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Probleme mit älteren Systemen: Microsoft stoppt teils Rollout von Secure-Boot-Zertifikaten


Probleme mit älteren Systemen: Microsoft stoppt teils Rollout von Secure-Boot-Zertifikaten

Bild: Microsoft

Microsoft hat Firmware- und Kompatibilitätsprobleme bei einigen Windows-11-PCs im Zusammenhang mit neuen Secure-Boot-Zertifikaten bestätigt und deren Verteilung vorübergehend gestoppt. Das Unternehmen arbeitet mit PC-Herstellern an Lösungen; Nutzer sollten Secure Boot aus Sicherheitsgründen dennoch nicht deaktivieren.

Austausch von Zertifikaten erfolgt nicht planmäßig

In einem aktualisierten Support-Dokument hat Microsoft bestätigt, dass die Einführung der neuen Secure-Boot-Zertifikate auf bestimmten Windows-11-Systemen vorerst pausiert wurde. Ursache sind bekannte Probleme mit der Firmware einzelner Geräte sowie weitere Kompatibilitätskonflikte, die eine fehlerfreie Installation derzeit verhindern können. Betroffene Nutzer sollen künftig einen entsprechenden Hinweis in der Windows-Sicherheitsanwendung erhalten.

Den Hintergrund der Probleme bildet das Auslaufen der bisherigen Secure-Boot-Zertifikate aus dem Jahr 2011, die Microsoft schrittweise durch Zertifikate aus dem Jahr 2023 ersetzen will. Grundsätzlich sollen alle kompatiblen Geräte die neuen Zertifikate automatisch über das Windows-Update erhalten. In der Praxis verläuft die Einführung jedoch nicht überall reibungslos. Selbst einige offiziell unterstützte Systeme erhalten das Update derzeit nicht, wenn bestimmte Firmware-Versionen oder Konfigurationen die Installation verhindern. Die Probleme treten vor allem bei älteren Geräten oder Systemen mit fehlerhafter beziehungsweise veralteter UEFI-Firmware auf. In einigen Fällen sollen Nutzer zudem Secure Boot unbewusst deaktiviert haben.

Gefahr erkannt, aber nicht gebannt

Laut einem Bericht von Windows Latest haben inzwischen auch mehrere PC-Hersteller die Probleme bestätigt. HP erklärte demnach, dass zwar aktualisierte BIOS-Versionen zur Vorbereitung auf die Umstellung verteilt wurden, einige Geräte während des Vorgangs jedoch in einem BitLocker-Bildschirm hängen bleiben. In diesen Fällen lassen sich die neuen Secure-Boot-Zertifikate nicht korrekt installieren. Gemeinsam mit den Herstellern hat Microsoft weitere Geräte und Firmware-Versionen identifiziert, bei denen die Aktualisierung Probleme verursachen könnte, nennt hierzu jedoch keine konkreten Details. Für diese Systeme wurde die Zertifikatserneuerung daher vorerst blockiert. Erst wenn die jeweiligen Hersteller eine aktualisierte Firmware bereitstellen, soll die Verteilung wieder aufgenommen werden.

Auch bei älteren Systemen kann es zu Problemen kommen. Zwar bleibt Secure Boot dort weiterhin aktiviert, die neuen Zertifikate werden jedoch nicht dauerhaft installiert, weil der Hersteller keine kompatible Firmware mehr bereitstellt. Da diese Geräte auch keine BIOS- oder UEFI-Updates mehr erhalten, kann Microsoft die neuen Secure-Boot-Zertifikate für solche Systeme ebenfalls nicht ausrollen.

Secure Boot nicht deaktivieren

Die Secure-Boot-Zertifikate aus dem Jahr 2023 sind erforderlich, damit künftig aktualisierte Versionen der sogenannten Forbidden Signature Database (DBX) sicher verarbeitet werden können. Diese Datenbank enthält kompromittierte oder unsichere Bootloader, die beim Systemstart blockiert werden sollen. Ohne die neuen Zertifikate lassen sich entsprechende Sicherheitslisten künftig nicht mehr zuverlässig aktualisieren.

