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Welches sind die zukünftig wichtigsten »Glückshebel« für Agenturen? › PAGE online


Kürzlich wurde der »Agency Happiness Report« veröffentlicht. Darin befinden sich Ergebnisse, die den Glücksscore in Agenturen beschreiben. Das haben wir uns genauer angeschaut, denn manche Aussagen wirken auf den ersten Blick überraschend.

Welches sind die zukünftig wichtigsten »Glückshebel« für Agenturen? › PAGE online
Tobias Hagenau

Meistens bin ich gerade (noch) ganz zufrieden im Job, aber manchmal steht die Frage nach dem Sinn im Raum. Und eigentlich mache ich mir Sorgen, was die (KI-)Zukunft so alles mit sich bringt. Sollte ich vielleicht kündigen, um mir eine Agentur zu suchen, die KI schon voll auf dem Schirm hat? So oder so ähnlich könnten im Moment die Gedanken einer in der Kreativbranche tätigen Person lauten.

PAGE hat Tobias Hagenau, Mitgründer/CEO von awork und Studieninitiator des Agency-Happiness-Reports, fünf Fragen zum Report gestellt.

Uns hat vor allem interessiert, warum Menschen in Führungspositionen laut Studie glücklicher sind, was der Glücksscore beschreibt und was »KI-Readiness« damit zu tun hat.

PAGE: Sind Menschen in Führungspositionen glücklicher? Wie erklären Sie die Unterschiede zwischen den Rollen Management vs. Beratung/Kreation?

Tobias Hagenau: Wir sehen in all unseren bisherigen Reports, dass Führungskräfte glücklicher sind als Nicht-Führungskräfte. Das hängt direkt damit zusammen, wie sich Arbeitsglück zusammensetzt. Einerseits bieten Führungspositionen einen größeren Gestaltungsspielraum. Selbstverwirklichung ist einer der zentralen Faktoren für Glück bei der Arbeit – und Führungskräfte können zu einem deutlich größeren Anteil eigene Ideen einbringen und umsetzen, Entscheidungen treffen und ihre Arbeit selbst gestalten. Das stärkt das Gefühl der Selbstverwirklichung und damit das Arbeitsglück. Andererseits spielt Sinnempfinden eine entscheidende Rolle. Dahinter steckt nicht der große Purpose, die Welt zu verändern, sondern das Wissen um die eigene Mission des Unternehmens und den eigenen Beitrag dazu. Führungskräfte sind viel näher am strategischen Kern: Sie kennen das Geschäftsmodell, die Ziele und den Business-Impact einzelner Projekte. Führungskräfte überschätzen zudem systematisch, wie sie grundlegende Zusammenhänge ihrer Firmen und Geschäftsmodelle (=Sinn) kommunizieren (können). Dieses Wissen kommt im operativen Alltag oft nicht klar genug an. Wer täglich Kampagnen produziert, erfährt selten, welchen Anteil die eigene Arbeit am Gesamterfolg der Agentur oder des Kunden hat. Genau das macht den Unterschied im Glücksempfinden.

PAGE: Der allgemeine Glücksscore ist zwar angestiegen, aber dennoch gibt es ein Sinnproblem. Warum?

Tobias Hagenau: Der Glücksscore steigt zwar an, aber die Zusammensetzung des Arbeitsglücks bleibt unverändert: Das Verhältnis der drei Faktoren Sinnempfinden, Selbstverwirklichung und Gemeinschaft ist dasselbe. Selbstverwirklichung und Gemeinschaft sind in Agenturen deutlich stärker ausgeprägt als das Sinnempfinden. In unseren branchenübergreifenden Erhebungen sehen wir dieses Muster nicht – dort sind alle drei Faktoren traditionell ähnlich stark ausgeprägt. Woran das liegen könnte: Agenturen sind sehr gut darin, Kommunikation für ihre Kund:innen zu gestalten und dort Sinn und Markenbotschaften einfließen zu lassen. Doch traditionell beschäftigen sie sich eher weniger damit, diese Zusammenhänge auch intern klar aufzustellen und vor allem klar zu kommunizieren. Hinzu kommt das Geschäftsmodell, in dem oft »Zeit gleich Geld« gilt. Deshalb fließt viel Zeit in Kundenarbeit und weniger in interne Arbeit, die das Sinnempfinden stärken würde: konsequente Feedback-Prozesse, Weiterbildung und klare Kommunikation über die Ziele und den Beitrag der Einzelnen dazu. Zusätzlich drücken die öffentlichen Diskussionen über den Sinn von Werbung und die Zukunft der Branche auf das Sinnempfinden. Umso wichtiger wäre es, intern aktiv dagegenzuhalten – den eigenen Beitrag, den eigenen Zweck sichtbar und spürbar zu machen.

