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Künstliche Intelligenz

Wie schnell geht München-Berlin bei Kälte? Elektroauto-Wintertest des ADAC


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Ein Test des ADAC unter Laborbedingungen zeigt, dass aktuelle Elektroautos schon gut für Reisen geeignet sind, selbst wenn hohe Geschwindigkeit und tiefe Temperaturen die Verbräuche eklatant erhöhen. Das ist wichtig, denn der größte Teil der Skepsis gegenüber Elektroautos verteilt sich auf Ladeleistung und Reichweite. Beide hängen auch insofern zusammen, als sie die Reisegeschwindigkeit bestimmen, sobald unterwegs geladen werden muss. Schnell ist man, wenn beide hoch liegen, eine hohe Ladeleistung aber kann eine kürzere Reichweite kompensieren. Auf beide hat indes die Witterung einen entscheidenden Einfluss: Je kälter es ist, desto zäher fließt der Strom. Sowohl Ladeleistung als auch Reichweite sinken mit der Temperatur – und damit die Reisetauglichkeit.

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Dieser Test nahm eine Fahrzeugklasse ins Visier, die für Reisen besonders geeignet erscheint. Das potenzielle Testfeld bei den familientauglichen Elektroautos ist mittlerweile so weit angewachsen, dass der Klub eine Auswahl treffen konnte: Er nahm nur jene auf, die in eigenen Tests beim Kriterium „Familie“ mindestens die Note „befriedigend“ erreichten sowie im WLTP mindestens 500 km Reichweite schaffen. Trotz der Kriterien kamen immerhin 14 Probanden zusammen, ein Beweis, wie viele alltags- und familientaugliche Elektroautos bereits erhältlich sind. Der nach oben mit 100.000 Euro abgegrenzte Preisrahmen ist bei diesen Vorgaben ebenfalls ziemlich groß und reicht von 86.811 Euro für den Mercedes-Benz EQE SUV 350+ bis zum Skoda Elroq (Test) für 43.900 Euro. In alphabetischer Reihenfolge handelt es sich um:

Alle legten einen klimatisierten Prüfstandslauf zurück, der die Strecke von München Hauptbahnhof nach Berlin Hauptbahnhof über die Autobahn simuliert. Um das zu erreichen, wurde das Elektronenhirn des Prüfstands im Testlabor Elektromobilität des ADAC Technik Zentrum Landsberg am Lech mit den auf einer realen Fahrt erhobenen Daten für Geschwindigkeits- und Höhenprofil programmiert. Die Geschwindigkeitsbeschränkungen wurden eingehalten, aber nie unterschritten, sonst galt Richtgeschwindigkeit 130 km/h. Für die 582 km belief sich die reine Fahrzeit damit auf 5 Stunden und 15 Minuten, entsprechend einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 111 km/h.

Die Temperatur im Prüfstand wurde auf Null Grad eingestellt, etwas unterhalb des deutschen Durchschnittswerts für den Winter. Die im Gegensatz zu einem Verbrenner für den Verbrauch relevante Heizung wurde auf so eingestellt, dass sie auf Kopfhöhe des Fahrers zwischen 20 und 23 Grad automatisch hielt.


ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte

ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte

ADAC-Wintertest: Reichweite und Messwerte

(Bild: ADAC)

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Der Akku wurde auf 100 Prozent geladen und das Auto in dieser Zeit vorkonditioniert. Der Prüfstandslauf begann mit einem Kaltstart ohne Akkuheizung, um den häufigsten zu erwartenden Anwendungsfall abzubilden. Geladen wurde, sobald das Fahrzeug die Leistung so weit zurücknahm, bis die mögliche Geschwindigkeit nicht mehr gehalten werden konnte. Dann wurde das Fahrzeug an einem 300 kW leistenden Lader erneut geladen und die in 20 Minuten nachgeladene Energie ermittelt. Daraus ergibt sich naheliegenderweise eine Unschärfe zwischen Labor und Praxis, denn nur im Ausnahmefall werden unterwegs eine nahezu leere Batterie und eine passende, freie Ladesäule im Streckenverlauf exakt zueinanderpassen. In der Regel werden erfahrene E-Auto-Nutzer irgendwo rund um einen Ladestand von 10 Prozent einen Stopp einplanen.

