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Verrückt oder genial? Ärzte verschreiben Patienten Anime


Manchmal reicht ein Gespräch nicht. Manchmal braucht es eine Geschichte. Eine Figur, die Euch versteht, bevor Ihr selbst die richtigen Worte findet. Genau hier setzt ein neues Projekt aus Japan an und verbindet psychologische Beratung mit der emotionalen Kraft von Anime.

Stellt Euch vor, Ihr klickt auf eine Videoberatung, und statt eines klassischen Therapieraums begrüßt Euch eine animierte Figur mit eigener Geschichte. Kein steriles Setting, keine weißen Wände. Sondern eine Erzählung, die Euch langsam hineinzieht. Genau das wird derzeit an der Yokohama City University erprobt.

Was steckt hinter der Anime-Therapie?

An der Yokohama City University testen Forschende gemeinsam mit dem Forschungszentrum Minds1020Lab ein neues Konzept namens Anime-Therapie. Entwickelt wurde es vom italienischstämmigen Psychiater Francesco Panto, der selbst in schwierigen Jugendjahren Halt in Anime-Geschichten fand. Die Idee ist so simpel wie ungewöhnlich. Junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren wählen einen von sechs speziell entwickelten Anime-Charakteren. Jede Figur bringt eine eigene Persönlichkeit und eine Hintergrundgeschichte mit. Manche wirken mütterlich, andere eher wie ein verständnisvoller jüngerer Bruder. Alle eint, dass sie selbst emotionale Krisen durchlebt haben.

Die Figuren selbst werden dabei von Dai Nippon Printing zur Unterstützung des Forschungsprojekts entwickelt und bereitgestellt. Das japanische Druck- und Verpackungsunternehmen hat sich in den vergangenen Jahren stärker in der Animebranche engagiert, insbesondere in „Light Anime“-Projekten. Darunter etwa Projekte wie With Vengeance, Sincerely, Your Broken Saintess (Fukushū wa Gokan no Kōjo to Tomo ni) oder Moriarty’s Perfect Crime (Moriarty no Hanzai Recipe). In den Sitzungen sprechen reale Therapeutinnen und Therapeuten. Allerdings treten sie über eine animierte Figur und mit Stimmverzerrer auf. Das Format erinnert an eine Visual Novel, in der Ihr Euch Stück für Stück durch eine Geschichte bewegt.

Mit Anime gegen Lebenskrisen - Japan startet ungewöhnliches Online-Projekt
Mit Anime gegen Lebenskrisen – Japan startet ungewöhnliches Online-Projekt Bildquelle: KI-generiert

Warum ausgerechnet Anime?

In Japan ist die Hemmschwelle, professionelle psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, weiterhin hoch. Viele junge Menschen tragen Sorgen mit sich herum, die sie nicht als schwer genug für einen Klinikbesuch empfinden. Genau hier setzt das Projekt an. Anime ist kulturell tief verankert und emotional zugänglich. Wer sich ohnehin mit Figuren identifiziert, dem fällt es oft leichter, über eigene Ängste, zwischenmenschliche Konflikte oder depressive Phasen zu sprechen. Die animierte Figur fungiert als Brücke zwischen innerer Welt und realem Gespräch.

Die aktuelle Testphase umfasst 20 Teilnehmende, die jeweils acht Sitzungen durchlaufen. Die Resonanz war so groß, dass die Plätze schnell vergeben waren. Ob die Methode langfristig wirkt, wird sich erst zeigen. Doch das enorme Interesse beantwortet bereits eine wichtige Frage. Der Bedarf ist da und es müssen Methoden gefunden werden, ihn zu decken.

Mehr als ein Experiment?

