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Gründen mit 14: Ein Startup aus dem Kinderzimmer


Gründen mit 14: Ein Startup aus dem Kinderzimmer

Proof, dass man nicht erst Abi braucht, um loszulegen.
Dominik Schkalei; Collage: Gründerszene

Tagsüber Mathe, Deutsch und Englisch, abends Produktionspläne, Investorengespräche und Software-Roadmap. Während andere Neuntklässler Fortnite spielen, baut Dominik Schkalei aus seinem Kinderzimmer heraus ein Startup. Der 14-Jährige ist Gründer von Nudaim3D, einem 3D-Druckservice aus Daun – einer Kleinstadt in der Eifel.

Plötzliche Bekanntheit erreichte der Jugendliche, der regelmäßig seinen Alltag auf LinkedIn teilt, weil er seit kurzem einen Investor via LinkedIn-Aufruf sucht. Uwe Schüder, auch bekannt als Flying Uwe und Gründer von Smilodox, wurde so auf den Schüler aufmerksam: Der Fitness-Influencer und Unternehmer teilte wiederum Dominiks Geschichte auf LinkedIn und machte den jungen Gründer damit schlagartig sichtbar.

Ein 14-Jähriger, der nicht nur ein eigenes Startup aufbaut? Das blieb nicht lange unkommentiert.

Flying Uwe: „Das motiviert sogar mich“ 

Flying Uwe sei eher zufällig auf den LinkedIn-Beitrag des 14-Jährigen gestoßen, sagt er im Gespräch mit Gründerszene. Und war direkt begeistert. „Ich finde es grundsätzlich richtig cool, wenn junge Leute sich einfach was trauen“, sagt der Fitness-Influencer. Gerade im Vergleich zu Gleichaltrigen falle Dominik auf. „In seinem Alter spielen die meisten Fortnite oder hängen an der Playstation. Aber er ist halt schon sehr kreativ und geschäftlich unterwegs.“ 

Schüder teilte deshalb Dominiks Post mit seiner Community und setzte damit eine Reichweiten-Dynamik in Gang. Für Dominik Schkalei kam das völlig überraschend. Als er durch seine Benachrichtigungen scrollte und plötzlich den Beitrag des Fitness-Influencers sah, musste er erst einmal checken, ob es wirklich um ihn geht. „Das war ein sehr überraschendes Gefühl“, sagt er. „Ein YouTuber, den ich früher selbst geschaut habe, postet über mich. Das ist schon ziemlich surreal.“ 

Was Nudaim3D eigentlich macht 

Worum geht es bei Schkaleis Startup: Nudaim3D entwickelt 3D-gedruckte NFC-Schlüsselanhänger mit Firmenlogo, die klassische Visitenkarten und Giveaways ersetzen sollen. Hält man ein Smartphone an den Anhänger, öffnet sich eine hinterlegte URL. 

„Wenn sich bei einer Visitenkarte die Telefonnummer oder Domain ändert, kannst du alles wegwerfen“, sagt der 14-Jährige. „Bei NFC-Chips änderst du einfach die URL.“ Zusätzlich entsteht eine anpassbare Mikroseite. Gastronomen können dort etwa digitale Speisekarten oder Stempelkarten hinterlegen, Servicedienstleister ihre Kontaktdaten, Messeaussteller ihre Angebote. Zielgruppe sind vor allem Messeaussteller und Serviceunternehmen, die mehr wollen als Kugelschreiber mit Logo.

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Vom 3D-Spiel zum Werbemittel-Startup 

Angefangen habe alles mit Kreativität, nicht mit Business. Der Jugendliche entwickelte zunächst 3D-Spiele, modellierte Figuren und wollte sie irgendwann nicht nur auf dem Bildschirm sehen. „Ich wollte meine Sachen anfassen können“, sagt er. 