Microsoft betont zudem ausdrücklich, dass Nutzer Secure Boot nicht deaktivieren sollten, wenn das Zertifikatsupdate noch nicht installiert wurde. Zwar fehlt in diesem Fall die aktuelle Zertifikatsbasis, ein aktiviertes Secure Boot bietet jedoch weiterhin einen deutlich höheren Schutz vor Schadsoftware während des Systemstarts als ein vollständig deaktivierter Schutzmechanismus.



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MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT): Günstiger (?) Mini-PC im Test


Wenn eine Art Komplettsystem die letzten Jahre einen Lauf hatte, dann Mini-PCs. Doch hohe Preise für RAM, SSDs und neue CPUs machen es auch ihnen im Jahr 2026 schwer. Also lieber alte Ware kaufen? Nach dem GMKtec K17 mit Core Ultra 200V (Test) haben wir mit dem MSI Cubi NUC AI mit Core Ultra 100 ein noch älteres System im Test.

Ein alter Mini-PC von MSI im Test?

Eigentlich wollten wir in diesem Jahr vorrangig Panther-Lake-Mini-PCs testen, denn Intel Core Ultra 300 bietet sich insbesondere in der X-Klasse sehr für diese Produktkategorie an. Doch als wir uns direkt nach dem Test des GMKtec EVO-T2 auf die Suche nach weiteren Core-Ultra-300-Mini-PCs machten, waren die Rückmeldungen einhellig: Sie kommen, aber aktuell haben wir noch nichts.

MSI bot uns stattdessen den MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) an – direkt ab Lager verfügbar, wenn auch mit Core Ultra 100, also der Vor-Vorgänger-Generation. Danke, aber nein danke? Aus zwei Gründen haben wir uns dagegen entschieden und zugesagt:

  1. Wir hatten über 10 Jahre keinen Mini-PC von MSI mehr im Test
  2. Ältere Mini-PCs versprechen, als „Lagerware“ noch halbwegs preislich attraktiv zu sein

Beim MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) sah es beim 2. Punkt zum Zeitpunkt der Zusage zwar nicht so rosig aus, der Preis lag vergleichsweise hoch, aber wir gingen davon aus, dass sich das ändern wird.

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test

Doch entgegen der Erwartungen hat sich das Bild nicht gebessert: Der Preis ist unverändert geblieben, im Handel sind Preise ab 999 Euro zu zahlen. Auf der anderen Seite geht es beim inzwischen verfügbaren Asus NUC Pro 16 mit Core Ultra 300 inklusive RAM, SSD und Windows 11 erst bei 1.525 Euro los – das sind noch einmal 53 Prozent mehr.

Erste Erkenntnis: Der Mini-PC steckt wie alles, was am Speicher und aktuellen Chip-Fertigungsverfahren hängt, in der Klemme. Doch endlich haben wir mit dem MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) zwar kein Schnäppchen, aber immerhin den ersten Mini-PC von MSI im Test.

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) im Überblick

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT, Datenblatt) ist eine „Next Unit of Compute“ (NUC), setzt also auf das von Intel definierte Mainboard-Maß von 101,6 × 101,6 mm.

Im Karton finden sich neben dem Mini-PC ein VESA-Mounting-Kit (100 × 100 mm), ein optionaler externer An-/Ausschalter und ein 120-Watt-Netzteil (Hohlstecker).

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test

Das Gehäuse fällt mit 37,5 mm nicht nur durch den Verzicht auf ein internes Netzteil flach aus; auch Platz für eine 2,5-Zoll-SATA-SSD gibt es nicht. Es können aber zwei NVMe-SSDs in M.2-Slots (2280 ab Werk installiert, 2242 optional, beide mit PCIe 4.0 x4) verbaut werden.

