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Steam Machine: „Red Line of Death“ kein Hardware-, sondern ein BIOS-Thema


Steam Machine: „Red Line of Death“ kein Hardware-, sondern ein BIOS-Thema

Bild: Valve

Ein Reddit-Nutzer berichtete kürzlich von einer Steam Machine, die eine sogenannte „Red Line of Death“ als Hinweis auf einen GPU-Fehler anzeigte. Doch allein das Trennen des Wohnzimmer-PC vom Strom über Nacht ließ die PC-Konsole auferstehen. Valve hat sich inzwischen ebenfalls zu Wort gemeldet und empfiehlt einen CMOS-Reset.

Vor einigen Tagen tauchte der erste Bericht einer Steam Machine mit einem mutmaßlichen GPU-Fehler auf Reddit auf, was durch eine über eine rot pulsierende Linie über die vermeintlich rechte Hälfte der LED-Leiste angezeigt werden soll. Das Problem trat nach dem Spielen von No Man’s Sky für einige Minuten auf, gefolgt vom Einspielen eines nicht näher bezeichneten Updates, wahrscheinlich eines BIOS-Updates.

Kein Hardwarefehler trotz „Red Line of Death“?

Bereits in der Originalmeldung auf ComputerBase wiesen wir darauf hin, dass es sich hierbei um einen Anwenderbericht handelt, der zum Zeitpunkt der Artikelerstellung noch nicht offiziell von Valve bestätigt wurde. Aber jetzt hat sich der Reddit-User „me_hill“, der von der „Red Line of Death“ seiner Steam Machine berichtete, erneut zurückgemeldet: Er konnte das Problem lösen und die Steam Machine startet nun wieder ohne Einschränkungen. Dass er sich in der vergangenen Woche quasi überhastete zu Wort gemeldet hatte, tut ihm rückwirkend leid.

Eine Nacht stromlos half aus

Zuerst hatte der Nutzer nach dem Absenden seines Postings die Steam Machine zunächst für eine halbe Stunde vom Strom getrennt, was jedoch nicht zum Erfolg führte. Auch das Trennen vom Strom für mehrere Stunden sorgte nicht dafür, dass die „Red Line of Death“ verschwand. Doch als der Reddit-Nutzer seine Steam Machine erneut für eine Nacht vom Stromnetz trennte, startete die Steam Machine endlich wieder.

Das Bild der Steam Machine mit dem vermuteten GPU-Defekt.
Das Bild der Steam Machine mit dem vermuteten GPU-Defekt. (Bild: Reddit/me_hill)

Valve-Mitarbeiter mit offizieller Problemlösung

Auch ein Valve-Mitarbeiter hat sich inzwischen über den Reddit-Account „SteamHWFeedback“ zu der „Red Line of Death“ zurückgemeldet und gibt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Problemlösung an die Hand:

  • Zunächst muss die Steam Machine vom Stromnetz getrennt werden, woraufhin der Anschaltknopf auf der rechten unteren Seite an der Front mehrfach gedrückt werden muss. Anschließend muss das Stromkabel wieder angeschlossen werden.
  • Wenn die LED des Anschaltknopfes danach weiß-pulsierend leuchtet, soll laut dem Valve-Mitarbeiter ein Support-Ticket auf Steam dazu angelegt werden oder der Mitarbeiter direkt angeschrieben werden.
  • Anschließend muss der Anschaltknopf zunächst für ungefähr 6 Sekunden lang gedrückt und danach wieder losgelassen werden. Dabei sollte die LED des Power-Buttons kurz aufleuchten.
  • Nun gilt es, einen CMOS-Reset durchzuführen: Nach den zuvor durchgeführten Schritten sollte die LED des Anschaltknopfes mehrere Farben im Wechsel anzeigen. Sobald die LED in grüner Farbe leuchtet, muss der Power-Button kurz gedrückt werden.
  • Jetzt sollte die Steam Machine wieder statt der „Red Line of Death“ wieder regulär blau leuchten.
Fehler des Speichertrainings werden eigentlich durch eine rot-pulsierende Linie in der linken Hälfte der LED-Leiste angezeigt, GPU-Fehler hingegen durch eine Linie in der rechten Hälfte. Allerdings ist die Leuchtleiste in der Steam Machine „falsch herum“ eingebaut, sodass auch die Fehlercodes vertauscht sind (GPU-Fehler linke Hälfte, Speicherfehler rechte Hälfte).
Fehler des Speichertrainings werden eigentlich durch eine rot-pulsierende Linie in der linken Hälfte der LED-Leiste angezeigt, GPU-Fehler hingegen durch eine Linie in der rechten Hälfte. Allerdings ist die Leuchtleiste in der Steam Machine „falsch herum“ eingebaut, sodass auch die Fehlercodes vertauscht sind (GPU-Fehler linke Hälfte, Speicherfehler rechte Hälfte). (Bild: Valve)

LED-Leuchtleiste in Steam Machine falsch eingebaut

Der Valve-Mitarbeiter merkt an, dass die Leuchtleiste der Steam Machine fälschlicherweise um 180 Grad gedreht eingebaut wurde. Somit handelte es sich bei dem ersten Bericht der „Red Line of Death“ gar nicht um einen GPU-Fehler, sondern um einen Fehler des Speichertrainings. Dieser Fehler wird nämlich durch eine rot-pulsierende Linie in der linken Hälfte der LED-Leiste signalisiert.

