Künstliche Intelligenz
Wie ich mit KI-Hilfe ein Elektroauto kaufte und was ich dabei lernte
Knapp drei Jahre lang haben wir es geschafft, mit unserer fünfköpfigen Familie ohne Auto auszukommen. Eigentlich klappte das sehr gut, denn die Kinder können zur Schule laufen oder nehmen für andere Ziele so wie ich die Straßenbahn – die Haltestelle liegt quasi nebenan – oder fahren mit dem Rad. Doch zuletzt wurde es immer schwieriger, Termine, spontane Verabredungen oder Not- und Unfälle ohne Auto zu bewältigen.
Ein Verbrenner kam nicht mehr infrage, ein Neukauf ebenso wenig. Doch welches gebrauchte E-Auto passt zur Situation? Auf gings in die Recherche, doch schnell wurde deutlich, wie lang es her war, dass das Thema Autokauf zuletzt auf der Tagesordnung stand.
- Eine KI kann bei der Auswahl eines Autos helfen, wenn man sie mit Bedacht einsetzt.
- Sie hilft, Angebote zu sichten und zu sortieren sowie Themen zusammenzufassen.
- Ein kritischer Blick auf die Ergebnisse und eigene (Nach-)Recherche bleiben unerlässlich.
Also begann das Experiment, sich von einer KI beraten zu lassen. Das Nutzungsprofil war klar: Die tägliche Pendelstrecke zur Arbeit ist rund 35 Kilometer lang. Das Auto wird nie voll besetzt sein, und in die Stadt geht es ohnehin nur mit den Öffis. Für längere Strecken gibt es die Bahn. Zu diesen Eckdaten bekam Perplexity, das im Forschungsmodus lief, noch weitere Kriterien: mindestens vier Sitze, Baujahr oder Erstzulassung bis Ende 2022, Preisklasse zwischen 10.000 und 20.000 Euro, hohe Zuverlässigkeit aus Langzeiterfahrungen, kompakt. Zu jedem Vorschlag sollte der Bot die typischen Macken und Nachteile nennen, die beim geforderten oder genannten Modelljahr auftreten können. Das Experiment warf einige interessante allgemeingültige Erkenntnisse für derartige Recherchen ab.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Wie ich mit KI-Hilfe ein Elektroauto kaufte und was ich dabei lernte“.
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Künstliche Intelligenz
MacBook Neo: Billiges Kühlpad erlaubt konstantere Leistung
Zu den positiven Aspekten des MacBook Neo zählt nicht nur der für Apple-Verhältnisse erstaunlich günstige Preis, sondern auch dessen flotter A18-Pro-Chip, der eigentlich aus dem iPhone stammt. Er erreicht Werte, die deutlich über gleich teuren x86-PCs liegen, obwohl es keinerlei Lüfter im Gerät gibt. Intern ist nur eine Kühlpaste auf dem Chip samt einer offenbar aus Graphit bestehenden Heatspreader-Folie verbaut. Wie erste Teardowns zeigen, ist letztere aber nicht direkt mit dem Gehäuse des Neo verbunden. Das führt bei Benchmarks, etwa Cinebench, recht schnell zu einem temperaturbedingten Throttling. Dabei geht die aufgenommene Wattzahl des Systems herunter. Doch würde es helfen, am Gehäuse für eine bessere Temperaturabführung zu sorgen? Erste Untersuchungen eines YouTubers zeigen: Das ist offenbar so.
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Kühlpad führt Wärme ans Gehäuse ab
Wie der Hardware-Bastler Kirk Endsley demonstriert (Video siehe unten), reicht es aus, ein aufklebbares Kühlpad im Bereich der Hauptplatine zu platzieren. Dieses stellt dann eine direkte Verbindung zwischen SoC-Einheit und Apples Alugehäuse her. Die Installation gestaltet sich denkbar einfach: Schrauben an der Unterseite entfernen, Kühlpad anbringen, fertig. Ist dieses dünn genug, lässt sich die Unterseite problemlos wieder anbringen, auch wenn es dann enger unter dem Gehäuse wird.
