Künstliche Intelligenz
Widerrechtliche Subventionen? Brüssel prüft Übernahme von MediaMarktSaturn
Die Europäische Kommission hat eine eingehende Untersuchung zur Übernahme der Muttergesellschaft von Media Markt und Saturn durch den chinesischen Konzern JD.com eingeleitet. Die Vorprüfung habe ergeben, dass „JD.com möglicherweise drittstaatliche Subventionen erhalten hat, die den EU-Binnenmarkt verzerren“, teilte die Kommission am Donnerstag mit. Das könnten Steueranreize, günstige Finanzierungen und Zuschüsse durch Akteure sein, „die möglicherweise der Volksrepublik China zuzurechnen“ seien. Die Kommission äußerte Bedenken, dass diese mutmaßlichen Subventionen dem chinesischen Konzern bei den Übernahmeverhandlungen wettbewerbsverzerrende Vorteile verschafft haben könnten.
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90 Tage Zeit für die Prüfung
Die Kommission hat jetzt 90 Tage Zeit für die Untersuchung, ob es JD.com wegen mutmaßlicher Subventionen einen überhöhtes Gebot für Ceconomy abgeben konnte. Es werde darüber hinaus geprüft, ob die geplante Übernahme negative Auswirkungen auf den europäischen Binnenmarkt haben könnte, heißt es in der Mitteilung der Kommission.
Grundlage der Ermittlungen ist eine Verordnung über drittstaatliche Subventionen, die seit dem 12. Juli 2023 gilt. Die erlaubt Brüssel, gegen Verzerrungen des Wettbewerbs vorzugehen, die durch Subventionen verursacht werden. Bis zum 2. Oktober kann die Kommission nun Vorgaben für die Übernahme machen, um eine Wettbewerbsverfälschung zu beseitigen, die Übernahme untersagen oder aber keine Einwände erheben.
JD.com hat den Schritt offenbar erwartet: „Wir sehen eine vertiefte Prüfung als einen üblichen Verfahrensschritt für eine Transaktion dieser Größe an“, teilte das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur dpa mit. Im Zusammenhang mit der Transaktion habe der Konzern keine staatlichen Subventionen erhalten, die zu einer Wettbewerbsverzerrung in der EU führen könnten. JD.com stehe in engem und konstruktivem Austausch mit der Europäischen Kommission.
Noch keine Entscheidung des Kartellamts
JD.com hatte das Übernahmeangebot vorigen Sommer abgegeben und sich später die Mehrheit der Ceconomy-Aktien gesichert. Frankreich und Italien haben laut Ceconomy grünes Licht für die Übernahme gegeben. Die Entscheidungen aus Deutschland, Spanien und Österreich stehen noch aus.
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MediaMarktSaturn ist Europas größter Elektronik-Fachhändler, in elf Staaten gibt es insgesamt mehr als 1000 Filialen. Der Onlineshop landet in Deutschland hinter Amazon, Otto und Zalando auf dem vierten Rang. Saturn geht auf den 1961 in Köln eröffneten Saturn-Hansa-Markt zurück, Media Markt auf einen 1979 in München eröffneten MediaMarkt. Es folgten mehrere Eigentümerwechsel, in der heutigen Form besteht der Konzern seit 2017, seit Juni 2022 gehört Media-Saturn vollständig zu Ceconomy. JD.com wiederum ist Chinas größter Handelskonzern. Der Konzern hat erst im März angekündigt, seinen Onlineshop Joybuy nach Deutschland, Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Luxemburg bringen zu wollen.
(mho)
Künstliche Intelligenz
Xiaomi 17T & Pro: Leica-Kamera, große Akkus, zwei Größen
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Xiaomi hat die neue Smartphone-Serie Xiaomi 17T vorgestellt. Sie besteht aus dem Xiaomi 17T und dem Xiaomi 17T Pro, die beide mit Leica-Kameras, großen Akkus und AMOLED-Displays mit TÜV-zertifiziertem Augenschutz ausgestattet sind. Neu ist, dass Xiaomi die Modelle erstmals in zwei unterschiedlichen Größen anbietet.
