Digital Business & Startups
Synera sammelt 35 Millionen ein – Connectome Health erhält 2 Millionen
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ Synera sammelt 35 Millionen ein +++ Connectome Health erhält 2 Millionen +++ Finanzspritze für Zell +++ IBB Ventures investiert Euro in Insellar +++ onyo übernimmt furnable +++

Im #DealMonitor für den 15. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Synera
+++ Der französische Wachstumsinvestor Revaia (ehemals Gaia Capital Partners), UVC Partners, ISAI Cap Ventures (Capgemini) sowie Altinvestoren wie Spark, BMW iVentures und Cherry Ventures investieren 35 Millionen Euro in Synera, früher als Elise bekannt. Das Bremer Unternehmen, 2018 von Moritz Maier, Sebastian Möller und Daniel Siegel als Spin-off des Alfred-Wegener-Instituts gegründet, entwickelt KI-Agenten zur Automatisierung industrieller Produktentwicklungsprozesse. Das frische Kapital soll in den „Ausbau der Produktentwicklung sowie die internationale Expansion“ fließen. Spark Capital, BMW i Ventures, Cherry Ventures, UVC Partners und Venture Stars investierten zuletzt 14,5 Millionen Euro in das Unternehmen. Über 60 Kunden in 15 Ländern – darunter BMW, Airbus, NASA, Volvo Trucks und Miele setzen derzeit auf Synera. Spark hielt zuletzt rund 20 % am Unternehmen. Mehr über Synera
Connectome Health
+++ Redstone, Concept Ventures, Octopus Ventures und Business Angels investieren 2 Millionen US-Dollar in Connectome Health. Das Startup aus Zürich, 2024 von Lucas Scherdel und Rufus Mitchell-Heggs gegründet, tritt an, um Gehirnveränderungen in Echtzeit zu verfolgen. „With context-enriched brain measurement to advance people, performance, and platforms“, teilt das Team mit. Mehr über Connectome Health
Zell
+++ Der italienische B2B-Investor P3Ventures SkyDeck Europe, Cariplo Factory, Lendlease, Mamba Ventures, Sognomatto und Business Angels investieren 500.000 Euro in Zell. Das Berliner Startup, von Moritz Beck und Alberto Garagnani gegründet, setzt auf „Performance Visibility Layer for Sales Teams“. Die Jungfirma verspricht dabei „volle Transparenz über die Performance von Vertrieb und Management – in realen Gesprächen, Coaching und Training“. „This round will help us keep building, grow the team, and expand across Europe and the US“, teilt das Team zum Investment mit. Mehr über Zell
Insellar
+++ Der Berliner Investor IBB Ventures investiert 400.000 Euro in Insellar. Das NeuroTech-Startup, 2025 vom Neurowissenschaftler Hamed Bahmani und der Ärztin Selina Greuel gegründet, entwickelt ein „Brain-Computer-Interface zur gezielten Modulation von Hirnaktivität, die an der Regulation von Stimmung und Stress beteiligt ist“. „Durch die Kombination aus biologischer Präzision und gezielter Neurostimulation verfolgt Insellar das Ziel, eine komplett neue therapeutische Kategorie in der Depressionsbehandlung zu etablieren“, heißt es zum Konzept. Mehr über Insellar
MERGERS & ACQUISITIONS
onyo – furnable
+++ Das 2021 gegründete Homeoffice-as-a-Service-Startup onyo übernimmt seinen Wettbewerber furnable , ein Ableger von designfunktion. „Mit dem Zusammenschluss bündeln die Partner zwei komplementäre Stärken: onyo bringt eine digitale Plattform, skalierbare Prozesse und eine hohe Servicequalität in der operativen Umsetzung ein“, heißt es in einer Presseaussendung. Zu den Investoren von onyo gehört unter anderem Angel Invest. Mehr über furnable
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): azrael74
Digital Business & Startups
KI-Startup sucht „Masturbationsberater“ – 100.000 Menschen bewerben sich
Mehr als 100.000 Menschen wollen diesen Job haben: Das KI-Startup Joi AI zahlt 1760 Euro für den Test einer neuen Erotik-Audiofunktion. Das Startup ist Anbieter von „KI-Beziehungen, die emotional, intellektuell und intim erfüllen“.
