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Top 7: Die beste Heißluftfritteuse im Test – Cosori Airfryer vor Ninja & Co.


Heißluftfritteusen erlauben einfaches, fettarmes Garen ab 50 Euro. Manche Modelle, wie der Testsieger Cosori, bieten sogar eine App.

Knusprige Pommes, saftige Hähnchenschenkel oder geröstetes Gemüse – und das mit wenig oder ganz ohne Öl: Heißluftfritteusen haben sich vom Nischenprodukt zum festen Bestandteil vieler Küchen entwickelt. Die Geräte arbeiten nach einem simplen Prinzip: Ein Heizelement erhitzt Luft, ein Hochgeschwindigkeitslüfter verteilt sie im Garraum. Dadurch entsteht eine intensive Konvektion, die Speisen von allen Seiten gleichmäßig gart und ihnen eine knusprige Oberfläche verleiht – ähnlich wie beim Frittieren in heißem Fett, aber deutlich fettärmer.

Für diese Bestenliste haben wir fünf im Preisvergleich sehr beliebte Heißluftfritteusen zwischen 50 und 250 Euro getestet und miteinander verglichen. Alle Modelle setzen auf das Schubladen-Design mit herausnehmbarem Garkorb, das sich als Standard durchgesetzt hat. Im Testfeld finden sich sowohl kompakte Single-Drawer-Geräte als auch Dual-Drawer-Modelle mit zwei getrennten Garzonen. Wir zeigen, welche uns am meisten überzeugt hat.

Welche ist die beste Heißluftfritteuse?

Testsieger ist die Cosori Turbo Tower Pro Smart für 279 Euro bei eBay. Sie hat im Test mit gleichmäßigen Garergebnissen, einer durchdachten App-Anbindung mit Fernsteuerung und einem insgesamt stimmigen Gesamtpaket überzeugt.

Einen besonderen Kniff bietet unser Technologiesieger auf Platz 2: die Philips NA555/00 Steam. Sie besitzt nicht nur zwei Garkörbe, sondern eine Dampfgarfunktion – und vereint dadurch zwei Gerätekategorien. Damit lässt sich nicht nur frittieren, sondern auch frisches Gemüse in kürzester Zeit zart dämpfen. Aktuell bekommt man sie bei Amazon für 199 Euro.

Unser Preis-Leistungs-Sieger ist die Gorenje AF1350DWB für rund 50 Euro bei Amazon – ein Gerät, das für seinen Preis erstaunlich solide arbeitet und zeigt, dass ein guter Airfryer nicht teuer sein muss.

KURZÜBERSICHT

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart ist für Haushalte mit größerem Kochbedarf konzipiert. Sie verfügt über zwei separate Fächer, in denen unterschiedliche Speisen parallel zubereitet werden können. Per App lassen sich die sieben voreingestellten Programme um weitere Rezepte ergänzen. Die Sync-Funktion sorgt dafür, dass verschiedene Gerichte zur gleichen Zeit fertig werden.

Der Preis von 279 Euro bei Ebay ist zwar hoch, aber für die gebotene Kapazität und Ausstattung angemessen.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garkammern mit 10,8 Litern Gesamtvolumen
  • Sync-Funktion für zeitgleiches Servieren verschiedener Speisen
  • App-Steuerung mit erweiterten Funktionen und Updates
  • hochwertige Verarbeitung mit Antihaftbeschichtung

NACHTEILE

  • schwer
  • Touch-Buttons reagieren bei fettigen Fingern träge
  • hoher Preis

Die Philips NA555/00 Steam richtet sich an alle, die mehr wollen als nur frittieren. Wer regelmäßig Gemüse schonend zubereiten möchte und gleichzeitig auf knusprige Pommes oder Chicken-Wings nicht verzichten will, bekommt hier ein Zwei-in-Eins-Gerät. Die Garergebnisse überzeugen auf ganzer Linie, das Aufheizen geht schnell, und die Verarbeitung ist ordentlich. Dafür muss man sich an die etwas umständliche Bedienung gewöhnen. Mit 199 Euro ist sie allerdings auch recht hochpreisig unterwegs.

VORTEILE

  • hervorragende Garergebnisse (frittiert & gedämpft)
  • integrierte Dampffunktion bis 100 Grad
  • schnelles Aufheizen
  • wertige Edelstahlfront
  • zwei Körbe mit 9 l Gesamtvolumen

NACHTEILE

  • umständliche Bedienung
  • keine App-Steuerung oder Smart-Home-Anbindung
  • vergleichsweise teuer

Die Gorenje AF1350DWB punktet mit ihrem richtig attraktiven Preis von 50 Euro. Trotz einfacher Verarbeitung liefert sie ordentliche Frittier-Ergebnisse. Das große Fassungsvermögen von 5,4 Litern reicht für Familien. Das beleuchtete Sichtfenster ist in dieser Preisklasse eine Seltenheit. Wer eine funktionale Heißluftfritteuse ohne Schnickschnack sucht und beim Material Abstriche machen kann, bekommt hier viel Fritteuse fürs Geld.

VORTEILE

  • sehr günstig
  • vergleichsweise leise
  • gute Ergebnisse
  • mit Sichtfenster

Ratgeber

Was ist der Unterschied zwischen Airfryer und Heißluftfritteuse?

Kurz gesagt: Es gibt keinen. Die Begriffe Airfryer, Heißluftfritteuse und Air Fryer bezeichnen alle dasselbe Gerät. „Airfryer“ hat Philips als Markenname für seine Heißluftfritteusen geprägt, inzwischen hat sich der Begriff aber als generische Bezeichnung für die gesamte Produktkategorie etabliert – ähnlich wie „Tempo“ für Taschentücher.

Auch die gelegentlich auftauchende Bezeichnung „Actifry“ stammt von einem Hersteller, nämlich Tefal. Die Tefal Actifry unterscheidet sich allerdings konstruktiv: Sie besitzt einen Rührarm, der das Gargut während des Betriebs automatisch wendet. Klassische Heißluftfritteusen ohne Rührarm erfordern dagegen manuelles Wenden oder Schütteln auf halbem Weg – woran praktisch alle Geräte im Test per Signalton erinnern.

Wer in Onlineshops oder Testberichten nach „Airfryer“ oder „Heißluftfritteuse“ sucht, landet also bei denselben Geräten. Einen technischen Unterschied zwischen den Begriffen gibt es nicht. Lediglich die Bauform variiert – ob Schublade, Korb mit Deckel oder Minibackofen, aber das hat nichts mit der Bezeichnung zu tun.

Wie funktioniert eine Heißluftfritteuse?

Eine Heißluftfritteuse arbeitet im Kern wie ein kleiner, hocheffizienter Umluftofen. Ein ringförmiges Heizelement – meist eine Metall-Heizspirale – sitzt oberhalb des Garkorbs und erhitzt die Luft auf Temperaturen zwischen 80 und 200 Grad Celsius. Manche Modelle wie der Ninja Foodi Flex Drawer schaffen bis zu 240 Grad.

Ein direkt hinter dem Heizelement platzierter Radiallüfter drückt die heiße Luft mit hoher Strömungsgeschwindigkeit nach unten auf das Gargut. Die Luft strömt dabei auch durch die perforierten Löcher des Gitterkorbs hindurch, sodass das Gargut von allen Seiten umspült wird – auch von unten. Diese intensive, gerichtete Konvektion sorgt dafür, dass die Oberfläche der Speisen schnell Feuchtigkeit verliert und die sogenannte Maillard-Reaktion einsetzt: jene chemische Bräunungsreaktion zwischen Aminosäuren und Zucker, die für Röstaromen und Knusprigkeit verantwortlich ist.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket von innen: Heizspirale

Der entscheidende Unterschied zur klassischen Fritteuse: Statt das Gargut in heißes Öl zu tauchen, übernimmt die schnell zirkulierende Heißluft den Wärmetransport. Ein Esslöffel Öl oder ein kurzer Sprühstoß genügt, um Pommes, Nuggets oder Gemüse knusprig zu bekommen. Das reduziert den Fettgehalt der Speisen erheblich.

Gleichzeitig entfällt das lästige Entsorgen von Altöl, und die Geruchsbelastung in der Küche fällt deutlich geringer aus. Gegenüber einem herkömmlichen Backofen mit Umluftfunktion hat der Airfryer den Vorteil des deutlich kleineren Garraums: Die Luft erreicht schneller die Zieltemperatur, die Strömungsgeschwindigkeit ist höher, und die Aufheizphase entfällt praktisch – nach zwei bis drei Minuten ist der Garraum auf Betriebstemperatur.

Was kostet eine gute Heißluftfritteuse – und was bekommt man in welchem Preisbereich?

Der Markt für Heißluftfritteusen erstreckt sich von unter 30 Euro bis über 400 Euro. Unser Testfeld zwischen 50 und 250 Euro deckt dabei das Segment ab, in dem die meisten Käufer fündig werden. Im Einstiegsbereich bis 80 Euro finden sich solide Geräte mit einem einzelnen Garkorb, mechanischen oder einfachen digitalen Bedienelementen und grundlegenden Temperatureinstellungen. Unser Preis-Leistungs-Sieger Gorenje AF1350DWB für 50 Euro zeigt, dass hier bereits ordentliche Garergebnisse möglich sind – Abstriche gibt es bei der Verarbeitung, dem Bedienkomfort und der Programmvielfalt.

Im mittleren Segment zwischen 80 und 150 Euro steigt die Ausstattung spürbar: Touchdisplays, mehr voreingestellte Programme, größere Garkörbe und teils bereits Dual-Drawer-Konzepte gehören hier zum Standard. Auch die Verarbeitungsqualität der Antihaftbeschichtung und der Schubladenführung nimmt zu.

Ab 150 Euro kommen Features wie App-Steuerung, Smart-Home-Integration, flexible Raumteiler, Sichtfenster und höhere Maximaltemperaturen hinzu. Die Cosori Turbo Tower Pro Smart und der Ninja Foodi Flex Drawer gehören zu diesem Premium-Bereich und bieten entsprechend mehr Komfort und Flexibilität. Der Philips NA555/00 Steam Airfryer bietet hingegen einen integrierten Dampfgarer, etwa zum Dämpfen von frischem Gemüse.

Ob sich der Aufpreis lohnt, hängt davon ab, wie häufig und vielseitig der Airfryer zum Einsatz kommt. Wer nur gelegentlich Pommes oder Nuggets zubereitet, ist mit einem günstigen Modell bestens bedient. Wer dagegen täglich kocht, verschiedene Garzonen benötigt oder den Garvorgang per App überwachen möchte, profitiert von den teureren Geräten.

Worauf sollte man beim Kauf einer Heißluftfritteuse achten?

Drei Kriterien verdienen beim Kauf besondere Aufmerksamkeit: Garergebnis, Bedienung und Reinigung. Das Garergebnis hängt maßgeblich von der Luftzirkulation und der Temperaturpräzision ab. Ein guter Airfryer hält die eingestellte Temperatur stabil und verteilt die Hitze gleichmäßig – sonst werden Pommes auf der einen Seite knusprig und auf der anderen weich. In unseren Tests hat sich gezeigt, dass hier die Preisunterschiede am deutlichsten durchschlagen: Günstige Geräte schwanken stärker in der Temperatur und haben teils Hotspots im Garraum.

Bei der Bedienung gilt: Ein übersichtliches Display, gut ablesbare Symbole und eine intuitive Menüführung sparen im Alltag Zeit und Nerven. Voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchen, Fisch oder Gemüse erleichtern den Einstieg, sind aber kein Muss – wer Temperatur und Zeit manuell einstellt, hat ohnehin die volle Kontrolle. Entscheidender ist, wie gut die vordefinierten Programme tatsächlich abgestimmt sind: Manche Geräte liefern mit dem Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, bei anderen muss man Temperatur oder Zeit nachjustieren, weil die Werkseinstellungen zu niedrig oder zu hoch angesetzt sind.

Nice to have sind ein Sichtfenster (spart das Öffnen der Schublade und damit Wärmeverlust), ein flexibler Raumteiler für variable Zoneneinteilung und eine Warmhaltefunktion. Auf eine Maximaltemperatur über 200 Grad Celsius kann man für Pommes meist verzichten – wer allerdings Pizza backen oder Fleisch scharf anrösten möchte, profitiert von den 240 Grad der Top-Modelle. Ein Vorheizen ist bei den meisten Modellen nicht zwingend nötig, kann aber bei kurzen Garzeiten für gleichmäßigere Ergebnisse sorgen – drei Minuten gelten als guter Richtwert.

Wie viel Liter Fassungsvermögen sollte eine Heißluftfritteuse haben?

Die richtige Größe hängt direkt von der Haushaltsgröße und den typischen Portionen ab. Für ein bis zwei Personen reichen Geräte mit 2 bis 4 Litern Fassungsvermögen völlig aus – hier passen Pommes für zwei ordentliche Portionen hinein. Unsere günstige Gorenje AF1350DWB fällt mit ihrem kompakten Korb in diese Kategorie und eignet sich damit ideal für kleinere Haushalte oder als Zweitgerät.

Für drei bis vier Personen empfehlen sich Modelle mit 5 bis 8 Litern. Die meisten Dual-Drawer-Geräte in unserem Test – etwa die Tefal Jamie Oliver Dual Drawer oder die Haier I-Master Series 3 – bieten ein Gesamtvolumen in diesem Bereich, aufgeteilt auf zwei Schubladen. Das hat den Vorteil, dass sich zwei verschiedene Speisen gleichzeitig bei unterschiedlichen Temperaturen zubereiten lassen: Pommes bei 200 Grad in der einen Zone, Gemüse bei 160 Grad in der anderen. Wer regelmäßig für fünf oder mehr Personen kocht, sollte nach XXL-Modellen mit 8 Litern oder mehr Ausschau halten – oder in zwei Durchgängen arbeiten.

Wichtig dabei: Die Herstellerangaben zum Fassungsvermögen beziehen sich auf das Bruttovolumen des Korbs. Die tatsächlich nutzbare Kapazität fällt kleiner aus, denn Gargut sollte möglichst einlagig im Korb liegen, damit die Heißluft frei zirkulieren kann. Stapelt man Pommes zu hoch, werden die unteren Schichten weich statt knusprig. Deshalb lieber ein etwas größeres Modell wählen und den Korb nicht bis zum Rand füllen.

Was gelingt im Airfryer richtig gut – und was eher nicht?

Die absolute Paradedisziplin jeder Heißluftfritteuse sind Tiefkühl-Pommes und -Kroketten. Hier spielt das Gerät seine Stärken voll aus: Die Oberfläche wird knusprig, das Innere bleibt weich, und das Ergebnis kommt dem einer Fettfritteuse erstaunlich nahe – bei einem Bruchteil des Fettgehalts. Ebenso hervorragend gelingen Chicken-Wings, Hähnchenschenkel und panierte Schnitzel: Die Haut wird kross, das Fleisch bleibt saftig. Auch geröstetes Gemüse – Brokkoli, Blumenkohl, Zucchini, Süßkartoffel-Wedges – bekommt im Airfryer eine schöne Bräunung, die im Backofen deutlich länger dauern würde.

Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer – Frittierergebnis

Aufgewärmte Pizza vom Vortag wird im Airfryer knuspriger als in jeder Mikrowelle und braucht nur drei bis vier Minuten. Und ein echter Alltagstipp: Brötchen aufbacken dauert im Airfryer fünf Minuten statt zehn im Backofen – morgens ein spürbarer Zeitgewinn.

Dann gibt es eine Grauzone: Frühstückseier lassen sich im Airfryer zubereiten, sowohl hart als auch weich gekocht (in der Schale, ohne Wasser), das Ergebnis ist aber nicht besser als im Topf – nur anders. Kuchen und Muffins funktionieren in kleinen, hitzebeständigen Förmchen grundsätzlich, aber die ungleichmäßige Hitzeverteilung in manchen Geräten führt zu unebener Bräunung. Realistisch betrachtet dürfte Kuchenbacken im Airfryer selten der Haupt-Einsatzzweck sein, wenn ein Backofen vorhanden ist.

Auch die One-Pot-Rezepte, die auf TikTok und Instagram kursieren – Pasta mit Soße direkt im Garkorb, überbackene Aufläufe, gefüllte Paprika – funktionieren zwar, haben aber einen entscheidenden Haken: Die Reinigung danach ist aufwendig, weil sich eingebrannte Soße oder Käse in den Perforationen des Gitterkorbs festsetzen.

Hat man eine Fritteuse mit integriertem Dampfgarer, wie den Philips NA555/00 Steam Airfryer, kann man auch Gemüse hervorragend dämpfen. In unserem Feldversuch konnten wir in 12 Minuten Brokkoli hervorragend dämpfen, sodass er zart wurde, aber trotzdem einen guten Biss hatte.

Was definitiv nicht in den Airfryer gehört: Speisen mit flüssigem Teig wie Bierteig für Fish and Chips oder Berliner – der Teig tropft durch den Rost, bevor er fest wird. Auch sehr leichte Zutaten wie einzelne Salatblätter, Kräuter oder dünne Reispapierblätter können vom Luftstrom aufgewirbelt und gegen das Heizelement gedrückt werden. Suppen, Eintöpfe und alles mit viel Flüssigkeit gehören ebenfalls nicht hinein. Als Faustregel gilt: Alles, was im Backofen auf einem Blech oder Rost gelingt, klappt meist auch im Airfryer – nur schneller.

Welches Zubehör für die Heißluftfritteuse lohnt sich?

Für die meisten Airfryer gibt es inzwischen ein breites Zubehörsortiment. Wer Zubehör kauft, sollte vorher die Innenmaße des eigenen Garkorbs ausmessen – nicht jedes Zubehör passt in jedes Modell, und ein zu großer Grillrost, der an den Wänden anstößt, behindert die Luftzirkulation.

Wirklich nützlich sind vorwiegend Grillroste und Spießaufsätze, die das Gargut erhöhen und so die Luftzirkulation verbessern – ideal für Hähnchenschenkel oder Gemüsespieße. Ebenfalls praktisch sind kleine Backformen aus Silikon oder Edelstahl, die in den Garkorb passen und sich für Muffins, Aufläufe oder Eiergerichte eignen. Ein Ölsprüher (ab 5 Euro) gehört fast schon zur Grundausstattung: Damit lässt sich eine hauchdünne Ölschicht gleichmäßig auf Pommes oder Gemüse auftragen, was die Knusprigkeit verbessert, ohne das Gargut in Fett zu ertränken.

Viele Nutzer legen Backpapier oder spezielle, vorgestanzte Airfryer-Papiereinlagen auf den Gitterboden, um sich die Reinigung zu ersparen. Die Idee klingt praktisch und kann bei den angesprochenen One-Pot-Rezepten sinnvoll sein, ist aber bei vielen anderen Gerichten kontraproduktiv.

Der Gitterkorb einer Heißluftfritteuse hat seine Perforierungen nicht ohne Grund: Die heiße Luft strömt von oben nach unten und durch die Löcher des Korbs auch wieder nach oben, sodass das Gargut von allen Seiten gleichmäßig gegart wird. Eine Lage Backpapier auf dem Gitter blockiert genau diesen Luftstrom von unten. Die Folge: Pommes werden auf der Unterseite nicht knusprig, sondern labbrig, und die Garzeit verlängert sich.

Sinnvoll kann Backpapier oder eine Silikonmatte bei Speisen sein, die durch den Rost fallen oder stark kleben würden – etwa kleine Garnelen, mariniertes Gemüse oder Käse-Snacks. Dann sollte das Papier aber möglichst viele Löcher haben (vorgestanzte Airfryer-Einlagen gibt es günstig zu kaufen) und nicht über den Rand des Gitters hinausragen, damit die Luftzirkulation so wenig wie möglich eingeschränkt wird. Wichtig: Backpapier nie ohne Gargut in den Airfryer legen und vorheizen – der Luftstrom kann das leichte Papier gegen das Heizelement drücken, wo es sofort verschmoren oder gar brennen kann.

Welche Zusatzfunktionen bieten Heißluftfritteusen mit App oder Dampfgarfunktion?

Einige der teureren Modelle – darunter unser Testsieger Cosori Turbo Tower Pro Smart – lassen sich per Smartphone-App steuern und überwachen. Konkret bedeutet das: Temperatur und Garzeit einstellen, den Garvorgang starten, pausieren oder stoppen, Benachrichtigungen erhalten, wenn das Essen fertig ist, und auf eine Rezeptdatenbank zugreifen. Manche Apps bieten darüber hinaus Firmware-Updates, mit denen neue Programme nachgeladen werden können.

Klingt komfortabel – aber benötigt man das wirklich? Offen gesagt: Für die meisten Nutzer ist die App ein nettes Extra, kein Muss. Wer den Airfryer in der Küche stehen hat und daneben kocht, benötigt keine Fernsteuerung vom Sofa. Die App wird dann interessant, wenn der Airfryer in einem anderen Raum steht oder wenn man die Garzeit präzise im Blick behalten möchte, ohne in der Küche zu stehen. Zum Befüllen oder Entleeren des Garguts muss man allerdings ohnehin vor Ort sein.

Auch die Rezeptdatenbanken können für Einsteiger hilfreich sein, weil sie passende Zeit-Temperatur-Kombinationen für verschiedene Speisen liefern. Der Haken: App-fähige Modelle kosten in der Regel deutlich mehr als vergleichbare Geräte ohne smarte Anbindung.

Noch neu am Markt sind Heißluftfritteusen mit Dampfgarfunktion. Philips hat entsprechende Modelle im Programm, die zusätzlich zur Heißluft Wasserdampf in den Garraum einblasen. Das soll besonders bei Brot, Brötchen und empfindlichem Gargut wie Fisch für bessere Ergebnisse sorgen. Ob das in der Praxis einen spürbaren Unterschied macht, werden wir in einem kommenden Test klären.

Ist eine Heißluftfritteuse ein Stromfresser?

Nein. Obwohl Heißluftfritteusen mit 1000 bis 2000 Watt Leistungsaufnahme auf dem Papier ordentlich zuschlagen, relativiert sich der Verbrauch durch die kurzen Garzeiten. Eine Portion Pommes ist im Airfryer nach 15 bis 20 Minuten fertig – ein Backofen benötigt dafür oft 25 bis 35 Minuten und muss obendrein vorgeheizt werden. Rechnet man den tatsächlichen Energieverbrauch pro Garvorgang, liegt die Heißluftfritteuse daher oft 20 bis 40 Prozent unter dem eines herkömmlichen Backofens – je nach Gerät, Gericht und Nutzungsprofil.

Konkret: Ein Airfryer mit 1500 Watt verbraucht bei 20 Minuten Betrieb grob 0,4 bis 0,5 Kilowattstunden (kWh), je nachdem, wie stark die Leistung nach dem Aufheizen gedrosselt wird. Bei einem Strompreis von 30 Cent pro Kilowattstunde sind das etwa 12 bis 15 Cent pro Garvorgang. Wer den Airfryer drei- bis viermal pro Woche nutzt, landet damit im niedrigen bis mittleren zweistelligen Eurobereich pro Jahr. Bei täglicher Nutzung bewegen sich die Kosten typischerweise im mittleren zweistelligen Bereich.

Wie viel Watt eine gute Heißluftfritteuse haben sollte, hängt vom Fassungsvermögen ab: Kompakte Modelle kommen mit 1000 bis 1200 Watt aus, größere Dual-Drawer-Geräte benötigen 1400 bis 1800 Watt, um beide Garzonen ausreichend schnell aufzuheizen.

Wie reinigt man eine Heißluftfritteuse – und wie oft?

Die Reinigung gehört zu den angenehmsten Seiten des Airfryer-Alltags, denn sie ist deutlich unkomplizierter als bei einer klassischen Fritteuse mit Ölbad. Nach jedem Gebrauch sollte man den Garkorb und die Schublade herausnehmen und von Fettrückständen und Speiseresten befreien.