Nach dem Lösen von nur vier Schrauben lässt sich der Boden öffnen und der Zugriff auf SODIMM und M.2-Slots liegt frei
Nach dem Lösen von nur vier Schrauben lässt sich der Boden öffnen und der Zugriff auf SODIMM und M.2-Slots liegt frei

Als CPU nutzt das System den Intel Core Ultra 7 155H „Meteor Lake“, Intels erste in Großserie gefertigte Chiplet-Architektur. Der Prozessor bietet bei 28 Watt TDP 16 Kerne (6 Performance, 8 Efficiency und 2 Low-Power-Efficiency) und eine iGPU vom Typ Intel Arc Graphics mit 8 Xe-Cores.

So präsentiert sich der Desktop nach der Ersteinrichtung
So präsentiert sich der Desktop nach der Ersteinrichtung

Die integrierte NPU der ersten Generation ist mit 11 TOPS noch deutlich langsamer als das, was mit mindestens 40 TOPS seit Lunar Lake alias Core Ultra 200V geboten wird.

Im Vergleich zum Meteor-Lake-Topmodell Core Ultra 9 185H sowie dem Core Ultra 7 165H darunter fehlt es dem 155H nur etwas an Takt, die größte Ausführung kommt offiziell zudem mit 45 Watt statt 28 Watt TDP. Ökonomisch ist der kleine Core Ultra 7 die beste Wahl.

Intel Core Ultra H vs. Core i-13x0P im Notebook ab Q4/2023

Der RAM ist als SODIMM ausgeführt. Im Testmuster stecken zwei Mal 8 GB DDR5-5600 von Samsung und eine 1 TB große SSD von WD, es gibt den MSI Cubi NUC AI theoretisch aber auch als Barebone (praktisch aber nicht, Stand Juli 2026).

Frischluft wird dem MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) über den Boden zugeführt
Frischluft wird dem MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) über den Boden zugeführt

Anschlüsse bietet das System reichlich, darunter Dual-2,5-Gbit/s-Ethernet, zweimal Thunderbolt 4 und zweimal HDMI 2.1. Die reinen USB-Ports sind alle 10 Gbit/s schnell, es gibt an der Front sowohl USB-A als auch USB-C.

Der MSI Cubi NUC AI im Vergleich zum GMKtec K17 (unten)

Ein Kensington-Lock, eine VESA-Halterung und die Möglichkeit, eine Ein-/Ausschalter-Verlängerung zu installieren, um das System problemlos hinter dem Display zu verstauen, dürften vor allem Business-Kunden freuen.

Hängt der Mini-PC hinter dem Display, lässt er sich über die An-/Ausschalter-Verlängerung trotzdem problemlos bedienen
Hängt der Mini-PC hinter dem Display, lässt er sich über die An-/Ausschalter-Verlängerung trotzdem problemlos bedienen

Ganz ohne „Bloatware“ geht es beim System von MSI nicht: Norton Security ist vorinstalliert und das MSI Center bietet nach der Deinstallation ein paar Tage später an, die Software erneut zu installieren.

Norton ist vorinstalliert, lässt sich aber problemlos entfernen. Das MSI Center bietet die Security Suite ein paar Tage später allerdings direkt wieder an
Technische Daten des Testmusters

Testergebnisse

Leistung nach Profilen

Der MSI Cubi NUC AI bietet über das MSI Center drei Profile an: Still, Ausgewogen und Extreme Leistung. Welches Profil gewählt wird, wirkt sich unmittelbar auf die maximal nutzbare TDP der CPU und die Lüftersteuerung aus.

Über das MSI Center lassen sich drei verschiedene Leistungsprofile einstellen

Der Cinebench 2025 (Multiple Threads) verdeutlicht die Unterschiede bei der TDP: Mit „Extreme Leistung“ darf der Prozessor dauerhaft bis zu 45 Watt aufnehmen, mit „Ausgewogen“ ist das nur für circa 30 Sekunden der Fall. Danach wird der Verbrauch auf knapp unter 30 Watt gedeckelt.