Seine Eltern unterstützten ihn dabei und kauften einen 3D-Drucker. Aus einem Hobby wurde schnell mehr. Als er später für seinen eigenen 3D-Service nach Werbemitteln suchte, stellte er fest: Der Markt überzeugte ihn nicht. „Ich wollte etwas schaffen, das im Kopf bleibt.“ 

Gründen mit 14 – für ihn offiziell erlaubt 

Was viele nicht wissen: Dominik Schkalei durfte sein Unternehmen nicht einfach so gründen, weil er minderjährig ist. Dank einer gerichtlichen Genehmigung hat er im Alter von 13 Jahren die volle Geschäftsfähigkeit erlangt.  

„Ich nutze diese Geschäftsfähigkeit jeden Tag, um Projekte umzusetzen, die andere manchmal für unmöglich halten“, sagt er. „Dank der gerichtlichen Genehmigung kann ich Verträge unterschreiben, Investoren aufnehmen und ganz normal unternehmerisch handeln – Dinge, die für Minderjährige sonst schlicht nicht möglich sind.“ Verträge, Investoren, Kunden, all das läuft rechtlich sauber. 

Schule, Startup, Nachrichtenflut 

Der Alltag des 14-Jährigen ist eng getaktet: Vormittags Schule, nachmittags und abends kümmert er sich um sein Business. Wenn ein solcher LinkedIn-Post dann überraschend  viral geht, kommen plötzlich hunderte Nachrichten, neue Kontakte, erste Aufträge. 

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„Dann ist man schon mal überfordert“, sagt er offen. Seine Strategie: anfangen, priorisieren, abarbeiten. Komplett stressfrei sei das nicht, aber machbar. „Es ist vereinbar, wenn man sich wirklich strukturiert.“ 

So meistert er seinen Alltag, Schule und sein Startup: 

  • Prioritäten setzen: 
    Zwischen Schule, Familie, Freunden und Startup funktioniert nichts ohne Planung. Unterricht und schulische Leistungen bilden die Grundlage, das Startup läuft in festen Zeitfenstern daneben. In besonders intensiven Phasen setzt er klare Tagesziele und arbeitet sie Schritt für Schritt ab.
  • Dinge ausprobieren: 
    Testen, Fehler machen, lernen. „Nicht abgeschreckt sein, sondern einfach machen“, sagt er. 
  • Dranbleiben und Geduld haben: 
    Erfolg kommt nicht über Nacht. „Außer vielleicht bei LinkedIn“, sagt er mit einem Grinsen. Wichtig sei, sich mit erfahreneren Leuten zu vernetzen, und nicht aufzugeben. 

„Alter steht in keiner Relation zu Qualität“ 

Für Flying Uwe ist Dominik mehr als eine virale LinkedIn-Geschichte. Was den Fitness-Influencer besonders beeindruckt, ist die Mentalität des 14-Jährigen. „Er übertritt einfach die Hemmschwelle“, sagt Uwe. „Er hat keine Furcht, er hat ein Ziel, folgt dem aus seinem Herzen und zieht das einfach eiskalt durch.“ 

Diese Haltung erinnere den Unternehmer an seine eigene Jugend. „Ich habe mit 14 mit Kung-Fu angefangen und hatte sofort Ziele“, erzählt er. Schon damals habe er Menschen motivieren wollen. „Deswegen kann ich mich damit voll identifizieren.“ 

Umso weniger Verständnis hat Uwe für die Skepsis mancher Beobachter. „‚Oh, viel zu jung‘ – warum viel zu jung?“, sagt er. „Ist doch Hammer. Der ist jetzt schon weiter als alle anderen.“ 

Dass sein Alter polarisiert, weiß der 14-Jährige. „Sehr viele Leute beurteilen Menschen nach ihrem Alter“, sagt er. „Dabei steht Alter in keiner Relation zu Qualität.” Berechtigte Kritik nutze er für Verbesserungen. Pauschale Skepsis bringe ihn nicht weiter. 

Flying Uwe sieht das ähnlich. „Ab wann ist denn das richtige Alter?“, fragt der Influencer. „Das weiß keiner.“ Entscheidend seien Idee, Nutzen und Umsetzung – nicht das Geburtsjahr. 

