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Mova Z60 Ultra Roller SA im Test: Guter Saugroboter mit Station & Wischwalze


Der Z60 Ultra Roller SA sieht aus wie das Topmodell des Herstellers und hat viele Gemeinsamkeiten, ist aber günstiger. Lohnt sich der Kauf?

Der Mova Z60 Ultra Roller SA ist die günstigere Variante des Z60 Ultra Roller (Testbericht) ohne zusätzliches Namenskürzel. Im Handel steht das SA im Namen für „Standalone“, wirklich nachvollziehbar ist das aber nicht. Denn die Gemeinsamkeiten mit dem Topmodell sind groß und auch die vollwertige Reinigungsstation des Topmodells ist wieder mit dabei – eigenständig wirkt hier nichts. Auch die Grundidee bleibt gleich: Der SA ist wieder ein Saugroboter mit Wischwalze und Reinigungsstation, der sich weitgehend selbst versorgt.

Die Punkte, an denen der Hersteller Einsparungen vorgenommen hat, sieht man erst auf den zweiten Blick. Wir verraten im Test, welche das sind und ob sich ein Kauf lohnt.

Design und Verarbeitung

Optisch sind sich beide Z60-Modelle sehr ähnlich. Größter äußerlicher Unterschied: Das teurere Modell kommt in Schwarz, das SA-Modell in Weiß. Der Roboter bleibt kompakt mit ausfahrbarem Laserturm und abnehmbarer Oberseite. Die Station bietet mit 47 cm in der Höhe, 42 cm in der Breite und 46 cm in der Tiefe die gleichen Maße wie beim teureren Modell und kommt ebenfalls mit rundlicher Formsprache daher. In Weiß wirken Station und Roboter auf uns aber trotz gleich guter Verarbeitung etwas hochwertiger.

Die eigentlichen Unterschiede finden sich aber nicht bei Design oder Form, sondern bei der Technik. Das Fahrwerk des teureren Z60 Ultra Roller ohne SA nutzt die sogenannte Lift-Pro-Mechanik, mit der es den ganzen Korpus anheben kann. Zusammen mit der Klettertechnik Stepmaster 2.0 Hindernisse bis zu 8 cm Höhe zu überwinden. Der Z60 Ultra Roller SA verzichtet darauf. Das wirkt sich besonders dann aus, wenn hohe Teppiche oder dicke Türschwellen im Haushalt vorhanden sind. Hinzu kommt, dass der SA nicht die neuere Klettertechnik des größeren Modells nutzt und so nur deutlich niedrigere Türschwellen überwinden kann.

Seitenbürste, Hauptbürste und Wischwalze sind hingegen wie beim Topmodell aufgebaut. Im SA-Roboter sitzen ein Staubbehälter mit 0,2 l und ein Frischwassertank mit 0,1 l. Die Station übernimmt die Hauptversorgung. Sie hält 4 l Frischwasser bereit und nimmt bis zu 3,5 l Schmutzwasser auf. Der Staubbeutel fasst 3,2 l. Der Reinigungsmitteltank fasst beim SA 0,4 l und nimmt im Gegensatz zum Geschwistermodell nur eine Reinigungsflüssigkeit auf. Das Topmodell bietet gleichzeitig Platz für zwei unterschiedliche Reiniger und dosiert in der App einstellbar das passende Mittel. Außerdem fehlt beim SA die UV-Desinfektion der Walze des Topmodells.

Inbetriebnahme und App

Die Einrichtung folgt dem üblichen Ablauf. Roboter und Station werden aufgestellt, mit Strom verbunden und dann einfach und schnell in der Mova-Home-App eingebunden. Als erste Fahrt erfolgt eine Schnellkartierung, anschließend lassen sich Räume teilen, zusammenlegen und benennen. Zonenreinigung und Sperrzonen gehören zum Standard und sind beim Z60 ohne SA ebenfalls vorhanden. Die App ist im Wesentlichen identisch zur App des Topmodells – mit nahezu denselben umfangreichen Features. Leichte Unterschiede bestehen nur bei der Station. Mangels zweigeteiltem Reinigungsmitteltank gibt es hier keine Auswahl des Reinigungsmittels.

