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KI-Infrastruktur in den USA: Hälfte der Rechenzentren für 2026 verzögert oder gestoppt
Immer wieder gibt es Meldungen, dass der Ausbau der KI-Rechenzentren in den USA nicht mit den Zeitplänen mithalten kann. Bloomberg nennt nun eine konkrete Zahl: Bei annähernd der Hälfte der für 2026 geplanten Projekte wird erwartet, dass diese sich verzögern oder komplett gestrichen werden.
Zentraler Grund ist laut dem Bloomberg-Bericht der Mangel an Komponenten für die elektrische Infrastruktur, konkret geht es also um Transformatoren, Schaltanlagen und Batterien. Entsprechende Bauteile sind nicht nur für die Rechenzentren erforderlich, sondern auch für den Ausbau der Stromnetze, die den enorm steigenden Verbrauch bewältigen müssen.
Laut Analysen des Thinktanks Sightline Climate sollen in diesem Jahr Rechenzentren ans Netz gehen, die rund 12 Gigawatt an Energie benötigen. Schätzungsweise befindet sich aber nur ein Drittel im Bau.
Trumps Handelspolitik schadet den Anbietern
Anbieter elektrischer Komponenten in den USA können die Nachfrage laut Bloomberg nicht mehr bewältigen. Die Tech-Unternehmen sind daher auf Importe aus aller Welt angewiesen. Genau diese Handelsbeziehungen sind aber durch die Zölle von US-Präsident Donald Trump beeinträchtigt. Ein großer Anteil der Komponenten wird etwa in China gefertigt.
Die US-Administration versucht zwar seit geraumer Zeit, die Produktionskapazitäten in den USA zu erhöhen. Wenn die Pläne der US-Anbieter für den KI-Ausbau umgesetzt werden sollen, ist man aber im großen Maß auf Produkte angewiesen, die in China hergestellt werden, heißt es im Bericht.
Durch die erhöhte Nachfrage, die der KI-Boom ausgelöst hat, steigen zudem die Preise für Komponenten wie Transformatoren. Teilweise haben diese sich laut dem Bericht verfünffacht. Teile sollen nun in größerer Stückzahl und kürzeren Zeiträumen geliefert werden. Wenn die Lieferzeit bei Bestellungen von Hochleistungstransformatoren vor dem Jahr 2020 typischerweise noch 24 bis 30 Monate betragen hat, wollen KI-Unternehmen die Komponenten aktuell in weniger als 18 Monaten.
Lieferkette elektrischer Komponenten als „wildes Puzzle“
Crusoe Energy Systems baut derzeit in Texas einen Datacenter-Campus. Laut Bloomberg ist das Unternehmen bekannt für die Geschwindigkeit. Laut eigenen Aussagen ist Crusoe in der Lage, Teile eines Rechenzentrums binnen eines Jahres ans Netz zu bringen. Ein Trick ist, frühzeitig eine ausreichende Menge elektrischer Komponenten zu kaufen. So konnte man Vorräte anlegen, bevor Handelsbarrieren errichtet worden sind.
Insgesamt machen die elektrischen Komponenten weniger als zehn Prozent der Kosten eines Rechenzentrums aus. Ohne diese Bauteile lässt es sich aber nicht in Betrieb nehmen. „Wenn sich ein Teil der Lieferkette verzögert, kann das komplette Projekt nicht fertiggestellt werden“, sagt Andrew Likens, Crusoes Direktor für Energie und Infrastruktur. Momentan sei es daher ein „ziemlich wildes Puzzle“.
Um ausreichend elektrische Komponenten auf Lager zu haben, hat Crusoe die Vorbestellungen deutlich erhöht. Nun kauft man schon Teile, obwohl noch nicht mal klar ist, ob es dafür einen Auftrag gibt. Riskanter, für Crusoe hat es sich aber als erfolgreiche Strategie erwiesen.
Auch bei den elektrischen Komponenten kommt es also zu Marktdynamiken, die vergleichbar sind mit der Speicherkrise.