Demnach scheint beim betroffenen Reddit-Nutzer „me_hill“ ein BIOS-Update nicht vollständig durchgelaufen zu sein, was wiederum einen Fehler des Speichertrainings zur Folge hatte. Wird jedoch ein CMOS-Reset durchgeführt, stößt dies ein erneutes Durchlaufen des Speichertrainings an, was den Fehler der „Red Line of Death“ behebt.



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Mova Lidax Ultra 1000 AWD Mähroboter im Test


Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, schwebendem, verschiebbarem Messerteller, Home-Assistant-Anbindung und Dreame-Technik bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD viel für weniger als die Konkurrenz. Es hakt aber noch nicht nur bei der automatischen Kartierung, weshalb der Mähroboter nicht für jeden die richtige Wahl ist.

Mit dem Mova Lidax Ultra 1000 AWD bekommt man einen hervorragend ausgestatteten Mähroboter ohne Begrenzungskabel oder RTK-Station für bis zu 1000 m² Rasenfläche mit Technik von Dreame zum günstigeren Preis. Mit zwei Kameras, Lidar-Navigation, zwei Messerscheiben mit 12 Messern auf einem auch seitlich beweglichen Teller für den Randschnitt, Allradantrieb und einem Akku mit 243 Wh Kapazität erscheinen selbst die im Handel aufgerufenen 1.399 Euro im Vergleich zur über 1.000 Euro teureren Konkurrenz von Dreame günstig.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Das Fazit vorneweg

Ausgelegt für rund 1.000 m² bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD eine Schnittbreite von 40 cm, um Flächen zügig fertigstellen zu können. An Ränder kommt der Rasenmähroboter bis auf rund 4 cm heran, da sich die gesamte Mäh-Aufhängung beim Kantenschnitt zur Seite bewegt und so den Abstand zum Rand verringert. Wie nah, hängt auch vom Verlauf der Kante ab. Mal sind es nur 3-4 cm, mal aber auch 6 cm oder mehr, wenn eine Kurve gefahren werden muss. Regelmäßige Nacharbeit an Rändern mit erhöhter Kante ist deshalb nötig. Auch die Höhenverstellung erfolgt beim Mova Lidax Ultra 1000 AWD nicht über einen Drehregler am Gerät, sondern lässt sich per App einstellen und wird über Motoren automatisch angepasst. Stellen, die der Mähroboter ausgespart hat, beispielsweise weil Pflanzen zu tief über dem Rasen hängen, kann man im manuellen Modus mit dem Smartphone als Controller und Display jederzeit selbst nacharbeiten.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD mit zwei Kameras und Lidar
Mova Lidax Ultra 1000 AWD mit zwei Kameras und Lidar

Die Kehrseite all dieser Technik und Funktionen ist zweifellos die Größe des Mova Lidax Ultra 1000 AWD. Zwar geht er mit Abmessungen von rund 74 × 53 × 32 cm und einem stattlichen Gewicht von rund 24 kg auf einem 1.000-m²-Grundstück immer noch problemlos unter, aber für kleinere Gärten oder Flächen mit vielen Hindernissen und vor allem für Engstellen ist er nicht optimal. Im Test konnte er ein schmales Rasenstück mit einer Breite von 75 cm weder passieren noch mähen. Bei der Einrichtung abgefahren, wird es vom Mähroboter anschließend aus der Karte entfernt und nicht mehr beachtet. Ein weiteres, auch nur knapp 60 cm breites Rasenteilstück, aus dem rückwärts wieder navigiert werden muss, lässt sich ebenso nur manuell mähen. Befinden sich viele Hindernisse auf dem Rasen, etwa Tischgruppen oder Bäume, wirkt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD ob seiner Größe etwas schwerfällig beim Umkurven. Um möglichst wenig nacharbeiten zu müssen, kann man aber die Abstände, die der Mähroboter zu diesen Objekten einhält, reduzieren.

Lidar des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Lidar des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Bedienelemente des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Bedienelemente des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Regensensor des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Regensensor des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Darüber hinaus fielen im Test immer wieder Stellen auf dem Rasen auf, die trotz des Abfahrens der Rasenfläche in geraden Reihen nicht perfekt gemäht und höher als der restliche Rasen waren. Hier hat der Mähroboter einfach ein paar Zentimeter Lücke zwischen den Bahnen gelassen und dies auch später nicht automatisch korrigiert. Etwas Abhilfe schafft das Aktivieren eines Kreuz- oder Schachbrettmusters anstelle gerader Bahnen.

