Künstliche Intelligenz
xTool P3 im Test: CO₂-Laser mit 80 Watt schneidet und graviert auch Acryl
Professioneller CO₂-Laserschneider mit intelligentem Kamerasystem: Der xTool P3 schneidet 20 mm Holz und Acryl in einem Durchgang. Was er kann, zeigt der Test.
Neben 3D-Druckern und Schneidplottern sind auch Laser-Gravur-Geräte bei Privatanwendern und kleinen Betrieben angekommen. Während einfache Diodenlaser ab 100 Euro Texte und Grafiken auf Holz, Leder oder Fliesen brennen, stoßen sie bei durchsichtigen und dickeren Materialien schnell an ihre Grenzen – und zwar nicht nur beim Schneiden. Wer professionell schneiden oder transparentes Material bearbeiten will, benötigt einen CO₂-Laser mit deutlich mehr Leistung.
Genau hier positioniert sich der xTool P3. Der Nachfolger des P2 bringt echte 80 Watt Laserleistung, eine riesige Arbeitsfläche von 915 × 458 mm und eine maximale Gravurgeschwindigkeit von 1200 mm/s mit. Das vollständig geschlossene Gehäuse schützt vor dem Laserlicht und macht eine Schutzbrille überflüssig – ein großer Vorteil gegenüber offenen Desktop-Lasern.
Dazu kommen Funktionen wie Autofokus, eine automatische Materialdatenbank mit geeigneten Einstellungen, ein sehr exaktes Kamerasystem und eine integrierte Löschanlage. Abgerundet wird das Paket durch einen optional erhältlichen, großen, aber sehr effektiven Luftfilter. Außerdem lässt sich ein 5-Watt-IR-Laser nachrüsten, der Metallgravuren und die Bearbeitung von Kunststoffen ermöglicht. Ein Rotationsmodul für runde Objekte bis 200 mm Durchmesser und ein Fördermodul für überlange Werkstücke sind ebenfalls als Zubehör erhältlich.
Allerdings hat diese Profi-Ausstattung ihren Preis: Rund 6779 Euro ruft xTool für den P3 auf – der Luftfilter und weiteres Zubehör sind dabei nicht inbegriffen. Damit richtet sich der Laser weniger an Gelegenheitsbastler als an sehr ambitionierte Maker, Vereine und kleine Unternehmen, die regelmäßig und auch in größeren Stückzahlen produzieren. Ob sich die Investition lohnt und was der P3 in der Praxis leistet, zeigt unser ausführlicher Testbericht.
Sicherheit
Der Arbeitsbereich des P3 ist komplett umschlossen, sodass während des Arbeitsvorgangs kein für die Augen schädliches Licht austreten kann. Wird das Gehäuse während des Betriebs geöffnet, stoppt der Laser augenblicklich – erst nach dem Schließen kann der Vorgang fortgesetzt werden. Die Einstufung in Laserklasse 1 ist somit gerechtfertigt, und der P3 ist auch für Laien sicher nutzbar. Nur bei Verwendung des optionalen Fördermoduls trifft diese Zertifizierung nicht mehr zu: In Kombination mit dem Förderband entspricht der P3 lediglich der Laserklasse 4, da Laserlicht austreten kann. Eine Schutzbrille ist dann Pflicht, und der Betrieb sollte nur durch geschulte Personen erfolgen.
Eine Besonderheit ist die integrierte automatische CO₂-Feuerlöschanlage – eine sinnvolle Ausstattung, die bisher kein anderer Laser in unseren Tests zu bieten hatte. Zur Aktivierung wird lediglich eine CO₂-Flasche eingesetzt, die nicht zum Lieferumfang gehört. Einfach, aber effektiv! Das unterstreicht den professionellen Anspruch und sorgt für ein deutliches Plus an Sicherheit.
Damit der leistungsstarke Laser überhaupt funktioniert, muss außerdem der mitgelieferte USB-Steuerschlüssel eingesteckt sein – ohne ihn geht gar nichts. Ein sinnvolles Sicherheitsmerkmal, das wir so allerdings auch schon bei anderen Lasern gesehen haben.