Sowohl das Xiaomi 17T als auch das 17T Pro besitzen ein Triple-Kamerasystem mit Leica-Optik. Die Hauptkamera löst jeweils mit 50 Megapixeln auf, beim Pro-Modell kommt allerdings ein größerer 1/1,31-Zoll-Sensor zum Einsatz, während das Standardmodell einen 1/1,55-Zoll-Sensor nutzt.
In beiden Geräten steckt erstmals eine Leica-Telekamera mit fünffachem optischem Zoom. Sie löst ebenfalls mit 50 Megapixeln auf, hat optische Bildstabilisierung und unterstützt Makroaufnahmen aus 30 Zentimetern Entfernung. Xiaomi bewirbt außerdem einen bis zu 120-fachen KI-Zoom, der ist allerdings rein digital.

Xiaomi 17T Pro Kamera
(Bild: Xiaomi)
Das Xiaomi 17T Pro unterstützt Videoaufnahmen bis 8K mit 30 Bildern pro Sekunde sowie 4K mit bis zu 120 fps. Zudem bietet Xiaomi erstmals in der eigenen Smartphone-Serie einen „Cinematic“-Modus mit 4K-Video bei 60 fps und natürlichem Bokeh-Effekt. Beide Modelle unterstützen HDR10+- und Log-Aufnahmen.
Neu ist die Funktion „Leica Live Moment“. Dabei zeichnet die Kamera zusätzlich Bewegung unmittelbar vor der Aufnahme auf, ähnlich wie Apples Live Photos. Die Funktion arbeitet laut Xiaomi mit allen Brennweiten der Rückkamera und auch im Porträtmodus. Beim Pro-Modell kommt zusätzlich „Live Cinematography“ mit Ultra-HD-Aufnahmen und stufenlosen Zoom-Effekten hinzu.
Akkus mit bis zu 7000 mAh
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Besonders hebt Xiaomi die Akkus hervor. Das Xiaomi 17T Pro besitzt einen 7000-mAh-Akku auf Basis einer Silizium-Kohlenstoff-Technik. Laut Hersteller handelt es sich um den bislang größten Akku in einem international erhältlichen Xiaomi-Smartphone. Geladen wird mit bis zu 100 Watt kabelgebunden oder 50 Watt drahtlos.
Das kompaktere Xiaomi 17T integriert einen 6500-mAh-Akku und unterstützt kabelgebundenes Laden mit bis zu 67 Watt. Beide Geräte unterstützen laut Xiaomi zudem PPS-kompatible Netzteile von Drittanbietern.

Xiaomi 17T mit großem Akku
(Bild: Xiaomi)
Unterschiede bei Display und Größe
Das Xiaomi 17T Pro besitzt ein 6,83 Zoll großes AMOLED-Display mit 2772 × 1280 Pixeln, bis zu 144 Hertz Bildwiederholrate und einer Spitzenhelligkeit von 3500 Nits. Das Standardmodell nutzt ein kleineres 6,59-Zoll-Panel mit 2756 × 1268 Pixeln und maximal 120 Hertz. Beide Displays unterstützen HDR10+ und Dolby Vision und tragen vier TÜV-Rheinland-Zertifizierungen zum Augenschutz. Xiaomi nennt das System „Vision Care“, das unter anderem Blaulicht, Flimmern und Bewegungsunschärfe reduzieren soll. Auch bei den Abmessungen unterscheiden sich die Geräte deutlich: Das 17T Pro misst 162,2 × 77,5 × 8,25 Millimeter bei 219 Gramm Gewicht. Das 17T fällt mit 157,6 × 75,2 × 8,17 Millimetern und 200 Gramm spürbar kompakter aus.