Das Projekt ist Teil eines langfristigen Forschungsprogramms, das neue Wege im Umgang mit psychischer Belastung entwickeln soll. Sollte sich das Modell bewähren, könnte Anime-Therapie als ergänzende Behandlungsoption etabliert werden. Die Technik dahinter ist dabei weniger spektakulär als die Idee selbst. Videoanruf, Animation, geschulte Therapeutinnen und Therapeuten im Hintergrund. Doch manchmal reicht eine neue Perspektive, um festgefahrene Gespräche zu öffnen. Ob Anime tatsächlich heilen kann, bleibt abzuwarten. Aber vielleicht ist es genau diese Mischung aus Erzählung und Empathie, die junge Menschen dort abholt, wo klassische Angebote sie nicht erreichen.



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Samsung 870 Evo SSD mit 8 TB: Unerwarteter Nachzügler mit unverschämtem UVP


Samsung 870 Evo SSD mit 8 TB: Unerwarteter Nachzügler mit unverschämtem UVP

Rund zwei Wochen nachdem ComputerBase überraschend die Samsung SSD 870 Evo mit 8 TB im Handel entdeckt hatte, folgt jetzt die offizielle Vorstellung. Die Eckdaten der SATA-SSD mit TLC-Speicher und DRAM-Cache waren schon bekannt, der UVP allerdings noch nicht. Dieser liegt bei stolzen 2.640 Euro.

Genau genommen sind es 2.640,99 Euro, die Samsung in der aktuellen Pressemitteilung nennt. Damit würde ein Terabyte Speicherplatz umgerechnet 330 Euro kosten. Das wäre selbst in der heutigen Zeit mit extrem gestiegenen Speicherpreisen regelrechter Wahnsinn. Doch wie so oft setzt Samsung den UVP sehr hoch an, sodass dieser im freien Handel weit unterboten wird. Und so gibt es die Samsung 870 Evo SSD mit 8 TB für „nur“ rund 1.400 Euro bei Online-Händlern zu kaufen.

Doch auch dieser Preis ist noch ein stolzer, wenn die Preise anderer 8-TB-SSDs angeschaut werden, die momentan teils weniger als 1.200 Euro kosten. Diese günstigeren SSDs sind zudem noch deutlich schneller dank PCI Express.

Mit SATA gibt es kaum Alternativen

Allerdings ist die Samsung 870 Evo aktuell auch die einzige SATA-SSD für Verbraucher mit 8 TB, zumindest wenn der Preisvergleich als Maßstab genommen wird. Für das Schwestermodell 870 QVO mit 8 TB QLC gibt es nämlich keine Angebote mehr. Die einzigen Alternativen sind somit Enterprise-Modelle, die aber noch erheblich teurer sind.

Die Samsung 870 Evo 8 TB im Detail

Mit maximal 560 MB/s beim sequenziellen Lesen und 530 MB/s beim sequenziellen Schreiben (500 MB/s nach SLC-Cache) sowie maximal 98.000 IOPS sind die Leistungsdaten identisch zum vorherigen Spitzenmodell der Serie mit 4 TB. Allerdings verdoppelt sich der DRAM-Cache auf 8 GB LPDDR4, der in der heutigen Zeit auch seinen Preis hat. Die Leistungsaufnahme im tiefen Ruhemodus steigt mit 10 mW deutlich an.

Ausführliche Informationen zum unerwarteten Nachzügler der einst sehr populären SSD-Serie finden sich in der Vorberichterstattung:

  • Samsung SSD 870 Evo 8 TB: Nach fünf Jahren gibt es den doppelten Speicherplatz



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Frostpunk: Zweiter Teil bekommt neuen DLC, 1886 eine Videoreihe


11 bit studios hat Updates für die Frostpunk-Spieleserie angekündigt: Die wichtigste Neuigkeit betrifft den aktuelle Teil Frostpunk 2 (Test), der einen neuen DLC erhalten wird. Dieser hört auf den Namen „Breach of Trust“ und wird am 23. Juni erscheinen. Um sich besser auf den DLC einstimmen zu können, gibt es einen Trailer.

