Künstliche Intelligenz
GitHub Store 1.7.0: Updates ohne Klick, Sicherheit ohne Root
GitHub Store baut in Version 1.7.0 seine Open-Source-Software deutlich in Richtung Automatisierung und Power-User-Funktionen aus. Im Mittelpunkt stehen automatische Hintergrund-Updates mit optionaler Silent-Installation unter Android, eine neue Funktion zum Verknüpfen installierter Apps mit ihren GitHub-Repositories (genannt „Link Apps“) sowie eine überarbeitete Einstellungsoberfläche. Hinzu kommen Sicherheitsfunktionen wie eine APK-Signaturprüfung und Unterstützung für GitHub Artifact Attestations.
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Der GitHub Store nutzt GitHub-Repositories als Quelle für Anwendungen. Nutzer installieren Apps direkt aus den Release-Artefakten, verfolgen Updates und beziehen Open-Source-Software ohne klassischen App-Store. Das Projekt versteht sich als Alternative zu Plattformen wie F-Droid, allerdings mit GitHub als zentralem Distributionskanal. Das Projekt ist trotz des Namens kein offizielles Microsoft-Produkt.
Updates im Hintergrund – ohne Antippen
Zu den wichtigsten Neuerungen gehört die Kombination aus automatischen Update-Prüfungen und Silent-Installation. Nutzer legen fest, in welchem Intervall – zwischen drei und 24 Stunden – der Client nach neuen Versionen sucht. In Verbindung mit Shizuku installiert er Updates unter Android ohne weitere Interaktion. Shizuku ermöglicht den Zugriff auf privilegierte System-APIs, ohne dass Root-Rechte nötig sind. So bleiben auch häufig aktualisierte Tools oder Nightly-Builds automatisch auf dem neuesten Stand, ohne dass APK-Dateien manuell installiert werden müssen.
Die neue Funktion „Link Apps“ verknüpft lokal installierte Anwendungen mit ihren GitHub-Repositories. Nutzer wählen eine installierte App aus, hinterlegen die Repository-URL und ordnen das passende Release-Asset zu. Der Client prüft Paketname und Signaturschlüssel, um die korrekte Zuordnung sicherzustellen. Das löst ein häufiges Problem bei GitHub-basierten Installationen: Releases lassen sich nicht immer eindeutig einer installierten App zuordnen. Nach der Verknüpfung übernimmt der Store das Update-Tracking automatisch. Verknüpfungen lassen sich außerdem exportieren und wieder importieren – praktisch beim Gerätewechsel.
Zum Verbessern der Sicherheit prüft Version 1.7.0 vor jeder Installation die APK-Signatur. Der Client gleicht Fingerprints ab, um Manipulationen oder inkonsistente Releases zu erkennen. Zusätzlich unterstützt er GitHub Artifact Attestations. Hierbei handelt es sich um signierte Metadaten, mit denen sich Herkunft und Integrität eines Build-Artefakts nachvollziehen lassen, etwa im Sinne von SLSA. Stimmen Signaturschlüssel nicht überein, zeigt der Client eine Warnung an.
Einstellungen zentral gebündelt
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Die Einstellungen hat das Projekt in einem neuen „Tweaks Screen“ zusammengefasst. Kategorien wie Netzwerk, Updates, Installation oder Darstellung sind dort zentral konfigurierbar. Der Profilbereich beschränkt sich nun auf Account- und Sammlungsfunktionen.
Außerdem bringt das Release eine Reihe von Komfort- und Discovery-Verbesserungen. Der Client speichert Suchverläufe lokal und löst Suchanfragen nur noch bei expliziter Bestätigung aus – das spart unnötige API-Aufrufe. Eine Zuletzt-Angesehen-Übersicht (Recently Viewed) zeigt zuletzt geöffnete Repositories an. Außerdem unterstützt der Home-Bildschirm nun themenbasiertes Filtern von Projekten anhand von GitHub Topics – Caching sorgt dabei für schnelle Ergebnisse. Bereits betrachtete Repositories lassen sich als „gesehen“ markieren und aus dem Feed ausblenden.