Bei allen Modellen in unserem Test sind Korb und Schublade spülmaschinengeeignet – das spart Zeit und sorgt für eine gründliche Reinigung. Dennoch empfiehlt es sich, die Herstellerangaben genau zu prüfen: Manche Antihaftbeschichtungen leiden langfristig unter aggressiven Spülmaschinen-Tabs, insbesondere solchen mit Bleichmittel oder hohem Chloranteil. Wer auf Nummer sicher gehen will, wählt ein mildes Spülmaschinenprogramm oder reinigt per Hand.

Bei der Handreinigung genügen warmes Wasser, ein mildes Spülmittel und ein weicher Schwamm. Scheuermilch, Stahlwolle oder harte Bürsten sind tabu – sie zerstören die Antihaftbeschichtung, und ohne diese haftet Gargut an, was die Reinigung erst recht zum Kampf macht. Das Gehäuse selbst lässt sich mit einem feuchten Tuch abwischen.

Etwa alle zwei bis vier Wochen lohnt sich ein Blick auf das Heizelement oberhalb des Garraums: Fettspritzer können sich dort festsetzen und bei hohen Temperaturen rauchen oder unangenehm riechen. Ein feuchtes Tuch oder ein mit Essigwasser getränkter Lappen beseitigen solche Ablagerungen zuverlässig – das Gerät muss dabei selbstverständlich vom Strom getrennt und vollständig abgekühlt sein.

Wie lange hält eine Heißluftfritteuse?

Bei normaler Nutzung – also mehrmals pro Woche – halten die meisten Heißluftfritteusen problemlos drei bis fünf Jahre. Die Schwachstelle ist dabei weniger der Motor oder das Heizelement, sondern die Antihaftbeschichtung des Garkorbs. Diese nutzt sich mit der Zeit ab, besonders wenn man mit Metallbesteck im Korb hantiert oder zu aggressive Reiniger verwendet. Ersatzkörbe bieten die meisten Markenhersteller als Zubehör an, was die Lebensdauer des Geräts insgesamt verlängern kann.

Hochwertigere Modelle mit Keramikbeschichtung oder dickeren PTFE-Schichten (umgangssprachlich „Teflon“) halten tendenziell länger als günstige Geräte mit dünner Beschichtung. Wer die Pflegehinweise beachtet – kein Metallbesteck im Korb, keine Scheuermittel, regelmäßige Reinigung – verlängert die Lebensdauer deutlich. Die gesetzliche Gewährleistung beträgt in Deutschland zwei Jahre. Einige Hersteller bieten darüber hinaus eine verlängerte Garantie an.

Wie viel Platz benötigt ein Airfryer?

Bevor es an die Modellauswahl geht, steht eine ganz praktische Frage im Raum: Wohin mit dem Gerät? Eine Heißluftfritteuse benötigt einen festen Stellplatz auf der Arbeitsfläche oder zumindest einen leicht zugänglichen Platz im Schrank. Die Geräte in unserem Test messen je nach Modell zwischen 25 und 40 Zentimeter in der Breite und 30 bis 40 Zentimeter in der Tiefe – das entspricht etwa der Stellfläche einer großen Küchenmaschine. Dual-Drawer-Modelle fallen tendenziell breiter aus als Single-Drawer-Geräte.

Erfahrungsgemäß gilt: Wer den Airfryer nach jedem Gebrauch in den Schrank räumt, nutzt ihn seltener. Ein fester Platz auf der Arbeitsfläche senkt die Hemmschwelle und sorgt dafür, dass das Gerät tatsächlich regelmäßig zum Einsatz kommt. Wer in einer kleinen Küche wenig Stellfläche hat, sollte sich ehrlich fragen, ob der Airfryer oft genug zum Einsatz kommt, um den Platz zu rechtfertigen. Für Gelegenheitsnutzer, die nur alle paar Wochen Pommes machen, reicht womöglich auch der Backofen mit Umluft. Wer hingegen mehrmals pro Woche frittiert, aufbackt oder grillt, wird den Airfryer schnell nicht mehr missen wollen.

Sind Mini-Heißluft-Backöfen eine Alternative?

Neben klassischen Heißluftfritteusen mit Schubladen-Design gibt es auch Mini-Heißluft-Backöfen – kompakte Tischgeräte mit Ofentür, Einschüben und oft zusätzlichen Funktionen wie Oberhitze, Unterhitze, Drehspieß oder Grill. Sie kosten je nach Ausstattung zwischen 60 und 250 Euro und bieten typischerweise 10 bis 30 Liter Garraum. Der wesentliche Vorteil gegenüber einem Airfryer: Man kann darin auch flache Speisen wie Pizza, Aufläufe oder Gratins zubereiten, die in einem Schubladen-Airfryer nur schwer oder gar nicht unterzubringen sind. Auch ganze Hähnchen passen in einen Mini-Backofen, während sie im Garkorb eines Airfryers an ihre Grenzen stoßen.

Der Nachteil: Mini-Backöfen benötigen mehr Platz auf der Arbeitsfläche und heizen langsamer auf. Die Konvektion ist weniger intensiv als bei einem dedizierten Airfryer, weil der Garraum größer ist und die Luft einen längeren Weg zurücklegt. Pommes und Chicken-Wings werden daher im Airfryer knuspriger als im Mini-Backofen.

Wer primär frittierähnliche Ergebnisse möchte, fährt mit einem klassischen Airfryer besser. Wer hingegen einen vollwertigen Zweitbackofen sucht, der auch Heißluft-Frittieren beherrscht, findet im Mini-Backofen die vielseitigere Lösung. Für kleine Küchen ohne eingebauten Backofen – etwa in Wohnheimen oder Ferienwohnungen – kann ein solches Kombigerät sogar die einzige Backmöglichkeit sein.

Was können Airfryer mit aufgesetztem Deckel?

Seit einiger Zeit finden sich auf dem Markt Heißluftfritteusen in einem ungewöhnlichen Formfaktor: Eine offene Schüssel bildet die Basis, auf die ein Deckel mit integriertem Heizelement und Lüfter aufgesetzt wird. Besonders bekannt hat dieses Format die Ninja Crispy gemacht. Hersteller bewerben diese Bauform als platzsparend und vielseitig, weil sich die Schüssel auch separat zum Servieren oder Marinieren nutzen lässt. Manche Modelle bringen zusätzlich einen Rührarm mit, der das Gargut automatisch wendet – das Tefal-Actifry-Prinzip in modernisierter Form.

In der Praxis haben solche Deckel-Airfryer allerdings Nachteile. Die Abdichtung zwischen Schüssel und Deckel ist konstruktionsbedingt weniger dicht als bei einem geschlossenen Schubladensystem. Dadurch entweicht mehr heiße Luft, was die Effizienz mindert und die Garzeiten verlängert. Auch die Knusprigkeit bleibt hinter klassischen Airfryern zurück, weil die Konvektion weniger fokussiert auf das Gargut trifft. Ein weiterer Punkt: Die Schüsseln bestehen häufig aus Glas oder Keramik und sind deutlich schwerer als ein Kunststoff-Drawer – das Handling beim Reinigen ist weniger komfortabel.

Sinnvoll kann diese Bauform für Nutzer sein, die ohnehin häufig Gerichte zubereiten, die regelmäßiges Rühren erfordern – etwa Gemüsepfannen, Reisgerichte oder Eintopf-ähnliche Zubereitungen. Für klassische Airfryer-Disziplinen wie Pommes, Wings oder paniertes Hähnchen bleibt das Schubladen-Design die bessere Wahl. Als einzige Heißluftfritteuse im Haushalt empfehlen sich die Deckel-Modelle daher eher nicht – als Ergänzung für spezielle Einsatzzwecke können sie aber ihren Platz finden.

Welche Heißluftfritteuse empfiehlt die Stiftung Warentest?

Die Stiftung Warentest hat im Test 01/2025 Heißluftfritteusen geprüft und dabei nicht einen einzelnen Sieger, sondern gleich mehrere Testsieger gekürt – jeweils mit der Note „gut (2,3)“. Bei den Geräten mit einer Kammer teilen sich drei Modelle den Testsieg: die Cosori CP158-AF (5,5 Liter), die mit ausgewogenen Garergebnissen und einfacher Bedienung überzeugt hat, die Ninja AF180DE, die besonders bei Handhabung, Sicherheit und niedrigem Stromverbrauch hervorsticht, sowie das Gourmetmaxx-Ofenmodell mit 12 Litern – ein Mini-Backofen-Airfryer mit großem Garraum.

Bei den Dual-Zone-Geräten mit zwei Kammern hat die Cosori CAF-R901-AEU den Testsieg geholt, ebenfalls mit Note „gut (2,3)“. Die Stiftung Warentest hebt hier die Sync-Funktion der zwei Garräume, die gute Handhabung und die Umwelteigenschaften hervor. Insgesamt zeigt der Warentest-Test, dass Cosori in beiden Kategorien vorn liegt – ein Ergebnis, das sich mit unserer Einschätzung deckt, auch wenn wir in unserem eigenen Test andere Modelle und teils andere Schwerpunkte setzen. Die vollständigen Ergebnisse finden sich auf test.de.

Welche Marke stellt die besten Heißluftfritteusen her?

Einen klaren Marktführer gibt es bei Heißluftfritteusen nicht – wohl aber Hersteller, die sich in bestimmten Bereichen hervortun. Ninja hat sich mit innovativen Features wie dem flexiblen Drawer-Trenner und hohen Maximaltemperaturen einen Namen gemacht und zählt zu den Technologieführern. Philips hat die Produktkategorie mit dem Airfryer einst populär gemacht und bietet nach wie vor ein breites Sortiment – inklusive der neuen Modelle mit Dampfgarfunktion. Tefal punktet mit durchdachter Verarbeitung und dem Actifry-Konzept mit Rührarm. Cosori hat sich als starker Herausforderer etabliert, der smarte Funktionen zu wettbewerbsfähigen Preisen bietet – das bestätigen auch die Ergebnisse der Stiftung Warentest.

Auch Discounter-Eigenmarken wie Silvercrest (Lidl) tauchen regelmäßig in Suchanfragen auf. Hinter Silvercrest steckt kein einzelner Hersteller, sondern Lidl lässt die Geräte von wechselnden OEM-Produzenten fertigen. Die Qualität schwankt daher von Modell zu Modell. Grundsätzlich gilt: Die Marke allein entscheidet nicht über die Qualität – entscheidend sind Garergebnis, Verarbeitung und das Preis-Leistungs-Verhältnis des konkreten Modells.

Testverfahren: So testen wir Heißluftfritteusen

In unseren Tests prüfen wir jede Heißluftfritteuse praxisnah. Im Kern steht der Gartest: Wir bereiten in jedem Gerät tiefgekühlte Pommes, frische Hähnchenschenkel und gemischtes Gemüse zu. Dabei bewerten wir die Gleichmäßigkeit der Bräunung, die Knusprigkeit der Oberfläche und den Garzustand im Inneren. Vor allem fühlen wir dem Automatikprogramm auf den Zahn: Liefert das Pommes-Programm auf Anhieb ein angemessenes Ergebnis, oder muss man nachsteuern?

Die Aufheizgeschwindigkeit messen wir, indem wir die Zeit stoppen, die das Gerät benötigt, um die eingestellte Zieltemperatur zu erreichen. Den Stromverbrauch ermitteln wir mit einer haushaltsüblichen AC-Messsteckdose. Zudem prüfen wir die Wärmeentwicklung am Gehäuse: Wie heiß werden Außenwände, Griffe und die Oberseite während des Betriebs? Dafür messen wir die Oberflächentemperatur mit einer Wärmebildkamera – ein wichtiger Sicherheitsaspekt, gerade, wenn Kinder im Haushalt leben.

Ferner bewerten wir die Verarbeitungsqualität (Materialien, Spaltmaße, Haptik der Schubladenführung, Qualität der Antihaftbeschichtung), die Bedienung (Übersichtlichkeit des Displays, Reaktionszeit der Tasten, Intuitivität der Menüführung, App-Funktionalität sofern vorhanden) sowie die Reinigungsfreundlichkeit (Spülmaschinentauglichkeit, Zugänglichkeit des Heizbereichs). Zudem spielt die Lautstärke der Geräte eine Rolle. In die Gesamtwertung fließt schließlich das Preis-Leistungs-Verhältnis ein, denn ein Testsieger muss nicht nur gut sein, sondern auch seinen Preis rechtfertigen.

Fazit

Heißluftfritteusen haben sich ihren festen Platz in der Küche verdient – nicht als Ersatz für Backofen oder Herd, aber als schnelle, energiesparende und fettarme Ergänzung. Unser Test zeigt: Bereits ab 50 Euro liefern Airfryer solide Garergebnisse, die für Gelegenheitsnutzer völlig ausreichen. Wer mehr Komfort, bessere Verarbeitung und smarte Features wie App-Fernsteuerung möchte, investiert zwischen 150 und 250 Euro und bekommt dafür Geräte wie die Cosori Turbo Tower Pro Smart, den Ninja Foodi Flex Drawer oder den Philips NA555/00 Steam Airfryer.

Das Grundprinzip hinter den Geräten ist dabei identisch – ob Airfryer, Heißluftfritteuse oder Air Fryer auf der Verpackung steht, spielt keine Rolle. Entscheidend vor dem Kauf ist die ehrliche Frage: Wie oft und für wie viele Personen kommt das Gerät zum Einsatz – und hat man Platz dafür? Für Gelegenheitsnutzer und kleine Haushalte reicht ein kompaktes, günstiges Modell. Wer regelmäßig für die Familie kocht und Wert auf Flexibilität legt, profitiert von einem Dual-Drawer-Gerät mit getrennten Temperaturzonen. Am Ende zählt, was auf dem Teller landet: knusprig, fettarm und in einem Bruchteil der Zeit, die ein Backofen benötigt.

BESTENLISTE

Cosori Turbo Tower Pro Smart im Test: Top-Heißluftfritteuse mit App & viel Platz

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart bietet mit zwei Fächern und App-Steuerung viel Komfort. Ob sich 279 Euro für eine Heißluftfritteuse lohnen, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garkammern mit 10,8 Litern Gesamtvolumen
  • Sync-Funktion für zeitgleiches Servieren verschiedener Speisen
  • App-Steuerung mit erweiterten Funktionen und Updates
  • hochwertige Verarbeitung mit Antihaftbeschichtung

NACHTEILE

  • schwer
  • Touch-Buttons reagieren bei fettigen Fingern träge
  • hoher Preis

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart bietet mit zwei Fächern und App-Steuerung viel Komfort. Ob sich 279 Euro für eine Heißluftfritteuse lohnen, zeigt unser Test.

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart gehört zu einer neuen Generation von Heißluftfritteusen, die mehr können, als nur Pommes knusprig zu machen. Mit zwei getrennten Garkammern und stolzen 10,8 Litern Gesamtvolumen richtet sich das Gerät an Familien und alle, die gerne größere Mengen zubereiten. Der Clou: Beide Fächer arbeiten unabhängig voneinander, lassen sich aber intelligent synchronisieren.

Was die Cosori von vielen Konkurrenten abhebt, ist ihre Smart-Home-Integration. Per App steuert man nicht nur Temperatur und Zeit, sondern greift auf eine erweiterte Rezeptdatenbank zu. Firmware-Updates halten das Gerät aktuell – bei Küchengeräten noch immer eine Seltenheit. Mit bis zu 2630 Watt und einem Temperaturbereich von 30 bis 230 Grad verspricht Cosori vielseitige Einsatzmöglichkeiten.

Der Preis von 279 Euro positioniert die Turbo Tower Pro Smart im Premium-Segment. Ob sich die Investition lohnt und wie sich die Doppel-Fritteuse im Alltag schlägt, haben wir ausführlich getestet. Spoiler: Die Größe ist Fluch und Segen zugleich.

Design & Verarbeitung

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart macht schon beim Auspacken Eindruck. Das schwarze Kunststoffgehäuse mit goldenen Akzenten wirkt hochwertig und stabil. Die Verarbeitung überzeugt durchweg: Spaltmaße sind minimal, alle Teile sitzen fest und nichts wackelt. Die beiden Frittierkörbchen gleiten sauber in ihre Fächer und rasten spürbar ein.

Mit 30 × 40,5 × 41,3 cm gehört die Fritteuse zu den Platzhirschen ihrer Zunft. Das Gewicht liegt bei knapp 8 Kilogramm – einmal aufgestellt, bleibt sie besser stehen. Die Semi-Touch-Buttons reagieren in der Regel zuverlässig, bei nassen oder fettigen Fingern ist jedoch mit Einschränkungen zu rechnen. Der Bildschirm zeigt die Temperatur und Restzeit gut ablesbar an. Im Lieferumfang finden sich ferner ein Gittereinsatz und ein Grillrost.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt wahlweise über die Touch-Tasten am Gerät oder per App. Am Gerät selbst wählt man zwischen sieben Automatikprogrammen oder stellt Zeit und Temperatur manuell ein. Die Temperatur lässt sich zwischen 30 und 230 Grad in 5-Grad-Schritten einstellen, der Timer läuft bis zu 24 Stunden. Die wichtigsten Funktionen: „‚Match‘ übernimmt dieselben Einstellungen für beide Fächer, ‚Sync‘ passt die Laufzeiten an, sodass beide Speisen gleichzeitig fertig werden.“

Zwar ist die Vesync-App nett, aber nicht zwingend nötig. Ihr Hauptvorteil: deutlich mehr Automatikprogramme als die sieben am Gerät. Die „Kochtabelle“ zeigt Empfehlungen für verschiedene Lebensmittel – praktisch für Fritteuse-Neulinge. Echte Fernsteuerung gibt es aber nicht: Auch bei App-Bedienung muss der Start am Gerät bestätigt werden. Die Spielereien wie Erfolgsabzeichen und Wochenberichte benötigt niemand wirklich. Immerhin: Firmware-Updates kommen über die App.

Die Einrichtung erfolgt unkompliziert: Fünfsekündiges Drücken der Ein-/Aus-Taste aktiviert den Pairing-Modus. Nach Erteilung der Berechtigung zur Gerätesuche erkennt die App die Fritteuse automatisch. Anschließend wird die WLAN-Verbindung hergestellt. Da die App standardmäßig auf Englisch eingestellt ist, muss die Sprache manuell angepasst werden.

Vor der ersten Nutzung ist Einbrennen Pflicht: 30 Minuten bei voller Temperatur, danach eine Stunde auskühlen lassen. So verschwinden chemische Rückstände aus der Produktion.

Praxiseinsatz

Im Test heizte die Cosori flott auf, nach etwa zwei Minuten erreichte sie bereits knapp 140 Grad. Bei 195 Grad Zieltemperatur zieht sie anfangs bis zu 2340 Watt. Nach Erreichen der Temperatur regelt sie auf unter 500 Watt herunter, teils sogar nur 42 Watt zum Halten. Der Standby-Verbrauch mit aktivem WLAN liegt unter 1 Watt – vorbildlich.

Bei der Zubereitung von Pommes zeigt sich, dass eine geringere Füllmenge bessere Ergebnisse liefert. Überladene Körbe führen zu ungleichmäßiger Garung – die oberen Stücke werden zu trocken, die unteren bleiben weich. Eine gleichmäßige Verteilung auf beide Fächer sorgt für ein homogeneres Ergebnis. Die auf Tiefkühlverpackungen angegebenen Zubereitungszeiten erwiesen sich im Test als zu niedrig; eine längere Frittierzeit war erforderlich. Bei korrekter Beladung überzeugt die Frittierqualität.

Mit 68 dB(A) direkt am Gehäuse und 55 dB(A) in einem Meter Abstand bleibt die Betriebslautstärke im moderaten Bereich. Die Reinigung gestaltet sich dank Antihaftbeschichtung unkompliziert; Körbe und Einsätze sind spülmaschinengeeignet.

Preis

Mit 279 Euro bei Ebay gehört die Cosori Turbo Tower Pro Smart zu den teureren Heißluftfritteusen. Die UVP liegt bei 279 Euro.

Fazit

Die Cosori Turbo Tower Pro Smart ist eine leistungsstarke und gut durchdachte Heißluftfritteuse für größere Haushalte. Zwei separate Fächer mit Synchronisationsfunktion ermöglichen die parallele Zubereitung kompletter Mahlzeiten. Verarbeitung und Bedienkomfort überzeugen; die Steuerung erfolgt intuitiv über das Gerät. Die App ergänzt den Funktionsumfang sinnvoll, auch wenn der Startvorgang weiterhin direkt am Gerät bestätigt werden muss.

Mit einer Leistung von 2630 Watt heizt das Gerät zügig auf, der Stromverbrauch bleibt dabei im moderaten Rahmen. Die Frittierergebnisse fallen bei angemessener Befüllung einwandfrei aus. Eine Überladung der Körbe führt hingegen zu ungleichmäßiger Garung.

Der größte Nachteil ist der Platzbedarf. Mit 30 × 40,5 × 41,3 cm braucht sie eine große Arbeitsfläche. Die UVP von 279 Euro ist happig, für eine Doppel-Fritteuse mit 10,8 Litern Fassungsvermögen und App-Steuerung aber gerechtfertigt. Vergleichbare Modelle mit zwei Fächern kosten ähnlich viel. Wer regelmäßig für mehrere Personen kocht, bekommt ein zuverlässiges Arbeitsgerät. Singles und Paare sind mit kleineren Modellen besser bedient.

Philips NA555/00 Steam Airfryer im Test: Heißluftfritteuse mit Dampfgarer

Die Philips NA555/00 kombiniert Heißluftfritteuse und Dampfgarer in einem Gerät. Wir haben getestet, ob die Doppelfunktion im Alltag überzeugt.

VORTEILE

  • hervorragende Garergebnisse (frittiert & gedämpft)
  • integrierte Dampffunktion bis 100 Grad
  • schnelles Aufheizen
  • wertige Edelstahlfront
  • zwei Körbe mit 9 l Gesamtvolumen

NACHTEILE

  • umständliche Bedienung
  • keine App-Steuerung oder Smart-Home-Anbindung
  • vergleichsweise teuer

Die Philips NA555/00 kombiniert Heißluftfritteuse und Dampfgarer in einem Gerät. Wir haben getestet, ob die Doppelfunktion im Alltag überzeugt.

Die Philips NA555/00 Steam aus der 5000er-Serie bietet eine Zusatzfunktion, die man nicht alle Tage sieht: einen integrierten Dampfgarer. Dafür steht ein separater Wassertank zur Verfügung, aus dem das Gerät Wasser zur Dampferzeugung zieht. Temperaturen von bis zu 100 Grad sorgen dafür, dass Gemüse schonend gart.

Damit bedient Philips zwei Produktkategorien auf einmal: Frittieren ohne Öl per Heißluft ist ebenso möglich wie reines Dampfgaren – oder eine Kombination aus beidem. Technisch arbeitet das Gerät mit einem Doppelkorb-System: Ein großer Korb mit 6 l und ein kleiner mit 3 l ergeben zusammen ein Fassungsvermögen von 9 l. Der Temperaturbereich reicht von 40 bis 200 Grad, die Leistung liegt laut Hersteller bei 2750 W. Zwölf Automatikprogramme und eine optional synchronisierte Endzeit für beide Körbe sollen die Bedienung erleichtern.

Der Preis liegt bei 199 Euro, womit sich die Philips klar im gehobenen Preisbereich positioniert. Ob sich der Aufpreis für die Dampffunktion lohnt und wie das Gerät im Alltag abschneidet, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design & Verarbeitung

Die Philips NA555/00 Steam misst 450 × 360 × 390 mm und bringt 8,75 kg auf die Waage. Damit ist sie kein Leichtgewicht und benötigt einen festen Platz auf der Arbeitsplatte. Die Verarbeitung ist sehr ordentlich, auch wenn das Gehäuse größtenteils aus Kunststoff besteht. Die komplette Vorderseite ist mit Edelstahlplatten verkleidet, was dem Gerät einen wertigen Look verleiht.

Auf der Oberseite des Geräts befindet sich eine Aussparung, in die der Wassertank für die Dampffunktion eingesetzt wird. Allerdings sitzt der Tank etwas locker in seiner Halterung, und auch der Deckel liegt nur lose auf – beim Transport kann er daher leicht herunterfallen. Das ist ein kleiner Schwachpunkt in einem ansonsten soliden Gesamteindruck.

