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Zu viele Disclaimer? OpenAI macht ChatGPT mit GPT-5.3 direkter
Bogenschießen-Test zeigt: So unterschiedlich reagieren GPT-5.2 Instant und GPT-5.3 Instant
Testbeispiele zeigen, wo OpenAI mit dem Update ansetzen will. Bei Fragen zu Flugbahnen etwa erklärte GPT-5.2 Instant zunächst mögliche Risiken, bevor es überhaupt auf die eigentliche Frage einging. GPT-5.3 Instant reagiert direkter: Das Modell fragt nach Parametern und steigt sofort in die Berechnung ein.
Ein konkretes Beispiel liefert eine Anfrage zu Berechnungen für ein sehr weitreichendes Bogenschießen. GPT-5.2 Instant setzt hier zunächst eine klare Grenze. Das Modell erklärt, dass es keine Schritt-für-Schritt-Hilfe geben kann, die das Treffen auf große Distanz erleichtert. Stattdessen bietet es abstrakte Alternativen an, etwa Physik-Grundlagen, Beispielrechnungen mit fiktiven Zahlen oder Simulationen für Lern-, Story- oder Game-Kontexte. GPT-5.2 Instant bewertet den Waffenbezug also als potenzielles Risiko, hilft aber weiterhin auf theoretischer Ebene.
GPT-5.3 Instant geht deutlich direkter vor. Das Modell sagt „Ja, ich kann helfen“, fragt nach Parametern wie Zuggewicht, Pfeilmasse, Distanz oder Wind und liefert ein erstes Rechenbeispiel. Genau diesen Ansatz stellt OpenAI als Fortschritt dar: weniger Vorrede, mehr direkte Hilfe und ein Gespräch, das schneller ins Rollen kommt.

Der Unterschied steckt in der zugrunde liegenden Logik. GPT-5.2 Instant behandelt die Anfrage als potenziell missbrauchsanfällig und bleibt deshalb bei abstrakter, „sicherer“ Hilfe. GPT-5.3 Instant behandelt sie eher wie eine normale Physik- oder Modellierungsfrage und arbeitet direkt mit konkreten Parametern weiter.
Genau hier setzt auch die Debatte an. OpenAI will zeigen, dass ChatGPT weniger blockiert, wenn Antworten grundsätzlich möglich sind. In diesem Beispiel wirkt die neue Direktheit jedoch nicht nur wie weniger Vorbehalte, sondern auch wie ein lockererer Umgang mit bisherigen Sicherheitsgrenzen. Entscheidend wird deshalb sein, bei welchen Themen ChatGPT künftig schneller liefert. Bei unverfänglichen Fragen ist das ein Komfortgewinn. Bei sensiblen Themen könnte genau diese Direktheit problematisch werden.
GPT-5.3 Instant verspricht Qualitäts-Upgrade
OpenAI verbindet den neuen Gesprächsstil mit einem Qualitätsversprechen. Interne Evaluierungen sollen zeigen, dass GPT-5.3 Instant seltener halluziniert. Laut Unternehmen sinkt die Halluzinationsrate um 26,8 Prozent mit Internetzugriff und um 19,7 Prozent ohne Web-Zugriff im Vergleich zu früheren Versionen.
Auch bei der Web-Suche will OpenAI nachbessern. Statt lange Link-Listen oder lose zusammenkopierte Informationsblöcke auszugeben, soll ChatGPT die wichtigsten Treffer stärker gewichten, mit eigenem Wissen verknüpfen und schneller zum Kern kommen. Bei aktuellen Nachrichten soll das Modell eher einordnen und erklären, statt Suchergebnisse einfach nachzuerzählen. Marketing Teams und Creator gewinnen damit Zeit bei Recherche und Content-Arbeit. Gleichzeitig positioniert OpenAI GPT-5.3 Instant stärker als Schreibpartner:in: Das Modell soll sicherer zwischen praktischen Aufgaben und kreativem Schreiben wechseln und dabei konsistenter bleiben – von präzisen Überarbeitungen bis zu immersiver Prosa. Damit verfolgt OpenAI weiter das Ziel, ChatGPT als Alltagswerkzeug zu etablieren, das schnell liefert.
Ganz ohne Einschränkungen kommt das Update jedoch nicht. Laut OpenAI klingt der Antwortstil in einigen nicht-englischen Sprachen weiterhin teilweise gestelzt oder zu stark an englischen Formulierungen orientiert, etwa auf Japanisch oder Koreanisch. Auch beim Ton sieht das Unternehmen noch Verbesserungsbedarf und will Feedback weiter auswerten. Unterm Strich soll GPT-5.3 Instant ChatGPT angenehmer nutzbar machen, weil Antworten schneller und weniger verkopft wirken. Ob Nutzer:innen dem Update vertrauen, hängt jedoch davon ab, ob das Modell auch weiterhin zuverlässig stoppt, wenn es heikel wird.
Adobe, Audible und Co.
– Advertiser verraten, warum sie auf ChatGPT werben

