Digital Business & Startups
MYNE: Was wirklich hinter dem Geschäftsmodell steckt
Urlaube im Sommer folgen oft einem Muster. Erst Sonne, Erholung und Meer. Dann, spätestens bei Abreise, formt sich das Verlangen, dieses Gefühl zu konservieren – oder es zumindest öfter zu fühlen. Da setzt seit einiger Zeit ein Markt an, der aus dem Wunsch ein Geschäft macht: eine Ferienimmobilien kaufen, auch wenn man es sich auf den ersten Blick gar nicht leisten kann.
Dieses Angebot begegnete Urlaubern in diesem Sommer unter anderem in einem empfänglichen Moment: auf dem Rückflug. In den Bordmagazinen von mehreren Fluggesellschaften fanden sich Anzeigen von Unternehmen, die sich das Miteigentum zum Geschäft gemacht haben. In Eurowings-Flügen konnten Reisende zum Beispiel vom dänischen „21-5“ lesen – aber auch von dem deutschen Start-up „MYNE Homes“.
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Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, immer mehr Menschen „ihren Traum von der eigenen Ferienimmobilie zu erfüllen“. Die Gründer setzen dabei auf ein Modell, das in den USA schon weit verbreitet ist: das sogenannte „Managed Co-Ownership“. Heißt: Mehrere Käufer erwerben Anteile an einer Immobilie, können diese anteilig nutzen und treten alle organisatorischen Prozesse wie Instandhaltung, Vermietung und Abrechnung an eine professionelle Verwaltung ab.
„MYNE Homes“ wirbt mit Schlagwörtern wie „Rund-um-Sorglos-Service“, „Traum-Urlaubsimmobilien“ und „ganzjährige flexible Nutzung“. Auf der Internetseite des Start-ups kommen 24 Kunden zudem kaum aus dem Schwärmen heraus. Vor allem der Service wird in den Bewertungen, die ohne Klarnamen und Foto veröffentlicht sind, immer wieder in den Vordergrund gestellt. So schreibt zum Beispiel Julian S., der einen Anteil an einer Immobilie auf Mallorca erworben haben will, von einer „sorgenfreien Urlaubszeit durch MYNE-Service“.
Was hinter dem Geschäftsmodell von „MYNE“ steckt
Eine WELT-Recherche hat allerdings ergeben, dass längst nicht jeder Kunde derart zufrieden mit dem Service des Start-ups ist. Die Gespräche mit Eigentümern werfen Fragen über die Versprechen und die Kostentransparenz auf. Wie funktioniert das „MYNE“-Geschäftsmodell also wirklich?
Um sich der Frage zu nähern, lohnt es sich, das Unternehmen mal genau unter die Lupe zu nehmen. „MYNE“ ist 2021 von Nikolaus Thomale und Fabian Löhmer gegründet worden. Thomale ist Jurist, Löhmer ist Betriebswirt. Schon vor der „MYNE“-Gründung sammelten die Männer jeweils Start-up-Erfahrung.
Digital Business & Startups
KI wird die meisten Aufgaben von Büro-Jobs in 18 Monaten automatisieren, laut Microsoft-Manager
Microsoft-KI-Chef Mustafa Suleyman sagt, KI werde bei Büroarbeit „menschliches Leistungsniveau“ erreichen.
Er prognostiziert, dass die meisten Aufgaben in diesem Bereich in den kommenden 12 bis 18 Monaten automatisiert werden können.
Mehrere Führungskräfte der KI-Branche warnen vor einem bevorstehenden massiven Stellenabbau.
Microsofts KI-Chef reiht sich in eine wachsende Zahl von Führungskräften ein, die eine umfassende Automatisierung von Arbeitsplätzen durch Künstliche Intelligenz erwarten.
Mustafa Suleyman sagte in einem Interview mit der „Financial Times“, er gehe davon aus, dass die meisten, wenn nicht alle Aufgaben in typischen Büroberufen innerhalb des nächsten Jahres oder anderthalb Jahren von KI automatisiert werden.
„Ich denke, wir werden bei den meisten, wenn nicht allen beruflichen Tätigkeiten ein Leistungsniveau erreichen, das dem eines Menschen entspricht“, sagte Suleyman in dem am Mittwoch veröffentlichten Interview. „Also klassische Büroarbeit – wenn man am Computer sitzt, sei es als Anwalt, Buchhalter, Projektmanager oder im Marketing – die meisten dieser Aufgaben werden innerhalb der nächsten 12 bis 18 Monate vollständig von einer KI automatisiert.“
Er sagte, dieser Trend sei bereits in der Softwareentwicklung zu beobachten, wo Beschäftigte für den Großteil ihrer Codeproduktion auf „KI-gestütztes Programmieren“ zurückgreifen.