KI-Unternehmen benötigen Tester und Trainer, um ihre Produkte weiterzuentwickeln. Bei dem Startup Joi AI aus Zypern ist diese Arbeit allerdings nicht jugendfrei: Joi AI sucht aktuell zehn „Masturbationsberater“, die eine neue Audiofunktion für Erwachsene testen sollen. Einzige Voraussetzung: ein Mindestalter von 18 Jahren. Für die Teilnahme zahlt das Unternehmen 2000 US-Dollar (rund 1760 Euro).
Aufgabe: Tagebuch zur Erfahrung schreiben
Die Stelle sei tatsächlich echt, betont das Unternehmen. Die Studie werde gemeinsam mit der Personalabteilung durchgeführt. Gesucht werden Teilnehmende unterschiedlichen Alters, Geschlechts und mit verschiedenen sexuellen Orientierungen. Die ausgewählten Bewerber sollen vier Wochen täglich geführte Audio-Sitzungen absolvieren und jede Woche kurze Berichte über ihre Erfahrungen verfassen.
joi.ai
Schon über 100.000 Bewerbungen
Laut Julie Levin, Leiterin bei Joi AI, ist das Interesse enorm. Gegenüber uns sagte sie, das Unternehmen habe bereits mehr als 100.000 Bewerbungen erhalten. Als das Unternehmen die Stellenausschreibung in sozialen Netzwerken veröffentlichte, rechnete sie zwar mit Reaktionen, aber nicht mit einer solchen Resonanz.
„Was sollen wir mit 100.000 Bewerbungen machen?“, sagte Levin. „Eigentlich müsste ich sie Gewinner nennen, weil es so ein Wettbewerb geworden ist.“
Dieses Startup steckt dahinter
Joi AI, das sich 2025 von Eva AI in Joi AI umbenannte, beschreibt sich selbst als Anbieter von „KI-Beziehungen, die emotional, intellektuell und intim erfüllen“.
Das Angebot des Startups ist als Webanwendung verfügbar und nutzt ein münzbasiertes Bezahlmodell. Für 13,99 US-Dollar pro Monat (rund 12,30 Euro) erhalten Nutzer zunächst 1.000 Münzen. Nach Angaben von PitchBook hat Eva AI seit der Gründung im Jahr 2023 schätzungsweise 4 Millionen US-Dollar (rund 3,5 Millionen Euro) eingesammelt.
Levin wollte uns weder Investoren noch Umsätze oder konkrete Nutzerzahlen nennen. Sie erklärte jedoch, dass rund 70 Mitarbeiter an dem Produkt arbeiten und die Plattform mehrere Millionen Nutzer pro Monat verzeichnet.
Lest auch
Erotik-KI boomt
Der Markt für erotische KI-Angebote befindet sich derzeit im Wandel. Das Unternehmen xAI von Elon Musk ist bislang das einzige große KI-Labor, das diesen Markt aktiv bedient. Es veröffentlichte KI-Begleiterinnen in Dessous sowie einen „Spicy Mode“, der erwachsenen Nutzern freizügigere Interaktionen ermöglicht.
Auch OpenAI hatte zeitweise angekündigt, die Möglichkeiten seiner Systeme um erotische Inhalte zu erweitern. Medienberichten zufolge rückte das Unternehmen später jedoch wieder von diesen Plänen ab.
KI-Startup trifft einen Nerv
Wer sich für den Job bei Joi AI bewerben möchte, muss zunächst einen kurzen Fragebogen ausfüllen. Eine der Fragen lautet: „Was hoffst du über dich selbst zu lernen?“
„Wir erwarten, dass die Menschen etwas darüber lernen, wie Masturbation ihr Leben beeinflusst – im positiven oder negativen Sinne“, sagte Levin. „Wir wollten, dass sie darüber nachdenken.“
Zusätzlich veröffentlichte Joi AI online einen Aufruf, Bewerbungs-Screenshots zu teilen. Mehrere Nutzer veröffentlichten daraufhin ihre Antworten auf genau diese Frage. „Ich möchte Teil der Geschichte sein“, schrieb ein Kommentator. Ein anderer erklärte, er hoffe, aus einer „verborgenen Gewohnheit“ Geld verdienen zu können.
Lest auch
Bewerber sind zum Großteil Männer
Nachdem Levins E-Mail-Adresse öffentlich geteilt worden war, schickten zahlreiche Interessenten ihre Lebensläufe direkt an sie. Die meisten Bewerber seien Männer in ihren Zwanzigern und Dreißigern, sagte Levin.
