Künstliche Intelligenz
Erster Touchscreen-Mac: Apple plant kein „Touch-first“
Bereits im Herbst oder Winter soll es so weit sein: Apple will Insidern zufolge erstmals einen Touchscreen in einen Mac einbauen. Die Hardware-Umstellung soll aber keinen grundsätzlichen Strategiewechsel darstellen, behauptet der üblicherweise gut informierte Bloomberg-Reporter Mark Gurman: Eine Fusion von MacBook und iPad steht demnach nicht an, zu einer Hybrid-Maschine kommt es nicht. Der Grund ist einfach: Apple hat nicht vor, aus zwei lukrativen Produktlinien eine einzige zu machen.
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Touch als „Bonus“
Der neue Touchscreen-Mac – vermutlich in Form eines umgestalteten MacBook Pro – soll daher „Touch-freundlich“, aber nicht „Touch-first“ sein. Die Idee ist, dass Nutzer vergleichsweise bequem zwischen Finger- und Tastatursteuerung wechseln können sollen. Weder an der vollwertigen Tastatur noch am Trackpad soll sich etwas ändern, stattdessen wird macOS so angepasst, dass es sich alternativ auch mit den Fingern bedienen lässt. Eine gewisse Vorarbeit gab es bereits durch Apples Liquid-Glass-Interface in macOS 26, mit macOS 27 sollen sich Menüs, Icons und andere Bedienelemente automatisch anpassen, je nachdem, wie der Nutzer arbeitet. Die Maschine soll sich nicht anfühlen wie ein iPad, so Gurman. Es sei das MacBook, das man seit zwei Jahrzehnten kennt – Touch diene als „Bonus“.
Die Hardware soll sich vom Formfaktor her auch nicht ändern. So wird man den Bildschirm nicht nach hinten klappen können, um den Mac im reinen Tabletbetrieb zu verwenden. Wie angenehm die Touch-Bedienung im Rahmen einer Notebook-Anordnung sein wird, muss sich zeigen – schon der 2011 verstorbene Apple-Mitbegründer Steve Jobs hatte vor Jahren bemängelt, dass einem dabei potenziell der Arm abfällt. Resultat war das iPad als eigene Produktkategorie.
Umsatzfragen und ein riesiges Foldable
Apple will dennoch seine Einnahmen durch Mac und iPad nicht kannibalisieren. Sowohl iPads als auch Mac tragen im Jahr rund 30 Milliarden US-Dollar zum Umsatz bei. Intern gibt es aber auch noch weitere Pläne. So soll Apple nach wie vor an einem klappbaren iPad mit (sehr) großem Bildschirm arbeiten. Das Gerät soll aber nicht vor 2029 auf den Markt kommen. Bis dahin könnte Apple seine Trennung zwischen Mac und iPad noch einmal überdenken.
Davor will Apple, ebenfalls laut Gurman, ein erstes MacBook Air mit OLED-Display auf den Markt bringen, vermutlich aber nicht vor 2028 und ohne Touchscreen.
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(bsc)
Künstliche Intelligenz
Google Photos & Nano Banana 2: KI-Bilder mit nahestehenden Personen
Weniger erklären, mehr gestalten: Google bringt seinen Photos-Dienst und das generative KI-Modell Nano Banana 2 näher zusammen, damit Nutzer einfacher Bilder generieren können, in denen ihnen nahestehende Personen und Objekte auftauchen. Die Funktion setzt allerdings voraus, dass der Nutzer Google über eine Funktion namens Personal Intelligence erlaubt, auf die persönliche Fotosammlung zuzugreifen.
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Nano Banana 2 ist Googles Bildgenerierungsmodell für die Gemini-Familie und erschien im Februar 2026. Beim Start der ersten Version des Bild-KI-Modells war Nano Banana ein großer Erfolg: Nutzer luden massenhaft Fotos hoch, um digitale Miniaturfiguren auf Basis eigener Fotos zu erstellen.
