Künstliche Intelligenz
Amazon mit ungebremstem Wachstum und extremen KI-Investitionen, aber Aktie fällt
Amazon.com profitiert weiterhin vom wachsenden Handelsgeschäft und der hohen Nachfrage nach Cloud-Kapazitäten aufgrund Künstlicher Intelligenz (KI). Deshalb erhöht der Konzern für das laufende Jahr seine Investitionen enorm, um mehr als 50 Prozent gegenüber 2025 auf nun 200 Milliarden US-Dollar. Beobachter hatten für 2026 mit 146,6 Milliarden Dollar gerechnet. Zwar sind Umsatz und Gewinne erneut gestiegen, aber Anleger hatten einen etwas höheren Gewinn pro Aktie erwartet. Amazons Aktienkurs hat im nachbörslichen Handel wohl auch deshalb um rund 11 Prozent nachgegeben.
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Der Anstieg der KI-Investitionen war zwar erwartet worden, auch Google hat gestern Rekordinvestitionen in die KI-Cloud angekündigt. Doch nachdem Amazon 2025 rund 131 Milliarden Dollar investiert hatte, war der Sprung auf 200 Milliarden Dollar für dieses Jahr unerwartet hoch. Der überwiegende Teil dieses Kapitals ist für Rechenzentren und andere Infrastrukturen vorgesehen, um der hohen Nachfrage nach KI-Angeboten gerecht zu werden.
„Angesichts der starken Nachfrage nach unseren bestehenden Angeboten und wegweisenden Möglichkeiten wie KI, Chips, Robotik und Satelliten im niedrigen Orbit gehen wir davon aus, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden US-Dollar in Kapitalausgaben bei Amazon zu investieren und erwarten eine starke langfristige Rendite auf das investierte Kapital“, sagte Amazon-Chef Andy Jassy per Mitteilung. Allein im letzten Quartal hat die Cloud-Abteilung AWS (Amazon Web Services) neue Verträge mit zahlreichen namhaften Organisationen wie OpenAI, der NBA, Perplexity, Lyft, United Airlines, DoorDash, Salesforce, der US-Luftwaffe, AT&T, HSBC und CrowdStrike abgeschlossen.
Milliardeninvestitionen in Cloud und KI
Während der Telefonkonferenz mit Investoren erklärte Jassy laut CNBC, dass die Investitionen „überwiegend“ in AWS fließen werden, wo Workloads, die nichts mit KI zu tun haben, „schneller wachsen als erwartet“. Trotzdem bleibt KI ein Wachstumsmotor. „Wir haben eine sehr hohe Nachfrage“, fügte Jassy hinzu. „Die Kunden wollen AWS unbedingt für Kern- und KI-Workloads, und wir monetarisieren die Kapazität so schnell, wie wir sie installieren können.“
Finanziell zeigt sich das im Ende Dezember abgeschlossenen vierten Geschäftsquartal, als der Cloud-Umsatz um 24 Prozent auf 35,6 Milliarden Dollar gestiegen ist. Analysten hatten mit einem Wachstum von 21,4 Prozent gerechnet. Nach Angaben Jassys war dies das „schnellste Wachstum seit 13 Quartalen“ für AWS. 2025 ist der AWS-Umsatz im Jahresabstand insgesamt um 20 Prozent auf 128,7 Milliarden Dollar gestiegen.
Handelsgeschäft größer, aber geringer wachsend
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Das Handelsgeschäft wächst zwar ebenfalls, aber weniger als das Cloud-Business. Allerdings liegt der Umsatz hier auf einem deutlich höheren Niveau. Im vierten Quartal 2025 konnte Amazon die Verkäufe gegenüber dem Vorjahr um 14 Prozent auf 213,4 Milliarden Dollar steigern. Der Betriebsgewinn wurde dabei um fast 18 Prozent auf 25 Milliarden Dollar erhöht, der Nettogewinn steigt gleichzeitig allerdings nur um 6 Prozent.
Im gesamten letzten Jahr sind die Verkäufe im Jahresvergleich um 12 Prozent auf 716,9 Milliarden Dollar gestiegen, der Betriebsgewinn um fast 17 Prozent auf 80,0 Milliarden Dollar und der Nettogewinn um sogar 31 Prozent auf 77,7 Milliarden Dollar. Das dürfte auch auf Personalkürzungen zurückzuführen sein. Letzten Herbst hat Amazon 14.000 Bürojobs gestrichen, weil dort mehr auf KI gesetzt wird. Das setzt sich Anfang dieses Jahres fort. Amazon plant 2026, weitere 16.000 Jobs zu streichen. Betroffen sind erneut vor allem Bürojobs. Trotzdem beschäftigt immer noch mehr als 1,57 Millionen Mitarbeiter, überwiegend Lagerarbeiter.
