Connect with us

Künstliche Intelligenz

Kommentar: Metaversum war gestern, nun kommt die Meta-Vision


close notice

This article is also available in
English.

It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication.

Weiterlesen nach der Anzeige

Ich und meine Meta Quest 3, das ist eine Form von Hassliebe. Das Headset der Facebook-Mutter ist kostengünstig, bietet dafür eine vergleichsweise hochwertige Bildqualität und ein großes App- und Spieleangebot, das direkt ohne PC-Anbindung läuft. Doch bei der Software will man, besonders, wenn man Apples visionOS kennt, fast nur noch schreien.

Es geht los bei einer Release-Strategie, die dafür sorgt, dass groß angekündigte neue Features in neuen Versionen erst nach Wochen freigeschaltet werden – selbst für Beta-Teilnehmer ist das so. Oder wie wäre es damit, dass Meta es für normal hält, laufende Programme bei aktiver automatischer Aktualisierung einfach im laufenden Betrieb zu beenden, um sie upzudaten. Oder die Tatsache, dass sich im äußerst schrägen „Metaversum“ Horizon Worlds zuletzt gefühlt nur noch Zwölfjährige tummelten. Oder eine UI, die sich gefühlt alle drei Versionen ändert und dabei lieb gewonnene Bestandteile einfach weglöscht, nur um sie drei weitere Versionen später zumindest teilweise wieder zurückzubringen.

Bei all dem fragt man sich, was die Strategie dahinter ist. Oft denke ich, es gibt einfach keine. Irgendwas wird im schönen Menlo Park ausprobiert, dann wieder eingestellt und neu gemacht. Zwischenzeitlich entlässt Meta zahlreiche Mitarbeiter bei den Reality Labs, um die Börse zu beglücken, während man zuvor Milliarden hinein gebuttert hatte. Geld dürfte das Unternehmen mit seiner Hardware sowieso nicht verdienen – und vermutlich auch mit den verkauften Services wie Horizon+ nicht.

Seit diesem Frühjahr geht Meta den nächsten Schritt – und ich würde ihn folgendermaßen beschreiben: Mit Horizon OS 2 wird aus dem Metaversum – für das Meta schließlich seinen Namen von Facebook gewechselt hat! – eine Meta-Vision. Das heißt: Das Headset versucht sich softwaremäßig noch mehr an einer Schmalspurvariante dessen, was Apple mit visionOS ohne große Anstrengung umgesetzt hatte.


Ein Kommentar von Ben Schwan

Ein Kommentar von Ben Schwan

Ben Schwan lebt als Journalist und Autor in Berlin, schreibt seit 25 Jahren über Technologie-, Forschungs- und Wissenschaftsthemen und lässt sich seine Begeisterung für Neues weder durch sich ständig wiederholende Hype-Zyklen, amoklaufende Sicherheitspolitiker noch technische Unzulänglichkeiten nehmen.

Vermutlich dient das auch der Vorbereitung: Schließlich gibt es Gerüchte, laut denen Meta sich ein Beispiel an Apple und dessen Nachahmer Samsung (Projekt Moohan alias Galaxy XR) nehmen möchte, und für die Quest 4 ein leistungsstärkeres Headset mit externem Akku anstrebt. (Ich hatte ja eher gehofft, dass wir dieses Zeitalter endlich hinter uns lassen, was jeder Vision-Pro-Besitzer nachvollziehen kann.) Und da muss dann eben eine „professionellere“ Software her und ein Kindergarten wie Horizon Worlds passt nicht mehr.

Weiterlesen nach der Anzeige

Und so begab es sich, dass Meta den „Navigator“ freischaltete. Der Retrobegriff – erinnert sich noch jemand an Netscape? – steht für eine Oberfläche, die aussieht wie der Homescreen der Vision Pro. Einziger Unterschied: man scrollt nicht von links nach rechts, sondern von oben nach unten. Tauchte man einst direkt in VR-Fällen ein, wenn man die Quest 3 aufzog, versucht uns Meta nun das zwar etwas verbesserte, nach wie vor aber unscharfe Passthrough als neue Heimat anzudrehen. Dabei setze ich das Headset doch auf, um meine Umgebung eben mal nicht zu sehen! Okay.

Neu ist der Navigator an sich nicht. Er wird von Meta bereits seit einem Jahr vorangetrieben, wobei ihn nur wenige Nutzer bekamen: Ihnen fehlte schlicht die Option der Aktivierung. Nun, in dieser Woche, kündigte das Unternehmen an, die neue Oberfläche für alle freizugeben. Es sei ein „neugestaltetes Interface, das deine Apps, Menschen und Systemeinstellungen an einem Ort zusammenbringt“. Um sich damit vertraut zu machen, präsentiert Meta allen Navigator-Neubesitzern ein schwer bis gar nicht skipbares „Guided Walkthrough“-Erlebnis.

Was in den aktuellen Horizon-OS-Versionen dabei herauskommt (inklusive der Previews, die hoch bis 2.3 gehen), ist ein merkwürdiger Mischmasch. Es gibt nach wie vor die alte, feste Fenstergestaltung, bei der man diese im Raum nebeneinander platzieren kann. Der Navigator überlagert das alles, was ein wenig wie ein Bildfehler wirkt. Gefunden wird der Navigator wiederum über einen Klick auf den Punkt neben der von visionOS abgekupferten Fenstergriffleiste. Alternativ kann man auch den Metaknopf betätigen (der dummerweise nur auf einem der Controller vorhanden ist) oder eine Handgeste vollführen, wobei ich selbige als visionOS-Nutzer wegen ihrer Ungenauigkeit ungern nutze – zumal der Wechsel zwischen Hand und Controller nicht immer optimal funktioniert.

Wird man mit der neuen Meta-Vision unglücklicher sein als zuvor? Nicht unbedingt. Die wenigen Horizon-Worlds-Fans sind betrübt, weil sie ihre Community verloren haben, alle anderen hoffen, dass Meta seine Softwarestrategie endlich stringenter aufstellt. Außer die Wall Street meldet sich wieder und meint, der Konzern solle lieber mehr Geld in KI stecken. Dann gehen die Reality Labs vielleicht ganz über den Jordan. Wer angesichts dieser Unsicherheiten noch gerne die Hardware kauft, ist mir schleierhaft.


(bsc)



Source link

Künstliche Intelligenz

Top 10: Der beste günstige E-Scooter im Test – schon unter 600 Euro richtig gut


E-Scooter müssen nicht teuer sein, ab 180 Euro gibt es ordentliche elektrische Tretroller. Wir zeigen die zehn besten, günstigen E-Scooter aus über 100 Tests.

Es ist nicht lange her, da waren E-Scooter unter 600 Euro kaum zu gebrauchen. Das hat sich geändert. Mittlerweile eignen sich die Elektroroller sogar im Einstiegs- und Mittelklassesegment gerade für Pendler und Fahrten in der Stadt. Sie sind qualitativ hochwertig, bieten einen passablen Motor, Luftreifen, zuverlässige Bremsen und ausreichend große Akkus. Sogar Premium-Features wie Blinker, gute Federung oder eine App-Anbindung sind im Einstiegssegment keine Seltenheit mehr. In dieser Bestenliste zeigen wir die 10 besten günstigen E-Scooter aus über 100 Tests.

Die 10 besten günstigen E-Scooter

Unser Testsieger ist der Navee N65i II für 559 Euro (Expert). Starker 1350-W-Motor, 150 kg Zuladung und bis zu 70 km Reichweite machen ihn vor allem für schwerere und größere Pendler attraktiv.

Der Egret Ey! 3 für nur 299 Euro (Amazon) ist unser Technologiesieger. Die hochwertige Verarbeitung, das clevere Design und die komfortable Vollfederung machen ihn zu einem der besten E-Scooter seiner Preisklasse.

Unser Preis-Leistungs-Sieger WQ-W4 Pro kostet 183 Euro (Amazon). Für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer, die hauptsächlich auf guten Straßen unterwegs sind, bietet er ein überzeugendes Gesamtpaket mit fast schon unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis.

KURZÜBERSICHT

Der Navee N65i II liefert für 559 Euro bei Expert ein beeindruckendes Gesamtpaket. Starker 1350-W-Motor, 150 kg Zuladung und bis zu 70 km Reichweite machen ihn vor allem für schwerere und größere Pendler attraktiv. Kleinere Schwächen bei Federung und Wendigkeit fallen angesichts des Preises kaum ins Gewicht.

VORTEILE

  • starker 1350-W-Motor
  • hohe Zuladung 150 kg
  • 22 km/h (innerhalb Toleranz)
  • helles Frontlicht
  • attraktiver Preis

NACHTEILE

  • Frontfederung etwas straff
  • keine Heckfederung
  • hohes Eigengewicht
  • limitierter Lenkereinschlag
  • Registrierungszwang per App

Der Egret Ey! 3 hinterlässt im Test einen positiven Eindruck. Die hochwertige Verarbeitung, das clevere Design und die komfortable Vollfederung machen ihn zu einem der besten E-Scooter in dieser Preisklasse. Die agilen Fahreigenschaften und das geringe Gewicht prädestinieren ihn besonders für den urbanen Einsatz und Pendler. Die cleveren Details am Lenker wie der Bremsgriff für die Motorbremse gefallen uns ebenfalls. Lediglich der etwas zu kleine Akku, der etwas schwachbrüstige Motor und die geringe maximale Zuladung stören uns.

Der Egret Ey! 3 ist für 299 Euro (Amazon) erhältlich.

VORTEILE

  • Vollfederung trotz niedrigem Gewicht
  • schickes Design, hochwertige Verarbeitung
  • agiles Fahrverhalten
  • günstig

NACHTEILE

  • schwacher Motor
  • geringe Zuladung
  • kleiner Akku

Der WQ-W4 Pro beweist, dass ein brauchbarer E-Scooter mit Straßenzulassung nicht teuer sein muss. Mit pannensicheren Reifen, leichtem Gewicht und ordentlicher Verarbeitung eignet er sich perfekt für preisbewusste Pendler auf kurzen Strecken. Auf den Fahrkomfort einer Federung muss man allerdings verzichten – wer regelmäßig über holprige Wege fährt, sollte besser etwas mehr investieren.

Die von uns getestete Variante ohne Straßenzulassung kostet auf Banggood 219 Euro. Wir raten jedoch ausdrücklich zum Kauf der in Deutschland zugelassenen Version, die auf Amazon 183 Euro kostet.

VORTEILE

  • günstiger Preis von 189 Euro mit ABE
  • nur 12 kg
  • pannensichere Wabenreifen
  • guter Klappmechanismus
  • App-Unterstützung

NACHTEILE

  • keine Federung
  • mäßig starker Motor
  • Kein Blinker vorhanden

Ratgeber

Welcher ist der beste günstige E-Scooter?

Wer einen E-Scooter günstig sucht, muss heute kaum mehr Abstriche bei der Qualität machen. Unser Preis-Leistungs-Sieger WQ-W4 Pro zeigt, dass schon im Einstiegssegment ordentliche Modelle verfügbar sind. Wer etwas mehr investiert, bekommt mit dem Egret Ey! 3 für unter 300 Euro sogar Vollfederung und Luftreifen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt in dieser Preisklasse oft besser als bei vielen Premium-Geräten.

Luftreifen oder Vollgummi? Was beim Kauf zählt

Ein wichtiger Faktor für komfortables Fahrvergnügen sind luftgefüllte Reifen. Sie fangen Unebenheiten ab und geben sie nicht ungefiltert an Elektroscooter und Fahrer weiter. Zudem greifen Luftreifen gerade bei Feuchtigkeit besser. So rutscht der Roller weniger weg und bremst schneller. Ihr Nachteil: Sie müssen bei Druckverlust wieder aufgepumpt werden und sind nicht pannensicher. Ein Nagel kann die Luftkammer verletzen und zu einem Platten führen.

Ihnen gegenüberstehen Vollgummireifen oder Reifen mit festen, teilweise offenen Luftkammern. Die Hersteller nennen sie Honeycomb-Reifen. Auf ihnen fährt es sich härter als auf Luftreifen. E-Scooter mit Hartgummireifen kommen häufig mit einer Federung, die beim Fahren aber ein schwammiges Gefühl verursachen kann. Vollgummireifen sind dafür wartungsfrei, bieten aber spürbar weniger Komfort.

Wir empfehlen, beim Kauf auf Luftreifen zu achten. In der Vergangenheit gab es diese Luftreifen nur bei E-Scootern jenseits der 500-Euro-Marke. Dies hat sich erfreulicherweise geändert – auch günstige Modelle setzen mittlerweile auf Luftreifen mit ordentlichem Profil.

SoFlow S02 Air Gen 2: Luftreifen zum Einstiegspreis

Motorleistung: Wie viel W braucht ein günstiger E-Scooter?

Die Motorleistung eines E-Scooters beeinflusst die Geschwindigkeit und die Fähigkeit, Steigungen zu bewältigen. Günstigere Modelle haben oft Motoren mit 250 bis 350 W Nennleistung. Ein Motor mit 250 W reicht üblicherweise, um Personen mit 80 kg oder weniger vernünftig eine leichte Steigung hinaufzubefördern. Wer 100 kg und mehr wiegt, sollte einen Motor mit mindestens 350 W wählen. Erlaubt sind maximale 500 W Nennleistung, bei der Spitzenleistung gibt es keine gesetzliche Begrenzung.

Die Höchstgeschwindigkeit ist gesetzlich klar geregelt: In Deutschland dürfen E-Scooter mit Straßenzulassung maximal 20 km/h mit einer Toleranz von 10 % fahren. Diese Geschwindigkeit reicht für die Stadt und kurze Pendelstrecken aus. Wer einen E-Scooter manipuliert, sodass er schneller als 20 km/h fährt, riskiert hohe Bußgelder und den Verlust der Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE).

Außerdem gilt es, auf die Herstellerangaben zu achten: Einige E-Scooter erlauben nur eine maximale Zuladung von 100 kg, die meisten mittlerweile jedoch 120 kg. Robustere Modelle wie der Navee N65i II bieten Traglasten von bis zu 150 kg.

Mit 1350 W Spitzenleistung gehört der Motor des Navee N65i II zu den stärksten seiner Preisklasse.

Bremsen: Zwei unabhängige Systeme sind Pflicht

Bezüglich der Bremsen schreibt der deutsche Gesetzgeber zwei unabhängig voneinander funktionierende Systeme vor. Käufer von Billig-E-Scootern sollten darauf achten, dass nicht eine davon eine Schutzblechbremse am Hinterrad ist, die schlicht mit dem Fuß auf den Reifen gedrückt wird. Bewährt hat sich bei günstigen E-Tretrollern eine Scheibenbremse in Kombination mit einer Motorbremse. Bei der Motorbremse gibt es jedoch gehörige Qualitätsunterschiede. Einige bremsen fein dosierbar, andere deutlich zu abrupt.

Klappmechanismus und Gewicht

Beim Klappmechanismus haben wir in unseren Tests keine wirklichen Ausfälle erlebt. Allerdings kann es vorkommen, dass das Klappscharnier nachjustiert oder geschmiert werden muss. Im Preissegment um die 500 Euro lassen sich alle E-Scooter zusammenklappen. In einigen Fällen ist es gar möglich, den Lenker anzulegen.

Wichtig fürs Pendeln: Wer den E-Scooter häufig tragen oder in Bus und Bahn mitnehmen muss, sollte auf das Gewicht achten, wobei die günstigen E-Scooter eher zu den leichten Vertretern gehören. Modelle unter 18 kg lassen sich noch komfortabel transportieren. Schwerere E-Scooter wie der Navee N65i II sind dafür stabiler und sie fahren weiter, eignen sich aber weniger für regelmäßiges Tragen.

Navee N65i II

Blinker und sicherheitsrelevante Ausstattung

Hochwertige und zuweilen teurere E-Scooter kommen mit sinnvollen Zusatzfunktionen wie einem Blinker. Gut, dass diese sicherheitsrelevanten Funktionen schrittweise auch im Einstiegssegment Einzug halten. In manchen Ländern, etwa in Österreich, dürfen nur noch E-Scooter mit Blinker verkauft werden. Wer einen E-Scooter ohne Blinker hat, kann diesen jedoch relativ einfach und günstig nachrüsten. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten.

Zusätzliche Funktionen wie NFC und Apps zur Steuerung des Scooters sind ebenfalls oft nur in teureren Modellen zu finden. Wer Wert auf App-Anbindung legt, findet sie aber auch schon bei Modellen wie dem WQ-W4 Pro oder dem Ninebot Segway F2 Pro.

Akku und Reichweite: Was ist realistisch?

Der Akku ist eines der teuersten Bauteile an einem E-Scooter. Deswegen darf man im Einstiegssegment keine große Reichweite erwarten. Dabei ist die Akkukapazität ein entscheidender Faktor für die Reichweite.

Trotzdem sollten Käufer darauf achten, dass ihr günstiger E-Scooter mindestens einen 250-Wattstunden-Akku (Wh) bietet. Dieser sollte je nach Wetter, Fahrweise, Strecke und Fahrergewicht um die 20 km schaffen. Ein guter E-Scooter sollte eine Reichweite von mindestens 20 bis 30 km bieten, um den Ansprüchen der meisten urbanen Pendler zu genügen.