Neuer DLC im Juni, ein dritter DLC ist in Arbeit

Breach of Trust wird in der Stadt „New Edinburgh“ spielen, die nahe eines Vulkans erbaut worden ist, der natürlich instabil ist und damit für allerhand Probleme sorgen soll. Da die Stadt für den Betrieb des eigenen Generators geothermale Energie nutzt, wird die Situation nicht besser. Entsprechend soll der Stadt große Gefahr drohen.

Der alte „Captain“ von New Edinburgh ist abgesetzt, der Spieler übernimmt das Ruder. Wie für Frostpunk 2 üblich steht dabei nicht der Aufbau-Teil im Fokus, sondern politische Entscheidungen, die zugleich das Überleben der Stadt sichern und die Bürger nicht zur Weißglut bringen.

Breach of Trust wird zwei neue Szenarien sowie fünf neue Gebäude bieten. Darüber hinaus bringt der DLC neue Gesetze, Events mit neuen Gameplay-Mechaniken und neue „tödliche Gefahren“. Frostpunk 2: Breach of Trust kostet auf Steam 13 Euro.

Damit ist Frostpunk 2 aber noch nicht am Ende angekommen, zugleich kündigen die Entwickler unter dem Codenamen „Surge“ einen dritten DLC an. Weitere Details gibt es noch nicht.

Frostpunk 1886 erhält eine monatliche Videoreihe

Wer dagegen weniger auf politische Entscheidungen, sondern mehr auf klassische Aufbau-Survivalstrategie steht, dürfte sich für Frostpunk: 1886 interessieren, ein Remake des ersten Frostpunk-Spiels mit neuen Inhalten, das im Laufe des Jahres 2027 erscheinen soll. 11 bit studios kündigt für Frostpunk: 1886 nun eine monatliche Videoreihe an, die am Donnerstag startet und den Namen „Revisiting New London“ tragen wird. Die Entwickler wollen in dieser unter anderem die Punkte Animation, künstlerische Gestaltung, Programmierung, Design und mehr besprechen. Neue Eindrücke zu Frostpunk: 1886 wurden in einem weiteren Video gegeben.

Der Blogeintrag enthält noch weitere Neuigkeiten. So wird das erste Frostpunk auf der Nintendo Switch erscheinen. Zudem wird an einem Comic zu Frostpunk 1886 gearbeitet, der demnächst auf Kickstarter starten wird.



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Reddragon UCAL K673 DE im Test


Wie viel Geld muss man für eine kompakte, solide mechanische Tastatur mindestens ausgeben? Die Redragon UCAL K673 will eine Antwort auf diese Frage geben. So kann ein Einstieg im 75%-Layout aussehen. Man muss nur wissen, worauf man sich einlässt. Was das ist und warum die Antwort nicht ganz eindeutig ausfällt, zeigt der Test.

Die UCAL K673 verspricht eine ganze Menge. Ein normales Gehäuse, mehrere Schichten Geräuschdämpfung, kabellosen Betrieb und ein ordentliches Layout, ganz wie Tastaturen über 100 Euro. Taugt sie etwas? Das hängt letztlich ganz vom Fokus ab, denn der Sparpreis hat Gründe.

  • Sinnvolles Layout
  • Geräuschdämpfung & geschlossenes Gehäuse
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Gute Software
  • Einstiegstaster
  • Tastenkappen dünn

Die UCAL K673 DE im Überblick

Auf Amazon bietet Redragon seit Jahren Tastaturen an, die für kleines Geld viel Gegenwert versprechen. Der Haken: Üblicherweise gibt es die Modelle nur im US-Layout. Bei der UCAL K673 ist das anders. Das im Budget-Bereich seltene 75%-Layout mit Abstand zwischen den Tastenblöcken empfiehlt die Tastatur genau wie der Drehregler aus Metall für den einfachen Ein- und Umstieg auf ein kompaktes Layout.

