Apps & Mobile Entwicklung
Verkaufsverbot für Kopfhörer von Sennheiser und Apple
Erst wurde gewarnt, jetzt wird gehandelt. Kopfhörer vieler Hersteller, darunter auch von Sennheiser und Apple, werden nicht mehr verkauft. Der Grund ist erschreckend, aber nachvollziehbar. Noch kein Verkaufsverbot, aber eine Warnung gibt es auch zu Kopfhörern von Bose, JBL und Sony.
Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland rund 15 Millionen Kopfhörer verkauft. In-Ear, Over-Ear, On-Ear. Besonders gefragt: Modelle mit Noise Cancelling und ohne Kabel. Die beliebtesten Marken heißen Apple, Sony, JBL – aber auch Bose, Samsung, Sennheiser und Panasonic. Kopfhörer sind längst im Alltag angekommen. Im Schnitt tragen Nutzer sie zweieinhalb bis drei Stunden am Tag, auf dem Weg zur Arbeit, beim Arbeiten, danach beim Sport und im Bett beim Einschlafen. Musik, Podcasts, Meetings, Meeresrauschen – die Ohren haben kaum noch Feierabend. Und dann kommt die Wissenschaft und sagt: Es ist noch schlimmer als gedacht.
Kopfhörer vieler namhafter Hersteller haben ein Problem
Lange galt die Lautstärke als Hauptproblem. Zu laut, zu lange, Hörschaden. Das war wenigstens simpel. Jetzt wird es komplizierter, weil es nicht nur darum geht, was man hört, sondern womit man es hört. Forscher des Projekts ToxFree LIFE for All haben 81 Kopfhörermodelle untersucht. Von Amazon, von Onlineplattformen wie Shein und Temu, billig, teuer, alles dabei. Das Ergebnis ist eindeutig: In allen getesteten Geräten stecken gesundheitsschädliche Chemikalien. Auch bei den großen Namen, auch bei den teuren.
Die Stoffe heißen Bisphenol A, Bisphenol S, Phthalate, chlorierte Paraffine und Flammschutzmittel. Sie stecken im Kunststoff von Polstern und Gehäusen, genau dort, wo Haut stundenlang Kontakt mit dem Kopfhörer hat. Laut den Forschern können diese Stoffe in den Körper übergehen. Besonders effizient funktioniert das beim Sport, wenn Wärme, Schweiß und Reibung zusammenkommen.
→ Zurück zum Kabel: Warum ich den Bluetooth-Kopfhörern den Rücken kehre
Was diese Stoffe im Körper anrichten können, liest sich wie die Packungsbeilage eines giftigen Antibiotikums: Krebsverdacht, Störungen der neurologischen Entwicklung, ein Hormonsystem, das plötzlich improvisieren muss. Bisphenole wirken wie Östrogen. Das kann bei Männern zu unerwünschten Effekten führen, bei Mädchen zu verfrühter Pubertät und allgemein zu Fruchtbarkeitsproblemen. Besonders heikel ist das für Jugendliche und junge Erwachsene, deren Körper ohnehin im Umbau sind. Wer täglich mehrere Stunden Kopfhörer trägt, ist ebendiesen Risiken ausgesetzt.
Verkaufsverbot greift
Und jetzt reagiert der Markt, zumindest stellenweise. In den Niederlanden wurden erste Modelle aus dem Verkauf genommen, unter anderem bei der lokalen Tochter von MediaMarkt. Betroffen sind laut Berichten unter anderem die beliebten Sennheiser Momentum Wireless 4 und die Beats Solo Buds – ein Modell, der Marke von Apple.
- Razer Kraken V3
- HyperX Cloud III Gaming-Headset
- Enjoy Music M6pop Katzenohr-Kopfhörer
- Sennheiser Momentum Wireless 4
- Haylou S35 ANC Bluetooth-Kopfhörer
- Logitech G733 Lightspeed Wireless RGB Gaming-Headset
- Philips SHD8850
- Beats Solo Buds
- Fresh ‘n Rebel Clam Junior
- Hema Nijntje / Miffy
- Action / OTL Technologies Super Mario
→ Hört man wirklich den Unterschied? Die Wahrheit über teure Kopfhörer
Die gesamte Liste (PDF) der Kopfhörer, die mit giftigen Zusätzen im Lieferumfang kommen, zeigt: Es müssten noch viele Modelle mehr aus dem Verkehr gezogen werden. Etwa die Samsung Galaxy Buds3 Pro, der Verkaufsschlager Sony WF-1000XM5 oder die Bose QuietComfort Headphones. Ob der Verkaufsstopp in den Niederlanden nur der Anfang einer Verbotswelle ist, bleibt indes abzuwarten.