Die vom Hersteller angegebene maximale Reichweite wird unter Idealbedingungen ermittelt. Faktoren wie Fahrergewicht, Steigungen und Außentemperatur beeinflussen die tatsächliche km-Reichweite erheblich. Realistisch liegt die Reichweite eines E-Scooters zwischen 12 km und 40 km, größere Elektromobile schaffen teilweise bis zu 70 km.

Ist ein E-Scooter mit 20 km/h versicherungspflichtig?

Ja. In Deutschland dürfen E-Scooter im öffentlichen Raum nur mit einer Allgemeinen Betriebserlaubnis (ABE) geführt werden. E-Scooter dürfen eine Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h nicht überschreiten und müssen unter anderem über zwei voneinander unabhängige Bremsen sowie eine konforme Beleuchtungsanlage verfügen.

Für den Betrieb eines E-Scooters im Straßenverkehr ist zudem eine Haftpflichtversicherung erforderlich. Den Nachweis liefert eine Klebeplakette am Heck des Scooters. Ohne diese Versicherungsplakette ist die Fahrt im öffentlichen Raum nicht erlaubt – unabhängig davon, ob es sich um einen günstigen oder teuren E-Scooter handelt.

Metz Moover mit Nummernschild

Welche Versicherung benötigt man für einen E-Scooter?

Für E-Scooter gibt es eine Haftpflichtversicherungspflicht, aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 % ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.

Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen. Wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Welcher E-Scooter unter 500 € ist der beste für den Stadtverkehr?

Die Preise für E-Scooter variieren stark: Einsteigermodelle kosten häufig unter 400 Euro, während Premium-Modelle über 800 Euro liegen können. E-Scooter im Preisbereich bis 400 Euro bieten meist grundlegende Funktionen, während Modelle über 800 Euro mit besseren Motoren, Federungen und größerer Akkuleistung ausgestattet sind. Wer auf unabhängige Tests und einen Preisvergleich setzt, vermeidet Fehlkäufe leichter. Auch Vorjahresmodelle etablierter Marken wie Ninebot, Xiaomi oder Segway sind oft stark reduziert und technisch weiterhin überzeugend.

Für den Stadtverkehr empfehlen wir den Egret Ey! 3 für unter 300 Euro. Er bietet Vollfederung, Luftreifen und eine solide Verarbeitung. Wer auf Vollfederung verzichten kann, fährt mit dem Joyor C10E ebenfalls gut. Alle Modelle sind als E-Scooter mit Straßenzulassung erhältlich und fahren die zulässigen 20 km/h.

Wichtig: Die Wahl des richtigen Elektro-Scooters sollte auf den individuellen Nutzungszweck abgestimmt sein – Pendelstrecke, Freizeitfahrten oder kombinierte Aktivitäten machen einen Unterschied.

Fazit: E-Scooter günstig kaufen lohnt sich

Unglaublich, wie gut mittlerweile E-Scooter unter 600 Euro sind. Wer einen E-Scooter günstig kaufen möchte, muss nur noch wenige Kompromisse eingehen. Viele Modelle bieten bereits einen starken Motor, tolle Verarbeitung, Blinker und weitere Premium-Funktionen wie eine Federung und eine App. Lediglich wer die Extra-Prise Akkukapazität, extra-weiche Federung und bärenstarke Motoren bevorzugt, muss mehr Geld auf den Tisch legen.

BESTENLISTE

Navee N65i II im Test: Mit 1350 Watt einer der stärksten E-Scooter unter 600 €

Der E-Scooter Navee N65i II verbessert den beliebten N65i. Er bietet nun 1350 W Spitzenleistung, üppige 150 kg Zuladung und eine hohe Reichweite.

VORTEILE

  • starker 1350-W-Motor
  • hohe Zuladung 150 kg
  • 22 km/h (innerhalb Toleranz)
  • helles Frontlicht
  • attraktiver Preis

NACHTEILE

  • Frontfederung etwas straff
  • keine Heckfederung
  • hohes Eigengewicht
  • limitierter Lenkereinschlag
  • Registrierungszwang per App

Der E-Scooter Navee N65i II verbessert den beliebten N65i. Er bietet nun 1350 W Spitzenleistung, üppige 150 kg Zuladung und eine hohe Reichweite.

Navee mischt den E-Scooter-Markt seit einigen Jahren auf. Der chinesische Hersteller gilt mittlerweile als ernstzunehmende Alternative zu den Platzhirschen Segway und Xiaomi. Bereits der Navee ST3 Pro (Testbericht) überzeugte uns mit exzellenter Federung und hochwertiger Verarbeitung.

Jetzt schickt Navee den Nachfolger des sehr beliebten N65i (Testbericht) ins Rennen. Achtung: Viele Online-Händler wie Amazon führen das Modell weiterhin unter der alten Bezeichnung, liefern aber tatsächlich schon die neue Version aus. Ein auffälliger Unterschied fällt schnell ins Auge – die Frontfederung ist beim N65i II verkleidet.

Mit einem Preis von 559 Euro bei Expert siedelt sich der N65i II im unteren Mittelfeld an. Wie sich der neue Navee schlägt, klärt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau gelingt gewohnt zügig. Der E-Scooter kommt weitgehend vormontiert beim Käufer an, lediglich der Lenker will noch festgeschraubt werden. Die vier dafür nötigen Schrauben und ein Inbusschlüssel liegen bei. In wenigen Minuten ist der N65i II startklar – fast.

Denn vor der ersten Fahrt verlangt der Navee zwingend eine Aktivierung über die App. Wer das ignoriert, hört statt Fahrgeräuschen nur einen nervigen Piepton. Ein ähnliches Vorgehen kennen wir bereits vom Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht).

Optisch hinterlässt der N65i II einen sauber verarbeiteten Eindruck. Zwei robuste Stahlrohre verbinden die Lenkeinheit mit dem Basisrahmen. Die verkleidete Frontfederung wirkt wuchtig und verleiht dem E-Scooter einen individuellen Charakter. Das Trittbrett zeigt klare Kanten und misst 19 cm in der Breite, fällt aber nicht besonders lang aus. Schwarz und Grau bestimmen das Design, ein weißer Navee-Schriftzug auf der Lenkstange setzt einen dezenten Akzent. Display und Beleuchtung sind elegant integriert, damit bleibt das Kabelmanagement aufgeräumt.

Die großen 10,5-Zoll-Reifen mit grobem Profil unterstreichen den massiven Auftritt. Hier wirkt nichts nach Pendler-Spielzeug. Die Verarbeitung überzeugt mit hoher Steifigkeit, dicke Schweißnähte zeugen vom robusten Aufbau. Dank IPX5-Schutzklasse macht dem E-Scooter auch Regen nichts aus.

Praktisch im Alltag: Ein Haken an der Lenkstange nimmt Tüten oder einen Rucksack auf. Die maximale Zuladung von 150 kg sucht in dieser Preisklasse ihresgleichen und macht den N65i II auch für schwerere Fahrer interessant. Das Eigengewicht von knapp 24 kg fordert beim Transport jedoch Tribut – Treppensteigen oder ÖPNV-Nutzung werden zur Schwitzpartie.

Klappmechanismus

Aufgeklappt misst der Navee N65i II 121 × 60 × 130 cm. Zusammengeklappt schrumpft die Höhe auf kompakte 61 cm, die anderen Maße bleiben gleich. So passt er in die meisten Kofferräume. Die Lenksäule klappt nach hinten und rastet zuverlässig ein. Der Mechanismus lässt sich mit einer Hand bedienen. Im Gelenk zeigt sich kaum Spiel. Tragen kann man den E-Scooter an der Lenkstange.

Lenker & Display

Das große LED-Display sitzt mittig am Lenker und ist leicht erhöht angebracht – eine elegante Lösung. Es zeigt Akkustand, gewählten Fahrmodus und Lichtstatus übersichtlich an. Das Layout bleibt schlicht und verzichtet auf überflüssige Spielereien. Bei direkter Sonne spiegelt das Display etwas, doch die Helligkeit reicht für eine gute Ablesbarkeit.

Navee N65i II

Das fest integrierte Frontlicht ist ein Highlight. Es leuchtet den Weg breit aus und eignet sich dank der hohen Helligkeit auch für Nachtfahrten. Der vertikale Abstrahlwinkel ist anpassbar, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird. Bei Dämmerung schaltet sich die Beleuchtung automatisch ein – diese Komfortfunktion muss man allerdings erst in der App aktivieren. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf.

Die Blinker thronen an den Enden des Lenkers und werden aus allen Richtungen gut wahrgenommen. Die Bedienelemente links wie rechts sind logisch angeordnet und sitzen in Reichweite der Daumen.

App

Die Navee-App verbindet sich per Bluetooth mit dem E-Scooter und zeichnet alle wichtigen Fahrdaten auf. Die Oberfläche ist funktional und übersichtlich, ohne mit Features überladen zu wirken. An die Tiefe der Segway-App reicht sie nicht heran. Alle wesentlichen Grundfunktionen sind aber an Bord.

Praktisch ist die Integration von Apples „Find My“-Netzwerk. Bei Verlust oder Diebstahl lässt sich der Standort über das iPhone orten. Die Rekuperationsstärke kann individuell angepasst werden. Ein am E-Scooter einzugebender PIN-Code schützt auf Wunsch vor unbefugtem Losfahren. Wer mag, aktiviert die automatische Bluetooth-Entriegelung. Die optionale Traktionskontrolle (TCS) verhindert das Durchdrehen des Hinterrads auf rutschigem Untergrund wie Schotter oder nassem Laub.

Fahren

Das Fahrgefühl ist stabil und souverän. Die hohe Lenkerposition kommt großen Fahrern entgegen. Die breiten 10,5-Zoll-Luftreifen sorgen für entspannten Vortrieb und eine hohe Spurtreue. Auf schlechter Fahrbahn zeigt sich der N65i II komfortabel. Allerdings ist die vordere Federung etwas straff abgestimmt. Eine Heckfederung fehlt. Für längere Touren über Feldwege empfehlen wir daher Modelle mit Vollfederung wie den Egret Ey! 1 (Testbericht).

Bei niedrigem Tempo offenbart der N65i II eine kleine Schwäche. Der Lenkereinschlag ist begrenzt, was ihn in engen Kurven schwerfällig wirken lässt. Auch erschwert das hohe Gewicht das Rangieren im Stand. Einmal in Bewegung gesetzt, zeigt sich aber ein gutmütiges Handling.

Der Motor sitzt im Hinterrad und liefert eine Nennleistung von 500 W. In der Spitze leistet er 1350 W. Der Antritt ist kräftig, die Beschleunigung gelingt auch mit höherem Fahrergewicht zügig. An Anstiegen hält er seine Leistung erstaunlich konstant. Der Gashebel reagiert feinfühlig und lässt sich präzise dosieren.

Navee N65i II

Im Test erreicht der N65i II bis zu 22 km/h – das entspricht den 20 km/h Höchstgeschwindigkeit zuzüglich der erlaubten Messtoleranz von 10 Prozent. Beim täglichen Pendeln macht sich das gegenüber Modellen bemerkbar, die bereits bei 19 oder 20 km/h abregeln.

Das Bremssystem kombiniert eine Trommelbremse vorne mit einer Scheibenbremse hinten. Zusätzlich greift ein elektronisches EABS-System ein. Die Bremsleistung ist kräftig und gut dosierbar, auch bei höherem Tempo verzögert der E-Scooter verlässlich.

Akku

Der Akku besteht aus Lithium-Ionen-Zellen im 18650-Format und ist fest verbaut. Bei einer Spannung von 46,8 V und einer Kapazität von 477,36 Wh verspricht Navee eine Reichweite von bis zu 70 km bei konstanten 15 km/h. Bei 20 km/h sinkt der Wert auf 60 km. Diese Angaben gelten unter Idealbedingungen: leichter Fahrer, ebene Strecke, milde Temperaturen, konstante Geschwindigkeit.

In der Praxis sind realistisch 35 bis 50 km drin – abhängig von Fahrergewicht, Temperatur und Fahrweise. Für die Preisklasse ist das ein hervorragender Wert. Die Ladezeit beträgt 7 bis 8 Stunden, ein Schnellladen unterstützt der N65i II nicht.

Preis

Aktuell kostet der Navee N65i II ab 559 Euro etwa bei Expert. Angesichts der Leistung des Rollers ist das ein faires Angebot.

Fazit

Der Navee N65i II ist ein gelungener Nachfolger des beliebten N65i. Seine größten Stärken liegen im starken Antrieb, der hohen Zuladung von 150 kg und der guten Reichweite von realen 35 bis 50 km. Damit eignet er sich besonders für schwerere Fahrer und Pendler, die täglich längere Strecken zurücklegen.

Die Verarbeitung wirkt hochwertig, das Dreifach-Bremssystem sorgt für Sicherheit. Das helle Frontlicht, der Blinker, die Find-My-Integration und der Tüten-Haken sind sinnvolle Extras. Auch die volle Ausnutzung der Toleranzgrenze von 22 km/h spricht für den N65i II.

Schwachstellen zeigen sich bei der etwas zu harten Frontfederung und der fehlenden Heckfederung. Auch das hohe Gewicht von knapp 24 kg, der limitierte Lenkereinschlag und der Registrierungszwang über die App trüben das Bild leicht. Wer über diese Punkte hinwegsieht, bekommt für wenig Geld einen guten E-Scooter, der deutlich über seiner Preisklasse spielt.

E-Scooter Egret Ey! 3 im Test: Premium zum Mittelklassepreis

Der Ey! 3 ist das erste Mittelklassemodell des Premiumherstellers Egret. Mit Federung vorn und hinten, hellem Blinker und toller Verarbeitung macht er im Test vieles richtig. Doch er zeigt auch Schwächen.

VORTEILE

  • Vollfederung trotz niedrigem Gewicht
  • schickes Design, hochwertige Verarbeitung
  • agiles Fahrverhalten
  • günstig

NACHTEILE

  • schwacher Motor
  • geringe Zuladung
  • kleiner Akku

Der Ey! 3 ist das erste Mittelklassemodell des Premiumherstellers Egret. Mit Federung vorn und hinten, hellem Blinker und toller Verarbeitung macht er im Test vieles richtig. Doch er zeigt auch Schwächen.

Immer mehr E-Scooter kommen mit einer Federung an Vorder- und Hinterrad. Kein Wunder, schließlich wird das Fahren so deutlich angenehmer, Unebenheiten werden einfach weggebügelt, selbst Bordsteine verlieren ihren Schrecken. Auch der neue Egret Ey! 3 hat eine Vollfederung.

Egret war bisher primär für seine hochpreisigen E-Scooter bekannt. Die folgenden Egret-Modelle haben wir bereits getestet.

Mit dem Ey! 3 bringt Egret nun ein Mittelklasse-Modell auf den Markt, das einiges anders macht als die Konkurrenz. Im ausführlichen Testbericht schauen wir uns den neuen E-Scooter im Detail an.

Neben dem Egret Ey! 3 gibt es in der neuen Serie auch noch die Modelle Ey! 1, Ey! 2 und Ey! 6. Dabei positioniert sich der Egret Ey! 3 als günstigstes Modell. Er hat im Vergleich zu den höherpreisigen Varianten eine geringere Reichweite, einen schwächeren Motor und etwas kleinere Reifen. Dafür ist er mit einem Preis ab 299 Euro (Amazon) aber auch deutlich günstiger als etwa der Ey! 1.

Entwickelt wurde der Ey! 3 in Kooperation mit dem E-Mobility Hersteller Yadea. Dieser ist hierzulande noch relativ unbekannt, gehört aber Weltweit zu den Marktführern für Elektroroller.

Versicherung

Für E-Scooter gibt es eine Haftpflicht-Versicherungspflicht, aber auch andere Versicherungen können wichtig sein. Selbst die vorsichtigsten Fahrer können die Gefahr eines Unfalls nie zu 100 Prozent ausschließen. Wir empfehlen deshalb Zusatzversicherungen, um die möglichen negativen Konsequenzen abzumildern.

Bei vielen Versicherungen lohnt sich das Vergleichen wirklich. Denn wer regelmäßig vergleicht, spart gut und gerne mehrere hundert Euro im Jahr. Wo man am meisten spart, zeigen die Tarifrechner von heise online.

Egret Ey! 3

Aufbau: Schnell erledigt

Wie bei den meisten E-Scootern müssen auch beim Egret Ey! 3 nach dem Auspacken nur wenige Schrauben fixiert werden, damit die Lenkstange hält. Zusätzlich empfiehlt es sich, alle Schrauben noch einmal nachzuziehen und die Reifen auf den korrekten Luftdruck aufzupumpen. Wir raten außerdem dringend zum Tragen eines Helms. Welcher am smartesten schützt, zeigt unsere Bestenliste Top 7: Der beste smarte Fahrradhelm mit Blinker, Bluetooth, SOS & Musik im Test.

Optik: So ein Hübscher!

Rein optisch gefällt uns der Ey! 3 auf Anhieb. Der Rahmen ist in einem matten Hellgrau gehalten, die Lenkstange in elegantem Mattschwarz. Ein echter Hingucker sind die für Egret typischen türkisen Farbakzente wie die Schriftzüge oder Zierstreifen am Trittbrett.