Durch den Iran-Krieg erhöhte Strompreise verschärfen die Krise
Crusoe stand zuletzt aber auch im Fokus verzögerter und umgeplanter Projekte. Berichte kursierten, wonach ein Ausbauvorhaben von OpenAI und Oracle in Texas, das Crusoe im Rahmen von Stargate umsetzt, nicht wie geplant läuft. Die Beteiligten bezeichneten den Bloomberg-Bericht von Anfang März aber als falsch und irreführend.
Dass sich der Energiebereich immer mehr zum Flaschenhals entwickelt, war jedoch absehbar. Microsofts CEO Satya Nadella erklärte etwa im Januar, Chips seien nicht das Kernproblem. Herausfordernd wäre es, ausreichend Energie für neue Rechenzentren bereitzustellen.
- Big Tech setzt auf „Winner takes all“: 650 Mrd. Dollar an Investitionen für KI-Wettrüsten in 2026
Die KI-Investitionen sollen in diesem Jahr ein Rekordniveau erreichen. Allein die vier Big-Tech-Konzerne Amazon, Microsoft, Google und Meta haben Capex-Ausgaben in Höhe von rund 650 Milliarden US-Dollar angekündigt.
Neben den Engpässen bei technischen Komponenten ist aber der aufgrund des Iran-Kriegs steigende Strompreis ein weiteres Hemmnis. Angesichts der erwarteten Wachstumsschwäche gehen erste Analysten laut einem Bericht von Reuters davon aus, dass die Big-Tech-Konzerne die Höhe der Investitionen im Verlauf des Jahres noch zusammenstreichen werden.
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Angebliche Intel-Deals: Du bekommst nur alte CPUs, wenn du auch neue nimmst!

Laut einem Medienbericht aus Asien hält Intel einige Hersteller an der kurzen Leine: Alte CPUs gibt es nur, wenn auch neue gekauft werden. Das Vorgehen „Alt+Neu“ ist durchaus nicht neu, in der angespannten Zeit mit extrem hohen Speicherpreisen verdirbt es Kunden aber die Laune. Denn die würden gern mehr älteres Material kaufen.
Es war in den letzten Monaten schon oft zu sehen: Plötzlich tauchten beispielsweise bei nahezu jedem Mini-PC-Hersteller aus China Konfigurationen „neu“ wieder auf, die einige Jahre alte Prozessoren von AMD und Intel nutzen, und diese dann am besten auch noch mit älterem DDR4-SODIMM paaren. Hier passt letztlich das Verhältnis aus Preis und Leistung wohl noch am besten, denn sobald es in Richtung DDR5 mit höherem Takt und Kapazität geht, wird es aktuell schnell teurer.
Nikkei berichtet nun von Beschwerden einiger ODMs, die doch eben gern lieber nur solch alte CPUs bei Intel kaufen und entsprechend darauf ihr Geschäft aufbauen wollen. Intel wiederum sagt dies aber angeblich nicht pauschal zu, sondern vereinbart mit den Kunden dann, dass sie auch modernste Intel-18A-Lösungen alias Panther Lake und Wildcat Lake nehmen müssen – sonst gibt es auch keine älteren CPUs.
Intel wiederum schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Ohnehin musste das Unternehmen zuletzt bereits die alte 10-nm-Fertigung für Alder Lake und Raptor Lake sowie für einigen Tiles der Server-CPUs weiter hochfahren, um die Nachfrage nach CPUs überhaupt bedienen zu können. Parallel dazu drückt Intel die neuen Produkte weiter in den Markt, die nun in größeren Volumen zur Verfügung stehen werden. Panther-Lake-Notebooks gibt es nun schon unter 1.000 Euro, mit Intel Wildcat Lake dürfte bei breiter Verfügbarkeit nach der Computex 2026 die 500-Euro-Marke anvisiert werden. Aber auch das ist mitunter zu viel, wie Mini-PCs mit älteren Chips zeigen.
