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Vodafone Jugendstudie: Einsame Jugendliche – analog schlägt digital


Die Vodafone Stiftung hat in einer neuen Studie Einsamkeitsgefühle unter Jugendlichen in den Blick genommen und dabei auch den Einfluss von digitalen Angeboten betrachtet. Obwohl Jugendliche heutzutage sowohl analog als auch digital Gemeinschaft erleben können, verliert die analoge Begegnung nicht an Wert. Vielmehr zeigt die Untersuchung: Digitale Angebote wie Social Media werden von einigen genutzt, um sich weniger einsam zu fühlen, doch gleichzeitig gibt es einen klaren Zusammenhang zwischen intensiver Social-Media-Nutzung und erhöhten Einsamkeitsgefühlen. Zudem werden analoge Kontakte als wirksamer gegen Einsamkeit empfunden als digitale.

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Für die Studie „Generation einsam?“ hat infratest dimap 1046 vom 5. bis 18. Mai 2025 deutschsprachige Jugendliche im Alter von 14 bis 20 Jahren in Deutschland mittels Online-Interviews befragt. Zur Sicherstellung der Repräsentativität wurden die Ergebnisse nach soziodemografischen Merkmalen gewichtet.

Demnach sind der Vodafone-Studie und auch einer Untersuchung der Bertelsmann Stiftung zufolge Jugendliche unter den Bevölkerungsgruppen mittlerweile am stärksten von Einsamkeit betroffen, während zuvor ältere und hochbetagte Menschen als besonders betroffen galten. Die Corona-Pandemie habe Einsamkeitsbelastungen mehr in den Fokus gerückt.

Im Jahr 2025 fühlte sich knapp die Hälfte der Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren häufig oder gelegentlich einsam. Wie auch in der Gesamtbevölkerung geben Mädchen und Frauen häufiger an, unter Einsamkeitsgefühlen zu leiden. Dabei schätzen die Befragten Einsamkeit nicht als ein rein persönliches Problem, sondern als eine größere gesellschaftliche Herausforderung ein, „die über die Zeit an Bedeutung gewonnen hat“. Eine große Mehrheit unterstützt auch die Aussage, dass das Gefühl der Einsamkeit unter Jugendlichen in den vergangenen Jahren zugenommen hat.

Die stärksten Belastungsfaktoren für die Jugendlichen stellen Schulstress und Leistungsdruck, Streit mit Familie oder Freunden und mentale Erschöpfung dar. Einsamkeit oder auch Druck durch Social Media fallen gegenüber diesen Faktoren ab, werden aber trotzdem noch von fast 50 beziehungsweise 30 Prozent als „sehr stark“ oder „stark“ wahrgenommen (Einsamkeit 48 Prozent, Druck durch Social Media 29 Prozent). Zudem seien junge Menschen mit Einsamkeitserfahrungen insgesamt sensibler gegenüber anderen potenziellen Stressfaktoren und Belastungen als Jugendliche ohne diese Erfahrungen. Um sich Unterstützung gegen Einsamkeit zu suchen, wende sich die Mehrheit der Befragten Freundinnen und Freunden (72 Prozent), Eltern (66 Prozent) und auch Großeltern (19 Prozent) zu. Nur sieben Prozent suche Unterstützung in Online-Gruppen oder -Communitys.



Unterstützung bei Einsamkeit würde immer erst bei den nächsten sozialen Kontakten gesucht: Freunden und Familie.

(Bild: Vodafone Stiftung)

Die bisherige Nutzung von Social Media gegen Einsamkeit stufen auch nur 23 Prozent als hilfreich ein, den Konsum anderer Online-Inhalte 22 Prozent. Als besonders wirksam gilt hingegen für 55 Prozent der Befragten, etwas mit Freunden zu unternehmen oder Hobbys und Sportarten auszuüben (34 Prozent). Der Austausch in Online-Communitys geben nur drei Prozent als bisher hilfreich an.

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Abbildung aus Studie zu "Hilfe bei Einsamkeit"

Abbildung aus Studie zu "Hilfe bei Einsamkeit"

Das direkte soziale Umfeld wird als besonders hilfreich wahrgenommen, der Online-Austausch ist nur für Wenige eine Lösung.