Unabhängig davon sollte man nicht ohne Vorwissen mit so einem Laser hantieren. Es geht nicht nur um den Schutz der Augen, sondern beispielsweise auch um das Vermeiden von Bränden und um giftige Gase, die beispielsweise beim Bearbeiten von bestimmten Kunstledersorten entstehen. Kurz und knapp: Ein Laser ist kein Spielzeug, sondern gehört in verantwortungsvolle Hände.
Design und Aufbau
Der xTool P3 ist kein Gerät, das man mal eben auf den Schreibtisch stellt. Mit seinen enormen Abmessungen von 1250 × 780 × 496 mm und einem Gewicht von satten 105 kg wird er auf einer Palette geliefert und benötigt eine stabile Unterkonstruktion. Zum Aufstellen sollte man mindestens zu zweit, besser zu dritt oder viert sein.
Der Hersteller bietet einen passenden Arbeitstisch für 439 Euro an. Wer sich den Laser samt Zubehör anschafft, sollte diese Zusatzkosten einplanen, da das Set perfekt aufeinander abgestimmt ist. Den optional erhältlichen Luftfilter SafetyPro AP2 Max (662 × 452 × 845 mm) stellt man am besten in unmittelbarer Nähe des P3 auf – das Gesamtpaket benötigt also ordentlich Platz.
Im Inneren arbeitet eine CO₂-Glasröhre mit 80 Watt Leistung – anders als bei den meisten günstigen Lasern kommt hier kein einfacher Diodenlaser zum Einsatz. Ein integrierter Wasserkühler sorgt für die Kühlung der Röhre; destilliertes Wasser muss der Nutzer selbst einfüllen. Je nach Klima und Aufstellort ist zusätzliches Frostschutzmittel nötig.
Der Arbeitsbereich misst großzügige 915 × 458 mm und bietet damit deutlich mehr Platz als die bisher von uns getesteten Geräte. Mit der Auto-Lift-Basis, die den Arbeitstisch automatisch heben und senken kann, liegt die maximale Bearbeitungshöhe bei 220 mm. Die Bedienung am Gerät selbst erfolgt über einen kombinierten Drehknopf mit Display – die meisten Funktionen stehen aber nur per Software zur Verfügung. Die Konnektivität umfasst WLAN, Ethernet und USB.
Der Laserkopf verfügt über einen Schutz gegen Rauchablagerungen auf dem Spiegel, eine Nahaufnahmekamera und einen Abstandssensor für den Autofokus. Eine Weitwinkelkamera in der Gehäuseabdeckung erfasst den gesamten Arbeitsbereich beim Einlegen des Materials. Allerdings dient diese Ansicht primär der groben Orientierung. Den eigentlichen Arbeitsbereich fängt die hochauflösende Kamera im Laserkopf ein: In der Software markiert man den gewünschten Bereich, und kurze Zeit später erscheint ein hochauflösendes Bild der Arbeitsfläche. Die Positioniergenauigkeit per Kamera und Lidar beträgt laut Hersteller 0,2 mm. In der Praxis können wir die hohe Genauigkeit bestätigen. Zwar gibt es andere Laser mit Kamerapositionierung, diese konnten allerdings nie mit derart hoher Präzision überzeugen. So lassen sich auch Reststücke noch hervorragend verarbeiten, und der Materialausschuss wird minimiert.
Neu ist das Wechsellinsensystem mit drei Objektiven: Die kleine Linse eignet sich für feine, präzise Gravuren, die mittlere Linse ist der Allrounder und standardmäßig montiert, die große Linse empfiehlt sich für schwere Schneidarbeiten an dicken Platten.
Inbetriebnahme & erste Schritte
Nach dem Aufstellen finden sich im Inneren des Lasers Zubehörteile, Werkzeuge und Anleitung. Der Kühlbehälter wird mit destilliertem Wasser befüllt und bei Bedarf die Löschpatrone eingelegt – beides gehört nicht zum Lieferumfang. Vor dem ersten Einsatz stehen die Verbindung per WLAN und die Kalibrierung des optischen Strahlengangs an – das dauert anhand der Anleitung etwa zehn Minuten. Die Software xTool Studio führt Schritt für Schritt durch den Prozess, sodass keine Fragen aufkommen.
Software
xTool setzt auf die hauseigene Software xTool Studio. Sie bietet eine praktische Materialbibliothek mit voreingestellten Parametern, eine Kamera-Vorschau zur Positionierung und KI-Funktionen zum Erstellen von Grafiken.