Kurz vor Marktstart, auf Investorensuche 

Technisch stehe das Startup von Dominik Schkalei kurz vor dem Marktstart. Die Schlüsselanhänger seien nahezu fertig, die Software solle bis Ende Februar in einer ersten Version stehen. Jetzt sucht der 14-Jährige öffentlich nach einem Co-Investor. Ein Investor sei bereits an Bord. 

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Das Ziel: 100.000 Euro, um die Produktionskapazitäten auszubauen und über Werbemittelagenturen zu skalieren. „Ich suche einen Komplementärinvestor“, sagt er. Also jemanden, der fachlich ergänzt, etwa in Software oder Produktentwicklung. 

Er denkt groß: In einem Jahr will er mit einer eigenen Druckfarm in den größten Werbemittelagenturen Deutschlands gelistet sein. 





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Delta Labs bekommt 4,4 Millionen – Covalo erhält 3,5 Millionen – Penemue sammelt 1,7 Millionen ein


#DealMonitor

+++ #DealMonitor +++ Delta Labs bekommt 4,4 Millionen +++ Covalo erhält 3,5 Millionen +++ Penemue sammelt 1,7 Millionen ein +++ Lobby sammelt 2,2 Millionen ein +++ Finanzspritze für Verrano +++ afreshed übernimmt etepetete +++

Delta Labs bekommt 4,4 Millionen – Covalo erhält 3,5 Millionen – Penemue sammelt 1,7 Millionen ein

Im #DealMonitor für den 2. April werfen wir einen Blick auf die wichtigsten, spannendsten und interessantesten Investments und Exits des Tages in der DACH-Region. Alle Deals der Vortage gibt es im großen und übersichtlichen #DealMonitor-Archiv.

STARTUPLAND 2027: SAVE THE DATE


The next unicorn? You’ll meet it at STARTUPLAND
+++ Du hast unsere phänomenale dritte STARTUPLAND verpasst? Dann trage Dir jetzt schon einmal unseren neuen Termin in Deinen Kalender ein: Die nächste STARTUPLAND findet am 10. März 2027 statt. Mehr über Startupland

INVESTMENTS

Covalo 
+++ Der französische B2B-Investor Hi inov sowie die Altinvestoren High-Tech Gründerfonds (HTGF) und seed + speed Ventures investieren 3,5 Millionen Euro in Covalo (früher als Chemberry bekannt). Das Startup aus Zürich, 2021 von Timo von Bargen und Yann Chilvers gegründet, positioniert sich als „B2B-Plattform, die Konsumgüterherstellern dabei hilft, die besten Lieferanten für Inhaltsstoffe, Dienstleistungen und Verpackungen zu finden“. Mit dem frischen Kapital möchte das Unternehmen die „Weiterentwicklung vom Marktplatz-Pionier zur vertrauenswürdigen Dateninfrastruktur der Branche vorantreiben“. Mehr über Covalo

Penemue 
+++ Nicht genannte Investoren investieren 1,7 Millionen Euro in Penemue. Das Startup aus Freiburg im Breisgau, von Jonas Navid Mehrabanian Al-Nemri, Sara Egetemeyr und Marlon Lückert gegründet, kämpft gegen Hatespeech. „Zu den Kundinnen zählen unter anderem Clubs der ersten und zweiten Fußball-Bundesliga, Akteur*innen der Bundespolitik, Konzerne, Medienhäuser, Organisationen, sowie Artists und Influencer aus Deutschland und Europa“, teilt das Team mit. Mehr über Penemue

Lobby
+++ Der Schweizer Geldgeber Founderful investiert 2,2 Millionen US-Dollar in Lobby. Das Startup aus Zürich, 2025 von Romy Abbrederis, Alex Mugrauer und Muhammad Abdullah gegründet, setzt auf ein Ki-basiertes Buchungssystem. „Instead of manually checking availability, creating and sending proposals, following up, and entering data into the reservation system, Lobby automates the entire booking workflow“, heißt es zum Konzept. Mehr über Lobby

Verrano
+++ Die BMH Beteiligungs-Managementgesellschaft Hessen, Weber Food Technology und die Wurst- und Schinkenmanufaktur Bedford investieren eine ungenannte Summe in Verrano. Das Food-Startup mit Sitz in Frankfurt am Main, 2023 von  Felix Linnenschmidt, Maximilian Bubenheim und Manuel Siskowski gegründet, setzt auf „gereiftes und geräuchertes Wurzelgemüse“.