Zwei Messerteller auf schwebend gelagertem Mähdeck
Zwei Messerteller auf schwebend gelagertem Mähdeck

Das schwimmende Mähdeck sorgt aber dafür, dass auch in Senken gemäht wird, in denen andere das Gras zu hoch stehen lassen und der Rasen auch bei Unebenheiten überall gleich lang geschnitten wird. Diese unabhängige Lagerung der Mähteller bieten gerade günstigere Modelle nicht. Auch die geringe Lautstärke des Mova Lidax Ultra 1000 AWD während des Mähvorgangs ist positiv zu verbuchen.

Aufhängung der Vorderräder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Aufhängung der Vorderräder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Zudem ist die automatische Erkennung und Anpassung des Rasenrands nach der initialen Kartierung verbesserungswürdig. Wird an einem Rand anfänglich beim Abfahren zu viel Platz gelassen, korrigiert der Mova Lidax Ultra 1000 AWD diese Lücke beispielsweise zu Rasenkantensteinen mit dahinter liegendem Beet nicht automatisch, sondern hält diesen Abstand auch zukünftig ein, so dass der Rand nicht optimal gemäht wird. Weiß man dies schon vor der Kartierung, kann man dies allerdings berücksichtigen und den Rand statt grob tatsächlich so genau wie möglich abfahren – andere Mähroboter passen die Karte in dieser Hinsicht jedoch besser automatisch an.

Breites LED-Licht an der Rückseite des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Breites LED-Licht an der Rückseite des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Grundfläche der Ladestation des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Grundfläche der Ladestation des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Ladedock des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Ladedock des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Darüber hinaus kann man beim Mova-Mäher derzeit nicht deaktivieren, dass er Pflanzen am Rand ignorieren und trotzdem den initialen Kantenschnitt vornehmen soll. So lässt er zu Rändern mit angrenzenden Pflanzen mehr Abstand als etwa die Modelle von Dreame und der Abstand zum Rand wird unter Umständen immer größer, wenn die Pflanzen wachsen. Über dem Rasen hereinragende Äste, die eigentlich unterfahren werden könnten, sorgen mitunter auch dafür, dass der Mova-Mäher den Rasen an dieser Stelle ignoriert. Auch wenn man bei der Kartierung bewusst über den Rasenrand hinaus etwa unter eine Hecke fährt, damit beim Mähen keine Kante stehen bleibt, wird dies vom Mäher anschließend ignoriert und es entsteht eine Rasenkante.

Messerteller des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Messerteller des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Und die vorderen Räder drehen sich bei Wendemanövern etwas zu wenig, was an engen Stellen, auf zu feuchtem Grund oder bei neu gesätem Rasen schnell dazu führt, dass Erde verschoben und Rasen herausgerissen wird. Das liegt auch an seinem hohen Eigengewicht, das er auf den Rasen bringt. Der eufy C15 (Test) führt beim Wenden ein deutlich besseres Manöver durch als der Mova Lidax Ultra 1000 AWD, das für ein besseres Ergebnis am Bahnende sorgt. Zudem lässt sich die Breite der gefahrenen Bahnen und somit eine Überlappung dieser nicht einstellen, etwa um einen schnelleren oder eben genaueren Schnitt zu erzielen. Für das vollständige Mähen von 300 m² benötigt der Mähroboter ungefähr 90 Minuten und verbraucht rund 30 Prozent seines Akkus. Allerdings ist die benötigte Zeit stark von der Form der Rasenfläche, der Anzahl der Hindernisse und der Steigung abhängig.

Die hinteren Räder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Die hinteren Räder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Die vorderen Räder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Die vorderen Räder des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Gleichzeitig merkt man, dass Mova über Firmware-Updates ständig versucht Verbesserungen umzusetzen. Allerdings macht der Mähroboter auch mit aktueller Firmware in der Ladestation weiterhin Geräusche, die man im Umfeld des Roboters hört. Hierfür scheint eine Radverriegelung verantwortlich zu sein, die dauerhaft die Räder blockiert, damit der Mäher nicht wegrutschen kann. Auch die Leistungsaufnahme in der Ladestation, trotz geladenem Akku, ist mit 15 bis 20 Watt sehr hoch. Trennt man sie vom Strom, verliert der Mäher über Nacht nahezu seine gesamte Akkuladung.

Einstellungen des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Doch bis man all diese Erkenntnisse gewonnen hat, ist etwas Einrichtung und Anpassung nötig, deshalb einen Schritt zurück auf Anfang.