Hier muss man nicht experimentieren, um gute Ergebnisse zu bekommen. Dank der Materialbibliothek stehen für zahlreiche Materialien passende Settings zum Gravieren und Schneiden bereit.
Der Import von Bildern und die Positionierung von Grafiken funktionieren intuitiv. Die Kamerapositionierung arbeitet dabei wirklich präzise: Nach dem Fotografieren des Werkstücks lässt sich die Grafik auf den Millimeter genau platzieren. Anders als bei günstigen Lasern benötigt man hier keine zusätzliche Software wie LightBurn.
Gravieren & Schneiden
Zu behaupten, die Ergebnisse im Test überzeugten auf ganzer Linie, ist noch stark untertrieben! Selbst die lasererfahrenen Kollegen konnten sich ein breites Grinsen nicht verkneifen. So macht die Arbeit mit dem Laser richtig Spaß. Abgesehen von der großartigen Qualität begeistert insbesondere die extrem hohe Arbeitsgeschwindigkeit im Vergleich zu schwächeren Lasern. Der P3 graviert mit bis zu 1200 mm/s und liefert dabei scharfe und präzise Resultate. Holz, eloxiertes Aluminium, Acryl, Leder und lackiertes MDF zu gravieren – all das funktioniert superschnell und zuverlässig.
Beim Schneiden spielt der P3 seine 80 Watt erst richtig aus – derart viel Leistung haben wir bisher bei keinem anderen Testgerät erlebt. Eine 20 mm dicke, transparente Acrylplatte schneidet er bei maximaler Leistung und 2 mm/s in einem einzigen Durchgang. Auch 18 mm dickes Pappel-Sperrholz und 8 mm dickes Leder durchtrennt er mühelos. Die Schnittkanten sind trotz hohem Tempo exakt, nicht ausgefranst und ohne starke Brandspuren. Wer Leder verarbeitet, kann mühelos die Löcher für eine Naht mit dem Laser einbrennen und sich so viel Arbeit ersparen.
Spanholzplatten mit einer Dicke von 4 mm schneiden zwar auch die besseren Diodenlaser in nur einem Durchgang, dann allerdings sehr langsam und bei voller Leistung. Der P3 arbeitet hier mit nur 17 Prozent Power und einer Geschwindigkeit, die mit modernen 3D-Druckern vergleichbar ist – fast zu schnell für das Auge. Somit eignet sich das Gerät auch für extrem aufwendige und detaillierte Arbeiten. Selbst Schnittstege von weniger als einem Millimeter gelingen mit dem P3 problemlos. Mit schwächeren Lasern hätte eine solche Arbeit entweder ewig gedauert oder die Details wären schlicht verbrannt.
Richtig cool ist eine Besonderheit von CO₂-Lasern. Anders als günstige Diodenlaser kommt der P3 auch mit transparentem Acryl zurecht. Dieses kann sowohl graviert als auch geschnitten werden – bei günstigen Diodenlasern funktioniert das nur mit undurchsichtigem Acryl oder mit viel Vorarbeit. Mit dem P3 gelingen scharfe Schnittkanten und die gravierten Flächen werden gleichmäßig milchig und können dann etwa per LED ausgeleuchtet werden. Ein einfacher und schöner Effekt, der allerdings nur mit einem CO₂-Laser zu machen ist. Allein das erweitert die Anwendungsmöglichkeiten im Vergleich zu anderen Lasern enorm, was gerade im professionellen Bereich nicht zu unterschätzen ist.
Absaugung und Filter
Ohne externe Absaugung entsteht im geschlossenen Gehäuse beim Lasern schnell viel Rauch. Der optional erhältliche Lüfter xTool SafetyPro IF2 schafft Abhilfe. Er ist kompakt, bietet vier Geschwindigkeitsstufen plus Automatikmodus und verbindet sich per Bluetooth mit dem Laser. Der mitgelieferte halbstarre Schlauch lässt sich ohne Klammern installieren und befördert die Abluft aus dem Gehäuse – im Idealfall direkt nach draußen. Im Test reduziert der Absauger den Rauch deutlich.