Lieferumfang: Ersatztaster, USB-Kabel, Werkzeug, Kurzanleitung, Sticker
Lieferumfang: Ersatztaster, USB-Kabel, Werkzeug, Kurzanleitung, Sticker
Das 75%-Layout ordnet Funktionstasten in einer Reihe an
Das 75%-Layout ordnet Funktionstasten in einer Reihe an
Doppelfunktionen zum Reset aller Einstellungen, Arbeitsplatz, Home, Rechner und Medienplayer
Doppelfunktionen zum Reset aller Einstellungen, Arbeitsplatz, Home, Rechner und Medienplayer
FN-Verknüpfungen für Mediensteuerung, Lautstärke, Mail und LED-Konfiguration
FN-Verknüpfungen für Mediensteuerung, Lautstärke, Mail und LED-Konfiguration
Stellfüße haben zwei Stufen, Rutschsicherungen arbeiten effektiv
Stellfüße haben zwei Stufen, Rutschsicherungen arbeiten effektiv

Zum Anschluss bietet die Tastatur drei Wege. Sie überträgt Eingaben per Kabel oder kabellos via Bluetooth 5.0 oder 2,4-GHz-Funk. Ein 4.000-mAh-Akku soll nach Herstellerangaben Laufzeiten von 7 Stunden durchgängiger Nutzung ermöglichen, was sich auf aktivierte Hintergrundbeleuchtung bei voller Helligkeit beziehen muss.

Der Funkempfänger kann rechtsseitig am Gehäuse verstaut werden. Da USB-Anschluss und der Schalter für die Betriebsmodi an der linken Seite liegen, liefert Redragon ein (kurzes) gewinkeltes USB-C-auf-C-Kabel mit, das über einen ebenfalls beigefügten Adapter an einen A-Port am PC passt. Uneindeutig ist, was das Paket kostet: Im regelmäßigen Angebot liegt die Tastatur bei 55 Euro, regulär werden 70 Euro auf das Preisschild geschrieben.

Taster: roter Standard

Die leichtgängig abgestimmten Taster in den Hot-Swap-Sockeln der K673 stammen ebenfalls von Redragon und werden schlicht „Red“ genannt. Genau das sind sie auch: Ihre Spezifikationen entsprechen denen eines roten Standardtasters.

So tippen Drachen-Taster

Der Teufel steckt dabei in der Benutzung. Die Taster sind zwar leichtgängig und gleiten nur geringfügig rau ein, geben aber keine besonders genaue Rückmeldung. Die Rückstellkraft der Feder ist gering, die Position des Stempels wird verwaschen rückgemeldet. Man möchte meinen, man tippe ein wenig auf Watte, zumindest aber mit nicht besonders viel Gefühl, was dazu führt, die Tasten eher bis zum Anschlag zu hauen, der dann ein klares Feedback liefert. Akustisch neigen die Modelle zudem zu einem klapprigen Klackern.

Beim Schreiben längerer Texte wünscht man sich zumindest mit Kenntnis teurerer Tastaturen schnell bessere Taster. Spiele erfordern einzelne Eingaben und sind unkritischer, dieses Szenario maskiert Schwächen besser. Dennoch: Die Taster sind für Vielnutzer mehr funktional als freudvoll.

Für die Einstiegsklasse lässt sich aber nicht viel mehr erwarten, dafür gehen die Modelle in Ordnung, vor allem weil sie selbst so ein deutliches Upgrade zu den kaum günstigeren Rubberdome-Keyboards sind. Der Vollständigkeit halber: Einfache Huano Red hinterließen einen etwas besseren Eindruck, die Mittelklasse unter anderem in Form von Gateron G Pro 3.0 Yellow oder Endorfys Yellow-Switches schneidet in allen Belangen deutlich besser ab – und sind in der 70-Euro-Klasse zu haben.

