart Speaker.

Edifier ES60 im Test: Retro-Bluetooth-Lautsprecher mit mächtig Bass

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

VORTEILE

  • Retro-Design mit hochwertiger Anmutung
  • kräftiger, warmer Bass
  • Multipoint
  • Ambientebeleuchtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 9 h
  • App ohne echten Equalizer
  • keine Farboptionen der Beleuchtung

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

Wer einen Bluetooth-Lautsprecher mit klassischem Verstärker-Charme sucht, denkt häufig an den Marshall Emberton III (Testbericht). Doch auch der Edifier ES60 versprüht Retro-Charme. Optisch sind sich beide Speaker ähnlich – sie kokettieren mit dem rockigen, kultigen Look klassischer Gitarrenverstärker. Preislich liegen die beiden Modelle jedoch weit auseinander: Der ES60 kostet regulär rund 90 Euro, aktuell im Angebot bei Joybuy gar nur unschlagbare 53 Euro. Der Marshall kostet bei Amazon fast dreimal so viel, nämlich 145 Euro.

Beim Akku hängt der Marshall den Edifier deutlich ab – über 32 h Laufzeit beim Emberton III stehen rund 9 h beim ES60 gegenüber. Auch in Sachen Mobilität punktet der Marshall. Er wiegt mit etwa 670 g rund ein Drittel weniger als der ES60 mit knapp einem kg. Beim Schutz vor Wasser liegt der Marshall mit IP67 ebenfalls leicht vorn, während der ES60 mit IP66 zwar gegen starke Wasserstrahlen, nicht aber gegen Untertauchen geschützt ist. Trotzdem kann auch der Edifier überzeugen. Wir haben getestet, ob er dem Marshall Emberton III gefährlich werden kann.

Design und Verarbeitung des Edifier ES60

Der Edifier ES60 ist ein echtes Schmuckstück. Sein Retro-Design erinnert an klassische Gitarrenverstärker und greift damit in die gleiche Stil-Kiste wie der Marshall Emberton III. Erhältlich ist der Lautsprecher in Schwarz oder Elfenbein. Unser vom Hersteller zur Verfügung gestelltes Testmodell kommt in der hellen Elfenbein-Variante daher.

Die Kunstleder-Optik in Verbindung mit dem Metallgitter vorne und hinten sorgt für einen edlen Auftritt. Silberfarbene Bedienelemente setzen einen schicken Akzent und unterstreichen den Vintage-Charakter. Mit Abmessungen von etwa 19 × 9 × 10 cm und einem Gewicht von rund 1 kg ist der ES60 jedoch weder besonders klein noch leicht. Eine Trageschlaufe erleichtert den Transport.

Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Spaltmaße sitzen sauber, das Gehäuse wirkt robust. Die Schutzklasse IP66 schützt vor Staub und starken Wasserstrahlen, ein Tauchgang ist allerdings tabu. Ein nettes Extra ist die integrierte Ambientebeleuchtung mit mehreren Effekten.

Die Taster auf der Oberseite sehen schick aus und bieten einen guten Druckpunkt. Sie sind aber leider unbeleuchtet. Im Dunkeln muss man sich dadurch blind durchtasten, was die Bedienung erschwert.

Wie gut ist der Klang des Edifier ES60?

Im Inneren des ES60 werkelt ein durchdachtes Treiberkonzept. Zwei 19-mm-Seidenkalotten-Hochtöner – einer nach vorn, der zweite nach hinten gerichtet – sorgen für eine breite Klangausbreitung. Den Tiefmittenbereich übernimmt ein ovaler Tiefmitteltöner mit Langhub-Auslegung, unterstützt von einer Passivmembran. Die Gesamtleistung liegt bei 34 W RMS, aufgeteilt in 18 W für den Tiefmitteltöner und 2 × 8 W für die Hochtöner.

Im Hörtest gefällt der ES60 mit kräftigem, warmem Bass. Die Passivmembran erzeugt einen deutlich hörbaren Tiefbasszuwachs. Vor allem Pop, Rock und elektronische Musik machen damit richtig Spaß. Die Abstimmung ist bassbetont.

Dank des zweiten nach hinten gerichteten Hochtöners strahlt der Klang nach vorn und nach hinten ab. Das verleiht dem Sound eine angenehme Räumlichkeit. Die Herstellerangabe eines „360°-Klangs“ ist allerdings nur eingeschränkt nachvollziehbar – der Klang verteilt sich zwar breit, einen wirklich gleichmäßigen Rundumklang erzeugt der Edifier aber nicht.

