Künstliche Intelligenz
Apple KI-fiziert Apple Music ein bisschen – und arbeitet mit TikTok zusammen
Während Spotify, Deezer oder Amazon Music bereits KI-Features in ihre Streamingdienste integriert haben, hält sich Apple damit bislang zurück. Zwar basierend die verwendeten Vorschlagalgorithmen seit Jahren auf maschinellem Lernen und zuletzt kam eine intelligente Überblendungsfunktion namens AutoMix hinzu, doch prompten lässt sich hier noch nichts. Das soll sich Testern der aktuellen Entwicklerbeta von iOS 26.4 zufolge bald ändern: In der dort integrierten Apple-Music-App findet sich eine neue Preview-Funktion namens „Playlist Playground“. Mit „Playground“ (Spielplatz) bezeichnet Apple schon zuvor KI-Features mit Prompting-Funktionalität wie den Bildgenerator Image Playground innerhalb von Apple Intelligence.
Weiterlesen nach der Anzeige
Prompten bis die Playlist stimmt
Im Rahmen des Playlist Playgrounds lassen sich nun erstmals Wiedergabelisten anhand eingegebener Textbeschreibungen erstellen. Die Funktion ist auf der Mediathekseite rechts unten zu finden, indem man dort auf das Wiedergabelisten-Icon tippt. Daraufhin erscheint die Frage, was man gerne hören möchte – und man kann etwas Passendes eintippen oder mittels Siri an das iPhone weitergeben. Einige „Ideen“ liefert Apple bereits mit, etwa „Diskosongs, die die Siebziger definiert haben“ oder „Partysongs aus dem Hip-Hop“
Nach der Eingabebestätigung wird die Wiedergabeliste erstellt – Apple erlaubt es, sie dann zur eigenen Mediathek hinzuzufügen oder nochmals manuell zu bearbeiten. Möglich ist es außerdem, mit weiteren Prompteingaben nachzuarbeiten. In ersten Versuchen klappte das recht gut, man darf den Betastatus aber nicht ignorieren. Das Feature taucht nur auf, wenn „Apple Intelligence & Siri“ erlaubt ist und die Modelle heruntergeladen wurden. Zunächst blieb unklar, ob das Feature nur mit US-englischen Systemen arbeitet oder auch auf Deutsch.
Party auf TikTok
Apple hat unterdessen weitere Verbesserungen im Musikbereich vorgenommen. Zusammen mit TokTok lässt sich über die Funktion „Listening Party“ demnächst aus dem Videodienst heraus ein vollständiger Song in Apple Music wiedergeben. Das teilten Insider dem Apple-Blog 9to5Mac mit.
2023 hatte TikTok bereits eine Songspeicherung in Apple Music integriert. Unklar ist noch, wann die Funktion offiziell freigegeben wird. Ankündigungen dazu gab es noch nicht.
Weiterlesen nach der Anzeige
(bsc)
Künstliche Intelligenz
Chinesische Regierung verlangt Knöpfe und Schalter für wichtige Funktionen
Tesla hat vor Jahren damit angefangen, und viele Autohersteller haben sich dem Trend angeschlossen: Physische Bedienelemente für Lüftung, Heizung, Scheibenwischer oder Infotainment verschwinden mehr und mehr aus den Autocockpits und werden durch Schaltflächen auf Touchscreens ersetzt. Die chinesische Regierung will diesen unseligen Trend beenden.
Weiterlesen nach der Anzeige
Wichtige Funktionen sollen künftig über Knöpfe, Hebel oder Schalthebel aktiviert werden. Das berichtet das chinesische Autonachrichtenportal CarNewsChina.com unter Berufung auf das zuständige Ministerium für Industrie- und Informationstechnologie (MIIT). Die neue Regelung soll am 1. Juli 2027 in Kraft treten.
Das Gebot für die physischen Bedienelemente gilt für Blinker und Warnblinker, Hupe, Gangschaltung, Fahrerassistenzsysteme, Scheibenheizung, Fensterheber und das Notrufsystem. Schließlich sollen Elektrofahrzeuge einen Ausschaltknopf erhalten. Das MIIT schreibt zudem vor, dass diese mindestens einen Zentimeter groß sein sollen.
Die Hersteller haben diese Funktionen in den vergangenen Jahren mal mehr, mal weniger konsequent auf den Touchscreen transferiert. Das mag Designgründe haben. Vor allem dürften aber die Überlegungen dahinter gestanden haben, die Kosten für die Bedienelemente zu sparen.
Augen für den Verkehr statt für den Touchscreen
Den Fahrern erschweren die Schaltflächen die Bedienung des Fahrzeuges: Statt blind nach einem physischen Knopf, Schieber oder Regler zu tasten, müssen sie den Blick auf den Touchscreen richten, um die Schaltfläche zu treffen. Da die Zahl der Funktionen zudem immer weiter wächst, verschwinden einige von ihnen in Untermenüs, in denen sie dann gesucht werden müssen. Das erfordert die Aufmerksamkeit, die besser auf den Verkehr gerichtet werden sollte.