PAGE: Der Kündigungswille ist hoch und die Zukunftssicht ist eher pessimistisch, dennoch ist der Glücksscore angestiegen. Was denken Sie warum?

Tobias Hagenau: Der Glücksscore steigt und das kann mehrere Gründe haben. Die Agenturwelt verändert sich: Hybride Arbeitsmodelle setzen sich durch, KI eröffnet neue Möglichkeiten, und es entstehen zunehmend Boutique-Beratungen und Next-Gen-Agenturmodelle, in denen der klassische Dauerdruck weniger ausgeprägt ist, Kundenbeziehungen eher Partnerschaften werden etc. Wichtig ist: Der Glücksscore misst, wie Menschen ihre aktuelle Arbeitssituation erleben. Er sagt zunächst nichts über die Zukunft aus. Man kann heute glücklich arbeiten und trotzdem pessimistisch auf die Branche blicken. Der pessimistische Zukunftsausblick ist wenig überraschend. Es wird aktuell viel öffentlich darüber diskutiert, inwiefern KI Agenturen ersetzen kann. Die Branche befindet sich, wie viele andere Branchen, in einer wirtschaftlich schwierigen Lage. Es fehlt an positiven Narrativen über die Zukunft der Agenturwelt. Dabei können Agenturen sich durchaus neu erfinden – aber sie sind wie viele Branchen gleichzeitig mit wirtschaftlichem Druck und KI-Disruption konfrontiert. Das schlägt sich auch im Kündigungswillen nieder: Ein Teil der Befragten denkt aufgrund dieser Unsicherheit ans Kündigen oder an den Wechsel auf Unternehmensseite – das geben 39 % an. Aber 36 % würden sich bewusst wieder für die Agenturseite entscheiden. Das zeigt: Kündigung ist in Agenturen nicht immer automatisch ein Frustsignal. Manchmal ist es der nächste Karriereschritt oder der Wunsch nach einer neuen kreativen Herausforderung oder einem anderen Agenturmodell. Fluktuation gehört ein Stück weit zur Branchendynamik und kann auch ein Entwicklungsmotor sein.

PAGE: Was hat KI-Readiness mit dem Glücksscore zu tun?

Tobias Hagenau: KI-Readiness ist noch kein feststehender Begriff – er muss zunächst definiert werden. In unserem Fall haben wir erhoben, ob Mitarbeitende ihre Agentur als strukturell und prozessual vorbereitet sehen, um KI sinnvoll in die eigene Arbeit einzubinden. Im Kern ist KI-Readiness ein Proxy für organisatorische Kompetenz. Es signalisiert: Dieses Unternehmen bleibt handlungsfähig. Und für die Menschen heißt das: Die eigene Agentur ist bereit für das, was kommt. Entwicklungen passieren nicht einfach, sondern das Unternehmen ist dafür gewappnet. Das schafft genau das, was in der Branche fehlt: eine positive Zukunftssicht und die Sicherheit, auch morgen noch in Strukturen zu arbeiten, die sich mit neuen Anforderungen auseinandersetzen. Es gibt auch Sicherheit für den eigenen Job, weil man in einem Umfeld arbeitet, in dem Fähigkeiten und Qualitäten gelernt werden, die auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft gefragt sein werden. Das hat einen großen Einfluss auf das Arbeitsglück, weil es direkt auf Glücksfaktoren wie Sinnempfinden und Selbstverwirklichung einzahlt.

PAGE: Welches sind die zukünftig wichtigsten »Glückshebel« für Agenturen?

Tobias Hagenau: Grundsätzlich zahlt alles auf Arbeitsglück ein, was einen der drei Glücksfaktoren Sinnempfinden, Selbstverwirklichung und Gemeinschaft stärkt. Für Agenturen stechen zwei Hebel besonders hervor.

Erstens: das Sinnempfinden stärken, den schwächsten Glücksfaktor in Agenturen und damit den mit dem größten Potenzial. Konkret heißt das: Aufgaben in den größeren Kontext einbetten, den Beitrag Einzelner zum Projekt- oder Unternehmenserfolg sichtbar machen, Feedback konsequenter zurückspielen und transparente Kommunikation über Mission, Unternehmensziele, Strategie und Erfolge.