Neben den neuen Funktionen behebt Version 1.7.0 zahlreiche Fehler, unter anderem bei Netzwerk- und Proxy-Verbindungen auf dem Desktop sowie beim Umgang mit Downloads und Paketinstallationen. Für Linux-Desktop-Nutzer führt das Release außerdem Flatpak-Unterstützung ein. Die Vorgängerversion 1.6.0 hatte den Linux-Support deutlich ausgebaut. Auch die Build-Infrastruktur wurde überarbeitet: Das Projekt integriert ktlint und führt Gradle-Builds nun parallel aus. Alle Änderungen im Detail listen die Release Notes auf GitHub auf.
(fo)
Künstliche Intelligenz
Ausprobiert: Autonom fahren ohne Lenkrad mit Zoox in Las Vegas
Der Betrieb KI-gesteuerter Fahrzeuge auf öffentlichem Straßenland funktioniert. Das hat spätestens die Google-Tochter Waymo in komplexen US-Städten wie Los Angeles oder San Francisco demonstriert. Nicht immer arbeitet das alles perfekt, es kommt zu Unfällen und anderen Problemen, einige Regionen wollen die Fahrzeuge nicht zulassen und auch Kollege Mensch muss immer mal wieder eingreifen, wenn das Auto nicht weiterweiß. Doch die Nutzererfahrung selbst ist gut, wie wir aus Versuchen in den USA bestätigen können: Es macht sogar viel Spaß, sich autonom von A nach B kutschieren zu lassen – und es ist, zumindest aktuell noch, vergleichsweise preiswert.
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Auswahl der Zoox-Stationen: Während unseres Tests gab es insgesamt acht – teilweise verschwanden einige aber auch.
(Bild: Ben Schwan)

Pickup-Stelle von Zoox: Ähnlich wie bei Uber & Co. muss man häufiger Geduld mitbringen, bis die Anfahrt erfolgt.
Während die meisten Angebote momentan noch mit „normalen“, also nicht explizit für den autonomen Betrieb gestalteten, Fahrzeugen arbeiten – Waymo nutzt etwa mit LIDAR und Sensoren aufgemotzte Jaguar-Elektromodelle –, hat die Amazon-Tochter Zoox eine andere Strategie verfolgt. Sie baute von Anfang an auf eigenentwickelte Autos. Das hat, wie ein Besuch im ersten öffentlichen Testfeld des Unternehmens, der US-Glücksspielstadt Las Vegas im Bundesstaat Nevada, zeigt, sowohl Vor- als auch Nachteile. Teilweise ist es sogar recht abenteuerlich, wie ein Selbstversuch demonstrierte. Doch auch hier sei schon vorab ein Fazit erlaubt: Die Technik ist erstaunlich weit fortgeschritten und man kann sich eigentlich nur darauf freuen, dass sie eines Tages hoffentlich nach Europa kommt.
Das klitzekleine App-Store-Problem
Wer nach Las Vegas kommt und mit Zoox fahren will, steht zunächst vor einem gewichtigen Problem: Die offizielle App für den Fahrdienst steht nur in den jeweiligen US-amerikanischen App-Läden zum Download bereit. Um das Problem zu umgehen, benötigt man z.B. bei Apple einen in Amerika registrierten Account, mit dem man sich dann im App Store einloggt – die iCloud darf weiterhin in Deutschland bleiben. Dann ist die Anwendung per Suche nach „Zoox“ auch auffindbar. Installation und Set-up sind simpel, wobei man sich die Nutzungsbedingungen näher zu Gemüte führen sollte: Während der experimentellen Phase gibt es Haftungsbeschränkungen, die man bereit sein muss, einzugehen.

Eingestiegen, los geht’s: Dank breiter Türen ist der Fahrgastwechsel schnell erledigt, auch wenn die Zoox-Autos nicht riesig sind.
(Bild: Ben Schwan)

Abfahrt eines Zoox-Autos: Von hinten wie von vorn optisch gleich – wir konnten allerdings keinen Richtungswechsel beobachten.
(Bild: Ben Schwan)
Wir hatten eigentlich vor, mit Zoox etwas weiter abseits vom Strip, also dem Las Vegas Boulevard South, zu fahren, um Besorgungen zu machen. Der Ort, zu dem wir wollten, lag knapp außerhalb des Bedienungsgebiets, weshalb wir einfach die am nächsten liegende Kreuzung innerhalb des Zoox-Raumes als Ziel wählten. Wir hatten zunächst angenommen, dass Zoox arbeitet wie Waymo: Im abgedeckten Bereich kann man dort nahezu überall ein Fahrzeug bestellen sowie sich fast überall absetzen lassen. Zoox quittierte unsere Versuche jedoch mit der Fehlermeldung, dass es keine Fahrzeuge zum gewünschten Ort gebe. Zwischenzeitlich tauchte auch der Fehler auf, wir seien zu weit von einem „Pickup Point“ entfernt.
