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VMware-Kosten: „1000 Prozent Druck – es könnte deinen Job kosten“


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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Die befürchtete Massenflucht von VMware-Kunden ist ausgeblieben. Laut einer aktuellen Umfrage von CloudBolt, die im Januar 2026 unter 302 IT-Entscheidern in nordamerikanischen Unternehmen mit mindestens 1000 Mitarbeitern durchgeführt wurde, haben bislang nur 4 Prozent ihre VMware-Infrastruktur vollständig abgelöst. Allerdings reduzieren 86 Prozent der Befragten aktiv ihren VMware-Einsatz – Broadcoms Übernahme und die damit verbundenen Änderungen haben also dennoch negative Auswirkungen.

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Die Studie, die zwei Jahre nach der Broadcom-Übernahme eine Bestandsaufnahme vornimmt, offenbart eine klare Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität. Während 2024 noch 73 Prozent der Befragten eine Kostenverdopplung oder mehr befürchteten, erlebten tatsächlich nur 14 Prozent Preissteigerungen von über 100 Prozent. Die Mehrheit (59 Prozent) verzeichnete Erhöhungen im Bereich von 25 bis 49 Prozent. Allerdings berichteten IT-Verantwortliche in Einzelfällen von extremen Steigerungen zwischen 350 und 700 Prozent.

Besonders deutlich werden die Auswirkungen bei europäischen Cloud-Anbietern. Zum Beispiel hat der EU-Cloudverband CISPE Preissteigerungen von 800 bis 1500 Prozent dokumentiert. Broadcom hatte nach der Akquisition die Lizenzpolitik grundlegend umgestellt: Perpetual Licenses wurden abgeschafft, stattdessen gibt es nur noch Subscription-Modelle mit gebündelten Produkten und Core-basierter Abrechnung.

Die Gründe für den ausbleibenden Massenexodus sind vielfältig. 25 Prozent der Befragten nennen die Komplexität und das Risiko einer Migration als Haupthindernis, 23 Prozent verweisen auf unerwartet hohe Kosten. Weitere 21 Prozent stoßen auf technische Limitierungen. Die typische Dauer für das Auflösen von Abhängigkeiten wird mit 18 bis 24 Monaten angegeben. Beispielhaft zitiert die Studie einen IT-Leiter mit den Worten: „Der Prozess, ein Jahrzehnt an Prozessabhängigkeiten aufzulösen, dauert 18 bis 24 Monate.“

Von den Unternehmen, die Workloads migriert haben, wechselten 72 Prozent zu Public-Cloud-IaaS-Angeboten. Hyper-V und Azure Stack kamen auf 43 Prozent, SaaS-Lösungen auf 34 Prozent. Als Alternativen zu VMware werden vor allem Nutanix AHV, Proxmox VE, Red Hat OpenShift Virtualization (KVM), Harvester von SUSE und OpenStack genannt. Bemerkenswert: 63 Prozent der Befragten haben ihre VMware-Strategie seit der Akquisition mindestens zweimal geändert.

Ebenfalls bemerkenswert: 60 Prozent der Befragten berichten von einem höheren Vertrauen in ihre VMware-Strategie im Vergleich zu 2024. Die Studie interpretiert das als Übergang von Panik zu pragmatischer Ausführung – eine Art Akzeptanzphase nach anfänglichem Schock. Während 2024 noch 46 Prozent die Broadcom-Übernahme als extrem oder sehr störend empfanden, sind es 2026 nur noch 25 Prozent.

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Allerdings hat sich der Druck aus der Führungsetage erhöht: 41 Prozent berichten von gestiegenem Engagement von CEO und CFO in VMware-Entscheidungen. Die Virtualisierungsstrategie ist damit zum Board-Level-Thema geworden. Ein IT-Verantwortlicher beschrieb den Druck drastisch: „1000 Prozent Druck – es könnte deinen Job kosten.“

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Broadcom bewusst mit Kundenabwanderung kalkuliert und stattdessen die Margen bei den verbleibenden Kunden maximiert. 85 Prozent der Befragten erwarten weitere Preiserhöhungen. Der langsame Exodus führt zu einem „Squeeze“: Da die Kundenbasis schrumpft, werden die Preise für die Verbleibenden weiter steigen. Gartner prognostiziert einen Rückgang des VMware-Marktanteils von rund 70 Prozent (2024) auf etwa 40 Prozent (2029).

Neue Herausforderungen entstehen durch die zunehmende Multi-Plattform-Komplexität: 52 Prozent der Befragten sehen darin ein Problem, 33 Prozent beklagen fehlendes Know-how in ihren Teams. Gleichzeitig berichten 65 Prozent von einem verbesserten Risikoprofil durch die Diversifizierung ihrer Infrastruktur. Details zu allen erhobenen Daten finden sich bei CloudBolt.


(fo)



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Weniger zahlen bei miesem Handynetz: Staat legt Regeln fest


Bei besonders schlechtem Handynetz können Deutschlands Verbraucherinnen und Verbraucher künftig Tests durchführen, um vorzeitig aus dem Vertrag herauszukommen oder um weniger zu zahlen. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass sie am Mittwoch eine entsprechende Verfügung publiziert.