Navigation und Hindernisvermeidung

Die Grundnavigation ist bei beiden Modellen ähnlich – ähnlich gut. Der Roboter erstellt per „Laserturm“ (Lidar – Light Detection and Ranging) eine millimetergenaue Karte und fährt zum Reinigen anschließend systematische Bahnen. Für die Hinderniserkennung kommt ein kombiniertes Kamera- und Lasersystem mit zusätzlicher Beleuchtung zum Einsatz. Beide Z60-Varianten fahren den Laserturm ein, wenn es unter Möbeln eng wird. Das senkt das Risiko, an niedrigen Kanten hängenzubleiben.

Der entscheidende Unterschied zwischen den Modellen liegt bei der Kletterfähigkeit. Im Test überfuhr der Z60 Ultra Roller SA je nach Beschaffenheit der Kante rund 2 bis 2,5 cm – das ist zwar leicht überdurchschnittlich, das Topmodell kommt allerdings auf 5 oder bei zweistufiger Kante sogar 8 cm. Damit ist das teurere Geschwistermodell (Testbericht) deutlich im Vorteil, wenn es um die Reinigung einer Altbauwohnung mit hohen Türschwellen geht.

Bei der Hindernisvermeidung wirken SA und Topmodell ebenbürtig. Im Test fuhr der günstigere Sauger je nach Einstellung der Hindernisvermeidung sauber und meist berührungslos um Gegenstände herum. Wie beim teureren Topmodell mit fast identischem Namen klappt das aber auch hier nicht immer: Dünne Kabel, weitgehend transparente Objekte sowie sehr flache oder kleine Hindernisse werden immer wieder mal übersehen. Wie bei der Konkurrenz ist es daher auch beim Z60 Ultra Roller SA ratsam, den Boden vor der Reinigungsfahrt aufzuräumen.

Saugleistung und Wischfunktion

Beim Saugen sind die Unterschiede zwischen den Modellen kaum auszumachen. Der SA ist mit 26.000 Pa angegeben, der teurere non-SA Z60 mit 28.000 Pa – ein geringer Unterschied von rund 8 Prozent. Auf Hartboden haben beide Modelle so gut wie jeglichen Schmutz aufgesaugt – nur am Rand kann mal etwas liegenbleiben. Auch auf Teppich gab es keine sichtbaren Unterschiede, das Ergebnis ist nach dem Saugen gut, aber nicht perfekt. Mit Haaren kommen beide Z60-Ultra-Roller-Modelle ebenfalls identisch gut zurecht. Verwicklungen mussten im Test weder an Haupt- noch an Seitenbürste oder Wischwalze händisch entfernt werden – sehr gut.

Während trotz nominell niedrigerer Saugleistung im Alltag keine Unterschiede zu erkennen sind, gibt es die beim Wischen schon eher. Zwar setzen beide Geräte offenbar die gleiche Technik mit Wischwalze und kontinuierlicher Selbstreinigung. Trotzdem erreicht der SA nicht ganz das Niveau des Topmodells. Im Grenzbereich – etwa bei eingetrockneten Flecken oder Fettstift auf Laminat – erzielte das teurere Topmodell im Test ein leicht besseres Ergebnis. Beim SA-Modell ist das zwar meist ebenfalls sehr gut, allerdings kann hier mit etwas Pech auch mal ein zweiter Durchgang nötig sein. Vorteile wie anheb- und abdeckbare Wischrolle beim Befahren von Teppich bieten hingegen beide Z60-Ultra-Roller-Modelle.

Ebenfalls beiden Modellen gemein ist die effektive Wäsche der Wischrolle in der Station mit bis zu 80 Grad heißem Wasser, während die eigentliche Bodenreinigung mit zimmerwarmem Wasser geschieht.