Im Profil „Still“ geht es anfangs bis maximal 35 Watt, nach circa 60 Sekunden fällt das Limit auf das Niveau von „Ausgewogen“. Analog verhält es sich mit dem Takt (Durchschnitt über alle Kerne). Die Erwartungshaltung ist klar: Bei der Leistung liegt Extreme Leistung deutlich vor Ausgewogen, Still wiederum dann nicht weit davon entfernt.

Leistung in Anwendungen

Gedacht, falsch gedacht, zumindest in Teilen: Denn im Cinebench 2026 sieht es im Multi-Core-Test erst noch wie erwartet aus: Extrem setzt sich ab, Ausgewogen und Still folgen dicht an dicht.

In den Single-Core- und Single-Thread-Tests fällt „Still“ hingegen deutlich zurück. Auch nach dem x. Durchlauf und System-Neustarts. Wie kann das sein?

Cinebench 2026.1

    • Extreme Leistung

    • Ausgewogen

    • Still

    • Extreme Leistung

    • Ausgewogen

    • Still

    • Extreme Leistung

    • Ausgewogen

    • Still

Einheit: Punkte

Der Blick auf die TDP und den maximalen CPU-Takt zeigt es: Im Still-Profil läuft der Benchmark auf den E-Cores. Die P-Cores werden zwar zwischenzeitig aufgeweckt (Phasen mit über 20 Watt Verbrauch), aber auch dann bleibt die Last auf dem E-Core (maximal 3,7 GHz Takt). Dass die im Single-Core-Test weitestgehend anliegenden weniger als 7 Watt TDP nicht die Hürde sind, zeigt sich im Multi-Core-Test, in dem das Still-Profil mit über 20 Watt dauerhaft agieren kann.

Das auf dem System installierte BIOS ist mit Version 1A30 das aktuelle; an dem Verhalten etwas ändern kann man nicht.

Leistung in Spielen

Auch in der Spieleleistung (hier wieder Multi-Core-Last) gibt es auf den ersten Blick eine Überraschung, in diesem Fall ist das Verhalten allerdings durchaus bekannt: „Still“ liegt vor den anderen beiden Profilen, mutmaßlich deshalb, weil die CPU nicht mehr so aggressiv zum Hochtakten bewegt wird, was der GPU mehr vom Power-Budget zustehen lässt – und die ist in diesem Szenario der eigentliche Flaschenhals.

3DMark Steel Nomad Light

    • Extreme Leistung

    • Ausgewogen

    • Still

Einheit: Punkte

Lautstärke

Im Extreme-Leistung-Profil wird der MSI Cubi NUC AI laut, aber nicht brüllend laut. Das Ausgewogen-Profil ist mit Blick auf das Verhältnis aus Lautstärke und Leistung aber deutlich besser aufgestellt. „Still“ sorgt wirklich für Stille, aber man muss dafür die beobachteten Leistungseinbußen in Single-Core-Lasten in Kauf nehmen.

Lautstärke unter Last (Cinebench 2026 MC)

    • Extreme Leistung

    • Ausgewogen

    • Still

Support

MSI gewährt auf den Mini-PC drei Jahre Garantie, es gibt einen deutschen Support. Das ist etwas, was der Hersteller vielen kleineren Anbietern günstigerer Systeme aus Asien voraus hat. Auch auf den Support-Bereich online trifft das zu. Treiber, BIOS-Updates etc. pp. finden sich dort, eine Suche in Hersteller-Foren (wie bei so manch anderem Hersteller) ist nicht erforderlich.

Dass es für die Leistungseinbußen im Still-Profil kein neues BIOS gibt, gilt es MSI am Ende allerdings anzukreiden. Die deutschen Support-Seiten sprechen zwar von einem Update von Februar 2026, doch dahinter verbirgt sich lediglich die Version 1A30, die auf dem System bereits installiert war – mit Datum Sommer 2025.

Fazit

Aktuelle Mini-PCs können sehr teuer sein. Der Griff zu älteren Modellen, die optimalerweise noch als Lagerware aus besseren Zeiten mit günstigerem RAM und SSD-Speicher verfügbar sind, könnte daher die bessere Alternative sein.