„Ich glaube, das ist aktuell die begehrteste Stellenausschreibung überhaupt“, sagte Levin. „Man würde erwarten, dass so etwas bei OpenAI oder Google passiert. Tut es aber nicht.“
Digital Business & Startups
Wir haben über 2.000 Leute auf LinkedIn kontaktiert
Die Jungfirma Invertix aus München, 2025 von Joseph Perrotta und Kaan Durmaz gegründet, entwickelt „autonome KI-Mitarbeiter, die den Betrieb erneuerbarer Energieanlagen übernehmen“. Vireo Ventures, Italian Founders Fund und Business Angels investierten kürzlich 1,7 Millionen Euro in das Startup.
Im Interview mit deutsche-startups.de stellt Gründer Joseph Perrotta sein Unternehmen einem ganz ausführlich vor.
Wie würdest Du Invertix Deiner Großmutter erklären?
Oma, du kennst doch diese großen Solarparks und Windräder, die man heutzutage überall sieht? Jemand muss sich darum kümmern: prüfen, ob alles läuft, Berichte schreiben, Reparaturen organisieren. Das Problem ist, dass es einfach nicht genug Menschen für diese Arbeit gibt, weil die Branche schneller wächst, als man Leute einstellen kann. Deshalb bauen wir digitale Mitarbeiter, also künstliche Intelligenz, die diese Aufgaben übernimmt. Nicht das Klettern aufs Dach, sondern alles drumherum: Daten auswerten, Berichte schreiben, Alarme sortieren. Stell es dir wie einen neuen Kollegen vor, der nie schläft und nie krank wird. Solarparks und Windräder erzeugen riesige Datenmengen, aber niemand sitzt rund um die Uhr davor und überwacht, ob alles reibungslos läuft. Wir entwickeln eine Art digitalen Mitarbeiter, der die Anlagenbetreiber ständig unterstützt: Er erkennt, wenn ein Wechselrichter weniger Strom produziert als er sollte, erstellt automatisch Berichte für die Bank und sorgt dafür, dass kein Geld verloren geht. Kurz gesagt: ein KI-Kollege, der dafür sorgt, dass grüne Energie auch wirklich Geld verdient.
Wie genau funktioniert Euer Geschäftsmodell?
Wir verkaufen Arbeitsleistung. Jeder AI Worker hat eine Stellenbezeichnung, ein Aufgabenprofil und ein Gehalt: zwischen 2.000 und 4.000 Euro pro Monat. Ein menschlicher Analyst kostet ein Unternehmen vollständig gerechnet 5.000 bis 6.500 Euro. Wir sind also günstiger, arbeiten rund um die Uhr und skalieren sofort. Unser Modell ist „Land-and Expand“: Wir starten mit zwei bis drei digitalen Mitarbeitern in einem Jahresvertrag unter 50.000 Euro, zeigen den Mehrwert und wachsen dann auf 10 bis 20 Mitarbeiter pro Kunde, also 200.000 bis 400.000 Euro wiederkehrender Jahresumsatz. Kunden beginnen meist mit Alarm-Analyse, sehen, dass es funktioniert, und wollen danach auch Berichte, Ticketsysteme und Performance Analysen automatisieren. Wenn man einmal einen AI Worker eingestellt hat, fühlt sich der nächste Schritt ganz selbstverständlich an.
Wie ist die Idee zu Invertix entstanden?
Die ehrliche Antwort? Hartnäckige Neugier. Wir waren vom Energiesektor fasziniert und wollten verstehen, was die Menschen dort wirklich nachts wachhält. Also haben wir über 2.000 Leute auf LinkedIn und WhatsApp kontaktiert: Startups, CEOs, Asset Manager, komplett kalt. Wir wurden dafür sogar auf LinkedIn gesperrt. Aber in all diesen Gesprächen kam immer wieder dasselbe Problem auf. Wir haben uns als Team bei TUM.ai kennengelernt, Europas führender studentischer KI Initiative, und sind durch deren Startup-Inkubator E-Lab gegangen. Und was wir immer wieder gesehen haben, war Folgendes: Die Energiewende scheitert an einem überraschend banalen Engpass, es gibt nicht genug Menschen. Jeder Asset Manager, mit dem wir gesprochen haben, war überfordert mit Alarmen, Berichten und Excel-Tabellen. Die Branche wächst jährlich um 30 %, aber die Teams wachsen nicht mit. Also haben wir uns die naheliegende Frage gestellt: Was wäre, wenn wir statt besserer Dashboards einfach die Mitarbeiter selbst bauen?