Im Betrieb bleibt das Gehäuse angenehm kühl. Oben messen wir maximal 55 Grad, vorne sind es höchstens 30 Grad. Die Griffe und das Gehäuse sind wärmeisoliert. Rutschfeste Füße halten das Gerät an Ort und Stelle. Die beiden Gittereinsätze für die Körbe sind spülmaschinenfest und antihaftbeschichtet. Während sich beim kleinen Korb lediglich ein klassischer Zwischenboden herausnehmen lässt, ist der große Garkorb zweigeteilt aufgebaut: In den eigentlichen Korb wird ein zusätzlicher, korbähnlicher Rosteinsatz gesetzt, der sich samt Gargut komplett entnehmen lässt.

In die Böden beider Garkörbe hat Philips eine spezielle, an ein Lüfterrad erinnernde Struktur eingearbeitet, die die heiße Luft gleichmäßiger im Korb verteilen und so für ein ausgewogenes Garergebnis sorgen soll.

Das Stromkabel ist mit einem Meter recht kurz, lässt sich aber platzsparend aufwickeln. Die hierfür nutzbare Kabelhalterung ist im Lieferumfang enthalten und kann an der Rückseite befestigt werden.

Bedienung

Die Bedienung der Philips ist auf den ersten Blick verwirrend. Auf der Oberseite sitzen kapazitive Bedienknöpfe unter einer Oberfläche in schwarzer Klavierlackoptik. Die Tasten leuchten auf, sobald das Gerät eingeschaltet ist. Zunächst wählt man aus, welchen Garkorb man verwenden möchte.

Philips NA555/00 Steam Airfryer – Bedienung

Eine echte Sync-Funktion, mit der sich identische Einstellungen für beide Körbe gleichzeitig übernehmen lassen, fehlt. Das ist schade, denn viele aktuelle Fritteusen bieten genau das. Immerhin gibt es eine Option für synchronisierte Endzeiten: Bei unterschiedlichen Laufzeiten startet der Korb mit der kürzeren Zeit automatisch später, sodass beide Körbe gleichzeitig fertig werden.

Nach der Korbauswahl geht es zum Programm. Zwölf Automatikprogramme legen Temperatur, Zeit und weitere Parameter direkt fest. Alternativ stellt man alles manuell ein. Optionen wie eine Schüttelerinnerung lassen sich zuschalten. Beim großen Korb ist die Dampffunktion standardmäßig aktiv. Will man andere Optionen oder die Programme sehen, muss man hier erst die Dampffunktion umstellen. Der Dampf-Knopf ruft drei weitere Buttons auf: Hier muss man zwischen Dampf, Dampf-Heißluft kombiniert und reiner Heißluft wählen. Das wirkt etwas verschachtelt und umständlich.

Eine App-Steuerung gibt es nicht, Philips bietet lediglich eine Rezepte-App – die trotzdem einen Account benötigt. Wirklich notwendig finden wir das nicht, denn Rezepte-Apps gibt es bereits zuhauf.

Praxiseinsatz

Für den Praxistest nutzen wir das Standardprogramm für Tiefkühlprodukte und bereiten Chicken-Wings, Chicken-Nuggets, dünne Pommes und Rösti-Pommes zu. Das Programm läuft rund 30 Minuten, die Pommes nehmen wir etwas früher heraus. Das Aufheizen geht angenehm schnell: Nach einer Minute messen wir bereits 125 Grad, nach zwei Minuten 177 Grad, nach drei Minuten die vollen 200 Grad. Danach schaltet das Gerät das Aufheizen vorübergehend ab.

Die Ergebnisse überzeugen auf ganzer Linie. Die Pommes werden kross, ohne trocken zu sein. Wings und Nuggets kommen außen knusprig, innen saftig aus dem Korb. Beim Stromverbrauch messen wir mit dem kleinen Korb etwa 936 W, bei Nutzung beider Körbe bis zu 2415 W. Beim Dampfgaren sind es knapp 780 W. Schaltet das Gerät das Aufheizen ab, sinkt der Verbrauch auf 8 W (Dampfgaren) oder 40 W (beide Körbe).

Philips NA555/00 Steam Airfryer – Außentemperatur des Gehäuses

Interessant wird es beim Dampfgaren – eine Funktion, die nur der große Korb beherrscht. Wir testen Brokkoli: Mehrere mittelgroße Dolden herausgeschnitten, abgewaschen und direkt in die Fritteuse gelegt. Nach zwölf Minuten bei 100 Grad im Standardprogramm für Gemüse sind die Dolden zart, aber nicht matschig. Selbst der dickere Strunk gart auf den Punkt – guter Biss, nicht zu fest, nicht zu weich.

Beim Dämpfen gibt die Fritteuse hinten heißen Dampf ab. Das Gerät sollte daher an einer unempfindlichen Stelle stehen, die auch nass werden darf, und genügend Abstand zu Schränken oder Wänden haben.

Preis

Die Philips NA555/00 Steam kostet 199 Euro und gehört damit zum gehobenen Preisbereich.

Fazit

Die Philips NA555/00 Steam ist eine gelungene Kombi aus Heißluftfritteuse und Dampfgarer. Im Test überzeugt sie mit hervorragenden Garergebnissen. Ob gedämpfter Brokkoli oder frittierte Chicken-Wings – alles kommt auf den Punkt aus den Körben. Die Pommes sind kross, der Brokkoli zart, das Aufheizen geht schnell, und das Gehäuse bleibt angenehm kühl. Verarbeitung und Optik mit Edelstahlfront wirken wertig.

Allerdings gibt es ein paar Schwachstellen. Die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig und verschachtelt. Eine Sync-Funktion für beide Körbe fehlt, ebenso eine App-Steuerung oder Smart-Home-Anbindung. Der Wassertank sitzt locker, und mit 199 Euro ist das Gerät nicht günstig.

Wer aber regelmäßig sowohl dämpfen als auch frittieren möchte und Wert auf gute Ergebnisse legt, bekommt hier ein durchdachtes Kombi-Gerät, das den Preis weitgehend rechtfertigt.

Heißluftfritteuse unter 50 € mit Sichtfenster & 5,4 l: Gorenje AF1350DWB im Test

Die Gorenje AF1350DWB ist eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit 5,4 Liter Fassungsvermögen. Für 50 Euro bekommt man solide Frittier-Ergebnisse.

VORTEILE

  • sehr günstig
  • vergleichsweise leise
  • gute Ergebnisse
  • mit Sichtfenster

Die Gorenje AF1350DWB ist eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit 5,4 Liter Fassungsvermögen. Für 50 Euro bekommt man solide Frittier-Ergebnisse.

Die Gorenje AF1350DWB gehört zu den preiswertesten Heißluftfritteusen mit großem Garkorb. Für aktuell 50 Euro bietet sie 5,4 Liter Fassungsvermögen und damit genug Platz für eine vierköpfige Familie. Der slowenische Hersteller Gorenje, seit 2018 Teil des Hisense-Konzerns, ist vor allem für Kühl-Gefrierkombinationen und Herde bekannt. Mit der AF1350DWB wagt er sich ins boomende Segment der Heißluftfritteusen.

Mit 1350 W Leistung und einem Temperaturbereich von 80 bis 200 Grad deckt die Fritteuse die wichtigsten Anforderungen ab. Acht voreingestellte Programme für Pommes, Hähnchenschenkel oder Steak sollen die Bedienung vereinfachen. Ein Sichtfenster in der Front ermöglicht den Blick auf das Gargut ohne Öffnen des Korbs. Ob die günstige Heißluftfritteuse im Alltag überzeugen kann und an welchen Ecken gespart wurde, zeigt unser Test.

Design & Verarbeitung

Die Verarbeitung entspricht dem Niedrigpreis. Der Garkorb macht beim Einsetzen ein blechernes „Bonk“-Geräusch – die dünne Metallbodenplatte klingt billig. Das Kunststoffgehäuse zeigt sichtbare Kanten und ungleichmäßige Übergänge. Die geriffelte Oberfläche soll Wertigkeit vermitteln, fühlt sich aber einfach an. Immerhin sieht die schwarze Optik ordentlich aus.

Scharfe Kanten oder lose Teile gibt es nicht. Die Verarbeitung ist für den Alltag ausreichend, aber eben nicht gut. Mit 280 x 353 x 321 mm nimmt die Fritteuse einigen Platz auf der Arbeitsplatte ein. Die Heizeinheit ist durch ein Gitter geschützt, das vor Berührung und spritzendem Fett schützt. Der 5,4-Liter-Garkorb ist eher hoch als flach gebaut.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über Touch-Tasten in der schwarzen Blende. Ohne eingesetzten Garkorb bleibt das Display dunkel. Öffnet man während des Betriebs, stoppt das Programm sofort. Die Temperatur lässt sich zwischen 80 und 200 Grad einstellen, die Timer-Funktion läuft bis 60 Minuten.

Gorenje AF1350DWB – Display und Bedienfeld

Die acht voreingestellten Programm-Profile erreicht man durch wiederholtes Drücken der Menü-Taste – etwas umständlich. Das Sichtfenster wird während des Betriebs beleuchtet. Im ausgeschalteten Zustand ist es kaum erkennbar und wirkt fast wie ein funktionsloses Designelement. Die orange-rötliche Tönung verfälscht allerdings die Farbe des Garguts etwas.

Praxiseinsatz

Nach dem obligatorischen Einbrennen für 20 Minuten, um Produktionsrückstände aus der Fabrik auszubrennen, haben wir unsere Tests gestartet. Nach dem Abkühlen und kurzen Auswaschen war die Fritteuse bereit für verschiedene Frittiergüter.

Die Rösti-Fries sind zum Highlight unseres Tests geworden: Sie erreichen den perfekten Crunch außen bei gleichzeitig weichem, fluffigem Inneren. Bei den dicken Pommes zeigt sich ein ungleichmäßiges Bild – einige sind nach der voreingestellten Programmzeit noch labbrig geblieben und hätten länger gebraucht, während andere bereits fast zu dunkel waren. Die dünnen Fritten tendieren zur Trockenheit, manche waren bereits zu durch. Die Nuggets haben an den Spitzen etwas zu viel Farbe abbekommen, sind aber insgesamt fast perfekt gegart worden.

Gorenje AF1350DWB – Pommes und Nuggets

Besonders gespannt waren wir auf das Steak-Programm mit seinen voreingestellten 180 Grad für 15 Minuten. Unser 220 Gramm schweres Ribeye-Steak hat die komplette Zeit gebraucht. Allerdings mussten wir den Korb zwischendurch herausziehen, um die tatsächliche Fleischfarbe beurteilen zu können – das orange-rötlich getönte Sichtfenster verfälscht die Farben hier zu stark. Mit dieser kurzen Unterbrechung und dem damit verbundenen Abkühlen haben wir ein perfektes Medium erreicht. Ohne Pause wäre das Steak bei gleicher Zeit eher well done geworden.

Gorenje AF1350DWB – Ergebnis Ribeye-Steak

Das Fleisch ist ausgesprochen saftig geworden, auf den Punkt rosa gegart und sehr zart – die Wärmeverteilung in der AF1350DWB funktioniert recht ausgewogen. Natürlich fehlt eine echte Kruste mit Röstaromen, die man nur in der Pfanne bekommt. Wer das möchte, sollte das Steak zwei Minuten vor Ende herausnehmen und in der Pfanne scharf anbraten.

Die 5,4 Liter Fassungsvermögen reichen für eine vier- bis fünfköpfige Familie, je nach Appetit. Allerdings sollte man den hohen Garkorb besser nur zur Hälfte füllen – bei voller Beladung müssen die Pommes häufiger geschüttelt werden, damit auch die mittleren Stücke gleichmäßig Hitze abbekommen und alle Seiten kross werden. Die hohe Bauform des Korbs erschwert hier die gleichmäßige Wärmeverteilung bei großen Mengen.

Bis sie die eingestellte Temperatur erreicht hat, bezieht die Gorenje AF1350DWB laut unseres AC-Strommessgeräts etwa 1200 bis 1300 W. Danach fällt der Verbrauch auf unter 200 W ab, zum Teil auf nur 20 W. Beim Nachheizen schaltet die Heißluftfritteuse je nach Bedarf wieder hoch.

Preis

Mit aktuell 50 Euro bei Amazon ist die Gorenje AF1350DWB eine der günstigsten Heißluftfritteusen mit großem Garkorb. Der bisherige Tiefstpreis lag bei 46 Euro in einem limitierten Ebay-Angebot von Saturn Bad Saulgau – allerdings nur für vier Stück. Zuletzt kostete sie 60 Euro. Vergleichbare Modelle mit 5,4 Liter Fassungsvermögen kosten meist 80 bis 120 Euro. Für den gebotenen Funktionsumfang ist der Preis sehr fair.

Immer auf den besten Preis zum aktuellen Zeitpunkt kommt man mit unserem Bestpreislink, der direkt zum laut Preisvergleich günstigsten Shop führt.

Fazit

Die Gorenje AF1350DWB beweist: Eine brauchbare Heißluftfritteuse muss nicht teuer sein. Für 50 Euro bekommt man 5,4 Liter Fassungsvermögen, acht Programme und ein praktisches Sichtfenster. Die Frittier-Ergebnisse sind ordentlich bis gut, besonders bei Rösti-Fries und Steaks.

Die einfache Verarbeitung mit blechernem Klang und sichtbaren Kanten trübt den Gesamteindruck. Die Touch-Bedienung könnte intuitiver sein. Für Familien mit kleinem Budget ist die AF1350DWB eine absolut solide Wahl. Wer Wert auf hochwertige Verarbeitung legt, muss aber deutlich mehr investieren.

Wertige & edle Heißluftfritteuse: Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer im Test

Die Tefal EY90JD Dual Drawer in Edelstahl-Optik bietet zwei getrennte Garfächer, 8,3 Liter Volumen und einen Grillrost.

VORTEILE

  • zwei getrennte Garfächer für gleichzeitiges Zubereiten
  • geriffelter Grillrost aus Druckguss im großen Fach
  • schnelle Aufheizzeit (176 Grad in gut vier Minuten)
  • Spülmaschinengeeignete Schubladen
  • hochwertige Verarbeitung

NACHTEILE

  • zweites Fach recht klein
  • keine WLAN- oder App-Anbindung
  • Grillrost nur im großen Fach

Die Tefal EY90JD Dual Drawer in Edelstahl-Optik bietet zwei getrennte Garfächer, 8,3 Liter Volumen und einen Grillrost.

Tefal ist vor allem für antihaftbeschichtetes Kochgeschirr und kleine Haushaltsgeräte bekannt. Mit der EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer schickt der Hersteller eine Heißluftfritteuse mit Doppelfach ins Rennen, die auf das Branding des bekannten britischen Kochs Jamie Oliver setzt. Der Name ist lang, das Gerät auch: Mit Maßen von 418 x 305 x 402 mm beansprucht die Fritteuse ordentlich Platz auf der Arbeitsfläche.

Optisch und technisch ähnelt sie der Tefal EY905D Dual Easy Fry & Grill. Beide arbeiten mit 2700 Watt Leistung und bieten zwei getrennte Garfächer – eines davon ist größer und mit Grillrost, das andere kleiner. Die EY90JD setzt auf ein schickes wie wertiges Edelstahl-Design und bringt ein LCD-Display mit. Preislich liegt sie aktuell bei 99 Euro (bei Saturn über Ebay).

Wir haben die Tefal EY90JD im Praxistest auf Garergebnis, Bedienung, Aufheizzeit und Stromverbrauch geprüft. Kann die Doppelfach-Fritteuse mit Jamie-Oliver-Branding im Alltag überzeugen?

Design und Verarbeitung

Die Tefal EY90JD setzt auf einen Kunststoffkorpus mit Edelstahl-Zierblenden an den Schubladen und rund um das Display. Das verleiht ihr eine wertigere Optik als reine Kunststoff-Fritteusen. Allerdings sind die Edelstahl-Fronten auch deutlich anfälliger für sichtbare Fingerabdrücke und Flecken. Die Maße betragen 418 x 305 x 402 mm – kompakt ist anders, aber für eine Doppelfach-Fritteuse geht das in Ordnung.

Das Gerät verfügt über ein großes und ein kleines Garfach. Im großen Fach sitzt ein speziell geriffelter Grillrost aus Druckguss. Dieser soll für bessere Frittier-Ergebnisse bei Fleisch, Fisch oder Gemüse sorgen. Beide Schubladen lassen sich entnehmen und sind spülmaschinengeeignet – ein klarer Pluspunkt bei der Reinigung.

Das Netzkabel misst nur 0,90 Meter. Das ist knapp und erfordert eine Steckdose in unmittelbarer Nähe. Der Stecker ist schwarz, das Kabel unauffällig. Insgesamt macht die Verarbeitung einen soliden Eindruck, die Edelstahl-Elemente heben die EY90JD optisch von günstigeren Modellen ab.

Bedienung

Die Tefal EY90JD steuert man über die kapazitiven Bedienknöpfe rund um das LCD-Display an der Oberseite. Dort lassen sich Temperatur, Zeit und Preset-Programme auswählen. Hier gibt es acht Presets an der Zahl. Wahlweise kann man nur eines oder beide Fächer verwenden. Zudem lassen sich beide Garkörbe synchronisieren, sodass das kürzere Programm erst später startet und beide Fächer gleichzeitig fertig sind.

Die maximal einstellbare Temperatur liegt bei 200 Grad. Nach dem Garen schaltet sich das Gerät automatisch ab – nach fünf Minuten wechselt es in den Aus-Zustand mit einem Standby-Verbrauch von nur 0,4 Watt.

Die Preset-Programme piepen nach einer gewissen Zeit und fordern zum Schütteln des Garguts auf. Das ist hilfreich, denn gerade bei Pommes sorgt Umschichten für gleichmäßigere Ergebnisse. Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert und auch ohne Handbuch verständlich. Zwei Fächer gleichzeitig mit unterschiedlichen Temperaturen und Zeiten zu betreiben, funktioniert problemlos.

Praxiseinsatz

Im Test prüfen wir Aufheizzeit, Garergebnis und Stromverbrauch. Nach etwa zwei Minuten erreicht die Tefal EY90JD knapp 150 Grad, nach etwas mehr als vier Minuten sind es 176 Grad. Das geht flott.

Beim Stromverbrauch zeigt sich ein klares Muster: Während des Aufheizens zieht die Fritteuse rund 2340 Watt. Sobald sie die Temperatur nur noch leicht nachreguliert, sinkt der Verbrauch auf etwa 1080 Watt. Ist die Zieltemperatur erreicht, fallen weniger als 50 Watt an.

Die Außentemperatur des Gehäuses steigt nach zehn Minuten Betrieb auf etwa 44 Grad. Nach 20 Minuten messen wir zwischen 60 und 70 Grad an der Außenseite.

Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer – Frittierergebnis

Beim Garergebnis überzeugen die Chickenwings im großen Fach. Der geriffelte Grillrost liefert gleichmäßig gebräunte, krosse Wings, die innen saftig bleiben. Das Chicken-Preset trifft die Garzeit auf den Punkt.

Bei Pommes im kleinen Fach sieht es anders aus. Dünne Backofen-Pommes und Rösti-Fries werden nur dann gleichmäßig, wenn sie nicht zu dicht übereinanderliegen. In unserem Test fanden wir unter den oben liegenden Pommes teils noch rohe, labbrige Exemplare. Das Schütteln nach dem Piep-Signal hilft, kann einen überfüllten Garkorb aber nicht vollständig kompensieren. Hier gilt: Lieber weniger einfüllen und dafür ein besseres Ergebnis erzielen. Die geringe Größe dieses Fachs erlaubt hier dann allerdings nur wenig Frittiergut.

Preis

Die Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer kostet aktuell rund 99 Euro (bei Saturn über Ebay). Jederzeit zum besten Angebot laut Preisvergleich kommt man auch über unseren Bestpreis-Link.

Fazit

Die Tefal EY90JD Jamie Oliver Dual Drawer ist eine solide Heißluftfritteuse mit sinnvollem Doppelfach-Konzept. Chicken Wings und Fleisch gelingen im großen Fach dank Grillrost hervorragend. Bei Pommes muss man aufpassen: Zu viel Gargut im kleinen Fach führt zu ungleichmäßigen Ergebnissen. Die Aufheizzeit ist mit gut vier Minuten auf 176 Grad angenehm kurz, der Stromverbrauch im Betrieb nachvollziehbar.

Die Verarbeitung mit Edelstahl-Elementen hebt die EY90JD von günstigeren Modellen ab. Das Bedienkonzept via LCD-Display ist unkompliziert, die automatische Abschaltung praktisch. Für 99 Euro bekommt man ein ordentliches Gerät, für unter 99 Euro ein echtes Schnäppchen. Wer regelmäßig zwei Gerichte gleichzeitig zubereiten will, findet hier eine empfehlenswerte Lösung.

Bosch Serie 6 MAFS2671B im Test: Heißluftfritteuse mit Sichtfenster für 100 Euro

Die Bosch Serie 6 MAFS2671B bietet 7,2 Liter Garraum, ein klares Sichtfenster und gute Garergebnisse für 100 Euro. Wir haben die Heißluftfritteuse getestet.

VORTEILE

  • Sichtfenster und Innenbeleuchtung
  • großer Garraum mit 7,2 Litern
  • gute Garergebnisse
  • abnehmbarer Griff

NACHTEILE

  • etwas einfach Verarbeitung

Die Bosch Serie 6 MAFS2671B bietet 7,2 Liter Garraum, ein klares Sichtfenster und gute Garergebnisse für 100 Euro. Wir haben die Heißluftfritteuse getestet.

Der Produktname Bosch Serie 6 MAFS2671B klingt zunächst etwas sperrig, doch die Heißluftfritteuse hat einiges zu bieten. Mit 7,2 Litern Fassungsvermögen zählt sie zu den größeren Einzelkorb-Modellen und bewegt sich damit in einem Bereich, den sonst eher Doppel-Heißluftfritteusen abdecken. Für rund 100 Euro bei Ebay ist das eine klare Ansage.

Mit einem Anschlusswert von 1800 Watt, einem Temperaturbereich von 40 bis 200 Grad und acht Automatikprogrammen bringt die Bosch alles mit, was man im Alltag braucht. Ob sie sich gegenüber der Konkurrenz in dieser Preisklasse behaupten kann, zeigt unser ausführlicher Praxistest.

Design & Verarbeitung

Das Gehäuse besteht aus schwarzem Kunststoff in Klavierlack-Optik. Die Verarbeitung wirkt etwas einfach, es gibt durchaus größere Spaltmaße als bei teureren Modellen. Die Oberseite mit der durch Luftauslässe abgesetzten Deckplatte fühlt sich recht dünn an – hochwertig ist anders, solide aber allemal. Für 100 Euro ist das in Ordnung.

Über dem Bedienelement prangt eine silberne Zierleiste mit Bosch-Logo. Die Abmessungen betragen 314 x 309 x 388 mm, das Gewicht liegt bei 5,9 kg. Das Anschlusskabel misst 90 cm und bietet damit einen gewissen, aber nicht üppigen Spielraum bei der Platzierung.

Besonders hervorzuheben ist das tatsächlich transparente, nicht gelblich eingefärbte Sichtfenster an der Front des Garkorbs. Damit lässt sich der Bräunungsgrad des Garguts bereits von außen gut beurteilen. Das ist ein echter Vorteil gegenüber Modellen wie der Gorenje AF1350DWB, deren orangefarbenes Fenster eine Differenzierung zwischen verschiedenen Bräunungsgraden nahezu unmöglich macht.

Praktisch: Der Korbgriff ist abnehmbar, was nicht nur die Verpackung kompakter macht, sondern auch die Reinigung erleichtert. Viele Innenteile sind zudem spülmaschinenfest. Der Griff liegt ab Werk abmontiert in einem Karton im Inneren des Garkorbs. Man steckt ihn einfach vorne am Garkorb in die Arretierung – fertig.