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) mit Core Ultra 100 („Meteor Lake“) ist derzeit aber kein solches System. Mit einem Preis ab 999 Euro ist das System sehr kostspielig, die Hoffnung, im Testzeitraum könnte sich ein Schnäppchen ergeben, hat sich nicht erfüllt (Überblick: Mini-PCs mit 16 GB RAM + 1 TB großer SSD, ab Lager verfügbar).

Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test
Der MSI Cubi NUC AI (1UMG-022AT) Mini-PC im Test

Per se kann der sehr kompakte Mini-PC überzeugen, es gibt Anschlüsse satt, ein nicht nervendes Kühlsystem und drei Leistungsprofile, die bei Leistung und Lautstärke einen Unterschied machen. Im Lieferumfang finden sich neben dem externen Netzteil zudem eine VESA-Halterung sowie ein externer Power-Button, um das System problemlos an- und ausschalten zu können, wenn es hinter dem Display hängt.

Das und der lokale Support sind starke Argumente für den Cubi NUC AI, wenn der Blick auf vergleichbare Hardware zum kleineren Preis fällt. Da schmerzt es besonders, dass MSI ausgerechnet beim BIOS beziehungsweise dem Support patzt, denn das Verhalten des Cubi NUC AI im Still-Profil unter Single-Core-Last sollte längst behoben sein.

Nach dem Lösen von nur vier Schrauben lässt sich der Boden öffnen und der Zugriff auf SODIMM und M.2-Slots liegt frei
Nach dem Lösen von nur vier Schrauben lässt sich der Boden öffnen und der Zugriff auf SODIMM und M.2-Slots liegt frei

Die Hoffnung, dass der schon etwas ältere Mini-PC von MSI im Sommer 2026 einen besonders attraktiven Preis setzen können wird, hat sich am Ende des Tests Anfang Juli damit leider nicht bewahrheitet. Auch technisch makellos hat sich das System nicht präsentiert.

Als erster Mini-PC von MSI im Test seit über zehn Jahren hat der Cubi NUC AI dennoch beim Gehäuse, dessen Zugänglichkeit, den Anschlüssen, dem Kühlsystem und grundsätzlich den Profilen positive Ersteindrücke gesetzt. Das BIOS-Thema sollte der Hersteller noch beheben, das Preisproblem am Markt heilen kann indes auch MSI nicht.

Der nächste Mini-PC-Test steht schon an: Der Asus NUC Pro 16 mit Intel Core Ultra 300 ist endlich verfügbar. Die Hardware ist zwei Generationen neuer, aber ein Thema bleibt gleich: Das Muster mit Core Ultra X7 358H (65 W), 32 GB LPDDR5X-8533 und 1 TB großer SSD kostet über 2.400 Euro …

ComputerBase hat den MSI Cubi NUC AI leihweise vom Hersteller zum Testen erhalten. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht. Es gab kein NDA.

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Muse Image: So verbietest du Meta, deine Instagram-Fotos für KI zu nutzen


Muse Image: So verbietest du Meta, deine Instagram-Fotos für KI zu nutzen

Bild: Meta

Seit Anfang der Woche stehen mit Muse Image und einer Vorschau von Muse Video die ersten KI-Modelle von Meta für die Generierung von Medien zur Verfügung. Für die Erstellung neuer Inhalte können diese Modelle auch auf Fotos öffentlicher Instagram-Konten zugreifen. Wer das nicht möchte, kann das mit zwei Einstellungen abschalten.

Muse Image und Muse Video sind die ersten speziell für die Mediengenerierung entwickelten KI-Modelle der Meta Superintelligence Labs. Muse Image lässt sich seit Anfang der Woche innerhalb der Meta-AI-App und auf meta.ai, in den USA auch in Instagram Stories und in ausgewählten Ländern innerhalb von WhatsApp nutzen. Später soll Muse Image auch auf Facebook zur Verfügung stehen. Muse Video befindet sich noch in einer Vorschau und soll bald Nutzern etwa auf Meta AI angeboten werden.