MERGERS & ACQUISITIONS

afreshed etepetete
+++ Das Linzer Bio-Retterboxen afreshed übernimmt seinen Münchner Wettbewerber etepetete. „Mit dieser Transaktion läutet afreshed die Expansion in den deutschen Markt ein“, heißt es in einer Presseaussendung. afreshed, 2021 von Maximilian Welzenbach, Lukas Forsthuber und Bernhard Bocksrucker gegründet, sammelte zuletzt eine siebenstellige Summe ein. Mehr über afreshed

VENTURE CAPITAL

Beiersdorf Venture Capital 
+++ Das Hamburger Hautpflegeunternehmen Beiersdorf (Nivea) legt seinen zweiten Corporate-Venture-Capital-Fonds (100 Millionen Euro) auf. „Der neue Skin Care Innovation Fund verdoppelt damit das Volumen des 2020 aufgelegten ersten Fonds und unterstreicht Beiersdorfs Anspruch, in der Hautpflege führend zu sein“, teilt das Unternehmen mit. Beiersdorf Venture Capital (BVC) investiert weltweit in alle möglichen Themen rund um Hautpflege (Life Sciences, Biotechnologie, Nachhaltigkeit, KI-Technologien und Gesundheitslösungen). Initial investiert der Corporate-Venture-Capital-Arm von Beiersdorf zwischen 500.000 Euro und 5 Millionen (Seed- bis Series-B). Mehr über BVC

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Foto (oben): azrael74



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eternal.ag – jetzt rücken Roboter zur Ernte aus


#StartupsToWatch

eternal.ag aus Köln sammelte zuletzt 8 Millionen ein. Das junge Robotik- und AgTech-Startup setzt auf autonome Ernteroboter für Gewächshäuser. Das erste Produkt der Jungfirma ist ein vollständig autonomer Ernteroboter für Tomatengewächshäuser.

eternal.ag – jetzt rücken Roboter zur Ernte aus

Zu den vielen Startups, die man unbedingt im Blick behalten sollte, gehört das millionenschwere Kölner Startup eternal.ag. Das junge Robotik- und AgTech-Startup setzt auf autonome Ernteroboter für Gewächshäuser.

„Wir beseitigen das größte Risiko im Gewächshausbetrieb: die Unsicherheit bei der Arbeitskraft. Unsere autonomen Roboter übernehmen rund um die Uhr anspruchsvolle, repetitive Arbeiten an den Pflanzen“, heißt es zum Konzept. Das erste Produkt der Jungfirma hört auf den naheliegenden Namen Harvester, ein vollständig autonomer Ernteroboter für Tomatengewächshäuser.

Der Düsseldorfer Early-Stage-Investor Simon Capital, Oyster Bay Venture Capital, EquityPitcher Ventures und Backbone Ventures investierten zuletzt 8 Millionen Euro in das Unternehmen, das 2025 von Renji John und Sherry Kunjachan gegründet wurde. 26 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten derzeit für eternal.ag.

„Klimawandel, Fachkräftemangel und steigende Nachfrage bringen die Lebensmittelproduktion an ihre Grenzen. Der Gewächshausanbau gehört zu den effizientesten und nachhaltigsten Methoden, um ganzjährig frische Produkte zu erzeugen. Doch der Arbeitskräftemangel gefährdet die Branche, und Robotik ist die einzige zukunftssichere Lösung, um eine dezentrale, resiliente Lebensmittelversorgung für die nächste Generation aufzubauen. Das erfahrene Team von eternal.ag versteht die Herausforderungen der Erzeuger genau und hat eine Lösung entwickelt, die diese nachhaltig und mit Augenmaß adressiert“, sagt Niklas Leske von Simon Capital zum Investment. Simon Capital hält nun rund 14,4 % am AgTech aus dem Rheinland. 

