Apps & Mobile Entwicklung
Zu wenig Computing-Kapazitäten: Anthropic blockiert Drittanbieter-Agenten wie OpenClaw

Anthropic kämpft derzeit mit Kapazitätsengpässen beim Cloud-Computing, was Nutzer von Agenten wie Claude Code oder Cowork im Alltag deutlich merken. Die Tools stoßen gerade in Stoßzeiten aktuell sehr schnell ans Limit. Um Ressourcen zu sparen, sperrt Anthropic nun Drittanbieter-Tools wie OpenClaw.
Der Claude-Code-Entwickler Boris Cherny erklärte, Anthropics Kapazitäten seien auf den Ansturm von Drittanbieter-Tools wie OpenClaw nicht ausgelegt. Daher müsse man die verfügbare Computing-Rechenleistung priorisieren, im Fokus stehen die eigenen Abonnenten und die AP
Wer einen Drittanbieter-Agenten wie OpenClaw nutzt, kann immer noch den Claude-Login sowie Anthropics Modelle wie Opus oder Sonnet nutzen. Nutzer müssen in solchen Fällen aber entweder Nutzungspakete erwerben oder Anthropics API verwenden. Die separaten Nutzungspakete soll es nun vergünstigt geben.
Ein Abo wie Pro für 18 US-Dollar im Monat oder Max für 200 US-Dollar im Monat ist für OpenClaw also nicht mehr ausreichend.
Anthropic kämpft mit Nutzungslimits
Anthropic hatte Ende März verkündet, dass die Nutzungslimits begrenzt werden. Bei der Umsetzung scheint es aber zu Fehlern gekommen zu sein. Auf Plattformen wie Reddit beschwerten sich Nutzer, dass sie zwar ein Max-Abo hatten, damit im Kern aber weniger Kapazitäten als bei einem kostenfreien Abo hatten. Anthropic versprach letzte Woche, an den Problemen mit Hochdruck zu arbeiten.
Mit Tricks besonders effizient Token einsparen
Im Netz kursieren derzeit schon diverse Tipps, wie man Token sparen kann. Ein Trick ist die „Höllenmenschensprache“. Indem Claude Code aufgefordert wird, maximal knapp zu formulieren, lassen sich laut den Erfahrungen aus einem Reddit-Thread bis zu 75 Prozent der Token einsparen. Erreichen lässt sich das mit Prompt-Aufforderungen wie „Sätze mit maximal 3 bis 6 Wörtern“, „keine Füller/Präambel“ und „Tool first, result first, no explain“.
Claude Code ist das Hype-Tool
Agenten wie Claude Code sind derzeit die Hype-Tools im KI-Bereich. Auch im Alltag erreicht man damit deutliche Fortschritte im Vergleich zu den herkömmlichen Aufgaben, wie der Langzeittest von ComputerBase zeigt. Das gilt nicht nur für das Coding, sondern auch für klassische Büroaufgaben mit Office-Tools wie Excel, PowerPoint und Word.
- Die Ratatouille-KI: Claude Code im Langzeittest – wo es vibed und wo es hakt
- Datenleck bei Anthropic: Teile des Quellcodes von Claude Code veröffentlicht
In der letzten Woche hatte Anthropic aber mit einigen Negativmeldungen zu kämpfen. Neben den knappen Nutzungslimits sorgte vor allem der Leak von Teilen des Claude-Code-Quellcodes für Aufsehen.
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AMD Ryzen AI Max+ 400: Das neue Halo-Produkt mit 192 GByte RAM ist offiziell

Zum Start der AMD-Dev-Box „Ryzen AI Halo“ im Juni kündigt der Konzern direkt den Refresh ab Q3 an: 192 GByte RAM halten bei der Max-400-Serie Einzug, womit AMD zuletzt bereits genannte inoffizielle Gerüchte bestätigt. Damit lassen sich dann ab dem dritten Quartal 160 GByte als VRAM festlegen und für AI nutzen.
Im Fokus des heutigen Tages steht eigentlich die neue Entwickler-Plattform direkt von AMD. Da diese aber schon zur CES 2026 enthüllt wurde, geht es eigentlich hier und heute nur noch um den Termin und den Preis: ab Juni für 3.999 US-Dollar.
Inbegriffen ist Strix Halo im Vollausbau und eine 2 TByte große SSD, flankiert von AMD-Software unter Windows oder Linux. Dabei lässt sich AMD inspirieren und führt auch eigene Playbooks ein – das Vorgehen kennt man von Nvidias DGX Spark (Test).