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Es geht um das sogenannte Minderungsrecht, das eigentlich schon seit Dezember 2021 gilt. Bislang fehlten aber die dazugehörige Verordnung, um sich auf dieses Recht berufen zu können, und rechtsverbindliche Tests. Das ändert sich nun. Von Montag an können Verbraucher Messungen über eine App durchführen, um die Defizite nachzuweisen.

Bei Mobilfunk-Verträgen steht in den dazugehörigen Produktinformationsblättern, wie hoch der geschätzte Maximalwert der Datenübertragung ist. Liegen „erhebliche, kontinuierliche und regelmäßig wiederkehrende Abweichungen bei der Geschwindigkeit“ zwischen der tatsächlichen und der vom Anbieter angegebenen Leistung vor, so greift der Rechtsanspruch. Jetzt legt die Bundesnetzagentur den Messkatalog fest.

Das sei längst überfällig, monieren Verbraucherschützer. Denn den Entwurf für die Verfügung hatte die Behörde schon im Jahr 2024 gemacht. Dem damaligen Papier zufolge soll die Schwelle auf dem Land bei 10 Prozent liegen: Wer also in einem Dorf wohnt und dort immer wieder weniger als 10 Prozent der vertraglich versprochenen Maximalleistung bekommt, hat Anspruch auf Minderung.

Wie hoch die Preisminderung genau ist, muss jeder mit seinem Provider klären und notfalls vor Gericht ziehen. In Gebieten mit mittlerer Bevölkerungsdichte liegt die Schwelle laut Vorschlag der Netzagentur von 2024 bei 15 Prozent und in Gebieten mit hoher Bevölkerungsdichte bei 25 Prozent. Insgesamt 30 Messungen an fünf verschiedenen Tagen sind nötig, durchgeführt in der Breitbandmessung-App der Bundesnetzagentur. Laut Verfügungsentwurf von 2024 muss diese Schwelle an drei Tagen mindestens einmal erreicht werden – tut sie das nicht, greift der Rechtsanspruch. Wie hoch die finalen Vorgaben sind, klärt sich nun mit der Publikation des Regelwerks.

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Verbraucherschützer sehen das Minderungsrecht grundsätzlich positiv, die 2024 vorgeschlagenen Anforderungen halten sie aber für zu lasch. „Im schlimmsten Fall müssen Mobilfunkanbieter lediglich zehn Prozent der vertraglich vereinbarten Maximalgeschwindigkeit liefern, ohne dass dies Konsequenzen hat“, sagt Felix Flosbach von der Verbraucherzentrale NRW. „Das ist aus Sicht der Verbraucherzentrale NRW kein ausgeglichenes vertragliches Verhältnis mehr zwischen Anbietern und Kunden.“

Im Festnetz gibt es ebenfalls ein Minderungsrecht, die hierfür nötigen Messungen können seit 2022 durchgeführt werden. Die Erfahrungen zeigten, dass die Anbieter meistens am längeren Hebel sitzen, sagt Verbraucherschützer Flosbach. „Minderungsansprüche werden kleingerechnet und es gibt für die Betroffenen keine wirklichen Alternativen.“

Das sei im Mobilfunkbereich anders. „Nach einer aufwendigen Messung können Betroffene nun endlich mindern oder nach Ablauf einer Nachbesserungsfrist kündigen“, sagt Flosbach. „Gerade im Mobilfunkbereich gibt es Netzalternativen, die je nach Standort eine bessere Leistung versprechen.“

Flosbach wertet besonders das Sonderkündigungsrecht als hilfreich für Verbraucher. „Wenn ich einen Handyvertrag unterschreibe und dann feststelle, dass der Provider bei mir daheim auf dem Land nur sehr schlechtes Netz bietet, dann kann ich dank Minderungsrecht schnell wechseln zu einem anderen Handynetz-Anbieter.“

Vertreter der Telekommunikationsbranche bekommen bei dem Thema schlechte Laune. Der politisch beschlossene Minderungsanspruch im Mobilfunk sei „kaum praxistauglich“, moniert der Geschäftsführer des Branchenverbandes VATM, Frederic Ufer. Das Messverfahren sei kompliziert und eher abschreckend.

Es könne die vielen unterschiedlichen Mess-Situationen nie vollständig korrekt dokumentieren, zumal die Ergebnisse durch äußere Umstände verfälscht werden können, moniert Ufer. Die Branche habe erhebliche Zweifel an der Belastbarkeit der Ergebnisse. „Unter dem Strich kann ein gesetzlich verankerter Minderungsanspruch kein praxistaugliches Instrument für mehr Verbraucherschutz sein, sondern er bleibt lediglich ein weiteres bürokratisches Ungetüm.“

Eine Sprecherin der Deutschen Telekom berichtet, ihre Firma erhalte derzeit nur relativ wenige Messprotokolle zu dem bereits geltenden Festnetz-Minderungsanspruch. Jeder Fall werde sorgfältig geprüft.