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Codex Sites baut deine Apps und Seiten: OpenAIs neuer Star
Codex ist OpenAIs neues Kronjuwel, wächst rasant und soll die ChatGPT-Zukunft sein. Neue Features wie Sites und App Plugins machen die Arbeit für Millionen User einfacher denn je.
Codex ist wie das neue ChatGPT. Der Software Engineering Agent Codex von OpenAI wird derzeit mit einer Frequenz und geradezu Inbrunst vom Unternehmen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, sodass die Branche kaum umhinkommt, dessen Wachstum zu übersehen. Mehr als fünf Millionen wöchentlich aktive User hat Codex bereits.
Codex now has more than 5M weekly active users.
But the bigger story is what people are using it for: not just writing code, but getting more work done across research, analysis, content, and operations.
Our new report on how Codex is becoming a productivity tool for knowledge… pic.twitter.com/zxCZKQRrgR
— OpenAI Newsroom (@OpenAINewsroom) June 2, 2026
User können Codex inzwischen auch via AWS sowie in Chrome nutzen und OpenAI betont, dass die Nutzer:innen damit längst nicht mehr nur Code schreiben, sondern vielfältige Aufgaben rasch erledigen. Daher überrascht es nicht, dass das Unternehmen wieder neue Lösungen für Codex vorstellt, die die Arbeit der User erleichtern und dir sogar Apps und Websites bauen. Jetzt wird Codex zum neuen Fokusthema bei OpenAI.
Codex in Chrome und neue Voice Intelligence für die API

Nur ein Jahr nach dem Start: OpenAIs Codex als Allround Tool und Umsatzhoffnung
Erst im Mai 2025 brachte OpenAI Codex an den Start. Inzwischen ist der Agent im OpenAI-Kosmos vielfach zu finden, er wurde auch unmittelbar in ChatGPT integriert. Allerdings können beispielsweise ChatGPT Free User ihn nur eingeschränkt nutzen. Für die erweiterte Codex-Nutzung brauchen User mindestens ChatGPT Plus für 23 Euro im Monat. ChatGPT Pro für 103 Euro im Monat bietet den maximalen Codex-Nutzungsumfang und für Unternehmen gibt es individuelle Enterprise und nutzungsabhängige Zahlmodelle sowie ChatGPT und Codex im Paket für 21 Euro monatlich pro User. Die Zugriffsoptionen weisen bereits darauf hin, dass OpenAI Codex als wichtigen Baustein für die Weiterentwicklung des eigenen Geschäftsmodells betrachtet. Wer das hilfreiche Agent Tool umfassend nutzen möchte, braucht also ein kostenpflichtiges Abonnement. Auch Stephanie Palazzolo von The Information berichtet, dass OpenAI Codex zum zentralen Business-Faktor macht.
Das lässt sich zudem an OpenAIs jüngsten Veröffentlichungen ablesen. Anfang Juni kam beispielsweise ein Blog Post mit dem Titel „Codex is becoming a productivity tool for everyone“ heraus. Darin erklärt das Team nicht zuletzt, wofür User – vielfach Wissensarbeiter:innen und Developer – Codex einsetzen:
[…] Across industries, the pattern is similar: people are using Codex to reduce the friction of modern work. It helps them find information buried across systems, coordinate work across tools and teams, produce high-quality deliverables, and move projects through review and approval processes.
Die Vielfältigkeit von Codex unterstreicht OpenAI indes mit zwei wichtigen Feature Updates.
Neu bei Codex: Sites baut Apps und Seiten, Plugins bringen Spezialfertigkeiten
In Codex können User jetzt auf Sites setzen. Damit kannst du aus Plänen und Roadmaps, aber auch schon fertigen Layouts und Ideen schnell fertige interaktive Websites und Apps bauen lassen. Das Feature kommt zunächst für Enterprise und Business User, soll aber bald umfassend ausgerollt werden. Sites erlaubt es auch, eine fertige Seite oder App einfach per URL mit Dritten zu teilen.
Als Basis für die Seiten und Apps können eigene Dokumente, Launch-Materialien, Tabellen und dergleichen mehr dienen. OpenAI gibt Beispiele für den Einsatz:
Bitte Codex, eine Site für ein bevorstehendes Kund:innen-Review zu erstellen, und es generiert eine interaktive Webseite mit den relevanten Produktupdates, offenen Fragen, Nutzungstrends und nächsten Schritten für diesen Account. Bitte es, aus einem Finanzmodell einen Szenarioplaner zu erstellen, damit Führungskräfte Annahmen vergleichen können, statt Tabs in einem Dokument durchzulesen. Bitte es, Launch-Materialien in einen lebendigen Hub zu verwandeln, in dem Teams die neuesten Botschaften, Meilensteine, Verantwortlichen und Entscheidungen finden können – und bitte Codex, die Site bei geänderten Details aktuell zu halten.
Bei der Bearbeitung von Sites sowie anderen Arbeitselementen wie Tabellen oder Folien hilft derweil das Annotations-Feature. Damit können User jetzt genau auf die Stelle zeigen, die sie verändern möchten, und Codex um eine passende Änderung bitten. Codex kann dann nur die ausgewählten Bereiche anpassen, was gerade bei Überarbeitungen einer ersten Version von Vorteil ist.
Ebenfalls neu ist die Plugin-Erweiterung für Codex. Die rollenspezifischen Plugins sollen künftig für alle Abonnements verfügbar sein; bei Business und Enterprise Workspaces müssen allerdings Admins die App-Berechtigungen in den Workspace-Einstellungen aktivieren. Mithilfe von Plugins kannst du Codex quasi zum Spezial-Tool machen und Apps, Skills und Workflows – die unter den Plugins vereint werden – miteinbeziehen, die du ohnehin nutzt. 62 Apps und 110 Skills stehen in diesem Kontext bereit.
Insgesamt stehen verschiedene Plugins zur Verfügung, die unterschiedlichen Zwecken dienen. Das Plugin für Creative-Produktion kann im Marketing von Vorteil sein, weil Tools von Canva, Figma, Shutterstock und Co. eingesetzt werden können, um Visuals und Kampagnen-Boards zu erstellen. Es gibt ein Datenanalyse-Plugin mit Zugriff auf Databricks Genie, Snowflake und Co. sowie beispielsweise auch ein Produktdesign-Plugin für Prototypen. Noch mehr rollenspezifische Plugins sollen demnächst folgen. Bis dahin können User aber ebenso ihre Workflows anpassen und sogar benutzer:innendefinierte Plugins für ihre eigenen Systeme und Prozesse bauen.
Noch mehr Insights zum großen Codex Update findest du im OpenAI-Beitrag zu Codex für alle Rollen.
Jetzt kommt „Codex for (almost) everything“