Ausblick mit leichtem Umsatzwachstum, Aktie fällt
Für das laufende Quartal erwartet Amazon einen Umsatz zwischen 173,5 und 178,5 Milliarden Dollar, was einem Wachstum gegenüber dem Vorjahr von 11 bis 15 Prozent entspricht. Analysten hatten mit 175,6 Milliarden Dollar gerechnet, sodass der Konzern diesen Erwartungen gerecht wird. Der Betriebsgewinn dürfte dagegen eher auf dem Niveau des Vorjahres liegen, als dieser 18,4 Milliarden Dollar betrug. Denn für das aktuelle Quartal rechnet Amazon mit einem Betriebsgewinn zwischen 16,5 und 21,5 Milliarden Dollar.
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Auch das könnte die Anleger beeinflusst haben, nachdem Amazons Quartalsbericht nur für 1,95 Dollar Gewinn pro Aktie reicht, Analysten aber 1,97 Dollar erwartet hatten. Nachdem die Amazon-Aktien im Laufe des Handelstages bereits um 4,4 Prozent nachgegeben hatten, sackte das Papier nachbörslich um weitere rund 11 Prozent ab.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Wander-bot: Windgetriebener Roboter soll Langstrecken ohne Akku erkunden
Ein Forschungsteam der Cranfield University hat einen 3D-gedruckten Roboter entwickelt, der sich mittels Windenergie vorwärtsbewegt. Der Wander-bot-Roboter ist an dem „Strandbeesten“-Kunstprojekt von Theo Jansen angelehnt, in dem der niederländische Künstler windgetriebene Roboter für den Strand erstellt hat. Der Wander-bot der Wissenschaftler nutzt allerdings eine Windturbine statt Segel für den Antrieb. Das soll dafür sorgen, dass der Roboter sich besser bewegen kann. Der Plan ist, den Roboter Langzeiterkundungstouren in windigen Umgebungen wie Wüsten oder auch auf anderen Planeten vornehmen zu lassen, ohne dass er für die Bewegung Strom benötigt.
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Der Wander-bot befindet sich noch in einer sehr frühen Entwicklungsphase und wurde als Prototyp mit niedrigem Reifegrad auf dem Advanced Space Technologies in Robotics and Automation Symposium 2025 (ASTRA) der europäischen Weltraumorganisation ESA vorgestellt, wie die Cranfield University in einer Mitteilung schreibt.
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Das Video zeigt die Funktionsweise des Wander-bot-Roboters der Cranefiled University.
Cranefield University
Der Roboter besteht im Wesentlichen aus Teilen, die mit einem 3D-Drucker erstellt worden sind. Der Wander-bot nutzt dabei einen Gestängemechanismus zur Fortbewegung. Die Forscher greifen auf das von Jansen entwickelte Gestänge zurück, das Rotationsbewegungen in eine Gehbewegung umwandelt. Die Forscher benutzen allerdings statt eines Segels, wie bei Jansens „Strandbeesten“, eine tonnenförmige Savonius-Windturbine mit schaufelförmigen Rotorblättern. Sie wird durch Wind in eine Rotation gebracht, die die Forscher über Zahnräder auf das Gestänge umleiten und den Roboter damit zum Gehen bringen.
Keine Motoren und Batterien zum Bewegen nötig
Nach Angaben der Wissenschaftler soll der Wander-bot bei Windeinfluss selbstständig laufen können, ohne dafür weitere Energie zu benötigen. Dadurch reicht es aus, in den Roboter lediglich eine kleinere Batterie einzubauen, die etwa eine zusätzliche Elektronik und Sensoren zur Umweltüberwachung antreiben kann. Die Reichweite des Roboters sei durch den Antrieb über Windenergie nahezu unbegrenzt und damit nicht durch die Kapazität eines Akkus beschränkt. Der Wander-bot könne entsprechend sehr lange in Umgebungen eingesetzt werden, in denen viel Wind vorkommt. Auch sei er dort einsetzbar, wo wegen Lichtmangels keine Solarenergie genutzt werden kann oder bei Dunkelheit.
Dabei kommt dem Roboter zugute, wartungsarm zu sein. So kann er über einen längeren Zeitraum ohne menschlichen Zugriff an schwer zugänglichen Orten, wie etwa Wüsten und perspektivisch auch auf anderen Planeten seinen Dienst tun. Durch den Einsatz 3D-gedruckter Teile könne er außerdem schnell und kostengünstig repariert werden, werben die Forscher für den Wander-bot.
Die Wissenschaftler arbeiten nun daran, den Roboter hinsichtlich seiner Manövrierfähigkeit zu verbessern. Er soll sich dann auch in schwierigerem Gelände bewegen und steuern lassen.
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Die Forschungsarbeit der Wissenschaftler der Cranfield University wird von den UK-RAS Network+ der University of Manchester unterstützt. Finanzielle Mittel für die Arbeit kommen vom UK Engineering and Physical Sciences Research Council (EPSRC).
(olb)
Künstliche Intelligenz
c’t-Webinar: KI-Schreibwerkzeuge im Praxiseinsatz | heise online
Gute Texte machen Arbeit. Es reicht nicht, ChatGPT und Konsorten mit mehr oder weniger passenden Prompts zu füttern, um wohlformulierte Schriftstücke zu erhalten. Viele Menschen, die beruflich mit Texten arbeiten treibt jedoch genau diese Frage um: Kann mir die überall gehypte künstliche Intelligenz einen Teil meiner täglichen Schreibarbeit abnehmen?