Schnelle Ersteinrichtung mit manueller Kartierung

Tatsächlich nötiger Platz um Ladestation kleiner

Nachdem man den Mähroboter ausgepackt und die Basisstation an einem Ort mit WLAN-Empfang im Garten aufgestellt hat, soll man den Roboter zunächst laden. Mova nennt als Abstände um die Ladestation einen Meter nach rechts, links und hinten, also den Bereich, über den der Mähroboter in die Station fährt. Für die Ersteinrichtung ist dies sinnvoll, später kann man die Ladestation aber beispielsweise auch in eine Lücke mit seitlicher Begrenzung stellen, wenn der Mähroboter von hinten gerade hineinfahren kann, da er beim Herausfahren zunächst immer gerade aus der Station fährt. Für die Planung des Standorts ist diese Information durchaus relevant, da die genannten seitlichen Abstände in der Praxis keine Rolle spielen. Die Basisstation kann mit beiliegenden Erdankern fixiert werden. Eine Reinigungsbürste, die oben in die Ladestation eingesetzt wird, reinigt den Lidar-Sensor des Mähroboters. Eine komplette Abdeckung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD bietet die Ladestation aber nicht. Eine solche muss separat erworben werden, wenn man den Mähroboter besser gegen Sonne und Regen schützen möchte.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Quick Start Guide des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Quick Start Guide des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
In die Ladestation wird eine Bürste integriert
In die Ladestation wird eine Bürste integriert
Bürste für den Lidar-Sensor des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Bürste für den Lidar-Sensor des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Eingerichtet wird der Mova Lidax Ultra 1000 AWD über die Movahome-App, wofür man mit dem WLAN verbunden sein muss. Wurde der Mähroboter über die Bedienelemente an der Oberseite eingeschaltet, über die man ihn auch ohne App manuell steuern kann, kann man die Sprache einstellen, einen PIN-Code festlegen und sich mit ihm über Bluetooth verbinden, bevor er über die App mit dem WLAN verbunden wird. Auch das Teilen mit anderen Nutzern über die App ist später möglich.

Ersteinrichtung über das Display des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Karte manuell oder automatisch erstellen

Zunächst muss jedoch eine Karte der Rasenfläche oder Rasenflächen erstellt werden, falls es mehrere verbundene Zonen gibt. Hierfür sollte das Gras nicht höher als 12 cm sein, die Fläche keine Löcher aufweisen und von beweglichen Hindernissen befreit werden. Für die Kartenerstellung steuert man den Roboter über die App entlang des Randes der Mähfläche und läuft dabei hinter ihm her. Hierbei wird zunächst ein Startpunkt definiert, den der Mäher interessanterweise auch anschließend immer als Startpunkt für seine Mähaufgabe wählt. Bereiche, die schmaler als einen Meter sind, kann man in der App als Pfade festlegen. Sie werden dann vom Mähroboter durchfahren, zählen aber nicht zu der eigentlichen Mähfläche, etwa bei der Mährichtung.

Ersteinrichtung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Ersteinrichtung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Alternativ zur manuellen Kartenerstellung kann man auch die „Automatische Begrenzungserkennung“ wählen und den Mova-Mäher allein den Arbeitsbereich abstecken lassen. Hierfür sind aber eindeutige Rasenkanten und gutes Tageslicht nötig, da die Erfassung über die Frontkamera erfolgt und der Mähroboter versucht, Rasen von anderen Flächen zu unterscheiden. An Wegen und Randsteinen funktioniert das gut, bei Beeten weniger gut als es etwa der eufy C15 (Test) mit weniger aufwendiger Technik beherrscht. Bei weichen Übergängen driftete der Mova-Mäher ins Beet ab, während eufy hier klar Rasen und Beet unterscheiden konnte. Die automatische Kartierung führte im Testfall somit nicht zum Erfolg und es musste für eine klare Begrenzung der manuelle Modus genutzt werden. Versucht man den Automatik-Modus, muss man also ein Auge auf den Roboter haben, um ihn ggf. zu stoppen.

Karte lässt sich bearbeiten

Ist die Karte erstellt, kann sie in der App bearbeitet werden. So lassen sich auch Sperrzonen definieren, die vom Mähroboter ausgespart werden sollen. Auch das Hinzufügen weiterer Zonen und das Erstellen von Verbindungswegen etwa über Steinplatten ist möglich. Steht die Ladestation nicht direkt auf dem Rasen, lässt sich auch für sie ein Verbindungspfad erstellen. Die Ladestation muss also nicht zwingend direkt auf dem Rasen platziert werden, wenn in der Nähe ein besserer, frei zugänglicher Standort gegeben ist.

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD bewältigt Steigungen bis 80 Prozent, also rund 38,5 Grad und hält auch auf schräger Fläche gut seine Bahnen ein. Optimale Ergebnisse erzielt man laut Mova bis zu einer Steigung von 24 Grad. Hindernisse können bis zu einer Höhe von 6 cm überfahren werden. Im Alltag führt dies aber auch dazu, dass manche erhöhten Ecken von Steinen oder Holz bei einer Drehung gerne überfahren statt sauber umkurvt werden.