Zweitens: die KI-Readiness stärken und sichtbar machen. Das bedeutet zum einen, Strukturen und Prozesse so aufzusetzen, dass KI sinnvoll eingebettet werden kann. Zum anderen aber auch, sich gegenüber den Mitarbeiter:innen klar zu positionieren: Wie wird KI die eigenen Prozesse, das Geschäftsmodell und die Rollen verändern? Das ist auch eine Mindset- und Kulturfrage – und sie muss transparent besprochen werden. Wer diese Fragen offen adressiert und die Agentur auf zukünftige Entwicklungen vorbereitet, gibt den Mitarbeiter:innen Sicherheit und Orientierung. Dem Thema KI kann sich ohnehin keine Agentur entziehen, umso besser, wenn man damit gleichzeitig etwas für das Arbeitsglück tut. Wer an diesen beiden Hebeln ansetzt, stärkt das Arbeitsglück und bekommt einen nachweislichen Performance-Effekt: mehr Motivation, stärkere Bindung ans Unternehmen und – für Agenturen besonders relevant – mehr Kreativität.

Danke. 



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Vow, so kann das Magazin einer Druckerei auch aussehen! › PAGE online


Vieles an der Schweizer Vögeli Druckerei ist bemerkenswert: Sie war die erste mit Cradle to Cradle Gold Zertifizierung – und dazu gibt sie das Vow Magazin heraus, das jedes Mal neu erfunden wird. Diesmal herrlich bold und mitreißend vom Studio Thom Pfister.

Vow, so kann das Magazin einer Druckerei auch aussehen! › PAGE online

Es war eine dieser Aufgaben, die ihnen besonders viel Spaß gemacht haben, heißt es vom Studio Thom Pfister aus Bern.

Die Gestaltung von Vow, dem Kundenmagazin der Schweizer Druckerei Vögeli, einem Familienunternehmen aus Langnau im Emmental, das in vierter Generation geführt wird – und ein ganz besonderes Augenmerk auf Umweltschutz hat. Und dabei sogar die erste Druckerei mit einer Cradle to Cradle Gold Zertifizierung ist.

Einmal jährlich erscheint Vow und zeigt, was für eine Wirkmacht Gedrucktes hat. Wie es Inhalte darstellen und Visuals präsentieren kann und mit Haptik arbeiten.

Gleichzeitig stellt die Druckerei darin auch ihre Kund:innen vor und zeigt, was für sie entstanden ist.

Zwei Fotos nebeneinander: links mädchen auf Couch von hinten mit Magazin in der Hand und aufgeschlagener Doppelseite mit Illustrationen von Scheren und Haar, rechts Magazinseite mit illustrierter Hand in Teufelspose in Waschbecken

Magazin mit Bestand

Alles das ist natürlich auf Papier gedruckt, in verschiedenen Formaten, mit unterschiedlichen Papieren, Veredelungen und Bindungen, weil das natürlich das Handwerk ist, das Vögeli beherrscht.

Aber es soll auch inhaltlich nachhaltig sein, mit Geschichten, die langlebig sind und mit Bildern, die Bestand haben. Damit es weitergereicht werden kann oder auch im Café oder im Zug liegengelassen, damit der nächste es lesen und anschauen kann.

Gleichzeitig ist Vow für Vögeli ein Experimentierfeld für neue Ideen  – und davon brachte das Studio Thom Pfister viele ein, wie man sehen kann.

Mädchen, Kopf sieht man nicht, hält Magazin mit stilisiert illustrierten Augen in Grün vors Gesicht

Leuchtend und großflächig

Entstanden ist die aktuelle Ausgabe in enger Zusammenarbeit zwischen den Kreativen und der Druckerei.

»Früher war digital die Innovation und analog der Standard. Heute ist digital der Standard – und analog ein Statement«, heißt es von Renato Vögeli aus der Geschäftsleitung.

Das Studio Thom Pfister hat das zum Anlass für eine Gestaltung genommen, die so farbenfroh wie bold ist.

Und hat die eigene Arbeit dabei als Dialog zwischen Gestaltung und Drucktechnik verstanden.

Es ist umwerfend, wie kräftig die Farben sind, und wie sie großflächige Illustrationen zum Leuchten bringen und immer wieder sieht man Gesichter, stilisiert und abstrahiert.

