Apps & Mobile Entwicklung
Extraction-Shooter von Epic: Disney-Figuren sollen Erfolg zurückbringen

Es läuft nicht mehr alles rosig bei Epic Games, denn Spiele und Initiativen, das zeigt die jüngste Entlassungswelle, verfehlen Erwartungen. Ein Extraction-Shooter mit Disney-Lizenz soll das Blatt wenden, weitere Disney-Spiele folgen.
Insbesondere bei Fortnite zündete zuletzt nicht jedes Update. Wieder aufwärts gehen soll es bei Epic laut einem Bericht von Bloomberg mit einem Spiel, das in Kooperation mit Disney entsteht. Der Medienkonzern hatte vor gut zwei Jahren 1,5 Milliarden US-Dollar in Epic investiert.
Dabei handele es sich um einen Extraction-Shooter, der bereits Ende des laufenden Jahres erscheinen solle. Beim Gameplay orientiert sich Epic demnach am aktuellen Steam-Hit Arc Raiders, das das Genre in leicht zugänglicher Form präsentiert. Das erscheint logisch, um eine Vielzahl und jüngere Nutzer anzusprechen. Auftreten werden im Spiel aber Disney-Figuren.
Strukturelle Schwierigkeiten
Intern seien allerdings Bedenken geäußert worden, die „nicht besonders originellen Spielmechaniken“ und dem knappen Zeitrahmen entspringen. Einige Mitarbeiter, die mit Bloomberg sprachen, zeigten sich jedoch zuversichtlich, dass das Spiel bis zum Start Spaß machen werde. Grundsätzlich, heißt es in dem Bericht, sei ein Teil der Epic-Misere aber auch darauf zurückzuführen, dass aktuelle Trends und Launen in kürzestmöglicher Zeit zu folgen versucht wird, bevor Produkte wirklich überzeugend gewesen wären.
Das gehört allerdings auch zur Firmenkultur. Offiziell spricht das Unternehmen von „aggressiven Zeitplänen“, intern nennen Mitarbeiter sie allerdings „unrealistisch“, schreibt Bloomberg, was zur aktuellen Unternehmenssituation geführt habe. Veröffentlicht werde in „Version 0.5“, also etwas, das nur halb fertig sei. Dazu gehöre der Epic Games Store, der zum Start nicht einmal einen Warenkorb hatte, aber auch Fortnite-Updates wie der „Ballistic“-Modus, dem tiefergehende Mechaniken gefehlt hätten.
Mehr Disney als Lösung
Die Zusammenarbeit mit Disney habe sich hingegen als erfolgreich erwiesen und alle Erwartungen übertroffen, berichtet Bloomberg. Sowohl Disney+-Abonnements als auch die Fortnite-Spielerzahlen seien angewachsen. Auf dieser Basis erscheint ein Ausbau der Kooperation als nächster logischer Schritt, selbst wenn das Spiel in einem umkämpften Genre Fuß fassen muss. Hilfestellung gibt hier die Disney-Lizenz, die die Aufmerksamkeit einer erschlossenen Zielgruppe sichern kann.
Neben dem Extraction-Shooter sollen zudem zwei weitere Disney-Spiele in Arbeit sein, von denen eines intern allerdings mäßig bewertet wird. Ressourcen des dritten Projekts seien aktuell auf die anderen beiden Spiele verlagert worden, um die Zeitvorgaben einhalten zu können, es steht also noch in weiter Ferne. Um welche Art Titel es sich dabei handelt, geht aus dem Bericht nicht hervor.
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Nvidia Treiber 610.47: Erste Hinweise auf DLSS 5 im neuen Treiber aufgetaucht

Im neuen GeForce-Treiber 610.47 sind offenbar erste Hinweise auf Nvidias kommende DLSS-5-Technologie aufgetaucht. Wie DSOGaming berichtet, lassen sich in den Treiberprofilen neue Einträge finden, die auf „DLSS-NR“, „DLSS-NR Streamline“ und „DLSS-NR Presets“ verweisen.
Fund im Nvidia Profile Inspector
Entdeckt wurden die Hinweise über den Nvidia Profile Inspector, von praktischen Nutzen sind sie noch nicht. Interessant sind die Funde trotzdem, weil sie zeigen, dass Nvidia die technische Grundlage für DLSS 5 anfängt zu schaffen – das könnte den Sprung in die neue Generation erklären.