Bei genauerem Hinsehen fallen weitere durchdachte Details auf: So sind kaum Kabel zu sehen, was für ein sehr aufgeräumtes Erscheinungsbild sorgt. Die Federung an der Vorderradgabel verleiht dem E-Scooter zudem einen futuristischen Touch. Insgesamt wirkt der Egret Ey! 3 hochwertig verarbeitet und eher filigran als massig.

Verarbeitung: Filigran und dennoch stabil

Trotz seines filigranen Äußeren macht der E-Scooter aber einen robusten Eindruck. Das hintere Schutzblech ist zur Verstärkung mehrfach geknickt. Das gummierte Trittbrett fällt etwas kompakter aus als bei vielen Konkurrenten. Es ist nach hinten leicht angewinkelt, was dem Fahrer sicheren Stand bietet. Der Ständer wirkt, als könne er einiges aushalten.

Zum Zusammenklappen kommt ein klassischer Sicherungshebel im unteren Bereich der Lenkstange zum Einsatz. Die Lenkstange rastet dabei sicher in einer Öse am hinteren Teil des Trittbretts ein, sodass sich der E-Scooter bequem tragen lässt. Mit nur 18,6 kg Gewicht ist er recht leicht und eignet sich damit besonders für Pendler, die ihn zwischendurch auch mal ein paar Stufen hochtragen müssen, zum Beispiel in der S-Bahn oder um ihn im Kofferraum zu verstauen. Die maximale Zuladung gibt Egret mit 100 kg an – das ist zu wenig und könnte für schwerere Fahrer oder viel Gepäck knapp werden.

Aufgeklappt misst der Ey! 3 118 cm in der Länge, 57,6 cm in der Breite und 120 cm in der Höhe. Zusammengefaltet reduziert sich die Höhe auf kompakte 53 cm. So sollte er auch in kleine Kofferräume passen.

Nach IPX5 zertifiziert, ist der E-Scooter gegen Strahlwasser aus beliebigem Winkel geschützt. Breite Schutzbleche an Vorder- und Hinterrad halten hochspritzenden Regen und Schmutz zuverlässig vom Fahrer fern.

Über die zugehörige App lässt sich neben Zusatzinformationen wie dem exakten Akkustand auch eine Diebstahlsperre aktivieren. Das verhindert zwar, dass Langfinger einfach mit dem E-Scooter davonfahren. Zusammenklappen und wegtragen könnten sie ihn aber dennoch. Daher empfehlen wir in jedem Fall die Verwendung eines robusten Schlosses. Welche Modelle gut abschneiden, zeigt unser Ratgeber Fahrradschloss für E-Bike & E-Scooter: Smart, mit App, Alarm & GPS.

Lenker: Hier sitzt die Überraschung

Am Lenker des Egret Ey! 3 zeigen sich gleich mehrere Besonderheiten. Am auffälligsten ist der rechte Bremsgriff, der wie ein gewöhnlicher Handbremshebel für einen Seilzug aussieht – nur dass der Seilzug fehlt. Stattdessen steuert der Hebel die elektronische Motorbremse am Hinterrad an und erlaubt so eine präzise Dosierung der Bremskraft. Das überzeugt im Praxistest und ist eine der cleversten Lösungen, die wir bisher bei E-Scooter-Bremsen gesehen haben.

Egret Ey! 3

Ebenfalls ungewöhnlich ist der Gasring auf der rechten Seite. Die meisten anderen E-Scooter setzen stattdessen auf einen Daumenhebel. Der türkisfarbene Ring am Egret lässt sich dank Riffelung gut greifen und geht nicht zu straff. So ermöglicht auch bei längeren Touren ein ermüdungsfreies Fahren.

An den Lenkerenden sitzen die Blinker, die dank kräftiger LEDs auch bei Tageslicht gut zu erkennen sind. Die Steuerung erfolgt über zwei gut erreichbare Taster links am Lenker – vorbildlich! Ebenfalls links befindet sich die in den Bremshebel integrierte Klingel.

Egret Ey! 3

Display & Licht: Standardkost

Das mittig platzierte Display ist in den Lenker eingelassen und bei normalen Lichtverhältnissen gut ablesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung kann es je nach Winkel aber schwierig werden, die Anzeigen zu erkennen. Neben der Geschwindigkeit ohne Nachkommastelle zeigt es unter anderem den gewählten Unterstützungsmodus und die Akkukapazität in fünf Balken an.

Unterhalb des Displays befindet sich die einzige Taste des Ey! 3. Sie schaltet den E-Scooter ein und aus, wechselt zwischen den Fahrmodi und steuert das LED-Licht.

Die Lichtanlage besteht aus einem starren Frontscheinwerfer und einem Rücklicht, das beim Bremsen heller leuchtet. Der Scheinwerfer ist zwar nicht in der Höhe verstellbar, der Lichtkegel ist aber so ausgerichtet, dass er die Fahrbahn gut ausleuchtet, ohne Gegenverkehr zu blenden.

Egret Ey! 3

Fahren: Wie fährt sich der Egret Ey! 3?

Das Fahren mit dem Egret Ey! 3 gestaltet sich sehr angenehm – nicht zuletzt dank der Federung an Vorder- und Hinterrad. Sie ist straff genug, um sportliche Fahrmanöver zu ermöglichen und schluckt dennoch die meisten Unebenheiten effektiv weg. So lassen sich auch Kopfsteinpflaster oder Feldwege mit ordentlich Tempo entlangfahren und selbst kleinere Bordsteinkanten sind kein Problem mehr.

Die 9-Zoll-Luftreifen mit Pannenschutz bieten ein Profil, das für den Einsatz in der Stadt optimiert ist. Auch sie tragen zum hohen Fahrkomfort bei. Trotzdem hätten wir uns etwas größere 10-Zoll-Reifen gewünscht. Das würde gerade bei höheren Geschwindigkeiten für noch bessere Stabilität und mehr Sicherheit sorgen.

Egret Ey! 3

Der Nabenmotor im Hinterrad hat eine Nennleistung von 350 Watt, in der Spitze sind kurzzeitig bis zu 864 Watt drin. Das maximale Drehmoment beträgt magere 18 Nm. Verglichen mit anderen E-Scootern in dieser Preisklasse ist das eher durchschnittlich bis unterdurchschnittlich. Mit echten Tempobolzern wie dem Offroad-E-Scooter Slidefox NT (Testbericht) oder dem Niu KQi 300x (Testbericht) kann er aber nicht mithalten. Bei Tempo 20 regelt er weich ab, um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Per GPS haben wir die maximale Geschwindigkeit nachgemessen und konnten die Angabe von 20 km/h exakt bestätigen. Es gibt zwar stärkere E-Scooter, für die meisten nicht allzu schweren Nutzer, die eher im flachen Gebiet unterwegs sind, dürfte der Motor aber ausreichen. Spaß macht das Fahren mit dem Ey! 3 auf jeden Fall.

Die direkte Lenkung vermittelt ein gutes Gefühl der Kontrolle und sorgt zusammen mit dem niedrigen Gewicht für eine agile Kurvenlage. Dabei bleibt der E-Scooter aber stets beherrschbar und vermittelt ein Gefühl von Sicherheit. Selbst enge Manöver meistert er mit Bravour. Dazu kommt der sehr leise Motor. Insgesamt fühlt sich der Egret hochwertig und aus einem Guss an.

Die clevere Bremsanlage kombiniert über zwei Bremshebel eine mechanische Trommelbremse vorn mit der elektronisch gesteuerten Motorbremse hinten. Sie packt gut zu und bringt den E-Scooter schnell und sicher zum Stehen.

Akku: Wie ist die Reichweite des Egret Ey! 3?

Mit einer Kapazität von 275 Wh fällt der Akku für einen modernen E-Scooter eher klein aus. Der Hersteller gibt eine maximale Reichweite von 30 km an. Das ist unter Idealbedingungen gemessen und daher in der Praxis kaum zu erreichen. In unserem Praxistest mit einem 80 kg schweren Fahrer, häufigen Stopps und überwiegend hoher Geschwindigkeit kamen wir auf eine realistische Reichweite von etwa 20 km. Das deckt sich mit vergleichbar dimensionierten Akkus anderer Modelle, ist insgesamt aber eher mäßig. Für kürzere Pendlerstrecken ausreichend, für längere Touren müsste schon nach kurzer Zeit nachgeladen werden. Hier bieten andere E-Scooter deutlich mehr. Die E-Scooter mit der höchsten Reichweite zeigen wir in unserer Bestenliste Top 10: E-Scooter mit der besten Reichweite.

Ist der Akku leer, lässt er sich über das mitgelieferte Ladegerät in rund fünf Stunden wieder vollständig aufladen. Das ist in Ordnung, aber kein Rekordwert. Angesichts der geringen Kapazität hätten wir uns hier eine schnellere Ladefunktion gewünscht.

Preis

Der Egret Ey! 3 ist für 299 Euro (Amazon) erhältlich.

Alternativen

Hier im Preisvergleich zeigen wir die günstigsten Elektroroller mit einer Federung vorn und hinten.

Fazit

Der Egret Ey! 3 hinterlässt im Test einen positiven Eindruck. Die hochwertige Verarbeitung, das clevere Design und die komfortable Vollfederung machen ihn zu einem der besten E-Scooter in dieser Preisklasse. Die agilen Fahreigenschaften und das geringe Gewicht prädestinieren ihn besonders für den urbanen Einsatz und Pendler. Die cleveren Details am Lenker wie der Bremsgriff für die Motorbremse gefallen uns ebenfalls. Lediglich der etwas zu kleine Akku, der etwas schwachbrüstige Motor und die geringe maximale Zuladung stören uns.

Test: Legal, leicht & nur 189 Euro – wir testen den E-Scooter WQ-W4 Pro

Der E-Scooter WQ-W4 Pro bietet für 183 Euro ein erstaunlich solides Gesamtpaket. Wir haben den Budget-Roller getestet und zeigen, warum er trotz seines Tiefpreises eine Überlegung wert ist.

VORTEILE

  • günstiger Preis von 189 Euro mit ABE
  • nur 12 kg
  • pannensichere Wabenreifen
  • guter Klappmechanismus
  • App-Unterstützung

NACHTEILE

  • keine Federung
  • mäßig starker Motor
  • Kein Blinker vorhanden

Der E-Scooter WQ-W4 Pro bietet für 183 Euro ein erstaunlich solides Gesamtpaket. Wir haben den Budget-Roller getestet und zeigen, warum er trotz seines Tiefpreises eine Überlegung wert ist.

Als ich vor einigen Jahren meinen ersten E-Scooter testete, kosteten brauchbare Modelle noch mindestens 500 Euro. Seitdem hat sich viel getan. E-Scooter haben sich nicht nur als praktische Fortbewegungsmittel für die Stadt etabliert, sondern sind auch deutlich erschwinglicher geworden. Besonders für Pendler, die die berühmte „letzte Meile“ vom Bahnhof oder Auto zum Büro zurücklegen müssen, bieten elektrische Tretroller eine zeitsparende Alternative.

Während Premium-Modelle nach wie vor jenseits der 500-Euro-Marke liegen, drängen zunehmend Budget-Alternativen mit deutscher Straßenzulassung auf den Markt. Der WQ-W4 Pro gehört zu dieser Kategorie und verspricht für schlanke 183 Euro eine ABE-Zertifizierung, pannensichere Reifen, eine gute Reichweite und einen soliden Klappmechanismus.

Wichtiger Hinweis: Wir haben eine Variante ohne deutsche Straßenzulassung getestet, die auf Banggood für 219 Euro erhältlich ist und bis zu 25 km/h fährt. Für den legalen Betrieb in Deutschland empfehlen wir ausdrücklich die ABE-zertifizierte Version, die auf 20 km/h begrenzt ist. Beide Modelle sind in weiten Teilen baugleich.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Die Montage des WQ-W4 Pro gestaltet sich unkompliziert. Den Lenker einsetzen, vier Schrauben fixieren – fertig. Wir empfehlen, anschließend alle weiteren Schrauben nachzuziehen. Das Aufpumpen entfällt dank der Wabenreifen komplett. Im Lieferumfang befindet sich außerdem eine Handyhalterung für den Lenker – ein nettes Extra in dieser Preisklasse.

Optisch gibt sich der WQ-W4 Pro betont unauffällig. Kein schrilles Design, keine auffälligen Farben – die Funktionalität steht im Vordergrund. Das Kabelmanagement verdient ein Lob: Die Kabel verschwinden oben in der Lenkstange und zeigen sich nur weiter unten noch einmal kurz. So entsteht ein aufgeräumter Gesamteindruck ohne störende Kabelschlaufen.

Mit gerade einmal 12 Kilogramm gehört der WQ-W4 Pro zu den Leichtgewichten unter den E-Scootern. Das macht ihn besonders attraktiv für alle, die ihren Roller regelmäßig tragen oder in den Kofferraum hieven müssen. Die maximale Zuladung von 120 Kilogramm deckt die meisten Erwachsenen ab. Der E-Scooter verfügt über eine IP54-Zertifizierung, die ihn gegen Staub und Spritzwasser schützt. Bei Wolkenbrüchen sollte man ihn besser zu Hause lassen.

Eine Schwachstelle offenbart sich beim hinteren Schutzblech, das nur aus Kunststoff besteht. Hier sollte man keinesfalls drauftreten. Da der E-Scooter weder über eine Federung noch über Luftreifen verfügt, werden Straßenunebenheiten ungefiltert an den Fahrer und die Bauteile weitergegeben. Dies erhöht die mechanische Belastung und dürfte die Lebensdauer des Geräts verkürzen.

Der Klappmechanismus funktioniert erfreulich einfach und schnell – ideal für Pendler, die ihren E-Scooter in öffentlichen Verkehrsmitteln oder kleinen Wohnungen verstauen müssen. Der Haken an der Lenkstange rastet zuverlässig an der Öse am hinteren Schutzblech ein und löst sich nicht versehentlich. So lässt sich der zusammengeklappte Scooter sicher tragen.

Lenker & Display

Das Display sitzt elegant integriert in der Lenkstange und zeigt die wesentlichen Informationen wie Geschwindigkeit, Akkustand (in fünf Balken) und den gewählten Fahrmodus an. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist die Ablesbarkeit allerdings nur ausreichend – hier hätte ein helleres Display mit besserer Entspiegelung geholfen.

Die Frontbeleuchtung ist relativ weit oben an der Lenkstange positioniert, was für gute Sichtbarkeit sorgt. Eine Höhenverstellung sucht man vergeblich, aber die Werkseinstellung passt gut für den Alltagsgebrauch. Das Rücklicht schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus – keine Selbstverständlichkeit bei sehr günstigen E-Scootern. Ein nettes Sicherheitsfeature: Das Rücklicht blinkt beim Bremsen auf. Einen Blinker gibt es nicht, was bei diesem Preis allerdings zu erwarten war.

Die zugehörige App zeigt Fahrstatistiken an, ermöglicht das Sperren des E-Scooters und bietet Firmware-Updates sowie anpassbare Fahrmodi. Für einen E-Scooter dieser Preisklasse keine Selbstverständlichkeit.

Ergonomie, Motor, Bremsen

Der WQ-W4 Pro wird von einem bürstenlosen 350-Watt-Motor im Vorderrad angetrieben. Die von uns getestete Version erreicht 25 km/h, während die in Deutschland zugelassene Variante auf 20 km/h begrenzt ist. Der Motor ist nicht gerade ein Kraftpaket, was angesichts des günstigen Preises kaum überrascht. Dennoch beschleunigt er einen 85 Kilogramm schweren Fahrer zügig auf die Höchstgeschwindigkeit. Für den alltäglichen Stadtverkehr reicht die Leistung aus.

Das Bremssystem kombiniert eine elektronische Bremse am Vorderrad mit einer mechanischen Scheibenbremse am Hinterrad. Zusammen funktionieren sie erstaunlich gut und ermöglichen sowohl feinfühliges Verzögern als auch kraftvolle Vollbremsungen.

Die 8,5-Zoll-Wabenreifen sind Fluch und Segen zugleich. Einerseits sind sie pannensicher – keine Glasscherbe oder Reißzwecke führen zu einem unfreiwilligen Boxenstopp. Andererseits greifen sie gerade auf feuchtem Asphalt weniger gut als Luftreifen und geben jede Unebenheit ungefiltert an den Fahrer weiter. Wer regelmäßig über Kopfsteinpflaster oder holprige Radwege fahren muss, wird die fehlende Federung schmerzlich vermissen. Für kurze Strecken ist das verschmerzbar, bei längeren Fahrten auf unebenen Wegen können die Vibrationen jedoch ermüdend werden.

Das Trittbrett bietet ausreichend Platz und eine rutschfeste Oberfläche. Die Ergonomie passt für Personen zwischen 165 und 185 Zentimetern gut. Bei jeder Fahrt empfehlen wir das Tragen eines Helms – auch wenn es nicht explizit vorgeschrieben ist, schützt er im Ernstfall vor schweren Kopfverletzungen.