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Noch keine freie Ortswahl
Des Rätsels Lösung: Zoox arbeitet in Vegas nicht im Free-Floating-Stil wie Waymo, sondern eher wie ein etwas flexiblerer Bus: Es gab zum Zeitpunkt unseres Versuchs insgesamt acht Stationen, die man anfahren und von denen man sich abholen lassen konnte. Das Problem ist, dass die Zoox-App die Kundschaft darauf nicht aufmerksam macht. Auch auf der Zoox-Website ist dies nur durch das Lesen zwischen den Zeilen ersichtlich. Wer also Waymo gewohnt ist, wird enttäuscht. Wir mussten unsere Besorgung also zu Fuß und per (langweiligerweise von einem Menschen gesteuerten) Stadtbus durchführen.

Front des Zoox-Autos: „Distinctive“ umschreibt es ganz gut.
(Bild: Ben Schwan)

LIDAR und Kamera sowie weitere Sensoren an einem Zoox-Auto. Sie stören nicht weiter.
(Bild: Ben Schwan)
Nachdem wir verstanden hatten, dass Zoox im Stationsbetrieb arbeitet, stand der ersten Fahrt jedoch nichts im Weg: Wir begaben uns in die Nähe eines der auf der in der App enthaltenen Karte verzeichneten Orte. Sie sind dort als Gebäude-Icon für Hotels, Einkaufstaschen-Icon für Shoppingmöglichkeiten sowie merkwürdigerweise Messer und Gabel für die Sportstätte TopGolf gekennzeichnet. Aktuell angefahren werden unter anderem die Hotels Wynn, Excalibur und Luxor sowie das Einkaufszentrum Fashion Show Mall.
Auf der Suche nach der Station
Im Tagesbetrieb kommt es vor, dass einzelne Stationen auftauchen und wieder verschwinden – voran das jeweils liegt, bleibt unklar, möglicherweise orientiert sich Zoox am Verkehrsaufkommen. Insgesamt wird also der Zentralbereich des Strip abgedeckt: vom Norden (Resorts World) bis zum Süden (Luxor, kurz vor Mandelay Bay, das den Abschluss des Strip bildet).

Ausblick aus dem Zoox-Auto: Viel Glas, allerdings sind die Fenster nicht unverbaut. Das ideale Sightseeing-Gefährt ist es nicht.
(Bild: Ben Schwan)
Die App erkennt, wenn man in Laufweite einer der Stationen ist. Erst dann wird es möglich, die Fahrt zu buchen. Wer schon einmal in Las Vegas war, wird wissen, dass man hier recht viel per pedes unterwegs ist, was auch gut funktioniert, weil die meisten Hotels miteinander verbunden sind, über Tunnel, Brücken, Rolltreppen und mehr.
Künstliche Intelligenz
iOS 27: Apple öffnet die Kamera-App für Profi-Fotografen
Apples Kamera-App auf dem iPhone bekommt mit iOS 27 offenbar den größten Umbau seit Langem. Laut einem Bloomberg-Bericht will Apple die Oberfläche komplett anpassbar gestalten. Demnach dürfen Nutzer künftig selbst entscheiden, welche Bedienelemente am oberen Rand der App erscheinen und wo sie liegen. Kritikern, die immer wieder bemängeln, dass die Kamera-App zwar einfach sei, aber für ambitionierte Fotografen zu starr, dürfte der Konzern damit den Wind aus den Segeln nehmen.
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Widgets statt fester Regler
Apple übernimmt für die Steuerelemente den Begriff Widgets. Standardmäßig startet die App weiterhin mit den bekannten Schaltern für Auflösung, Nachtmodus, Blitz und Live Photos. Wer mehr Kontrolle möchte, wechselt zu einer Advanced-Ansicht oder konfiguriert sich seine eigene Auswahl. Für jeden Aufnahmemodus – etwa Foto, Video oder Porträt – sollen sich eigene Layouts speichern lassen. Dies würde ambitionierten Fotografen die Möglichkeit zu mehr Kontrolle geben. Die Widgets lassen sich aus einer transparenten Leiste hinzufügen, die von unten ins Bild gleitet – ein Konzept, das an die Widget-Verwaltung auf dem Homescreen erinnert.