Edifier ES60

Die maximale Lautstärke ist hoch und bleibt erfreulich verzerrungsarm. Stimmen werden klar wiedergegeben. Im Hochtonbereich agiert der ES60 jedoch etwas zurückhaltend. Die Detailauflösung erreicht nicht ganz das Niveau höherwertiger Premium-Modelle. Bei komplexen Musikstücken mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten verliert der Lautsprecher etwas an Feinzeichnung.

Wer noch mehr Klangbreite möchte, kann zwei ES60 zu einem Stereopaar koppeln. Insgesamt gehört der kompakte Bluetooth-Lautsprecher klanglich zu den stärkeren Vertretern seiner Preisklasse – vor allem dank des satten Tieftons.

Bedienung und App des Edifier ES60

Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät über separate Tasten für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth, Wiedergabe/Pause und Titelsteuerung. Auch die Lichtsteuerung lässt sich direkt am Speaker regeln. Eine Batteriestandsanzeige über fünf LEDs gibt einen groben Überblick. Insgesamt ist die Bedienung logisch aufgebaut und unkompliziert.

Edifier ES60

Die zugehörige App Edifier Connex ist solide, lässt aber Wünsche offen. Sie bietet vier Equalizer-Presets: Music, Game, Movie und Outdoor. Eine Custom-Einstellung fehlt – ein echter Equalizer mit individuellen Bandanpassungen ist also nicht an Bord. Schade, denn so kann man die etwas zurückhaltenden Höhen nicht selbst aufpolieren.

Auch bei der Beleuchtungssteuerung wäre mehr drin gewesen. Die App erlaubt die Anpassung der Beleuchtung, allerdings nur in der Helligkeit und zwischen warmweiß und kaltweiß. Andere Farben sind nicht wählbar, obwohl die Hardware Multi-Color scheinbar unterstützen würde. Es fehlt schlichtweg die Software-Option. Immerhin gibt es einen Alarmmodus, der den Leuchtstreifen an der Unterseite rot blinken lässt. Firmware-Updates und die generelle Gerätekonfiguration laufen ebenfalls über die App.

Der Akku des Edifier ES60

Beim Akku zeigt sich die größte Schwäche des ES60. Edifier gibt eine Laufzeit von bis zu 9 h an. Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von der Lautstärke und der Nutzung der Ambientebeleuchtung ab.

Im Marktvergleich ist das eher unterdurchschnittlich. Angesichts der Größe und des Gewichts von rund 1 kg hätten wir hier mehr erwartet – im Gehäuse böte sich Platz für einen größeren Akku. Geladen wird der ES60 via USB-C. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Edifier ES60

Beim Bluetooth-Standard ist der ES60 auf der Höhe der Zeit. Bluetooth 5.4 sorgt für eine stabile und energieeffiziente Verbindung. Dank Multipoint-Funktion lassen sich zwei Geräte gleichzeitig koppeln.

Bei den Codecs hält sich Edifier dagegen zurück. Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Höherwertige Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Immerhin gibt es einen USB-C-Audioeingang. Über diesen lassen sich Zuspielgeräte kabelgebunden anschließen, was qualitativ einen Vorteil gegenüber dem SBC-Streaming bringt. WLAN-Konnektivität oder ein integrierter Sprachassistent fehlen.

Was kostet der Edifier ES60?

Der reguläre Preis des Edifier ES60 liegt bei rund 90 Euro. Aktuell gibt es ihn im Rahmen einer Aktion bei Joybuy für nur 53 Euro für Kunden, die über die App kaufen. Das ist ein außergewöhnlich gutes Angebot, üblicherweise fallen etwa 90 Euro an.

Fazit

Der Edifier ES60 ist ein optisch hervorragend gelungener Bluetooth-Lautsprecher. Sein Retro-Look erinnert an klassische Gitarrenverstärker und kann mit dem deutlich teureren Marshall Emberton III konkurrieren. Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Das weiße Kunstleder, die silbernen Bedienelemente und das Metallgitter wirken edel, die integrierte Ambientebeleuchtung setzt einen dezenten Akzent.