Die Batteriekonditionierung blieb im ADAC-Test abgeschaltet, um die Reichweite nicht zu beeinträchtigen. Das habe sich als unnötig erwiesen, denn bei den Ladestopps seien alle Batterien von der Fahrt ohnehin bereits warm genug, argumentiert der ADAC. Diesbezüglich haben wir in der heise/Autos-Redaktion auf winterlichen Autobahnen in der Praxis andere Erfahrungen gemacht. Nahezu alle Testwagen, die das konnten, heizten unter diesen Bedingungen vor einem Stopp nach. Zur Ermittlung des Stromverbrauchs für die gefahrene Strecke nahmen die Techniker des ADAC die Schnellladung inklusive der Ladeverluste. Zur Bewertung zogen die Techniker die Reichweite mit 50 Prozent, das Nachladen und den Verbrauch mit jeweils 25 Prozent heran.

Das beste Verhältnis bietet demnach der Audi A6 Avant e-tron, gefolgt vom Tesla Model Y, beide bewertet der ADAC mit „gut“. Der Audi schafft dank 23,2 kWh/100 km sehr gute 441 km. Seine Ladeleistung verhilft ihm zu 300 km in 20 Minuten, was ihm kein anderes E-Auto im Test nachmacht. Dahinter liegen zehn Autos mit der Gesamtnote „befriedigend“. Lediglich Volvo EX90 und BYD Sealion 7 fallen mit einem „ausreichend“ auf: Beide haben einen hohen Stromverbrauch. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet der Skoda Elroq. Er bietet zum halben Preis eines Porsche Macan fast die gleiche Langstreckenleistung und nicht weniger Platz. Das effizienteste Elektroauto ist der Tesla Model Y mit lediglich 22,2 kWh/100 km – trotz Allradantrieb.


ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte mit Wertung

ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte mit Wertung

ADAC E-Autos Reichweite und Messwerte mit Wertung

(Bild: ADAC)

Ebenfalls keine Überraschung ist die in der Regel höhere Ladeleistung mit einer Spannungsebene von 800 Volt. Dass es Ausnahmen von dieser Regel gibt, zeigt Volkswagen. In den festgelegten 20 Minuten schafft als einziges 400-Volt-Auto der VW ID.7 Tourer Pro Strom für mehr als 200 km nachzuladen. In dieser Zeit setzen allerdings die 800-Volt-Autos Audi A6 mit 300 km und der Smart #5 mit 264 km die Bestmarken.

Der Test zeigt, dass moderne Elektroautos gut für Langstreckenreisen auch bei Kälte geeignet sind. Zudem müssen für hohe Leistung nicht in jedem Fall auch höhere Preise gezahlt werden. Noch einmal spürbar bessere Performance versprechen einige angekündigte Modelle. Eine große Rolle wird dabei die erwähnte Umstellung auf 800 Volt spielen. Elektroautos aus Fernost, besonders China, schneiden weiterhin am schlechtesten ab. Und – ganz erwartbar – lässt sich die Physik immer noch nicht der Mode unterordnen: Kombis verbrauchen weiterhin weniger als SUVs. BYD Sealion 7, Mercedes-Benz EQE SUV und Volvo EX90 reißen dabei sogar die Marke von 30 kWh pro 100 km, ganz eklatant der BYD mit 35,3 kWh/100 km.

Die Ergebnisse indes beweisen einmal mehr, dass insbesondere bei Kälte die WLTP-Reichweitenangaben nicht im Entferntesten einzuhalten sind. Das verwundert wenig, denn der WLTP ermittelt diese Werte bei 23° C und einem Fahrprofil mit geringem Autobahnanteil. Der im Test gemessene Mehrverbrauch bei 0° C und vorwiegend Autobahntempo bis Richtgeschwindigkeit liegt im Schnitt 57 Prozent über der WLTP-Angabe. Die stärkste Abweichung leistete sich der Hyundai Ioniq 5 ab mit 69 Prozent, die geringste mit 40 Prozent schafft das Tesla Model Y. Der ADAC wünscht sich daher mindestens eine zusätzliche Verbrauchsangabe außerhalb des Schönwetterbereichs.


(fpi)



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Bluetti Elite 300: Weltweit kleinste Powerstation mit 3 kWh im Test


3 kWh Kapazität, 2.400 W Leistung und schnelles Laden: Wir testen die Bluetti Elite 300 auf Effizienz, Solarleistung und Praxistauglichkeit.