Wer allerdings keine Möglichkeit hat, die Abluft ins Freie zu leiten, steht vor einem Problem: In geschlossenen Innenräumen haben die Abgase nichts zu suchen. Hier lohnt sich die zusätzliche Investition in den Luftfilter SafetyPro AP2 Max. Auch wenn das Gerät mit rund 2500 Euro nicht günstig ist, überzeugt es in der Praxis: Der Filter absorbiert laut Hersteller 99 Prozent der Schadstoffe. Im Test funktioniert das erfreulich gut – weder bei Holz, Acryl noch Leder konnten wir Gerüche außerhalb des Gerätes feststellen. Laut Hersteller darf die Abluft aus dem Filter direkt in den Raum geleitet werden, da die gereinigte Abluft die Anforderungen an die Luftqualität für eine Innenraumentlüftung erfüllt. Der Einsatz des P3 zusammen mit dem SafetyPro AP2 Max ist damit auch in Innenräumen bei geschlossenem Fenster möglich.
Optionales Zubehör
xTool bietet für den P3 eine ganze Reihe an praktischem Zubehör: einen stabilen Arbeitstisch für 439 Euro, die Absauganlage SafetyPro IF2 für 199 Euro, den Luftfilter SafetyPro AP2 Max für 2499 Euro und einen bisher nicht verfügbaren 5-Watt-IR-Laser für Metallgravuren und Kunststoffbearbeitung. Wer runde Objekte wie Gläser oder Flaschen gravieren will, benötigt zusätzlich das Rotationsmodul RA3 für 389 Euro. Dieses wird im Inneren angeschlossen und ermöglicht eine nahtlose Rundum-Gravur von Objekten bis 200 mm Durchmesser.
Für die Verarbeitung von riesengroßen Werkstücken und hohen Stückzahlen ist das Fördermodul für 669 Euro interessant. Es wird vor dem Laser platziert und fördert die Arbeitsstücke automatisch in den Arbeitsbereich. Bei Nutzung der Zuführeinheit schrumpft zwar die nutzbare Breite, aber die Länge wird deutlich größer. Die gesamte Arbeitsfläche beträgt dann 610 × 1500 mm. Mit zusätzlichen Schienen kann die Länge sogar bis zu 3000 mm betragen. Wie im Abschnitt „Sicherheit“ beschrieben, entfällt bei Nutzung des Fördermoduls allerdings die Einstufung in Laserklasse 1 – eine Schutzbrille und entsprechende Schulung sind dann Pflicht.
Preis
Der xTool P3 kostet rund 6779 Euro in der Grundausstattung. Das ist ein stolzer Preis, der den Laser klar im semiprofessionellen Bereich positioniert. Optionales Zubehör wie der 5-Watt-IR-Laser, das Rotationsmodul RA3, der SafetyPro-Absauger oder das Fördermodul treiben die Kosten weiter nach oben.
Für reine Hobbynutzung ist das kaum zu rechtfertigen. Wer den Laser jedoch produktiv einsetzt – etwa für Kleinserien, Schilder oder Prototypen –, bekommt eine leistungsfähige und sichere Maschine mit einer Ausstattung, die in dieser Preisklasse ihresgleichen sucht.
Fazit
Der xTool P3 ist der mit Abstand leistungsstärkste Laser, den wir bisher getestet haben. Die CO₂-Leistung von 80 Watt ermöglicht Schneidarbeiten, die mit Diodenlasern schlicht unmöglich sind: 20 mm Holz und 20 mm Acryl in einem Durchgang, saubere Kanten, hohe Geschwindigkeit. Die Gravurergebnisse auf Holz, eloxiertem Aluminium, MDF, Leder und Acryl sind durchweg erstklassig.
Besonders gut gefallen uns das geschlossene Gehäuse mit Laserklasse-1-Sicherheit, das Kamerasystem zur präzisen Positionierung, der Autofokus mit automatischer Tischhöhenverstellung und das Wechsellinsensystem. Die Software xTool Studio ist intuitiv und bietet mit Materialbibliothek und KI-Funktionen eine niedrige Einstiegshürde. Hinzu kommen Sicherheitsfeatures wie die integrierte Löschanlage. Die optionale Erweiterbarkeit durch IR-Laser, Rotationsmodul und Förderband macht den P3 vielseitig einsetzbar.
