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Speicherchip-Entwickler FMC arbeitet weiter auf Halbleiter-Fab bei Magdeburg hin


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Das 2016 in Dresden gegründete Unternehmen FMC entwickelt ferroelektrische Speicherchips. FMC konnte weitere 100 Millionen Euro Finanzierung einwerben und stellt zwei erfahrene Führungskräfte ein. Dr. Raj Jammy soll als Chief Technology Officer (CTO) die Entwicklung der FeRAM-Technik zu serienreifen Speicherchips namens DRAM+ und Cache+ vorantreiben.

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Norm Armour arbeitet als Chief Operating Officer (COO) unter anderem an den Plänen zum Bau einer FMC-Chipfabrik im Industriegebiet Sülzetal bei Magdeburg.

Bisher gibt es noch keine Speicherchips mit ferroelektrischen Zellen von FMC. Die nichtflüchtige und sowohl sparsame als auch schnelle FMC-Speichertechnik auf Basis von Hafniumoxid lässt sich bisher nur als Funktionsblock in andere Chips integrieren, also als eingebetteter Speicher (Embedded Memory). Dabei kooperiert FMC mit Globalfoundries.

FMC sieht aber auch einen Markt für FeRAM-Chips und hatte im Sommer 2025 Pläne für eine eigene Chipfabrik (Fab) im High-Tech Park Sachsen-Anhalt verkündet. Diese stehen aber unter dem Vorbehalt der Finanzierung. FMC bewirbt sich um Fördermittel, hat aber auch zahlreiche Investitionspartner wie Bosch, Merck M.Ventures und das belgische Forschungsinstitut Imec.

Die Teilfläche Sülzetal des High-Tech Park Sachsen-Anhalt grenzt unmittelbar an das vier Quadratkilometer (400 Hektar) große Gelände „Eulenberg“, das Intel für den mittlerweile abgesagten Bau von eigenen Chipfabriken gekauft hatte. Die Stadt Magdeburg erwägt einen Rückkauf dieser Fläche, berichtete der MDR im Dezember 2025.

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Die ferroelektrische Speichertechnik von FMC wurde unter anderem an der TU Dresden entwickelt. Wesentliche Ideen gehen auf das Nanoelectronic Materials Laboratory (Namlab) zurück, an dem die 2009 gescheiterte DRAM-Firma Qimonda beteiligt war.

Genaue technische Eckdaten der geplanten Speicherchiptypen verrät FMC bisher nicht öffentlich, etwa die genaue Größe der einzelnen Speicherzellen oder die Kapazität und Taktfrequenz respektive Datentransferrate der kommenden Bauelemente. Früher hatte FMC die eigene Speicherzelle auch als FeFET bezeichnet, also als ferroelektrischen Feldeffekttransistor.


FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid von Intel

FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid von Intel

FeRAM-Zelle mit Hafniumoxid, die Intel auf dem IEDM 2021 zeigte.

(Bild: Intel)

Ferroelektrische Speicherchips gibt es schon seit Jahrzehnten. Bisher konnten sich in den größten Absatzmärkten keine Alternativen zu DRAM und NAND-Flash etablieren. Einzelne DRAM-Chips fassen mittlerweile bis zu 32 Gigabit (4 GByte), NAND-Flash-Chips mit mehreren Hundert Lagen bis zu 2 Terabit (256 GByte). HBM4-Speicherstapel mit Tausenden Datenleitungen sollen Transferraten von mehr als 2 TByte/s erreichen.

2023 hatte das US-Unternehmen Micron auf der Fachkonferenz IEEE IEDM 2023 ein ferroelektrisches „NVDRAM“ mit 32 Gigabit beschrieben. Intel wiederum hatte auf dem IEDM 2021 eine FeRAM-Zelle präsentiert.

Mehrere Firmen arbeiten außerdem an unterschiedlichen ReRAM-Verfahren, darunter Weebit Nano. Die Firma Everspin liefert weiterhin MRAM, allerdings weiterhin mit maximal 32 Megabit vor allem für spezielle Anwendungen wie etwa Weltraum-Elektronik. 2002 hatten NEC und Toshiba noch erwartet, MRAM ab 2005 mit 256 Megabit liefern zu können.


(ciw)



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Marktforschung: YouTube löst Disney als weltgrößten Medienkonzern ab


YouTube löst laut einer Analyse von MoffettNathanson nun Disney als weltgrößten Medienkonzern ab, zumindest gemessen an dem jährlichen Umsatz. YouTube hat 2025 demnach einen geschätzten Jahresumsatz von 62 Milliarden US-Dollar verzeichnet, wie The Hollywood Reporter unter Berufung auf das Finanzforschungsunternehmen berichtet. The Walt Disney Company habe hingegen nur 60,9 Milliarden US-Dollar umgesetzt, die eigenen Parks und Resorts nicht eingerechnet.

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Über 40 Milliarden US-Dollar hat YouTube demnach allein durch Werbeeinnahmen generiert. Die restlichen Einnahmen seien auf die Dienste YouTube Premium, YouTube Music, YouTube TV und das Sportangebot NFL Sunday Ticket zurückzuführen, erklärt The Hollywood Reporter weiter. Wäre YouTube ein eigenes Unternehmen, hätte es jetzt einen Wert von 500 bis 560 Milliarden US-Dollar. Im vergangenen Jahr hätte MoffettNathanson YouTubes Wert noch auf 475 bis 550 Milliarden US-Dollar geschätzt.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte Alphabet – die Mutterfirma der Videoplattform – bekannt gegeben, dass YouTubes Jahresumsatz 2025 60 Milliarden US-Dollar überstiegen hätte, ohne jedoch eine genauere Zahl zu nennen.