Klanglich liefert der ES60 einen kräftigen, bassbetonten Sound mit guter Räumlichkeit. Pop, Rock und elektronische Musik machen besonders viel Spaß. Schwächen zeigt der Lautsprecher in den Höhen und bei der Detailauflösung anspruchsvoller Musik.

Größter Kritikpunkt bleibt der Akku. Mit 9 h Laufzeit liegt der ES60 deutlich unter dem heutigen Durchschnitt. Auch die Beschränkung auf den SBC-Codec und das Fehlen eines echten Equalizers in der App sind Wermutstropfen. Wer aber einen stylishen Lautsprecher mit kräftigem Klang sucht und mit der überschaubaren Akkulaufzeit leben kann, bekommt – besonders zum aktuellen Aktionspreis von 53 Euro bei Joybuy – einen echten Preis-Leistungs-Tipp.

Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 im Test: warmer Klang, starker Bass

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

VORTEILE

  • warmer Klang mit gutem Bass
  • IP67-Schutz
  • Equalizer
  • Bluetooth 5.3 & aptX Adaptive
  • gute Freisprechfunktion

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 12 Stunden
  • keine großen Hardware-Upgrades
  • keine alternativen Anschlüsse
  • Bass verliert bei hoher Lautstärke an Präzision

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

Bose gehört zu den etablierten Größen im Bluetooth-Lautsprecher-Markt. Mit dem Soundlink Flex 2 zeigt der Hersteller die zweite Generation seines kompakten Outdoor-Speakers. Für 110 Euro (Amazon) verspricht Bose hohe Klangqualität im robusten Gehäuse – allerdings mit nur minimalen Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Es gibt unter anderem eine neue Shortcut-Taste, App-Unterstützung mit Equalizer und Bluetooth 5.3 statt des veralteten 4.2-Standards. Hardware-seitig bleibt fast alles beim Alten – was nicht zwangsläufig schlecht ist, schließlich war der Vorgänger bereits ein solider Lautsprecher.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der JBL Flip 6 kostet ähnlich viel und bietet vergleichbare Features. Der Marshall Emberton III ist etwas teurer, punktet aber mit deutlich längerer Akkulaufzeit von bis zu 32 Stunden. Der Sony Ult Field 1 lockt mit kräftigem Bass zum günstigeren Preis. Kann sich der Soundlink Flex 2 in diesem hart umkämpften Segment behaupten? Wir machen den Test.

Design und Verarbeitung des Bose Soundlink Flex 2

Mit Abmessungen von 20 × 9 × 5,2 cm und einem Gewicht von 600 Gramm bleibt der Soundlink Flex 2 angenehm kompakt. Er passt problemlos in jeden Rucksack, für die Hosentasche ist er allerdings zu groß. Das silikonummantelte Gehäuse fühlt sich weich und rutschfest an, während das pulverbeschichtete Metallgitter auf der Vorderseite für Stabilität sorgt.

Bose bietet den Lautsprecher in vielen Farben an: Schwarz, Dunkelblau, Hellblau, Grau, Rosa, helles Türkis, Gelb und Blütenrosa. Die Farbvielfalt übertrifft viele Konkurrenten. Optisch gibt sich der Speaker elegant, aber wenig spektakulär – er fügt sich unauffällig in verschiedene Umgebungen ein.

Die IP67-Zertifizierung macht den Flex 2 staubdicht und wasserdicht bis zu einem Meter Tiefe für 30 Minuten. Praktisch: Der Lautsprecher schwimmt auf dem Wasser. Die Silikonrückseite schützt vor Stößen und Kratzern. Gummifüße sorgen für stabilen Stand auf verschiedenen Oberflächen. Eine kleine Trageschlaufe ermöglicht das Aufhängen oder Befestigen des Speakers.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger fällt auf: Optisch sind beide Generationen fast identisch. Der Flex 2 ist minimal schmaler, ansonsten gibt es weder optisch noch haptisch große Unterschiede. Die Verarbeitungsqualität bleibt auf hohem Niveau – der Lautsprecher fühlt sich durchweg stabil und wertig an.

Wie gut ist der Klang des Bose Soundlink Flex 2?

Der Soundlink Flex 2 liefert einen warmen, bassstarken Klang mit klaren Mitten und nuancierten Höhen. Für seine kompakte Größe bietet er eine beeindruckende Klangqualität. Bose passt den Sound automatisch an die Ausrichtung an: Liegend klingt er runder, stehend direkter und fokussierter.