In der Praxis stören uns das enorme Gewicht von 105 kg, der hohe Platzbedarf und vor allem der hohe Preis. Ohne den optionalen Absauger entsteht zudem viel Rauch im Gehäuse – deshalb sollte das zur Grundausstattung gehören. Wir raten daher zur Nachrüstung des Absaugsystems.
Wer einen kompakten und günstigen Laser zum Gravieren sucht, ist mit Diodenlasern ab 300 Euro besser bedient. Wer aber regelmäßig dicke Materialien schneiden, große Arbeitsflächen nutzen und professionelle Ergebnisse erzielen will, findet im xTool P3 eine Maschine, die kaum Wünsche offenlässt.
Künstliche Intelligenz
Montag: AMD mit weiteren Desktop-CPUs, MacBook-Neo-Konkurrenz von Dell und Acer
Diese Woche findet in Taiwan die IT-Messe Computex statt, und im Vorfeld wurden bereits mehrere neue Produkte vorgestellt. So legt AMD zum zehnjährigen Jubiläum der AM4-Plattform den Ryzen 7 5800X3D mit Stapelcache neu auf, wodurch älteren Systemen wieder eine Upgrade-Möglichkeit geboten wird. Auch für AM5-Boards gibt es einen günstigen X3D-Prozessor, nämlich einen weiteren Achtkerner mit Stapelcache. Während diese CPUs auf Desktop-PCs abzielen, präsentieren Dell und Acer neue Laptops, denn das MacBook Neo hat die Notebookmittelklasse umgekrempelt. Mit dem neuen XPS 13 will Dell ein Stück vom Kuchen abhaben und bringt dafür ein Modell zum selben Preis bei besserer Ausstattung. Diesen Plan hat auch Acer und setzt in der gehobenen Mittelklasse auf ein in mehreren Farben erhältliches Vollmetallgehäuse sowie Intels Einsteigerprozessor Core 300. Dieser 1,2 kg leichte Laptop mit Windows 11 besitzt aber einen etwas größeren Bildschirm von 14 Zoll – die wichtigsten Meldungen im kurzen Überblick.
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AMD füllt wieder eine Lücke bei Mainboards mit der CPU-Fassung AM4: Nachdem der Chiphersteller vor rund einem Jahr den Ryzen 7 5700X3D aus dem Programm genommen hatte, gab es hierzulande für die 2016 vorgestellte AM4-Plattform keine Desktop-CPUs mit Stapelcache mehr zu kaufen. Das ändert sich, denn der Ryzen 7 5800X3D feiert als 10th Anniversary Edition sein Comeback. Daran dürfte nicht nur das Jubiläum, sondern auch die hohen RAM-Preise Anteil haben. Zudem ergänzt AMD die aktuelle AM5-Plattform um einen weiteren Achtkerner mit Stapelcache. Der Ryzen 7 7700X3D mit 120 Watt TDP kostet rund 300 Euro und sortiert sich damit zwischen dem Sechskerner Ryzen 5 7500X3D für 210 und dem Achtkerner Ryzen 7 7800X3D für 335 Euro ein: AMD bringt die Gaming-CPU Ryzen 7 5800X3D zurück.
Neue Hardware-Produkte kommen auch von Dell. Der Hersteller stellt sein bislang günstigstes XPS-Notebook vor, das preislich mit Apples MacBook Neo konkurriert. Bislang waren Dells XPS-Notebooks typische Vertreter der Edelklasse: schicke Vollmetallgehäuse, flotte Technik, viele Komfortfunktionen – aber auch sehr teuer. Das neue XPS 13 soll anders sein. Die Preise beginnen bei 699 US-Dollar – und damit exakt auf dem Niveau der größeren MacBook-Neo-Variante mit 8 GByte Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD. Womit dann auch gleich die Speicherausstattung eben jener Basisausstattung des XPS 13 genannt wäre. Dazu setzt Dell sowohl beim Bildschirm als auch bei der Tastatur einen drauf, denn es gibt einen etwas höher auflösenden Touchscreen und eine Keyboard-Beleuchtung: Dell kontert MacBook Neo mit günstigem XPS 13.