Mit der Regelung will das MIIT die Verkehrssicherheit verbessern. Auch anderswo gibt es Kritik am Verschwinden von Knöpfen und Schaltern. So kritisiert etwa der ADAC diese Entwicklung schon seit Längerem. Es sei „geradezu paradox“, dass die Nutzung von Smartphones im Auto verboten, die Bedienung riesiger Tablets hingegen erlaubt sei.
Die Bedienbarkeit der Fahrzeuge werde immer schlechter, warnte der deutsche Automobilverband kürzlich: Im ADAC Autotest 2025 lag der Durchschnitt der Teilnote für die Bedienbarkeit bei 2,7, einige Fahrzeuge schnitten gar mit einer 4,0 ab. Die Durchschnittsnote hat sich laut ADAC in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert: 2022 lag der Mittelwert bei 2,6, im Jahr 2019 bei 2,3. Auch die Sicherheitsbewertungsorganisation Euro NCAP hat reagiert: Seit Januar 2026 fließt die Bedienbarkeit in die Fahrzeugbewertung ein. Reine Touch-Lösungen für sicherheitskritische Funktionen wie Blinker oder Scheibenwischer werden abgewertet.
Weiterlesen nach der Anzeige
Vor den Bedienelementen im Inneren des Fahrzeugs hat sich das MIIT derer außen angenommen: Kürzlich hat es versenkbare Türgriffe verboten. Auch diese Maßnahme wurde mit Sicherheit begründet.
(wpl)
Künstliche Intelligenz
Für Galaxy S25 und weitere: Samsung verteilt wieder Play-Dienste-Updates
Mit Beginn der Verteilung des One-UI-8-Updates für Galaxy-Smartphones und -Tablets hatte Samsung die Google-Play-Dienste-Updates ausgesetzt. Die Geräte erhielten damit seit Monaten keine Updates über die Play-Dienste, die neben neuen Funktionen unter anderem auch Sicherheitslücken abdichten. Nun erhalten erste Geräte wieder recht aktuelle Play-Dienste-Versionen.
Weiterlesen nach der Anzeige

Unter anderem erhält das Galaxy S24 eine neue Play-Dienste-Version.
(Bild: Dirk Knop / heise medien)
Dass Samsung die Verteilung der Play-Dienste-Updates wieder freigegeben hat, berichten nicht nur Nutzerinnen und Nutzer auf Reddit (via Android Authority). Auch ein Galaxy S24 aus der heise-online-Redaktion hat heute eine Aktualisierung erhalten. Damit hat das S24 einen Versionssprung der Play-System-Dienste von September 2025 auf Januar 2026 hingelegt.
Laut mehreren Reddit-Beiträgen scheint Samsung die Verteilung für viele Modelle freigegeben zu haben: Neben dem Galaxy S24 landen aktuelle Versionen der Play-Dienste auf dem Galaxy S24 FE, der Galaxy-S25-Serie, dem Galaxy A55 5G sowie dem Galaxy Z Fold 7.
Die Aussetzung der Play-Dienste-Updates, die direkt von Google stammen, war laut Samsung Absicht. Der Hersteller sagte gegenüber heise online im Dezember 2025: „Bei der Einführung neuer Geräte oder größerer One-UI-Updates spielt Samsung ausschließlich Software aus, die das Unternehmen verifiziert hat. Samsung hat die Verteilung von Google-Updates vorübergehend ausgesetzt, um mögliche Probleme zu vermeiden.“ Samsung sagte damals, Google-seitige Updates ab Januar wieder aufnehmen zu wollen. Aus dem Januar ist nun offenbar Februar geworden.
Android: Aktualisierungen über mehrere Kanäle
Android-Smartphones, auch jene mit Samsungs Oberfläche One UI, erhalten Softwareaktualisierungen über mehrere Wege: Neben den größeren Android-System-Updates, die ein- bis zweimal im Jahr erscheinen, erhalten sie außerdem Sicherheitsaktualisierungen, die mittlerweile etwa quartalsweise verteilt werden. Außerdem bekommen sie monatliche Updates über die Google-Play-Dienste. Während die jeweiligen Smartphone-Hersteller die ersten beiden Updatevarianten bereitstellen, kommen die Play-Dienste von Google.
Weiterlesen nach der Anzeige
Der Android-Entwickler kann damit bestimmte Systemkomponenten unter anderem durch eine modulare Bauweise des Betriebssystems teilweise selbst mit Updates und neuen Funktionen versorgen. Die System-Updates dienen auch zum Schließen von Sicherheitslücken und Beheben von Fehlern für bestimmte Komponenten, erklärt Google. Über die Play-Dienste-Updates hat Google etwa einen erweiterten Diebstahlschutz, Instant Hotspot sowie Verbesserungen an Quick Share und Google Wallet eingeführt.
Die nächste Pause der Play-Dienste-Aktualisierungen dürfte nicht mehr fern sein. Denn Samsung bereitet schon das Update auf One UI 8.5 vor, das mit dem Galaxy S26 erscheint. Auf dem Markt befindliche Geräte erhalten das Update voraussichtlich ab Ende März 2026.