(Bild: Vodafone Stiftung)

Nutzen Befragte Social-Media-Angebote häufig oder zumindest gelegentlich, um sich weniger einsam zu fühlen, tun das 14- bis 20-Jährige mit niedriger bis mittlerer Bildung häufiger als Gleichaltrige mit hoher Bildung. Haben junge Menschen bereits Einsamkeitserfahrungen, greifen sie mit 79 Prozent erkennbar häufiger auf soziale Medien zurück. Der aktive Austausch über die eigenen Gefühle auf Online-Plattformen spielt für diese Jugendlichen zugleich nur eine geringe Rolle – sie konsumieren also eher Inhalte, als online gezielt aktiv zu werden. Das spreche laut Studie „für einen Kreislauf, bei dem Einsamkeit junge Menschen dazu bringt, Zeit auf Social Media zu verbringen – die Nutzung derselben jedoch die Einsamkeitsgefühle nicht mindert“. Zudem könnten diese Jugendlichen dann auch weniger gut die eigene Bildschirmzeit begrenzen: „Jugendliche, die soziale Medien intensiv nutzen, fühlen sich doppelt so häufig einsam wie Jugendliche, die Social Media wenig nutzen und angeben, keine Probleme bei der Begrenzung ihrer Social-Media-Nutzung zu haben.“ Dass Jugendliche problematisches Nutzungsverhalten bewusst wahrnehmen, sie aber oft nicht wissen, wie sie es verändern sollen, hat die Vodafone-Stiftung bereits im vergangenen Herbst in einer Studie dargestellt.


Abbildung aus Studie, Social-Media-Nutzung

Abbildung aus Studie, Social-Media-Nutzung

Wer häufig oder gelegentlich ein Gefühl von Einsamkeit verspürt, nutzt auch häufig oder zumindest gelegentlich Social Media gegen Einsamkeit.

(Bild: Vodafone Stiftung)

Wie auch schon in anderen Untersuchungen erhoffen sich Heranwachsende in besonderer Weise Hilfe von Schulen und anderen Ausbildungsstätten. Diese sollten „einsamkeitsbelasteten“ Jugendlichen Unterstützungsangebote machen. Zugleich haben 65 Prozent der Befragten aber nicht das Gefühl, dass ihre Schule das Thema Einsamkeit ernst nimmt. Das erklärt vielleicht auch die widersprüchlich wirkende Angabe in Abbildung 4, dass bisher nur sechs Prozent der Befragten Unterstützung bei Lehrkräften, Ausbildern oder Sozialarbeitern suchen würden. Die Studie stellt aber ohnehin infrage, wie die schon jetzt überlasteten Schulen sich auch noch dieser Aufgabe widmen könnten.


(kbe)



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Analyse: So sehr hinken die deutschen Autokonzerne hinterher


Die deutschen Autobauer haben im vergangenen Jahr bei wichtigen Finanzkennzahlen teils deutlich schlechter abgeschnitten als die internationale Konkurrenz. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen hinkten beim Umsatz, dem operativen Ergebnis und Absatz weitgehend hinterher, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht.

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Die Umsätze der analysierten 19 größten Autokonzerne weltweit stiegen demnach 2025 insgesamt um 0,6 Prozent. Die Deutschen schnitten gemeinsam betrachtet mit einem Minus von 4,1 Prozent jedoch schlechter ab. Zum Vergleich: Japanische Hersteller legten um drei Prozent zu, US-Hersteller verzeichneten einen Rückgang von 0,6 Prozent.

Beim operativen Gewinn (Ebit) verzeichneten die deutschen Hersteller zusammen ein Minus von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Hersteller (minus 40,4 Prozent), Japaner (minus 23,2 Prozent) und Chinesen (minus 12,9 Prozent) schnitten vergleichsweise besser ab. Deutlich schlechter lief es allerdings für die beiden anderen europäischen Konzerne Stellantis und Renault, die tiefrote Zahlen in Milliardenhöhe schrieben.

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise“, sagte EY-Autoexperte Constantin Gall einer Mitteilung zufolge. Viele Konzerne hätten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich habe sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa aber deutlich schwächer als prognostiziert entwickelt.

Jetzt folge der Strategieschwenk und damit zum Beispiel auch Milliarden-Abschreibungen auf Batterie-Joint-Ventures, eingestellte Modelle und neue Investitionen in Verbrenner. „Das Ergebnis ist ein beispielloser Gewinneinbruch“, sagte Gall.

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Die Milliarden-Abschreibungen markierten Gall zufolge aber weniger einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität als „eine Korrektur völlig überzogener Annahmen“. Zusätzliche Belastungen resultierten aus der US-Zollpolitik.

Aber: „Das beispiellose bilanzielle Reinemachen, das hoffentlich im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossen sein wird, könnte helfen, zukünftig wieder bessere Margen zu erzielen“, sagte Gall. Hinzu kämen Kostensenkungsprogramme, deren Wirkung sich verzögert in den Ergebnissen niederschlagen würden.