Die Red-Taster sind als Einstieg okay
Die Red-Taster sind als Einstieg okay
Zwischen PCB und Switch Plate wird Schaumstoff verbaut
Zwischen PCB und Switch Plate wird Schaumstoff verbaut
Zahlentasten und Sekundärfunktionen leuchten nicht so hell wie der Rest
Zahlentasten und Sekundärfunktionen leuchten nicht so hell wie der Rest

Unscheinbare Beleuchtung

Die Beleuchtung funktioniert solide. Doppelfunktionen zeigen aber einen kleinen Farbverlauf, kleinere Beschriftungen wirken optisch ein wenig dunkler. Da sekundäre Tastenfunktionen über dem Stempel oder gegenüber der LED sitzen, ist das Ergebnis kein Wunder, müsste so aber nicht sein.

Alltag & Akustik

Ein Schwerpunkt der Tastatur soll ihre zurückhaltende Geräuschkulisse sein. Sie ist tatsächlich eine Stärke. Ein „aber“ braucht es trotzdem, obwohl sie das Leben leicht macht.

Akustik: Leise soll es werden

Hall und unerwünschte Nebenklänge sollen Polyolefin-Schaum zwischen Switch Plate und PCB sowie eine dicke Silikonmatte unten im Gehäuse minimieren. Wie die Gasket-Mounts, die PCB und Gehäuse entkoppeln, wird für die Silikonmatte jedoch eine sehr feste, steife Spielart gewählt. Zur Entkopplung muss deshalb auch die Kunststoff-Plate unter den Tastern dienen.

Redragon UCAL K673 (Redragon Red)

Dinge haben und sie in funktionaler Form zu haben, sind also nicht immer ganz die gleichen Dinge. In diesem Fall sind sie aber dicht genug dran um ein Ergebnis zu liefern. Bleiben soll durch den Aufbau nur ein „klares, reines Schaltergeräusch“.

Das zeigt auch im Prinzip ein Quertausch mit Gaterons Midrange-Switches G-Pro 3.0 und guten Tastenkappen. Nur sind die Taster und Kappen schwerlich das Gelbe vom Ei. Ein guter Teil des Kunststoff-artigen Klackerns und Klickerns, das schon beim Antippen der Taster entsteht, produzieren sie und ihre dünnen Kappen. Beides zu tauschen erzeugt ein deutlich besseres Klangbild, wobei schon die Tastenkappen einen Unterschied ausmachen.

Aufbau der UCAL K673 DE
Aufbau der UCAL K673 DE (Bild: Reddragon)
Recht harte Gummiauflagen und eine Kunststoff-Plate sollen Anschläge dämpfen
Recht harte Gummiauflagen und eine Kunststoff-Plate sollen Anschläge dämpfen
Unten im Gehäuse liegt eine Matte aus festem Silikon
Unten im Gehäuse liegt eine Matte aus festem Silikon

Lautstärke im Vergleich

Das klingt ziemlich schrecklich und verlangt daher nach einer Einordnung. Je nach Preis ist das Ergebnis eigentlich gut. Eine noch etwas günstigere, kaum gedämpfte Sharkoon Skiller SGK25 klingt viel heller und lauter, Leer- und Eingabetaste ploppen zudem deutlich peitschenartig. Die Redragon liefert ein gleichmäßigeres, tieferes Klangbild, das sich besser ausblenden lässt. In dieser Richtung geschaut bietet sie sich als gutes Upgrade mit weiterem Upgrade-Potential an.

Gegenüber der SGK50 S3 PBT für 60 Euro verliert die K673 jedoch. Weniger Nebengeräusche, ein tieferer, satterer und besser betonter Anschlag präsentieren die nächste Akustik-Stufe als Upgrade. Die Endorfy Tock V2 klingt ebenfalls edler, fokussiert sich aber auf ploppenden „Gaming-Sound“ mit Boom.

Alltag: Überraschend gut

Als Alltagsbegleiter macht die K673 das Leben leicht. Das liegt am 75%-Layout mit auseinandergezogenen Tastenbereichen und Flexibilität bei der Konfiguration. So lassen sich „Entfernen“ und „Einfügen“ einfach tauschen, um die häufiger genutzte Taste nach oben an die leichter „tippbare“ Position zu legen.