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(afl)



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Warnung vor Attacken auf 17 Jahre alte Excel-Lücke


Die US-amerikanische Cybersicherheitsbehörde CISA warnt erneut vor derzeit beobachteten Angriffen auf Schwachstellen. Nun haben Angreifer eine offenbar seit 17 Jahren bekannte Sicherheitslücke in Excel sowie eine junge Schwachstelle in Microsofts SharePoint im Visier.

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In der Warnung nennt die CISA lediglich die angegriffenen Schwachstellen. Dass jetzt eine Sicherheitslücke in Microsoft Excel 2000 SP3, 2002 SP3, 2003 SP3 und 2007 SP1 sowie Excel-Viewern, im Kompatibilitätspack für Word-, Excel- und PowerPoint-2007-Dateiformate und in Office 2004 und 2008 für Mac angegriffen wird, überrascht. Microsoft hat sie 2009 mit Updates geschlossen. Sie erlaubt Angreifern, mit manipulierten Excel-Dokumenten Schadcode einzuschleusen – was bereits im Februar 2009 durch den Trojaner Trojan.Mdropper.AC geschah (CVE-2009-0238, CVSS2 9.3, Risiko „hoch“).

Die zweite im Internet angegriffene Sicherheitslücke betrifft Microsofts SharePoint-Server. Unzureichende Eingabeprüfungen ermöglichen unbefugten Angreifern, Spoofing-Angriffe über das Netzwerk auszuführen. Diese Schwachstelle bessert ein Softwareflicken zum April-Patchday von Microsoft aus der Nacht zum Mittwoch aus (CVE-2026-32201, CVSS 6.5, Risiko „mittel“).

Wie es möglich ist, derart alte Sicherheitslücken überhaupt anzugreifen, scheint unverständlich. Schließlich bedeutet das, dass da 17 Jahre alte Systeme laufen, die keine Sicherheitsupdates erhalten. Das scheint jedoch häufiger der Fall zu sein. Am Dienstag dieser Woche warnte die CISA bereits vor Angriffen auf Microsofts Visual Basic für Applications (VBA). Die wurde 2012 bekannt und bereits damals von Angreifern ausgenutzt und steht jetzt ebenfalls erneut auf der Liste von Cyberkriminellen.

IT-Verantwortliche sollten daher dringend sicherstellen, dass die eingesetzte Software auf aktuellem Stand ist.


(dmk)



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US-Routerverbot: Ausnahmegenehmigung für Netgear – ohne Pläne für US-Produktion


Die US-Kommunikationsaufsicht FCC hat Netgear eine Ausnahmegenehmigung vom Routerverbot erteilt, obwohl der US-Hersteller in Asien fertigen lässt und auch keine Pläne vorgelegt hat, daran etwas zu ändern. Laut der Federal Communications Commission hat das Pentagon für eine Reihe der Produkte von Netgear eine bedingte Zulassung erteilt, weshalb die Freigabe erteilt worden sei. Die gilt demnach bis zum 1. Oktober 2027. Sollten keine weiteren Ausnahmen vom eigentlich vollständigen Verkaufsverbot erteilt werden, hätte Netgear damit de facto ein Monopol auf den Verkauf von Routern und Modems in den Vereinigten Staaten.

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Für die Kehrtwende der FCC musste Netgear augenscheinlich keine der ursprünglich geforderten Zugeständnisse machen, die Hintergründe sind aktuell noch unklar. Ende März hatte die FCC völlig unerwartet erklärt, ab sofort keine neuen Router für den Verbrauchermarkt zuzulassen, sofern die nicht in den USA hergestellt sind. Solche Router gibt es aber nicht, weshalb es sich de facto um ein umfassendes Routerverbot gehandelt hat. Bereits genehmigte Routermodelle durften zwar weiterhin verkauft und vorhandene Exemplare weiter genutzt werden. Sie sollen aber nur noch bis zum 1. März 2027 Sicherheitsupdates bekommen. Als Begründung hatte die FCC behauptet, ausländische Verbraucherrouter stellten ein „inakzeptables Risiko für die nationale Sicherheit“ dar.

Zwar hatte die FCC eine Hintertür offengelassen, mögliche Ausnahmegenehmigungen wurden aber an so hohe Auflagen geknüpft, dass sich das nur wenige Hersteller antun dürften. So sollte für jedes Modell ein eigener Antrag erforderlich sein, in dem eine umfangreiche Dokumentierung verlangt wurde. Weder von Netgear noch von der FCC gibt es nun einen Hinweis darauf, dass der US-Hersteller diese Vorgabe erfüllt hat. Gefordert wurde zudem ein „detaillierter, zeitlich verpflichtender Plan zur Etablierung oder Erweiterung der Produktion in den USA“. Öffentlich gibt es einen solchen von Netgear aber nicht, und auch in der obligatorischen Mitteilung an die US-Börsenaufsicht ist davon keine Rede.


(mho)



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