Bei moderater Lautstärke spielt der Flex 2 seine Stärken aus. Podcasts und Hörbücher profitieren von der klaren Stimmwiedergabe. Bei Musik überzeugt der ausgewogene Klang, wobei der Bass angenehm präsent ist, ohne die Mitten zu überdecken. Die maximale Lautstärke fällt erfreulich hoch aus und reicht für mittelgroße Räume oder Outdoor-Aktivitäten.

Schwächen zeigen sich bei hohen Pegeln: Der Bass verliert merklich an Druck und Definition. Die Separation einzelner Instrumente lässt nach, wodurch komplexe Musikstücke – besonders klassische Musik – an Präzision verlieren. Hier stoßen die kompakten Treiber an ihre physikalischen Grenzen.

Bose Soundlink Flex 2

Das integrierte Mikrofon mit Echo-Reduktion ermöglicht Freisprechtelefonate in guter Qualität. Gesprächspartner verstehen uns laut und deutlich, selbst aus zwei Metern Entfernung vom Gerät. Im Vergleich zum Vorgänger klingt der Flex 2 minimal besser – der Bass reicht tiefer, die Gesamtabstimmung wirkt ausgewogener. Der neue Equalizer in der App erlaubt erstmals Klanganpassungen.

Mit einem zweiten Soundlink Flex 2 lässt sich ein Stereopaar bilden oder der Party-Modus aktivieren. Diese Funktion konnten wir nicht testen. Unterstützt werden die Codecs SBC, AAC und aptX Adaptive – letzterer ist besonders für Android-Nutzer interessant und bietet bessere Audioqualität. Ein AUX-Eingang oder weitere Audio-Anschlüsse fehlen. Der USB-C-Port dient ausschließlich zum Laden, nicht zur Audioübertragung.

Bedienung und App des Bose Soundlink Flex 2

Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, eine neue programmierbare Shortcut-Taste, Lautstärke hoch/runter und Play/Pause. Die Druckpunkte haben sich gegenüber dem Vorgänger verbessert, bleiben aber suboptimal – die unter Silikon liegenden Tasten erfordern deutlichen Druck.

Die Tastenreihenfolge ist leicht erlernbar und auch im Dunkeln gut erfühlbar, obwohl eine Tastenbeleuchtung fehlt. Drei kleine LEDs zeigen den Betriebsstatus an. Sprachansagen informieren über Batteriestand, Verbindungsstatus und Anrufer-ID, klingen aber mechanisch und hölzern. Glücklicherweise lassen sie sich abschalten.

Die Bose-App erweitert die Funktionalität erheblich. Ein 3-Band-Equalizer mit Presets für Bass und Höhen ermöglicht Klanganpassungen – allerdings hätten wir uns mehr Bänder gewünscht. Die Shortcut-Taste lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen: Stereo/Party-Modus, Sprachassistent oder Spotify Tap.

Weitere App-Features umfassen die Verwaltung von Bluetooth-Quellen, Firmware-Updates, individuelle Benennung, Abschalttimer und Akkustandsansage. Simplesync soll die Kopplung mit Bose-Soundbars oder anderen Speakern ermöglichen. Die Einrichtung gelingt schnell. Multipoint-Bluetooth verbindet bis zu zwei Geräte gleichzeitig.

Der Akku des Bose Soundlink Flex 2

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 12 Stunden bei 50 Prozent Lautstärke, bei maximaler Lautstärke sind es nur noch drei Stunden. Das vollständige Aufladen dauert vier Stunden über USB-C mit 5V/1,5A. Ein USB-C-zu-USB-A-Kabel liegt bei.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nichts verändert – die Akkuleistung bleibt identisch. Das ist enttäuschend, besonders angesichts der laufstarken Konkurrenz: Der Marshall Emberton III hält mit 30 Stunden mehr als doppelt so lange durch. Eine Powerbank-Funktion zum Laden anderer Geräte fehlt ebenfalls. Für die Preisklasse ist die Akkulaufzeit zu kurz.

Was kostet der Bose Soundlink Flex 2?

Mit einem Straßenpreis von 110 Euro (Amazon) befindet sich der Soundlink Flex 2 deutlich unter der UVP von 179,95 Euro. Damit liegt er preislich beinahe auf Augenhöhe mit dem JBL Flip 6. Der Marshall Emberton III kostet mit etwa 140 Euro mehr, bietet dafür aber die längere Akkulaufzeit.