Akku

Beim Akku sind die Eckdaten auf dem Papier ähnlich: Der Z60 Ultra Roller SA nutzt einen Akku mit 6,4 Ah. Die maximale Laufzeit ist mit bis zu 220 Minuten angegeben, die Ladezeit liegt bei bis zu 4,5 Stunden. Im Alltag zeigt sich allerdings das SA-Modell effizienter. Es reinigte saugend und wischend rund 120 Quadratmeter am Stück, bevor der Akkustand zur Rückkehr zur Ladestation zwang – also rund 15 bis 20 Prozent mehr als beim teureren Modell.

Preis

Die UVP des Mova Z60 Ultra Roller SA liegt in Deutschland bei 999 Euro. Der aktuelle Straßenpreis beginnt laut Preisvergleich bei etwa 749 Euro (Amazon), das Topmodell kostet zum gleichen Zeitpunkt 899 Euro.

Fazit

Der Mova Z60 Ultra Roller SA ist keine Billigversion, sondern eine gezielt abgespeckte Variante – deren Sinnhaftigkeit sich aber gerade wegen des erwartbar ähnlichen Straßenpreises nicht wirklich erschließt. Die beiden Z60-Ultra-Roller-Modelle sind nahezu identisch: Dank fast gleicher Technik sind Saugleistung, Haar-Handling und genaue Navigation sowie starke Objekterkennung weitestgehend gleich gut.

Neben kleineren Unterschieden wie der fehlenden UV-Desinfektion der Wischrolle und des zweiten Reinigungsmitteltanks sind die etwas schwächere (aber dennoch sehr gute) Wischleistung sowie die deutlich abgespeckte Kletterleistung am relevantesten.

Bei einem geringeren Preisunterschied lohnt sich der Griff zum SA-Modell nicht – denn das in der UVP spürbar teurere Modell (1199 zu 899 Euro!) ist in vielen Bereichen etwas und in manchen Bereichen sogar spürbar besser. Bei einem Preisunterschied von aktuell mehr als 150 Euro sieht das aber schon anders aus – hier kann sich ein Kauf lohnen, auch wenn wir dennoch die Vorteile des „normalen“ Z60 Ultra Rollers vorziehen würden.



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Video: Glasfaser-Heißklebepistole – Die Lösung für langsame Heimnetze?


Euer Heimnetzwerk ist langsam, Powerline und Mesh-WLAN helfen nicht? Dann könnte Fiber to the Room (FTTR) der nächste spannende Techniktrend sein, der es endlich beschleunigt – und das ohne große Baumaßnahmen. Dabei wird nämlich ultradünne, nahezu unsichtbare Glasfaser einfach angeklebt.

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In diesem Video zeigen wir euch das erste FTTR-Set auf dem europäischen Markt, das der Turbo für euer WLAN sein soll. Und wir kleben Glasfaser mit einer speziellen Heißklebepistole an die Wand, sodass man sie kaum noch erkennen kann. Wie das im Detail funktioniert, was es kostet und wie ihr schon jetzt damit loslegen könnt, erfahrt ihr hier:


(mond)



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Geekom A5 Pro mit Ryzen 5 im Test: Kompakter Mini-PC auch unter Last kaum hörbar


Der Geekom A5 Pro ist klein, unter Last leise und bietet gleich zweimal USB-C. Ob das Gesamtpaket lohnt, zeigt der Test.

Der Geekom A5 Pro ist ein effizienter Mini-PC im unteren bis mittleren Leistungsniveau – von dem „Pro“ im Namen sollte man sich also nicht fehlleiten lassen. Mit der 2026er-Version spendiert Geekom dem Mini-PC den etwas schnelleren Sechskerner Ryzen 5 7530U statt des Ryzen 5 7430U in der ersten Auflage. Damit gibt es grundlegend die gleiche Hardware, allerdings mit ein wenig höheren Taktraten. In der Praxis eignet sich der Mini-PC aber vor allem nur für die übliche Büroarbeit. Wie sich der kompakte Mini-PC in der Praxis schlägt, zeigt unser Test.

Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Ausstattung: Welche Hardware bietet der Geekom A5 Pro?

Im Geekom A5 Pro arbeitet mit dem AMD Ryzen 5 7530U ein Sechskerner der Barcelo-Refresh-Generation. Die zwölf Threads der Zen-3-Architektur (Cezanne) takten mit bis zu 4,5 GHz in Turbo und haben üblicherweise eine TDP (Thermal Design Power) von 15 Watt. So liegt das SoC leistungstechnisch eher im unteren Mittelfeld, ähnlich wie der weitverbreitete Ryzen 7 5800U. Der 7530U wird im älteren 7-Nm-Verfahren gefertigt und unterstützt nur DDR4-RAM mit maximal 3200 MT/s (Megatransfers per Second) oder LPDDR4 mit 4266 MT/s. Als Grafikeinheit kommt eine Radeon Vega 7 mit 7 Kernen (Compute Units) und maximal 2000 MHz Taktrate zum Einsatz. Eine NPU für die effiziente Ausführung von KI-Aufgaben gibt es hier nicht.

Bei RAM setzt der Geekom A5 Pro wegen der älteren CPU-Architektur noch auf den DDR4-Standard. So gibt es zwei austauschbare SO-DIMM-Module von Wooposit mit 2667 MT/s und einer Gesamtkapazität von 16 GB. Diese lassen sich nach Herstellerangaben in Summe auf bis zu 64 GB aufrüsten.

Geekom A5 Pro – Geöffnetes Gehäuse mit RAM & SSD

Zudem gibt es eine M.2 NVMe-SSD mit 1 TB, die über PCIe 3.0 mit vier Lanes angebunden ist. Das SSD ist ebenfalls von Wooposit und unterstützt sogar PCIe 4.0×4. So messen wir mit Crystaldiskmark 3720 MB/s im Lesen und 3414 MB/s im Schreiben. Der M.2-Steckplatz unterstützt SSDs bis 3 TB, weitere Anschlussmöglichkeiten für Speicher gibt es nicht.

Bei den Anschlüssen ist der A5 Pro trotz seines kompakten Formfaktors gut aufgestellt. So gibt es zweimal USB-C mit 10 Gbit/s (USB 3.2 Gen 2) und Displayport Alt-Mode. Zudem können Bildschirme auch über die beiden HDMI-2.0-Anschlüsse verbunden werden. Der Ethernet-Port erlaubt den Datenaustausch mit bis zu 2,5 Gbit/s. Allerdings erfolgt die Stromversorgung wieder einmal nur über die DC-Buchse und nicht über einen der USB-C-Ports, wie es bei Laptops schon seit Langem üblich ist.

Drahtlos funkt der Mini-PC nur mit Wifi 6 und Bluetooth 5.2 – aktuell definitiv noch ausreichend, aber eben wenig zukunftssicher. Für LAN ist der Chipsatz Realtek RTL8125 Gaming 2,5 GbE verbaut, die Drahtloskommunikation übernimmt mit dem RTL8852BE ebenfalls ein Chip von Realtek.

Performance: Wie schnell ist der Geekom A5 Pro?

In PCmark 10, dem Produktivitätsbenchmark unserer Wahl, schlägt sich der A5 Pro etwa wie erwartet. In der ursprünglichen, ersten Version des Benchmarks erzielt das System solide 5838 Punkte im Schnitt. Damit übertrifft der A5 Pro den Ryzen 7 5800U der ersten Generation, bleibt aber durchschnittlich 100 Punkte hinter dem Refresh 5825U im U58 Mini-PC (Testbericht). Die neueste Version des Tests liefert aufgrund eines angepassten Testverfahrens eine abweichende Punktzahl von durchschnittlich 6657 Punkten.