Bluetti positioniert die Elite 300 bewusst als Gegenentwurf zum klassischen „3-kWh-Klotz“. Unter dem Motto „More Power, Less Bulk“ soll sie eine der kompaktesten und leichtesten Powerstations ihrer Klasse sein.

Tatsächlich bietet die Station 3014 Wh Kapazität, wiegt aber nur rund 2 kg mehr als viele typische 2-kWh-Geräte. Dieser Gewichtsvorteil ist vor allem bei mobilen Anwendungen relevant, bei denen Größe und Masse den Einsatzbereich bestimmen.

Mit 2400 W Dauerleistung und kurzfristig bis zu 4800 W richtet sich die Elite 300 an mehrere Szenarien: Home-Backup bei Stromausfällen, Off-Grid-Set-ups, Camping- oder Wohnmobilinstallationen sowie Werkstatt- und Baustellenbetrieb. Bluetti versucht damit, die Lücke zwischen klassischen mobilen Powerstations und stationären Heimspeichern zu schließen.

Auch bei der Lebensdauer setzt der Hersteller auf starke Zahlen. Die verbaute LiFePO₄-Batterie soll 6000 Ladezyklen bis 80 % Restkapazität erreichen. Bluetti gewährt zusätzlich fünf Jahre Garantie, was derzeit über dem Marktdurchschnitt vieler Powerstations liegt.

Für längere Lagerzeiten empfiehlt das Handbuch (PDF), den Akku bei etwa 40 bis 60 % Ladezustand aufzubewahren, das Gerät vollständig auszuschalten und alle Kabel zu trennen. Zudem sollte der Speicher etwa alle sechs Monate einmal vollständig geladen und entladen werden. Diese Empfehlung entspricht den allgemeinen Eigenschaften von Lithium-Batterien, deren Alterung sowohl durch Nutzung als auch durch Zeit und Temperatur beeinflusst wird.

Design, Gewicht und Verarbeitung der Bluetti Elite 300

Die Powerstation wird gut gepolstert geliefert. Im Karton befinden sich neben dem Gerät lediglich ein etwa 1,5 Meter langes Schuko-Ladekabel, eine kleine Erdungsschraube sowie ein kurzes Informationsblatt. Der Lieferumfang ist damit bewusst funktional gehalten.

Das Gehäuse wirkt robust und hochwertig verarbeitet. Die integrierten Tragegriffe erleichtern den Transport des rund 26 kg schweren Systems deutlich. Materialqualität, Passgenauigkeit und Oberflächen vermitteln insgesamt einen sehr hochwertigen Eindruck.

Bluetti Elite 300: Anschlüsse und Display

Anschlüsse und 12-Volt-Architektur der Bluetti Elite 300

Bei den Anschlüssen bietet die Elite 300 eine solide Auswahl für mobile und stationäre Anwendungen. Neben klassischen 230-Volt-Steckdosen stehen mehrere Gleichstromanschlüsse zur Verfügung, darunter ein leistungsstarker 12-Volt-XT60-RV-Port mit bis zu 30 Ampere, ein klassischer Zigarettenanzünderanschluss sowie moderne USB-Ports. Besonders hervorzuheben ist der USB-C-Port mit bis zu 140 W Power Delivery, der selbst leistungsstarke Laptops direkt versorgen kann.

Wichtig ist jedoch ein Detail der internen Architektur: Der XT60-RV-Port und der Zigarettenanzünderanschluss sind elektrisch parallel geschaltet und teilen sich ein gemeinsames 30-Ampere-Gesamtlimit. Wird beispielsweise über den Zigarettenanzünder bereits ein größerer Verbraucher betrieben, reduziert sich entsprechend die maximal verfügbare Leistung des RV-Ports. In der Praxis spielt das vor allem bei Camper-Installationen eine Rolle.

Bluetti Elite 300: Beim Turbo-Laden und hoher AC-Last kann es laut werden.

Lautstärke im Test: Lüfterverhalten im Alltag und unter Last

Wie laut eine Powerstation arbeitet, hängt stark von der aktuellen Last und der Ladeleistung ab. Unter maximaler Belastung – etwa beim Turbo-Laden mit rund 2,3 kW oder bei hoher AC-Last – messen wir etwa 53 dB in einem Meter Abstand und bis zu 67 dB direkt am Gehäuse. In solchen Situationen ist die aktive Kühlung deutlich wahrnehmbar.