Der Treiber 610.47 ist ohnehin ein vergleichsweise wichtiger Schritt, denn er bringt nicht nur Optimierungen für neue Spiele wie 007 First Light und LEGO Batman: Legacy of the Dark Knight, sondern markiert auch den Abschied vom klassischen Nvidia Control Panel für GeForce-Nutzer.
Zuletzt war es ruhig um DLSS 5
Um DLSS 5 war es zuletzt ruhig geworden. Die Ankündigung auf der GTC 2026 im März hatte einen wahren Shitstorm ausgelöst, Äußerungen von CEO Jensen Huang hatten das Feuer nur noch weiter angefacht. Mit der Bekundung, selber keinen „AI Müll“ zu mögen, hatte Huang daraufhin abermals versucht die Wogen zu glätten. Das gelang, allerdings wohl auch deshalb, weil Nvidia DLSS 5 zuletzt mit keinem Wort mehr erwähnt hat.
Kompatibilität abseits RTX-50 weiter unklar
Unklar bleibt, welche Grafikkarten DLSS 5 unterstützen werden. Da Nvidia die Technik bislang stark im Zusammenhang mit der GeForce-RTX-50-Serie präsentiert und frühe Demos laut Berichten sogar mit zwei RTX-5090-Grafikkarten liefen, liegt eine Beschränkung auf neue Hardware zumindest nahe. Auch war Blackwell die erste GPU-Architektur, die mit „Neural Shadern“ beworben wurde.
Bestätigt ist das aber nicht. Nvidia betont, dass DLSS 5 zum Marktstart auf einer einzelnen GPU laufen soll. Ob ältere RTX-Generationen zumindest teilweise profitieren, bleibt damit eine der offenen Fragen.
Apps & Mobile Entwicklung
Steam Deck OLED: Handhelds wieder verfügbar, aber über 30 Prozent teurer

Angeblich wegen Engpässen bei der Versorgung mit Speicherchips war Valves Gaming-Handheld Steam Deck OLED zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar. Jetzt gibt es das offizielle Comeback, allerdings mit einem großen Haken: Die Preise wurden massiv erhöht. Auch dafür wird die aktuelle Speicherkrise als Grund angeführt.
„Das Steam Deck OLED ist wieder auf Lager“ verkündet Valve nun offiziell über Steam. Allerdings erfolgt die Rückkehr mit satten Preissteigerungen. Somit kostet das Steam Deck OLED mit 512 GB jetzt 779 Euro statt zuvor 569 Euro. Das 1-TB-Modell liegt nun bei 919 Euro statt 679 Euro. Die Preissteigerungen betragen damit absolut 210 Euro respektive 240 Euro.
Die enormen Preissteigerungen haben laut Valve den gleichen Grund wie die vorherigen Engpässe, nämlich die seit dem Herbst 2025 andauernde Speicherkrise. Die durch den globalen KI-Boom geschürte Knappheit bei Speicherchips wie DRAM und NAND-Flash hat dazu geführt, dass diese sowie darauf basierende Produkte erheblich teurer geworden sind.
Aufgrund gestiegener Kosten für Arbeits- und Datenspeicher haben wir den Preis für beide Modelle entsprechend erhöht.
Das Steam Deck selbst hat sich nicht verändert. Die neuen Preise spiegeln den aktuellen Stand der Kosten für Komponenten und andere globale logistische Herausforderungen wider, die die ganze Konsumelektronikbranche betreffen. Wir werden Sie informieren, wenn sich an dieser Situation etwas ändert.
Valve
Auch wenn die Preiserhöhungen drastisch erscheinen, spiegeln sie im Grunde nur die Situation am Markt wider. Die RAM-Preise haben sich inzwischen zwar stabilisiert, liegen aber (in Form von Desktop-RAM) immer noch fast auf dem vierfachen Preisniveau gegenüber der Zeit vor der Krise. Massenspeicher wie HDDs und SSDs kosten mittlerweile gut doppelt so viel.