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„Das ist eine ganz andere Beziehung zur Technologie – und das hat sich in den letzten sechs Monaten entwickelt“, sagte er.
KI verändert die Arbeitswelt bereits spürbar
Der rasante Fortschritt der KI in den vergangenen fünf Jahren hat bereits nachweisbare Veränderungen in der Art und Weise bewirkt, wie bestimmte Büroarbeiten ausgeführt werden.
BUSINESS INSIDER (BI) berichtete kürzlich über eine „KI-Müdigkeit“ in der Softwareentwicklung: Die Technologie steigere zwar die Produktivität, führe aber auch zu Erschöpfung, da von Beschäftigten erwartet werde, gleichzeitig mehr Aufgaben zu übernehmen.
Einige Führungskräfte und Pioniere im Bereich KI gehen davon aus, dass Künstliche Intelligenz weit genug fortschreiten wird, um ganze Belegschaften zu ersetzen.
Der Informatiker Stuart Russell, Mitautor eines der weltweit maßgeblichen Fachbücher zu KI, sagte in einem Interview im vergangenen Jahr, politische Entscheidungsträger rechneten mit „80 Prozent Arbeitslosigkeit“ infolge von KI, da Berufe vom Chirurgen bis zum Vorstandsvorsitzenden gefährdet seien.
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Dario Amodei, CEO und Mitgründer von Anthropic, erklärte zuvor, KI könne die Hälfte aller Einstiegsjobs im Bürobereich vernichten.
„Wir als Entwickler dieser Technologie haben die Pflicht und Verantwortung, ehrlich darüber zu sprechen, was kommt“, sagte Amodei in einem Interview mit Axios. „Ich glaube nicht, dass das den Menschen wirklich bewusst ist.“
Ein Sprecher von Microsoft reagierte nicht auf eine Anfrage um Stellungnahme.
Digital Business & Startups
Peter Thiel investiert Millionen in Berliner Drohnen-Startup Stark – neues Unicorn?
Peter Thiel steigt wohl bei Stark ein – ein Milliardenauftrag der Bundeswehr könnte das Startup zum Unicorn machen.
Steht etwa das zweite deutsche Unicorn 2026 fest? Nach Informationen von Insidern soll US-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel über seinen Founders Fund eine zweistellige Millionensumme in das deutsche Drohnen-Startup Stark Defence investiert haben. Ebenfalls sollen auch Investoren aus Europa investiert sein. Das berichtet das Manager Magazin.
Damit könnte das Berliner Startup Unicornstatus erreichen. Die Bewertung von Stark soll dabei auf mehr als eine Milliarde Euro angestiegen sein.
Stark habe die Finanzierungsrunde auf Anfrage des Manager Magazins nicht kommentieren wollen und auch der Founders Fund sowie ein Sprecher von Peter Thiel reagierten bislang nicht.
Zu den bisherigen Investoren zählt neben den Tech-Investor Thiel, der CIA-nahe VC-Fonds In-Q-Tel, der NATO-Innovationsfonds, der Berliner Wagniskapitalgeber Project A sowie Doepfner Capital, eine Venture Capital Firma mit Sitz in Los Angeles, geführt von Moritz Döpfner, Sohn des Axel-Springer-CEOs Mathias Döpfner (Gründerszene gehört zu Axel Springer).
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Großbestellung der Bundeswehr für Virtus-Drohne
Laut Medienberichten möchte außerdem das Verteidigungsministerium des Bundes für rund 536 Millionen Euro bei den deutschen Rüstungs-Startups Helsing und Stark einkaufen – und zwar sogenannte Kamikazedrohnen.
Noch im Februar 2026 soll die Großbestellung für die Kamikazedrohne „Virtus“ von Stark unterzeichnet werden, berichtet das Manager Magazin dazu. Insgesamt liege der Rahmenvertrag sogar bei 4,3 Milliarden Euro. 3 Milliarden sollen auf Stark entfallen, heißt es. Auch dadurch könnte die Bewertung bald weiter steigen.