Akku

Der 36V 10Ah-Akku (360 Wh) soll laut Hersteller eine Reichweite von 25 bis 30 Kilometern ermöglichen. Diese Angabe basiert allerdings auf Idealbedingungen: ein leichter Fahrer, konstante Geschwindigkeit, ebene Strecke und moderate Temperaturen. In der Realität mit Stop-and-Go-Verkehr, voller Geschwindigkeit, 85 Kilogramm Zuladung und sommerlichen 25 Grad Celsius kommen wir auf gut 20 Kilometer.

Das mitgelieferte Netzteil lädt den Akku in etwa 4 bis 5 Stunden vollständig auf. Für den täglichen Pendelverkehr reicht die Reichweite in den meisten Fällen völlig aus. Wer längere Strecken plant, sollte entweder eine Lademöglichkeit am Zielort einplanen oder zu einem E-Scooter mit größerem Akku greifen.

Preis

Die von uns getestete Variante ohne Straßenzulassung kostet auf Banggood 219 Euro. Wir raten jedoch ausdrücklich zum Kauf der in Deutschland zugelassenen Version, die auf Amazon für 183 Euro erhältlich ist. Die Straßenzulassung (ABE) liegt laut Käuferkommentaren nicht bei und muss beim Kundenservice angefragt werden. Ausprobieren konnten wir das nicht.

Fazit

Der WQ-W4 Pro hat mich überrascht. Für unter 200 Euro bietet er deutlich mehr, als ich erwartet hatte. Natürlich gibt es Kompromisse – die fehlende Federung macht sich auf holprigen Straßen bemerkbar, und der Motor wird keinen Beschleunigungsrausch auslösen. Doch für Einsteiger und Gelegenheitsfahrer, die hauptsächlich auf guten Straßen unterwegs sind, bietet er ein überzeugendes Gesamtpaket mit fast schon unschlagbarem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die Verarbeitung ist für den Preis erstaunlich solide, besonders der aufgeräumte Lenker mit schick integriertem Display und der zuverlässige Klappmechanismus fallen positiv auf. Auch die App-Unterstützung ist in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Das geringe Gewicht von nur 12 Kilogramm macht ihn zum gern gesehenen Begleiter für Pendler, die ihren E-Scooter regelmäßig tragen müssen.

Wer einen günstigen E-Scooter für kurze Strecken auf guten Straßen sucht und keine überzogenen Erwartungen an Fahrkomfort und Leistung hat, macht mit dem WQ-W4 Pro definitiv nichts falsch. Für längere Fahrten oder unebene Wege empfehlen wir jedoch, etwas mehr zu investieren und zu einem Modell mit Luftreifen oder Federung zu greifen.

E-Scooter Joyor C10E im Test

Der Joyor C10E hat einen abnehmbaren Akku und verspricht viel Power bei komfortabler Fahrt. Wir zeigen, ob sich der Kauf für 500 Euro lohnt.

VORTEILE

  • Wechselakku
  • solide Verarbeitung
  • gute Scheibenbremsen
  • angenehmes Fahrverhalten
  • gutes Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Display bei Sonne schlecht ablesbar
  • kein Blinker
  • ungenaue Akkuanzeige
  • keine Hinterradfederung
  • Frontlicht sitzt zu tief

Der Joyor C10E hat einen abnehmbaren Akku und verspricht viel Power bei komfortabler Fahrt. Wir zeigen, ob sich der Kauf für 500 Euro lohnt.

E-Scooter mit Wechselakku sind noch immer eine Seltenheit. Dabei bieten sie einen entscheidenden Vorteil: Der Akku kann zum Laden einfach entnommen werden, während der E-Scooter selbst draußen oder im Keller verbleiben kann. Der Joyor C10E gehört zu dieser seltenen Spezies.

Joyor hat bereits in früheren Tests gezeigt, dass ihre E-Scooter ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Mit dem C10E bringt der Hersteller nun einen komfortablen E-Scooter mit ABE-Zulassung für 381 Euro (Geekmaxi, Coupon-Code: 4QUA36MJ) auf den Markt, der nach dem Kauf eines Versicherungskennzeichens legal auf deutschen Straßen gefahren werden darf. Ob der Joyor C10E mit etablierten Modellen wie dem Ninebot Segway Max G2D oder dem günstigen Navee S65D mithalten kann, zeigt unser ausführlicher Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Joyor C10E zeigt sich in einem dezenten, komplett schwarzen Design. Das weiße Joyor-Logo an der Lenkstange ist neben oragenen Elementen am Vorder- und Hinterrad das einzige optische Highlight. Trotz seiner zurückhaltenden Farbgebung gefällt der E-Scooter durch seine abgerundeten und teilweise geschwungenen Elemente. Das Kabelmanagement könnte allerdings besser sein – sowohl am Lenker als auch weiter unten an der Lenkstange sind Kabel sichtbar.

In Sachen Verarbeitung hinterlässt der Joyor C10E einen hochwertigen Eindruck. Nichts wackelt oder knarzt während der Fahrt, was für eine solide Konstruktion spricht. Das hintere Schutzblech ist stabil und das Trittbrett bietet ausreichend Platz für einen sicheren Stand. Mit knapp 20 Kilogramm ist der E-Scooter noch vergleichsweise leicht.

Der C10E misst aufgeklappt 119 × 59 × 130 Zentimeter und kann ein maximales Fahrergewicht von 120 Kilogramm tragen. Über einen leichtgängigen Sicherungshebel am unteren Teil der Lenkstange lässt sich diese nach hinten umlegen und am hinteren Schutzblech einrasten. So kann der Scooter auch getragen und platzsparend verstaut werden – er passt problemlos in viele Kofferräume. Allerdings löst sich der hintere Haken zu leicht, was die Transportfunktion etwas einschränkt. Ein weiterer Nachteil: Der Lenker lässt sich nicht werkzeugfrei umklappen.

Ein kleines, aber feines Detail: Der Hersteller legt dem E-Scooter einen Ersatzschlauch bei – ein praktisches Extra, das bei einer Reifenpanne hilfreich sein kann.

Lenker & Display

Der Lenker des Joyor C10E ist angenehm hoch und breit, was ihn auch für größere Menschen geeignet macht. Die Lenkgriffe sind ergonomisch geformt und ausgesprochen komfortabel. Der Daumengriff auf der rechten Seite sitzt allerdings etwas weit vom Lenkgriff entfernt und geht recht schwerfällig. Bei längeren Fahrten kann das zu Ermüdungserscheinungen im Daumen führen – ein Problem, das wir auch bei anderen E-Scootern wie dem Trittbrett Fritz beobachtet haben.

Die Bremsgriffe sind gut erreichbar. In den linken Bremsgriff ist eine Klingel integriert. Ebenfalls auf der linken Seite befindet sich die Steuereinheit mit drei Tasten. Einen USB-Port zum Laden von Smartphones sucht man vergeblich – ein Feature, das bei einigen Konkurrenzmodellen mittlerweile Standard ist.

Das große, farbige Display in der Mitte des Lenkers zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe, die Restkapazität in fünf Balken und die gefahrenen Kilometer an. Leider ist das Display bei direkter Sonneneinstrahlung kaum noch ablesbar – ein Problem, das wir auch beim Navee V50 festgestellt haben. Eine App zur Steuerung und Überwachung des E-Scooters gibt es nicht. Zudem ist die Anzeige der Restkapazität ungenau, was die Planung längerer Fahrten erschweren kann.

Das Frontlicht sitzt recht weit unten an der Lenkstange. Für eine bessere Sicht und um besser gesehen zu werden, hätten wir es uns höher und heller gewünscht. Das Rücklicht hingegen ist hell genug und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf – ein wichtiges Sicherheitsfeature im Straßenverkehr.

Ein in unseren Augen großes Manko ist das Fehlen eines Blinkers. Dieser würde die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich erhöhen.

Joyor C10E

Fahren

Der Joyor C10E fährt sich überraschend angenehm. Das liegt an seiner hochwertigen Verarbeitung, den breiten 10-Zoll-Luftreifen mit gutem Profil und der ordentlichen Zwei-Kolben-Federung am Vorderrad. Diese Kombination reicht bereits aus, um mühelos Bordsteine hinunterzufahren und auch mal eine Pflastersteinstraße zu bewältigen. Für noch mehr Fahrkomfort wäre allerdings eine zusätzliche Hinterradfederung wünschenswert gewesen, wie sie etwa der Ninebot Segway Max G2D bietet.

Die zwei mechanischen Scheibenbremsen am Vorder- und Hinterrad lassen sich feinfühlig ansteuern und ermöglichen ein präzises Dosieren der Bremskraft. Auch wenn sie zusätzlich stets die Motorbremse aktivieren, ist ein wohldosiertes und im Bedarfsfall auch abruptes Abbremsen jederzeit möglich.

Der Motor bietet bei 48 Volt starke 500 Watt. Allerdings verhindert die Elektronik ein flottes Anfahren – seine volle Motorkraft entfaltet der E-Scooter erst ab etwa 6 km/h. Das macht ihn zwar für Fahranfänger sicherer, nimmt ihm jedoch gleichzeitig viel von seiner Spritzigkeit. Schade, dass der Hersteller dem Fahrer nicht die Option lässt, dies nach seinen Wünschen anzupassen.

Als maximale Endgeschwindigkeit messen wir per GPS 21 km/h. Das ist ein guter Wert, der innerhalb der in Deutschland erlaubten Grenzen von 20 km/h plus 10 Prozent liegt. Bei unserem Test an einem Hügel zeigt sich jedoch, dass die Leistung des Motors nur im Mittelfeld spielt. Wer eher schwer ist und steile Anstiege bewältigen will, könnte mit dem Joyor C10E an seine Grenzen stoßen. Für flache Strecken in der Stadt reicht die Motorleistung jedoch vollkommen aus.

Akku

Das Highlight des Joyor C10E ist zweifellos sein Wechselakku. Nur wenige E-Scooter auf dem deutschen Markt bieten dieses praktische Feature. Der Akku lässt sich über einen Schlüssel komfortabel zusammen mit dem Trittbrett entnehmen. An einem Tragegriff kann er so einfach in die Wohnung transportiert und dort geladen werden, während der E-Scooter unten im Hof oder im Keller bleibt. Dies ist besonders praktisch für alle, die in Mehrfamilienhäusern wohnen oder den Akku im Büro laden wollen.

Joyor C10E

Der Akku hat eine Kapazität von 329 Wattstunden. Das ist für die Preisklasse ein ordentlicher Wert. Der Hersteller gibt an, mit dem Akku bis zu 40 Kilometer weit zu kommen. Diese Reichweite ist jedoch unter Idealbedingungen gemessen – also bei einem Fahrergewicht von etwa 70 Kilogramm, bei Temperaturen um 20 Grad Celsius, auf ebener Strecke ohne Steigungen und mit konstanter Geschwindigkeit ohne häufiges Anfahren und Bremsen.

In unserem Test mit einer Zuladung von 80 Kilogramm, bei kaltem Wetter, viel Stop-and-Go und überwiegend Asphalt, kommen wir auf gut 25 Kilometer. Das ist ein realistischer Wert für den Alltagsgebrauch und reicht für die meisten Pendlerstrecken aus. Der Akku ist nach etwa 6 Stunden vollständig geladen. Ein passendes Ladegerät liegt dem E-Scooter bei.

Preis

Der Joyor C10E kostet bei Geekmaxi 381 Euro (Coupon-Code: 4QUA36MJ). Wer bei Amazon kauft, zahlt 400 Euro. Damit positioniert er sich im mittleren Preissegment für E-Scooter mit Straßenzulassung.

Fazit

Der Joyor C10E überzeugt im Test mit seinem praktischen Wechselakku, der soliden Verarbeitung und dem angenehmen Fahrverhalten. Er eignet sich besonders für Pendler, die einen kompakten E-Scooter für den täglichen Gebrauch suchen und keine Möglichkeit haben, diesen in der Wohnung zu laden.

Die Kombination aus breiten Luftreifen und Vorderradfederung sorgt für ausreichenden Fahrkomfort auf typischen Stadtstraßen. Auch die Scheibenbremsen an beiden Rädern machen einen guten Job. Der 500-Watt-Motor bietet genug Leistung für flache Strecken, könnte aber bei steileren Anstiegen und schwereren Fahrern an seine Grenzen stoßen.

Zu den Schwachpunkten zählen das bei Sonnenlicht schlecht ablesbare Display, die ungenaue Akkuanzeige, der fehlende Blinker und der etwas schwergängige Gasgriff. Auch das tief sitzende und nicht besonders helle Frontlicht könnte besser sein.

Für 500 Euro bietet der Joyor C10E dennoch ein überzeugendes Gesamtpaket. Wer einen zuverlässigen E-Scooter für den täglichen Gebrauch sucht und Wert auf einen entnehmbaren Akku legt, macht mit dem C10E nichts falsch.

Epowerfun EPF-2 Pro im Test: Überraschend viel E-Scooter ab 569 Euro

Der preiswerte Epowerfun EPF-2 Pro gefällt im Test mit Wechselakku, einstellbarer Vollfederung und hellem Blinker vorne und hinten.

VORTEILE

  • Wechselakku
  • Blinker vorn und hinten
  • einstellbare Vollfederung
  • 80-Lux-Frontlicht
  • gute App

NACHTEILE

  • Trittbrett etwas kurz
  • Federung knallt zurück
  • Motor bei 120 kg grenzwertig

Der preiswerte Epowerfun EPF-2 Pro gefällt im Test mit Wechselakku, einstellbarer Vollfederung und hellem Blinker vorne und hinten.

Nun zeigt Epowerfun mit dem EPF-2 Pro ein seltenes Feature: einen herausnehmbaren Wechselakku, etwa zum Laden in der Wohnung oder im Büro. Ein optionaler Zweitakku verlängert die Gesamtreichweite.

Epowerfun bietet den EPF-2 Pro in zwei Grundvarianten an. Die Wechselakku-Modelle kommen mit 490 Wh oder 653 Wh und starten bei 689 Euro, im Bundle mit Zusatzakku ab 889 Euro. Wer auf den Wechselakku verzichten kann, greift zu den drei Festakku-Modellen mit 490, 612 oder 816 Wh ab 569 Euro. Wer will, kann zum gleichen Preis auch direkt beim Hersteller Epowerfun kaufen. Wir haben die Wechselakku-Variante getestet.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Die Lieferung erfolgt in einer rein kartonbasierten Verpackung. Kein Styropor, kein Plastikmüll. Das ist umweltfreundlich und einfach zu entsorgen.

Der E-Scooter kommt weitgehend vormontiert. Lenker mit beiliegendem Inbus-Werkzeug befestigen, Reifendruck prüfen, bei Bedarf die Heckfederung mit dem mitgelieferten Spezialschlüssel auf das eigene Körpergewicht einstellen – fertig. Dass ein solcher Spezialschlüssel beiliegt, ist selten und gern gesehen. Auspacken und Montage dauern unter zehn Minuten. Wir empfehlen bei jeder Fahrt das Tragen eines Helms (Bestenliste).

Optisch gibt sich der EPF-2 Pro clean und minimalistisch. Die gleichmäßige Lackierung wirkt hochwertig. Nur ein einziges Kabel bleibt sichtbar: das Kabel des Bremshebels, das sauber in der Lenkstange verschwindet.

Die Verarbeitung überzeugt auf ganzer Linie: Ein stabiler Rahmen und präzise Passungen sorgen dafür, dass absolut nichts wackelt oder klappert. Zudem hält die IP65-Zertifizierung Staub und Strahlwasser zuverlässig fern.

Ein kleines Manko ist jedoch die starre Lenkstange, die sich nicht in der Höhe verstellen lässt – ein klarer Nachteil für besonders große oder kleine Fahrer. Mit einem Gewicht von 22 bis 24 Kilogramm, je nach gewählter Akku-Variante, macht sich der E-Scooter zudem beim Tragen über Treppen deutlich bemerkbar.

Ein wichtiger Pluspunkt: Epowerfun ist ein deutscher Hersteller mit gutem Service. Ersatzteile sind einzeln verfügbar.

Lenker & Display

Der Lenker liegt angenehm in der Hand. Bequeme, wenn auch keine ergonomischen Griffe, stabile Standposition, angenehme Breite. Rechts sitzt der gummierte Daumenregler für das Gas, links der Bremshebel – ebenfalls als Daumenhebel mit gummierter Oberfläche. Beide sind gut erreichbar, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Die kompakte Bedieneinheit am Lenker schützt ihre Schalter mit Gummikappen vor Feuchtigkeit. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: S für sportlich, D für normal und Eco mit Schiebehilfe bei 5 km/h.

Das Display misst 78 × 56 mm und gehört zu den größeren am Markt. Es zeigt unter anderem Geschwindigkeit, Akkustand, Fahrmodus und aktuelle Leistung. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt es gut ablesbar. Optisch wirkt es eher funktional als modern – die Informationsdichte stimmt aber.

Das Frontlicht strahlt mit 80 Lux ausgesprochen hell. Es lässt sich im Winkel und in der Höhe verstellen. Ein seitliches Leuchtelement verbessert die Sichtbarkeit. Das Rücklicht leuchtet dauerhaft und beim Bremsen zusätzlich als helles, automatisches Bremslicht auf. Ein Reflektor ergänzt die Sichtbarkeit nach hinten.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Blinker finden sich beim EPF-2 Pro sowohl vorne an den Lenkerenden als auch hinten am Heck – eine echte Seltenheit in dieser Preisklasse. Während die meisten Konkurrenten wie der Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) oder der Navee ST3 Pro (Testbericht) auf hintere Signalleuchten verzichten, leuchten diese hier angenehm hell. Zudem geben sie ein akustisches Signal ab, das sich bei Bedarf über die App deaktivieren lässt. Gesteuert wird das Ganze bequem mit der linken Hand, sodass der Griff am Lenker jederzeit sicher bleibt.