- HDD, SSD und RAM teurer: Der „historische“ Speicherengpass ist da
Refurbished wird es „günstiger“
Valve verkauft auch generalüberholte Steam Deck, womit Spieler etwas Geld sparen können. Das Steam Deck OLED kostet dann 619 Euro (512 GB) oder 739 Euro (1 TB), ist zur Stunde aber nicht vorrätig. Dafür gibt es wieder Modelle der inzwischen eingestellten LCD-Versionen.
Die Redaktion dankt den zahlreichen Lesern für die Hinweise zu dieser News.
Apps & Mobile Entwicklung
Kennzeichnung und Auto-Erkennung: YouTube will für mehr Transparenz bei KI-Inhalten sorgen
YouTube will KI-generierte sowie deutlich durch künstliche Intelligenz veränderte Inhalte künftig klarer kennzeichnen und für Nutzer besser erkennbar machen. Gleichzeitig kündigt die Plattform neue Systeme zur automatischen Erkennung realistischer KI-Inhalte an, die entsprechende Hinweise künftig selbstständig setzen können.
Seit über zwei Jahren Kennzeichnungspflicht
YouTube hatte die Kennzeichnungspflicht für mittels generativer KI erstellte Inhalte nach Forderungen zahlreicher Nutzer bereits im November 2023 angekündigt und diese anschließend im März 2024 verpflichtend für alle Inhalte eingeführt. Die Kritik an der bisherigen Umsetzung hielt jedoch an, weshalb YouTube nun weitere Änderungen vornimmt und die Kennzeichnung sichtbarer, verständlicher und insgesamt einfacher nachvollziehbar gestalten will. Zuschauer sollen den notwendigen Kontext künftig bereits auf den ersten Blick erhalten können.
Neue Platzierung soll Erkennung vereinfachen
Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine deutlich prominentere Platzierung der Hinweise für fotorealistische oder wesentlich durch KI veränderte beziehungsweise vollständig KI-generierte Inhalte. Bei längeren Videos sollen die entsprechenden Hinweise künftig direkt unterhalb des Video-Players und oberhalb der Beschreibung erscheinen. Bei kurzen Videos, sogenannten „Shorts“, will YouTube die Kennzeichnung hingegen direkt im Video einblenden.
Diese Hinweise sollen künftig die einheitliche Kennzeichnung für sämtliche fotorealistischen oder deutlich mittels KI veränderten beziehungsweise generierten Inhalte auf YouTube darstellen. Bei unrealistischen, klar als künstlich erzeugt erkennbaren, animierten oder lediglich leicht veränderten Inhalten verbleiben die entsprechenden Hinweise hingegen wie bisher in der erweiterten Videobeschreibung.
Einführung noch in diesem Mai
Noch im Laufe dieses Mai will YouTube darüber hinaus Mechanismen einführen, die KI-generierte Inhalte automatisch erkennen können sollen. Die verpflichtende manuelle Kennzeichnung durch den jeweiligen Ersteller bleibt zwar bestehen, künftig soll das System allerdings selbstständig ein entsprechendes Label setzen können, wenn fotorealistische KI-Inhalte erkannt werden, der Creator jedoch keine entsprechende Angabe hinterlegt hat.
Automatische Erkennung soll helfen
In einem begleitenden Blog-Eintrag erklärt YouTube zwar, dass Creator grundsätzlich die Möglichkeit erhalten sollen, fehlerhafte automatische KI-Kennzeichnungen anzupassen, unter bestimmten Umständen kann eine Kennzeichnung jedoch dauerhaft bestehen bleiben. Das betrifft insbesondere Inhalte, die mit YouTubes eigenen KI-Werkzeugen wie Veo oder Dream Screen erstellt wurden. Auch Einträge in den sogenannten C2PA-Metadaten, die auf eine vollständig generative KI-Erstellung hinweisen, sollen künftig automatisch zu einer dauerhaften Kennzeichnung führen.
YouTube betont allerdings gleichzeitig, dass ein KI-Label allein keinen Einfluss darauf haben soll, wie ein Video empfohlen wird oder ob dieses monetarisiert werden kann.
Mehr Kontrolle und Orientierung
Mit den nun angekündigten Änderungen will YouTube nach eigener Aussage ein Gleichgewicht zwischen Transparenz und Kontrolle schaffen. Gleichzeitig reagiert die Plattform damit auf den wachsenden Bedarf nach klarer Orientierung im Umgang mit generativer künstlicher Intelligenz.
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