Im Inneren fällt die geschwungene, lüfterförmige Struktur im Zwischenboden des Garkorbs auf. Sie sorgt für eine bessere Heißluftverteilung. Der Zwischenboden lässt sich herausnehmen und steht auf Silikonfüßen im Korb. Ein größeres Loch in der Mitte dient als Griff. Im Lieferumfang findet sich zudem ein zusätzliches Gitter-Zubehör für flexibles Garen.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über kapazitive Touch-Control-Flächen auf der Vorderseite. Sie leuchten auf, sobald die Fritteuse eingeschaltet ist. Hier kann man aus einem von acht Automatikprogrammen wählen, welche bereits voreingestellte Temperatur- und Zeitwerte haben. Zur Auswahl stehen Programme für Brot, Fisch, Pommes frites, Warmhalten, Fleisch, Kleingebäck, Geflügel und Gemüse. Alternativ lassen sich Temperatur und Zeit über Plus-/Minus-Regler manuell anpassen. Die Temperatur reicht von 40 bis 200 Grad, regelbar in 5-Grad-Schritten. Gestartet oder pausiert wird über eine separate Start-/Pause-Taste. Eine integrierte Elektronik-Uhr sowie eine Erinnerung zum Wenden des Garguts runden das Bedienkonzept ab. Wer nach Rezeptinspirationen sucht, findet diese per QR-Code in einem digitalen Rezeptbuch.

Wird der Garkorb herausgezogen, pausiert das Gerät automatisch (Auto-Pause), und Display sowie Tasten schalten sich aus. Ist er eingesetzt, erscheint eine zusätzliche Taste zum Einschalten der Innenraumbeleuchtung. Durch das Sichtfenster kann man dann von außen den Bräunungsgrad kontrollieren. Nach wenigen Sekunden schaltet sich das Licht automatisch wieder ab, um Energie zu sparen. Nach 10 Minuten Inaktivität geht die Fritteuse in den Standby-Modus.

Praxiseinsatz

Im Praxistest liefert die Bosch sehr gute Ergebnisse. Nach 23 Minuten entnehmen wir die Chicken Wings, zuvor bereits die dickeren Rösti-Pommes sowie die dünnen Pommes. Alles ist schön kross, aber nicht zu dunkel. Die Chicken Wings sind außen knusprig mit gut gerösteter Haut, innen aber ausgesprochen saftig. Beim Herausnehmen hat das Gargut bis zu 125 Grad.

Bosch Serie 6 MAFS2671B – Garergebnis

Wir nutzen die Standardeinstellung für Pommes mit 23 Minuten bei 180 Grad für alle TK-Grillgüter. Dickere Gargüter benötigen allerdings länger als dünne. Hier lohnt es sich, die Temperatur zu reduzieren und die Zeit zu erhöhen, um eine gleichmäßige Erwärmung ohne äußerliches Verbrennen zu erreichen. Das Aufheizen geht flott: Nach einer Minute erreicht die Mitte des Garkorbs 84 Grad, nach zwei Minuten bereits 195 Grad. Außen wird das Gehäuse dann bis zu 37 Grad warm.

Bosch Serie 6 MAFS2671B – Wärmeverteilung

Beim Stromverbrauch zieht die Bosch beim aktiven Aufheizen 1680 bis 1725 Watt. Ist die Zieltemperatur erreicht, schaltet sie regelmäßig ab und bezieht dann nur noch 42 Watt. Die Innenbeleuchtung schlägt mit rund 6 Watt zu Buche. Auch die Lautstärke haben wir gemessen: Der Hersteller gibt die Schallleistung mit 63 dB(A) (re 1 pW) an. Wir ermitteln hingegen den Schalldruckpegel direkt am Gerät und kommen hinten am Luftauslass auf 62 dB(A), von vorne auf etwa 55 dB(A). Damit ist die Bosch im Betrieb deutlich hörbar, aber nicht unangenehm laut.

Preis

Die Bosch Serie 6 MAFS2671B ist aktuell für rund 100 Euro bei Ebay erhältlich. Mit 7,2 Litern Fassungsvermögen gehört sie zu den großen Einzelkorb-Heißluftfritteusen – größer sind meist nur Doppel-Modelle.

Fazit

Die Bosch Serie 6 MAFS2671B ist eine überzeugend gute Heißluftfritteuse zum fairen Preis. Das 7,2-Liter-Fach bietet viel Platz, das klare Sichtfenster samt beleuchtetem Innenraum erleichtert die Kontrolle des Garvorgangs spürbar. Die Garergebnisse überzeugen – Chicken Wings werden außen kross und innen saftig, Pommes gleichmäßig goldbraun. Auch die Bedienung über die Touch-Control-Flächen mit acht Automatikprogrammen ist einfach und intuitiv.

Einzig bei der Verarbeitung zeigt sich der Preis: Das Kunststoffgehäuse wirkt an einigen Stellen etwas dünn, die Spaltmaße könnten kleiner sein. Wer darüber hinwegsehen kann, bekommt für 100 Euro ein solides Markengerät mit durchdachten Details. Für alle, die Wert auf ein echtes Sichtfenster und einen bekannten Hersteller legen, ist die Bosch eine klare Empfehlung.

Für 100 Euro gibt es allerdings auch von Tefal ein Modell, dessen Verarbeitung uns etwas besser gefällt und das sogar ein größeres Garvolumen bietet. Dafür fehlt der Tefal das Sichtfenster, und sie nimmt mehr Platz ein.

Ninja Foodi Flex Drawer im Test: Was kann die Bestseller-Heißluftfritteuse?

Die Ninja Foodi Flex Drawer mit 2470 W verspricht hohe Flexibilität mit teilbarem Garkorb. Reicht das für eine Heißluftfritteuse zum Premium-Preis von 158 Euro?

VORTEILE

  • flexibler Garkorb (2x 5,2 oder 1x 10,4 Liter)
  • hohe Leistung mit 2470 Watt und bis 240 Grad
  • drei praktische Betriebsmodi (Mega Zone, Sync, Match)
  • leise im Betrieb mit 55 dB(A)

NACHTEILE

  • mäßige Verarbeitung für Premium-Preisklasse
  • hoher Preis
  • großer Platzbedarf in der Breite

Die Ninja Foodi Flex Drawer mit 2470 W verspricht hohe Flexibilität mit teilbarem Garkorb. Reicht das für eine Heißluftfritteuse zum Premium-Preis von 158 Euro?

Die Ninja Foodi Flex Drawer (AF500EU) dominiert seit Monaten die Bestsellerlisten bei Amazon und führt in unserem Preisvergleich im Bereich Fritteusen, wenn man nach Produktzugriffen filtert. Der Hersteller Shark/Ninja hat den Heißluftfritteusen-Markt aufgemischt und löst regelmäßig einen regelrechten Ansturm bei Sonderangeboten aus. Das Erfolgsrezept der Flex Drawer: Ein 10,4-l-Garkorb, der sich durch einen herausnehmbaren Trenner in zwei separate 5,2-Liter-Kammern aufteilen lässt.

Mit 2470 W Leistung und Temperaturen bis 240 Grad positioniert sich die Ninja in der Premium-Klasse. Die flexiblen Garmöglichkeiten erlauben sowohl die parallele Zubereitung verschiedener Speisen als auch die Nutzung des kompletten Garraums für größere Gerichte wie Aufläufe. Drei Betriebsmodi (Mega Zone, Sync, Match) koordinieren die beiden Fächer nach Bedarf.

Der aktuelle Preis von 154 Euro bei Expert Technomarkt liegt deutlich über Budget-Modellen. Ob die Ninja den Hype rechtfertigt oder nur von geschicktem Marketing profitiert, klärt unser ausführlicher Test. Das Testgerät haben uns die Kollegen von Mindfactory zur Verfügung gestellt. Der Hersteller selbst wollte uns kein Testgerät zusenden.

Design & Verarbeitung

Die Ninja Foodi Flex Drawer wirkt mit 496 × 327 × 316 mm wuchtig. Der durchgehende Frontgriff erstreckt sich über die gesamte Breite und reicht bis zu den Seiten. Das kleine LED-Display über dem Drehknopf zeigt Temperatur, Zeit und Statusmeldungen wie „Hello“ beim Start oder „Cool“ während der Abkühlphase.

Die Verarbeitung enttäuscht für den Premium-Preis. Die Oberseite ist durch eine umlaufende Kante mit Luftauslässen abgesetzt. Der Übergang zwischen Deckel und Gehäuse wirkt unsauber, zudem lässt sich der Deckel etwas zu leicht verwinden. Die Kunststoffkanten fühlen sich teilweise unsauber an. Zudem zieht die silberne Zierleiste über dem Display leicht Fingerabdrücke und Fettflecken an. Positiv fallen die Metallkomponenten auf: Der Garkorb selbst, der Trenner mit gummierten Rändern und die Abstandshalter sind solide verarbeitet.

Die vier verfügbaren Modellvarianten (AF500EU, AF500DE, AF500EUCP, AF500EUWH) unterscheiden sich nur in Farbe und Preis, nicht in der Technik. Wir haben in dem Fall das Modell AF500EU in Schwarz und Silber erhalten.

Bedienung

Die Bedienung erfolgt über einen zentralen Drehregler für die Programmwahl und jeweils zwei Tasten für Temperatur und Zeit. Die Knöpfe fühlen sich billig an und haben einen sehr geringen Tastenhub. Drei Modi steuern die Garkörbe: „Mega Zone“ nutzt den kompletten Raum ohne Trenner, „Sync“ überträgt Einstellungen auf beide Fächer, mit unterschiedlichen Startzeiten für gleichzeitiges Ende, „Match“ schaltet beide Fächer gleich.

Sieben Automatikprogramme decken die wichtigsten Anwendungen ab. Die Ninja gibt Signaltöne beim Start, beim Herausziehen der Schublade und einmalig am Programmende. Nach dem Garen folgt eine 10 bis 30 Sekunden dauernde Abkühlphase mit „Cool“-Anzeige im Display. Mit 55 dB(A) arbeitet die Ninja angenehm leise. Eine App-Steuerung fehlt – bei Küchengeräten aber auch keine Notwendigkeit in unseren Augen.

Praxiseinsatz

Vor der ersten Nutzung empfiehlt sich ein 20- bis 30-minütiges Einbrennen bei 200 Grad Celsius, um Produktionsrückstände zu entfernen. Die spülmaschinengeeigneten Teile erleichtern die Reinigung.

Im Test zieht die Ninja bei 200 Grad konstant 2200 bis 2300 W. Das Garergebnis entspricht vergleichbaren Modellen wie der Cosori Turbo Tower. Der flexible Garkorb zeigt seine Stärken: Bei Bedarf lässt sich das Gargut auf die volle Fläche verteilen, statt zu stapeln.

Rösti Fries gelingen perfekt: krosse Panade, fluffiger Kern, schnelle Garzeit. Dünne Pommes erfordern Fingerspitzengefühl – sie werden schnell trocken und zu braun. Dicke Pommes brauchen mehr Zeit und Platz, gestapelt werden sie nicht richtig durch. Ab drei Lagen Pommes übereinander leiden die oberen an Austrocknung, während die unteren noch roh sind. Nuggets werden hingegen gleichmäßig kross.

Der große Garraum erlaubt die parallele Zubereitung verschiedener Speisen oder größerer Portionen. Im Vergleich zur platzsparenden Cosori Turbo Tower mit übereinander gestapelten Fächern benötigt die Ninja deutlich mehr Stellfläche in der Breite.

Preis

Mit 154 Euro bei Expert Technomarkt liegt die Ninja deutlich über Budget-Modellen. Der Preis von 160 Euro beim Hersteller erscheint hoch, der bisherige Tiefstpreis von 125 Euro wäre deutlich attraktiver.

Fazit

Die Ninja Foodi Flex Drawer ist eine solide Heißluftfritteuse mit cleveren Ideen. Der flexible Garkorb mit herausnehmbarem Trenner bietet echten Mehrwert für variable Portionsgrößen. Die 2470 W Leistung und Temperaturen bis 240 Grad meistern auch anspruchsvolle Aufgaben. Die sieben Automatikprogramme treffen meist den richtigen Garpunkt.

Der große Hype um Ninja-Produkte weckte allerdings höhere Erwartungen. Die Verarbeitung ist für ein 145-Euro-Gerät nicht schlecht, aber eben nicht Premium. Unsaubere Übergänge und einfacher Kunststoff passen nicht ganz zum Preis.

Für Haushalte, die regelmäßig zwischen großen Einzelportionen und paralleler Zubereitung wechseln, ist die Ninja eine gute Wahl – idealerweise im Angebot unter 130 Euro. Sie erfüllt ihren Zweck zuverlässig, ist aber kein Überflieger. Der Bestseller-Status erklärt sich durch Ninjas geschicktes Marketing und praktische Flexibilität. Wer diese nicht zwingend braucht, findet in der 100-Euro-Klasse ähnlich gute Alternativen. Insgesamt vergeben wir für eine grundsätzlich gute Erfahrung im Test vier von fünf Sternen.

Große Heißluftfritteuse mit App: Haier I-Master Series 3 Dual Basket im Test

Die Heißluftfritteuse Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet zwei Garkörbe mit je 5,5 l, 3000 W Leistung und eine App. Aber gelingt damit auch das Essen?

VORTEILE

  • zwei Garkörbe mit insgesamt 11 l an Volumen
  • Sync-Funktion für gleichzeitiges Programmende beider Körbe
  • schnelles Aufheizen
  • abnehmbare Komponenten spülmaschinengeeignet

NACHTEILE

  • umständliche Menüführung über kapazitive Tasten
  • App bietet keine Fernsteuerung, nur Rezepte und Reinigungstipps

Die Heißluftfritteuse Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet zwei Garkörbe mit je 5,5 l, 3000 W Leistung und eine App. Aber gelingt damit auch das Essen?

Haier ist ein chinesischer Hausgerätehersteller aus Qingdao, bekannt für Kühlschränke, Waschmaschinen und Klimageräte. Der Name leitet sich vom früheren deutschen Partner Liebherr ab. Mit der I-Master Series 3 Dual Basket (HAF3AD 011) hat Haier seit Ende Oktober 2025 einen Doppelkammer-Airfryer im Sortiment, der mit 11 l an Gesamtvolumen, 3000 W an Leistung und einer praktischen Sync-Funktion aufwartet.

Die beiden entnehmbaren Garkörbe fassen je 5,5 l und lassen sich unabhängig voneinander mit eigenen Programmen, Temperaturen und Zeiten betreiben. Über die Sync-Funktion starten beide Körbe so versetzt, dass sie gleichzeitig fertig werden. Acht Automatikprogramme decken gängige Gerichte ab, der Temperaturbereich reicht von 60 bis 200 Grad Celsius. Dazu gibt es eine App-Anbindung über WLAN.

Wie die Heißluftfritteuse sich im Alltag schlägt, klären wir in diesem Testbericht. Das Testgerät hat uns der Hersteller zur Verfügung gestellt.

Design und Verarbeitung

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket besteht vollständig aus mattem schwarzem Kunststoff. Die Verarbeitung ist weitgehend ordentlich, aber nicht makellos. An den Garkörben fallen etwas unsaubere Kanten und größere Spaltmaße auf. Auch die Verankerung des Deckels an der Oberseite wirkt wackelig – er lässt sich leicht verwinden und mit einem Finger herausbiegen. Im Alltag stört das kaum, einen besonders stabilen Eindruck hinterlässt es aber nicht.

Die Abmessungen betragen 363 × 304 × 495 mm bei einem Gewicht von 8,2 kg. Die Griffe sind gummiert und ergonomisch geformt. Das Stromkabel ist fest integriert. Anti-Rutsch-Füße fehlen allerdings. Die Garkörbe und Einsätze besitzen eine Antihaftbeschichtung und können entnommen werden. Alle abnehmbaren Teile sind spülmaschinengeeignet.

Ein konstruktives Detail fällt auf: Zwischen den beiden Garkörben gibt es keine physische Trennwand, lediglich eine dünne Kunststoffführungsschiene. Das hat Konsequenzen im Betrieb, dazu mehr im Praxiseinsatz. Die Wärmebildkamera zeigt beim Aufheizen einen bis zu 69 Grad Celsius heißen Spalt zwischen den Körben. Von außen spürt man davon allerdings kaum etwas.

Bedienung

Die Bedienung der Haier I-Master Series 3 erfolgt über kapazitive Touch-Tasten rund um ein weiß leuchtendes LCD. Die acht Preset-Programme für verschiedene Gerichte sind zwar als einzelne Symbole auf dem Bedienfeld abgebildet, lassen sich aber nicht direkt antippen. Stattdessen muss man eine „Menü-Taste“ nutzen, deren Icon aus drei stichpunktartigen Symbolen besteht. Dass es sich dabei um die Menü-Taste handelt, haben wir erst nach längerem Suchen verstanden. Intuitiv ist das leider nicht.

Noch ärgerlicher: Man muss von links nach rechts durch alle Programme durchklicken, bis man beim gewünschten ankommt. Verklickt man sich, geht es von vorn los. Bei vielen Konkurrenzmodellen tippt man das gewünschte Programm einfach direkt an.

Auch der Programmwechsel nervt. Beendet man ein Programm per Stopp-Taste, lässt sich der Garkorb nicht sofort mit einem neuen Programm starten. Die Fritteuse muss erst komplett ausgeschaltet und wieder eingeschaltet werden. Wer also nach den Pommes noch Nuggets nachladen will, muss die Fritteuse aus- und wieder anschalten – selbst wenn im zweiten Fach noch ein Programm läuft. Temperatur und Zeit lassen sich aber neben den festen Presets auch manuell einstellen.

Haier bewirbt die Fritteuse mit App-Funktionalität über die „Hon“-App per WLAN. Eine echte Fernsteuerung oder Programmüberwachung bietet sie jedoch nicht. Stattdessen liefert die App lediglich Rezepte, Reinigungstipps und Anleitungen.

Für die Nutzung ist eine Registrierung erforderlich, zudem muss die Fritteuse mit der App gekoppelt werden. Der Mehrwert bleibt überschaubar: Es erscheinen lediglich Hinweise und Timer zur Reinigung. Rezepte und Tipps finden sich ebenso gut in kostenlosen Community-Apps oder einschlägigen Foren.

Für die beiden 5,5-l-Garkörbe bietet Haier mehrere Betriebsarten: Einzelbetrieb, einen Match-Modus mit identischen Einstellungen für beide Körbe sowie einen individuellen Betrieb mit unterschiedlichen Programmen, Zeiten und Temperaturen pro Fach.

Im individuellen Modus greift die Sync-Funktion: Der Korb mit der längeren Garzeit startet zuerst, der zweite setzt zeitversetzt ein, sodass beide die gleiche Restlaufzeit erreichen. Läuft der erste Korb etwa 45 Minuten und der zweite 20 Minuten, beginnt der zweite erst, wenn im ersten noch 20 Minuten verbleiben. So werden beide Körbe gleichzeitig fertig.

Auffällig: Öffnet man bei parallelem Betrieb einen Garkorb, stoppt das Programm in beiden Körben. Das liegt an der fehlenden physischen Trennwand. Würde ein Korb weiterlaufen, während der andere herausgezogen ist, könnte heiße Luft entweichen. Die Tefal EY90JD löst das mit einer zwischen den Körben eingebauten Zwischenwand besser.

Praxiseinsatz

Die Garergebnisse überzeugen. Dadurch, dass beide Körbe gleich groß sind, lässt sich eine ordentliche Portion Pommes gut so verteilen, dass sie nicht direkt aufeinanderliegen – Voraussetzung für gleichmäßiges Garen. Wie bei vielen Heißluftfritteusen kommt es aber auf die Füllmenge an.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket – Praxiseinsatz

Bei den Automatikprogrammen ist allerdings je nach Frittiergut Nachjustieren nötig: Chicken-Wings benötigten in unserem Test weniger Zeit als vom Programm vorgesehen und wären sonst verbrannt. Pommes hingegen benötigten rund fünf Minuten länger. Mit manuell angepasster Zeit fielen die Ergebnisse bei beiden einwandfrei aus.

Beim Aufheizen erreicht die Fritteuse nach einer Minute rund 96 bis 99 Grad Celsius im Garkorb, nach zwei Minuten bis zu 160 Grad und nach etwa drei Minuten bereits über 180 Grad.

Beim Aufheizen nimmt die Fritteuse bis zu 2580 W auf. Ist die eingestellte Temperatur erreicht, sinkt die Leistungsaufnahme zunächst auf rund 1500 W und anschließend auf etwa 50 W. Bei 200 Grad Celsius Innentemperatur erwärmt sich die Front auf rund 32 Grad, die Seiten erreichen etwa 42 Grad. An den rückseitigen Lüfterauslässen messen wir bis zu 75 Grad. Die Heizstäbe im Innenraum kommen auf Temperaturen von bis zu 226 Grad.

Haier I-Master Series 3 Dual Basket – Temperatur im Garkorb

Preis

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket kostet derzeit rund 129 Euro bei Amazon. Damit liegt sie im gehobenen Mittelfeld, knapp unterhalb des Premiumbereichs.

Zur Black Week war der Airfryer bereits für 109 Euro erhältlich – ein deutlich attraktiverer Preis. Auch zu einem späteren Zeitpunkt stets den besten Preis laut Preisvergleich bekommt man über unseren Bestpreis-Link, der direkt zum aktuell günstigsten Shop führt. Für den Preis von 135 Euro wären die Ninja Flex Drawer oder die hochwertiger wirkende Tefal EY90JD die attraktivere Wahl. Erst bei etwa 109 Euro wäre die Haier-Fritteuse klar empfehlenswert.

Fazit

Die Haier I-Master Series 3 Dual Basket bietet viel Volumen, heizt schnell auf und punktet mit einer praktischen Sync-Funktion für zwei Garkörbe. Dank hoher Leistung erreicht der Garraum in rund drei Minuten mehr als 180 Grad Celsius. Spülmaschinengeeignete Einsätze und die Antihaftbeschichtung erleichtern die Reinigung.

Die Bedienung trübt den Gesamteindruck jedoch deutlich. Die verschachtelte Menüführung über kapazitive Tasten, der erzwungene Neustart beim Programmwechsel sowie das gleichzeitige Stoppen beider Körbe beim Öffnen nur eines Fachs kosten im Alltag Geduld. Auch die fehlende Trennwand zwischen den Garkörben wirkt wie eine Sparmaßnahme mit praktischen Nachteilen. Die App bietet zudem kaum Mehrwert gegenüber frei zugänglichen Rezeptquellen.

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Künstliche Intelligenz

Top 10: Die besten Bluetooth-Lautsprecher für Garten, Balkon und WM 2026


Bluetooth-Lautsprecher sind ideal für Garten, Balkon und Public-Viewing zur WM 2026. Wir zeigen die zehn besten aus über 40 Tests.

Ob entspannter Grillabend, Festival oder gemeinsames Fußballschauen im Freien: Ein guter Bluetooth-Lautsprecher sorgt überall für den richtigen Sound. Gerade rund um sportliche Großereignisse wie die Fußball-WM 2026 rücken die mobilen Boxen vermehrt in den Fokus – im Garten, auf der Terrasse oder beim Public-Viewing mit Freunden.

Unsere Analyse zeigt: Besonders gefragt bei unseren Lesern sind kompakte Bluetooth-Lautsprecher mit einem Gewicht von 0,5 kg bis gut 1 kg – handlich genug für den spontanen Einsatz beim Public Viewing, robust genug für den dauerhaften Outdoor-Einsatz. Genau diesen Modellen widmen wir unsere regelmäßig aktualisierte Bestenliste. Wer seine Bluetooth-Box noch leichter wünscht, der sollte bei unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher vorbeischauen.

Auch Katzen finden winzige Bluetooth-Boxen gut.

Welcher kleine Bluetooth-Lautsprecher ist der beste?

Unser Testsieger ist der JBL Charge 6 für 134 Euro (Amazon). Er vereint kräftigen Klang mit einer langen Akkulaufzeit, der besten App, guter Verarbeitung und kultigem Design.