Bearbeiten der Karte

Eine zweite Karte erstellen

Neben dem Trennen einer Karte in verschiedene Zonen oder dem Verbinden von mehreren Zonen zu einer Karte kann auch eine zweite Karte erstellt werden. Dies ist für ist für Situationen gedacht, in denen der Roboter nicht autonom zwischen getrennten Rasenflächen hin- und herfahren kann oder mehrere Karten erforderlich sind, etwa weil die Rasenfläche für eine Karte zu groß ist. Auch mehrere Grundstücke lassen sich so theoretisch mit einem Mähroboter bearbeiten, wenn man ihn zwischen den Grundstücken hin und her trägt.

Für das Erstellen einer zweiten Karte ist es aber notwendig, entweder eine zweite Ladestation zu kaufen, oder aber die vorhandene Ladestation ebenfalls auf die zweite Rasenfläche zu stellen und dort anzuschließen. Für spätere Mähvorgänge ist ein Versetzen der Ladestation dann nicht mehr möglich, wobei es natürlich zu Fehlern kommt, wenn der Mähroboter die zweite Fläche nicht mit einer Akkuladung mähen kann. Trägt man ihn dann zur Ladestation, lädt ihn auf und trägt ihn wieder zurück auf die 2. Karte, kann er den Mähvorgang aber an der Stelle fortsetzen, an der er zuvor abgebrochen wurde. Die Optionen in der App gehen übrigens so weit, dass man selbst eine Ladezeit für den Mähroboter einstellen kann, während der er ausschließlich geladen werden soll.

Fernsteuerung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD per Smartphone
Fernsteuerung des Mova Lidax Ultra 1000 AWD per Smartphone

Generell lassen sich Mähvorgänge sowohl über die App als auch den Mähroboter selbst jederzeit stoppen bzw. pausieren. Drückt man die rote Stopptaste auf dem Mähroboter, kann er jedoch erst wieder gestartet werden, wenn man am Roboter seine PIN eingegeben hat. Das Fortsetzen des Mähvorgangs allein über die App ist dann nicht möglich.

Viele Optionen zur Anpassung des Mähverhaltens

Die Mova-App bietet darüber hinaus viele Optionen, um das Mähverhalten anzupassen. Neben der Mähhöhe zwischen 3 und 10 cm kann auch die Geschwindigkeit von rund 1.800 m² am Tag auf 2.600 m² am Tag erhöht werden. UltraTrim 2.0 ist die bereits genannte Option, dass der Mähroboter beim Mähen der Kanten enger an diese heranfährt und beim zweiten Durchgang den Messerscheiben an den Rand bewegt. „Sicheres Randmähen“ sorgt hingegen dafür, dass bewusst mehr Platz gelassen wird. Auch die Lidar-Hinderniserkennung lässt sich deaktivieren, damit der Mähroboter überwachsenes Gras mähen kann.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD mit zwei Kameras und Lidar
Mova Lidax Ultra 1000 AWD mit zwei Kameras und Lidar

Darüber hinaus lässt sich die Mährichtung individualisieren und die Höhe und der Abstand der Hindernisvermeidung in 5-cm-Abständen einstellen. All diese Optionen sind je eingerichteter Mähzone anpassbar, so dass man verschiedenen Bedürfnissen verschiedener Bereiche im Garten auch entsprechend Rechnung tragen kann. Die Möglichkeiten sind somit sowohl komfortabel als auch reichhaltig.

Natürlich lassen sich auch Zeitpläne für das Mähen erstellen, wobei automatisch zwei Zeitpläne für Frühling/Sommer und Herbst/Winter erstellt werden. Aber auch manuelle Zeitpläne oder der Verzicht auf diese sind möglich.

Einstellungen des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Einstellungen des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

Zudem muss nicht immer die gesamte Fläche gemäht werden, über die Mähmodi kann man in der App zwischen Gesamtfläche-Mähen, Zonenmähen, Randmähen, Punktuelles
Mähen und Manueller Modus wählen. Bei letzterem steuert man den Mova-Roboter per Smartphone wie beschrieben selbst.

Gesteuert über einen kleinen Kontaktsensor lässt sich zudem ein Regenschutz aktivieren. Wenn diese Funktion aktiviert ist, unterbricht der Roboter bei Regen automatisch den Mähvorgang und kehrt zur Ladestation zurück. In der App kann eingestellt werden, wie lang dieser Schutz bei Regen gelten soll, damit der Rasen auch nach dem Regen wieder abtrocknen kann. Neben dem Regenschutz hat Mova auch einen Frostschutz integriert, der verhindert, dass der Rasen bei unter 0 °C gemäht wird. Bei Frost wird aber ohnehin auch der Akku des Mähroboters nicht mehr geladen. Den Winter über sollte der Mähroboter in einem Innenraum mit geladenem Akku eingelagert werden.