Verlagerung lässt extreme Knappheit entstehen
Der Fokus auf Server-CPUs lässt zudem ohnehin weniger Spielraum für die älteren Consumer-CPUs. Die aktuellen Server-CPUs Intel Granite Rapids setzen auf I/O-Tiles in der älteren 10-nm-Fertigung (Intel 7 genannt), Intel Clearwater Forest wird in den nächsten Wochen starten und ebenfalls diese I/O-Tiles nutzen. Da Server-CPUs aktuell gefragt sind wie nie, ist die Kapazitätsverlagerung dahin folgerichtig. Laut Intels Kunden sei die CPU-Knappheit auch deshalb inzwischen zum Teil schlimmer als bei RAM, denn anders als beim RAM, wo Kapazität und Spezifikation verringert werden kann, gibt es bei einer CPU keine Option.
Im Serverbereich ist Intel in den letzten Jahren am meisten unter Druck geraten, AMD liegt hier in vielen Bereichen nun in Front. Die Umsätze und Gewinne waren deshalb deutlich eingebrochen, erst zuletzt erholten sie sich wieder.
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Früher jubeln als der Nachbar: Vodafone beschleunigt ARD und ZDF zur Fußball-WM im Kabel‑TV

Vodafone beschleunigt das Fernsehsignal der ARD und ZDF zur Fußball-WM im Kabelnetz, damit die Verzögerung möglichst kurz ausfällt und der Nachbar nicht schon zwei Sekunden früher jubelt, bevor auf dem eigenen Fernseher überhaupt das Tor fällt. Im Marketing nennt Vodafone die Umstellung „Jubel-Booster“.
Mehrere Sekunden Verzögerung durch digitale Verarbeitung
Zuschauer, die über das Kabelnetz die von ARD und ZDF übertragenen WM-Spiele empfangen, sollen die Tore und Spielszenen eher sehen als es bislang über das Kabelnetz möglich war. Denn durch die Verarbeitung der digitalen Signale liegt die Verzögerung gegenüber der früheren analogen Übertragung mitunter inzwischen bei mehreren Sekunden.
WM-Bild wird direkt eingespeist
Für die WM-Übertragungen von ARD und ZDF nutzt Vodafone jedoch ein besonders früh verfügbares TV-Signal der Sender und verteilt es direkt im Kabelnetz – ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte. Dadurch sollen weitere Verzögerungen in der Signalaufbereitung entfallen. Im Ergebnis sollen die Live-Bilder rund zwei Sekunden früher im Wohnzimmer ankommen als bislang.
Die Latenzoptimierung macht sich bei allen Spielen bemerkbar, die auf „Das Erste HD“ und „ZDF HD“ im Kabelnetz von Vodafone zu sehen sind. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen überträgt 60 der 104 WM-Spiele. Die Fußball-Weltmeisterschaft beginnt am 11. Juni.
Europameisterschaft 2024: Kabel-TV nachweislich vor Satellit
Bereits zur Europameisterschaft 2024 hatte Vodafone die Beschleunigungstechnik bei Live-Übertragungen von ARD und ZDF im Kabelnetz eingesetzt. Die c‘t hatte damals nachgemessen, wie lange es bei klassischem Fernsehempfang und beim IPTV-Streaming dauert, bis das Tor gefallen ist. Dabei kam heraus: Durch die Optimierung war das Signal im Kabel-TV schneller als über Satellit und deutlich schneller als die meisten Internetfernsehangebote. Es ist deshalb davon auszugehen, dass Vodafone auch dieses Mal wieder vor der Satellitenübertragung und dem Streaming über IPTV landet.
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Forza Horizon 6 Community-Benchmark: Testet mit uns den Japan-Raser im „Next-Gen-Setup“!

Seit heute kann Forza Horizon 6 in allen Editionen und auch über den Xbox Game Pass gespielt werden. Höchste Zeit für einen Community-Benchmark-Test, zu dem jeder, der Zugang zum Spiel hat, Ergebnisse beisteuern kann. Dafür genutzt wird ein ganz neues System. Ladies and Gentlemen, Start Your Engines!
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