Das Kühlpad, das unter 10 Euro gekostet hat, sorgte dann auch tatsächlich dafür, dass die Benchmark-Ergebnisse besser wurden: Die Wattzahl sank quasi nie unter 10 Watt, es kam zu einer konstanteren Leistungsabgabe. Damit landete der Cinebench-Wert bei 1705 Punkten, ohne Veränderung lag dieser bei 1556 Punkten, bei entferntem Unterteil bei 1482 und bei Verwendung eines externen Lüfters (bei geöffneter Unterseite) bei 1670. Das heißt: Das Kühlpad funktionierte besser als ein (wenn auch externer) Lüfter. Laut Endsley wird das Neo an der Unterseite zwar wärmer, aber angeblich nicht „unkomfortabel“.
Im normalen Rechnerbetrieb nicht relevant
Sollte man nun also ein Kühlpad besorgen und dieses anbringen? In der Praxis wohl eher nicht. Tests wie dieser fordern alles vom Rechner ab, sind aber in der Praxis kaum Alltag. Das MacBook Neo ist für normale Aufgaben absolut ausreichend schnell, für das Rendering von Filmen und andere anspruchsvolle Aufgaben kann es zwar verwendet werden, wird aber angesichts der Gesamtsystemleistung natürlich langsamer sein als ein MacBook Pro.
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Verbesserung der Wärmeabfuhr beim MacBook Neo (Video: Kirk Endsley).
Das Aufbringen des selbstklebenden Kühlpads stellt zudem einen Eingriff in die Hardware dar, der, etwa bei einer Reparatur durch Apple, rückgängig gemacht werden muss. Dennoch fragt man sich, warum Apple die direkte Verbindung zwischen SoC und Gehäuse nicht hergestellt hat. Womöglich befürchtete der Konzern ein zu warm werdendes Gehäuse – wobei dies sowieso nur bei Hochleistungsaufgaben wie Cinebench auftreten würde.
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Der YouTuber Zip Tie Tech führte einen ähnlichen Versuch durch. Bei ihm landete das Kühlpad aber direkt auf der SSD und lieferte Benchmark-Verbesserungen von bis zu 19 Prozent.
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Die eigene Mini-Biogasanlage im Selbstbau
Steigende Energiepreise und die dringend notwendige Abkehr von fossilen Brennstoffen verlangen die Nutzung alternativer Energiequellen. Meine kleine Biogasanlage produziert bei optimalen Bedingungen 200 Liter gereinigtes Biogas pro Tag mit nur einer täglichen Schüssel Küchenabfällen. Als Startfüllung habe ich eine Fahrradanhängerladung Pferdeäpfel von einem benachbarten Hof verwendet. Die erwartete Geruchsbelästigung hält sich sehr in Grenzen – nur der Gärrest riecht etwas streng.
- Biogasanlage mit Baumarktartikeln bauen
- Vergärungsprozess starten und stabil betreiben
- Biogas reinigen, speichern und sicher nutzen
Zeitaufwand: Ein Wochenende, später täglicher Service notwendig
Kosten: ab 100 Euro
Material:
- Behälter z. B. Weithalsfässer
- PVC-Abwasserrohre 40 – 60 mm
- Tangit (Klebstoff für PVC-Rohre)
- Schlauchanschlüsse und Durch-führungen
- Gasdichte Schläuche
- Schlauchschellen
- Kugelventile
- Wasserfilter aus Kunststoff (3 Stufen)
- Dichtmaterial (Hanf und Fermit oder Teflonband)
- Kalkhydrat
- Katzenstreu
- Stahlwolle
Werkzeug
- Lochsäge
- Bohrer
- Säge
- Rollgabelschlüssel

Unter dem Einfülltrichter versteckt sich der Gärbehälter unter der Winterisolierung. Links sieht man den gut halbvollen Gasspeicher und oben die Gasreinigung.
Was ist Biogas?
Biogas entsteht auf natürliche Weise im Verdauungstrakt von Säugetieren und in Sümpfen. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde in Bombay (heute Mumbai), Indien, die erste Versuchsbiogasanlage erbaut. Heute versorgen Millionen von Kleinbiogasanlagen vor allem Familien in Asien und Afrika mit Energie, insbesondere zum Kochen.