Für KI-Fotos reicht der Benutzername

Zum Funktionsumfang von Muse Image gehört auch, dass sich das KI-Modell tief mit dem Meta-Ökosystem verbinden kann, wie es das Unternehmen in der Ankündigung beschreibt. Mit den „Social Tools“ in Meta AI lassen sich auch neue Bilder auf Basis der Fotos eines Instagram-Kontos erzeugen. Wie Meta beschreibt, reicht dafür ein einfaches „@“ mit dem Benutzernamen im Prompt, um entsprechende Inhalte zu erstellen. Das Instagram-Konto muss dafür jedoch öffentlich zugänglich sein.

Instagram-Konto auf privat stellen

Zunächst einmal lässt sich das eigene Instagram-Konto mit wenigen Schritten über die App-Einstellungen (Android und iOS) in den privaten Modus versetzen, sodass die KI-Nutzung durch Muse Image von vornherein ausgeschlossen wird. In den „Einstellungen und Aktivitäten“, die über das Hamburger-Menü mit den drei horizontalen Linie in der oberen rechten Ecke der App zu finden ist, lässt sich im Bereich „Wer deine Inhalte sehen kann“ unter „Konto-Privatsphäre“ der Schalter für das „Private Konto“ aktivieren. Was die genauen Unterschiede und Auswirkungen sind, erklärt Instagram auf einer Hilfeseite im Detail. Unterm Strich ergeben sich aber folgende Unterschiede:

  • Öffentlich: Wenn du ein öffentliches Konto hast, kann jeder auf und außerhalb von Instagram dein Profil und deine Beiträge sehen, auch wenn diese Person selbst kein Instagram-Konto hat.
  • Privat: Wenn du ein privates Konto hast, können nur die von dir bestätigten Follower deine geteilten Inhalte sehen. Dazu gehören auch deine Fotos und Videos auf Hashtag- und Standortseiten sowie deine Follower- und Gefolgt-Listen. Bestimmte Infos in deinem Profil, wie etwa dein Profilbild und dein Benutzername, sind für alle Personen auf und außerhalb von Instagram sichtbar.
Einstellung für privates Instagram-Profil
Einstellung für privates Instagram-Profil

So verhindert man die Nutzung in KI-Apps

Soll das Konto hingegen öffentlich bleiben, aber dennoch die Wiederverwendung von Fotos auch mit den KI-Apps von Meta unterbunden werden, gibt es dafür zusätzliche Einstellungen.

Diese sind abermals in den „Einstellungen und Aktivitäten“ zu finden, diesmal aber unter der Hauptkategorie „Wie andere mit dir interagieren können“ im Bereich „Teilen und wiederverwenden“. Dort findet sich der aktuell noch nicht übersetzte Abschnitt „Allow people to reuse your content on Instagram and with AI features at Meta“ mit den zwei Unterpunkten „Beiträge“ und „Reels“. Werden beide Schalter deaktiviert, was standardmäßig nicht derart konfiguriert ist, wird auch die Nutzung in Muse Image untersagt.

Einstellungen gegen die Nutzung in KI-Apps von Meta
Einstellungen gegen die Nutzung in KI-Apps von Meta

Im Abschnitt darunter lässt sich einstellen, dass Dritten nicht erlaubt wird, mit Original-Audioaufnahmen aus Reels auf Meta AI „kreativ zu werden“ und sie wiederzuverwenden.





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OpenAIs neuer Büro-Agent: Wie sich ChatGPT Work vom alten ChatGPT unterscheidet


Mit ChatGPT Work veröffentlicht OpenAI eine neue Agenten-App, die Codex mit den klassischen Chat-Funktionen vereint. Das Ziel ist das Büro. Laut OpenAI ist der neue Agent vor allem für Aufgaben geeignet, die über klassische Chat-Anfragen hinausgehen. Autonom kann dieser mit mehreren Apps und Dateien arbeiten.