Im normalen Betrieb arbeitet die Elite 300 jedoch meist deutlich leiser. Bei deaktivierten AC-Ausgängen oder reinem DC-Betrieb bleibt das Gerät häufig komplett lautlos.

Sobald der Wechselrichter aktiv ist, können die Lüfter allerdings auch ohne große Last kurzzeitig anlaufen. Hintergrund ist der Eigenverbrauch des Inverters, der selbst im Leerlauf Wärme erzeugt und deshalb gekühlt werden muss. In Technikräumen, Werkstätten oder im Camper fällt dieses Verhalten kaum auf, in sehr ruhigen Wohnräumen kann es jedoch gelegentlich wahrnehmbar sein.

Schutzklasse, Temperaturgrenzen und Einsatzbedingungen

Die Elite 300 besitzt laut Handbuch die Schutzklasse IP20. Das bedeutet, dass das Gerät gegen feste Fremdkörper über 12,5 mm geschützt ist, jedoch keinen Schutz gegen Wasser oder Spritzwasser bietet. Der Hersteller empfiehlt daher ausdrücklich, die Powerstation nicht bei Regen oder hoher Luftfeuchtigkeit zu betreiben.

Auch bei den Betriebstemperaturen gelten klare Grenzen. Der Speicher kann zwischen −20 °C und +40 °C entladen, während das Laden nur im Bereich von 0 °C bis +40 °C erlaubt ist. Unterhalb des Gefrierpunkts blockiert das Batteriemanagementsystem den Ladevorgang vollständig. Die Station kann dann zwar weiterhin Energie abgeben, nimmt jedoch keine neue Ladung auf, bis sich die Zellen wieder erwärmen.

Effizienz und Wechselrichterleistung im Praxistest

Um die reale Entladeeffizienz zu bestimmen, haben wir zwei vollständige Entladezyklen durchgeführt. Die Messung erfolgte mithilfe der smarten Zwischenstecker Shelly Plug S Gen3 und Refoss P11.

Bei einer konstanten Last von rund 500 W konnten wir etwa 2,85 bis 2,89 kWh aus dem Akku entnehmen. Bei 1000 W Last waren die Werte praktisch identisch. Bezogen auf die Nennkapazität ergibt sich daraus eine AC-Entladeeffizienz von rund 95,5 %, was für eine Powerstation dieser Klasse ein außergewöhnlich guter Wert ist.

Der integrierte Wechselrichter liefert einen reinen Sinus mit stabilen 230 Volt bei 50 Hz. Auch bei schnellen Lastwechseln blieb die Ausgangsspannung im Test stabil. Selbst empfindliche IT-Geräte wie Monitore oder Netzwerksysteme zeigten keinerlei Auffälligkeiten.

Ladefunktionen: AC-Lademodi und Turbo-Ladetest

Die Elite 300 bietet mehrere Lademodi, die sich über das Gerät oder die App auswählen lassen. Im Silent-Modus lädt die Station mit rund 800 W, wodurch Geräuschentwicklung und Netzbelastung reduziert werden. Der Standardmodus nutzt etwa 1200 W, während im Turbo-Modus bis zu 2300 W Ladeleistung erreicht werden.

Zusätzlich lässt sich im Custom-Modus der Ladestrom zwischen 1 und 10 Ampere einstellen. Dadurch kann die Ladeleistung sehr präzise an schwache Stromquellen angepasst werden, etwa auf Campingplätzen oder in älteren Hausinstallationen.

Im Praxistest lädt die Elite 300 im Turbo-Modus von 0 auf 100 % in etwa 1 Stunde und 52 Minuten. Bereits nach rund 92 Minuten sind etwa 95 % Ladezustand erreicht. Danach reduziert das System die Leistung deutlich, um ein gründliches Zell-Balancing durchzuführen.

Insgesamt wurden für eine vollständige Ladung etwa 3,70 bis 3,74 kWh Energie aus dem Netz aufgenommen. Daraus ergibt sich eine AC-zu-AC-Round-Trip-Effizienz von rund 77 %, was für schnelles LiFePO₄-Laden mit intensiver Balancing-Phase ein typischer Wert ist.

Bluetti Elite 300: Solarpanels mit 12–60 V mit maximal 22 A können die Powerstation mit bis zu 1200 W laden.