Und wer es ganz ausgefallen mag, für den hat Mova Mähformen in die App integriert. So lassen sich individuelle oder vorgegebene Formen auswählen, die vom Mähen ausgeschlossen werden sollen, womit man Motive auf den Rasen zeichnen kann.

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD schneidet auf Wunsch auch Muster in den Rasen
Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD schneidet auf Wunsch auch Muster in den Rasen (Bild: Mova)

Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen

Neben den Optionen, die sich auf das eigentliche Mähen beziehen, bietet der Mova Lidax Ultra 1000 AWD aber auch noch einige Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen. Hierzu gehören Alarme beim Anheben oder Verlassen der Karte, die Anzeige des Standorts in Echtzeit auf Google Maps, Warnungen bei Anwesenheit von Personen als Alarmanlage etwa während der Urlaubszeit und eine Kindersicherung zur Verhinderung des unbeabsichtigten Betriebs. Die Diebstahlschutz- und Sicherheitsfunktionen können in der App unter dem Eintrag „Geräteseite“ konfiguriert werden.

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD fährt auf Wunsch auch Patrouille

Als TrueGuard bezeichnet Mova zudem Funktionen, mit denen man den Mähroboter als Wachhund auf Patrouille schicken kann. Dies geht über die Möglichkeit, jederzeit ein Echtzeitvideo abzurufen hinaus, denn man kann ihn so ganz gezielt zu bestimmten Orten navigieren lassen.

Home-Assistant-Integration

Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD lässt sich über die Integration dreame-mower für Home Assistant über HACS auch in dieses Smart-Home-System einbinden. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine offizielle Integration von Dreame bzw. Mova, sondern um eine Community-Integration. Diese funktioniert jedoch bislang sehr zuverlässig, wenn auch nicht rein lokal, sondern über die Cloud des Herstellers, dafür aber mit einer Kartenansicht und zahlreichen Optionen zur Steuerung des Mähroboters und Zugriff auf relevante Werte des Geräts. Auch über Home Assistant lässt sich das Mähen starten, pausieren und stoppen und der Mähroboter zum Laden in die Station schicken. Ob man sinnvolle Ereignisse anderer Smart-Home-Geräte hat, an die man einen Mähvorgang koppeln möchte, hängt von den individuellen Gegebenheiten ab – möglich ist dies über die Integration und Automationen jedoch per se.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD in Home Assistant

IP-Zertifizierung und AirTag-Fach

Dank IPX6 kann man die Unterseite des Mähroboters auch mit dem Gartenschlauch reinigen. Ein Hochdruckreiniger sollte dafür aber nicht verwendet werden. Auch die Ladekontakte am Roboter und der Ladestation sowie die Kameras sollte man regelmäßig mit einem Tuch säubern. Die Räder lassen sich bei Bedarf mit einer Bürste reinigen. Mova empfiehlt, die Messer alle 6 bis 8 Wochen zu tauschen. Die Lidar-Kappe sollte man deshalb aufheben und bei Reinigungsarbeiten an der Unterseite aufsetzen, damit die Fläche nicht zerkratzt.

Die Bedienelemente und das Farbdisplay schützt Mova mit einer Abdeckung zusätzlich vor Dreck. Auch an dieser Stelle zeigt sich die sehr gute Verarbeitung und die Wertigkeit, die dem Nutzer insgesamt vermittelt, für sein Geld auch einen entsprechenden Mehrwert erhalten zu haben.

Bedienelemente des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Bedienelemente des Mova Lidax Ultra 1000 AWD

An der Unterseite verfügt der Mähroboter auch über ein kleines Fach beispielsweise für einen AirTag. Allerdings dürfte dies neben den Schutzmaßnahmen, die der Mähroboter ohnehin schon bietet, von Dieben noch am einfachsten zu entdecken und der AirTag zu entfernen sein.

Technische Daten des Mova Lidax Ultra 1000 AWD
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Verbindungsstück des Netzteils
Verbindungsstück des Netzteils

Hindernisvermeidung

Eine effektive Hinderniserkennung ist für Mähroboter unerlässlich, um Tiere und Gegenstände im Garten zu schützen. Der Mova Lidax Ultra 1000 AWD erkennt Gegenstände laut Hersteller ab einer Größe von 2 × 2 cm. Im Test umfuhr er größere Objekte zuverlässig, die auf dem Rasen liegen gelassen wurde. Kleine Stoff-Kuscheltiere ebenso wie kleine und größere Bälle, Gartenschuhe, den Rasensprenger, die Beine des Gartentischs und der -stühle und nicht zuletzt Personen. Generell müssen Objekte aber eine gewisse Höhe erreichen, um erkannt zu werden. Eine flacher Frisbeering mit Loch in der Mitte wird beispielsweise einfach überfahren. Stellt man in der App die Erkennung auf „Hoch“, springt der Mova schneller an, aber dies reduziert auch die Mähgeschwindigkeit.