Fahren

Das Fahrgefühl des EPF-2 Pro ist stabil und vorhersagbar. Gute Geometrie und Heckantrieb sorgen für ein ruhiges Fahrverhalten, auch bei höheren Geschwindigkeiten. In Kurven liegt der E-Scooter sicher. Die Lenkung reagiert direkt und der Wendekreis ist klein.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Das Trittbrett misst etwa 45,5 × 16,5 cm. Es fühlt sich etwas kurz an. Hinten ist es hochgezogen, da darunter die hintere Federung sitzt – eine gute Platzierung, die aber Fahrer mit großen Füßen einschränken kann. Die Standfläche selbst bietet guten Grip. Die maximale Zuladung beträgt 120 kg – da hätten wir uns mehr erhofft.

Die Gasdosierung gelingt feinfühlig. Gas- und Bremsreaktionen lassen sich in der App abstimmen – von sanft bis direkt.

Motor

Der 48-Volt-Heckantrieb leistet 500 Watt nominal und 1200 Watt in der Spitze. Gegenüber dem Standard-EPF-2 bietet er rund 20 Prozent mehr Drehmoment. Das Anfahren erfolgt gemütlich, aber konstant. Kein Beschleunigungsmonster, aber für Stadt und leichte Touren absolut ausreichend.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Der Motor läuft nahezu geräuschlos. Auch bei niedrigem Akkustand bleibt die Leistung konstant. Moderate Steigungen meistert er problemlos. Bei sehr hohem Fahrergewicht nahe 120 kg ist die Leistung allerdings grenzwertig. Die Höchstgeschwindigkeit nutzt das gesetzlich erlaubte Maximum von 22 km/h voll aus.

Bremsen

Vorne arbeitet eine wartungsarme Trommelbremse. Sie steuert gleichzeitig auch die hintere Bremse an. Dort bremst eine dosierbare, verschleißfreie E-Bremse mit Rekuperation über einen eigenen Daumenhebel links. Der kombinierte Bremsweg ist gut, die Verzögerung zuverlässig und sicher.

Ein Punkt fällt auf: Anfangs greift die E-Bremse etwas zu hart zu und lässt sich schwer dosieren. Über die App kann die Bremsempfindlichkeit jedoch weicher eingestellt werden. Danach funktioniert das System gut.

Federung

Die Vollfederung ist eines der Highlights des EPF-2 Pro. Vorne kommt die bewährte Federgabel zum Einsatz. Hinten sitzt eine Stahlfeder, die mit dem beiliegenden Spezialschlüssel auf das Fahrergewicht eingestellt werden kann.

Bordsteine, Schlaglöcher und Kopfsteinpflaster absorbiert die Federung gut. Feldwege verlieren ihren Schrecken. Allerdings knallt sie etwas hart in die Ursprungsposition zurück. Das ist besonders bei höherem Fahrergewicht spürbar. Trotzdem: Der Unterschied zu einem ungefederten E-Scooter ist enorm.

Die 10-Zoll-Luftreifen ergänzen die Federung und schlucken zusätzlich kleinere Unebenheiten. Das Zusammenspiel ergibt ein komfortables Fahrgefühl auf fast allen Untergründen.

App

Die Epowerfun-App verbindet sich per Bluetooth schnell und stabil. Das Pairing erfolgt unkompliziert mit dem Start-Code 888888. Eine aufwendige Registrierung verlangt die App nicht – ein klarer Pluspunkt gegenüber Segway und Navee, die den Nutzer vor der ersten Fahrt zur Kontoerstellung zwingen.

Die Einstellmöglichkeiten sind umfangreich. Die Maximalgeschwindigkeit lässt sich zwischen 6 und 22 km/h begrenzen. Gas- und Bremsempfindlichkeit können stufenlos angepasst werden. Der Blinker-Ton lässt sich ein- oder ausschalten. Eine Wegfahrsperre schützt vor unbefugter Nutzung. Display-Helligkeit und Software-Updates steuert der Nutzer ebenfalls über die App.

Für Technikinteressierte zeigt die App Live-Daten zu Spannung, Temperatur, Stromstärke und Tour-Distanz. Das Interface ist schlicht und funktional. Navigation oder Kartenfunktionen gibt es nicht.

Akku

Der Wechselakku ist das zentrale Feature des EPF-2 Pro. Mit einem Schlüssel lässt sich der 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku aus dem Trittbrett entnehmen. Er wiegt je nach Variante 3,4 bis 4 kg. Separat laden in der Wohnung, im Büro oder unterwegs – kein Problem. Das Trittbrett bleibt bei entnommenem Akku offen.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Zwei Kapazitäten stehen zur Wahl: 490 Wh (ca. 10,2 Ah) und 653 Wh (ca. 13,6 Ah). Laut Hersteller reicht der kleine Akku für bis zu 60 km, der große für bis zu 80 km. Diese Werte gelten unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, 20 km/h, ebene Strecke, 25 °C.

In der Realität erreichen wir mit dem 490-Wh-Akku bei 85 kg Fahrergewicht, gemischtem Gelände und zügiger Fahrt rund 35 km. Mit dem 653-Wh-Akku sind bis zu 50 km realistisch. Bei Kälte sinkt die Reichweite deutlich – im Winter um bis zu 30 Prozent. Wer einen Zweitakku mitführt, verdoppelt die Reichweite. In der Praxis sind dann 70 bis 100 km möglich. Die Ladezeit beträgt etwa 4,5 Stunden pro Akku.

Epowerfun EPF-2 Pro Bilder

Der Vorteil liegt auf der Hand: kein schweres Scooter-Schleppen, schneller Tausch unterwegs. Allerdings kosten Wechselakku-Varianten mehr als Festakku-Modelle gleicher Kapazität.

Preis

Fazit

Der Epowerfun EPF-2 Pro löst mit seinem Wechselakku ein echtes Alltagsproblem. Akku raus, nach oben tragen, laden – fertig. Kein Schleppen des gesamten E-Scooters mehr. Mit optionalem Zweitakku verdoppelt sich die Reichweite. Das bietet in dieser Preisklasse kein anderer Hersteller.

Der 1200-Watt-Motor beschleunigt kraftvoll und leise auf die vollen 22 km/h. Die einstellbare Vollfederung sorgt für hohen Komfort auf fast allen Untergründen. Der Doppel-Blinker vorn und hinten sowie das 80-Lux-Frontlicht mit seitlichem Leuchtelement erhöhen die Sicherheit spürbar. Die App bietet umfangreiche Einstellmöglichkeiten ohne Registrierungszwang. Und als deutscher Hersteller liefert Epowerfun einzeln verfügbare Ersatzteile und guten Service.

Schwächen zeigen sich beim etwas kurzen Trittbrett, der bei harten Schlägen zurückknallenden Federung und dem nicht höhenverstellbaren Lenker. Bei sehr hohem Fahrergewicht nahe 120 kg stößt der Motor an seine Grenzen. Für den Preis bekommt man dennoch einen durchdachten E-Scooter mit Wechselakku, der die Konkurrenz in puncto Alltagstauglichkeit alt aussehen lässt.

Joyor Y8-S im Test

Der Joyor Y8-S hat einen massiv großen Akku, dicke Reifen mit Vollfederung, viel Power und eine Straßenzulassung. Dabei kostet er vergleichsweise wenig. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • extrem großer Akku
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Straßenzulassung, starker Motor, gute Bremsen
  • kompakter Klappmechanismus

NACHTEILE

  • Zeigefingergriff stört beim Bremsen
  • kein Blinker

Der Joyor Y8-S hat einen massiv großen Akku, dicke Reifen mit Vollfederung, viel Power und eine Straßenzulassung. Dabei kostet er vergleichsweise wenig. Wir haben ihn getestet.

Der Joyor Y8-S ist ein E-Scooter fürs Grobe. Seine dicken 10-Zoll-Reifen sollen ihn zusammen mit der Federung an Vorder- und Hinterrad für die Offroad-Nutzung qualifizieren. Dabei erinnert er uns bezüglich seiner Optik und der Ausstattung an den Eleglide D1 (Testbericht) – bietet jedoch im Gegensatz zu diesem eine Straßenzulassung.

Wer den ultimativen Offroad-E-Scooter zum Einstiegspreis sucht, sollte sich den Eleglide D1 Master (Testbericht) anschauen. Er hat gleich zwei Motoren, eine tolle Federung und einen sehr großen Akku. Allerdings fehlt ihm die Straßenzulassung. Ebenfalls gut, aber ohne ABE-Zulassung, ist der verboten schnelle Kugoo Kirin G3 (Testbericht). Dass es auch mit Straßenzulassung über Stock und Stein gehen kann, zeigt der Premium-E-Scooter IO Hawk Legend (Testbericht).

Spannend ist am Joyor Y8-S vor allem sein Preis. So kostet er trotz Mammut-Akku, guter Federung und starkem Motor auf Amazon 499 Euro.

Optik & Verarbeitung

Der Joyor Y8-S kommt quasi komplett vormontiert in einem Karton zum Käufer. Einzig das Display mit Zeigefingergriff will über zwei Schrauben am Lenker montiert werden. Der Lenker ist in seiner Höhe variabel. So eignet sich der Joyor Y8-S auch für größere Fahrer – die maximale Zuladung beträgt 120 Kilogramm. Nachteil der Höhenverstellbarkeit: Die Kabel führen erst recht weit unten in die Lenkstange, was etwas unaufgeräumt wirkt. Das Trittbrett des E-Scooters ist nicht sehr lang, dafür aber ausgesprochen breit. Das hintere Schutzblech besteht aus einem Kunststoff und wirkt, als könne es bei einem beherzten Tritt kaputt gehen.

Joyor Y8-S

Rein optisch macht der Joyor Y8-S einiges her. Das liegt vor allem an den breiten Reifen, der deutlich sichtbaren Federung und der robusten Bauweise. Farbelemente sucht man am Offroad-E-Scooter vergeblich – hier herrschen Grau- und Schwarztöne vor.

Klappt man den etwa 26 Kilogramm schweren E-Scooter zusammen, reduzieren sich seine Maße von 120 × 57 × 119 Zentimeter auf 1150 × 21 × 38 Zentimeter. Das ist ausgesprochen kompakt. Der Joyor Y8-S erreicht das unter anderem dadurch, dass sich die Lenkstange einfahren und die Griffe am Lenker umklappen lassen. So passt der E-Scooter auch in kleine Kofferräume oder unter den Sitz der S-Bahn.

Lenker

Die Haltegriffe sind ergonomisch geformt und entsprechend bequem. Auf der linken Seite sitzt neben dem Bremsgriff für die hintere mechanische Scheibenbremse zusätzlich eine schick integrierte Klingel und ein Taster zum Steuern des Lichts. Das Frontlicht ist hell, sitzt aber nur etwa 30 Zentimeter über dem Boden. Das beeinträchtigt die Sichtbarkeit negativ. Das Rücklicht hängt ebenfalls am Stromkreislauf und befindet sich direkt oberhalb des Versicherungskennzeichens. Es leuchtet beim Bremsen nicht zusätzlich auf.

Auf der linken Seite des Lenkers sitzt neben der Bremse das Display mit Zeigefingergriff für das Ansteuern des Motors. Auch wenn sich bei E-Scootern eher der klassische Daumengriff durchsetzt, hat ein Zeigefingergriff Vorteile. So ermüden die Finger bei längeren Fahrten weniger schnell. Beim Joyor Y8-S zeigt sich jedoch ein Problem. So ist es nur mit etwas Übung möglich, erst Gas zu geben und dann mit der gleichen Hand den Bremsgriff zu betätigen.

Joyor Y8-S

Das runde und farbige OLED-Display ist auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar. Es zeigt unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit, die gewählte Unterstützungsstufe, die Restkapazität des Akkus in fünf Balken und wahlweise die Trip-Kilometer, die Gesamtkilometer oder die gefahrene Zeit an. Eine App unterstützt der elektrische Tretroller nicht. Auch einen Blinker suchen wir vergeblich. Diese sind jedoch für wenige Euro nachrüstbar. Mehr dazu in unserem Ratgeber Zubehör & Tuning für E-Scooter: Blinker, smarte Schlösser, GPS-Tracker & Co.

Fahren

Der Joyor Y8-S kommt mit je einer mechanischen Scheibenbremse an Vorder- und Hinterrad. Beim Bremsen schaltet sich stets die Motorbremse hinzu. Das kann nerven, erschwert es doch ein sanftes Abbremsen. Das Lösen einer Steckverbindung unterbricht das automatische Zuschalten der Motorbremse. Wir empfehlen jedoch, dies nicht zu tun.

Im Bremstest schneidet der E-Scooter gut ab. Mit etwas Fingerspitzengefühl kommen wir flott zum Stehen. Allerdings sind die Bremsen nicht unbedingt für Anfänger geeignet. So kann es bei einer Vollbremsung passieren, dass das Vorderrad blockiert und wegrutscht. Das kann zu schweren Stürzen führen. Wir empfehlen dringend das Tragen eines Helms. Mehr dazu in unserer Bestenliste Top 5: Die besten smarten Fahrradhelme mit Blinker, Bluetooth & Musik im Test.

Joyor Y8-S

Der 500-Watt-Motor des Joyor Y8-S sitzt im Hinterrad und ist stark. Er schafft es mühelos, uns unsere Testhügel hinaufzuschieben. Allerdings fällt auf, dass er ein paar Meter benötigt, bevor er seine volle Power entfaltet.

Die Fahrt selbst gestaltet sich dank der guten Federung angenehm. Die Federung am Vorderrad hat einen großen Hub und ist gedämpft. Auch die Doppelzylinderfederung am Hinterrad gefällt uns. Im Zusammenspiel mit den dicken Offroad-Reifen auf dem 10-Zoll-Rädern ist es mit dem Joyor Y8-S kein Problem, über eine Wiese, einen Feldweg oder Trails zu heizen. Bordsteine stellen weder hinauf noch hinab ein Problem dar. Doch auch wenn die Federung gut ist, mit der des Eleglide D1 Master (Testbericht) kann sie nicht mithalten. Einen Nachteil hat die Federung: Die Lenkstange ist nicht fest mit dem Trittbrett verbunden und wirkt daher leicht schwammig.

Joyor Y8-S

Der Akku ist das Prachtstück des Joyor Y8-S. Er hat eine unfassbar hohe Kapazität von 1248 Wattstunden. Wir hatten noch nie einen E-Scooter mit einer höheren Kapazität in der Redaktion.

Laut Joyor soll der Y8-S mit einer Akkuladung 55 bis 75 Kilometer weit kommen. Tatsächlich halten wir diese Angabe bei einem Fahrergewicht von etwa 80 Kilogramm, warmen Wetter und Stadtverkehr für realistisch. Für eine komplette Ladung benötigt das mitgelieferte Netzteil mindestens acht Stunden.

Preis

Der Joyor Y8-S kostet auf Amazon 499 Euro.

Fazit

Der Joyor Y8-S ist ein echtes Brett. So gibt es wohl kaum einen anderen E-Scooter um die 700 Euro, der mehr bietet und trotzdem eine Straßenzulassung hat. Besonders krass ist die enorme Akkukapazität, mit der eine Reichweite von 50 Kilometern gar kein Problem ist, unter Umständen sind gar deutlich höhere Reichweiten möglich. Auch die massive Verarbeitung und die gute Federung wissen zu gefallen. Erwähnenswert ist zudem der Klappmechanismus. Dank einziehbarer Lenkstange und anklappbaren Lenkgriffen gibt es kaum einen E-Scooter, der kompakter klappt. Hier kommen noch der starke Motor, die dicken Reifen, das gute Display und die ordentlichen Bremsen hinzu.

Weniger gut gefällt uns, dass der Zeigefingergriff für das Gas und der Hebel der Bremse zu nah beieinander liegen. Auch fehlen Premium-Funktionen wir ein Blinker oder eine App. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt mit dem Joyor Y8-S einen Offroad-fähigen E-Scooter mit massiver Reichweite zum vernünftigen Preis.

Segway Ninebot F3 Pro D im Test: E-Scooter mit 1200 Watt und toller App

Der Segway Ninebot F3 Pro D positioniert sich als Mittelklasse-E-Scooter mit starkem Motor und umfangreicher App. Wir testen, ob er gegen die starke Konkurrenz besteht.

VORTEILE

  • starker 1200-Watt-Motor
  • sehr gute Bremsen
  • umfangreiche App-Funktionen
  • einfacher Klappmechanismus
  • solide Verarbeitung

NACHTEILE

  • optimistische Reichweitenangabe
  • keine Heckblinker
  • recht teuer
  • Registrierungszwang

Der Segway Ninebot F3 Pro D positioniert sich als Mittelklasse-E-Scooter mit starkem Motor und umfangreicher App. Wir testen, ob er gegen die starke Konkurrenz besteht.