Solar laden mit der Bluetti Elite 300: Limits, Module und Praxistest

Für die Solarladung besitzt die Elite 300 einen einzelnen XT60-PV-Eingang. Dieser erlaubt Eingangsspannungen zwischen 12 und 60 Volt sowie einen maximalen Strom von 22 Ampere, was theoretisch eine Solarladeleistung von bis zu 1200 W ermöglicht.

Wichtig ist jedoch, dass die Leerlaufspannung der Module (Voc) niemals über 60 Volt steigen darf. Wird diese Grenze überschritten, kann die Elektronik beschädigt werden.

Dachmodule, Bluetti-Panels und Winter-Praxistest

Viele klassische Dachmodule arbeiten mit relativ hohen Spannungen. Zwei dieser Module in Serie würden häufig bereits deutlich über 60 Volt erreichen und sind daher nicht kompatibel. In der Praxis bleibt bei vielen Dachmodulen nur der Betrieb eines einzelnen Panels.

Die von Bluetti angebotenen faltbaren Solarmodule sind besser auf das Spannungsfenster abgestimmt und ermöglichen deshalb höhere Gesamtleistungen.

Ein kurzer Praxistest mit mehreren parallel geschalteten 500-Wp-Panels unter winterlichen Bedingungen zeigte, dass die Eingangsleistung bereits ab etwa drei Modulen durch das 22-Ampere-Stromlimit begrenzt wird. Zusätzliche Module erhöhen die Ladeleistung dann nur noch geringfügig.

High-Current-Modus und Powerlifting erklärt

Der sogenannte High-Current-Modus steuert, wie das Gerät bei niedriger Eingangsspannung mit hohen Strömen umgeht. Standardmäßig wird der Strom in solchen Situationen auf etwa 8 Ampere begrenzt, da dies typischerweise einer Fahrzeugbatterie entspricht.

Wird der Modus aktiviert, hebt das System diese Begrenzung auf. Das ist besonders bei Solarkonfigurationen mit niedriger Spannung und hohem Strom sinnvoll.

Der Powerlifting-Modus wird dagegen häufig missverstanden. Die Station liefert dadurch keine echten 4800 W, sondern reduziert gezielt die Ausgangsspannung, damit bestimmte ohmsche Verbraucher wie Wasserkocher oder Heizlüfter nicht sofort zur Überlastabschaltung führen.

Bluetti Elite 300: Kompakte Powerstation mit 3 kWh und 2400 W Leistung

USV-Funktion im Test: Umschaltzeit und System Switch Recovery

Die Elite 300 kann auch als unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) eingesetzt werden. Für den Test haben wir ein typisches Home-Office-Set-up mit zwei Laptops, Monitoren, NAS, Router und Switch angeschlossen. Die Gesamtlast lag bei rund 115 W.

Beim Ziehen des Netzsteckers wechselte das System nahtlos auf Akkubetrieb. Die Umschaltzeit lag im Bereich der Herstellerangabe von unter 10 Millisekunden. Während des Tests kam es weder zu Bildschirmflackern noch zu Netzwerkabbrüchen.

Ein praktisches Detail ist die Funktion System Switch Recovery. Schaltet sich die Station wegen leerem Akku ab, merkt sie sich den Zustand der Ausgänge. Sobald wieder Energie anliegt und der Akku etwa 5 % Ladezustand erreicht, werden die Ausgänge automatisch wieder aktiviert. Gerade für Router, Kühlschränke oder kleine Server ist das sehr hilfreich.

App, Energiemanagement und ECO-Modi

Die Bluetti-App ermöglicht sowohl eine lokale Steuerung per Bluetooth als auch den Fernzugriff über WLAN und Cloud. Bluetooth funktioniert auch ohne Internetverbindung und ist daher besonders für Off-Grid-Einsätze geeignet.

Firmware-Updates werden ausschließlich über Bluetooth übertragen und erfordern einen Bluetti-Account. Der Aktualisierungsvorgang dauert in der Regel etwa fünf bis zehn Minuten.

Über die App stehen außerdem verschiedene Energiemanagement-Modi zur Verfügung, darunter zeitbasierte Lade- und Entladepläne sowie Prioritätssteuerungen für Netz- oder Solarstrom.