Um den Umsatz durch Werbung weiter zu erhöhen, hatte Google seine Werbekundinnen und -kunden zudem kürzlich darüber informiert, dass in der YouTube-App auf Fernsehgeräten künftig 30-sekündige, nicht überspringbare Werbespots laufen sollen. In den USA wird YouTube auf keinem anderen Gerät so häufig konsumiert wie auf dem Fernseher.


(mho)



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Interview zu PV-Speichern: Effizienzfallen und Tücken beim Laden mit Netzstrom


Die Preise für Batteriemodule sinken, weshalb Eigenheimbesitzer zunehmend Heimspeicher mit Kapazitäten von 15 bis 20 Kilowattstunden (kWh) in Betracht ziehen. Gleichzeitig verändern regulatorische Rahmenbedingungen, wie das Solarspitzengesetz und die wachsende Verbreitung dynamischer Stromtarife, die Anforderungen an die Systeme. Es geht längst nicht mehr nur darum, überschüssigen Solarstrom für die Nacht zu speichern.

Vielmehr rückt die intelligente Be- und Entladung aus dem Stromnetz in den Fokus, um von Preisschwankungen zu profitieren. Doch dabei entscheiden technische Parameter wie Teillastwirkungsgrade, Stand-by-Verbrauch und Einschwingzeiten über die tatsächliche Wirtschaftlichkeit der Anlagen.

  • Sinkende Modulpreise machen große Heimspeicher ab 15 Kilowattstunden zunehmend interessant.
  • Das Beladen des Speichers mit günstigem Netzstrom über dynamische Tarife lohnt sich nur, wenn der Gesamtwirkungsgrad des Systems hoch genug ist, um die teuren Umwandlungsverluste auszugleichen.
  • Träge Reaktionszeiten bei Lastwechseln und ein hoher Stand-by-Verbrauch können die Wirtschaftlichkeit eines Heimspeichers drücken.
  • Die Datenblätter der Hersteller sind oft nicht vergleichbar, da der Maßstab für einheitliche Kennzahlen oft noch nicht eingehalten wird. Eine neue Datenblattnorm DIN VDE V 0510-200 könnte Abhilfe schaffen.
  • Geplante Neuregelungen der Bundesnetzagentur (MiSpeL) zur Speichernutzung könnten künftig die staatliche Förderung für eingespeisten Strom pauschal deckeln, was vor allem Betreiber großer Anlagen mit geringem Eigenverbrauch benachteiligt.

Dr.-Ing. Johannes Weniger, von der HTW-Berlin-Ausgründung Aquu, ist der Initiator der Stromspeicher-Analyse, die seit 2018 die Effizienz aktueller Speichersysteme analysiert. Im Interview erklärt er, worauf Käufer bei Heimspeichern achten müssen, ab wann sich das Laden aus dem Netz rechnen kann und warum AC-gekoppelte Systeme (mit eigenem Batteriewechselrichter) für bestimmte Einsatzzwecke wieder interessant werden.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Interview zu PV-Speichern: Effizienzfallen und Tücken beim Laden mit Netzstrom“.
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Zoom: Videokonferenzsoftware ermöglicht Angreifern Rechteausweitung


In der Videokonferenzsoftware Zoom wurden mehrere Sicherheitslücken entdeckt. Sie gelten zum Teil als kritisch und erlauben unter anderem Angreifern aus dem Netz, ihre Rechte auszuweiten. Updates stehen bereit.

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Eine Lücke betrifft die Mail-Funktion von Zoom Workplace für Windows, die aufgrund externer Kontrolle eines Dateinamens oder -pfads Angreifern aus dem Netz ohne vorherige Authentifizierung die Ausweitung ihrer Rechte ermöglicht (CVE-2026-30903, CVSS 9.6, Risiko „kritisch“). Unzureichendes Rechtemanagement in einigen Zoom-Clients für Windows ermöglicht angemeldeten Nutzern, ihre lokalen Zugriffsrechte auszuweiten (CVE-2026-30902, CVSS 7.8, Risiko „hoch“). Dasselbe kann aufgrund einer unzureichenden Prüfung auf eine Mindestversion in der Update-Funktion in Zoom-Clients für Windows passieren (CVE-2026-30900, CVSS 7.8, Risiko „hoch“).

Eine vierte Sicherheitslücke ermöglicht authentifizierten Angreifern mit lokalem Zugriff die Ausweitung der Rechte aufgrund unzureichender Überprüfung in Zoom Rooms für Windows im Kiosk-Modus (CVE-2026-30901, CVSS 7.0, Risiko „hoch“). Genauere Details zu den Schwachstellen nennt Zoom nicht.

Die sicherheitsrelevanten Fehler haben die Entwickler in den Versionen Zoom Workplace für Windows 6.6.11, Zoom Workplace VDI Client für Windows 6.4.17, 6.5.15 und 6.6.10, Zoom Meeting SDK for Windows 6.6.11 sowie Zoom Rooms für Windows 6.6.5 und neueren korrigiert. Die jüngsten Fassungen finden sich im Download-Portal auf der Zoom-Webseite. Aber auch der Aufruf von winget upgrade --all an der Eingabeaufforderung sollte die bereitstehenden Zoom-Updates (und weitere) in Windows finden, sie herunterladen und installieren.

Ende Januar mussten die Zoom-Entwickler Sicherheitslücken in den Zoom-Node-Servern schließen. Die hätten Angreifer als Ansatzpunkt für Schadcode-Angriffe missbrauchen können.


(dmk)



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