Segway erweitert 2025 sein E-Scooter-Portfolio um den Ninebot F3 Pro D, der sich zwischen Einstiegs- und Mittelklasse positioniert. Als 2025-Modell bringt er aktuelle Technik und Verbesserungen gegenüber den Vorgängern mit.

So bietet er im Vergleich zum aktuell nur 447 Euro teuren Ninebot F2 Pro D (Testbericht) eine deutlich höhere maximale Motorleistung von 1200 Watt statt 900 Watt und eine theoretisch längere Reichweite von 70 km versus 55 km. Gegenüber dem bewährten Ninebot Max G2D (Testbericht), der lange unsere Bestenliste anführte, hat er eine ähnliche Motorleistung von 1000 Watt und eine vergleichbare Reichweite. Der Max G2D ist jedoch robuster gebaut und kostet etwa 693 Euro – nicht viel mehr als der F3 Pro D.

Der neue Ninebot Max G3 D (Testbericht) ist deutlich teurer, er liegt aktuell bei 949 Euro, bietet aber eine höhere Reichweite mit stärkerer Federung. Der F3 Pro kann hier nicht mithalten – der Max G3 ist in fast allen Kategorien besser und unser aktueller Testsieger der Premium-Klasse. Im Kontrast zum Ninebot ZT3 Pro D (Testbericht) ist der ZT3 Pro offroad-orientiert mit toller Federung und höherer Belastbarkeit, aber mit 789 Euro teurer.

Für 689 Euro (Mediamarkt) positioniert sich der F3 Pro D als günstiger Einstieg in die Segway-Welt der 2025er-Generation. Doch der Konkurrenzdruck durch andere Marken ist hoch.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau gestaltet sich typisch unkompliziert: Der Scooter kommt weitgehend vormontiert, nur der Lenker muss mit vier Schrauben befestigt werden. Die im Lieferumfang enthaltenen Werkzeuge machen die Montage in unter 10 Minuten möglich. Die Verpackung setzt noch auf Styropor, während andere Hersteller mittlerweile auf umweltfreundlichere Pappe-Alternativen umsteigen – hier könnte Segway nachbessern.

Optisch zeigt sich der F3 Pro D modern und ansprechend, mit mattschwarzem und grauem Design sowie markanten roten Akzenten. Das Bremskabel und Teile der Federung sind rot gehalten, auch der rote Schriftzug des Logos auf dem grauen Trittbrett setzt willkommene Akzente.

Das Gewicht von 18,6 kg liegt im unteren Mittelfeld und macht den Transport noch gut handhabbar. Die Verarbeitung entspricht dem gewohnten Segway-Standard, auch wenn Schrauben am Lenker sich nach etwa 5 km Fahrt etwas gelockert haben – ein Nachziehen ist daher ratsam. Die schlauchlosen Reifen sind selbstverschließend und sollen kleinere Pannen durch Dornen oder Nägel automatisch abdichten.

Der Klappmechanismus nutzt das bewährte Segway-System: Per Hebel bedienbar rastet der Klappmechanismus sicher ein und lässt sich schnell mit nur einer Hand bedienen. In der Praxis dauert das Zusammenklappen etwa 5 Sekunden. So verringert sich seine Größe von 115 × 59 × 126 cm auf 115 × 59 × 61 cm. Praktisch: Auf Wunsch schaltet sich der E-Scooter nach dem Falten automatisch aus.

Lenker & Display

Der Lenker bietet runde, nicht-ergonomische Griffe ohne Handballenauflage. Das kann bei längerer Fahrt zu Ermüdungserscheinungen an den Händen führen. Die Bedienelemente sind alle links angeordnet. Rechts sitzt der präzise Gasgriff. Alle Schalter sind auch während der Fahrt blind erreichbar, was die Sicherheit erhöht.

Segway Ninebot F3 Pro

Das integrierte, farbige Display zeigt viele Informationen übersichtlich an: unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit, den Akkustand in Prozent, die Restreichweite und sogar die Uhrzeit. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist es jedoch schwer ablesbar.

Die Beleuchtung umfasst ein höhenverstellbares helles Frontlicht, das sich automatisch bei Dämmerung einschaltet, sowie ein rotes Rücklicht mit Bremslichtfunktion. Blinker an den Lenkerenden erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr, leider fehlen zusätzliche Blinker am Heck.

App

Hier spielt Segway seine Stärken voll aus. Die Segway-Ninebot Mobility App ist ein Musterbeispiel dafür, wie E-Scooter-Apps funktionieren sollten – umfangreich, aber nicht überladen. Die Bluetooth-Verbindung für die Aktivierung des Scooters ist bei der Ersteinrichtung notwendig, danach läuft alles smooth.

Die App bietet Live-Fahrdaten wie Geschwindigkeit, Akku und Reichweite in Echtzeit. Fahrstatistiken und Routenverfolgung helfen dabei, das eigene Fahrverhalten zu analysieren. Besonders clever: Eine Taste am Scooter lässt sich frei belegen – etwa für den Lieblings-Fahrmodus oder die Lichtsteuerung.

Die Sicherheitsfunktionen sind beeindruckend: Automatische Entsperrung per Nähe (Abstand zwischen 1 bis 10 Meter einstellbar), Wegfahrsperre (Motor blockiert, Hinterrad sperrt) und eine Alarmanlage mit Bewegungssensor. Letztere ist allerdings recht leise – ein entschlossener Dieb lässt sich davon kaum abschrecken. Die PIN-Code-Eingabe direkt am Scooter (4-stellig via Blinker und Bremse) ist durchdacht, aber gewöhnungsbedürftig.

Smarte Features wie Apple Find My Integration und integrierte Navigation zeigen, wohin die Reise geht. Anruf-Benachrichtigungen runden das Paket ab. Die App stabilisiert sogar das Fahrverhalten via Segride/TCS – die aktivierbare Traktionskontrolle verhindert Rutschen auf glattem Untergrund.

Der große Funktionsumfang ist lobenswert, die Individualisierung top. Kritikpunkte gibt es trotzdem: Updates sind langsam und erfordern eine stabile Verbindung. Zudem bleibt der Registrierungszwang ein Ärgernis – ohne App ist der Scooter nicht voll nutzbar.

Fahren

Der F3 Pro D fährt sich angenehm ausgewogen. Die sanfte Beschleunigung macht auch Anfängern keine Probleme, während erfahrene Fahrer die knapp 22 km/h Höchstgeschwindigkeit (offiziell 20 km/h) zu schätzen wissen. Der 1200-Watt-Motor arbeitet leise und performant.

Das Bremssystem verdient besonderes Lob: Mechanische Scheibenbremsen vorne und hinten, ergänzt durch elektronische Hinterradbremse, sorgen für starke und gut dosierbare Bremsleistung. Der E-Scooter verzögert zuverlässig und kontrolliert, ohne den Fahrer über den Lenker zu katapultieren.

Die Kombination aus Vorder- und Hinterradfederung dämpft kleinere Unebenheiten ab und macht Bordsteinkanten erträglich. Für längere Fahrten auf Kopfsteinpflaster oder Feldwegen reicht sie nicht – hier sind Schwingfedermodelle überlegen. Für Stadtfahrten ist das Fahrverhalten aber völlig ausreichend.

Segway Ninebot F3 Pro

Akku

Der Akku bietet eine Kapazität von 477 Wh – ein solider Wert in dieser Preisklasse, der sich mit teureren Modellen messen kann. Segway verspricht bis zu 70 km Reichweite unter Idealbedingungen: 75 kg Fahrergewicht, 15 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit, 25°C Außentemperatur und ebene Strecke ohne Gegenwind.

Die tatsächliche Reichweite hängt stark von zahlreichen Faktoren ab: Fahrergewicht, Wetter, Streckenprofil, Fahrweise und Reifendruck. Realistisch sind bei zügiger Fahrt mit 22 km/h, 85 kg Zuladung und normalem Stadtverkehr mit Stop-and-Go etwa 35 bis 40 km erreichbar – immer noch ein guter Wert für diese Preisklasse.

Die Ladezeit beträgt etwa 6 bis 8 Stunden mit dem mitgelieferten Ladegerät. Ein integriertes Netzteil wie bei anderen Segway-Modellen (MAX G2 D, MAX G3 D) gibt es nicht.

Preis

Der Segway Ninebot F3 Pro D kostet 689 Euro (Mediamarkt) und positioniert sich im unteren Mittelfeld. Für diesen Preis bekommt man solide Technik mit bewährter Segway-Qualität und Zuverlässigkeit, muss aber auf Premium-Features wie Federung oder integriertes Ladegerät verzichten.

Im Vergleich zur Konkurrenz ist der Preis fair, aber nicht besonders günstig. Andere Hersteller wie Navee oder Xiaomi bieten für ähnliches Geld teilweise mehr Ausstattung, bessere Leistungsdaten oder zusätzliche Features.

Fazit

Der Segway Ninebot F3 Pro D ist ein solider E-Scooter mit bewährter Segway-Qualität und Zuverlässigkeit. Seine größten Stärken liegen in der hochwertigen Verarbeitung, dem starken 1200-Watt-Motor und der ordentlichen Reichweite. Die umfangreiche App bietet viele Features, auch wenn der Registrierungszwang unnötig nervt. Sein größter Schwachpunkt ist der doch recht hohe Preis von 689 Euro (Mediamarkt). Hier gibt es Konkurrenzprodukte wie den Navee GT3 Max (Testbericht), die weniger kosten und im Grunde mindestens genauso gut sind.

E-Scooter Ausom L1 im Test: großer Akku, gute Federung & Blinker für 499 Euro

Der Ausom L1 zeigt im Test viel Offroad-Tauglichkeit fürs Geld: Vollfederung, 749-Wh-Akku, Blinker und Straßenzulassung. Doch ein Punkt trübt den positiven Gesamteindruck.

VORTEILE

  • großer 749-Wh-Akku
  • gute Vollfederung vorn/hinten
  • fairer Preis
  • helle Blinker
  • kräftiger 930-W-Motor

NACHTEILE

  • schwammiges Fahrgefühl
  • umständlicher Klappmechanismus
  • hohes Gewicht von 28 kg
  • Ladezeit 9–10 Stunden

Der Ausom L1 zeigt im Test viel Offroad-Tauglichkeit fürs Geld: Vollfederung, 749-Wh-Akku, Blinker und Straßenzulassung. Doch ein Punkt trübt den positiven Gesamteindruck.

Vollfederung, Riesenakku, Blinker und Straßenzulassung für unter 500 Euro? Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Doch der Ausom L1 will genau das liefern. Der robuste Offroad-E-Scooter kombiniert einen 749 Wh großen Akku mit einem 930-W-Motor, einstellbarer Federung an beiden Rädern und StVO-konformen Blinkern. Hier ist dank Allgemeiner Betriebserlaubnis (ABE) alles legal.

Damit wildert der Ausom L1 im Revier etablierter Offroad-Modelle. Der Joyor Y8-S (Testbericht) kostet ähnlich wenig und bringt sogar mit 1248 Wh einen fast doppelt so großen Akku mit. Wer mehr investieren kann, greift zum Segway Ninebot Max G3 D (Testbericht) – geniale Federung, perfekte Verarbeitung und 2000 W Spitzenleistung sprechen für unseren Testsieger.

Aktuell kostet der Ausom L1 bei Geekmaxi 469 Euro (Code: 3X338MUK) und bei Amazon 499 Euro. Ob er trotz des günstigen Preises mit der Konkurrenz mithalten kann, zeigt unser Test.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Der Aufbau des Ausom L1 dauert rund 15 Minuten – etwas länger als bei den meisten Konkurrenten. Nach der Fixierung der Lenkerstange müssen Lenker, Display und Frontlicht separat angeschraubt werden. Im Karton liegen neben dem E-Scooter ein Netzteil, drei NFC-Karten, Montagehandschuhe und eine Bedienungsanleitung. Anschließend muss man den Reifendruck und die Bremsen prüfen. Wir empfehlen das Tragen eines Helms.

Optisch macht der Ausom L1 mehr her, als sein günstiger Preis vermuten lässt. Der massive Stahlrahmen in Grau mit gelb-orangen Akzenten wirkt erwachsen und robust. Das breite Trittbrett (51 × 19 cm) bietet ausreichend Standfläche. Am Heck schützt eine leicht erhöhte Ablage das Schutzblech und dient gleichzeitig als Stütze für den hinteren Fuß. 15 cm Bodenfreiheit sorgen dafür, dass auch höhere Bordsteinkanten oder Wurzeln kein Problem darstellen. Die großen Schutzbleche aus Kunststoff sitzen fest und halten Spritzwasser zuverlässig ab.

Die Verarbeitung überrascht für diese Preisklasse. Saubere Schweißnähte, ein steifes Lenkrohr, ein verwindungsarmer Rahmen – Billig-Plastikteile oder störende Spaltmaße sucht man vergeblich. Der E-Scooter sieht schlicht teurer aus, als er ist. Mit IP54-Zertifizierung trotzt er Spritzwasser aus beliebigem Winkel.

Mit 28 kg ist der Ausom L1 allerdings ein echtes Schwergewicht. Selbst der schwere Doppelmotor-Bolide Iscooter IX7 Pro (Testbericht) wiegt mit 30 kg nur wenig mehr. Wer den Ausom L1 regelmäßig in den dritten Stock ohne Aufzug schleppen muss, sollte vorher seinen Bizeps trainieren.

Ausom L1: Unnötig komplizierter Klappmechanismus.

Der Klappmechanismus ist unnötig kompliziert. Statt eines einfachen Schnellverschlusshebels muss zunächst eine große Kunststoffschraube gelöst werden – das dauert etwa zehn Sekunden. Auch das Einhaken der Lenkstange am hinteren Trittbrett gelingt nicht intuitiv: Die Lenkstange muss erst auf die richtige Höhe gebracht werden, bevor der Haken greift. Das hätte man deutlich einfacher lösen können. Zusammengeklappt misst der E-Scooter etwa 125 × 69 × 56 cm. Für den täglichen Transport im ÖPNV oder häufiges Treppensteigen ist er damit weniger geeignet.

Lenker & Display

Der Lenker ist mit 69 cm erfreulich breit und vermittelt gute Kontrolle. Seine Höhe lässt sich zwischen 113 und 133 cm verstellen – damit eignet sich der E-Scooter für Fahrer von 150 bis 200 cm Körpergröße. Die ergonomisch geformten Griffe liegen angenehm in der Hand.

Der Kippschalter für den Blinker des Ausom L1.

Etwas gewöhnungsbedürftig: Der Gashebel wird nicht mit dem Daumen, sondern mit dem Zeigefinger bedient. Er geht etwas straff. Bei längeren Fahrten kann das zu Ermüdung oder gar Schmerzen im Finger führen.

Das 4,5-Zoll-LC-Display ist eines der größten, die wir bisher an einem E-Scooter gesehen haben. Es zeigt Geschwindigkeit, Fahrmodus, Akkustand, Distanz und verschiedene Untermenüs übersichtlich an. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt es gut ablesbar.

Die integrierten Blinker an den Lenkerenden sind erfreulich hell. Ein Wippschalter auf der linken Seite aktiviert sie. Ein akustisches Signal gibt es nicht und der Blinker schaltet sich nicht automatisch ab – hier muss der Fahrer aufpassen.

Das Voll-LED-Lichtsystem überzeugt. Der im Abstrahlwinkel verstellbare Frontscheinwerfer leuchtet hell und hat einen seitlichen Lichtaustritt, der die Sichtbarkeit bei Nachtfahrten verbessert. Das Rücklicht leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Einen Dämmerungssensor gibt es nicht, das Licht wird über einen separaten Schalter aktiviert.

Ohne Anleitung ist das Sicherheitssystem des Ausom L1 nicht zu verstehen.

Besonders ist das Sicherheitskonzept. Vor jeder Fahrt muss ein Passwort eingegeben (Standard: 0000) oder eine der drei beiliegenden NFC-Karten ans Display gehalten werden. Über ein verstecktes Untermenü – Plus- und Minus-Taste gleichzeitig gedrückt halten – lassen sich unter Position P23 neue Passwörter und unter P18 neue NFC-Karten binden. Sogar das eigene Smartphone funktioniert mit einer entsprechenden NFC-App als Schlüssel. Coole Option, aber alles andere als selbsterklärend. Ohne Bedienungsanleitung steht man hier auf dem Schlauch.

Eine eigene App gibt es leider nicht. Schade, denn sie hätte die Passwort- und NFC-Verwaltung deutlich komfortabler gemacht.

Fahren

Auf dem Ausom L1 stehen – das fühlt sich erst mal gut an. Das breite Trittbrett bietet viel Platz, die erhöhte Ablage am Heck gibt dem hinteren Fuß Halt. Dank des höhenverstellbaren Lenkers und der ergonomischen Griffe finden Fahrer unterschiedlicher Statur eine bequeme Position. Drei Fahrmodi stehen zur Wahl: Eco (ca. 10 km/h), Sport (ca. 15 km/h) und Race (ca. 20–22 km/h). Die Umschaltung erfolgt über die Plus- und Minus-Tasten an der rechten Seite des Lenkers.

Die Federung des Ausom L1 ist fantastisch!