Was waren die größten Herausforderungen, die Ihr bisher überwinden musstet?
Drei Dinge. Erstens: Datenzugang. Energieunternehmen betreiben kritische Infrastruktur und sind daher zurecht sehr vorsichtig mit ihren Daten. Die gute Nachricht: Sobald wir mit echten Kundendaten arbeiten, ist der Deal praktisch entschieden, unsere Conversion von Live-Demo zu unterschriebenem Vertrag liegt bei fast 100 %. Die schlechte Nachricht: Genau bis zu diesem Punkt zu kommen, ist der schwierigste Teil im Sales-Prozess. Zweitens: ein Budget schaffen, das es noch gar nicht gibt. Die meisten Energieunternehmen haben weder ein „KI-Budget“ noch ein klassisches Softwarebudget. Wir müssen sie überzeugen, ihr Personalbudget umzudenken, also statt einen weiteren Mitarbeiter einzustellen, einen AI Worker einzusetzen. Das ist kein einfacher Kostenpunktwechsel, sondern ein grundlegender Perspektivwechsel. Und der braucht Zeit. Drittens: große Unternehmen, die sagen: „Das bauen wir selbst.“ Klar, können sie. Aber das dauert zwei Jahre und kostet zehnmal so viel. Auf dem Papier haben wir die besseren Argumente, aber sie in einem Raum durchzusetzen, in dem der CTO sein eigenes Team schützen will, ist eine ganz andere Herausforderung.
Ihr konntet bereits Investorengelder einsammeln. Wie seid Ihr mit Euren Geldgebern in Kontakt gekommen?
Sehr organisch. Vireo Ventures, unser Lead-Investor, kam über das TUM-Ökosystem zu uns. Italian Founders Fundkam über persönliche Kontakte in Italien, wo wir ebenfalls stark operativ vertreten sind. Zusätzlich haben wir ein enges Angel-Netzwerk aufgebaut, Leute aus der Energiebranche, die nicht nur investieren, sondern aktiv Türen öffnen. Einige unserer besten Deals kommen heute über diese Kontakte zustande. Das war kein Zufall, sondern bewusst so gewählt: Wir wollten Investoren, die mehr mitbringen als nur Kapital, nämlich operativen Zugang zur Branche.
Wo steht Invertix in einem Jahr?
Wir werden über 20 zahlende Kunden haben, mit einem Jahresumsatz in Richtung 2 Millionen Euro, und in mindestens fünf europäischen Märkten aktiv sein: DACH, Italien, Benelux und Iberien. Unser Produkt wird von heute 6 auf über 10 Worker-Typen gewachsen sein. Der wichtigste Wandel: Unsere ersten Kunden werden von der Pilotphase in die Skalierung übergegangen sein, von zwei bis drei auf 10 bis 20 AI Worker. Das ist der Beweis, dass unser „Land-and Expand“-Modell wirklich funktioniert. Und sobald dieses Schwungrad in Gang kommt, beschleunigt sich alles deutlich.
Startup-Jobs: Auf der Suche nach einer neuen Herausforderung? In der unserer Jobbörse findet Ihr Stellenanzeigen von Startups und Unternehmen.
Foto (oben): Invertix
Digital Business & Startups
Die gefährlichste Illusion im KI-Boom: Große Finanzierungsrunden bedeuten nicht automatisch Erfolg

Hohe Millionen-Finanzierungen für KI-Startups sorgen für Aufruhr: Warum Gründer sich von diesen Mega-Runden nicht blenden lassen sollten.
Source link
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Künstliche Intelligenzvor 3 Monaten
Top 10: Der beste Luftgütesensor im Test – CO₂, Schadstoffe & Schimmel im Blick
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenMähroboter ohne Begrenzungsdraht für Gärten mit bis zu 300 m²
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonateniPhone Fold Leak: Apple spart sich wohl iPad‑Multitasking
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
JBL Bar 1300MK2 im Test: Soundbar mit Dolby Atmos, starkem Bass und Akku‑Rears
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenPetra‑AI: KI soll Frauen in der Perimenopause unterstützen
-
Social Mediavor 2 MonatenVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