MediaTek-Prozessoren und HyperOS
Im Xiaomi 17T Pro arbeitet der neue MediaTek Dimensity 9500 im 3-nm-Verfahren, während das Xiaomi 17T den Dimensity 8500-Ultra mit 4-nm-Fertigung nutzt. Beide Smartphones verfügen über LPDDR5X-RAM und UFS-4.1-Speicher. Für andere Topmodelle bietet der Hersteller bereits eine Testphase für Android 17 an. Zudem integrieren beide Geräte KI-Funktionen unter dem Namen HyperAI sowie Google Gemini und „Circle to Search“. Xiaomi 15T Pro bereits Android-Beta-Versionen bereitstehen. Sowohl das 17T als auch das 17T Pro bekommen sechs Jahre lang Sicherheitspatches, das Pro allerdings fünf große Android-Updates, das günstigere Modell nur vier.
Preise und Verfügbarkeit
Das Xiaomi 17T Pro erscheint in den Farben Deep Blue, Deep Violet und Schwarz. Das Xiaomi 17T wird in Violet, Opal White, Blue und Schwarz angeboten. Die Preise für das Xiaomi 17T Pro liegen zwischen 899,90 und 1099,90 Euro, das 17T gibt es für 749,90 oder 799,90 Euro zu kaufen.
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(sht)
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Projekt hOma: Schaltzentrale für Senioren selbst bauen
Vielleicht sind eure Eltern auch schon etwas älter und überhören mal das Telefon oder die Türklingel. Oder sie machen sich Sorgen, etwas anderes vergessen zu haben. Ist der Herd ausgeschaltet, sind Fenster bei Regen geschlossen, ist die Tür verriegelt? Alles Sachen, die man relativ einfach mit Home Assistant überwachen kann, aber gerade für ältere Leute ist eine Nachricht aufs Handy nicht die richtige Kommunikationsmethode.
Die Schaltzentrale „hOma“ kann gut vom Fernsehsessel oder der Leseecke aus gesehen werden und ist im Normalfall eine unauffällige Wanddekoration.
Wichtige Ereignisse werden durch farbige, blinkende LEDs angezeigt. Erledigte Aufgaben können durch einfaches Drücken auf die beleuchtete Taste bestätigt werden, sodass keine Interaktion mit dem Handy oder dem Tablet notwendig ist.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Projekt hOma: Schaltzentrale für Senioren selbst bauen“.
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software-architektur.tv: KI-Coding-Produktivität mit Ingo Eichhorst
Steigert der Einsatz von KI tatsächlich die Produktivität – und wenn ja, in welchem Ausmaß? Und wie gut lassen sich die dabei entstehenden Systeme langfristig warten? Zu diesen Fragen gibt es zahlreiche Meinungen.
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In dieser Episode sprechen Eberhard Wolff und Ingo Eichhorst über verschiedene wissenschaftliche Studien, die genau diese Themen untersuchen. Sie stellen damit gängigen Einschätzungen fundierte Daten und wissenschaftliche Erkenntnisse gegenüber und schaffen so eine solide Grundlage für eine sachliche Diskussion.
Ingo Eichhorst spricht auch beim TechRiders Summit, der vom 17. Juni bis zum 18. Juni 2026 in Köln stattfindet. Mit dem Code ARCH-TECHRIDER-2026 ist die Teilnahme für Anwenderinnen und Anwender kostenlos.
Livestream am 29. Mai
Die Ausstrahlung findet am Freitag, 29. Mai 2026, live ab 13 Uhr statt. Die Folge steht im Anschluss als Aufzeichnung bereit. Während des Livestreams können Interessierte Fragen via Twitch-Chat, YouTube-Chat oder anonym über das Formular auf der Videocast-Seite einbringen.
software-architektur.tv ist ein Videocast von Eberhard Wolff, iX-Blogger und bekannter Softwarearchitekt, der als Head of Architecture bei SWAGLab arbeitet. Zum Team gehören außerdem Lisa Maria Schäfer (Socreatory) und Ralf D. Müller (DB Systel). Seit Juni 2020 sind über 250 Folgen entstanden, die unterschiedliche Bereiche der Softwarearchitektur beleuchten – mal mit Gästen, mal Wolff, Schäfer oder Müller solo. Seit mittlerweile mehr als zwei Jahren berichtet heise Developer über die Episoden.
(mro)
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