Googles Vorteil gegenüber dem Wettbewerb
Was Datenschützer aufhorchen lassen dürfte, soll nach Darstellung Googles einen häufigen Anwendungsfall deutlich vereinfachen. Zugleich soll es die Gemini-App stärker auf den Nutzer zuschneiden – anstatt ein generisches Werkzeug für alle zu sein. Google hat hier den großen Vorteil, dass viele Nutzer die dafür nötigen Daten mit ihren Fotos sowieso schon bei Google hochgeladen haben. Das Unternehmen arbeitet zudem an einer Gemini-App für macOS, die Bildschirminhalte analysieren kann, um zur Konkurrenz aufzuschließen. Europäer müssen sich vorerst keine Gedanken darüber machen, ob sie die Opt-in-Funktion nutzen wollen: Hier ist die Personal Intelligence gegenwärtig noch nicht verfügbar.
Bislang müssen Nutzer jeweils in ihren Prompts ausführliche Beschreibungen formulieren und Referenzbilder manuell hochladen, wenn sie zum Beispiel Familienmitglieder in KI-Bildern darstellen wollen. Die KI soll aus der persönlichen Fotosammlung aber sogar zu Prompts wie „Gestalte mein Traumhaus“ eine passgenaue Antwort finden.
Keine Verwendung fürs Modelltraining
Die Personal Intelligence soll anhand vergebener Tags und Personenmarkierungen erkennen, wer welche Person in der Fotosammlung ist. Auf diese Weise könnten Vorlagen für Familienmitglieder und Haustiere gefunden werden. Wenn das Ergebnis dennoch nicht gefällt, habe der Nutzer die Möglichkeit, per Texteingabe Korrekturen vorzunehmen oder alternative Referenzbilder auszuwählen. Wer sich fragt, warum genau die KI zum Beispiel eine Person auf eine bestimmte Weise darstellt, kann sich auch die von der KI gewählten Quellen anzeigen lassen.
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Google betont, dass die privaten Google-Photos-Bilder nicht direkt zum Modelltraining verwendet werden sollen. Aktuell wird die Funktion erstmal nur für Abonnenten von Google AI Plus, Pro und Ultra in den USA bereitgestellt. Sie soll später auch für weitere Nutzergruppen freigegeben werden. Die im Januar 2026 eingeführte Personal Intelligence geht noch über die Verknüpfung mit Fotos hinaus: Sie verbindet Gemini wahlweise auch mit Gmail, Google Calendar, Drive, YouTube, Search, Maps und weiteren Google-Apps.
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(mki)
Künstliche Intelligenz
E-Auto-Prämie wie angekündigt im Bundestag beschlossen – Kritik an Förderregeln
Das neue Förderprogramm für Elektroautos kann wie angekündigt rückwirkend für Zulassungen seit Jahresanfang in Anspruch genommen werden. Das hat der Bundestag in Berlin beschlossen. Beantragen lässt sich der staatliche Zuschuss aber noch nicht, weil die entsprechende Internet-Plattform erst gestartet werden muss. Dies soll nach früheren Angaben im Mai passieren.
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Den Details der neuen Kaufprämie muss das Parlament nicht zustimmen. Vorgesehen ist, dass die staatliche Förderung von Privatkunden beim Kauf von reinen Elektroautos, Plug-in-Hybriden und Elektroautos mit Range Extender beantragt werden kann. Je nach Fahrzeugart und persönlichen Umständen liegt sie zwischen 1500 und 6000 Euro. Allerdings gibt es Einkommensobergrenzen, bis zu denen sie ausgezahlt wird. Diese liegen bei 80.000 Euro Haushaltseinkommen im Jahr, mit zwei Kindern bei 90.000 Euro.