AMD Strix Halo bekommt seinen Refresh
AMDs Produktpalette im Jahr 2026 besteht zum großen Teil aus Refreshes und Rebrands. Aus Ryzen AI Max 300 wird Ryzen AI Max 400 und aus Strix Halo wird Gorgon Halo. Unterschiede zu den Vorgängern sucht man bei allen mit der Lupe. Immerhin wird Gorgon Halo dank eines späteren Erscheinens ab dem dritten Quartal dieses Jahres 50 Prozent mehr Speicher spendiert. Angaben zum Speichertakt gibt es heute noch nicht, von 192 GByte Speicher insgesamt lassen sich dann aber 160 GByte als VRAM deklarieren, erklärt AMD.
Die geplanten Modelle der Familie Ryzen AI Max 400 bringen ansonsten lediglich teilweise 100 MHz mehr Takt für die CPU und GPU mit. Das reicht immerhin, um in Benchmarks ganz oben zu stehen, wenn auch nur mit einem geringen Vorsprung von drei oder vier Prozent. Partner wie Asus, Lenovo und HP sollen entsprechende Systeme ab dem dritten Quartal veröffentlichen, die Dev-Box wechsel ebenfalls zeitnah.
ComputerBase hat Informationen zu diesem Artikel von AMD unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt.
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Nur für Menschen: W Social startet am 17. Juni in die Public Beta
Ein soziales Netzwerk ganz ohne Bots und unabhängig von den USA will W Social sein. Die Plattform, die nur als echte Personen verifizierte User erlaubt, startet am 17. Juni in die Beta. Wer mitmachen möchte, kann sich bereits jetzt auf eine Warteliste setzen lassen und einen Usernamen sichern.
W Social ist neben Eurosky eine der europäischen Alternativen zu US-Plattformen wie X. Unabhängig von den USA werden die Daten auf europäischen Servern gehostet und auch für den Betrieb gilt europäisches Recht.
Eine weitere Parallele zu Eurosky ist die technische Basis mit dem Authenticated Transfer Protocol (AT Protocol oder atproto). Der offene Standard wurde vom gemeinnützigen Unternehmen hinter dem Kurznachrichtendienst Bluesky entwickelt. Bluesky selbst will auch eine Alternative zu X sein, wird aber in den USA gehostet.
Über die Website von W Social kann ein Beta-Zugang beantragt werden.
Das macht W Social besonders
Damit Künstliche Intelligenz und Bots keine Chance haben, erlaubt W Social ausschließlich echte Menschen als User. Dafür müssen sich diese aber als solche identifizieren. Das geschieht über die Mobile-App W Identitiy, die für Android wie auch iOS angeboten wird. Mit der App wird ein Ausweisdokument (Reisepass oder Personalausweis) gescannt und die Verifizierung direkt auf dem eigenen Gerät durchgeführt, so das Versprechen.
Ihre Identitätsdaten werden ausschließlich auf Ihrem eigenen Gerät gespeichert – es sei denn, Sie entscheiden sich dazu, bestimmte Teile davon freizugeben.
Anonym oder mit echtem Namen
Ein verifizierter Anwender kann sich entscheiden, ob er mit seinem echten Namen auf W Social auftreten will oder anonym mit einem beliebigen Nutzernamen bleibt.
Der Zugriff auf das W Social-Konto wird über eine Liste zugelassener Geräte gesteuert. Geht ein Gerät verloren, kann es vom jeweiligen Konto getrennt werden. Für erneuten Zugriff auf das Konto wird dann eine neue Verifizierung auf einem anderen Gerät nötig.
Wer steht hinter W Social?
Hinter der neuen Plattform steht die in Schweden eingetragene Kapitalgesellschaft W Social AB. Gegründet wurde diese von einem Team aus Investoren und Unternehmern. Als CEO fungiert die Mitgründerin Anna Zeiter, die früher als Vizepräsidentin bei eBay tätig war. Zum Beirat zählen Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Politik. Darunter befinden sich beispielsweise der ehemalige Finanzminister Schwedens wie auch Deutschlands einstiger Vizekanzler Philipp Rösler. Auch Sicherheitsexperten der NATO zählen dazu.