„Vor allem am Standort Deutschland sind die Kosten immer noch viel zu hoch. Wir werden an weiteren einschneidenden Maßnahmen nicht vorbeikommen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Autostandorts Deutschland wieder zu erhöhen“, sagte Gall. Es sei höchste Zeit, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Industrie bekomme. „Sonst hat der Autostandort Deutschland keine Chance“, sagte Gall.

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(nen)



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Lenovo IdeaPad Slim 5 mit AMDs neuem Ryzen AI 7 445 im Test


Dieser Tage kommen die ersten Notebooks in den Handel, in denen Mobilprozessoren aus AMDs 2026er-Baureihe Ryzen AI 400 (Codename „Gorgon Point“) arbeiten. Anders als die hochgezählte Serienbezeichnung suggeriert, ist die 400er-Serie allerdings keine Neuentwicklung, sondern eine überarbeitete Variante der 300er-Vorgänger. Diese erblickte schon Mitte 2024 als Strix Point das Licht der Welt und wurde Anfang 2025 mit Krackan Point um schwächere Varianten ergänzt.

Doch während man von so einer Refresh-Generation üblicherweise eine leichte Aufwertung erwarten darf, handelt es sich in diesem Fall klar um eine Sparmaßnahme, die mit aufgebohrten Marketingbezeichnungen kaschiert wird. Anders lässt sich jedenfalls kaum erklären, was AMD beim Ryzen AI 7 445 getan hat, der im hier getesteten 16-Zoll-Notebook IdeaPad Slim 5 (16AGP11) zum Einsatz kommt.

In der 300er-Generation hatte der Ryzen AI 7 350 acht Kerne und bis zu 5 GHz Takt; andere Ryzen 7 gab es nicht. Der neue Ryzen AI 7 445 im IdeaPad ist hingegen nur noch ein Sechskerner. Obendrein läuft er mit maximal 4,6 GHz und damit sogar weniger Takt als der Ryzen AI 5 340, dessen ebenfalls sechs Kerne noch bis zu 4,8 GHz schafften. Führt man sich nun noch vor Augen, dass AMDs Namensgebung inzwischen bei Ryzen 9 beginnt und bei Ryzen 5 endet, wird klar, dass ein Chip vom Kaliber des Ryzen AI 7 445 vor einiger Zeit, als der Zifferndreiklang noch 7-5-3 lautete, wohl nicht mal als Ryzen 5, sondern eher als Ryzen 3 vermarktet worden wäre.


Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Lenovo IdeaPad Slim 5 mit AMDs neuem Ryzen AI 7 445 im Test“.
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betterCode() GenAI Summit: Jetzt noch Frühbucherticket für Mannheim sichern


GenAI verändert die Softwareentwicklung grundlegend und hat sich im Arbeitsalltag vieler Developer etabliert. KI-Agenten und -Tools übernehmen dabei nicht nur lästige Tipparbeit, sondern helfen bei komplexen Aufgaben. Um sicheren und effizienten Code zu erhalten, muss man aber auch ihre Risiken kennen.

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Die betterCode() GenAI fand 2025 und 2026 dreimal mit großem Erfolg als Online-Konferenz statt. Dieses Jahr wird es die Konferenz erstmals auch vor Ort geben. Im Juni startet der betterCode() GenAI Summit in Mannheim.

Die Konferenz zeigt, welche KI-Tools für welche Aufgaben geeignet sind und wie die KI-Integration effizient funktioniert. Außerdem thematisiert sie die Auswirkungen auf die Arbeit von Entwicklungsteams.

Das Programm des betterCode() GenAI Summit behandelt aktuelle Tools, Best Practices und Möglichkeiten, aber auch die Risiken und rechtlichen Rahmenbedingungen KI-gestützter Softwareentwicklung. Unter anderem gibt es Vorträge zu folgenden Themen:

  • Coding Agents im Praxiseinsatz: Auswahl und Orchestrierung
  • KI in der Praxis: Strategien zur Modernisierung komplexer Legacy-Systeme
  • Spec-Driven Development: Das Ende des Vibe Coding
  • Sicherheitsnetze für den sicheren Einsatz von Coding-Agenten
  • KI-generierter Code zwischen Effizienzgewinn und Rechtsrisiko
  • Design Patterns für das Zeitalter der Agenten

Noch bis zum 21. April sind die Tickets zum vergünstigten Frühbuchertarif von 999 Euro (zzgl. 19 % MwSt.) verfügbar.

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(rme)



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