Förderung nach Einkommen und Kinderzahl
Die Basisförderung beträgt für reine Elektroautos 3000 Euro. Für Haushalte mit einem Einkommen von maximal 60.000 Euro gibt es 4000 Euro, für Haushalte mit einem Maximal-Einkommen von 45.000 Euro 5000 Euro. Pro Kind steigt die Förderung um 500 Euro, insgesamt um höchstens 1000 Euro. Weniger Geld gibt es für sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl mit Strom als auch mit Treibstoff fahren können. Für diese Autos und für Fahrzeuge mit Range Extender liegt die Basisförderung bei 1500 Euro. Range Extender sind kleine Verbrennungsmotoren, die die Reichweite von Elektroautos erhöhen.
Grüne sehen Fehlanreiz
In der Bundestagsdebatte kritisierte Till Steffen von den Grünen, dass mit der Förderung von Plug-in-Hybriden und Range-Extender-Fahrzeugen die „absolut falschen Anreize“ gesetzt würden. Denn diese würden im Prinzip mit Benzin fahren. Von der Kaufprämie profitierten zudem Besserverdienende. „Wir brauchen ein Angebot, wo sich eben auch die Krankenschwester auf dem Land ein günstiges, kleines Elektroauto leisten kann. Die lassen Sie im Regen stehen“, sagte Steffen an die Adresse der Regierungskoalition.
Mehr Informationen zur Elektroauto-Förderung
(fpi)
Künstliche Intelligenz
Apple erhöht Recycling-Anteil in Produkten – aber immer noch nur bei 30 Prozent
Apple will die Quote an recycelten Rohstoffen und Herstellungsmaterialien, die für seine Produkte verwendet werden, weiter erhöhen. Der Konzern teilte im Rahmen seines neuen „Umweltfortschrittsberichts“ mit, den bislang „höchsten Anteil an recycelten Materialien aller Zeiten in seinen Produkten” erreicht zu haben. Das Problem: Über die gesamte Modellpalette sind dies bislang nur 30 Prozent. Allerdings gibt es bei einzelnen Gerätebestandteilen eine deutlich höhere Quote.
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Kobalt, Gold, Papier
In Verpackungen will Apple schon seit längerem keinen Kunststoff mehr verwenden, dies wurde nun auch bei den letzten noch verbliebenen Geräten umgesetzt. Die Verpackungen auf Faserbasis könnten problemlos recycelt werden, zum Anteil an Altpapier machte Apple keine Angaben, Frischpapier werde aber „verantwortungsvoll“ beschafft. In Akkus sollen „ab sofort“ 100 Prozent recyceltes Kobalt stecken. Die seltenen Erden für Magneten sind ebenfalls zu 100 Prozent wiedergewonnen – das ist angesichts weltweiter Verknappungen auch wirtschaftlich sinnvoll.
Bei Leiterplatten verwendet Apple nun zu 100 Prozent recycelte Vergoldungen samt Lötzinn. Apple gab an, durch Verpackungsumstellungen „mehr als 15.000 Tonnen Plastik“ eingespart zu haben. Besonders große Kartons lassen sich für das Recycling zusammenfalten. Displayschutzfolien wurden durch papierbasierte Materialien ersetzt oder ganz weggelassen.
Müll maschinell erfassen
Apple berichtet im Umweltfortschrittsbericht, der hier nachgelesen werden kann, auch über neuartige Recyclinganlagen. Im sogenannten Advanced Recovery Center in Kalifornien steht demnach „Cora“, die dank fortschrittlicher Sensorik eine „Präzisionszerkleinerung” mit höheren Raten der Materialrückgewinnung erlaubt.
„Apple hat zusätzlich A.R.I.S.entwickelt, ein neues, auf maschinellem Lernen basierendes Erkennungssystem, das Recyclingunternehmen dabei unterstützt, Elektronikschrott effizient zu klassifizieren und zu sortieren“, so das Unternehmen. Ein technisches Paper zu dem System wurde frei veröffentlicht. A.R.I.S. läuft auf einem Mac mini, das System wird gerade mit verschiedenen Partnern aus der Müllbranche getestet, um möglichst auch bei anderen Unternehmen zum Einsatz zu kommen. Apple gibt seine Umwelttechnologie traditionell auch an Konkurrenten weiter, falls diese sie wünschen.
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(bsc)
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