Die ECO-Modi schalten Ausgänge automatisch ab, wenn die angeschlossene Last über längere Zeit unter eine definierte Schwelle fällt. Das spart Energie, kann jedoch bei Geräten mit geringem Verbrauch problematisch sein. Gerade Router, NAS-Systeme oder andere Dauerverbraucher sollten deshalb besser ohne ECO-Automatik betrieben werden.

Preis

Im Shop des Herstellers kostet die Elite 300 zur Einführung knapp 1500 Euro. Mit dem Code Heise300 (an der Kasse eingeben) gibt es einen Rabatt in Höhe von 8 %, sodass die kompakte Powerstation bereits für 1379 Euro erhältlich ist. Der Versand ist derzeit kostenlos. Wer die Bedingungen nach § 12 Abs. 3 Nr. 1 UStG erfüllt und dies Bluetti bestätigt, erhält die Elite 300 für 1159 Euro (Code Heise300 an der Kasse eingeben).

Fazit

Im Test überzeugt die Bluetti Elite 300 vor allem durch sehr hohe Effizienz, schnelle Ladeleistung und hochwertige Verarbeitung. Besonders positiv fällt das Verhältnis aus Kapazität, Gewicht und Baugröße auf. Eine Powerstation mit 3 kWh Speicher in diesem vergleichsweise kompakten Format ist derzeit noch selten.

Zu den größten Stärken zählen die AC-Effizienz von rund 95,5 %, die schnelle Turbo-Ladung und die langlebige LiFePO₄-Batterie mit bis zu 6000 Ladezyklen. Auch als USV für Home-Office-Set-ups funktioniert die Station zuverlässig.

Kritikpunkte gibt es nur wenige. Die Lüfter können in sehr ruhigen Umgebungen gelegentlich hörbar sein, und die 2400 W Dauerleistung sind gemessen an der großen Kapazität eher konservativ ausgelegt. Zudem erfordert die relativ niedrige 60-Volt-PV-Grenze etwas Planung bei der Solaranbindung.

Wer jedoch eine effiziente, langlebige und vielseitige 3-kWh-Powerstation sucht, erhält mit der Elite 300 ein technisch sehr solides Gesamtpaket mit nur wenigen Einschränkungen.



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AMD Ryzen AI Embedded P100: x86-CPU mit NPU für Edge- und Physical-AI


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AMDs Prozessorbaureihe Ryzen AI Embedded P100 ähnelt der Mobil-CPU-Familie Ryzen AI 400, zielt aber auf Embedded Systems. Sie kombiniert Allzweck-x86-Prozessorkerne (Zen 5) mit einer relativ starken integrierten Grafikeinheit (IGP), einer Neural Processing Unit (NPU) mit 50 Tops sowie großem DDR5- oder LPDDR5X-Hauptspeicher. Dazu kommen leistungsfähige I/O-Schnittstellen wie PCI Express 4.0, USB4/Thunderbolt 4 und Displayport beziehungsweise HDMI für bis zu vier 4K-Displays oder zweimal 8K/120 Hz.

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Auf der Fachmesse Embedded World 2026 in Nürnberg zeigen laut AMD mehrere Partnerfirmen Mainboards und Rechenmodule mit Ryzen AI Embedded P100, etwa Congatec, Kontron und Advantech. Die Messe findet vom 10. bis 12. März statt. Die Prozessoren eignen sich für Anwendungen wie bildgebende Medizintechnik, Robotik, selbstfahrende Transportsysteme (Physical AI) sowie Steuerungs- und Überwachungsrechner mit KI-Funktionen. Letztere nennt der Branchenjargon oft auch Edge AI. Die Embedded-Prozessoren von AMD stecken wegen ihrer relativ starken GPU und vielen Display-Ausgängen auch in zahlreichen Spielautomaten.

Nicht alle Varianten des Ryzen AI Embedded P100 sind bereits lieferbar, bei manchen startet die Produktion erst im dritten Quartal. Die Ryzen AI Embedded P100 mit vier oder sechs CPU-Kernen hatte AMD bereits im Januar angekündigt. Wirklich neu sind jetzt die Versionen mit 8, 10 oder 12 Kernen.


Abbildung AMD Ryzen AI Embedded P100

Abbildung AMD Ryzen AI Embedded P100

Prozessoren der Baureihe AMD Ryzen AI Embedded P100 haben bis zu 12 CPU-Kerne. Grafikseitig gibt es den Vollausbau mit 16 Compute Units beziehungsweise acht Work Group Processors (WGPs). Das entspricht 1024 Shadern.