Doppelseite aus den Vow Magazin: links illustrierter Männerkopf mit gelben Haaren und scharfen Zähnen, recht Frauengesicht mot gelbem Schleier und leicht geöffneten Lippen

Sehen – und spüren

Manchmal reichen nur ein paar kräftige Striche, dann wieder wirken die Umrisse eines Gesichts wie dreidimensional. Und das Cover zeigt, auf rauem, matten Papier, ein Gesicht, das zwischen einem Ei und einem Vogelkopf changiert und durch die Zacken, aus denen die Umrisse bestehen, wie in Bewegung scheint.

Seitenfüllende illustrierte Augen leuchten grün und Fotografien begleiten Texte und inszenieren die Drucksachen und Packagings, die für Kund:innen entstanden sind, arrangieren sie auf Hanteln oder paaren sie mit geheimnisvollen Szenerien.

Dass gute Drucksachen immer das Ergebnis von Erfahrung, von technischer Präzision und dem Gespür für Material, Farbe und Wirkung sind, wie die Kreativen sagen, zeigen sie auf vielfältige Weise.

Dabei geht es nicht darum, Geschichten zu erzählen, sondern zu sehen. Genau hinzuschauen und sich überraschen zu lassen, zum Nachdenken angeregt und zu spüren, wie es vom Studio Thom Pfister heißt.

Auf der Website der Vögeli Druckerei kann Vow bestellt werden.

Doppelseite aus dem Magazin Vow: links Text eines Artikels, rechts türkisfarbene Hanten mit Nusspackung Hirnpower darauf abgestellt Doppelseite aus dem Magazin Vow: links auf knallgelbem Hintergrund und in schwarzer Schrift ein Magazinartikel, rechts violettfarbener Hintergrund mit gestapelten Heften in Schwarz und Weiß Geteiltes Foto: Links Hocker mit Stapel des Vow Magazins darauf, rechts Mädchen, das sich Magazin mit Illustration von großer blauer Hand, die Teufelszeichen macht, vors Gesicht hält Mädchen, die Seite aus Vow Magazin mit illustriertem Gesicht in Hellblau und Rot vor ihr eigenes Gesicht hält. Drumherum ihre langen Haare  Doppelseite aus den Vow Magazin: links Kopf in stilisiertem Vow Schriftzug in Weiß und Braun, der wie Farbe über Kopf rinnt, rechts Vow Schriftzug in knallrot auf Weiß Mädchen liegt mit Vow Magazin auf Couch, stilisiertes Männerstrich-Gesicht in Orange und mit gelber Nase, vor ihrem eigenen Gesicht

 



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Neuer Bildgenerator Muse Image von Meta sorgt für Diskussion › PAGE online


Das Tool liefert hochwertigen Bild-Output, aber was ist mit Kennzeichnung, Bildrechten, Transparenz und Datenschutz? Diese Punkte wurden in jedem Fall erstmal nicht beachtet.

Neuer Bildgenerator Muse Image von Meta sorgt für Diskussion › PAGE online
Brain icons created by Freepik – Flaticon

Um die Plattform Meta war es hinsichtlich Bild-AI in den letzten Monaten eher ruhig geworden. Andere Anbieter preschten mit neuesten Bildgeneratoren vor. Dazu zählen Midjourney für ästhetisch hochwertige Bilder sowie ChatGPT/DALL-E, letzteres ist aufgrund der einfachen Bedienung sehr beliebt. Ebenso von Kreativen viel genutzte Tools sind Stable Diffusion und Adobe Firefly. Jetzt hat Meta nachgelegt und einen neuen Bildgenerator gelauncht: Muse Image kommt aus den Meta Superintelligence Labs. Und es gab umgehend eine Debatte zum Thema Datenschutz und Kennzeichnungspflicht.

Was kann Muse Image?

Die neue Funktion ist direkt in WhatsApp, Instagram und auf meta.ai integriert. Man kann dem Tool mehrere Referenzbilder gleichzeitig übergeben. Und der Generator ist dazu in der Lage, Personen bestimmte Objekte und Hintergründe aus verschiedenen Bildern zu extrahieren und in einer neuen Komposition zusammenzufügen. Das macht das Prototyping von Bildserien oder Moodboards sehr präzise.

Außerdem: Anstatt nur ein Bild neu zu generieren, lassen sich Bildbereiche markieren (Scribble/Markup) und feine Änderungen vornehmen. Eine weitere Sache sind Schriften und Texte, denn angeblich lassen sich hiermit fehlerfreie, lesbare Texte in Grafiken, Flyer etc. einbauen – ohne den sogenannten Buchstabensalat, den KI manchmal ausspuckt.