Zwei Messerteller auf schwebend gelagertem Mähdeck
Zwei Messerteller auf schwebend gelagertem Mähdeck

Denn er erkennt auch so häufig schon zahlreiche Hindernisse und Objekte, vor allem am Rand der Mähzone, die es dort gar nicht gibt. Etwas überrascht schaut man manchmal auf die Karte in der App, die dann übersät ist mit erkannten Hindernissen.

Manchmal erkennt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD zu viele Hindernisse, die es gar nicht gibt
Manchmal erkennt der Mova Lidax Ultra 1000 AWD zu viele Hindernisse, die es gar nicht gibt

Abschließende Beurteilung

Ergänzend zum Fazit zu Beginn des Tests lässt sich abschließend festhalten, dass der Mova Lidax Ultra 1000 AWD seine Stärken vor allem in größeren Gärten ohne viele Hindernisse, Übergänge und Engstellen ausspielen kann. In kleineren Gärten sind ihm wendigere und leichtere Modelle wie ein eufy C15 überlegen. In größeren Gärten mit Engstellen und Hindernissen bietet hingegen Dreame selbst mit seiner A-Serie derzeit noch überlegene Funktionen, da diese Modelle trotz gleicher Technik engere Stellen passieren können und schneller mähen. Gänzlich frei von Schwächen ist auch der Mova Lidax Ultra 1000 AWD trotz all seiner Technik und des Preises am Ende nämlich nicht, wie die ausführlichen Erläuterungen im Test darlegen.

Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation
Mova Lidax Ultra 1000 AWD in der Ladestation

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+12 Prozent: iPhone 18 Pro Max mit größerem Akku zeichnet sich ab


+12 Prozent: iPhone 18 Pro Max mit größerem Akku zeichnet sich ab

Apples nächste Smartphone-Generation kommt aller Voraussicht nach mit teils deutlich größeren Akkus auf den Markt. Das geht aus Einträgen einer chinesischen Zertifizierungsbehörde hervor. Insbesondere das iPhone 18 Pro Max soll mit knapp 12 Prozent Zuwachs eine Batterie mit merklich größerer elektrischer Ladung erhalten.

Akku im iPhone 18 Pro Max mit SIM-Karte wächst auf 5.391 mAh

Laut Einträgen bei einer chinesischen Zertifizierungsbehörde, aus denen ein Nutzer des Microblogging-Dienstes Weibo zitiert, wird für das iPhone 18 Pro Max, das erneut in Varianten ausschließlich mit eSIM sowie zusätzlich mit physischer SIM-Karte auf den Markt kommen soll, eine Batteriekapazität von 5.567 mAh respektive 5.391 mAh erwartet.

Gegenüber dem in Deutschland vertriebenen iPhone 17 Pro Max mit physischer SIM-Karte entsprechen 5.391 mAh einer Steigerung um 11,8 Prozent gegenüber dem iPhone 17 Pro Max (Test) mit 4.823 mAh. Das iPhone 17 Pro Max nur mit eSIM bietet mit 5.088 mAh bereits eine größere Batterie, im iPhone 18 Pro Max soll diese auf 5.567 mAh und somit um 9,4 Prozent steigen.

Laufzeiten dürften länger ausfallen

Die Maßnahme dürfte in längeren Laufzeiten resultieren, sofern sich die weiteren Parameter des Smartphones nicht grundlegend verändern. Derzeit wirbt Apple für das iPhone 17 Pro Max mit Laufzeiten von bis zu 37 Stunden für die lokale Video­wieder­gabe und bis zu 33 Stunden für die Streaming-Video­wieder­gabe. Bereits das sind jeweils 4 Stunden mehr als noch beim iPhone 16 Pro Max (Test). Beim iPhone 17 Pro sind es 31 Stunden und 28 Stunden.

eSIM-Modelle bieten noch größere Akkus

Auch das kleinere iPhone 18 Pro soll den Einträgen zufolge eine größere Batterie erhalten, im Direktvergleich fällt der Unterschied aber marginal aus. Das Modell mit physischer SIM-Karte kommt laut der Behörde auf 4.056 mAh und somit 1,7 Prozent mehr als beim iPhone 17 Pro mit 3.988 mAh. Für das eSIM-Modell soll die Kapazität von 4.252 mAh auf 4.288 mAh wachsen – das entspricht weniger als 1 Prozent. Zwischen eSIM- und SIM-Modell klafft je nach iPhone eine Lücke von 3,3 bis 6,6 Prozent.

Neue iPhones kommen wieder im September

Noch ist nicht bekannt, welche Varianten der neuen Smartphones auf welchen Märkten veröffentlicht werden. Deutschland hat bislang noch stets die Modelle mit einem SIM-Fach erhalten, während in den USA bereits mit dem iPhone 14 im September 2022 auf „eSIM only“ umgestellt wurde. In Hongkong und Festlandchina verkauft Apple die aktuellen iPhone-Modelle sogar noch mit der Option auf zwei physische SIM-Karten – ohne eSIM-Support.