Der Gaming-Benchmark 3Dmark Time Spy bewertet den A5 Pro mit 1250 Punkten, davon 1105 für die Grafik und 4972 Punkte für die CPU-Leistung. Gerade bei der Grafik hebt sich das System vom 5800U im U58 (Testbericht) ab. Messen wir die reine Leistung der CPU mit Cinebench R24 hat der 5800U zumindest im Multicore wieder knapp die Nase vorn, wie es eigentlich zu erwarten wäre. Es gibt 87 Punkte im Single- und 416 Punkte im Multicore für den 7530U.

Auch mit Geekbench messen wir zunächst die reine CPU-Performance und erhalten 2002 Punkte im Single und 7135 Punkte im Multicore. Der OpenCL-Benchmark attestiert der Vega-7-Grafik abschließend 14.522 Punkte. So ist der 7530U insgesamt ein wenig stärker als etwa ein Ryzen 7 5800U im U58 Mini-PC – groß ist der Unterschied aber nicht. Damit siedelt sich der A5 Pro leistungstechnisch bestenfalls in der unteren Mittelklasse an.

Gerade beim Gaming erwarten wir ein kleines Leistungsplus zum 5800U, wegen der bisher stärkeren Grafik. Deshalb spielen wir Anno 1800 und Cities Skylines 2 in Full-HD. In Erstem laden wir unser fortgeschrittenes Endlosspiel mit 50.000-Einwohner-Hauptstadt. Bei niedrigen Einstellungen und aktiviertem FSR (FidelityFX Super Resolution) im Modus „Ausgewogen“ erhalten wir so durchschnittlich 40 FPS. Bei deaktiviertem FSR sind es nur noch 26 FPS. Schrauben wir die Grafikeinstellungen auf „Mittel“ hoch, mit FSR wieder auf „Ausgewogen“, gibt es durchschnittlich noch 30 FPS.

In Cities Skylines 2 laden wir ein noch sehr junges Endlosspiel mit knapp 12.000 Einwohnern. Wir spielen zunächst in mittleren Einstellungen, wobei die dynamische Auflösungsskalierung auf „Automatisch“ steht. So erhalten wir unspielbare 6 FPS bei ebenfalls dürftiger Optik – einen Gaming-PC ersetzt das System eben bei Weitem nicht. Auch mit sehr niedrigen Einstellungen und damit konstanter dynamischer Auflösungsskalierung erreichen wir gerade zweistellige Bildraten mit durchschnittlich 11 FPS.

Verbrauch: Wie hoch ist die Leistungsaufnahme des Geekom A5 Pro?

Obwohl der A5 Pro im Kern noch auf eine ältere CPU-Generation mit Zen3-Architektur setzt, arbeitet er sehr effizient. So liegt der Verbrauch im Idle zwischen 5 und 8 Watt. Unter Teillast – etwa wenn wir ein Spiel über Steam herunterladen – sind es knapp 20 Watt und dann unter Volllast kurzzeitig bis zu 42 Watt. Die Taktrate liegt dabei auch maximal bei 4,5 GHz, allerdings nur für 10 Sekunden. Danach fällt der Verbrauch auf 34 Watt und damit auch die Taktrate auf 3 GHz ab. Nach einer weiteren Minute erreicht das System den finalen Zustand mit einem Verbrauch von 28 Watt bei 2,4 GHz.

Lüfter: Wie laut ist der Geekom A5 Pro?

Auch wenn der Mini-PC nur wenig Leistung verbraucht, ist das System erstaunlich leise. Gerade bei diesem kompakten Gehäuse hatten wir schon deutliche thermische Probleme in der Vergangenheit. So messen wir mit dem Smartphone unter Volllast am Gehäuse 23,5 dB(A) und in einem Meter Entfernung 18 dB(A). Dabei bleiben die Temperaturen von CPU und iGPU auch dauerhaft um die 60 Grad (CPU: max. 61,1 Grad; GPU: max. 59 Grad) – ein hervorragendes Ergebnis.