Zum Technologiesieger küren wir den Marshall Emberton III für 148 Euro (Amazon). Der Vintage-Bluetooth-Lautsprecher besticht nicht nur mit seinem Äußeren, er klingt auch noch verdammt gut und läuft mit einer Akku-Ladung länger als die meisten anderen.

Wer sparen will, greift zu unseren Preis-Leistungs-Sieger Xiaomi Sound Outdoor für schlanke 37 Euro (Alza). Trotz kompakter Maße klingt der Outdoor-Speaker besser als viele deutlich teurere Konkurrenten.

Hier unser vollständiges Ranking:

KURZÜBERSICHT

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit. Er kostet rund 148 Euro (Amazon).

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) beweist: Guter Sound muss nicht teuer sein. Dazu ist der Bluetooth-Lautsprecher schick, wasserdicht und einfach zu bedienen. Für gerade einmal 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Ratgeber

Sound: Welche Bluetooth-Lautsprecher haben den besten Klang?

Entscheidend für einen guten Klang ist unter anderem die Treibergröße. Große Treiber ab 50 mm Durchmesser sind besser in der Lage, tiefe Bässe zu reproduzieren. Kleinere Treiber unter 40 mm, wie man sie in kompakten Geräten findet, bieten weniger Druck im Bassbereich. Viele gute kleine Bluetooth-Lautsprecher nutzen zwei Treiber – einen größeren für die tiefen Frequenzen und einen kleineren für die Höhen. So hat etwa der hervorragende JBL Charge 6 einen 53 mm × 93 mm Tief-/Mitteltöner und einen 20 mm Hochtöner.

Gleichzeitig beeinflusst das Material der Treiber den Klang. So setzt etwa der Hochtöner des Edifier ES60 auf Seide.

Die Verstärkerleistung, gemessen in Watt RMS, bestimmt, wie laut und verzerrungsfrei der Lautsprecher spielt. Hier sollte man die Peak-Watt-Angaben ignorieren, da sie wenig über die reale Leistung aussagen. Ein 20-W-RMS-Lautsprecher liefert etwa einen saubereren und verzerrungsfreien Klang als ein Modell, das nur 10 W RMS bei gleicher Lautstärke aufbringen kann. Gute kabellose Lautsprecher bis 1 kg wie der JBL Charge 6 haben bis zu 45 W RMS.

Die Größe und das Gewicht sind entscheidende Faktoren für die Klangqualität, besonders für den Bass. Denn Bass benötigt Platz, um sich voll entfalten zu können. Viele stationäre Lautsprecher verfügen über ein Bassreflexsystem, etwa über Öffnungen im Gehäuse. Das verstärkt den Schalldruck. Bluetooth-Lautsprecher setzen dagegen häufig auf passive Bassradiatoren. Bei ihnen handelt es sich im Grunde um eine oder mehrere geschlossene Membranen. Öffnungen gilt es zu vermeiden, schließlich soll bei der mobilen Outdoor-Nutzung kein Schmutz oder Flüssigkeit eindringen.

Akku: Wie ist die Laufzeit meiner Bluetooth-Box?

Die Akkukapazität eines Bluetooth-Lautsprechers ist ein entscheidender Faktor, wenn es um die Spielzeit geht – aber nicht der Einzige. Viele Hersteller geben die Akkukapazität in Milliamperestunden (mAh) an. Das beschreibt, wie viel Strom der Akku über eine Stunde hinweg liefern kann. Erst zusammen mit der Spannung in Volt ergibt sich die tatsächliche Energiemenge in Wattstunden (Wh), was der tatsächlichen Akkukapazität entspricht. So hat die JBL Charge 6 einen Akku mit 7722 mAh. Multipliziert mit ihrer Spannung von 3,6 V ergibt sich eine Akkukapazität von 27,8 Wh.

Neben der reinen Akkukapazität bestimmen weitere Faktoren wie die Verstärkerklasse und die Stromaufnahme der Treiber die Laufzeit des Bluetooth-Lautsprechers. Ein großer Akku garantiert also nicht automatisch eine lange Laufzeit, ist jedoch ein wichtiges Indiz. Viele moderne Bluetooth-Lautsprecher funktionieren optional auch als Powerbank (Bestenliste). Wer diese Funktion nutzen möchte, sollte zusätzliches Augenmerk auf die Größe des Akkus legen.

Die Laufzeitangabe des Herstellers ist ein weiterer wichtiger Hinweis. Hierbei ist zu beachten, dass diese Werte meist unter wenig transparenten Bedingungen gemessen werden: moderate Lautstärke, kein Einsatz von Bass-Boostern oder anderen stromintensiven Funktionen.

Marshall Emberton III

Gerade die Lautstärke ist für die tatsächliche Akkulaufzeit entscheidend. Ein Speaker auf maximaler Lautstärke entleert den Akku viel schneller als ein leise spielendes Gerät. Dabei steigt die Leistungsaufnahme exponentiell an, je lauter der Lautsprecher spielt.

Was die Ladezeit betrifft, so hängt diese sowohl von der Kapazität des Akkus als auch vom verwendeten Ladestrom ab. Moderne Lautsprecher nutzen zunehmend USB-C als Ladestandard. Viele Bluetooth-Boxen kennen kein Quick Charge. Hier kann es selbst bei geringer Akkukapazität einige Stunden dauern, bis der Stromspeicher wieder voll ist. Bei Geräten wie dem Marshall Emberton III mit Quick Charge genügt es, sie 20 Minuten zu laden, um viele Stunden Spielzeit zu erhalten.

Verarbeitung: Wie robust soll eine Bluetooth-Box sein?

Bei der Verarbeitungsqualität eines Bluetooth-Lautsprechers, insbesondere für den Outdoor-Einsatz, spielen Robustheit und Materialwahl eine entscheidende Rolle. Ein Bluetooth-Lautsprecher sollte nicht nur wetterfest sein, sondern auch mechanischen Belastungen wie Stößen, Stürzen und Vibrationen standhalten. Hier sind mehrere Details zu beachten.

Zunächst einmal ist der Schutz gegen Wasser und Staub ein zentrales Kriterium. Die IP-Zertifizierung (Ingress Protection) ist der Industriestandard, um die Widerstandsfähigkeit gegenüber dem Eindringen von festen Partikeln und Flüssigkeiten zu bewerten. Ein Lautsprecher mit einer IP67-Zertifizierung wie der Sony Ult Field 1 ist sowohl staubdicht als auch wasserdicht. Er soll neben einer Unempfindlichkeit gegenüber Staub bis in eine Tiefe von einem Meter unter Wasser für 30 Minuten durchhalten, bevor Flüssigkeit eindringt. Aber Achtung: Diese Werte wurden unter Laborbedingungen gemessen und gelten nicht für Chlorwasser, Wasser mit Seife oder Salzwasser.

Sony Ult Field 1

Neben der Wasserdichtigkeit spielt die Stoßfestigkeit eine zentrale Rolle. Outdoor-Lautsprecher sollten in der Lage sein, Stürze aus typischen Höhen, etwa 1,5 Meter, ohne Beschädigungen zu überstehen. Hier sind Gehäuse aus Thermoplasten wie TPU (thermoplastisches Polyurethan) oder robuster ABS-Kunststoff besonders vorteilhaft. Diese Materialien kombinieren eine hohe Flexibilität mit einer starken Schlagfestigkeit. Der JBL Charge 6 setzt beispielsweise auf eine Gummierung an den Ecken und Kanten, um Stöße abzufangen, während das Mesh-Gewebe am Gehäuse zusätzlichen Schutz vor Kratzern und Abrieb bietet.

Ein weiterer Aspekt ist die Qualität der Gehäusedichtung. Outdoor-Lautsprecher verwenden oft Gummiabdeckungen, um Anschlüsse wie den USB-Port oder den AUX-Eingang zu schützen. Eine mangelhafte Abdichtung kann dazu führen, dass Feuchtigkeit ins Innere gelangt und Korrosion an den elektronischen Bauteilen verursacht. Hochwertige Lautsprecher setzen daher auf versiegelte, robuste Gummiklappen, die fest sitzen und auch nach häufigem Öffnen und Schließen dicht bleiben.

Design: Wie muss ein guter Bluetooth-Lautsprecher aussehen?

Das Design eines Bluetooth-Lautsprechers geht über ästhetische Aspekte hinaus. Es beeinflusst auch, wie er genutzt werden kann, wie gut er klingt und wie robust er im Alltag ist. Dabei sind vorrangig bei hochmobilen Geräten Formfaktor, Größe und Gewicht zentrale Punkte.

Ein durchdachtes Design vereint Funktionalität mit Ästhetik. Hier geht es nicht nur darum, ob der Lautsprecher gut aussieht, sondern auch darum, wie ergonomisch er ist und welche praktischen Vorteile er im Alltag bietet. Zum Beispiel bieten viele kleine Bluetooth-Lautsprecher kompakte Designs, die auf Portabilität ausgelegt sind. Beispiele dafür sind der Sony Ult Field 1 und der Marshall Emberton III. Diese Geräte können dank mitgelieferter Schlaufen an Rucksäcken, Fahrrädern oder Kleidung befestigt werden, was sich für Outdoor-Aktivitäten anbietet.

LG Xboom 360 DXO2T

Ein weiteres Beispiel für durchdachtes Design sind Lautsprecher mit runden oder zylindrischen Formen wie der LG Xboom 360 DXO2T. Diese Geometrien ermöglichen eine 360-Grad-Soundverteilung, was einen gleichmäßigen Klang in alle Richtungen ermöglicht.

Kleine Bluetooth-Lautsprecher bieten aufgrund ihres kompakten Designs und des geringen Gewichts klare Vorteile für alle, die häufig unterwegs sind. Einige Modelle sind so klein, dass sie sogar in eine Jackentasche passen. Mehr dazu in unserer Bestenliste der kleinen Bluetooth-Lautsprecher.

Freisprecheinrichtung: Telefonieren mit dem Bluetooth-Lautsprecher

Einige Bluetooth-Lautsprecher bieten eine integrierte Freisprecheinrichtung, um Anrufe direkt über den Lautsprecher anzunehmen. Dabei verwenden hochwertige Lautsprecher oft geräuschunterdrückende Mikrofone und Software, um Hintergrundgeräusche auszublenden.

Multipoint: mehrere Geräte gleichzeitig verbinden

Multipoint erlaubt es einem Bluetooth-Lautsprecher, mit mehreren Geräten gleichzeitig verbunden zu sein. Dies ist besonders praktisch, um etwa Notebook und Smartphone gleichzeitig mit dem Gerät zu verbinden. Wenn die Box also Musik vom Laptop spielt und ein Anruf auf dem Smartphone eingeht, schaltet der Lautsprecher automatisch auf den Anruf um. Nach dem Anruf wechselt er selbstständig zurück zur Musik des Laptops.

Verbindungsoptionen (AUX, USB, NFC)

Bluetooth ist die Standardverbindungsmethode für drahtlose Lautsprecher. Doch viele Modelle können mehr.

Ein 3,5-mm-Klinkenanschluss (AUX) ist besonders nützlich, wenn man eine kabelgebundene Verbindung bevorzugt oder wenn das Bluetooth-Signal aus einem Grund nicht verfügbar oder stabil genug ist. Dies gilt vorwiegend in Umgebungen mit vielen Störquellen oder für ältere Geräte ohne Bluetooth. Ein AUX-Anschluss sichert zudem eine verlustfreie, stabile Audioverbindung mit geringer Latenz, was für Audiophile und Gamer wichtig sein kann.

NFC (Near Field Communication): Die NFC-Technologie vereinfacht das Koppeln von Bluetooth-Geräten erheblich. Ein einfacher Kontakt zwischen dem Lautsprecher und einem NFC-fähigen Smartphone reicht aus, um eine Verbindung herzustellen, ohne dass man die Bluetooth-Einstellungen manuell durchlaufen muss.

Hi-Res-Codecs: Einige Bluetooth-Lautsprecher unterstützen neben SBC und in einigen Fällen auch AAC zusätzlich LDAC-, AptX– oder AptX HD-Codecs, die eine höhere Audioqualität über Bluetooth ermöglichen, indem sie Musik mit geringerer Latenz und weniger Komprimierung übertragen.

Fazit

Die richtige Bluetooth-Box zu finden, ist gar nicht so einfach. Einer der wichtigsten Faktoren ist der Klang, der in unserer Bewertung die höchste Priorität hat. Dabei ist wirklich guter Klang erst ab einem gewissen Volumen möglich. Aber auch kleine Bluetooth-Lautsprecher haben ihren Reiz. Hier gilt es, den goldenen Mittelweg zu finden.

Dabei sollte nie das Preis-Leistungs-Verhältnis außer Acht gelassen werden. Auch Design, Verarbeitung und Akkulaufzeit können den ausschlaggebenden Unterschied machen. Dazu kommen noch weitere Funktionen wie Wasserdichtigkeit, ein AUX-Eingang, Freisprecheinrichtung, Multipoint, hochauflösende Codecs, Multiroom und mehr.

Der Testsieger ist die JBL Charge 6, zum Vintage-König küren wir den Marshall Emberton III, und als Preis-Leistungs-Sieger überzeugt der Xiaomi Sound Outdoor.

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BESTENLISTE

Testsieger

JBL Charge 6

Bluetooth-Box JBL Charge 6 im Test

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

VORTEILE

  • kraftvoller, präziser Klang mit starkem Bass
  • lange Akkulaufzeit
  • verbesserte IP68-Wasserdichtigkeit
  • hochwertige Verarbeitung
  • Auracast und USB-C-Audio

NACHTEILE

  • spürbarer Aufpreis zum Vorgänger
  • Schwächen in den mittleren Höhen bei hoher Lautstärke
  • kein Mikrofon für Freisprechfunktion
  • nur SBC-Codec

Der JBL Charge 6 ist mit verbessertem Klang und längerer Akkulaufzeit unser neuer Testsieger. Im Test zeigen wir, warum.

JBL hat mit der Charge-Serie einen Bluetooth-Lautsprecher im Portfolio, der regelmäßig die Bestenlisten anführt. Der neue JBL Charge 6 tritt nun in die großen Fußstapfen des beliebten JBL Charge 5. Die Amerikaner versprechen mehr Power, längere Akkulaufzeit und bessere Wasserdichtigkeit. Zeit für einen gründlichen Check: Kann der Newcomer die hohen Erwartungen erfüllen? Wir haben den Lautsprecher auf Herz und Nieren geprüft.

Design und Verarbeitung des JBL Charge 6

Der JBL Charge 6 bleibt dem bewährten Design treu. Das zylindrische Gehäuse mit Mesh-Bezug und Gummipuffern schreit förmlich „Ich bin ein JBL!“. Mit 23 x 10 x 10 cm und 1 kg Gewicht ist er weder winzig noch ein Fliegengewicht, passt aber anstandslos in jeden Rucksack. Man könnte sagen: Er hat die optimale Größe für einen Lautsprecher, der zwar gut klingen, aber trotzdem noch transportabel sein soll.

Die Farbpalette ist groß: Rot, Camouflage, Lila, Blau, Schwarz, Pink und Weiß stehen zur Auswahl. Das klassische JBL-Rot sticht genauso hervor wie das neue Lila, während Schwarz und Weiß zeitlos wirken. Pink und Blau erscheinen etwas blass. Camouflage erweckt den Eindruck, als würde der Lautsprecher zum Wehrdienst eingezogen. Aber Geschmäcker sind verschieden und Auswahl hat noch nie geschadet.

Der überarbeitete Gummifuß ist ein echter Fortschritt, der Charge 6 steht im Vergleich zum Vorgänger fest auf dem Boden der Tatsachen. Ebenfalls Lob verdient der breite und griffige Tragegriff. An zwei Befestigungspunkten kann er als Riemen oder Schlaufe angebracht werden. Nur das Einfädeln der Nippel durch die Laschen erfordert Fingerspitzengefühl.

Die Verarbeitung ist wie von JBL gewohnt makellos. Im Härtetest übersteht der Charge 6 sogar Stürze aus einem Meter Höhe auf Asphalt – nichts für schwache Nerven, aber beruhigend für Tollpatsche. Neu ist die Schutzklasse IP68. Der Lautsprecher ist damit nicht nur staubdicht, sondern überlebt auch 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe. Der Vorgänger mit IP67 würde bei diesem Tauchgang absaufen.

Wie gut ist der Klang des JBL Charge 6?

Mit 45 Watt Gesamtleistung (30 Watt RMS Woofer, 15 Watt RMS Tweeter) übertrifft der Charge 6 seinen Vorgänger leicht. Der 53 x 93 mm große Tieftöner und der 20 mm Hochtöner decken einen Frequenzbereich von 56 Hz bis 20 kHz ab.

Im Hörtest zeigt der Charge 6, was in ihm steckt. Der Bass ist präziser und druckvoller geworden. Die passiven Bassradiatoren an den Seiten vibrieren wie wild und liefern Tieftöne, die man in dieser Geräteklasse zu schätzen weiß. Bei maximaler Lautstärke – und die ist beachtlich – könnten kleinere Gegenstände auf dem Tisch durchaus ins Tanzen geraten.

Bei hohen Lautstärken offenbart der Lautsprecher allerdings leichte Schwächen in den mittleren Höhen. Bestimmte Stimmen und Instrumente verlieren etwas an Präsenz und werden etwas vom wuchtigen Bass verschluckt. Dennoch gehört der Charge 6 klanglich zur Elite seiner Gewichtsklasse. Der neue „AI Sound Boost“ reduziert Verzerrungen bei hoher Lautstärke etwas.

Bei den Bluetooth-Codecs bleibt JBL konservativ: Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Audiophile mögen die Nase rümpfen, doch es gibt einen Lichtblick: Über USB-C ist High-Res-Audio möglich. Im Test führte dies zu einer merklich besseren Klangqualität.

Ein Wermutstropfen bleibt: Auch der Charge 6 verzichtet auf ein integriertes Mikrofon. Als Freisprecheinrichtung taugt er daher nicht – schade.

Bedienung und App des JBL Charge 6

Die Bedienung erfolgt über physische Tasten auf der Oberseite. Diese sind neu angeordnet, bieten einen präzisen Druckpunkt und sind auch im Dunkeln gut zu erfühlen. Neben den üblichen Verdächtigen (Power, Bluetooth, Play/Pause, Lautstärke) gibt es auch eine Auracast-Taste.

Diese Funktion verbindet mehrere JBL-Lautsprecher mühelos miteinander. Ein Gerät dient als Quelle und überträgt das Signal an die anderen. Die Kopplung ist kinderleicht und gelingt ohne komplizierte Paarungsrituale. Mit zwei Charge 6 lässt sich sogar ein Stereo-Paar bilden – allerdings nur über die App.

Die JBL Portable App ist übersichtlich und selbsterklärend. Sie zeigt den genauen Batteriestatus und bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – ein deutliches Upgrade gegenüber dem 3-Band-Equalizer des Vorgängers. Der neue „Playtime Boost“ optimiert die Akkulaufzeit.

Insgesamt ist die App kein Feature-Monster, aber sie erfüllt ihren Zweck. Wer seinen Lieblingssound einmal eingestellt hat, wird sie vermutlich nur selten öffnen.

Der Akku des JBL Charge 6

Die Akkulaufzeit ist beeindruckend: Bis zu 24 Stunden hält der Charge 6 durch – vier Stunden länger als sein Vorgänger. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ sind sogar 28 Stunden möglich, allerdings bei reduzierter Lautstärke. Perfekt für Camping-Trips oder Strandtage, die kein Ende nehmen wollen.

Der 34 Wh Akku (7,2 V bei 4722 mAh) lädt in etwa drei Stunden komplett auf. Ein LED-Balken am Gerät zeigt die Restkapazität an – nicht so präzise wie eine Prozentanzeige, aber ausreichend für eine grobe Einschätzung. Die Powerbank-Funktion über USB-C ist ein praktisches Extra für Notfälle.

Was kostet der JBL Charge 6?

Mit 135 Euro (Amazon) ist der JBL Charge 6 kein Schnäppchen.

Fazit

Der JBL Charge 6 ist der neue Platzhirsch unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern und erobert den Spitzenplatz unserer Bestenliste. Mit verbessertem Klang, längerer Akkulaufzeit und erhöhter Wasserdichtigkeit setzt er die Messlatte etwas höher.

Besonders beeindruckend sind der kraftvolle Bass, die hohe Maximallautstärke und die makellose Verarbeitung. Die Auracast-Funktion und der verbesserte Equalizer sind willkommene Ergänzungen. Kleinere Schwächen wie das fehlende Mikrofon und die Beschränkung auf den SBC-Codec trüben das Gesamtbild nur leicht.

Der Preis von 135 Euro (Amazon) ist angesichts der gebotenen Leistung nachvollziehbar, macht den Charge 6 aber zu einer Investition. Wer einen vielseitigen, robusten und klangstarken Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch mal ein unfreiwilliges Bad überstehen kann, wird mit dem JBL Charge 6 glücklich werden.

Wer mehr Wumms braucht, findet in der JBL-Xtreme-Serie größere, lautere Modelle – allerdings zum Preis von mehr Gewicht und Volumen. Für Minimalisten könnte die kompaktere JBL-Flip-Serie interessant sein, die trotz geringerer Größe erstaunlich gut klingt.

Vintage-König

Marshall Emberton III

Bluetooth-Lautsprecher Marshall Emberton III im Test

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • kompakt, schick, hochwertig
  • kraftvoller, warmer Klang
  • enorme Akkulaufzeit & Quick Charge

NACHTEILE

  • Tiefbass nicht so druckvoll wie größere Boxen
  • Bedienknopf etwas schwammig
  • AUX-Eingang fehlt

Der Marshall Emberton III ist ein stylischer und kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke versprüht. Mit seinem robusten Design, dem kraftvollen Klang und der langen Akkulaufzeit will er vor allem unterwegs überzeugen. Ob ihm das gelingt, zeigt unser Test.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher erfreuen sich großer Beliebtheit. Sie sind die perfekten Begleiter für unterwegs und sorgen fast überall für den passenden Soundtrack. Mit dem Emberton III bringt Marshall einen mobilen Speaker, der nicht nur mit kultiger Optik im Verstärker-Look, sondern auch mit kraftvollem Klang überzeugen will.

Design und Verarbeitung

Der Marshall Emberton III versprüht mit seinem Design sofort das typische Rock-’n‘-Roll-Feeling der kultigen Verstärker-Marke. Mit Abmessungen von etwa 16 × 7 × 8 cm (B × H × T) und einem Gewicht von lediglich 670 Gramm ist er äußerst kompakt und mobil. Im Vergleich wirken Konkurrenten wie die JBL Charge 5 (Testbericht) mit knapp einem Kilogramm oder der LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) mit 1,1 kg geradezu wuchtig.

Das Gehäuse des Emberton III ist größtenteils mit einem weichen, gummiert wirkenden Kunstleder überzogen, das sich fantastisch anfühlt. Vorder- und Rückseite zieren hingegen Metallgitter, auf der Front prangt zudem das typische goldene Marshall-Logo. Liebhaber der berühmten Marshall-Verstärker werden hier sofort ein wohliges Retro-Gefühl bekommen.

Marshall Emberton III

Auf der Oberseite sitzt ein großer, goldener Knopf. Per mittigem Druck wird die Wiedergabe gestartet oder gestoppt, durch Drücken nach links, rechts, oben oder unten lässt sich die Lautstärke regeln und Titel überspringen. So schick der Knopf aussieht, in der Praxis erweist er sich leider als etwas schwammig und unpräzise. Neben dem goldenen Knopf finden sich ein dezenter Power-Button und eine Bluetooth-Taste. Die andere Seite ziert eine schicke und detaillierte Akku-Anzeige im Marshall-Look. Ganz rechts sitzt ein USB-C-Port zum Laden und eine Befestigungsmöglichkeit für die mitgelieferte Trageschlaufe.