Was OpenAI liefert, ist ein Assistent, der Nutzer kompetenter bei Alltagsaufgaben unterstützen soll. Einzug halten Plugins, über die sich externe Apps wie ein Kalender, Slack, Teams, Google Drive, SharePoint und weitere anbinden lassen. Von diesen Datenquellen kann ChatGPT Work dann Informationen ziehen, um autonome Aufgaben zu erledigen.

Laut OpenAI können dies folgende Aufgaben sein:

  • Mehrstufige und komplexe Projekte, bei denen Inhalte aus mehreren Datenquellen und Apps erfasst und verarbeitet werden. Dazu zählen auch lokal gespeicherte Daten. Damit lassen sich dann etwa Dokumente oder Präsentationen erstellen.
  • Wiederkehrende Aufgaben automatisieren, indem Nutzer etwa jeden Morgen eine Übersicht der Kalendereinträge oder aus dem Gmail-Postfach erhalten.
  • Sites: Innerhalb von ChatGPT lassen sich direkt Dashboards und Web-Apps erstellen, die Nutzer auch per Link teilen können.

Technische Grundlage sind die neuen GPT-5.6-Modelle, die vor allem bei agentischen Aufgaben mit mehreren Schritten Vorteile bieten. In ChatGPT Work lassen sich diese in sechs Stufen auswählen: Das Einsteigermodell ist GPT-5.6 Terra mit Denkaufwand „kurz“, danach geht es von GPT-5.6 Sol „kurz“ bis GPT-5.6 Sol „ultra“ – je höher die Stufe, desto höher der Token-Verbrauch.

Direkt über die ChatGPT-Work-App lässt sich auch der Coding-Assistent Codex starten. Programmieraufgaben und Büroaufgaben finden jetzt in derselben App statt.

Was ist der erste Eindruck von ChatGPT Work?

Dass sich der Schwerpunkt verlagert, fällt bereits beim ersten Öffnen der App auf. Zum Start erscheint ein Einrichtungsassistent, der nach dem eigenen Tätigkeitsfeld fragt und erste Aufgaben zum Testen vorschlägt. Danach erscheint die neue App-Startseite, die Aufgaben in den Fokus rückt. Die Startfrage lautet nicht mehr „Was geht dir heute durch den Kopf?“, sondern „Was sollen wir erledigen?“.

Die Startseite von ChatGPT Work
Die Startseite von ChatGPT Work

Unten in der App-Ansicht befindet sich wie gehabt das klassische Chat-Fenster, dazu die Modellauswahl, der Genehmigungsschalter und das Plus-Symbol. Klickt man es an, erinnert die Auswahl aber eher an Codex als an ChatGPT. Es lassen sich Dateien und Ordner öffnen, zusätzliche Apps wie den Browser über die Plugins öffnen und auf alte Chatverläufe zugreifen.

„Neue Aufgaben“ ist nun auch der Titel für neue Chatverläufe. Zusätzlich rücken die Projekte stärker in den Fokus. So entsteht eine App, die weiter abrückt vom klassischen ChatGPT und sich eher wie Anthropic Cowork anfühlt. Allerdings bietet sie noch einige Zusatzfunktionen, die die Konkurrenz nicht bietet.

Browser direkt in der ChatGPT-App

Zu den bemerkenswerten Neuerungen zählt die integrierte Browser-Funktion. Mit ChatGPT Work ist es möglich, Webseiten direkt innerhalb der App zu öffnen. Damit ist es dann innerhalb der App möglich, etwa ComputerBase zu öffnen und direkt Fragen zu stellen. So lässt sich etwa eine Übersicht der Meldungen auf der Startseite geben oder man kann Fragen zu Artikeln stellen und diese sich zusammenfassen lassen.

