Künstliche Intelligenz
Post zum Freitag: iPhone ohne iCloud, Fritzbox-Reiserouter, Gebraucht-PCs kaufen
Beginnen möchte ich dieses Mal mit einem Thema, das viele von Ihnen kennen dürften: der Suche nach dem günstigen PC. Wer beim Kauf eines neuen Rechners sparen möchte, tappt schnell in eine Falle – denn nicht jedes vermeintliche Schnäppchen ist eines. Mein Kollege Axel Vahldiek hat sich angeschaut, worauf Sie beim Kauf billiger Windows-PCs wirklich achten müssen – von der Wahl des richtigen Händlers bis hin zur Frage, ob die vorinstallierte Windows-Lizenz überhaupt gültig ist.
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Wer seinen neuen PC dann auch unterwegs nutzen möchte, stößt schnell auf das nächste Problem: Das gewohnte Streaming-Angebot ist plötzlich nicht mehr verfügbar, weil man sich außerhalb des Heimatlandes befindet. Ernst Ahlers hat eine elegante und erstaunlich günstige Lösung parat: die Fritzbox als Reiserouter, mit der man unterwegs online ist wie daheim. Eine gebrauchte Fritzbox 4040 für 30 bis 40 Euro kann dabei als VPN-Zentrale dienen und gleich mehrere Geräte versorgen – ganz ohne monatliche Abokosten für einen VPN-Anbieter.
Apropos Reisen: Wer mit dem Elektroauto in den Urlaub fährt, kennt das mulmige Gefühl vor der ersten Ladesäule auf der Strecke. Was kostet das eigentlich? Wir haben uns durch den Tarifdschungel der öffentlichen Ladeinfrastruktur gekämpft und die wichtigsten Ladetarife für Elektroautos verglichen und gegenübergestellt. Spoiler: Die Wahl des richtigen Tarifs kann über das Jahr gerechnet einen erheblichen Unterschied machen.
Während Sie an der Ladesäule stehen, arbeiten Forscher bereits daran, das Fahrzeug der Zukunft grundlegend neu zu denken. Wir berichten über ein spannendes Forschungsprojekt der TU München, bei dem Autos ihre Sicherheitsfunktionen künftig mithilfe von KI selbst programmieren sollen. Ein Sprachmodell übersetzt dabei textliche Spezifikationen direkt in Code – menschliche Entwickler müssen nicht eingreifen. Klingt nach Science-Fiction, ist aber bereits als Prototyp auf der Straße.
Doch nicht nur Autos, auch Smartphones stehen unter dem Vorzeichen von Kontrolle und Vertrauen, oder eben nicht (mehr). Leo Becker hat sich einer Frage gewidmet, die angesichts der politischen Entwicklungen in den USA immer drängender wird: Wie lässt sich ein iPhone nutzen, ohne auf iCloud angewiesen zu sein? Seit Tim Cook und Co. sich demonstrativ hinter Donald Trump gestellt haben, wächst bei vielen Nutzerinnen und Nutzern das Unbehagen gegenüber dem iCloud-Datenschatz. Wir zeigen, was möglich ist – und wo die Grenzen liegen.

In politisch rauen Zeiten mögen nicht alle ihre Daten einem US-Unternehmen aushändigen. Auch das iPhone lässt sich weitgehend von Apple-Diensten befreien.
(Bild: Madlen Grunert / KI / heise medien)
Das Thema Datenkontrolle beschäftigt bekanntlich nicht nur Privatnutzer, sondern auch Unternehmen. Wir haben einen strukturierten Leitfaden erarbeitet, der zeigt, wie Unternehmen den Weg in eine souveräne Cloud gestalten können. Wer die Kontrolle über seine Daten und Systeme behalten möchte, findet hier einen praxisnahen Fahrplan – von der Strategie bis zur Exitstrategie.
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Und zum Abschluss noch ein Tipp für alle, die das Wochenende nutzen möchten, um sich ein bisschen Arbeit für die kommende Woche zu ersparen: Unser Ratgeber zeigt, wie man mit Python PowerPoint-Präsentationen automatisch mit aktuellen Daten befüllen lässt. Wer kennt das nicht: Kurz vor dem Meeting noch schnell 17 Zahlen aus 12 verschiedenen Quellen zusammenkopieren. Mit ein bisschen Python-Code gehört das der Vergangenheit an.
Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende und viel Spaß bei der Lektüre!