Einen AUX-Eingang sucht man vergebens, auch lässt sich der Speaker nicht als Powerbank nutzen. Auf der gummierten Unterseite sorgen Standfüße für festen Halt.

Verarbeitung und Material wirken rundum hochwertig. Nichts knarzt oder wackelt, die Metallgitter sitzen fest und auch an Übergängen und Nähten gibt es keinerlei Kritikpunkte. Mit IP67-Zertifizierung ist der Marshall zudem komplett staub- und wasserdicht. Selbst ein 30-minütiges Tauchbad in einem Meter Tiefe übersteht er problemlos.

Sound: Wie gut ist der Klang des Marshall Emberton III?

Im kompakten Gehäuse des Emberton III stecken 20 Watt Leistung, die den Klang nicht nur nach vorn, sondern dank Fullrange-Treiber auch nach hinten abstrahlen. Das erzeugt eine gewisse Räumlichkeit, wenn auch nicht so ausgeprägt wie beim LG Xboom 360 DXO2T (Testbericht).

Insgesamt gefällt uns der Klang richtig gut. Vor allem im Marshall-Modus umhüllen uns warme, satte Klänge. Verzerrte E-Gitarren bekommen durch den Speaker den klassischen Marshall-Sound verpasst. Die maximale Lautstärke ist ordentlich, in den oberen Pegelbereichen setzen jedoch spürbar Verzerrungen ein.

Auch in puncto Tiefbass muss sich der Winzling so mancher größeren Box geschlagen geben. Mit gerade einmal 670 Gramm Gewicht stößt der Emberton III hier an die physikalischen Grenzen des klanglich Machbaren. Zwar klingt er für sich genommen sehr gut, gegen eine JBL Charge 5 (Testbericht) oder eine LG Xboom Go DXGQ7 (Testbericht) kommt er bassmäßig aber nicht an.

Marshall Emberton III

Die Marshall Bluetooth App bietet zwar keinen vollwertigen EQ, aber immerhin drei Presets. Standardmäßig ist der Marshall-Sound mit warmer, recht ausgeglichener Abstimmung aktiviert. Preset 2 hebt Höhen und Bässe an, Preset 3 betont die Mitten und eignet sich gut für Podcasts oder Hörbücher. Fürs reine Musikhören bevorzugen wir den ausgewogenen Marshall-Klang.

Technisch ist der Emberton III auf der Höhe der Zeit. Er verbindet sich per Bluetooth 5.3 und unterstützt neben dem SBC- auch den AAC-Codec. Praktisch: Per Multipoint lassen sich mehrere Zuspieler gleichzeitig koppeln. Dank des eingebauten Mikrofons kann der Marshall auch als Freisprecheinrichtung dienen. Solange man sich nahe am Speaker befindet, ist die Sprachqualität sehr gut. Mit zunehmender Entfernung schleicht sich jedoch ein störender Halleffekt ein.

App

Die Marshall-Smartphone-App bietet nicht allzu viele Funktionen. Immerhin lassen sich neben der Wahl dreier Sound-Presets auch Software-Updates einspielen. Es gibt ferner eine Option, den Akku zu schonen. Für den alltäglichen Gebrauch greift man jedoch eher selten zur App, die meisten Funktionen werden direkt am Speaker gesteuert.

Akku

Einer der großen Überraschungen des Emberton III ist der potente Akku. Laut Marshall soll er eine Wiedergabedauer von bis zu 32 Stunden ermöglichen – allerdings nur bei geringer bis mittlerer Lautstärke. Spielt man überwiegend mit hohem Pegel, schrumpft die Laufzeit deutlich. Trotzdem gehört der Marshall-Speaker zu den ausdauerndsten Mobil-Boxen, die wir bislang im Test hatten.

Ein Lob verdient auch die präzise Akkustandanzeige, die jederzeit über die verbleibende Laufzeit informiert. Geladen wird der Marshall per USB-C, ein passendes Kabel liegt bei. Dank Quick Charge reichen 20 Minuten an der Steckdose, damit der Bluetooth-Speaker wieder sechs Stunden lang Musik spielen kann.

Preis: Was kostet der Marshall Emberton III?

Mit einem Preis von rund 148 Euro (Amazon) ist der Marshall Emberton III im gehobenen Preissegment kompakter Bluetooth-Lautsprecher angesiedelt.

Fazit

Der Marshall Emberton III ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher, der mit kultiger Optik, hochwertigem Material-Mix und starker Technik aufwartet. Der Klang ist kraftvoll, warm und druckvoll, auch wenn größere Boxen im Hinblick auf Tiefbass und Maximallautstärke die Nase vorn haben. Die größten Trümpfe des Emberton III sind seine enorme Mobilität dank kompakter Abmessungen und geringem Gewicht sowie die herausragende Akkulaufzeit.

Wer den legendären Marshall-Look mag und eine kleine, robuste Box für unterwegs sucht, liegt mit dem Emberton III goldrichtig. Deutlich mehr Wumms bietet die JBL Charge 5 (Testbericht). Unter dem Strich ist Marshall mit dem Emberton III ein rundum gelungener mobiler Spaßmacher mit hohem Lifestyle-Faktor gelungen.

Preis-Leistungs-Sieger

Xiaomi Sound Outdoor

Bluetooth-Lautsprecher Xiaomi Sound Outdoor 2024 im Test

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

VORTEILE

  • unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis
  • robustes, wasserdichtes IP67-Design
  • kräftiger Bass trotz kompakter Größe
  • praktische Trageschlaufe für unterwegs
  • unkomplizierte Bedienung

NACHTEILE

  • keine Equalizer
  • Höhen könnten präsenter sein
  • kein AUX-Eingang
  • keine Powerbank-Funktion
  • Akkulaufzeit nur Durchschnitt

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) liefert robusten Sound im wasserdichten Gehäuse – und das zum Schnäppchenpreis von unter 40 Euro. Wir testen den kleinen Klangriesen.

Bluetooth-Lautsprecher sind wie Smartphones – gefühlt hat jeder einen, aber nicht jeder einen guten. Xiaomi mischt nun mit dem Outdoor Speaker (2024) den Markt der günstigen Soundboxen auf. Für schlanke 37 Euro verspricht der chinesische Hersteller Features, die man sonst nur bei deutlich teureren Modellen findet: 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und Bluetooth 5.4.

Kann der kleine Klangzylinder tatsächlich mit den etablierten Audio-Platzhirschen mithalten oder ist er nur ein weiterer günstiger Plastikbomber mit Bluetooth? Wir haben dem Xiaomi-Speaker auf die Membran geklopft.

Design und Verarbeitung

Der Xiaomi Outdoor Speaker zeigt sich im zylindrischen Gewand mit kompakten Maßen von 196,6 × 68 × 66 mm. Mit etwa 600 g ist er leicht genug für jede Rucksacktour, aber schwer genug, um nicht bei jedem Basswumms vom Tisch zu hüpfen.

Erhältlich in Schwarz, Blau oder Rot, punktet unser schwarzes Testmodell mit einer 2 cm breiten Silikon-Trageschlaufe in der Farbe Orange. Diese dient nicht nur als optischer Akzent, sondern lässt sich auch praktisch an Rucksäcken oder Haken befestigen – ein Feature, das selbst mancher 100-Euro-Box fehlt.

Die Materialkomposition aus Stoff und Gummi fühlt sich hochwertig an und macht einen robusten Eindruck. Das dezente Xiaomi-Logo auf der Vorderseite schreit nicht nach Aufmerksamkeit, sondern fügt sich harmonisch ins Gesamtbild ein.

Mit seiner IP67-Zertifizierung trotzt der Speaker Staub und Wasser gleichermaßen. Die gummierten Elemente schützen zusätzlich vor Stößen.

Wie gut ist der Klang des Xiaomi Outdoor Speaker?

Für eine Box dieser Preisklasse liefert der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) erstaunlich erwachsenen Sound. Die 30 Watt Gesamtleistung (20-Watt-Woofer + 10-Watt-Tweeter) sorgen für ordentlich Druck.

Der Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz deckt das Wesentliche ab, wobei der Bass dank zweier passiver Radiatoren überraschend satt ausfällt. Die Mitten klingen ausgewogen und lassen Stimmen natürlich erscheinen. Bei den Höhen zeigt sich der Speaker etwas zurückhaltender.

Im Vergleich zum viermal teureren JBL Charge 5 (Testbericht) muss sich der Xiaomi in puncto Feinauflösung zwar geschlagen geben, bleibt aber auch bei hoher Lautstärke erstaunlich verzerrungsarm.

Die Möglichkeit, zwei Speaker zum Stereopaar zu verbinden oder theoretisch bis zu 100 Geräte zu koppeln, macht den kleinen Xiaomi zum potenziellen Party-Beschaller – vorausgesetzt, man hat genügend Freunde mit dem gleichen Lautsprecher. Das eingebaute Mikrofon für die Freisprechfunktion überrascht mit klarer Stimmübertragung und minimalen Echos.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt ausschließlich über sechs physische Tasten am Gerät: drei oben (Lautstärke hoch/runter, Multifunktionstaster) und drei hinten (Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Link-Taste für Multi-Speaker-Modus).

Kaum versetzen wir den Speaker in den Pairing-Modus verbindet er sich auf Anhieb mit dem Smartphone, ohne Zickereien oder komplizierte Prozeduren. Der Verzicht auf eine App bedeutet natürlich auch: kein Equalizer, keine Firmware-Updates, keine Zusatzfunktionen.

Xiaomi Sound Outdoor 2024

Akku

Mit seinem 2600-mAh-Akku hält der Xiaomi Outdoor Speaker bis zu 12 Stunden bei halber Lautstärke durch. Im Mittelfeld der Bluetooth-Speaker ist das ein solider Wert, auch wenn manche Konkurrenten wie der Marshall Emberton III (Testbericht) mit bis zu 32 Stunden deutlich länger durchhalten – aber auch viel mehr kosten.

Das Aufladen erfolgt über USB-C mit maximal 15 Watt. Nach 2,5 Stunden an der Steckdose ist der Akku vollständig geladen. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.4 bildet das Kommunikationsrückgrat des Xiaomi Outdoor Speaker (2024). Die Unterstützung der Codecs SBC und AAC sorgt für problemlose Verbindungen mit praktisch allen Smartphones. High-Res-Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Nicht schlimm – bei einer 40-Euro-Box würde man sie ohnehin nicht hören.

Der USB-C-Anschluss dient ausschließlich zum Laden und versteckt sich hinter einer wasserdichten Gummiklappe. Ein AUX-Eingang fehlt.

Was kostet der Xiaomi Outdoor Speaker?

Schon ab 37 Euro geht der Outdoor Speaker von Xiaomi über die virtuelle Ladentheke. Für diesen Preis bekommt man normalerweise einen Bluetooth-Lautsprecher mit Spielzeugklang. Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) bietet stattdessen 30 Watt Leistung, IP67-Schutz und ordentlichen Sound – ein Preis-Leistungs-Verhältnis, das seinesgleichen sucht.

Fazit

Der Xiaomi Outdoor Speaker (2024) ist der Beweis, dass ordentlicher Sound nicht unbedingt teuer sein muss. Für läppische 37 Euro bietet der robuste Klangzylinder eine beeindruckende Performance.

Seine Stärken liegen im kraftvollen Bass, der soliden, wasserdichten Verarbeitung und dem ansehnlichen Design. Die Bedienung ohne App ist unkompliziert – Auspacken, Einschalten, Musik hören. Die Schwächen: kein AUX-Eingang, keine Klangeinstellungen und Höhen, die präsenter sein dürften. Bei diesem Preis sind das verzeihbare Kompromisse.

Der Xiaomi Outdoor Speaker ist der perfekte Begleiter für preisbewusste Musikfans, die einen robusten Outdoor-Lautsprecher suchen, ohne tief in die Tasche greifen zu müssen. Er macht am Strand genauso eine gute Figur wie unter der Dusche oder auf dem Balkon – und auch wenn er mal ins Wasser fällt, überlebt er das mit stoischer Gelassenheit.

Bluetooth-Lautsprecher JBL Flip 7 im Test

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

VORTEILE

  • toller Klang für seine Größe
  • robuste Bauweise mit IP68
  • abnehmbarer Karabiner
  • selbsterklärende Bedienung
  • Auracast

NACHTEILE

  • keine Freisprechfunktion
  • Nur SBC-Codec
  • keine Abwärtskompatibilität
  • durchschnittliche Akkulaufzeit

Der JBL Flip 7 überzeugt mit verbessertem Sound, robuster Bauweise, Auracast und praktischem Karabinerhaken. Wir haben den kompakten Bluetooth-Lautsprecher getestet.

JBL hat mit der beliebten Flip-Serie seit Jahren einen festen Platz in der Welt der portablen Bluetooth-Lautsprecher. Der neue JBL Flip 7 verspricht gegenüber dem Vorgänger zahlreiche Verbesserungen. Mit einem Preis von 111 Euro bei Amazon positioniert sich der Lautsprecher im mittleren bis gehobenen Preissegment. Wir testen, ob sich der Aufpreis zum mittlerweile deutlich günstigeren Vorgängermodell lohnt und zeigen, welche weiteren Alternativen es gibt.

Design und Verarbeitung des JBL Flip 7

Der JBL Flip 7 bleibt dem charakteristischen zylindrischen Design der Flip-Serie treu. Mit Abmessungen von 183 × 70 × 72 cm und einem Gewicht von nur 560 g ist er etwa halb so schwer wie der JBL Charge 6. Diese Leichtigkeit macht ihn zum perfekten Begleiter für unterwegs.

Das Gehäuse besteht überwiegend aus einem stabilen Stoffbezug, ergänzt durch verstärkte Gummipuffer an den Enden. Die auffälligste Neuerung ist der abnehmbare Tragegriff aus Stoff oder wahlweise ein praktischer Karabiner. Dieses Befestigungssystem ist besser gelöst als beim Charge 6. Besonders der Karabiner erweist sich bei Outdoor-Aktivitäten als Trumpf – ein Klick, und der Lautsprecher hängt sicher am Rucksack.

In sieben Farben erhältlich – Weiß, Blau, Rot, Schwarz, Camouflage, Lila und Pink – bietet JBL eine breite Auswahl. Das matte, metallische JBL-Logo auf der Vorderseite wirkt hochwertig, dahinter schimmert das typische JBL-Rot hervor. Die kompakte Form passt problemlos in Rucksacktaschen oder sogar in Getränkehalter.

Die Verarbeitung ist erstklassig. Dank IP68-Zertifizierung bietet der Flip 7 vollständigen Schutz vor Staub und übersteht 30 Minuten in 1,5 Metern Wassertiefe – eine Verbesserung gegenüber der IP67-Zertifizierung des Flip 6. Stürze aus einem Meter Höhe auf Beton? Dank verstärkter Gummipuffer kein Problem für den robusten Klangzylinder.

Wie gut ist der Klang des JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 setzt Maßstäbe für die Klangqualität in seiner Gewichtsklasse. Mit einem 45 × 80 mm großen Tieftöner und einem 16 mm Hochtöner deckt er einen Frequenzbereich von 60 Hz bis 20 kHz ab. Die Ausgangsleistung beträgt 25 Watt RMS für den Tieftöner und 10 Watt RMS für den Hochtöner – beachtliche Werte für einen so kompakten Lautsprecher.

Im Hörtest liefert der Flip 7 einen klaren, kräftigen Klang mit verbesserter Detailgenauigkeit und tieferem Bass. Er ist der beste Lautsprecher seiner Gewichtsklasse. Bei maximaler Lautstärke lässt der Bass allerdings etwas nach – physikalische Grenzen lassen sich eben nicht überlisten. Für unterwegs liefert er jedoch einen Sound, der die meisten Konkurrenten in den Schatten stellt.

Als Mono-Lautsprecher konzipiert, kann der Flip 7 mit einem zweiten Exemplar für echten Stereoklang gekoppelt werden. Die Auracast-Verbindung gestaltet sich erfreulich unkompliziert: Knöpfe auf beiden Geräten drücken, und schon kommunizieren die Lautsprecher miteinander. Der Sound wird nahtlos gespiegelt. Allerdings ist er nicht abwärtskompatibel, mit dem Flip 6 will er sich entsprechend nicht paaren.

Die 5.4-Bluetooth-Übertragung unterstützt nur den SBC-Codec. High-Res-Codecs sucht man vergebens. Auch auf einen AUX-Eingang und ein Mikrofon für Freisprechfunktionen verzichtet JBL komplett.

Bedienung und App des JBL Flip 7

Die Bedienung des Flip 7 ist erfreulich unkompliziert. Die physischen Tasten auf der Oberseite umfassen Power, Bluetooth, Auracast, Play/Pause und Lautstärkeregelung. Diese neue Anordnung ist übersichtlich, logisch aufgebaut und auch im Dunkeln gut zu ertasten.

Die JBL Portable App bietet einen neuen 7-Band-Equalizer – eine klare Verbesserung gegenüber dem Vorgänger. Vier EQ-Voreinstellungen und die „Playtime Boost“-Funktion zur Verlängerung der Akkulaufzeit runden das App-Angebot ab. Insgesamt ist die App eher schlank, deckt aber alle wesentlichen Funktionen ab.

Der Akku des JBL Flip 7

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 14 Stunden bei normaler Nutzung. Mit aktiviertem „Playtime Boost“ verlängert sich die Wiedergabezeit laut JBL auf 16 Stunden, allerdings auf Kosten des Bassumfangs. In 2,5 Stunden ist der Lithium-Ionen-Polymer-Akku mit 17,28 Wh (3,6 V / 4800 mAh) über USB-C wieder vollständig geladen.

Im Vergleich zu anderen Bluetooth-Lautsprechern liegt der Flip 7 im Mittelfeld. Der JBL Charge 6 bietet mit bis zu 24 Stunden (oder sogar 28 Stunden im Boost-Modus) deutlich mehr Ausdauer. Für einen Tagesausflug reicht die Akkulaufzeit des Flip 7 dennoch.

Was kostet der JBL Flip 7?

Der JBL Flip 7 ist aktuell für 111 Euro bei Amazon erhältlich. Angesichts der verbesserten Funktionen, der robusten Bauweise und der hervorragenden Klangqualität ist dieser Preis fair. Der Vorgänger JBL Flip 5 ist mit 93 Euro deutlich günstiger zu haben, bietet jedoch weniger Leistung, geringere Wasserdichtigkeit und kennt kein Auracast.

Fazit

Der JBL Flip 7 setzt neue Maßstäbe für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Mit seinem verbesserten Klang, der robusten IP68-Zertifizierung und dem durchdachten Design überzeugt er auf ganzer Linie. Dazu kommt die einfache Bedienung, der praktische Karabiner und die solide Akkulaufzeit.

Beeindruckend ist die Klangqualität, die trotz der kompakten Abmessungen überraschend kraftvoll und detailreich ausfällt. Die zukunftssichere Auracast-Funktion ist ein weiterer Pluspunkt.

Der Preis ist angesichts der gebotenen Leistung und Qualität angemessen. Wer einen kompakten, robusten und exzellent klingenden Bluetooth-Lautsprecher sucht, der auch bei widrigen Bedingungen zuverlässig funktioniert, macht mit dem JBL Flip 7 nichts falsch.

Bluetooth-Lautsprecher Sony Ult Field 1 im Test

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

VORTEILE

  • robustes Design mit IP67-Schutz
  • guter Klang mit aktivierter ULT-Funktion
  • einfache Bedienung

NACHTEILE

  • Klang ohne ULT-Funktion weniger überzeugend
  • App mit wenigen Funktionen

Der Sony Ult Field 1 ist ein kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unterwegs mit robustem Gehäuse und Ult-Klang-Boost. Unser Testbericht zeigt, ob sich der Kauf lohnt.

Kompakte Bluetooth-Lautsprecher für den mobilen Einsatz gibt es wie Sand am Meer. Sony versucht mit dem Ult Field 1 dennoch, sich von der Masse abzuheben. Der Speaker soll nicht nur robust sein, sondern auch mit besonders gutem Klang punkten. Ob das Konzept aufgeht, klären wir in diesem Test.

Design

Der Sony Ult Field 1 präsentiert sich in einem kompakten Gehäuse, das mit Abmessungen von 206 × 77 × 76 mm und einem Gewicht von 650 g angenehm handlich ausfällt. Erhältlich ist der Lautsprecher in den Farben Weiß, Schwarz, Grün und Orange.

Die Verarbeitungsqualität macht einen hochwertigen Eindruck. Das Gehäuse ist mit einem schmutzabweisenden Stoffbezug überzogen, während die Kanten durch Gummi geschützt sind. Der zusätzliche Schutz verleiht dem Lautsprecher nicht nur ein wertiges Aussehen, sondern wappnet ihn auch für den Outdoor-Einsatz. Die seitlichen Passivradiatoren sind leicht nach innen versetzt und somit vor Beschädigungen geschützt.

Dazu passt die IP67-Zertifizierung des Ult Field 1. Damit ist der Lautsprecher sowohl staubdicht als auch wasserdicht und übersteht ein Untertauchen in bis zu einem Meter tiefem Wasser für 30 Minuten. So ist der Sony Ult Field 1 für Strand, Camping und Poolparty gerüstet.

Sony Ult Field 1

Ein praktisches Detail ist die integrierte Trageschlaufe. Der Lautsprecher kann sowohl waagerecht als auch senkrecht platziert werden. Auf der Rückseite befindet sich hinter einer Klappe ein USB-C-Port zum Aufladen des Geräts.

Sound: Wie gut ist der Klang des Sony Ult Field 1?

Der Sony Ult Field 1 kommt mit einem 16 mm Hochtöner und einem 83 × 42 mm Tieftöner. Auf den ersten Eindruck präsentiert sich der Klang zunächst etwas enttäuschend. Hier kommt jedoch die namensgebende Ult-Taste ins Spiel: Nach deren Aktivierung entfaltet der Lautsprecher sein wahres Potenzial mit deutlich verbessertem Klangeffekt.

Mit aktivierter Ult-Funktion liefert der Ult Field 1 einen spritzigen Sound. Die Höhen sind deutlich ausgeprägt, die Mitten passabel. Der Bass ist für die kompakte Größe des Lautsprechers ordentlich. Insgesamt ergibt sich ein lebendiges Klangbild, das für die meisten Musikgenres geeignet ist.

Komplexe Musikstücke mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten zeigen allerdings die Grenzen des kompakten Lautsprechers auf. Hier neigt der Klang dazu, zu verschmieren und an Präzision zu verlieren. Auch bei maximaler Lautstärke treten Verzerrungen auf. Positiv: Der Ult Field 1 erreicht insgesamt eine für seine Größenklasse beachtlich hohe maximale Lautstärke.

Neben der Musikwiedergabe macht der Sony Ult Field 1 auch bei der Wiedergabe von Podcasts eine gute Figur. Die Sprachverständlichkeit ist hervorragend. Zudem verfügt der Lautsprecher über eine Telefoniefunktion, die im Test überzeugte. Im Test gibt es auf der Gegenseite zwar einen leichten Halleffekt, ein Echo oder merkliche Verzögerungen bei Gesprächen bleiben aus.

Insgesamt bietet der Sony Ult Field 1 einen für seine Größe überraschend guten Klang, der besonders mit aktivierter Ult-Funktion überzeugt. Für Hörer, die Wert auf einen detaillierten und lebendigen Sound legen, ist er eine interessante Option in der Preisklasse um 100 Euro.

Bedienung und App

Die Bedienung des Sony Ult Field 1 gestaltet sich dank der gut platzierten Tasten auf der Oberseite unkompliziert. Die Buttons für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth und die Ult-Funktion haben einen guten Druckpunkt und sind selbsterklärend angeordnet und beschriftet.

Erfreulich minimalistisch und übersichtlich ist die zugehörige Sony-App. Sie erfordert keine Registrierung per E-Mail. Nach einem initial nötigen Firmware-Update des Lautsprechers stehen verschiedene Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Der integrierte Equalizer ist allerdings nur nutzbar, wenn der Klangmodus auf „Custom“ gestellt ist. In diesem Fall können Höhen, Mitten und Bass individuell angepasst werden. Interessant ist die Option, bei der Bluetooth-Verbindung zwischen Priorität auf Klangqualität oder auf stabile Verbindung zu wählen. Außerdem gibt es eine Art Stromsparmodus.