Durchstarten in Köln – #Koelnbusiness

In unserem Themenschwerpunkt Köln beleuchten wir das dynamische Startup-Ökosystem der Rheinmetropole. Wie sind die Bedingungen für Gründer:innen, welche Investitionen fließen in innovative Ideen und welche Startups setzen neue Impulse? Rund 800 Startups haben Köln bereits als ihren Standort gewählt – unterstützt von einer lebendigen Gründerszene, einer starken Investor:innen-Landschaft sowie zahlreichen Coworking-Spaces, Messen und Netzwerkevents. Als zentrale Anlaufstelle für die Startup- und Innovationsszene stärkt die KölnBusiness Wirtschaftsförderung die Rahmenbedingungen für Gründer:innen, vernetzt sie mit Investor:innen und bietet gezielte Unterstützung. Diese Rubrik wird unterstützt von KölnBusiness. #Koelnbusiness auf LinkedInFacebook und Instagram.

KoelnBusiness

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Foto (oben): KI





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DHDL: 100.000 Euro für Duft-Shirts – dennoch Deal geplatzt, Gründer denken jetzt radikal um


Deal in der Show, Aus nach der Show: Die Scharfensteins begeistern die Löwen mit Duft-Shirts – doch nach der Show folgt eine komplette Neuausrichtung.

Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein (r.) präsentieren ihr Duftshirt.

Kai Sven Brehmer-Scharfenstein (l.) und Tim Scharfenstein (r.) präsentieren ihr Duftshirt.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Immer nach dem Lieblingsparfüm riechen – bis zur nächsten Wäsche? Das Ehepaar Tim (24) und Kai Scharfenstein (30) aus Köln hat mit dieser Idee die Löwen in der neuesten Folge verzaubert. Sie fordern 100.000 Euro für 25 Prozent und überzeugen letztlich Jana Ensthaler – doch nach der Sendung kommt alles anders.

Überzeugender Pitch mit Live-Schnupper-Test

Die Gründer starteten ihren Auftritt mit den Worten: „Dank Scharfenstein werden bald auch Sie immer nach ihrem Lieblingsduft riechen.“ Als Beweis brachten sie Reality-Star Laurenz Pesch ins Spiel, der per Video und live vorführte, wie sein T-Shirt nach einem ganzen Tag voller Sport, Arbeit und Alltag noch immer frisch duften sollte. Dabei durften sich die Löwen selbst davon überzeugen.Ralf Dümmel ging voran und durfte an dem Testmodell riechen. Sein Fazit: Gar nicht so schlecht! Und selbst Frank Thelen nickte anerkennend.

Der Trick dahinter: Winzige Mikrokapseln, die in einer kleinen Fläche auf dem Rücken der Textilien integriert werden. Sprüht man dann darauf das Lieblingsparfüm, laden sich die Kapseln auf und geben den Duft durch Reibung und Körperwärme frei. Dies soll dann bis zu einer Woche lang anhalten. Die nächste Wäsche soll den Duft dann wieder komplett neutralisieren.

Kritikpunkte und Emotionen

Nach dem Dufttest wird Löwe Frank Thelen aber kritisch: „Warum ist das Duftpolster am Rücken? Unter den Armen riecht man doch viel mehr?“. Die Gründer meinen, der Duft der Kapseln würde auch den Geruch der Arme ausgleichen können. Thelen ist davon wenig überzeugt und meint: „Das ist unappetitlich, man sollte das T-Shirt nach dem Sport waschen!“ Die Gründer kontern gelassen, dies sei nur ein Extrembeispiel – die Kapseln sollten lediglich den Textilduft im Alltag verbessern.