(Bild: Dell)
Einen weiteren Konkurrenten zu Apples MacBook Neo präsentiert Acer in seiner leichten Baureihe Swift Air. Diese debütierte im vergangenen Jahr als 16-Zöller mit Ryzen-Innenleben; nun folgt eine 14-Zoll-Variante mit Intels Einsteigerprozessor Core 300 alias Wildcat Lake. Während das Swift 16 dank eines Vollmetallgehäuses aus einer Magnesiumlegierung ein Kampfgewicht von nur einem Kilogramm auf die Waage bringt, setzt Acer beim neuen Swift Air 14 auf Aluminium. Trotz der geringeren Abmessungen ist es deshalb schwerer, auch wenn 1,2 Kilogramm immer noch alltagstauglich wenig Gewicht sind. In den USA beginnen die Preise – typisch Neo-Konter – bei 700 US-Dollar mit Core 5, 8 GByte aufgelötetem LPDDR5-Arbeitsspeicher und 512-GByte-SSD; hierzulande werden daraus 800 Euro: Acers MacBook-Neo-Antwort heißt Swift Air 14.
YouTube hat angekündigt, die eigene App für Premium-Abonnenten um einige gerade für Podcasts wichtige Funktionen zu erweitern. Dazu gehören ein On-the-Go-Modus mit erweiterten Kontrollelementen für die Bedienung der App beim Hören unterwegs und die Einstellung einer automatischen Abspielgeschwindigkeit. Letztere soll nützlich sein, in den Podcasts nichts zu verpassen, aber trotzdem Zeit zu sparen. Während diese zunächst zu Android und später auch für iOS kommenden Funktionen zahlenden Nutzern weltweit zur Verfügung gestellt werden, ist „Ask Music“, die Möglichkeit zur Suche nach Musik- und Podcast-Empfehlungen, zunächst einer begrenzten Zahl von Ländern vorbehalten. Innerhalb Europas gehören nur Großbritannien und Irland dazu: YouTube erweitert Podcasts um drei neue Funktionen für Premium-Abonnenten.
Durch eine plötzliche Änderung seitens Volkswagens wird der Umgang mit den Elektroautos des Herstellers seit einigen Tagen umständlicher. Im Zentrum steht dabei eine Programmierschnittstelle (API), auf welche die Nutzer jetzt keinen Zugriff mehr haben. Das ist aber notwendig, um Daten des eigenen Fahrzeugs zu erhalten. Denn moderne Fahrzeuge sammeln eine Menge Daten. Bei Elektroautos können deren Besitzer so beispielsweise den Ladezustand des Akkus abfragen, um Ladevorgänge optimiert per Wallbox zu steuern. So ist auch ein netzdienliches Laden bei Solarstrom-Überschuss in den Mittagsstunden möglich. Doch durch Änderungen an der VW-API können Drittanbieter-Lösungen keine Verbindung mehr zu den VW-Servern herstellen: VW kappt mit API-Änderung Besitzern Zugriff auf eigene Fahrzeugdaten.
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Auch noch wichtig:
(fds)
Künstliche Intelligenz
YouTube erweitert Podcasts um drei neue Funktionen für Premium-Abonnenten
YouTube hat angekündigt, die eigene App für Premium-Abonnenten um einige gerade für Podcasts wichtige Funktionen zu erweitern. Dazu gehören ein On-the-Go-Modus mit erweiterten Kontrollelementen beim Hören unterwegs und die Einstellung einer automatischen Abspielgeschwindigkeit. Während diese Funktionen zahlenden Nutzern weltweit zur Verfügung gestellt werden, ist „Ask Music“, die Möglichkeit zur Suche nach Musik- und Podcast-Empfehlungen, zunächst einer begrenzten Zahl von Ländern vorbehalten.
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YouTube-Eigner Google hatte etliche Jahre einen eigenen Podcast-Player, diese Podcast-App aber 2024 eingestellt und Podcasts in YouTube Music integriert. Jetzt bringt YouTube einige gerade für das Hören von Podcasts beim Laufen, Spazierengehen oder dem Weg zur Arbeit nützliche Funktionen zurück. So erhält die YouTube-Music-App einen On-the-Go-Modus, der gerade für das Hören von Podcasts unterwegs nützlich sein soll.