Apps & Mobile Entwicklung
Genaue Systemanforderungen: Subnautica 2 startet Mitte Mai auf starken Prozessoren
In rund zwei Wochen startet die Unterwasser-Survival-Sim Subnautica 2 endlich in den Early Access. Was es braucht um am Meeresboden zu überleben, verraten detaillierte Systemanforderungen mit vier Beispielkonfigurationen. In einem Bereich wird Rechenleistung benötigt.
Lange war die Unterwasser-Survival-Sim Subnautica 2 vor allem wegen Streitigkeiten zwischen Publisher Krafton und dem Studio Unknown Worlds in den Nachrichten, bei dem es um eine Verschiebung des Erscheinungstermins und die damit verknüpfte Zahlung oder eben Nicht-Zahlung von Boni ging. Nach gerichtlicher Klärung weitgehend im Sinne der Entwickler bei Unknown Worlds kann das Spiel nun in den Early Access starten. Schon am 14. Mai soll es in die Tiefe gehen.
Start im Early Access
In Subnautica 2 erkunden Spieler einen fremden Planeten unter Wasser, entweder alleine oder mit bis zu drei Freunden. Dazu errichten sie genretypisch einen Stützpunkt und entwickeln neue Werkzeuge, die immer weiter in die Tiefen des Meeres führen. Das Prinzip war im Vorgänger, der zu den Größen des Genres zählt, ein echter Hit.
Zunächst startet Subnautica 2 allerdings im Early Access, der laut den Entwicklern „etwa 2 bis 3 Jahren dauern“ wird. Im Laufe der Zeit soll das Spiel deutlich ausgebaut werden, unter anderem stellt Unknown Worlds neben den üblichen Optimierungen an Bedienung und Balancing weitere Biome, Lebewesen, Gegenstände, Funktionen und Erzählungen in Aussicht. Der Preis des Spiels ist noch unbekannt, soll aber am Ende mit Version 1.0 angehoben werden.
Systemanforderungen im Detail
Als untere Grenze werden sechs Rechenkerne und eine Einstiegs-GPU vom Schlage einer Radeon rX 5500 oder GeForce GTX 1660 benötigt. Dazu kommen lediglich sechs Gigabyte Arbeitsspeicher. Mengen gibt Unknown Worlds dabei sehr feinschrittig an, was der eskalierten Preissituation geschuldet sein wird. 1080p, niedrige Details und 30 Bilder pro Sekunde sind das Resultat.
Optimal sind hingegen acht Rechenkerne auf AMDs AM5-Sockel oder noch mehr Kerne in Intels i7-13700 mit acht oder zwölf Gigabyte RAM. Grafikseitig steigen die Anforderungen für mehr Details, höhere Bildraten und mehr Pixel noch vergleichsweise moderat auf maximal eine GeForce RTX 4070 oder Radeon RX 6900XT für 1440p, hohe Details und 60 FPS. Für Ultra-Einstellungen braucht es allerdings einen AMD Ryzen 9 7900X3D, AMDs 12-Kern-Gaming-Prozessor, oder einen Core i9-14900K. Dafür kann die GPU in der Leistungsklasse einer GeForce RTX 5070 Ti bleiben – oft genug wird dann eine RTX 4090 oder gar 5090 verlangt.
Apps & Mobile Entwicklung
Far Far West: Nächster Indie-Hit auf Steam ist ein flotter Koop-Western
Der jüngste Hit auf Steam ist Far Far West, ein Koop-Shooter im Wilden Westen. Dort lauern unter anderem Skelette, verfluchte Minen und ein Geisterzug, die das Alter Ego, ein Robo-Cowboy, mit Revolver und Magie bekämpft. Spieler finden das richtig gut.
Das Rougelike im Stil des Weird-Western-Genres stammt aus der Feder von nur acht Entwicklern und richtet sich an einen bis maximal vier Spieler, die von einem Saloon aus, der als zentraler Hub dient, in verschiedene Gebiete transportiert werden. Dort müssen ein kartenspezifisches Ziel erreicht und ein Boss besiegt werden. Neben- und Sammelaufgaben sorgen für Wiederspielwert und geben Möglichkeiten, Spielfigur und Saloon anzupassen. Verschiedene Schusswaffen, Perks und Magie erlauben es, seinen Spielstil zu modifizieren und zunehmend mächtiger zu werden. Ziel ist es, zum „ultimativen Kopfgeldjäger“ zu werden.
Wie spielt sich Far Far West?
Das spielt sich richtig, richtig gut, sagen mehr als 10.000 Bewertungen nur drei Tage nach Veröffentlichung, von denen 97 Prozent positiv ausfallen. Atmosphäre, Artdesign und Spielgefühl überzeugen, beschrieben wird das Spiel als Mischung aus Deep Rock Galactic und Helldivers 2 oder auch, wie GameSpot, als Helldivers 2 in doppelter Geschwindigkeit. Dass auch alleine gespielt werden kann, ist mehr eine theoretische Option, mindestens zu zweit sollte man sein, verraten Spieler, denn darauf sei das Spiel ausgelegt.