Die Vorstellung von iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und dem ersten faltbaren iPhone von Apple wird dieses Jahr für den 8. oder 9. September. Die Vorbestellungen sollen am 10. September beginnen.



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Ubuntu Linux: ARM64 verlässt bei Canonical endgültig die zweite Reihe


Ubuntu Linux: ARM64 verlässt bei Canonical endgültig die zweite Reihe

Bild: Canonical

Ubuntu war auf ARM64 lange mit Einschränkungen verbunden. In einem aktuellen Rückblick zeigt Canonical nun, wie viele Lücken innerhalb eines Jahres geschlossen wurden. Ubuntu 26.04 LTS markiert dabei einen wichtigen Schritt hin zur Gleichbehandlung mit klassischen PC-Systemen.

ARM64 zieht in das Hauptarchiv um

Eine der wichtigsten Änderungen spielt sich für Nutzer weitgehend im Hintergrund ab. Mit Ubuntu 26.04 hat Canonical die ARM64 -Pakete aus einem bislang getrennten Softwarearchiv in das reguläre Ubuntu-Hauptarchiv verschoben. Dort liegen auch die Pakete für klassische PCs mit AMD- oder Intel-Prozessoren.

Für Nutzer soll das vor allem schnellere und zuverlässigere Downloads bedeuten, da ARM64-Pakete nun automatisch über die regulären Ubuntu-Spiegelserver verteilt werden. Canonical spricht davon, ARM64 nicht länger als sogenannte „Ports-Architektur“ zu behandeln. Die Umstellung ist für Ubuntu 26.04 abgeschlossen und soll auch auf Ubuntu 24.04 LTS nachgezogen werden.

Sicherheitsupdates jetzt auch ohne Neustart

Auch bei Sicherheitsupdates schließt ARM64 eine bisherige Lücke. Seit Ubuntu 26.04 LTS unterstützt Canonicals Livepatch-Dienst die ARM64-Architektur. Kritische Aktualisierungen für den Linux-Kernel können damit während des laufenden Betriebs eingespielt werden, ohne dass das System anschließend zwingend neu gestartet werden muss.

Die Funktion gab es für AMD64-Systeme bereits seit Jahren. Für ARM64 waren laut Canonical zunächst zusätzliche Arbeiten am Linux-Kernel, den Entwicklungswerkzeugen und der eigenen Infrastruktur notwendig.

Steam läuft inzwischen auch auf ARM64

Fortschritte gibt es zudem beim Spielen. Canonical bietet Steam seit Anfang Juni in einer stabilen ARM64-Version über das eigene Snap-System an. Bei einem Snap handelt es sich vereinfacht gesagt um ein von Canonical genutztes App-Paket, das eine Anwendung samt benötigter Bestandteile gebündelt bereitstellen kann.

Da der reguläre Steam-Client für Linux weiterhin für x86-Prozessoren ausgelegt ist, greift Canonicals Lösung auf die Übersetzungsschicht FEX zurück. Sie ermöglicht es, die eigentlich für klassische x86-PC-Prozessoren entwickelte Software auf ARM64-Hardware auszuführen. Unterstützt werden unter anderem Snapdragon-Notebooks und weitere ARM64-Systeme. Canonical weist allerdings ausdrücklich darauf hin, dass das Projekt nicht von Valve unterstützt wird.

Mehr Arm-Notebooks und weniger Softwarelücken

Auch bei Notebooks baut Ubuntu die Arm-Unterstützung aus. Snapdragon-X-Elite-Geräte können seit Ubuntu 25.10 mit aktiviertem Secure Boot starten. Ubuntu 26.04 LTS ist die erste LTS-Version mit dieser Unterstützung. Parallel arbeitet Canonical bereits an der nächsten Snapdragon-X2-Elite-Generation.

Mit dem CIX P1 nimmt das Unternehmen zudem eine weitere Arm-Plattform abseits von Qualcomm ins Visier. Gleichzeitig wächst das Softwareangebot. Anwendungen wie OnlyOffice und FreeCAD stehen inzwischen nativ für ARM64 bereit. Google hat darüber hinaus Chrome für Linux auf ARM64 angekündigt, wodurch künftig auch geschützte Streaming-Inhalte über Widevine ohne bisherige Umwege nutzbar werden sollen.

Ganz geschlossen ist die Lücke zu klassischen PC-Systemen noch nicht. Canonicals Rückblick zeigt jedoch, wie deutlich sich die Situation innerhalb eines Jahres verändert hat. ARM64 soll bei Ubuntu nicht länger als Sonderfall behandelt werden, sondern zunehmend den gleichen Stellenwert wie AMD64 erhalten.



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