Insgesamt fällt die App-Funktionalität jedoch eher sparsam aus. Im Vergleich zu manchen Konkurrenzprodukten hätten wir uns hier mehr Einstellungsmöglichkeiten und Features gewünscht.

Akku

Sony verspricht für den Ult Field 1 eine Akkulaufzeit von 12 Stunden. Diese Angabe konnten wir im Test bei mittlerer Lautstärke bestätigen. Damit liegt der Lautsprecher im guten Mittelfeld seiner Klasse und sollte für die meisten Einsatzszenarien ausreichend Ausdauer bieten.

Konnektivität

Der Sony Ult Field 1 setzt auf Bluetooth 5.3 als Übertragungsstandard. Dies gewährleistet eine stabile und energieeffiziente Verbindung zu kompatiblen Geräten. Unterstützt werden die Codecs SBC und AAC für Android- als auch für iOS-Nutzer.

Es ist möglich, zwei Ult Field 1 Lautsprecher zu einem Stereo-Paar zu verbinden. Dies erlaubt eine deutlich breitere Klangbühne und ist besonders für größere Räume oder Outdoor-Bereiche interessant. Ausprobieren konnten wir das jedoch nicht.

Preis: Was kostet der Sony Ult Field 1?

Mit einem Preis von 65 Euro auf Amazon positioniert sich der Sony Ult Field 1 im mittleren Preissegment für kompakte Bluetooth-Lautsprecher. Er konkurriert damit direkt mit beliebten Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem LG Xboom Go. Angesichts der gebotenen Leistung und Funktionen ist der Preis angemessen.

Fazit

Der Sony Ult Field 1 ist ein solider Allrounder unter den kompakten Bluetooth-Lautsprechern. Sein robustes Design mit IP67-Schutz macht ihn zu einem verlässlichen Begleiter für Outdoor-Aktivitäten. Klanglich überzeugt er besonders mit aktivierter Ult-Funktion, die dem Sound deutlich mehr Leben einhaucht. Doch hätte man sich Taste im Grunde sparen können. Niemand will den Sony Ult Field 1 mit ausgeschalteter Ult-Funktion hören.

Die Bedienung gestaltet sich einfach, während die App zwar übersichtlich, aber etwas funktionsarm ausfällt. Die Akkulaufzeit von zwölf Stunden bewegt sich im Mittelfeld. Es gibt zusätzlich die Möglichkeit, zwei Geräte zu einem Stereo-Paar zu verbinden.

Für einen Preis von 65 Euro auf Amazon erhält man mit dem Sony Ult Field 1 einen vielseitigen und gut klingenden Bluetooth-Lautsprecher.

Bluetooth-Lautsprecher Sonos Play im Test: WLAN, Akku, IP67 & warmer Klang

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

VORTEILE

  • kräftiger, voller Klang
  • WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect
  • hochwertige Verarbeitung
  • lange Akkulaufzeit
  • Trueplay-Einmessung

NACHTEILE

  • relativ groß
  • Equalizer nur zwei Bänder
  • teuer

Der Lautsprecher Sonos Play mit WLAN, Bluetooth und AirPlay 2 tritt gegen die hauseigene Konkurrenz und etablierte Bluetooth-Lautsprecher an.

Sonos hat sich mit smarten Multiroom-Lautsprechern einen Namen gemacht. Mit dem Sonos Play schiebt der Hersteller einen mobilen Bluetooth-Lautsprecher ins Portfolio. Er positioniert sich zwischen dem handlichen Sonos Roam 2 (Testbericht) und dem deutlich größeren Sonos Move (Testbericht). Er kombiniert Bluetooth mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom – ein Paket, das klassische Bluetooth-Lautsprecher so nicht bieten.

Im Vergleich zum Sonos Move fällt der Play mit 1,3 kg deutlich leichter aus. Der Move wiegt stolze 3 kg und eignet sich eher für die Terrasse als für den Rucksack. Dafür bleibt der Play bei Bassfülle und maximaler Lautstärke hinter dem großen Bruder zurück. Gegenüber dem Roam 2 spielt der Neue spürbar erwachsener auf, mit kräftigerem Bass und mehr Lautstärkereserven. Kompakter und leichter als der Roam 2 ist er allerdings nicht.

Design und Verarbeitung des Sonos Play

Hochwertig. Modern. Edel. Der Sonos Play hebt sich optisch klar von typischen Bluetooth-Lautsprechern mit ihren Stoffbespannung ab. Für einen mobilen Lautsprecher fällt er allerdings vergleichsweise groß und schwer aus. Die Abmessungen liegen bei 192 × 113 × 77 cm, das Gewicht bei 1,3 kg. Im Rucksack macht sich das bemerkbar.

Zur Wahl stehen die Farben Schwarz und Weiß. Eine integrierte Schlaufe dient zum Tragen und Aufhängen, durch die allerdings nur zwei Finger passen. Praktisch: Sie lässt sich nach unten drehen und verschwindet dann optisch fast vollständig. Beim weißen Modell setzt die Schlaufe als pastellgrüner Akzent einen dezenten Farbtupfer. Die schwarze Variante kommt mit grauer Schlaufe daher.

Sicher steht der Lautsprecher dank gummierter Unterfläche nur aufrecht. Hinlegen ist keine gute Idee – durch die ovale Form rollt der Play auf schiefer Fläche gerne weg. Die Verarbeitung ist erstklassig. Das stabile Gehäuse eignet sich gut für Terrasse, Garten und Reisen. Dank IP67-Zertifizierung trotzt er Staub und übersteht 30 Minuten in einem Meter Wassertiefe.

Wie gut ist der Klang des Sonos Play?

Für seine Größe spielt der Sonos Play überraschend kräftig und voll auf. Der Bass drückt spürbar, ohne dass das Gehäuse mitvibriert oder das Klangbild in Verzerrungen abrutscht. Stimmen klingen natürlich und gut verständlich – ideal für Podcasts und Hörbücher. Auch die Klangbühne wirkt für einen mobilen Lautsprecher angenehm breit.

Bei der Lautstärke macht der Bluetooth-Lautsprecher ebenfalls eine gute Figur. Er erreicht hohe Pegel, ohne sofort ins Verzerren zu kippen. An den Sonos Move 2 reicht er klanglich aber nicht heran. Der spielt sowohl basswuchtiger als auch lauter auf.

Ein Kritikpunkt: Die Bassabstimmung wirkt je nach Musikrichtung etwas zu dominant. Bei elektronischen Tracks oder Hip-Hop kann der Tiefton andere Frequenzen leicht überdecken. Hier hilft der Equalizer in der App. Allerdings beschränkt sich Sonos auf einen schlichten Zwei-Band-EQ mit Reglern für Bass und Höhen. Mehr Bänder wären wünschenswert gewesen.

Sonos Play

Eine echte Aufwertung ist die Trueplay-Einmessung. Sie passt den Klang automatisch an die Raumakustik an. Steht der Play in einem Regal mit Echo-Effekten oder direkt an der Wand, gleicht Trueplay die akustischen Eigenheiten aus. Auf Wunsch misst das System bei jedem Anheben des Lautsprechers automatisch neu ein – ein cleveres Detail für mobile Nutzung.

Wer noch mehr will, koppelt zwei Sonos Play per App zu einem Stereopaar. Das steigert die Klangqualität massiv. Räumlichkeit, Detailauflösung und Lautstärke profitieren spürbar.

Bedienung und App des Sonos Play

Die wichtigsten Funktionen lassen sich direkt am Gerät steuern. Auf der Oberseite sitzen physische Tasten für Lautstärke und Wiedergabe/Pause. Zweimaliges Drücken springt einen Song vor, dreimaliges einen zurück. Eine eigene Taste aktiviert die Sprachsteuerung. Auf der Rückseite finden sich Bluetooth-Taste, Mikrofon-Stummschalter und Ein-/Aus-Knopf.

Die Haptik der Tasten ist etwas fest, was sich in der Praxis aber als Vorteil erweist – Fehleingaben gibt es kaum. Im Dunkeln lassen sich die unbeleuchteten Knöpfe gut ertasten. Eine fummelige Touchbedienung wäre hier die schlechtere Wahl gewesen.

Die Sonos-App bietet eine umfangreiche Funktionsvielfalt. Sie gruppiert Lautsprecher in Räumen, erstellt Stereopaare, regelt den Equalizer und weckt auf Wunsch mit Lieblingsmusik. Auch die Trueplay-Einmessung läuft komplett über die App. Leider zeigt sich diese seit dem großen Update vor einiger Zeit weiterhin instabil und wenig selbsterklärend. Wer Sonos nicht gewohnt ist, sucht manche Einstellung länger als nötig.

Der Akku des Sonos Play

Bis zu 24 Stunden verspricht Sonos bei moderater Lautstärke. Im Test bestätigt sich der Wert weitgehend. Für einen Tag am See oder eine längere Gartenparty reicht der Akku problemlos.

Praktisch: Der Play lädt über USB-C auch externe Geräte wie das Smartphone. Aufgeladen wird er entweder per USB-C-Kabel oder mit der beiliegenden Ladestation. Besonders erfreulich ist der wechselbare Akku. Der Tausch erfordert allerdings Werkzeug – ein schneller Akkuwechsel unterwegs ist nicht vorgesehen. Sonos zielt damit auf bessere Reparierbarkeit und längere Produktlebensdauer.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Sonos Play

Hier spielt der Sonos Play seine größte Stärke aus. Statt sich auf Bluetooth zu beschränken, kombiniert er WLAN 6, Bluetooth 5.3, Apple AirPlay 2 und Spotify Connect in einem Gehäuse. Damit bietet er deutlich mehr Möglichkeiten als die meisten klassischen Bluetooth-Lautsprecher.

Über WLAN integriert sich der Play nahtlos ins Sonos-Multiroom-System. Wer bereits andere Sonos-Lautsprecher besitzt, kann den Play in einzelne Räume gruppieren oder im ganzen Haus synchron Musik abspielen. AirPlay 2 erlaubt Apple-Nutzern das direkte Streaming vom iPhone, iPad oder Mac. Spotify Connect funktioniert ebenfalls ohne Umweg über Bluetooth – das spart Akku am Smartphone und erhöht die Klangqualität.

Unterwegs übernimmt Bluetooth 5.3. Der Wechsel zwischen WLAN und Bluetooth läuft nahtlos. Über Amazon Alexa lässt sich der Lautsprecher zudem per Sprache steuern. Auf der Rückseite sitzt ein USB-C-Anschluss, der primär zum Laden dient.

Ein Stereopaar mit zwei Sonos Play ist möglich, ebenso die Einbindung in Multiroom-Setups. Einige dieser Funktionen entfalten ihren Nutzen allerdings erst innerhalb des Sonos-Systems. Wer nur einen einzelnen Bluetooth-Lautsprecher sucht und kein Multiroom plant, lässt einen Teil des Potenzials brachliegen.

Was kostet der Sonos Play?

Der Sonos Play ist für 345 Euro bei Amazon erhältlich. Das ist sportlich. Klassische Bluetooth-Lautsprecher wie der JBL Charge 6 sind deutlich günstiger zu haben, bieten aber auch nicht den vollen Funktionsumfang mit WLAN, AirPlay 2 und Multiroom-Anbindung.

Fazit

Der Sonos Play ist ein gelungener Hybrid aus Smart Speaker und mobilem Bluetooth-Lautsprecher. Er kombiniert hochwertige Optik, robuste IP67-Verarbeitung und kräftigen Klang mit einer Konnektivität, die klassischen Bluetooth-Boxen klar überlegen ist. WLAN 6, AirPlay 2, Spotify Connect und Multiroom heben ihn deutlich aus der Masse heraus.

Klanglich liefert er einen vollen, basskräftigen Sound mit guter Stimmwiedergabe und breiter Bühne. Als Stereopaar wird er richtig stark. Die Trueplay-Einmessung holt zusätzlich Klangqualität aus schwierigen Aufstellorten. Auch der wechselbare Akku und die lange Laufzeit von bis zu 24 Stunden sind klare Pluspunkte.

Wermutstropfen sind die teils instabile App, der knappe Zwei-Band-Equalizer und das vergleichsweise hohe Gewicht. Auch der Preis von 345 Euro will erst einmal verdaut werden. Wer bereits im Sonos-Kosmos unterwegs ist oder die Flexibilität zwischen WLAN und Bluetooth braucht, bekommt mit dem Play einen spannenden mobilen Smart Speaker.

Edifier ES60 im Test: Retro-Bluetooth-Lautsprecher mit mächtig Bass

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

VORTEILE

  • Retro-Design mit hochwertiger Anmutung
  • kräftiger, warmer Bass
  • Multipoint
  • Ambientebeleuchtung
  • Preis-Leistungs-Verhältnis

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 9 h
  • App ohne echten Equalizer
  • keine Farboptionen der Beleuchtung

Der Edifier ES60 ist ein stylisher Bluetooth-Lautsprecher im Retro-Look. Er bietet kräftigen Klang und Ambientebeleuchtung.

Wer einen Bluetooth-Lautsprecher mit klassischem Verstärker-Charme sucht, denkt häufig an den Marshall Emberton III (Testbericht). Doch auch der Edifier ES60 versprüht Retro-Charme. Optisch sind sich beide Speaker ähnlich – sie kokettieren mit dem rockigen, kultigen Look klassischer Gitarrenverstärker. Preislich liegen die beiden Modelle jedoch weit auseinander: Der ES60 kostet regulär rund 90 Euro, aktuell im Angebot bei Joybuy gar nur unschlagbare 53 Euro. Der Marshall kostet bei Amazon fast dreimal so viel, nämlich 145 Euro.

Beim Akku hängt der Marshall den Edifier deutlich ab – über 32 h Laufzeit beim Emberton III stehen rund 9 h beim ES60 gegenüber. Auch in Sachen Mobilität punktet der Marshall. Er wiegt mit etwa 670 g rund ein Drittel weniger als der ES60 mit knapp einem kg. Beim Schutz vor Wasser liegt der Marshall mit IP67 ebenfalls leicht vorn, während der ES60 mit IP66 zwar gegen starke Wasserstrahlen, nicht aber gegen Untertauchen geschützt ist. Trotzdem kann auch der Edifier überzeugen. Wir haben getestet, ob er dem Marshall Emberton III gefährlich werden kann.

Design und Verarbeitung des Edifier ES60

Der Edifier ES60 ist ein echtes Schmuckstück. Sein Retro-Design erinnert an klassische Gitarrenverstärker und greift damit in die gleiche Stil-Kiste wie der Marshall Emberton III. Erhältlich ist der Lautsprecher in Schwarz oder Elfenbein. Unser vom Hersteller zur Verfügung gestelltes Testmodell kommt in der hellen Elfenbein-Variante daher.

Die Kunstleder-Optik in Verbindung mit dem Metallgitter vorne und hinten sorgt für einen edlen Auftritt. Silberfarbene Bedienelemente setzen einen schicken Akzent und unterstreichen den Vintage-Charakter. Mit Abmessungen von etwa 19 × 9 × 10 cm und einem Gewicht von rund 1 kg ist der ES60 jedoch weder besonders klein noch leicht. Eine Trageschlaufe erleichtert den Transport.

Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Spaltmaße sitzen sauber, das Gehäuse wirkt robust. Die Schutzklasse IP66 schützt vor Staub und starken Wasserstrahlen, ein Tauchgang ist allerdings tabu. Ein nettes Extra ist die integrierte Ambientebeleuchtung mit mehreren Effekten.

Die Taster auf der Oberseite sehen schick aus und bieten einen guten Druckpunkt. Sie sind aber leider unbeleuchtet. Im Dunkeln muss man sich dadurch blind durchtasten, was die Bedienung erschwert.

Wie gut ist der Klang des Edifier ES60?

Im Inneren des ES60 werkelt ein durchdachtes Treiberkonzept. Zwei 19-mm-Seidenkalotten-Hochtöner – einer nach vorn, der zweite nach hinten gerichtet – sorgen für eine breite Klangausbreitung. Den Tiefmittenbereich übernimmt ein ovaler Tiefmitteltöner mit Langhub-Auslegung, unterstützt von einer Passivmembran. Die Gesamtleistung liegt bei 34 W RMS, aufgeteilt in 18 W für den Tiefmitteltöner und 2 × 8 W für die Hochtöner.

Im Hörtest gefällt der ES60 mit kräftigem, warmem Bass. Die Passivmembran erzeugt einen deutlich hörbaren Tiefbasszuwachs. Vor allem Pop, Rock und elektronische Musik machen damit richtig Spaß. Die Abstimmung ist bassbetont.

Dank des zweiten nach hinten gerichteten Hochtöners strahlt der Klang nach vorn und nach hinten ab. Das verleiht dem Sound eine angenehme Räumlichkeit. Die Herstellerangabe eines „360°-Klangs“ ist allerdings nur eingeschränkt nachvollziehbar – der Klang verteilt sich zwar breit, einen wirklich gleichmäßigen Rundumklang erzeugt der Edifier aber nicht.

Edifier ES60

Die maximale Lautstärke ist hoch und bleibt erfreulich verzerrungsarm. Stimmen werden klar wiedergegeben. Im Hochtonbereich agiert der ES60 jedoch etwas zurückhaltend. Die Detailauflösung erreicht nicht ganz das Niveau höherwertiger Premium-Modelle. Bei komplexen Musikstücken mit vielen gleichzeitig spielenden Instrumenten verliert der Lautsprecher etwas an Feinzeichnung.

Wer noch mehr Klangbreite möchte, kann zwei ES60 zu einem Stereopaar koppeln. Insgesamt gehört der kompakte Bluetooth-Lautsprecher klanglich zu den stärkeren Vertretern seiner Preisklasse – vor allem dank des satten Tieftons.

Bedienung und App des Edifier ES60

Die Bedienung erfolgt direkt am Gerät über separate Tasten für Lautstärke, Ein/Aus, Bluetooth, Wiedergabe/Pause und Titelsteuerung. Auch die Lichtsteuerung lässt sich direkt am Speaker regeln. Eine Batteriestandsanzeige über fünf LEDs gibt einen groben Überblick. Insgesamt ist die Bedienung logisch aufgebaut und unkompliziert.

Edifier ES60

Die zugehörige App Edifier Connex ist solide, lässt aber Wünsche offen. Sie bietet vier Equalizer-Presets: Music, Game, Movie und Outdoor. Eine Custom-Einstellung fehlt – ein echter Equalizer mit individuellen Bandanpassungen ist also nicht an Bord. Schade, denn so kann man die etwas zurückhaltenden Höhen nicht selbst aufpolieren.

Auch bei der Beleuchtungssteuerung wäre mehr drin gewesen. Die App erlaubt die Anpassung der Beleuchtung, allerdings nur in der Helligkeit und zwischen warmweiß und kaltweiß. Andere Farben sind nicht wählbar, obwohl die Hardware Multi-Color scheinbar unterstützen würde. Es fehlt schlichtweg die Software-Option. Immerhin gibt es einen Alarmmodus, der den Leuchtstreifen an der Unterseite rot blinken lässt. Firmware-Updates und die generelle Gerätekonfiguration laufen ebenfalls über die App.

Der Akku des Edifier ES60

Beim Akku zeigt sich die größte Schwäche des ES60. Edifier gibt eine Laufzeit von bis zu 9 h an. Die tatsächliche Laufzeit hängt stark von der Lautstärke und der Nutzung der Ambientebeleuchtung ab.

Im Marktvergleich ist das eher unterdurchschnittlich. Angesichts der Größe und des Gewichts von rund 1 kg hätten wir hier mehr erwartet – im Gehäuse böte sich Platz für einen größeren Akku. Geladen wird der ES60 via USB-C. Eine Powerbank-Funktion zum Laden des Smartphones gibt es nicht.

Konnektivität und technische Eigenschaften des Edifier ES60

Beim Bluetooth-Standard ist der ES60 auf der Höhe der Zeit. Bluetooth 5.4 sorgt für eine stabile und energieeffiziente Verbindung. Dank Multipoint-Funktion lassen sich zwei Geräte gleichzeitig koppeln.

Bei den Codecs hält sich Edifier dagegen zurück. Nur der Standard-Codec SBC wird unterstützt. Höherwertige Codecs wie aptX oder LDAC fehlen. Immerhin gibt es einen USB-C-Audioeingang. Über diesen lassen sich Zuspielgeräte kabelgebunden anschließen, was qualitativ einen Vorteil gegenüber dem SBC-Streaming bringt. WLAN-Konnektivität oder ein integrierter Sprachassistent fehlen.

Was kostet der Edifier ES60?

Der reguläre Preis des Edifier ES60 liegt bei rund 90 Euro. Aktuell gibt es ihn im Rahmen einer Aktion bei Joybuy für nur 53 Euro für Kunden, die über die App kaufen. Das ist ein außergewöhnlich gutes Angebot, üblicherweise fallen etwa 90 Euro an.

Fazit

Der Edifier ES60 ist ein optisch hervorragend gelungener Bluetooth-Lautsprecher. Sein Retro-Look erinnert an klassische Gitarrenverstärker und kann mit dem deutlich teureren Marshall Emberton III konkurrieren. Die Verarbeitung ist für die Preisklasse top. Das weiße Kunstleder, die silbernen Bedienelemente und das Metallgitter wirken edel, die integrierte Ambientebeleuchtung setzt einen dezenten Akzent.

Klanglich liefert der ES60 einen kräftigen, bassbetonten Sound mit guter Räumlichkeit. Pop, Rock und elektronische Musik machen besonders viel Spaß. Schwächen zeigt der Lautsprecher in den Höhen und bei der Detailauflösung anspruchsvoller Musik.

Größter Kritikpunkt bleibt der Akku. Mit 9 h Laufzeit liegt der ES60 deutlich unter dem heutigen Durchschnitt. Auch die Beschränkung auf den SBC-Codec und das Fehlen eines echten Equalizers in der App sind Wermutstropfen. Wer aber einen stylishen Lautsprecher mit kräftigem Klang sucht und mit der überschaubaren Akkulaufzeit leben kann, bekommt – besonders zum aktuellen Aktionspreis von 53 Euro bei Joybuy – einen echten Preis-Leistungs-Tipp.

Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 im Test: warmer Klang, starker Bass

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

VORTEILE

  • warmer Klang mit gutem Bass
  • IP67-Schutz
  • Equalizer
  • Bluetooth 5.3 & aptX Adaptive
  • gute Freisprechfunktion

NACHTEILE

  • Akkulaufzeit nur 12 Stunden
  • keine großen Hardware-Upgrades
  • keine alternativen Anschlüsse
  • Bass verliert bei hoher Lautstärke an Präzision

Der Bluetooth-Lautsprecher Bose Soundlink Flex 2 bringt einen verbesserten Klang mit neuem Codec und endlich einen Equalizer.

Bose gehört zu den etablierten Größen im Bluetooth-Lautsprecher-Markt. Mit dem Soundlink Flex 2 zeigt der Hersteller die zweite Generation seines kompakten Outdoor-Speakers. Für 110 Euro (Amazon) verspricht Bose hohe Klangqualität im robusten Gehäuse – allerdings mit nur minimalen Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger.

Es gibt unter anderem eine neue Shortcut-Taste, App-Unterstützung mit Equalizer und Bluetooth 5.3 statt des veralteten 4.2-Standards. Hardware-seitig bleibt fast alles beim Alten – was nicht zwangsläufig schlecht ist, schließlich war der Vorgänger bereits ein solider Lautsprecher.

Doch die Konkurrenz schläft nicht: Der JBL Flip 6 kostet ähnlich viel und bietet vergleichbare Features. Der Marshall Emberton III ist etwas teurer, punktet aber mit deutlich längerer Akkulaufzeit von bis zu 32 Stunden. Der Sony Ult Field 1 lockt mit kräftigem Bass zum günstigeren Preis. Kann sich der Soundlink Flex 2 in diesem hart umkämpften Segment behaupten? Wir machen den Test.