Gestartet ist Far Far West zunächst im Early Access. In den kommenden zwölf Monaten sollen Progression, Waffen, Gegner und weitere kosmetische Inhalte eingefügt werden. Auch am Balancing wollen die Entwickler arbeiten.
Preis und Systemanforderungen
Bis zum 5. Mai kann Far Far West für rund 18 statt 20 Euro auf auf Steam gekauft werden. Die Systemanforderungen fallen moderat aus. Empfohlen werden lediglich eine Sechskern-CPU, 16 Gigabyte RAM, SSD-Festplatte und eine alte Mittelklasse-Grafikkarte. Alles andere wäre bei der Grafik aber auch eine faustdicke Überraschung gewesen.
Apps & Mobile Entwicklung
007 First Light Preview-Analyse: James Bond schleicht und schießt vielversprechend

Passt die Hitman-Formel zu James Bond? Die Zeichen stehen bislang auf gute, auch massentaugliche Unterhaltung. Im Mittelpunkt steht aus mehreren Vorschau-Berichten die Erkenntnis, dass ein 007 eben kein Hitman ist, auch im Spieldesign. Spaß verspricht das trotzdem.
Gelenkte Freiheit
Gut drei Stunden und drei Missionen lang durfte das neue 007 First Light von verschiedenen Redaktionen angespielt werden. Beobachtet wurden klassische Stärken von IO Interactive. In größeren Arealen galt es, verdeckt Ziele zu erreichen, sich durchzuschleichen und duchzutricksen. Dazu standen verschiedene Wege zur Verfügung, wenn auch nicht in der gleichen Komplexität wie bei früheren Werken.
Eurogamer bezeichnet die Optionen und Wege als „einfach“, man finde ein „Einstiegs-Schleichspiel“ vor, das nicht sehr komplex sei und viele Fehler verzeihe, Kotaku das Sandbox-Design als „beeindruckend“, die PC Games spricht von einem „lebendigen Spielplatz“, der beeindruckend inszeniert wird.
Beides muss sich nicht ausschließen: Klar ist, dass das neue Hitman eine größere Zielgruppe ansprechen soll und in gewisser Weise muss. 007 ist eben nicht Agent 47, weder im Charakter noch in der Erzählung. Ein 007-Werk muss weiter gehen, ein 007 puzzelt nicht mit x-Versuchen an komplexen, getimten Abfolgen von Ereignissen herum. Deshalb gibt es laut den Berichten Hilfestellungen und deutlichere Hinweise.
Es gibt Action!
Was es auch gibt, ist Action in linearen Passagen, schließlich gehört auch sie zur Figur. Gewalt darf 007 aber nur ausüben, wenn jemand die Waffe zieht. Alles andere würde schwer zur Figur passen. Bei den als fordernd beschrieben Schießereien und linearen Passagen dazwischen erinnern die Beschreibungen an das Spielprinzip von Uncharted. Kotaku zieht den Vergleich sogar direkt: Wer die Serie kenne, dem komme vieles an First Light vertraut vor. Als schlecht wird das nicht bewertet. Nur Eurogamer mahnt an, dass die Schienen-Passagen für spektakuläre Action-Momente nicht überhand nehmen dürften.
Nur Qualität, keine Innovation
Einig sind sich die Redaktionen darin, dass 007 zumindest richtig gute Unterhaltung verspricht. Es habe Momentum, biete Spektakel und habe Flair. Es gehe zwar auf Nummer Sicher, urteilt Kotaku, habe aber ein Rezept für ein „großartiges 007-Spiel“ gefunden. PC Games wird nochmals deutlicher: First Light sei eine „geile Bond-Experience“ und „Bond-bastisch“. Vorbestellungen sind zwar nicht empfehlenswert, das Spiel im Auge zu behalten aber schon: Vielleicht wird 007 damit der erste echte Mega-Hit des Jahres.
-
Künstliche Intelligenzvor 2 Monaten
Top 10: Die beste kabellose Überwachungskamera im Test – Akku, WLAN, LTE & Solar
-
Social Mediavor 2 MonatenCommunity Management und Zielgruppen-Analyse: Die besten Insights aus Blog und Podcast
-
Social Mediavor 3 MonatenCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Künstliche Intelligenzvor 3 MonatenSmartphone‑Teleaufsätze im Praxistest: Was die Technik kann – und was nicht
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenIntel Nova Lake aus N2P-Fertigung: 8P+16E-Kerne samt 144 MB L3-Cache werden ~150 mm² groß
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenCommunity-Protest erfolgreich: Galera bleibt Open Source in MariaDB
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenBlade‑Battery 2.0 und Flash-Charger: BYD beschleunigt Laden weiter
-
Social Mediavor 1 MonatVon Kennzeichnung bis Plattformpflichten: Was die EU-Regeln für Influencer Marketing bedeuten – Katy Link im AllSocial Interview