Bislang ist Muse Image kostenfrei in der Meta App nutzbar, aber es gibt ein großes Manko.

Viele User stoßen sich daran, dass Meta an dieser Stelle fleißig öffentliche Fotos von Instagram-Profilen als Grundlage für neue KI-Bilder nutzt, ohne dass man dem zugestimmt hat. In Sachen Urheberrecht und Datenschutz ein No-go.

Das Datenschutz-Problem und wie man die Funktion ausstellt

Muse Image verfügt also über die Funktion, mit der Nutzer:innen öffentliche Instagram-Bilder als Referenz in Prompts ziehen können. Aber wenn man als Creator, Kreative:r oder normaler User nicht möchte, dass Fremde die eigenen öffentlichen Bilder mit KI remixen, kann man diese Funktion in den Instagram-Privatsphäre-Einstellungen explizit per Opt-out deaktivieren. Allerdings ist dies so voreingestellt, dass man aktiv das Opt-out geben muss.

Berechtigterweise wird darüber gerade viel diskutiert. Viele kritisieren das Vorgehen auf Social Media, weil Transparenz hier nicht berücksichtigt wurde.

Es stellt sich zudem die Frage der Kennzeichnung. Denn sobald der Bild-Output immer hochwertiger wird, kann kaum jemand mehr den Unterschied zwischen KI-generiert und Originalen erkennen. Und bei wem dann die Bildrechte liegen, ist dann irgendwann auch nicht mehr nachvollziehbar.

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Federação Portuguesa de Futebol Logo präsentiert sich mit neuem Logo – Design Tagebuch


Die Federação Portuguesa de Futebol (FPF) hat sich während der FIFA-Fußballweltmeisterschaft ein neues Verbandslogo zugelegt. Die Umstellung erfolgte am Vorabend der WM-Achtelfinale-Partie zwischen Portugal und Kroatien.

Die Federação Portuguesa de Futebol (FPF), gegründet am 31. März 1914 in Lissabon zunächst als União Portuguesa de Futebol, ist der Dachverband des portugiesischen Fußballs. 1923 trat sie der FIFA und 1954 der UEFA bei. Die FPF organisiert die Nationalmannschaften sowie nationale Wettbewerbe wie den Pokal und die Amateurligen.

Seit dem 1. Juli 2026 präsentiert sich die Federação Portuguesa de Futebol auf ihrer Website (fpf.pt) mit einem neuen Verbandslogo. Künftig nutzt der Verband als visuellen Absender anstelle des Christusritter-Kreuzes eine schlichter gehaltene, kombinierte Wortbildmarke.

Federação Portuguesa de Futebol Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Federação Portuguesa de Futebol, Bildmontage: dt
Federação Portuguesa de Futebol Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Federação Portuguesa de Futebol, Bildmontage: dt

Die in Weiß gehaltene Bildmarke zeigt eine kreisrunde, globusartige Linienstruktur mit einem minimalistischen Wappenschild im Zentrum auf dunkelblauem Grund. Oberhalb und unterhalb des Schildes dargestellt sind als vertikale Streifen die Nationalfarben Portugals, Grün und Rot. Der Name des Verbandes ist rechtsseitig platziert, gesetzt in Versalien in einer serifenlosen Schrift in drei Zeilen.

Im Umfeld von Social Media sorgte der Wechsel für Negativkritik, da fälschlich angenommenen wurde, die Umstellung betreffe auch die portugiesischen Fußballnationalmannschaften. Viele User interpretierten die Entfernung des Christusritter-Kreuzes, ein zentrales Element des Nationalmannschaftswappens, als Angriff auf die nationale Identität. Allerdings dient das neue Logo einzig als Absender des Dachverbands auf institutioneller Ebene, wie die FPF infolge der Kritik noch am Abend der Umstellung richtiggestellt hat. Ohnehin ist auch im neuen Logo eine Kreuzdarstellung enthalten. Die portugiesischen Fußballnationalmannschaften nutzen demzufolge weiterhin das Logo mit Christusritter-Kreuz.

Der spanische Fußballdachverband RFEF hatte einen solchen Logowechsel bereits im April 2021 vollzogen (dt berichtete), der mexikanische Verband im Dezember 2021 (dt berichtete) und der DFB im November 2025 (dt berichtete).

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