Ihr
Volker Zota
Chefredakteur heise medien
(vza)
Künstliche Intelligenz
Nvidia will in Taiwan 150 Milliarden US-Dollar pro Jahr investieren
Bei einem Besuch in Taiwan bezeichnete Nvidia-Chef Jensen Huang die Insel als das „Epizentrum der KI-Revolution“ und kündigte an, in der Region künftig jährlich 150 Milliarden US-Dollar zu investieren. Dazu gehört auch ein neues Hauptquartier für Nvidia-Mitarbeiter in Taipeh, der Hauptstadt des Landes, das viermal mehr Personen aufnehmen kann als Nvidia bislang dort beschäftigt. Das beflügelt die Börse Taiwans, denn insbesondere die lokalen Chipfirmen versprechen sich viel von einer engeren Zusammenarbeit mit Nvidia.
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150 Milliarden Dollar pro Jahr sind auch für Nvidia eine hohe Investitionssumme, schließlich übersteigt dies den aktuellen Quartalsumsatz. Aufgrund des KI-Rausch meldete Nvidia zuletzt einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar für die vergangenen drei Monate.
Nvidias Taiwan-Investitionen stark gestiegen
Huang ist bereits eine Woche vor der Technikmesse Computex in Taiwan und besucht dort nicht nur Mitarbeiter und Geschäftspartner, sondern feierte auch die Pläne für einen neuen Nvidia-Campus namens „Constellation“ in Taipeh. Der Bau soll noch dieses Jahr beginnen und 2030 abgeschlossen werden. Dort können dann 4000 Beschäftigte arbeiten, was die Anzahl der Nvidia-Mitarbeiter in Taiwan vervierfachen würde.
„Vor vier oder fünf Jahren investierte Nvidia jährlich etwa 10 bis 15 Milliarden Dollar in Taiwan“, sagte der Nvidia-Chef laut Reuters während der Constellation-Veranstaltung in Taipeh. „Mittlerweile geben wir dort jedes Jahr 100 Milliarden Dollar aus – Tendenz steigend auf 150 Milliarden“. Allerdings hat Huang bislang nicht verraten, über welchen Zeitraum sich die jährlichen Investitionen in dieser Höhe erstrecken sollen.
„Taiwan ist das Epizentrum der KI-Revolution“, erklärte Huang. „Hierher kommen die Chips, hierher kommt die Verpackung; hier werden die Systeme gefertigt, und hier wurden die KI-Supercomputer geschaffen. Die Anzahl der Partner, mit denen wir hier in Taiwan zusammenarbeiten, ist unglaublich.“
Aussicht auf Profite durch Nvidia-Nähe
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Der wichtigste Partner dürfte Chiphersteller TSMC sein, der weltgrößte Auftragsfertiger mit der derzeit fortschrittlichsten Produktionstechnik. Laut CNBC wird erwartet, dass Nvidia Apple dieses Jahr als größten TSMC-Kunden ablösen wird. Aber auch die taiwanischen Unternehmen Foxconn, Wistron und Quanta Computer spielen wichtige Rollen bei der Produktion von KI-Servern, Computer-Komponenten und Infrastruktur.
Der Aktienkurs TSMCs ist an der taiwanischen Börse am gestrigen Mittwoch um 1,3 Prozent gestiegen, aber andere Technologieunternehmen wie MediaTek und Delta Electronics konnten sogar um 8,8 respektive 7,2 Prozent zulegen. Das sind die drei bei der Marktkapitalisierung größten Konzerne im taiwanischen Index Taiex. Diese Kurse dürften aber auch davon beflügelt worden sein, dass die Speicherhersteller SK Hynix und Micron jetzt eine Billion US-Dollar wert sind.
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Jensen Huang wurde in Tainan geboren, der historischen Hauptstadt Taiwans im Süden der Insel, aber emigrierte im Alter von 9 Jahren in die USA. Der Nvidia-Chef genießt in dem Land den Status eines Popstars, jeder Besuch wird von Einheimischen und den lokalen Medien intensiv begleitet. Da werden auch Bilder oder kurze Videos von Toilettenräumen veröffentlicht, weil Huang die Wand mit Widmung und Unterschrift versehen hat.
(fds)
Künstliche Intelligenz
Platinen mit rekonfigurierbaren Flüssigmetall-Leiterbahnen für die Entwicklung
Das Start-up-Unternehmen Itera kündigt Platinen für elektronische Schaltungen an, deren Leiterbahnen aus Flüssigmetall bestehen. Die Form der Leiterbahnen lässt sich in einem feinen Raster durch Elektrobenetzung (Electrowetting) verändern; das soll weniger als eine Minute dauern. Dadurch können Entwickler die Verschaltung der auf der Platine befestigten Bauelemente und Anschlüsse rasch ändern.