Fazit

Der Bose Soundlink Flex 2 ist ein solider Bluetooth-Lautsprecher mit bewährten Qualitäten und minimalen Verbesserungen. Die Klangqualität überzeugt angesichts der kompakten Größe, besonders bei moderater Lautstärke. Eine robuste Verarbeitung mit IP67-Schutz macht ihn zum zuverlässigen Outdoor-Begleiter. Die neue App-Unterstützung mit Equalizer und die verbesserte Bluetooth-Verbindung sind willkommene Upgrades. Toll finden wir seine sehr guten Telefonieeigenschaften.

Enttäuschend bleibt die unverändert kurze Akkulaufzeit von maximal 12 Stunden. Die Konkurrenz zeigt, dass deutlich mehr möglich ist. Auch die fehlenden Anschlussmöglichkeiten abseits von Bluetooth schränken die Flexibilität ein. Wer bereits den Vorgänger besitzt, findet kaum Gründe für ein Upgrade. Neueinsteiger erhalten einen guten Bluetooth-Lautsprecher zum fairen Preis.

Bluetooth Speaker Fender x Teufel Rockster Go 2 im Test

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • robustes, wasserdichtes Gehäuse (IP67)
  • lange Akkulaufzeit
  • ausgewogener, kraftvoller Klang für die Größe
  • markantes Fender-Design
  • Stereo-Pairing und Multipoint-Bluetooth

NACHTEILE

  • keine App für Klanganpassungen
  • Verzerrungen bei maximaler Lautstärke
  • relativ hoher Aufpreis für rein optische Verbesserungen

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Bluetooth-Lautsprecher sind längst mehr als nur mobile Klangquellen – sie sind Lifestyle-Produkte, die sowohl durch Funktionalität als auch durch Design überzeugen müssen. Mit dem Rockster Go 2 in der Fender-Edition präsentiert Teufel eine Kooperation mit dem legendären Gitarrenhersteller, die Musikfans begeistern soll. Während die Standardversion des Rockster Go 2 bereits für soliden Klang in kompaktem Format bekannt ist, setzt die Fender-Edition mit ihrem markanten Design noch einen drauf. Doch rechtfertigt das den Aufpreis von etwa 30 Euro? Im Vergleich zu ähnlich großen Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem Marshall Emberton III positioniert sich der Teufel Rockster Go 2 im mittleren Preissegment.

Design und Verarbeitung

Die Fender-Edition des Teufel Rockster Go 2 präsentiert sich in einem Steel-Black-Design, das von der Ästhetik der berühmten Fender-Gitarren inspiriert ist. Mit seinen kompakten Abmessungen von 21 × 11 × 6 cm und einem Gewicht von 734 Gramm bleibt der Lautsprecher angenehm transportabel. Das verchromte Fender-Logo auf der Vorderseite verleiht dem Gerät einen unverwechselbaren Look und hebt es optisch von der Standardversion ab.

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit einer umlaufenden Gummierung, die nicht nur vor Stößen schützt, sondern auch für einen sicheren Griff sorgt. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck – alle Elemente sind sauber verarbeitet, wobei die Druckpunkte der Bedientasten etwas präziser hätten ausfallen können. Dank der IP67-Zertifizierung ist der Rockster Go 2 sowohl staub- als auch wasserdicht.

Praktisch ist der mitgelieferte flexible Tragegurt, der das Transportieren erleichtert und das Befestigen an Rucksäcken oder Fahrrädern erlaubt. Ein nettes Extra der Fender-Edition ist das beiliegende Plektrum, das eine schöne Reminiszenz an die Gitarrenwelt darstellt. Das Gewinde an der Unterseite erlaubt die Befestigung an einem Stativ.

Wie gut ist der Klang des Fender x Teufel Rockster Go 2?

Klanglich setzt der Teufel Rockster Go 2 auf zwei 50-mm-Vollbereichstreiber aus Aluminium und eine 64-mm-Passivmembran. Der abgedeckte Frequenzbereich von 60 Hz bis 20.000 Hz ist für einen Lautsprecher dieser Größenklasse respektabel.