Einen Mehrwert bietet zudem der aus Metall gefertigte Regler für Lautstärke und Beleuchtung. Das Umschalten der Helligkeitsreglung dauert allerdings zu lange, die Shortcuts auf der Tastatur liefern deutlich schnellere Ergebnisse. Die dazu nötigen FN-Belegungen erschließen sich meist von selbst oder nach kurzem Ausprobieren.

Pfeil- und Funktionstasten sind „auf Abstand“ platziert
Pfeil- und Funktionstasten sind „auf Abstand“ platziert
Auf der linken Seite sind USB-Anschluss und Modus-Switch
Auf der linken Seite sind USB-Anschluss und Modus-Switch
Rechts befindet sich ein Fach für den Funkempfänger
Rechts befindet sich ein Fach für den Funkempfänger

Software: Überraschung!

Was den Funktionsumfang der (Windows-)Software betrifft, lässt die UCAL K673 auch weitaus teurere Tastaturen hinter sich. Den Ausschlag gibt die Möglichkeit, zwei FN-Ebenen zu programmieren und die dazugehörigen FN-Tasten frei zu verlegen – ein Mehrwert für den Nutzerkomfort. Dass werksseitige FN-Belegungen in der Software nicht angezeigt werden, stört dabei, aber nur am Rande. Im Grunde bietet die Software alles, was man braucht.

Fazit: Hui oder Pfui?

Die UCAL K673 verspricht eine ganze Menge. Ein normales Gehäuse, mehrere Schichten Geräuschdämpfung, kabellosen Betrieb und ein ordentliches Layout, ganz wie Tastaturen über 100 Euro. Taugt sie etwas? Das hängt letztlich ganz vom Fokus ab, denn der Sparpreis hat Gründe.

Diese liegen in den austauschbaren Komponenten: Die Basis-Taster und die dünnen Tastenkappen sind funktional ausreichend, aber auch im Einstiegssegment nichts Besonderes. Sie sorgen dafür, dass sich die auch so ordentliche Akustik noch als ausbaufähig erweist. Dafür sind Chassis, Layout und Ausstattung als recht unveränderliche Bestandteile gut gemacht, insbesondere auch bei der Software bietet die K673 viele Freiheiten.

Fazit: Stimmt der Preis, kann die K673 ein sinnvoller Einstieg in die Mecha-Welt sein
Fazit: Stimmt der Preis, kann die K673 ein sinnvoller Einstieg in die Mecha-Welt sein

Am Ende hängt die Einschätzung so tatsächlich nur vom Preis ab. Für rund 55 Euro während der regelmäßigen Angebotsaktionen, zum Beispiel aktuell im Redragon-Shop auf Amazon*, empfiehlt sich die Tastatur als Einstiegsmodell, das ein solides Starterpaket ohne allzu große Kompromisse und eine ausbaufähige Plattform bietet. Zehn Euro Aufpreis zur Sharkoon SGK25 (Test) sollte man bei knappem Budget unbedingt investieren. Rubberdome-Tastaturen wie eine Glorious GMBK (Test) für 60 Euro werden so zu einer schlechten Wahl.

Bei regulären 70 Euro kehrt sich die Einschätzung um. Eine Sharkoon Skiller SGK55W verspricht für gleiches Geld eine Alternative mit besseren Tastern. Nicht zuletzt liegt die Redragon dann viel zu dicht an einer Hator Skyfall Pro 80 (Test), die für weitere zehn Euro in allen Bereichen den Nachbrenner zündet. Wer vor allem Taster, bessere Akustik und quelloffene Firmware statt voller Ausstattungs-Hütte priorisiert, bekommt zudem mit der
Sharkoon SGK50 S3 (Test) für rund 60 Euro eine bessere Alternative.

  • Sinnvolles Layout
  • Geräuschdämpfung & geschlossenes Gehäuse
  • Umfangreiche Ausstattung
  • Gute Software
  • Einstiegstaster
  • Tastenkappen dünn

ComputerBase hat die UCAL K673 DE von Reddragon leihweise zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.

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