Geekom A5 Pro – Wärmeverteilung

Ohne Last ist der Lüfter nahezu unhörbar und springt auch nur sporadisch an – wir messen bis zu 19 dB(A) direkt am Gehäuse. Im BIOS gibt es einen Einstellungspunkt für das Lüfterprofil, welches sich vom Standardwert „Normal“ auf „Quiet“ oder auch „Performance“ umstellen lässt.

Software: Welches Betriebssystem ist auf dem Geekom A5 Pro installiert?

Auf dem Geekom A5 Pro ist Windows 11 Pro vorinstalliert. Ein vollständiger Virenscan mit dem Windows Defender bleibt ohne Befund.

Das System verzichtet zudem auf jegliche Bloatware, mit Ausnahme der Microsoft-Apps und -Dienste. Die Einrichtung können wir direkt ohne Internetzwang und mit einem lokalen Konto durchführen.

Der Mini-PC unterstützt offiziell Linux, was wir mit der Installation von Ubuntu 24.04.3 überprüfen. Dazu gehen wir über das erweiterte Startmenü von Windows in das BIOS, deaktivieren Secure Boot und starten Ubuntu von unserem USB-Stick mit Ventoy. Im Betriebssystem angekommen, ist direkt die richtige Bildschirmauflösung eingestellt und WLAN, Bluetooth sowie LAN funktionieren auf Anhieb. Auch die Audioausgabe via AUX erfolgt ohne Probleme. Als letzter Punkt steht noch der Ruhemodus, genauer: das Aufwachen aus selbigem, auf der Agenda. Gerade das machte bei einigen Mini-PCs noch Probleme, dem ist aber hier nicht so. Damit funktioniert Linux aus unserer Sicht einwandfrei, ohne dass man als Nutzer selbst bei den Treibern aktiv werden muss.

Gehäuse: Wie ist die Verarbeitung des Geekom A5 Pro?

Die Verarbeitung des Geekom A5 Pro ist makellos. Das hellgraue Metallgehäuse ist hochwertig verarbeitet und fühlt sich sehr stabil an. Nur auf der Rückseite und bei der Bodenplatte gibt es ein wenig Kunststoff, der allerdings auch gut eingearbeitet ist. Generell ist das Gehäuse sehr schlicht gehalten, mit Anschlüssen auf Vorder- und Rückseite, sowie seitlichen Lufteinlässen als Mesh. Der Mini-PC ist mit Außenmaßen von 112 x 112 x 37 mm sehr kompakt.

Zum Öffnen des Gehäuses müssen wir die vier verklebten Gummifüße auf der Unterseite entfernen und die darunterliegenden Schrauben lösen. Anschließend nehmen wir vorsichtig die Bodenplatte ab, an der die Antennenkabel für Bluetooth und Wifi befestigt sind. Jetzt sehen wir wieder die übliche Zwischenplatte aus Metall, welche wir ebenfalls mit vier Schrauben lösen und zudem den Klebestreifen für die Antennen entfernen, um diese nicht versehentlich abzureißen.

In unserem Fall hat das aber nicht mehr geholfen und wir müssen nun die SSD entfernen, das Kabel wieder anstecken und alles vorsichtig wieder zusammenbauen – leichter gesagt als getan, wenn die Kabel so extrem kurz sind. Das macht einen Austausch oder eine Aufrüstung der Hardware unnötig schwierig und langwierig. Andere Hersteller bekommen das deutlich besser hin.

Preis: Was kostet der Geekom A5 Pro?

Der Geekom A5 Pro kostet in der 2026er-Version mit Ryzen 5 7530U, 16 GB DDR4-RAM und 1 TB SSD aktuell 545 Euro (Code: HE5PRO7P) beim Hersteller. Die „ursprüngliche“ Version mit Ryzen 5 7430U und 512 GB Speicher ist schon für 474 Euro erhältlich.

Bei Amazon gibt es den 2026er A5 Pro ebenfalls ab 545 Euro (Code: HE5PRO7P) und den ersten A5 Pro mit 1 TB Speicher ab 589 Euro.