Darf auch mal am Testmodell riechen: Löwe Ralf Dümmel.

Darf auch mal am Testmodell riechen: Löwe Ralf Dümmel.
RTL / Bernd-Michael Maurer

Und dann gibt Judith Williams einen „Millionen-Dollar-Tipp“: „Ihr habt das falsche Kleidungsstück gewählt – Teppiche, Gardinen oder Bettwäsche sind viel sinnvoller!“ Löwin Janna Ensthaler will die beiden Gründer dann aber erstmal persönlich kennenlernen. Also erzählen diese ihre Kennenlern- und Heiratsgeschichte. Sie hätten sich so gut verstanden, dass sie zusammen ein Business machen mussten, meinen die beiden.

Zahlen, Absagen und ein Deal

Löwe Frank Thelen kommt dann wieder zu den Fakten. Er will das Business Model und die Zahlen verstehen. Die Scharfensteins sagen, ihr Startup sei vor einem Monat gestartet und habe bereits 2000 Euro Umsatz gemacht. Dabei würden die Gründer planen, auf zwei Beinen zu stehen: Einerseits würden sie eine eigene Modebrand für Endkunden aufbauen, andererseits ihre Mikrokapseln Unternehmen für Sport- und Outdoor-Bekleidung anbieten.

Die Hilfe der Löwen wollen die Günder vor allem, um an große Unternehmen und wichtige Personen ranzukommen. Ralf Dümmel sieht allerdings hohe Hürden im Textilmarkts und will deswegen nicht investieren. Judith Williams gefällt die doppelte Strategie mit Endkunden und Unternehmenskunden nicht, sie ist deswegen auch raus. Frank Thelen meint, Textil sei nicht sein Thema. Er verspüre deswegen „keine Energie, das Produkt groß zu machen.“ Auch er sagt ab. Gastlöwe Christian Miele lobt die Gründer als Top-Persönlichkeiten, kann aber bei dem speziellen Produkt mit seinem Netzwerk nicht weiterhelfen.

Am Ende ist also nur noch Jana Ensthaler übrig, die hin- und hergerissen ihre Pro- und Contra-Liste vorliest. Sie ist nach wie vor unsicher, auf welches Produkt sich die Gründer spezialisieren sollten. Weg vom T-Shirt, hin zu Teppichen, Vorhängen und Co? Die Scharfensteins versichern, bei ihrem Produkt flexibel zu sein. Nachdem Ensthaler die Bedingung stellt, dass sie zu dritt nochmal über die Produktspezialisierung sprechen, schlägt sie zu und macht den Deal.

Radikaler Pivot ins Longevity-Geschäft

Doch wie ging es nach der Sendung weiter? Janna Ensthaler meint zu Gründerszene, dass ein Investment letztlich nicht zustande gekommen sei. Der kritische Austausch sowie eine Marktanalyse habe bei den Gründern zu einem Umdenken geführt. Diese hätten die Produktion der duftenden T-Shirts nun eingestellt. Neue Regulierungen hätten die Mikrokapseln außerdem als Mikroplastik eingestuft. Das damit verbundene Risiko hätten die Gründer nach eigener Aussage ebenfalls nicht eingehen wollen.

Alternativ hätten sie zu einem neuen Geschäftsmodell gewechselt: „Scharfenstein Longevity“. Mit einem All-In-One Longevity Zellkomplex wollen die Gründer nun gesundes Altern ermöglichen. Ihr Produkt? Zwei Kapseln, welche täglich eingenommen werden und vier wissenschaftlich fundierte Mikronährstoffe enthalten sollen. Die Einnahme unzähliger anderer Medikamente soll damit nicht mehr nötig sein.

Janna Ensthaler ist aufgrund der Neuausrichtung nicht mehr investiert. Sie bleibt aber als Sparringspartnerin verbunden und unterstützt das Team mit Netzwerk, Erfahrung und strategischem Austausch.





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