(afl)
Künstliche Intelligenz
KI-Pakt mit Indien: Deutschland festigt globale Digital-Allianzen
Die geopolitische Landkarte der Künstlichen Intelligenz wird derzeit in hohem Tempo neu gezeichnet. Nur wenige Tage, nachdem Bundesdigitalminister Karsten Wildberger eine strategische Allianz mit Kanada besiegelte, folgt nun der nächste Trommelwirbel im indopazifischen Raum. Beim AI Impact Summit in Neu-Delhi unterzeichnete der CDU-Politiker gemeinsam mit seinem indischen Amtskollegen Ashwini Vaishnaw den deutsch-indischen KI-Pakt. Diese Initiative soll die seit 2017 bestehenden Gesprächsformate mit dem IT-affinen Subkontinent in greifbare wirtschaftliche und technologische Erfolge überführen.
Weiterlesen nach der Anzeige
Ähnlich wie bei der mit Kanada geplanten „technologischen Symbiose“ geht es auch bei der weiteren Übereinkunft darum, der Dominanz US-amerikanischer und chinesischer Plattformen ein eigenes, wertebasiertes Modell entgegenzusetzen. Indien wird dem Plan nach seine schier unerschöpfliche Basis an Software-Talenten und eine rasant wachsende Digitalwirtschaft in die Kooperation einbringen. Für die Bundesregierung ist der Pakt so das zweite Puzzlestück einer Strategie, die darauf abzielt, die digitale Souveränität durch ein Netzwerk aus starken, demokratischen Partnern zu sichern.
Im Kern des neuen Abkommens steht die industrielle Anwendung. Die Vision der beiden Minister sieht vor, dass indische IT-Expertise unmittelbar auf den deutschen Mittelstand und die hiesige Industrie 4.0 trifft. Dabei stehen konkrete Einsatzszenarien in der Mobilität, der Energieversorgung, dem Gesundheitswesen und der smarten Produktion im Fokus. Um den Austausch zu beschleunigen, werden beide Länder dedizierte Anlaufstellen einrichten, die Start-ups und kleine Unternehmen direkt miteinander vernetzen. Damit soll die Hürde für grenzüberschreitende Kooperationen gesenkt und die Produktivität beider Volkswirtschaften gesteigert werden.
Brückenschlag für Talente und ethische Standards
Ein Pfeiler des Pakts auch mit Indien ist die Gestaltung ethischer Leitplanken. Beide Nationen betonen ihre Absicht, eine vertrauenswürdige KI zu entwickeln, die im Einklang mit demokratischen Werten steht. Dies beinhaltet einen engen Austausch über den EU AI Act sowie die nationalen Leitlinien Indiens. Dafür ist ein Balanceakt nötig: Beide Seiten wollen Transparenz und Sicherheit gewährleisten, ohne durch übermäßige Bürokratie die Innovation zu ersticken. Besonders im Bereich der Forschung und Infrastruktur planen sie, gemeinsam an Rechenkapazitäten und sektorspezifischen großen Sprach- sowie Bildmodellen zu arbeiten.
Die personelle Komponente spielt ebenfalls eine Rolle. Die Übereinkunft sieht vor, die Mobilität von Fachkräften und Studierenden deutlich zu erleichtern. Durch eine engere Vernetzung von Forschungsinstituten und der Industrie sollen Talente effizienter gefördert werden. Wildberger, der von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation begleitet wird, sieht in der Partnerschaft eine Chance, Wertschöpfungsketten zu diversifizieren und deutsche Unternehmen widerstandsfähiger gegen globale Marktschwankungen zu machen. Die Umsetzung des Pakts erfolgt über den etablierten Digitaldialog, wobei erste Pilotprojekte für 2026 und 2027 identifiziert werden sollen.
(dahe)
-
Entwicklung & Codevor 3 MonatenKommandozeile adé: Praktische, grafische Git-Verwaltung für den Mac
-
Künstliche Intelligenzvor 2 MonatenSchnelles Boot statt Bus und Bahn: Was sich von London und New York lernen lässt
-
Social Mediavor 1 WocheCommunity Management zwischen Reichweite und Verantwortung
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenHuawei Mate 80 Pro Max: Tandem-OLED mit 8.000 cd/m² für das Flaggschiff-Smartphone
-
Apps & Mobile Entwicklungvor 3 MonatenFast 5 GB pro mm²: Sandisk und Kioxia kommen mit höchster Bitdichte zum ISSCC
-
Entwicklung & Codevor 2 MonatenKommentar: Anthropic verschenkt MCP – mit fragwürdigen Hintertüren
-
Datenschutz & Sicherheitvor 2 MonatenSyncthing‑Fork unter fremder Kontrolle? Community schluckt das nicht
-
Social Mediavor 2 MonatenDie meistgehörten Gastfolgen 2025 im Feed & Fudder Podcast – Social Media, Recruiting und Karriere-Insights