Fazit

Für sich genommen ist der Geekom A5 Pro (2026) ein solider Mini-PC in der Mittelklasse. Er bietet genug Leistung für den Büroalltag und ist dabei enorm leise und trotzdem kühl. Zudem gibt es schon zweimal USB-C, sowie 2,5-Gigabit-LAN. Wir können hier nur den etwas langsamen DDR4-RAM und Wifi 6 bemängeln, was vor allem der Zukunftssicherheit des Systems schadet. So klingt der Mini-PC fast nach dem idealen Büro-PC für den Alltag – aber nur fast. Zum aktuellen Zeitpunkt bietet der Minisforum 760 Slim schon für etwas weniger Geld ein stärkeres Gesamtpaket. So gibt es einen stärkeren Prozessor, DDR5-RAM und Wifi 6E. In puncto USB-C bietet der 760 Slim zwar nur einen Anschluss, dafür aber mit Eingangsstromversorgung.

Sofern man nicht auf den enorm kompakten Formfaktor oder den flüsterleisen Betrieb des A5 Pro angewiesen ist, empfehlen wir eher den Minisforum 760 Slim für seine bessere Preis-Leistung.



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Analyse: So sehr hinken die deutschen Autokonzerne hinterher


Die deutschen Autobauer haben im vergangenen Jahr bei wichtigen Finanzkennzahlen teils deutlich schlechter abgeschnitten als die internationale Konkurrenz. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen hinkten beim Umsatz, dem operativen Ergebnis und Absatz weitgehend hinterher, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht.

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Die Umsätze der analysierten 19 größten Autokonzerne weltweit stiegen demnach 2025 insgesamt um 0,6 Prozent. Die Deutschen schnitten gemeinsam betrachtet mit einem Minus von 4,1 Prozent jedoch schlechter ab. Zum Vergleich: Japanische Hersteller legten um drei Prozent zu, US-Hersteller verzeichneten einen Rückgang von 0,6 Prozent.

Beim operativen Gewinn (Ebit) verzeichneten die deutschen Hersteller zusammen ein Minus von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Hersteller (minus 40,4 Prozent), Japaner (minus 23,2 Prozent) und Chinesen (minus 12,9 Prozent) schnitten vergleichsweise besser ab. Deutlich schlechter lief es allerdings für die beiden anderen europäischen Konzerne Stellantis und Renault, die tiefrote Zahlen in Milliardenhöhe schrieben.

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise“, sagte EY-Autoexperte Constantin Gall einer Mitteilung zufolge. Viele Konzerne hätten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich habe sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa aber deutlich schwächer als prognostiziert entwickelt.

Jetzt folge der Strategieschwenk und damit zum Beispiel auch Milliarden-Abschreibungen auf Batterie-Joint-Ventures, eingestellte Modelle und neue Investitionen in Verbrenner. „Das Ergebnis ist ein beispielloser Gewinneinbruch“, sagte Gall.

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Die Milliarden-Abschreibungen markierten Gall zufolge aber weniger einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität als „eine Korrektur völlig überzogener Annahmen“. Zusätzliche Belastungen resultierten aus der US-Zollpolitik.

Aber: „Das beispiellose bilanzielle Reinemachen, das hoffentlich im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossen sein wird, könnte helfen, zukünftig wieder bessere Margen zu erzielen“, sagte Gall. Hinzu kämen Kostensenkungsprogramme, deren Wirkung sich verzögert in den Ergebnissen niederschlagen würden.

„Vor allem am Standort Deutschland sind die Kosten immer noch viel zu hoch. Wir werden an weiteren einschneidenden Maßnahmen nicht vorbeikommen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Autostandorts Deutschland wieder zu erhöhen“, sagte Gall. Es sei höchste Zeit, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Industrie bekomme. „Sonst hat der Autostandort Deutschland keine Chance“, sagte Gall.

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(nen)



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