Im Hörtest zeigt sich der Rockster Go 2 kräftig und ausgewogen. Die mittleren Frequenzen werden besonders gut wiedergegeben. Die passive Bassmembran sorgt für eine ansprechende Tieftonwiedergabe, die zwar nicht mit größeren Lautsprechern mithalten kann, aber für die kompakte Bauform überzeugt.

Bei maximaler Lautstärke zeigen sich allerdings die physikalischen Grenzen des kompakten Gehäuses – hier kommt es zu hörbaren Verzerrungen. Im mittleren Lautstärkebereich spielt der Rockster Go 2 jedoch sehr angenehm und detailtreu. Die Höhen könnten etwas präsenter sein, um mehr Brillanz zu erzeugen, aber insgesamt bietet der Lautsprecher einen für seine Größe erstaunlich ausgewogenen Klang.

Es besteht die Möglichkeit, zwei Rockster Go 2 zu einem Stereopaar zu koppeln oder sogar bis zu 100 kompatible Lautsprecher zu einer Party-Kette zu verbinden. Ausprobieren konnten wir das nicht.

Bedienung

Die Bedienung des Teufel Rockster Go 2 erfolgt über die Tasten auf der Oberseite des Gehäuses. Hier finden sich Knöpfe für Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Lautstärkeregelung und Wiedergabe/Pause. Zusätzliche Funktionen wie der Titelwechsel sind über Mehrfachbelegungen möglich. Die Tasten reagieren zuverlässig, wenn auch mit einer leichten Verzögerung.

Teufel Rockster Go 2 Fender Edition

Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert und auch für Technik-Neulinge leicht zu verstehen. Allerdings verzichtet Teufel sowohl bei der Standard- als auch bei der Fender-Version auf eine begleitende App. So fehlen Möglichkeiten zur individuellen Klanganpassung über einen Equalizer oder zur Installation von Firmware-Updates.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku des Teufel Rockster Go 2 bietet eine beeindruckende Laufzeit von bis zu 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke. Bei geringer Lautstärke sind laut Teufel sogar bis zu 28 Stunden möglich. Im Test können wir das bestätigen.

Das Aufladen erfolgt über USB-C und dauert etwa 2,5 Stunden bis zur vollständigen Ladung. Ein Ladegerät ist wie mittlerweile üblich nicht im Lieferumfang enthalten. Die LED-Anzeige gibt einen groben Überblick über den verbleibenden Akkustand.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Der Teufel Rockster Go 2 setzt auf Bluetooth 5.2 für die kabellose Verbindung mit Audioquellen und unterstützt Multipoint-Verbindungen für zwei Geräte gleichzeitig. Bei den unterstützten Codecs beschränkt sich der Lautsprecher auf SBC und AAC, während fortschrittlichere Codecs wie aptX oder LDAC fehlen.

Interessant ist die Doppelfunktion des USB-C-Anschlusses, der nicht nur zum Laden, sondern auch als Audioeingang dient. Eine separate analoge AUX-Buchse gibt es nicht.

Preis: Was kostet der Fender x Teufel Rockster Go 2?

Die Fender-Edition des Rockster Go 2 kostet aktuell direkt bei Teufel 110 Euro.

Fazit

Der Teufel Rockster Go 2 in der Fender-Edition ist ein gelungener Bluetooth-Lautsprecher, der soliden Klang mit robuster Bauweise und einem markanten Design verbindet. Die lange Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden und die IP67-Zertifizierung sprechen für ihn. Der ausgewogene Klang mit ansprechender Basswiedergabe überzeugt in den meisten Situationen, auch wenn bei maximaler Lautstärke Verzerrungen auftreten. Als Kritikpunkte sind das Fehlen einer begleitenden App für Equalizer-Einstellungen zu nennen.

Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, hängt letztlich vom persönlichen Geschmack und der Größe des eigenen Geldbeutels ab. Wer Wert auf das markante Aussehen legt, für den kann sich die Fender-Edition lohnen. Wer hingegen rein auf die Funktionalität und ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schaut, ist mit der Standardversion des Rockster Go 2 besser bedient.