ChatGPT Work: Browser-KI mit fehlerhafter Zusammenfassung
ChatGPT Work: Browser-KI mit fehlerhafter Zusammenfassung

Erste Testläufe zeigen aber die bekannten Probleme, die die KI-Assistenten nach wie vor haben. Während das Zusammenfassen von Artikeln samt Folgefragen ordentlich funktioniert, läuft das Erstellen von News-Übersichten nicht fehlerfrei. Bei der Aufgabe, in der Ticker-Ansicht eine Übersicht aller aktueller KI-Meldungen zu machen, erfasst ChatGPT Work nicht sämtliche News. Die Meldung zu Grok 4.5 fehlt etwa, bei der Robotik-News von Mistral wird das Datum nicht korrekt angegeben, bei der GPT-5.6-Meldung wurde das Datum nicht korrekt erfasst.

Bei den Browser-Funktionen bietet ChatGPT Work übliche Standards. So lassen sich mehrere Tabs öffnen, Browser-Daten wie Passwörter können Nutzer aus Chrome importieren. Passkeys werden unterstützt, Downloads sind auch innerhalb des KI-Assistenten möglich.

Ende für den Atlas-Browser

Grundlage für die KI-Browser-Fähigkeiten ist die Atlas-Technologie – also OpenAIs eigener Webbrowser, der im Oktober 2025 vorgestellt wurde und nun bereits sein Ende findet. Wie erwartet, stellt OpenAI das Projekt ein. Nach dem KI-Videogenerator Sora ist Atlas also das zweite prominente Opfer in OpenAIs Strategie, die Produkt- und Dienstauswahl zu optimieren.

Für externe Browser setzt OpenAI nun auf Erweiterungen wie die ]für Chrome.

ChatGPT Work: Aufgaben über mehrere Geräte hinweg bearbeiten

ChatGPT Work ist ein Agenten-Assistent, der laut OpenAI stets im Hintergrund laufen soll. Das ermöglicht es auch, Aufgaben über mehrere Geräte hinweg zu steuern. So können Nutzer eine Anfrage etwa in der Mobil-App starten und dort den laufenden Status checken, während Anpassungen und Änderungen am Desktop-App mit der macOS- oder Windows-App erfolgen. Dort ist auch der Zugriff auf Apps und Daten möglich.

Verfügbarkeit

ChatGPT Work ist zunächst im Web und in der Mobile-App für Nutzer mit Pro-, Enterprise- und EDU-Lizenzen verfügbar. In den kommenden Tagen wird es auch für Nutzer mit Plus- und Business-Konto freigeschaltet.

OpenAI aktualisiert zudem die Desktop-Apps von ChatGPT für Mac und Windows – dort lässt sich ChatGPT Work bereits jetzt für sämtliche Nutzer verwenden. Das kostenlose Abonnement reicht also aus, um die neue Agentenlösung im Desktop zu testen. Die alte Desktop-App bleibt bestehen, heißt nun aber ChatGPT Classic. Ein spezieller Reiter führt jetzt aber auch direkt in die Work-Umgebung.

Alte Desktop-App heißt jetzt ChatGPT Classic
Alte Desktop-App heißt jetzt ChatGPT Classic

Wie gehabt existieren Nutzungslimits, das Prinzip folgt dem Coding-Agenten Codex. Je aufwändiger die Aufgaben und leistungsfähiger die Modelle sind, desto höher ist der Verbrauch.

Auf dem Weg zur Super-App

Eine neue Super-App, die klassische ChatGPT-Funktionen mit Browser-Funktionen sowie dem Coding-Agenten Codex vereint, steht ohnehin im Raum. ChatGPT Work ist klar der erste Schritt in diese Richtung.

  • „Chat is dead“: OpenAI plant größte Umgestal­tung von ChatGPT seit 2022
  • ChatGPT, Codex und Browser verbinden: OpenAI will ChatGPT zur Super-App umbauen

Was sich mit der App auch zeigt: OpenAI verlagert wie angekündigt den Schwerpunkt. Weg von den Privatnutzern mit entsprechenden Angeboten wie Videogeneratoren und separaten Browsern. Stattdessen nimmt man die Geschäftskunden und Arbeitsaufgaben in den Blick. OpenAI folgt damit Anthropic.



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