In solch einer Anlage zersetzen Bakterien unter Ausschluss von Sauerstoff organische Materialien hauptsächlich zu Methan (CH4), Kohlenstoffdioxid (CO2) und einem fruchtbaren Gärrest. Auch wir produzieren Biogas. Wer als Kind schon einmal seine Ausdünstungen angezündet hat, weiß das.
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Künstliche Intelligenz
Studie: Neue KI-Programme bei Kindern verbreitet
Neue Chat-Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) gehören laut einer Studie inzwischen bei vielen Kindern und Jugendlichen zum Alltag und können auch zu einer problematischen Nutzung beitragen. Mehrmals pro Woche nutzen 20,8 Prozent der Befragten von 10 bis 17 Jahren Programme wie ChatGPT oder Gemini, wie Umfragedaten der Krankenkasse DAK-Gesundheit und des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) ergaben. Täglich nutzen sie demnach – gefragt nach den letzten sechs Monaten – 6,4 Prozent.
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„Dabei zeigt sich, dass Chatbots häufig als Lern- und Informationswerkzeug eingesetzt werden, zugleich aber auch einzelne sozial-emotionale Funktionen erfüllen können“, heißt es in der Studie, die heute in Berlin vorgestellt werden soll. So hätten einzelne angegeben, Chatbots Dinge anzuvertrauen, die sie sonst keinem oder nur engen Freunden erzählen würden. „Manchmal“ trifft dies demnach auf 7 Prozent zu, „oft“ oder „sehr oft“ auf weitere 3,4 Prozent.
Online-Videos stärker im Trend
Diese Angaben beziehen sich auf 644 Befragte, die Chat-Programme nach eigenen Angaben nicht „nie“ nutzen. Insgesamt wurden den Angaben zufolge 1.005 Kinder von 10 bis 17 Jahren mit je einem Elternteil vom 24. September bis 12. Oktober 2025 für die neue Studie vom Institut Forsa befragt. Es ist die achte Welle einer seit 2019 laufenden Mediennutzungsstudie von DAK und UKE.
Trotz leichter Rückgänge bei den Nutzungszeiten bleibe die Zahl von Kindern und Jugendlichen mit einer problematischen Mediennutzung sehr hoch, heißt es in der neuen Untersuchung. Bemerkenswert aus Sicht der Suchtvorbeugung sei ein starker Anstieg bei der Nutzung von Online-Videos auf Plattformen wie TikTok und YouTube. Damit rückten auch verbreitete Darstellungselemente wie endloses Scrollen oder automatische Wiedergaben in den Fokus.
Bis zu 200 Minuten Social Media am Tag
Social-Media-Angebote wie Messenger, Streamingdienste oder Fotoalben nutzen laut der Studie 88,8 % der Mädchen regelmäßig, wobei 69,8 Prozent dies auch täglich tun. Bei Jungen lagen diese Anteile bei 86,1 Prozent und 66,8 Prozent. Im Schnitt lag die Nutzungsdauer laut der Befragung von Herbst 2025 werktags bei 146 Minuten pro Tag und an Wochenenden bei 201 Minuten pro Tag – das war etwas kürzer als im Jahr zuvor mit 157 und 227 Minuten.
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Der Anteil der Kinder mit einer riskanten Social-Media-Nutzung lag demnach nun bei 21,5 Prozent nach 21,1 Prozent im Vorjahr. Hochgerechnet zeigten 1,4 Millionen der 10- bis 17-jährigen Kinder in Deutschland problematische Muster, heißt es in der Studie – dazu zählen eine riskant starke Nutzung und eine sogar krankhafte Nutzung, bei der es auch zu Kontrollverlusten bei der Dauer oder einer Vernachlässigung anderer Alltagsaktivitäten kommen kann.
Gesetzliche Altersgrenzen bald in Sicht?
DAK-Chef Andreas Storm sagte, die anhaltend hohe Mediensucht zeige den großen Handlungsbedarf. „Für eine sinnvolle Altersregulierung braucht es jetzt eine rasche gesetzliche Regelung bis zur Sommerpause. Damit erste Maßnahmen dann bereits im kommenden Schuljahr greifen, sollten wir unabhängig von einer EU-weiten Lösung handeln.“ In der Koalition haben sich CDU und SPD für ein Social-Media-Verbot für Unter-14-Jährige ausgesprochen.
(mho)
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