(Bild: AMD)

Bisher spezifiziert AMD nicht die genauen Mischungen aus Zen-5- und Zen-5c-Kernen in den einzelnen Ryzen AI Embedded P100. Die Ryzen AI 400 haben maximal vier Zen-5-Kerne, die restlichen sind vom Typ Zen 5c.

Im zweiten Halbjahr will AMD den Ryzen AI Embedded X100 mit bis zu 16 Zen-5-Prozessorkernen nachschieben. Der Ryzen AI Embedded P100 konkurriert mit Embedded-Versionen des Intel Core Ultra 300 „Panther Lake“.

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Embedded-Prozessoren AMD Ryzen AI Embedded P100
Prozessor CPU-Kerne Turbo-Takt L3-Cache NPU 10GE-MAC
mit TSN
TDP Temperatur-Bereich
Ryzen AI P185 12 5,1 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P185i 12 5,1 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P174 10 5,0 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P174i 10 5,0 GHz 24 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P164 8 5,0 GHz 16 MByte 50 Tops 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P164i 8 5,0 GHz 16 MByte 50 Tops 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P132 6 4,5 GHz 8 MByte 50 Tops 2 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P132i 6 4,5 GHz 8 MByte 50 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P132a 6 3,65 GHz 8 MByte 50 Tops 2 45 W** -40 – 105 °C
Ryzen AI P121 4 4,4 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* 0 – 105 °C
Ryzen AI P121i 4 4,4 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
Ryzen AI P121a 4 3,65 GHz 8 MByte 30 Tops 2 28 W* -40 – 105 °C
i-Versionen: Indfustrie-Temperaturbereich, a-Versionen: Automotive, AEC-Q100
* configurable TDP (cTDP) von 15 bis 45 Watt; P122a: 15 – 30 W, ** P132a: 25 – 45 W


(ciw)



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Social Media: Erster Bundesstaat in Indien plant ein Verbot für Kinder


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Im südindischen Bundesstaat Karnataka soll es erstmals in ganze Indien ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige geben. Siddaramaiah, der Regierungschef des Bundesstaates hat dies am vergangenen Freitag in seiner jährlichen Haushaltsrede angekündigt, berichtet Reuters. Wann das Verbot in Kraft treten soll, sei bisher noch nicht bekannt. Auch wie genau das Verbot durchgeführt werden soll, erläutert Reuters nicht.

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Das erklärte Ziel sei es, Kinder vor negativen Effekten der Smartphone-Nutzung zu schützen. Fast ein Viertel der 67,7 Millionen Bewohnerinnen und Bewohner Karnatakas fielen in diese Altersgruppe. Besonders Bengaluru, die Hauptstadt des Bundesstaates, gilt als weltweiter Tech-Knotenpunkt mit Standorten von Apple, Microsoft, Google und Amazon.

In Indien gehen laut Marktforschern über eine Milliarde Menschen online. Es ist damit eines der größten Länder für Social Media. Ebenso viele indische Nutzer hat etwa Meta kombiniert bei Facebook, Instagram, aber auch Whatsapp. Metas technischer Direktor Andrew Bosworth bestätigte jüngst erneut, dass die meisten Nutzer von Meta-Diensten in Indien leben.

Auch in benachbarten Bundesstaaten würde man über ähnliche Verbote nachdenken, so Reuters. The Indian Express berichtete vergangenen Sonntag unter Berufung auf Regierungsquellen zudem, dass sich die Regierung der Republik Indien über abgestufte Altersrestriktionen in sozialen Medien berate.

Altersgrenzen für die Social-Media-Nutzung werden aktuell auch in Deutschland diskutiert. Erst im Februar hat der CDU-Bundesparteitag beschlossen, dass die Regierung eine Altersgrenze von 14 Jahren für soziale Medien auf den Weg bringen soll. Auch die SPD hatte zuvor ein Social-Media-Verbot bis zum 14. Lebensjahr gefordert.

Schon im Dezember des vergangenen Jahres ist in Australien ein Verbot für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft getreten. Im Zuge dessen wurde der Zugriff zu etwa 4,7 Millionen Social-Media-Accounts gesperrt. Ähnliche Regelungen sind unter anderem auch in Großbritannien, Frankreich und Griechenland geplant.

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(mho)



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