Die Vollfederung mit einstellbaren Federn an Vorder- und Hinterrad ist das Herzstück des E-Scooters. Sie schluckt Schlaglöcher, Kopfsteinpflaster, Schotter und kleine Wurzeln hervorragend. Auf Feldwegen fühlt sich der Ausom L1 richtig wohl – hier spielt er seine Stärken voll aus. Die 10-Zoll-Tubeless-Offroad-Reifen bieten guten Grip auf Asphalt und leichten Waldwegen.

Allerdings – und das ist der größte Kritikpunkt am E-Scooter – fühlt sich das Fahren ungewöhnlich schwammig an. Präzise Lenkmanöver gelingen nur mit Mühe. Das liegt vermutlich an der weichen Federung. Dieses Problem kennen wir auch vom Trittbrett Fritz (Testbericht), dort ist es aber weniger ausgeprägt. Andere vollgefederte Modelle wie der Segway Ninebot Max G3 D oder der Navee S65D bekommen das deutlich besser hin. Wer ein knackiges, direktes Fahrgefühl erwartet, wird enttäuscht.

Der Heck-Nabenmotor mit 500 W Nennleistung (48-V-System) und bis zu 930 W Spitzenleistung zieht kräftig aus dem Stand an. 29 Nm Drehmoment sorgen dafür, dass auch leichte Steigungen souverän gemeistert werden. Im Race-Modus schöpft der Motor den gesetzlichen Rahmen mit 20 bis 22 km/h gut aus.

Das Trittbrett des Ausom L1 ist auch für Schuhgröße 46 geeignet.

Das Bremssystem mit E-ABS und mechanischen Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterrad packt satt zu. Der Bremsweg ist kurz, die Dosierung gelingt feinfühlig. Auch bei Vollbremsungen bleibt der E-Scooter kontrollierbar.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku hat eine Kapazität von 749 Wh (48 V / 15,6 Ah) und ist fest eingebaut. Laut Hersteller soll eine Reichweite von bis zu 70 km möglich sein – unter Idealbedingungen.

Im Praxistest mit einem 85 kg schweren Fahrer, Race-Modus, flacher Strecke und 15 °C Außentemperatur kommen wir auf 35 bis 45 km. Ein solider Wert, der für die meisten Pendelstrecken und Freizeitausflüge ausreicht. Die reale Reichweite hängt wie immer von Fahrergewicht, Temperatur, Streckenprofil und Fahrstil ab.

Die Ladezeit ist mit bis zu 10 Stunden deutlich zu lang.

Die Ladezeit von 9 bis 10 Stunden mit dem mitgelieferten 54,6 V / 1,5-A-Ladegerät ist eine echte Geduldsprobe. Über Nacht laden – andere Optionen gibt es kaum.

Preis

Der Ausom L1 kostet aktuell bei Geekmaxi 469 Euro (Code: 3X338MUK) und bei Amazon 499 Euro. Für einen vollgefederten Offroad-E-Scooter mit 749 Wh Akku, Blinkern und Straßenzulassung ist das ein ausgesprochen fairer Preis. In dieser Ausstattungskombination gibt es aktuell kaum Konkurrenz zu diesem Kurs.

Fazit

Der Ausom L1 liefert für vergleichsweise wenig Geld eine beeindruckende Ausstattung. Der große 749-Wh-Akku sorgt für ordentliche Reichweite, die Vollfederung schluckt Feldwege und Schlaglöcher zuverlässig, die Blinker erhöhen die Sicherheit im Straßenverkehr. Auch schwerere Fahrer zieht der kräftige Motor souverän durch die Gegend. Die Bremsen packen verlässlich zu. Und die Verarbeitung überrascht positiv für diese Preisklasse – saubere Schweißnähte, steifer Rahmen, keine Billig-Anmutung.

Doch es gibt Schattenseiten. Das schwammige Fahrgefühl ist der größte Kritikpunkt. Andere vollgefederte E-Scooter fahren sich deutlich präziser. Der umständliche Klappmechanismus nervt, das Gewicht von 28 kg macht den Transport zur Kraftübung, und die Ladezeit von 9 bis 10 Stunden erfordert Geduld. Auch der straffe Zeigefinger-Gashebel ist ein Minuspunkt.

Wer einen günstigen Offroad-E-Scooter mit großem Akku und Straßenzulassung sucht und über das schwammige Fahrgefühl hinwegsehen kann, bekommt hier viel E-Scooter fürs Geld. Für den Preis gibt es schlicht keinen besser ausgestatteten Offroad-Roller mit ABE – man muss nur damit leben, dass er sich eher wie ein gemütlicher Feldweg-Cruiser als ein präzises Fahrinstrument anfühlt.

5th Wheel V30 Pro im Test

Der 5th Wheel V30 Pro ist ein günstiger E-Scooter, der dennoch einige Extras wie eine Federung am Hinterrad und einen Blinker mitbringt. Wir haben ihn getestet und zeigen, ob er trotz seines geringen Preises eine gute Figur macht.

VORTEILE

  • nur 300 Euro
  • geringes Gewicht
  • Blinker und Hinterradfederung

NACHTEILE

  • keine Vorderradfederung
  • kleiner Akku
  • wackeliges hinteres Schutzblech

Der 5th Wheel V30 Pro ist ein günstiger E-Scooter, der dennoch einige Extras wie eine Federung am Hinterrad und einen Blinker mitbringt. Wir haben ihn getestet und zeigen, ob er trotz seines geringen Preises eine gute Figur macht.

E-Scooter müssen nicht teuer sein. Das beweist 5th Wheel mit dem V30 Pro eindrucksvoll. Für knapp 300 Euro bekommt der Käufer einen solide verarbeiteten elektrischen Tretroller mit ein paar spannenden Extras, die man sonst eher von teureren Modellen kennt. Dazu gehören etwa der Blinker und eine Federung am Hinterrad.

Der 5th Wheel V30 Pro kostet 339 Euro bei Mediamarkt.

Aufbau, Optik & Verarbeitung

Wie von den meisten E-Scootern gewohnt, gestaltet sich auch der Aufbau des 5th Wheel V30 Pro kinderleicht. Lediglich vier Schrauben müssen eingesetzt werden, um die Lenkstange zu fixieren. Die Reifen müssen nicht aufgepumpt werden, da es sich um luftlose Exemplare mit Wabenstruktur handelt. Die sogenannten Honeycomb-Reifen sind praktisch pannensicher, federn aber Stöße weniger gut ab als Luftreifen. Nach dem Aufladen des Akkus kann es dann auch schon losgehen – wir empfehlen einen Helm. Welche Helme sich für E-Scooter eignen, zeigen wir in unserer Bestenliste der besten smarten Helme.

5th Wheel V30 Pro

Optisch präsentiert sich der 5th Wheel V30 Pro betont unauffällig. Er ist überwiegend in schlichtem Grau und Schwarz gehalten. Nur die hintere Scheibenbremse setzt einen roten Farbakzent. Erfreulich ist das gute Kabelmanagement des E-Scooters. So führt lediglich ein Bremskabel vom Bremsgriff in die Lenkstange. Ein weiteres Kabel am unteren Ende des Rollers ist sehr dezent verlegt.

Die Verarbeitung des 5th Wheel V30 Pro macht einen ordentlichen ersten Eindruck. Die Lenkstange wackelt nicht und die Beleuchtung ist sauber integriert. Lediglich das hintere Schutzblech aus Kunststoff wirkt etwas wackelig. Hier hätten wir uns eine stabilere Lösung gewünscht, weil dieses bei einem Tritt beschädigt werden kann. Die maximale Zuladung des E-Scooters beträgt 120 kg.

Der Klappmechanismus des V30 Pro ist einfach, aber effektiv. In unserem Fall musste der Sicherungshebel mit dem beiliegenden Werkzeug nachjustiert werden – das war jedoch völlig problemlos möglich. Die Lenkstange lässt sich so auf das hintere Schutzblech klappen und dort fixieren. In diesem Zustand kann der E-Scooter bequem getragen werden. Mit einem Gewicht von unter 15 kg ist er für einen Elektroroller nicht sonderlich schwer. Das macht ihn besonders interessant für Pendler, die den V30 Pro regelmäßig über Treppen oder in Bus und Bahn tragen müssen. Zusammengeklappt misst der 5th Wheel V30 Pro 1130 × 485 × 460 mm, aufgeklappt 1130 × 485 × 1215 mm. Mit einer IP54 Zertifizierung ist er gegen Spritzwasser aus allen Richtungen geschützt, jedoch nicht wasserdicht. Bei starkem Regen oder Pfützen ist also Vorsicht geboten.

Lenker & Display

Die Lenkergriffe des 5th Wheel V30 Pro sind zwar nicht ergonomisch geformt, dafür aber gut gepolstert und griffig. An den Lenkerenden sitzt je ein gut sichtbarer Blinker. Eine Signalleuchte am hinteren Ende des E-Scooters fehlt jedoch. Wer einen E-Scooter ohne Blinker hat, kann diese aber problemlos nachrüsten. Welche Modelle empfehlenswert sind, zeigen wir in unserer Bestenliste Top 5: Der beste Blinker für E-Scooter zum Nachrüsten. Die Bedienelemente für den Blinker befinden sich auf der linken Lenkerseite. Angenehm: Nach etwa zehn Sekunden schaltet sich der Blinker selbstständig wieder aus. So ist kein lästiges manuelles Ausschalten nach dem Abbiegen nötig.

5th Wheel V30 Pro

Auf der rechten Seite des Lenkers befindet sich der Daumengriff für die Motorsteuerung. Er geht angenehm leicht, was für längere Fahrten von Vorteil ist. So ermüdet der Daumen nicht so schnell.

In der Mitte des Lenkers ist das einfache Display stilvoll integriert. Es verfügt über einen Knopf mit Mehrfachbelegung und zeigt die wichtigsten Informationen wie Geschwindigkeit, gewählte Unterstützungsstufe und Akkustand an. Eine Smartphone-App gibt es für den V30 Pro ebenfalls. Jedoch bietet sie kaum einen Mehrwert. Nützlich ist allenfalls die Möglichkeit, in der App eine Wegfahrsperre zu aktivieren. Potenzielle Diebe wird das aber kaum abschrecken, da sie den Roller einfach wegtragen können. Dennoch ist es besser als nichts. Deutlich mehr Schutz bietet ein hochwertiges Schloss. Welche Modelle zuverlässig vor Langfingern schützen, zeigen wir in unserem Ratgeber Fahrradschloss für E-Bike & E-Scooter: Smart, mit App, Alarm & GPS.

Die Lichtanlage des 5th Wheel V30 Pro weiß zu gefallen. Das vordere Licht ist fest integriert und ausreichend hell. Schade nur, dass der Abstrahlwinkel sich nicht anpassen lässt. Die hintere Leuchte ist ebenfalls ins Gesamtsystem eingebunden und leuchtet beim Bremsen zusätzlich auf. Das erhöht bei Dunkelheit die Sichtbarkeit für den nachfolgenden Verkehr und damit auch die Sicherheit des Fahrers.

Fahren

Der 5th Wheel V30 Pro überzeugt mit einem agilen und wendigen Fahrverhalten. Vor allem auf ebenen, glatten Untergründen wie Asphalt macht er eine gute Figur. Das Fahrgefühl ist direkt und man hat den E-Scooter jederzeit gut unter Kontrolle. Allerdings ist die Ergonomie nicht optimal für sehr kleine oder sehr große Personen, da sich der Lenker nicht in der Höhe verstellen lässt.

5th Wheel V30 Pro

Die luftlosen 10 Zoll Reifen mit der Waben- bzw. Honeycomb-Struktur bieten den Vorteil, dass sie pannensicher sind. Das gibt gerade bei längeren Fahrten abseits der eigenen Haustür ein gutes Gefühl – eine Reifenpanne ist praktisch ausgeschlossen. Dafür müssen Fahrer Abstriche beim Komfort machen. Die Wabenreifen schlucken Unebenheiten wie Kopfsteinpflaster oder Schlaglöcher im Asphalt merklich schlechter als klassische Luftreifen. Hier macht sich dann auch das Fehlen einer Federung am Vorderrad negativ bemerkbar. Für ein komfortables Fahren auf unebenen Wegen wären größere Reifen und eine Vollfederung wünschenswert gewesen.

5th Wheel V30 Pro

Die Hinterradfederung des V30 Pro funktioniert jedoch tadellos und schlägt sich achtbar. Sie ist angenehm weich abgestimmt und bügelt so zumindest kleinere Unebenheiten gut aus. Dennoch sind dem ungefederten Vorderrad bei gröberen Schlägen schnell Grenzen gesetzt. Fahrten auf Feldwegen sind zwar grundsätzlich möglich, machen aber nur bedingt Spaß. Letztlich ist der 5th Wheel V30 Pro eben eher ein E-Scooter für die Stadt als ein Offroad-Modell. Wer viel abseits asphaltierter Wege unterwegs sein will, sollte sich unsere Bestenliste Offroad-E-Scooter ansehen.

Angetrieben wird der V30 Pro von einem 350 Watt Motor im Vorderrad, der in der Spitze 520 Watt leisten kann. Wir konnten damit bei einem Fahrergewicht von etwa 80 kg problemlos die maximal erlaubte Geschwindigkeit von 20 km/h erreichen. Jedoch hatten wir im Vergleich schon deutlich stärkere Motoren im Test. Besonders für schwerere Personen könnte die Motorleistung grenzwertig sein. Auch verliert der Motor an langen, steilen Anstiegen schnell an Power. In der Ebene und für Fahrer bis circa 90 kg reicht die Kraft des Motors jedoch aus.

Verzögert wird der 5th Wheel V30 Pro über einen Bremsgriff auf der rechten Lenkerseite. Dieser aktiviert gleichzeitig die elektrische Motorbremse am Vorderrad und die mechanische Scheibenbremse am Heck. In der Praxis überzeugt die Brems-Performance. Der E-Scooter kommt schnell und in angemessener Distanz zum Stehen. Auch langsames, dosiertes Abbremsen ist möglich.

Akku

Der Akku des 5th Wheel V30 Pro fällt mit einer Kapazität von 270 Wh recht klein aus. Der Hersteller verspricht damit eine Reichweite von 32 km. Diese wurde jedoch unter Idealbedingungen ermittelt. Im urbanen Stop-and-Go-Verkehr sind diese Bedingungen praktisch nie gegeben. Deswegen konnten wir im Test mit einem Fahrergewicht von 80 kg, im Stadtverkehr, mit höchster Unterstützungsstufe und bei warmen 20 Grad Außentemperatur lediglich knapp 20 km weit kommen. Für Fahrten zum Supermarkt, Bäcker oder ins Büro ist das ausreichend. Wer jedoch längere Strecken zurücklegen will, muss den V30 Pro entsprechend häufiger laden.

Preis

Der 5th Wheel V30 Pro kostet 339 Euro bei Mediamarkt.

Fazit

Der 5th Wheel V30 Pro überrascht im Test mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Für gut 300 Euro bekommt man einen solide verarbeiteten E-Scooter mit einigen Premium-Features wie Blinker und App-Anbindung. Der Motor ist für die meisten Nutzer ausreichend stark, die Bremsen funktionieren zuverlässig.

Positiv fallen auch das geringe Gewicht und der einfache Klappmechanismus auf. Damit eignet sich der V30 Pro gut für Pendler, die ihren E-Scooter regelmäßig tragen müssen. Die Hinterradfederung arbeitet effektiv, allerdings vermissen wir eine Federung am Vorderrad. Auch der relativ kleine Akku begrenzt den Aktionsradius.

Insgesamt bietet der 5th Wheel V30 Pro für seinen günstigen Preis eine ordentliche Ausstattung und Fahrleistung. Wer einen preiswerten Einstieg in die Welt der E-Scooter sucht und keine Langstrecken plant, findet hier ein empfehlenswertes Modell. Für anspruchsvollere Nutzer oder häufige Offroad-Fahrten gibt es aber bessere, wenn auch teurere Alternativen.

Preis-Leistungs-Knaller für 299 Euro: E-Scooter E9 Max im Test

Der E-Scooter E9 Max hat eine Straßenzulassung und bietet für nur 380 Euro einen 350-W-Motor und einen 360-Wh-Akku. Wir haben ihn getestet.

VORTEILE

  • Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Zuladung 120 kg
  • gute Bremsen, kommt mit App

NACHTEILE

  • schwacher Motor
  • Honeycomb-Reifen
  • zu harte Federung

Der E-Scooter E9 Max hat eine Straßenzulassung und bietet für nur 380 Euro einen 350-W-Motor und einen 360-Wh-Akku. Wir haben ihn getestet.

Der uns vorliegende E9 Max kostet bei Iscooterglobal.de nur noch 299 Euro statt 430 Euro. Wem das immer noch zu teuer ist, kann auch zum E9 Klassisch greifen. Dieser kostet 239 Euro, kommt jedoch im Vergleich zum E9 Max mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen, 270-Wattstunden-Akku und ohne Federung. Für nur 255 Euro bekommen Käufer beim E9 Aufgerüstet eine zusätzliche Hinterradfederung.

Der E9 Max bietet trotz seines günstigen Preises einige Features, die man sonst vor allem bei etwas teureren Modellen findet. Ob sich der Kauf des E9 Max lohnt, zeigt dieser Testbericht.