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E-Mail-Client Thunderbird 151: Update verbessert OAuth-Authentifizierung

Neben Firefox 151 hat Mozilla auch Thunderbird 151 veröffentlicht. Die neue Version des quelloffenen E-Mail-Clients erweitert unter anderem die OAuth-Anmeldung um zusätzliche Funktionen. Darüber hinaus beseitigt das Update wie gewohnt diverse Fehler sowie zahlreiche Sicherheitslücken.
Vereinfachte Nutzung von OAuth
So lässt sich in Thunderbird 151 nun bei aktivierter Thundermail-OAuth-Anmeldung das jeweilige Konto künftig automatisch einrichten. Zusätzlich können Anwender die OAuth-Anbieterangaben für EWS-Konten nun auch überschreiben. Bei OAuth handelt es sich um ein modernes, Token-basiertes Authentifizierungsverfahren. Statt das reguläre Passwort direkt zu übertragen, autorisiert der Nutzer bei diesem Thunderbird einmalig über die Website des jeweiligen E-Mail-Anbieters. Der Zugriff erfolgt anschließend über einen sicheren digitalen Schlüssel. Dadurch soll die Sicherheit gesteigert werden, weil das eigentliche E-Mail-Passwort nicht mehr in Thunderbird gespeichert werden muss.
An vielen Stellen Neuerungen und Änderungen
Auch zahlreiche kleinere Anpassungen und Fehlerkorrekturen haben die Entwickler an der Anwendung vorgenommen. So wird der öffentliche OpenPGP-Schlüssel in ausschließlich signierten Nachrichten nun standardmäßig nicht mehr angehängt. Zudem führt Thunderbird ab sofort bei jedem Start wieder eine Anwendungsprüfung durch.
In älteren Versionen konnte Mozilla unter bestimmten Umständen beim Start, bei der Verarbeitung von Nachrichten-Headern oder beim Empfang neuer eingehender Nachrichten abstürzen. Dieses Verhalten soll mit Thunderbird 151 nicht mehr auftreten. Ebenso soll das Abbrechen beim Verfassen eines Newsgroup-Beitrags wieder wie vorgesehen funktionieren.
Außerdem konnten weitergeleitete MIME-E-Mails mit fehlerhaftem Format einen leeren Nachrichtenkörper sowie einen zusätzlichen Anhang enthalten. Zudem blieben Multipart-/Related-Anhänge beim Bearbeiten oder Weiterleiten bislang nicht erhalten. Auch diese Probleme sollen mit der neuen Version behoben worden sein.
Die ausführlichen Release Notes listen zahlreiche weitere Änderungen und Neuerungen auf.
Fast 30 Sicherheitslücken geschlossen
Neben den funktionalen Änderungen haben die Entwickler auch zahlreiche Sicherheitsprobleme behoben. Laut den Security Notes schließt Thunderbird 151 insgesamt 29 Schwachstellen, von denen vier mit einem hohen Risiko eingestuft wurden. Die Sicherheitslücken reichen von möglichen Ausbrüchen aus der Sandbox über fehlerhafte Grenzprüfungen bis hin zu Zugriffen auf bereits freigegebene Speicherbereiche und Integer Overflows. Ein zeitnahes Update auf Thunderbird 151 wird daher dringend empfohlen.
Auch Version mit verlängertem Support erhält Update
Neben dem normalen Thunderbird-Versionszweig hat auch die ESR-Version mit verlängertem Support ein Update erhalten. Wie für diesen Zweig üblich bringt Thunderbird 140.11 keine neuen Funktionen, sondern ausschließlich Fehlerbehebungen mit sich. Im aktuellen Fall beschränken sich diese allerdings ausschließlich auf Sicherheitskorrekturen. Laut den Security Notes wurden dabei 20 Schwachstellen behoben, von denen Mozilla sechs als besonders kritisch einstuft. Auch hier sollte schnellstmöglich aktualisiert werden.
Ab sofort verfügbar
Thunderbird 150 sowie Thunderbird 140.11.0 ESR stehen ab sofort auf der Website von Mozilla zum Download bereit. Weiterhin lässt sich die Aktualisierung über die Update-Funktion im E-Mail-Client selbst anstoßen, wobei die meisten Anwender mittlerweile auch eine Benachrichtigung über die neue Version erhalten haben dürften. Wie gewohnt kann der quelloffene E-Mail-Client auch bequem über den Link am Ende dieser Meldung aus dem Download-Bereich von ComputerBase bezogen werden. Android-Nutzer greifen hingegen wie immer zum Play Store von Google oder zu F-Droid.
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