Einfachere Podcast-Steuerung unterwegs
Der On-the-Go-Modus wird laut offiziellem YouTube-Blog in den Einstellungen aktiviert und enthält prominent platzierte, etwas leichter erreichbare Kontrollelemente wie das Vor- und Zurückspringen. Bislang sind diese am unteren Bildschirmrand des Mobilgeräts zu finden. Zudem werden die Buttons auch bei gesperrtem Bildschirm größer dargestellt, sodass die Steuerung auch in diesem Zustand erleichtert wird.
Die automatische Abspielgeschwindigkeit soll hingegen nützlich sein, Podcasts nicht zu verpassen, aber trotzdem Zeit zu sparen. Statt die Abspielgeschwindigkeit des Podcasts etwa bei langsameren Sprechern manuell zu beschleunigen oder in wichtigen Momenten zu verlangsamen, übernimmt diese Funktion dies automatisch. Wie der On-the-Go-Modus ist auch die automatische Abspielgeschwindigkeit für Premium-Abonnenten zunächst auf Android und später auch für iOS verfügbar.
„Ask Music“ erleichtert Premium-Abonnenten bislang bereits das Finden von Musik innerhalb der YouTube-Music-App. Diese Funktion wird nun auf Podcasts erweitert. Allerdings ist die Funktion zumindest vorerst nur in Australien, Kanada, Irland, lateinamerikanischen Staaten (Brasilien ausgenommen), Mexiko, Neuseeland, Großbritannien und den USA nutzbar. Ob dies künftig auf weitere Länder ausgedehnt wird, sagt YouTube nicht. All diese Funktionen bleiben zudem Premium-Abonnenten vorbehalten.
Auch auf dem Kanal von heise online bei YouTube laufen mit der #heiseshow, dem c’t Uplink, c’t 3003 und den deutschen Darknet Diaries Podcasts.
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(fds)
Künstliche Intelligenz
Für billige Windows-11-Notebooks: Qualcomm bringt Snapdragon C
Der US-Chiphersteller Qualcomm kündigt die ARM-CPU-Baureihe Snapdragon C für besonders günstige Windows-11-Notebooks an. In den USA sollen solche Geräte zu Preisen ab 300 US-Dollar im Laufe des Jahres auf den Markt kommen.
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Acer hat bereits eine neue Version des Aspire Go 15 mit Snadragon C avisiert. Es soll mit maximal 8 GByte Arbeitsspeicher und einer 512-GByte-SSD erhältlich sein.
MacBook-Neo-Konter
Der Snapdragon C ist vermutlich eine Reaktion auf den Erfolg des Apple MacBook Neo. Außerdem will Google ab Herbst die sogenannten „Googlebooks“ mit Android und Gemini-KI auf den Markt bringen.
Seit Mitte 2024 sind Windows-11-Notebooks mit dem ARM-Prozessor Qualcomm Snapdragon X erhältlich, zunächst eher zu Preisen oberhalb von 1000 Euro. Später schob Qualcomm billigere Snapdragon-X-Versionen mit weniger CPU-Kernen sowie mit vergleichsweise niedriger Turbo-Taktfrequenz nach.
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Mittlerweile sind mehrere Snapdragon-X-Notebooks zu Preisen ab rund 600 Euro in Deutschland erhältlich, die sogar mit je 16 GByte RAM und einem OLED-Display bestückt sind.
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Für Alltags-Aufgaben
Bisher hat Qualcomm noch nicht verraten, wie viele ARM-Kerne die Snapdragon C haben und wie hoch diese takten. Laut der Pressemeldung richten sich Snapdragon-C-Notebooks vor allem an Schulkinder, Familien mit begrenztem Budget und Kleinfirmen. Die Geräte sollen Alltagsaufgaben bewältigen und einen (Arbeits-)Tag lang mit Akkustrom laufen.
Im Snapdragon C steckt laut Qualcomm auch eine Neural Processing Unit (NPU) für KI-Apps; deren Rechenleistung dürfte aber nicht für die Vorgaben von Microsoft für das Etikett „Copilot+“ ausreichen. USB4 hingegen erwähnt Qualcomm nicht.
Erste Snapdragon-C-Notebooks dürften ab dem 2. Juni auf der Computex 2026 in Taipeh zu sehen sein.
(ciw)
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