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Quantum Systems erhält 150 Millionen – AVILOO bekommt 30 Millionen – Hypersonica erhält 23,3 Millionen
#DealMonitor
+++ #DealMonitor +++ Unicorn Quantum Systems erhält 150 Millionen +++ AVILOO bekommt 30 Millionen +++ Hypersonica erhält 23,3 Millionen +++ conmeet sammelt 1,3 Millionen ein +++ Finanzspritze für CyberDesk +++

Im #DealMonitor für den 13. Februar werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.
STARTUPLAND: SAVE THE DATE

The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere zweite STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: STARTUPLAND 2026 findet bereits am 18. März statt. Mehr über Startupland
INVESTMENTS
Quantum Systems
+++ Die Europäische Investitionsbank EIB, KfW, Commerzbank und Deutsche Bank stellen dem DefenseTech Quantum-Systems eine Kreditlinie in Höhe von 150 Millionen zur Verfügung. „The financing package will support Quantum Systems’ ongoing investments in technology, industrial capacity, and organizational growth, while reinforcing its commitment to European security, resilience, and long-term value creation“, teilt das Unternehmen mit. Der englische Investor Balderton Capital und Co. investierten im Rahmen einer Series-C-Erweiterungsrunde zuletzt 180 Millionen Euro in das Unternehmen. Die Bewertung des Unternehmens stieg auf 3 Milliarden Euro. Quantum-Systems, 2015 von Florian Seibel, Michael Kriegel, Tobias Kloss und Armin Busse gegründet, setzt auf unbemannte Flugdrohnen für militärische und zivile Zwecke – samt Softwareplattform. Insgesamt sammelte das Unicorn bisher rund 500 Millionen ein. Mehr über Quantum-Systems
AVILOO
+++ Die Münchner Investmentholding Armira Growth, Invest AG und European Innovation Council Fund (EIC) investieren 30 Millionen Euro in AVILOO. Im Rahmen der Transaktion kauften die genannten Geldgeber „einen der ersten Kapitalgeber von AVILOO“ raus. Das Unternehmen, 2018 von Wolfgang Berger und Nikolaus Mayerhofer gegründet, entwickelt eine Batteriediagnostik für gebrauchte Elektro- und Plug-inHybridfahrzeuge. Das neue Investment soll vor allem „die Produktentwicklung und die internationale Expansion weiter beschleunigen – mit besonderem Fokus auf die USA und Asien“. Mehr über AVILOO
Hypersonica
+++ Der amerikanische Investor Plural, die Bundesagentur für Sprunginnovationen (SPRIND) sowie die Altinvestoren General Catalyst und 201 Ventures investieren 23,3 Millionen Euro in Hypersonica. Das DefenseTech aus dem oberbayerischen Weßling, 2023 von Philipp Kerth und Marc Ewenz Rocher gegründet setzt auf Hyperschallraketen. „The funds will accelerate Hypersonica’s roadmap toward full-scale flight testing beginning in Q1 2026 and help meet demand from NATO member states for deep precision strike capabilities – a critical gap in Europe’s defence portfolio“, teilt das Team mit. Plural hält nun 18,8 % an Hypersonica. Auf General Catalyst entfallen 16,1 %. Mehr über Hypersonica
conmeet
+++ Der junge KI-Investor May Ventures und das Gründerteam investieren 1,3 Millionen Euro in conmeet. Das Startup aus Borken, 2023 von Leandro Ananias, Lennart Eckerlein und Seriengründer Benedikt Kisner (netgo group) bringt sich als „cloud-native All-in-One-Plattform für prozessorientierte Bau- und Handwerksunternehmen“ in Stellung. Das frische Kapital soll in den „Aufbau von Vertrieb und Marketing sowie Verstärkung des Engineering-Teams für die Weiterentwicklung der AI-Capabilities“ fließen. May Ventures hält nun rund 11 % am Unternehmen. Mehr über conmeet
CyberDesk
+++ Venture Stars, Haufe Group Ventures, TKM, Gründerfonds Ruhr, Caesar Venture, adesso ventures und Angel Invest sowie mehrere Business Angels und Fußball-Weltmeister Mario Götze investieren eine ungenannte Summe in CyberDesk. Das Startup aus München, 2022 von Prabhakar Mishra und Tobias Lieberum gegründet, setzt auf identitätszentrierte Datensicherheit. „Über menschliche und nicht-menschliche Identitäten hinweg hilft die Plattform zu kontrollieren, wer wie auf welche Daten zugreifen kann“, heißt es zum Konzept. Venture Stars hält derzeit 8 % an CyberDesk. Mehr über CyberDesk
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Foto (oben): azrael74
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