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Wenn man weiß, wie es geht, können KI-Schreibwerkzeuge tatsächlich auf vielfältige Weise unterstützen: Sie kürzen oder längen Texte, prüfen Grammatik, verbessern den Stil, fassen Inhalte zusammen oder übersetzen sie in eine andere Sprache. Dabei schlägt sich nicht jedes Tool in allen Aufgaben gleich gut. Unter Umständen benötigt man mehrere Anwendungen, um zum gewünschten Ergebnis zu kommen. Und zu guter Letzt bleibt die Frage nach den Grenzen dieser Werkzeuge.
Tools kennenlernen und effizient einsetzen
Referentin Dorothee Wiegand, langjährige c’t-Redakteurin und Autorin, zeigt in diesem praxisorientierten Webinar, wie Sie aus dem inzwischen riesigen Angebot für Ihren Arbeitsalltag passende Tools auswählen und diese gewinnbringend einsetzen. Zudem gibt die Referentin Hinweise, wie Sie die Ergebnisse der KI kritisch überprüfen und einordnen können. Im Fokus steht primär die Frage danach, wie die künstliche Intelligenz den Alltag sinnvoll und effizient unterstützen kann. Reinen Prompting-Budenzauber sucht man hier dagegen vergebens.
Die Referentin stellt exemplarisch Schreib- und Übersetzungswerkzeuge vor, insbesondere auch solche abseits von ChatGPT. Dabei geht sie sowohl auf die Möglichkeiten als auch die Einschränkungen der Tools ein. Wiegand entzaubert einerseits ein wenig die generative KI und zeigt andererseits, wie Sie im Alltag ganz praktisch mit KI-Werkzeugen an Texten arbeiten.
Zweieinhalb Stunden mit vielen Aha-Momenten
In diesem Webinar lernen Sie verschiedene Tools anhand konkreter Beispiele kennen. Sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit KI-Textwerkzeugen, verstehen deren Möglichkeiten und Grenzen – und können danach fundiert entscheiden, welches Tool für Ihre Zwecke taugt.
- Datum: 6. Mai 2026
- Uhrzeit: 16:00 bis 18:30 Uhr
- Preis: 59,00 Euro (Frühbucherpreis bis 6. April 2026)
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Für individuelle Fragen ist ausreichend Zeit eingeplant. Um am Livestream teilzunehmen, genügt ein aktueller Browser. Die Aufzeichnung und andere bereitgestellte Materialien lassen sich auch im Nachgang abrufen. Alle Informationen zur Veranstaltung und Anmeldung finden Sie auf der Webinar-Seite.
(abr)
Künstliche Intelligenz
Präsentationen mit KI-Videos: Komplexe Inhalte effizient vermitteln
Im Meeting-Alltag haben Vortragende es schwer, die Aufmerksamkeit ihres Publikums aufrecht zu erhalten. Wer ein Thema fest verankern will, sollte mehr bieten als nur ein paar wohlstrukturierte PowerPoint-Folien. Zeit für einen Medienwechsel.
KI-Werkzeuge machen es Nutzern leicht wie nie, ihre Präsentationen mit nützlichen Erklärvideos anzureichern. Dafür braucht man weder Filmstudio noch externe Dienstleister. Ausgangspunkt sind vertraute Plattformen wie ChatGPT oder Gemini, ergänzt um spezialisierte Tools, etwa zur Video-Generierung nach Bild-Vorlage. So kann man sich einen effizienten DIY-Prozess bauen, mit dem sich etwa IT-Themen schnell und verständlich visualisieren lassen.
- Verständliche Erklärvideos können trockene Präsentationen anreichern und auflockern. Um sie zu erstellen, muss man dank KI kein Medienprofi mehr sein.
- Der Artikel erläutert einen Workflow, mit dem man Erklärvideos von der Idee bis zum fertigen Clip konzipieren und realisieren kann.
- Entlang der einzelnen Schritte greifen verschiedene KI-Systeme dem Nutzer maßgeblich unter die Arme. Sie extrahieren den zu vermittelnden Inhalt, schreiben das Video-Skript, generieren Bilder und schließlich Videoclips.
Der Artikel schildert eine strukturierte Vorgehensweise, wie Nutzer mithilfe verschiedener KI-Systeme ein Erklärvideo planen und realisieren. Dazu zählen das Skript des Videos, gesprochene KI-Erklärungen sowie die passenden Videobilder. Anhand eines konkreten Beispiels erläutert der Text dieses Vorgehen bis zum fertigen Video. Dabei verwendet unser Beispiel fast ausschließlich kostenlose Werkzeuge – lediglich die Video-Generierung lassen wir uns gut zwei Euro kosten.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Präsentationen mit KI-Videos: Komplexe Inhalte effizient vermitteln“.
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