Jeder Aufnahmemodus erhält dabei seinen eigenen Satz an Widgets. Im Foto-Modus sortiert Apple die erweiterten Optionen in die Kategorien basic, manual und settings. Mit dabei sind dem Bericht zufolge Regler für Schärfentiefe und Belichtung sowie Steuerelemente für den Timer und die Fotostile. Neu sind zudem Optionen für ein Raster und eine Wasserwaage. Der Schalter, der alle verfügbaren Bedienelemente einblendet, wandert von der oberen rechten Ecke an den rechten Rand des Auslösers.
Neuer Siri-Modus für Visual Intelligence
Neben Foto, Video und den weiteren bereits bestehenden Modi wird in der überarbeiteten App ein neuer Siri-Modus erwartet. Über ihn greifen Nutzer direkt auf Apples Visual Intelligence zu. Damit sollten sich dann etwa Pflanzen bestimmen oder Texte erkennen lassen, um sie direkt in der Kamera-Ansicht zu übersetzen. Für Apples KI-Strategie bedeutet das, sie nicht nur über Siri oder eine separate App anzubieten, sondern auch tiefer in der Kamera-App zu integrieren.
Bloomberg ordnet die Kamera-Pläne in einen größeren Umbau von iOS 27 ein. Designänderungen betreffen demnach auch die Systemsuche, Safari, den Bildgenerator Image Playground und die Wetter-App. Hinzu kommen systemweite Anpassungen wie neue Animationen und überarbeitete Tab-Bars. Mit den Änderungen will Apple die im Vorjahr eingeführte Designsprache Liquid Glass straffen. Offiziell vorstellen dürfte der Konzern das Update auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC am 8. Juni. Ein Apple-Sprecher wollte sich auf Anfrage von Bloomberg nicht zu den Plänen äußern.
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(ims)
Künstliche Intelligenz
Mit Airflow Trends erkennen: So überwachen Sie Youtube-Kanäle & Co
Wer Online-Trends frühzeitig erkennt, sichert sich einen Wissensvorsprung. Apache Airflow ist dafür das ideale Werkzeug: Mit ihm lassen sich Daten automatisiert einholen und verarbeiten. Regelmäßige Aufgaben kann Airflow zeit- oder datengesteuert auslösen. So hat sich das Open-Source-Programm als weit verbreiteter Standard für Workflows etabliert.
Dieser Artikel zeigt, wie Sie mit Airflow die öffentlich zugängliche YouTube-Data-API abgreifen können, um beispielsweise die Entwicklung Ihrer Lieblingskanäle zu verfolgen und zu vergleichen. Einmal eingerichtet, sammelt Airflow täglich die neuesten Daten der überwachten Kanäle: Welche Videos sind neu hinzugekommen? Welche sind bei den Zuschauern besonders beliebt? Wie entwickeln sich die Abonnentenzahlen?
- Mit Airflow lassen sich automatisiert Daten einholen und verarbeiten. Dazu definiert man Workflows in Python, die sogenannten DAGs.
- Der Artikel erläutert, wie Sie mit Airflow automatisiert Daten aus der YouTube-Data-API abziehen und in eine einfache Datenbank schreiben können. So kann man etwa den zeitlichen Verlauf der Abonnenten öffentlicher Kanäle tracken.
- Im Projekt vermitteln wir alles nötige, von der Einrichtung von Airflow über den Weg zum API-Key und gehen schließlich auf die wesentlichen Bestandteile des Python-Skripts ein.
Wir setzen dabei konsequent auf kostenlose Werkzeuge und installieren das System auf einer lokalen Linux-Distribution. Zur Installation und Nutzung von Airflow sollten Sie Grundkenntnisse in der Programmiersprache Python mitbringen. Für eine strukturierte Übersicht schreiben wir die Daten in eine einfache SQLite-Datenbank. Der vorgestellte Workflow eignet sich aber auch für Datenbanken in Produktivsystemen.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Mit Airflow Trends erkennen: So überwachen Sie Youtube-Kanäle & Co“.
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