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Weil Itera-Leiterplatten Änderungen an der Verdrahtung der Komponenten ohne mechanische Eingriffe ermöglichen, sollen sie die Entwicklung physischer Schaltungen stark beschleunigen.
Bisher verrät die Itera-Website erst wenige Details. Allerdings verspricht das US-Unternehmen, auch mehrlagige Platinen mit Durchkontatkierungen seien machbar.
Elektrobenetzung bezeichnet das physikalische Phänomen, dass ein elektrisches Feld die Oberflächenspannung mancher Flüssigkeiten beeinflusst. Dadurch wiederum benetzt diese Flüssigkeit je nach elektrischer Feldstärke unterschiedlich große Bereiche einer Oberfläche.
Mehrere Forschungsarbeiten haben in den vergangenen Jahren Elektrobenetzung mit Flüssigmetallen untersucht. Dabei ging es unter anderem um Galliumverbindungen, die etwa auch zur Wärmeübertragung zwischen Prozessoren und Kühlkörpern zum Einsatz kommen.

Winzige Schalter im „Ideal Switch“ von Menlomicro.
(Bild: Menlomicro)
Alternative Mikro-Relais
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Eine ebenfalls innovative Alternative zur Umschaltung von Verbindungen hat die Firma Menlomicro als „Ideal Switch“ entwickelt. Das sind Relais in Chip-Bauform, die intern sehr viele winzige Schaltkontakte enthalten. Menlomicro liefert unterschiedliche Varianten beispielsweise für das Schalten relativ hoher Ströme oder von Signalen mit hohen Frequenzen.
(ciw)
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Bundesverkehrsministerium plant Reform der Autobahn GmbH
Die Finanzierung der bundeseigenen Autobahn GmbH soll gestärkt werden. Dazu plant das Bundesverkehrsministerium eine Reform. So soll die Autobahn GmbH künftig Kredite aufnehmen und dadurch ihre finanziellen Spielräume erweitern können. Das geht aus einem Gesetzentwurf hervor, welcher der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Das Verkehrsministerium will damit ein Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umsetzen.
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Bisher erfolgt die Finanzierung der Autobahn GmbH aus dem Bundeshaushalt. Damit ist die Gesellschaft aber immer von der jeweiligen Kassenlage abhängig. Im Gesetzentwurf heißt es, die Straße werde auch künftig der Verkehrsträger mit der mit Abstand größten Verkehrsleistung bleiben. Dafür brauche sie eine „verlässliche und nachhaltige“ Finanzierung.
Neue Zweckbindung für Mauteinnahmen
Geplant ist nun ein Drei-Säulen-Modell aus Haushaltsmitteln, Nutzerfinanzierung und privatem Kapital. Die Autobahn GmbH soll „begrenzt kreditfähig“ werden – das bedeutet, sie soll künftig Kredite aufnehmen und Anleihen begeben können. Damit sollen die Finanzierungsmöglichkeiten der Autobahn GmbH erweitert werden. Zudem soll künftig ein wesentlicher Teil der Einnahmen der Lkw-Maut an die Autobahn GmbH gehen. Geplant ist ein Volumen von rund fünf Milliarden Euro. Die neue Finanzarchitektur soll Anfang 2028 umgesetzt werden.
In den vergangenen Jahren seien die Investitionen in die Bundesfernstraßen zwar kontinuierlich gesteigert worden, heißt es im Gesetzentwurf. „Trotzdem bestehen weiterhin erhebliche Herausforderungen, um den zunehmenden Sanierungsbedarf aufzulösen.“ In den kommenden Jahren müssen viele marode Brücken saniert und Straßen repariert werden. Für den Aus- und Neubau von Autobahnen sieht das Bundesverkehrsministerium Milliarden-Finanzlücken.
BUND: Sanierung vor Neubau
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„Sollte das Gesetz das Kabinett passieren, muss klar sein, dass Kredite nicht für den Bau neuer Autobahnen verpulvert werden“, sagte Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Vielmehr müsse die Verwendung der Mittel auf den Erhalt von Brücken und Straßen im Gesetz festgeschrieben werden. „Nur so kann das Gesetz in Einklang mit dem Natur- und Klimaschutz stehen.“
Graichen kritisierte, dass Finanzierungsplanungen der Fernstraßen zukünftig von der Autobahn GmbH und nicht mehr vom Bundesverkehrsministerium durchgeführt werden sollten. „Durch eine solche Verschiebung in den privatrechtlichen Bereich würden die Planungen staatlicher Kontrolle entzogen und Möglichkeiten der Öffentlichkeitsbeteiligung massiv reduziert.“
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