Bluetooth-Lautsprecher Beats Pill (2024) im Test

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

VORTEILE

  • kräftiger Sound mit gutem Bass
  • 24 Stunden Laufzeit
  • wasser- und staubdicht (IP67)
  • schickes Design mit Schlaufe
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • kein Equalizer
  • AUX-Eingang fehlt
  • Tastenbedienung im Dunkeln schwierig
  • Höhen manchmal etwas scharf

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

Der Beats Pill feiert 2024 ein lautstarkes Comeback. Kann die Apple-Tochter mit ihrem 120-Euro-Speaker gegen etablierte Konkurrenten von JBL, Marshall, Bose und Sony bestehen? Wir haben die Musikpille getestet.

Design und Verarbeitung

Die Pillenform bleibt, alles andere wurde modernisiert. In den Farben Mattschwarz, Gold und Rot erhältlich, macht besonders unser rotes Testgerät eine auffällige Figur und gefällt uns richtig gut.

Die abnehmbare Schlaufe und die ergonomische Silikonunterseite machen den 680 Gramm schweren Speaker zum angenehmen Begleiter. Clever: Die 20-Grad-Aufwärtsneigung sorgt für bessere Klangprojektion auf flachen Oberflächen – der Sound landet im Ohr, nicht in der Tischplatte.

Mit IP67-Zertifizierung ist der Pill staubdicht und wasserfest. Strandbesuche oder Poolpartys sind also kein Problem – solange er nicht länger als 30 Minuten auf Tauchstation geht.

Wie gut klingt der Beats Pill (2024)?

Der Racetrack-Neodym-Woofer liefert überraschend kräftigen Sound aus dem kompakten Gehäuse. Der Frequenzbereich von 56,6 Hz bis 19,6 kHz ist für diese Größenklasse beachtlich.

Das Klangbild zeigt sich hell, mit sattem Bass und warmen Mitten. Bei manchen Tracks können die Höhen allerdings etwas zu scharf ausfallen.

Mit einer ordentlich hohen maximalen Lautstärke bei erstaunlich geringer Klangverzerrung beschallt der Pill problemlos mittelgroße Räume. Wer es noch lauter mag, kann zwei Pills im Stereo- oder Amplify-Modus koppeln. Ein Bassmonster, etwa für Hip-Hop-Partys, braucht man aber nicht zu erwarten.

Dank integriertem Mikrofon kann man mit der Pille auch telefonieren, auch wenn uns das Gegenüber nur mit etwas Hall versteht.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über vier Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus (mit Bluetooth-Pairing), eine Multifunktionstaste für Wiedergabe/Pause/Titel-Navigation und zwei Lautstärketasten. Im Dunkeln werden diese allerdings zum Tastratespiel – eine Beleuchtung fehlt.

Apple-typisch gibt es keine separate iOS-App – der Pill integriert sich in die Systemeinstellungen. Dort lassen sich der Name, Anrufsteuerung und Find-My-Funktion anpassen. Android-Nutzer bekommen eine eigene Beats-App mit ähnlichen Funktionen. Ein echter Wermutstropfen: Es fehlt ein einstellbarer Equalizer.

Akku

Mit 24 Stunden Laufzeit bei mittlerer Lautstärke hängt der Pill viele Konkurrenten ab. Eine Schnellladeoption liefert nach 10 Minuten Ladezeit bereits 2 Stunden Musik.

Praktisch: Der USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden, sondern kann auch als Powerbank für andere Geräte fungieren. Das beiliegende USB-C-Kabel muss allerdings ohne Netzadapter auskommen.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.3 sorgt für stabile Verbindungen. Der USB-C-Port unterstützt neben dem Laden auch verlustfreies Audio bis 48 kHz/24-Bit. Einen AUX-Eingang sucht man vergeblich.

Bei den Codecs beschränkt sich Beats auf SBC und AAC. aptX oder LDAC bleiben außen vor, was die meisten Nutzer aber kaum bemerken werden.

Preis: Was kostet der Beats Pill (2024)?

Mit einem Straßenpreis von aktuell 111 Euro positioniert sich der Pill im mittleren Preissegment.

Alternativen

Fazit

Der Beats Pill (2024) ist die gelungene Wiedergeburt eines Klassikers. Er vereint kraftvollen Sound, marathonfähigen Akku und robustes Design in einem schicken Paket. Die fehlenden Equalizer-Optionen und der vermisste AUX-Eingang sind kleine Bitterpillen in einer ansonsten runden Medizin. Wer eine Musikpille gegen akute Stille sucht und auf lange Akkulaufzeit Wert legt, ist hier bestens versorgt.

ZUSÄTZLICH GETESTET

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