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HORIZONT Kongress 2026: Das sind die Erfolgsfaktoren für KI-Transformation (auch) im Marketing
McKinsey-Berater Jesko Perrey beim HORIZONT Kongress
Bis zu 70 Prozent aller Marketingaktivitäten könnten durch KI transformiert werden, mit enormen Profit-Erfolgen, sagt McKinsey-Berater Jesko Perrey. Doch in der Praxis sei es noch nicht so weit. Wie Marketer den Hebel jetzt umlegen können.
„Das hätte von mir sein können, das hätte ich auch sagen wollen!“ Mit diesen Worten feiert Jesko Perrey
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13+ Settings weltweit: Content-Einschränkungen auf Instagram
Mit großen Einschränkungen:
Instagram launcht Konten für Teenager

Weniger Unangebrachtes und weniger Interaktionen für Teenager
Das 13+ Setting soll dafür sorgen, dass Jugendliche ab 13 Jahren (und bis 18 Jahre) – erst ab diesem Alter darf man die Dienste offiziell nutzen – deutlich weniger Inhalte bei Reels und im Feed sehen, die für sie unangebracht sein könnten. Dazu zählt der sogenannte „mature content“, womit Inhalte für Erwachsene gemeint sind. Diese umfassen unter anderem Gewalt- und Horrorelemente, sexualisierten Content, Krypto-Investments und dergleichen mehr. Während die jungen User solche Inhalte weniger sehen sollen – und auf Instagram sollen User 68 Prozent weniger solcher Inhalte gesehen haben als bei Teen-Konten auf Konkurrenzplattformen –, wird auch die Interaktion mit Gruppen, Profilen, Seiten und Events unterbunden, wenn diese nach Metas Einschätzung nicht altersgerechte Inhalte aufweisen. Das gilt ebenfalls für bestimmte Suchkontexte.
Wie genau Meta „mature content“ identifiziert, geht aus der Analyse des Tech-Sicherheitsunternehmens Alice hervor, das bei der Evaluierung der 13+ Settings half. Damit die Teen User künftig zudem eine größere Abwechslung bei Themen erfahren können, liefert Meta einen Test für Explore, Feed und Reels, in dem sie nicht zu viele Inhalte zu einem und demselben Thema hintereinander sehen.
Das Update soll beim Schutz der Teenager auf Metas Plattformen helfen. Allerdings können sich User diesen Vorgaben entziehen, wenn sie eigenständig Konten erstellen, die frei von diesen Einschränkungen sind. Das gilt ebenso im Kontext der Teen Accounts, die jedoch für Teenager, wenn sie ihr echtes Alter angeben, zunächst als Default vorgesehen sind.
Mit noch mehr Restriktionen:
Instagrams Teen-Konten kommen auch zu Facebook und Messenger

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