Optik und Verarbeitung

Nach dem Auspacken muss der Nutzer zunächst den Lenker über vier mitgelieferte Schrauben an der Lenkstange fixieren. Dann gilt es noch, die mitgelieferte Tasche vor dem Lenker zu montieren – schon kann es losgehen. Wir empfehlen für die Fahrt auf jeden Fall einen Helm. Mehr dazu in unseren Ratgeber Blinker, Notruf & Musik: Deswegen lohnt sich ein smarter Fahrradhelm.

E9 Max

Die Verarbeitungsqualität ist dem günstigen Preis angemessen, kann aber nicht mit hochwertigeren E-Scootern mithalten. So wackelt die Lenkstange leicht und auch das hintere Schutzblech wirkt etwas windig. Insgesamt ist der Lenker weder besonders breit noch besonders hoch. Der E9 Max bietet sich deshalb vor allem für etwas kleinere Fahrer an. Wer über 185 Zentimeter groß ist, kommt beim Fahren schnell in eine gebückte Haltung, die es zu vermeiden gilt. Immerhin verträgt der E9 Max laut Datenblatt eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm und ist dabei dennoch mit einem Eigengewicht von nur gut 14 Kilogramm angenehm leicht.

Optisch präsentiert sich der E-Tretroller unauffällig. Er kommt mit den von vielen anderen günstigen E-Scootern gewohntem und bewährtem Rahmen und ist überwiegend in Schwarz gehalten. Einzelne Elemente wie das Bremskabel sind rot, was für einen schicken Kontrast sorgt.

Toll finden wir, dass Iscooterglobal.de dem E9 Max eine Tasche beilegt. Einmal über Klettbänder an der Lenkstange montiert, fasst sie etwa drei Liter. Genug Platz für Netzteil, Wasserflasche, Powerbank und Co.

Der Klappmechanismus ist einfach, aber funktional. Über ihn reduzieren sich die Maße des E-Rollers von 110 × 44 × 115 Zentimeter auf 115 × 44 × 50 Zentimeter. Ein Haken am Lenker rastet am hinteren Schutzblech ein. So kann der E-Scooter zusammengeklappt an der Lenkstange hochgehoben werden.

Lenker

Auf der rechten Seite des Lenkers sitzt neben dem Haken für den Klappmechanismus außerdem der Daumengriff zum Beschleunigen. Dieser geht angenehm leichtgängig. Auf der linken Seite sitzen die Klingel, der mechanische Bremsgriff und der Daumengriff für die elektrische Bremse. Schön, dass es hier nach wie vor beide Varianten gibt. Hersteller anderer E-Scooter wie der Segway Ninebot G30D II Max (Testbericht) verzichten auf den Daumengriff für die Motorbremse.

Im Bremstest funktioniert die Kombination aus der Scheibenbremse am Hinterrad und der Motorbremse am Vorderrad gut. Auch ein kontrolliertes Abbremsen ist möglich. Wer verlustfrei bremsen will, nutzt den Daumengriff. Auch hier ist ein dosiertes Abbremsen möglich.

E9 Max

Display & Licht

In der Mitte sitzt schick in den Lenker integriert das kleine Display. Es zeigt unter anderem die aktuelle Geschwindigkeit und die Akkuladung an. Es spiegelt etwas und kann bei direkter Sonneneinstrahlung nur schwer abgelesen werden. Der einzige Knopf des E-Scooters sitzt direkt unterhalb des Displays. Über ihn schaltet sich der E-Scooter ein und aus, die Unterstützungsstufe kann nicht gewechselt werden. Außerdem regelt der Knopf das Licht. Das Frontlicht ist ausreichend hell und kann in seinem Abstrahlwinkel angepasst werden. Auch das hintere Licht hängt am Stromkreislauf und schaltet sich mit dem Frontlicht ein und aus. Es leuchtet beim Bremsen nicht auf.

E9 Max

App

Der E9 Max kommt mit einer eigenen App namens Minirobot. Diese verbindet sich anstandslos und ohne vorherige Registrierung mit dem E-Scooter. Über die App aktiviert der Nutzer unter anderem einen Tempomaten und eine Zero-Start-Option. Zudem zeigt die App Informationen wie die gesamte Betriebszeit, die insgesamt gefahrenen Kilometer, die voraussichtlich verbleibende Reststrecke und einiges mehr. Die App ermöglicht auch ein Firmware-Update.

Fahren

Der E9 Max kommt mit 10 Zoll großen Honeycomb-Reifen. Diese haben den Vorteil, komplett pannensicher zu sein. Ihr Nachteil: Sie sind deutlich härter als Reifen mit Luftfüllung und übertragen deswegen Unebenheiten wie Steinchen, Bordsteine oder Schlaglöcher direkter auf E-Scooter und Fahrer. Um dies etwas abzumildern, kommt der E9 Max mit einer Federung des hinteren Rads. Diese ist zwar etwas hart eingestellt, hilft dennoch heftige Ruckler auszugleichen.

Die günstige E-Scooter-Variante E9 Klassisch kommt mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen und verzichtet auf diese Federung. Wir empfehlen stark, 10 Euro mehr für den E9 Aufgerüstet mit ebendieser Federung zu investieren. Beim Fahren selbst vermittelt der E9 Max ein direktes und sehr wendiges Fahrgefühl.

E9 Max

Der Frontmotor des E9 Max hat eine Nennleistung von 350 Watt und eine Spitzenleistung von 500 Watt. Eine Angabe der Newtonmeter finden wir nicht. Insgesamt ist die Leistung des Motors enttäuschend. Er schafft es zwar, den 80 Kilogramm schweren Testfahrer recht flott auf die maximale erlaubten 20 Kilometer pro Stunde zu beschleunigen, schwächelt aber bereits bei leichten Anstiegen. Wer etwas mehr auf die Waage bringt – immerhin erlaubt der E9 Max eine maximale Zuladung von 120 Kilogramm – könnte mit dem kleinen Motor echte Probleme bekommen.

Der Akku des E9 Max hat eine Kapazität von 360 Wattstunden. Damit soll er laut Hersteller etwa 40 Kilometer weit kommen. Die tatsächliche maximale Reichweite hängt unterdessen von vielen Faktoren wie dem Fahrergewicht, dem Untergrund, den zurückgelegten Höhenmetern, dem Fahrstil, der durchschnittlichen Geschwindigkeit und vielem mehr ab. Wir rechnen bei einem Fahrergewicht von 80 Kilogramm und einer urbanen Nutzung mit viel Stopp-&-Go mit knapp 30 Kilometern, bevor der E9 Max wieder ans Netzteil muss.

Preis

Der uns vorliegende E9 Max kostet bei Iscooterglobal.de nur noch 299 Euro statt 430 Euro. Wem das immer noch zu teuer ist, kann auch zum E9 Klassisch greifen. Dieser kostet 239 Euro, kommt jedoch im Vergleich zum E9 Max mit kleineren 8,5-Zoll-Reifen, 270-Wattstunden-Akku und ohne Federung. Für nur 255 Euro bekommen Käufer beim E9 Aufgerüstet eine zusätzliche Hinterradfederung.

Fazit

Der E9 Max besticht vor allem dank seines günstigen Preises. Dafür geht seine Ausstattung völlig in Ordnung. Er fährt sich angenehm und wendig. Die Bremsen sind gut, die App nützlich, der Akku für den Preis recht groß, die Lichtanlage hell und der Klappmechanismus praktikabel. Toll, dass Iscooter eine Tasche für die Lenkstange beilegt.

Trotzdem gibt es auch Nachteile. Dazu gehören die Honeycomb-Reifen in Verbindung mit der zu harten Federung, die zu viele Ruckler von der Straße an den Fahrer weitergeben. Auch ist der Motor insgesamt zu schwach.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Doc Green Explorer ESA 1919

Ninebot Segway F2 Pro

Navee V50

Niu Kqi3 Sport

Kugoo Kirin S1 Pro

Leqismart A11

Vmax VX5 ST

Xiaomi Mi 1S

iScooter i8M

A-To Ultron Air

Xiaomi Mi 4 Pro

Xiaomi Electric Scooter 4

Xiaomi Mi Scooter Pro 2

Soflow S02 Zero

Ninebot Segway F2

Isinwheel E9

Joyor S5



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

Anthropic bringt „ehrlicheres“ Claude Opus 4.8 – und kündigt Mythos an


Was für Microsoft der Patch Tuesday, ist für Anthropic der Release Thursday: Claude Opus 4.8 ist ab sofort verfügbar – zum gleichen Preis wie Vorgänger Opus 4.7, der erst Mitte April freigegeben wurde. Wenig überraschend soll sich das neue Modell in Benchmarks für Coding, agentische Fähigkeiten, Reasoning und Wissensarbeit weiter verbessert haben, ist allerdings nicht in jeder Diziplin Benchmarksieger. Begleitend zum Modell-Update stellt das Unternehmen mehrere neue Funktionen bereit, die primär auf autonomes, großskaliges Arbeiten abzielen.

Weiterlesen nach der Anzeige


Benchmarktabelle

Benchmarktabelle

Ausgerechnet in einer der Paradediziplinen der Anthropic-Modelle muss sich Opus 4.8 OpenAIs GPT-5.5 geschlagen geben, wenn auch nur im Terminal Bench 2.1.

Laut Anthropic macht Opus 4.8 Unsicherheiten häufiger kenntlich und stellt seltener ungestützte Behauptungen auf als sein Vorgänger. In selbst geschriebenem Code lasse das neue Modell Fehler viermal seltener unkommentiert passieren als noch Opus 4.7.

Das hauseigene Alignment-Team bescheinigt dem Modell zudem angeblich neue Bestwerte bei sogenannten „prosozialen Eigenschaften“ – darunter die Unterstützung der Nutzerautonomie und das Handeln im Nutzerinteresse. Falsch ausgerichtetes Verhalten wie Täuschung oder Kooperation bei Missbrauch soll gegenüber Opus 4.7 deutlich seltener auftreten und auf dem Niveau des laut Anthropic bisher am besten ausgerichteten Modells, Claude Mythos Preview, liegen.

Neu ist die Funktion „Dynamic Workflows“, die in der Forschungsvorschau für Claude Code verfügbar ist. Damit soll Claude Code komplexe Aufgaben aufteilen, Hunderte parallele Subagenten in einer einzigen Sitzung starten und die Ergebnisse vor der Ausgabe prüfen können. Als Beispiel nennt Anthropic Codebase-weite Migrationen über Hunderttausende Zeilen Code – von der Aufgabenstellung bis zum fertigen Merge. Die Funktion steht Enterprise-, Team- und Max-Plänen zur Verfügung.

Weiterlesen nach der Anzeige

Nutzerinnen und Nutzer auf claude.ai erhalten mit Opus 4.8 eine neue Effort-Control-Funktion. Damit lässt sich direkt neben der Modellauswahl einstellen, wie viel Aufwand Claude in eine Antwort investieren soll – von schnelleren, ressourcenschonenderen Antworten bis zu tieferem Nachdenken für schwierige Aufgaben.

Der Fast Mode – bei dem Opus 4.8 mit 2,5-facher Geschwindigkeit arbeiten soll – ist im Vergleich zum Vorgängermodell um zwei Drittel günstiger. Der reguläre API-Preis bleibt unverändert: 5 US-Dollar pro Million Input-Token und 25 US-Dollar pro Million Output-Token. Im Fast Mode kostet es 10 beziehungsweise 50 US-Dollar.

Für Entwickler kommt eine neue API-Funktion hinzu: Die Messages API akzeptiert ab sofort System-Einträge innerhalb des Messages-Arrays. Damit ließen sich Anweisungen mitten in einer laufenden Aufgabe aktualisieren, ohne den Prompt-Cache zu unterbrechen.

Claude Opus 4.8 ist ab sofort über die API unter dem Modellnamen claude-opus-4-8 sowie auf claude.ai verfügbar.

Parallel zur Veröffentlichung von Opus 4.8 kündigt Anthropic an, Modelle der Mythos-Klasse in den nächsten Wochen für alle Kunden verfügbar zu machen. Die Entwicklung der nötigen Schutzmaßnahmen schreite zügig voran, heißt es seitens Anthropic.

Bislang ist Claude Mythos Preview nur einem sehr engen Kreis zugänglich. Im Rahmen von „Project Glasswing“ erhalten rund 40 weitere ausgewählte Unternehmen kritischer Infrastruktur Zugang, um ihre Systeme auf Schwachstellen zu prüfen. Der Plan, diesen Kreis auf rund 70 weitere Unternehmen auszuweiten, stieß auf Widerstand aus dem Weißen Haus – mit Verweis auf Sicherheitsbedenken und mögliche Kapazitätsengpässe.

Anthropic begründet die bisherige Zurückhaltung mit der außergewöhnlichen Leistungsfähigkeit des Modells beim Auffinden und Ausnutzen von Sicherheitslücken. Das KI-gestützte Schwachstellenscanner-Produkt Claude Security basiert dagegen auf dem weniger mächtigen Opus 4.7 und steht seit Ende April allen Enterprise-Kunden zur Verfügung.

Ende April hat OpenAI GPT-5.5 vorgestellt, das ebenfalls stark auf agentisches Arbeiten setzt. Metas Llama 4 kam im April als Open-Weight-Modell mit Mixture-of-Experts-Architektur – und dem Versprechen, dass sich Open-Source-Modelle langfristig durchsetzen werden. Ebenfalls als Open-Weights-Modell ist das europäische Mistral Medium 3.5 verfügbar, das Datensouveränität und Selbst-Hosting in den Vordergrund stellt und dabei mit nur vier GPUs auskommen soll.


(vza)



Source link

Weiterlesen

Künstliche Intelligenz

iOS 27 Leaks und Renderings: Apple kreuzt Siri mit der iPhone-Suche


Siri haust künftig wohl im Dynamic Island: Für iOS 27 plant Apple angeblich ein weiteres Neu-Design des Sprachassistenzsystems sowie eine Verschmelzung mit der bislang separaten, systemweiten Suchfunktion. Über eine neue Geste lässt sich das Siri-Interface künftig vom oberen Bildschirmrand aus öffnen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Verweis auf informierte Personen berichtet. Renderings der bei Apple intern getesteten Bedienoberfläche zufolge erscheint eine Eingabezeile für „Suchen oder Fragen“ am oberen Bildschirmrand.

Weiterlesen nach der Anzeige

In diesem Menü bringt Apple demzufolge auch bekannte Funktionen der Spotlight-Suche unter, darunter die Siri-App-Vorschläge und die Option, in lokalen Dateien zu suchen. Siri lasse sich außerdem unverändert per Siri-Sprachbefehl oder durch Drücken der Standby-Taste aktivieren und zeige dann ebenfalls das neue Interface. Ob jegliche iPhone-Suchanfrage künftig durch ein KI-Modell geschleust wird und in welcher Cloud letzteres läuft, bleibt vorerst unklar.

Dem Bericht zufolge hat Apple weiterhin geplant, andere KI-Dienste ebenfalls zu integrieren – ähnlich, wie es derzeit bereits mit ChatGPT der Fall ist. Die bisherige Einbindung in iOS ist allerdings lausig: Ältere GPT-Modelle liefern dort nur kurze Antworten, die zudem unwiederbringlich verschwinden, wenn der Nutzer den Bildschirm absichtlich oder unabsichtlich an anderer Stelle berührt. Suchergebnisse sollen künftig in einer neuen, eigenständigen Siri-App auf dem iPhone gesichert werden, schreibt Bloomberg.

Angeblich beabsichtigt Apple, die ursprünglich für iOS 18 angekündigten Siri-Neuerungen mit iOS 27 auszuliefern. Versprochen wurde etwa, dass Siri etwa persönliche Daten abfragen und Aktionen über App-Grenzen hinweg ausführen kann. Auch soll das Sprachassistenzsystem dann erstmals in der Lage sein, aktuelle Inhalte im Web zu finden und zusammenzufassen – längst eine Standardfunktion für andere Chatbots.

Neben der Zusammenführung von Siri und Suche soll auch eine weitere KI-Funktion mit einer der populärsten iPhone-Apps verschmelzen: Die „visuelle Intelligenz“ zur Analyse von Bildinhalten ist laut dem Bericht künftig ein weiterer Modus in der Kamera-App. Für letztere plant Apple demnach, Funktionen mit einem Widget-System für den Nutzer flexibler anpassbar zu machen.

Weiterlesen nach der Anzeige

Offen bleibt, wie gut Apples neuen KI-Modelle sind, die künftig auf Google Gemini basieren. Neben weiterentwickelten lokalen KI-Modellen wird Apple weiterhin auch auf die Cloud setzen. Beobachter gehen aktuell nicht davon aus, dass der Konzern dies mit seiner hauseigenen Private-Cloud-Compute-Infrastruktur allein stemmen kann. Entsprechend bleibt vorerst offen, durch welche Server Apple Intelligence die Nutzerdaten künftig schleust und wie diese dabei geschützt sind. Laut The Information stützt sich Siri bald auch auf die Google Cloud, zudem habe Apple mit Nvidia jüngst einen Deal über GPU Confidential Computing geschlossen, heißt es dort.


(lbe)



Source link

Weiterlesen

Beliebt