Design und Verarbeitung des Bose Soundlink Flex 2

Mit Abmessungen von 20 × 9 × 5,2 cm und einem Gewicht von 600 Gramm bleibt der Soundlink Flex 2 angenehm kompakt. Er passt problemlos in jeden Rucksack, für die Hosentasche ist er allerdings zu groß. Das silikonummantelte Gehäuse fühlt sich weich und rutschfest an, während das pulverbeschichtete Metallgitter auf der Vorderseite für Stabilität sorgt.

Bose bietet den Lautsprecher in vielen Farben an: Schwarz, Dunkelblau, Hellblau, Grau, Rosa, helles Türkis, Gelb und Blütenrosa. Die Farbvielfalt übertrifft viele Konkurrenten. Optisch gibt sich der Speaker elegant, aber wenig spektakulär – er fügt sich unauffällig in verschiedene Umgebungen ein.

Die IP67-Zertifizierung macht den Flex 2 staubdicht und wasserdicht bis zu einem Meter Tiefe für 30 Minuten. Praktisch: Der Lautsprecher schwimmt auf dem Wasser. Die Silikonrückseite schützt vor Stößen und Kratzern. Gummifüße sorgen für stabilen Stand auf verschiedenen Oberflächen. Eine kleine Trageschlaufe ermöglicht das Aufhängen oder Befestigen des Speakers.

Im direkten Vergleich zum Vorgänger fällt auf: Optisch sind beide Generationen fast identisch. Der Flex 2 ist minimal schmaler, ansonsten gibt es weder optisch noch haptisch große Unterschiede. Die Verarbeitungsqualität bleibt auf hohem Niveau – der Lautsprecher fühlt sich durchweg stabil und wertig an.

Wie gut ist der Klang des Bose Soundlink Flex 2?

Der Soundlink Flex 2 liefert einen warmen, bassstarken Klang mit klaren Mitten und nuancierten Höhen. Für seine kompakte Größe bietet er eine beeindruckende Klangqualität. Bose passt den Sound automatisch an die Ausrichtung an: Liegend klingt er runder, stehend direkter und fokussierter.

Bei moderater Lautstärke spielt der Flex 2 seine Stärken aus. Podcasts und Hörbücher profitieren von der klaren Stimmwiedergabe. Bei Musik überzeugt der ausgewogene Klang, wobei der Bass angenehm präsent ist, ohne die Mitten zu überdecken. Die maximale Lautstärke fällt erfreulich hoch aus und reicht für mittelgroße Räume oder Outdoor-Aktivitäten.

Schwächen zeigen sich bei hohen Pegeln: Der Bass verliert merklich an Druck und Definition. Die Separation einzelner Instrumente lässt nach, wodurch komplexe Musikstücke – besonders klassische Musik – an Präzision verlieren. Hier stoßen die kompakten Treiber an ihre physikalischen Grenzen.

Bose Soundlink Flex 2

Das integrierte Mikrofon mit Echo-Reduktion ermöglicht Freisprechtelefonate in guter Qualität. Gesprächspartner verstehen uns laut und deutlich, selbst aus zwei Metern Entfernung vom Gerät. Im Vergleich zum Vorgänger klingt der Flex 2 minimal besser – der Bass reicht tiefer, die Gesamtabstimmung wirkt ausgewogener. Der neue Equalizer in der App erlaubt erstmals Klanganpassungen.

Mit einem zweiten Soundlink Flex 2 lässt sich ein Stereopaar bilden oder der Party-Modus aktivieren. Diese Funktion konnten wir nicht testen. Unterstützt werden die Codecs SBC, AAC und aptX Adaptive – letzterer ist besonders für Android-Nutzer interessant und bietet bessere Audioqualität. Ein AUX-Eingang oder weitere Audio-Anschlüsse fehlen. Der USB-C-Port dient ausschließlich zum Laden, nicht zur Audioübertragung.

Bedienung und App des Bose Soundlink Flex 2

Die Bedienung erfolgt über sechs Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, eine neue programmierbare Shortcut-Taste, Lautstärke hoch/runter und Play/Pause. Die Druckpunkte haben sich gegenüber dem Vorgänger verbessert, bleiben aber suboptimal – die unter Silikon liegenden Tasten erfordern deutlichen Druck.

Die Tastenreihenfolge ist leicht erlernbar und auch im Dunkeln gut erfühlbar, obwohl eine Tastenbeleuchtung fehlt. Drei kleine LEDs zeigen den Betriebsstatus an. Sprachansagen informieren über Batteriestand, Verbindungsstatus und Anrufer-ID, klingen aber mechanisch und hölzern. Glücklicherweise lassen sie sich abschalten.

Die Bose-App erweitert die Funktionalität erheblich. Ein 3-Band-Equalizer mit Presets für Bass und Höhen ermöglicht Klanganpassungen – allerdings hätten wir uns mehr Bänder gewünscht. Die Shortcut-Taste lässt sich mit verschiedenen Funktionen belegen: Stereo/Party-Modus, Sprachassistent oder Spotify Tap.

Weitere App-Features umfassen die Verwaltung von Bluetooth-Quellen, Firmware-Updates, individuelle Benennung, Abschalttimer und Akkustandsansage. Simplesync soll die Kopplung mit Bose-Soundbars oder anderen Speakern ermöglichen. Die Einrichtung gelingt schnell. Multipoint-Bluetooth verbindet bis zu zwei Geräte gleichzeitig.

Der Akku des Bose Soundlink Flex 2

Die Akkulaufzeit beträgt bis zu 12 Stunden bei 50 Prozent Lautstärke, bei maximaler Lautstärke sind es nur noch drei Stunden. Das vollständige Aufladen dauert vier Stunden über USB-C mit 5V/1,5A. Ein USB-C-zu-USB-A-Kabel liegt bei.

Im Vergleich zum Vorgänger hat sich nichts verändert – die Akkuleistung bleibt identisch. Das ist enttäuschend, besonders angesichts der laufstarken Konkurrenz: Der Marshall Emberton III hält mit 30 Stunden mehr als doppelt so lange durch. Eine Powerbank-Funktion zum Laden anderer Geräte fehlt ebenfalls. Für die Preisklasse ist die Akkulaufzeit zu kurz.

Was kostet der Bose Soundlink Flex 2?

Mit einem Straßenpreis von 110 Euro (Amazon) befindet sich der Soundlink Flex 2 deutlich unter der UVP von 179,95 Euro. Damit liegt er preislich beinahe auf Augenhöhe mit dem JBL Flip 6. Der Marshall Emberton III kostet mit etwa 140 Euro mehr, bietet dafür aber die längere Akkulaufzeit.

Fazit

Der Bose Soundlink Flex 2 ist ein solider Bluetooth-Lautsprecher mit bewährten Qualitäten und minimalen Verbesserungen. Die Klangqualität überzeugt angesichts der kompakten Größe, besonders bei moderater Lautstärke. Eine robuste Verarbeitung mit IP67-Schutz macht ihn zum zuverlässigen Outdoor-Begleiter. Die neue App-Unterstützung mit Equalizer und die verbesserte Bluetooth-Verbindung sind willkommene Upgrades. Toll finden wir seine sehr guten Telefonieeigenschaften.

Enttäuschend bleibt die unverändert kurze Akkulaufzeit von maximal 12 Stunden. Die Konkurrenz zeigt, dass deutlich mehr möglich ist. Auch die fehlenden Anschlussmöglichkeiten abseits von Bluetooth schränken die Flexibilität ein. Wer bereits den Vorgänger besitzt, findet kaum Gründe für ein Upgrade. Neueinsteiger erhalten einen guten Bluetooth-Lautsprecher zum fairen Preis.

Bluetooth Speaker Fender x Teufel Rockster Go 2 im Test

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

VORTEILE

  • robustes, wasserdichtes Gehäuse (IP67)
  • lange Akkulaufzeit
  • ausgewogener, kraftvoller Klang für die Größe
  • markantes Fender-Design
  • Stereo-Pairing und Multipoint-Bluetooth

NACHTEILE

  • keine App für Klanganpassungen
  • Verzerrungen bei maximaler Lautstärke
  • relativ hoher Aufpreis für rein optische Verbesserungen

Der Fender x Teufel Rockster Go 2 kombiniert soliden Klang mit markanter Optik. Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, zeigt unser Test.

Bluetooth-Lautsprecher sind längst mehr als nur mobile Klangquellen – sie sind Lifestyle-Produkte, die sowohl durch Funktionalität als auch durch Design überzeugen müssen. Mit dem Rockster Go 2 in der Fender-Edition präsentiert Teufel eine Kooperation mit dem legendären Gitarrenhersteller, die Musikfans begeistern soll. Während die Standardversion des Rockster Go 2 bereits für soliden Klang in kompaktem Format bekannt ist, setzt die Fender-Edition mit ihrem markanten Design noch einen drauf. Doch rechtfertigt das den Aufpreis von etwa 30 Euro? Im Vergleich zu ähnlich großen Modellen wie dem JBL Flip 6 oder dem Marshall Emberton III positioniert sich der Teufel Rockster Go 2 im mittleren Preissegment.

Design und Verarbeitung

Die Fender-Edition des Teufel Rockster Go 2 präsentiert sich in einem Steel-Black-Design, das von der Ästhetik der berühmten Fender-Gitarren inspiriert ist. Mit seinen kompakten Abmessungen von 21 × 11 × 6 cm und einem Gewicht von 734 Gramm bleibt der Lautsprecher angenehm transportabel. Das verchromte Fender-Logo auf der Vorderseite verleiht dem Gerät einen unverwechselbaren Look und hebt es optisch von der Standardversion ab.

Das Gehäuse besteht aus robustem Kunststoff mit einer umlaufenden Gummierung, die nicht nur vor Stößen schützt, sondern auch für einen sicheren Griff sorgt. Die Verarbeitung macht einen soliden Eindruck – alle Elemente sind sauber verarbeitet, wobei die Druckpunkte der Bedientasten etwas präziser hätten ausfallen können. Dank der IP67-Zertifizierung ist der Rockster Go 2 sowohl staub- als auch wasserdicht.

Praktisch ist der mitgelieferte flexible Tragegurt, der das Transportieren erleichtert und das Befestigen an Rucksäcken oder Fahrrädern erlaubt. Ein nettes Extra der Fender-Edition ist das beiliegende Plektrum, das eine schöne Reminiszenz an die Gitarrenwelt darstellt. Das Gewinde an der Unterseite erlaubt die Befestigung an einem Stativ.

Wie gut ist der Klang des Fender x Teufel Rockster Go 2?

Klanglich setzt der Teufel Rockster Go 2 auf zwei 50-mm-Vollbereichstreiber aus Aluminium und eine 64-mm-Passivmembran. Der abgedeckte Frequenzbereich von 60 Hz bis 20.000 Hz ist für einen Lautsprecher dieser Größenklasse respektabel.

Im Hörtest zeigt sich der Rockster Go 2 kräftig und ausgewogen. Die mittleren Frequenzen werden besonders gut wiedergegeben. Die passive Bassmembran sorgt für eine ansprechende Tieftonwiedergabe, die zwar nicht mit größeren Lautsprechern mithalten kann, aber für die kompakte Bauform überzeugt.

Bei maximaler Lautstärke zeigen sich allerdings die physikalischen Grenzen des kompakten Gehäuses – hier kommt es zu hörbaren Verzerrungen. Im mittleren Lautstärkebereich spielt der Rockster Go 2 jedoch sehr angenehm und detailtreu. Die Höhen könnten etwas präsenter sein, um mehr Brillanz zu erzeugen, aber insgesamt bietet der Lautsprecher einen für seine Größe erstaunlich ausgewogenen Klang.

Es besteht die Möglichkeit, zwei Rockster Go 2 zu einem Stereopaar zu koppeln oder sogar bis zu 100 kompatible Lautsprecher zu einer Party-Kette zu verbinden. Ausprobieren konnten wir das nicht.

Bedienung

Die Bedienung des Teufel Rockster Go 2 erfolgt über die Tasten auf der Oberseite des Gehäuses. Hier finden sich Knöpfe für Ein/Aus, Bluetooth-Pairing, Lautstärkeregelung und Wiedergabe/Pause. Zusätzliche Funktionen wie der Titelwechsel sind über Mehrfachbelegungen möglich. Die Tasten reagieren zuverlässig, wenn auch mit einer leichten Verzögerung.

Teufel Rockster Go 2 Fender Edition

Die Bedienung ist insgesamt unkompliziert und auch für Technik-Neulinge leicht zu verstehen. Allerdings verzichtet Teufel sowohl bei der Standard- als auch bei der Fender-Version auf eine begleitende App. So fehlen Möglichkeiten zur individuellen Klanganpassung über einen Equalizer oder zur Installation von Firmware-Updates.

Akku

Der Lithium-Ionen-Akku des Teufel Rockster Go 2 bietet eine beeindruckende Laufzeit von bis zu 15 Stunden bei mittlerer Lautstärke. Bei geringer Lautstärke sind laut Teufel sogar bis zu 28 Stunden möglich. Im Test können wir das bestätigen.

Das Aufladen erfolgt über USB-C und dauert etwa 2,5 Stunden bis zur vollständigen Ladung. Ein Ladegerät ist wie mittlerweile üblich nicht im Lieferumfang enthalten. Die LED-Anzeige gibt einen groben Überblick über den verbleibenden Akkustand.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Der Teufel Rockster Go 2 setzt auf Bluetooth 5.2 für die kabellose Verbindung mit Audioquellen und unterstützt Multipoint-Verbindungen für zwei Geräte gleichzeitig. Bei den unterstützten Codecs beschränkt sich der Lautsprecher auf SBC und AAC, während fortschrittlichere Codecs wie aptX oder LDAC fehlen.

Interessant ist die Doppelfunktion des USB-C-Anschlusses, der nicht nur zum Laden, sondern auch als Audioeingang dient. Eine separate analoge AUX-Buchse gibt es nicht.

Preis: Was kostet der Fender x Teufel Rockster Go 2?

Die Fender-Edition des Rockster Go 2 kostet aktuell direkt bei Teufel 110 Euro.

Fazit

Der Teufel Rockster Go 2 in der Fender-Edition ist ein gelungener Bluetooth-Lautsprecher, der soliden Klang mit robuster Bauweise und einem markanten Design verbindet. Die lange Akkulaufzeit von bis zu 28 Stunden und die IP67-Zertifizierung sprechen für ihn. Der ausgewogene Klang mit ansprechender Basswiedergabe überzeugt in den meisten Situationen, auch wenn bei maximaler Lautstärke Verzerrungen auftreten. Als Kritikpunkte sind das Fehlen einer begleitenden App für Equalizer-Einstellungen zu nennen.

Ob der Aufpreis für die Fender-Edition gerechtfertigt ist, hängt letztlich vom persönlichen Geschmack und der Größe des eigenen Geldbeutels ab. Wer Wert auf das markante Aussehen legt, für den kann sich die Fender-Edition lohnen. Wer hingegen rein auf die Funktionalität und ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis schaut, ist mit der Standardversion des Rockster Go 2 besser bedient.

Bluetooth-Lautsprecher Beats Pill (2024) im Test

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

VORTEILE

  • kräftiger Sound mit gutem Bass
  • 24 Stunden Laufzeit
  • wasser- und staubdicht (IP67)
  • schickes Design mit Schlaufe
  • Schnellladefunktion

NACHTEILE

  • kein Equalizer
  • AUX-Eingang fehlt
  • Tastenbedienung im Dunkeln schwierig
  • Höhen manchmal etwas scharf

Der Beats Pill (2024) zeigt, dass auch kleine Pillen große Wirkung haben können. Wir testen, ob der kompakte Bluetooth-Lautsprecher die Konkurrenz schluckt.

Der Beats Pill feiert 2024 ein lautstarkes Comeback. Kann die Apple-Tochter mit ihrem 120-Euro-Speaker gegen etablierte Konkurrenten von JBL, Marshall, Bose und Sony bestehen? Wir haben die Musikpille getestet.

Design und Verarbeitung

Die Pillenform bleibt, alles andere wurde modernisiert. In den Farben Mattschwarz, Gold und Rot erhältlich, macht besonders unser rotes Testgerät eine auffällige Figur und gefällt uns richtig gut.

Die abnehmbare Schlaufe und die ergonomische Silikonunterseite machen den 680 Gramm schweren Speaker zum angenehmen Begleiter. Clever: Die 20-Grad-Aufwärtsneigung sorgt für bessere Klangprojektion auf flachen Oberflächen – der Sound landet im Ohr, nicht in der Tischplatte.

Mit IP67-Zertifizierung ist der Pill staubdicht und wasserfest. Strandbesuche oder Poolpartys sind also kein Problem – solange er nicht länger als 30 Minuten auf Tauchstation geht.

Wie gut klingt der Beats Pill (2024)?

Der Racetrack-Neodym-Woofer liefert überraschend kräftigen Sound aus dem kompakten Gehäuse. Der Frequenzbereich von 56,6 Hz bis 19,6 kHz ist für diese Größenklasse beachtlich.

Das Klangbild zeigt sich hell, mit sattem Bass und warmen Mitten. Bei manchen Tracks können die Höhen allerdings etwas zu scharf ausfallen.

Mit einer ordentlich hohen maximalen Lautstärke bei erstaunlich geringer Klangverzerrung beschallt der Pill problemlos mittelgroße Räume. Wer es noch lauter mag, kann zwei Pills im Stereo- oder Amplify-Modus koppeln. Ein Bassmonster, etwa für Hip-Hop-Partys, braucht man aber nicht zu erwarten.

Dank integriertem Mikrofon kann man mit der Pille auch telefonieren, auch wenn uns das Gegenüber nur mit etwas Hall versteht.

Bedienung und App

Die Bedienung erfolgt über vier Tasten auf der Oberseite: Ein/Aus (mit Bluetooth-Pairing), eine Multifunktionstaste für Wiedergabe/Pause/Titel-Navigation und zwei Lautstärketasten. Im Dunkeln werden diese allerdings zum Tastratespiel – eine Beleuchtung fehlt.

Apple-typisch gibt es keine separate iOS-App – der Pill integriert sich in die Systemeinstellungen. Dort lassen sich der Name, Anrufsteuerung und Find-My-Funktion anpassen. Android-Nutzer bekommen eine eigene Beats-App mit ähnlichen Funktionen. Ein echter Wermutstropfen: Es fehlt ein einstellbarer Equalizer.

Akku

Mit 24 Stunden Laufzeit bei mittlerer Lautstärke hängt der Pill viele Konkurrenten ab. Eine Schnellladeoption liefert nach 10 Minuten Ladezeit bereits 2 Stunden Musik.

Praktisch: Der USB-C-Anschluss dient nicht nur zum Laden, sondern kann auch als Powerbank für andere Geräte fungieren. Das beiliegende USB-C-Kabel muss allerdings ohne Netzadapter auskommen.

Konnektivität und technische Eigenschaften

Bluetooth 5.3 sorgt für stabile Verbindungen. Der USB-C-Port unterstützt neben dem Laden auch verlustfreies Audio bis 48 kHz/24-Bit. Einen AUX-Eingang sucht man vergeblich.

Bei den Codecs beschränkt sich Beats auf SBC und AAC. aptX oder LDAC bleiben außen vor, was die meisten Nutzer aber kaum bemerken werden.

Preis: Was kostet der Beats Pill (2024)?

Mit einem Straßenpreis von aktuell 111 Euro positioniert sich der Pill im mittleren Preissegment.

Alternativen

Fazit

Der Beats Pill (2024) ist die gelungene Wiedergeburt eines Klassikers. Er vereint kraftvollen Sound, marathonfähigen Akku und robustes Design in einem schicken Paket. Die fehlenden Equalizer-Optionen und der vermisste AUX-Eingang sind kleine Bitterpillen in einer ansonsten runden Medizin. Wer eine Musikpille gegen akute Stille sucht und auf lange Akkulaufzeit Wert legt, ist hier bestens versorgt.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Bose Soundlink Micro

Teufel Motiv Go

JBL Flip 5

Anker Soundcore Boom 3i

Sonos Roam 2

Marshall Kilburn II

Teufel Rockster Cross

LG Xboom Go DXGQ7

JBL Charge 5

Edifier MP230

Teufel Rockster Cross

Sonos Roam

Tribit Stormbox Mini+

Blitzwolf WA3

Hama Twin 3.0

JBL Flip 6

JBL Boombox 3 Wi-Fi

Anker Soundcore Motion Boom

Loewe We Hear 1

Pure Woodland

Fender Newport

Pure Classic Aura

Sony XB33

Tronsmart Bang

Harman Kardon Luna

Tronsmart Mirtune S100

Xiaomi Mi Portable Bluetooth-Speaker

Nubert Nugo One



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Künstliche Intelligenz

Deutschland fehlt: 17 Staaten beschließen Abkommen zum Schutz von Unterseekabeln


Am Rande des Shangri-La-Dialogs in Singapur haben 17 Staaten aus Europa, dem Nahen Osten, Ozeanien und Südostasien mit den „Leitprinzipien für den Austausch zur Verteidigung von Unterwasserinfrastruktur“ (Guide) eine Sicherheitsinitiative für Datenleitungen am Meeresboden begonnen. Zu den Unterzeichnern des Abkommens von Ende Mai gehören Frankreich, Finnland, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Australien, Singapur und Katar. Das Bündnis reagiert damit auf die Erkenntnis, dass Wasserwege auch wichtige Adern der modernen Zivilisation bergen: Unterseekabel und Pipelines, die weltweite Energie- und Telekommunikationsnetze koppeln.

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Da jede Unterbrechung in einem Teil dieses Netzwerks systemgefährdend sein kann, wollen die Staaten über den Guide gemeinsame internationale Normen etablieren, um diese Infrastrukturen besser zu schützen. Lange galt das als ein Thema für Spezialisten. Doch nach wiederholten Zwischenfällen in der Ostsee und vor Taiwan, bei denen Kabel offenbar absichtlich durchtrennt wurden, steht es weit oben auf der politischen Agenda. Sorge bereitet auch, dass ein chinesisches Forschungsschiff jüngst bereits einen Tiefsee-Kabelschneider getestet hat.

Die vergleichsweise leichte Verwundbarkeit von Seekabeln zieht weite Kreise: Weil weit mehr als 95 Prozent des weltweiten Datenverkehrs durch Leitungen unter dem Meer transportiert werden, können Störungen verheerende Schäden anrichten. Auf der Sicherheitskonferenz in Singapur beschrieben Teilnehmer die Lage drastisch: Der Meeresboden werde zunehmend zum Schlachtfeld. Der Schutz der Tiefsee-Infrastruktur sei damit zu einer Kernfrage moderner Verteidigung geworden, die nahtlos an den Einsatz von Drohnen, KI, Quantencomputer und die Kriegsführung im Weltall anschließe.

Das Guide-Abkommen ist rechtlich und finanziell nicht bindend, setzt aber politische Signale. Die beteiligten Staaten verpflichten sich, die Souveränität der Küstenstaaten im Einklang mit dem internationalen Seerecht zu respektieren. Im Zentrum steht das Ziel, durch den Austausch von Technologie und Informationen schneller auf Angriffe und Krisen reagieren zu können. Die Verteidigungsministerien erkennen dabei an, dass die primäre Verantwortung für Design und Reparatur weiterhin bei zivilen Behörden und privaten Betreibern liegt.

Das Militär soll eine unterstützende Rolle einnehmen, etwa durch den Einsatz von Schiffen oder unbemannten Unterwasserfahrzeugen zur Meeresüberwachung. Das Abkommen ist so gestaltet, dass sich weitere Länder flexibel anschließen können, sobald interne Prüfverfahren abgeschlossen sind.

Deutschland gehört vorerst nicht zu den Unterzeichnern. Grund dafür ist laut der FAZ, dass innerhalb der Bundesregierung die genauen Zuständigkeiten zwischen den Ressorts noch nicht geregelt sind. Zwar existieren in Europa bereits Schutzinitiativen von der NATO und der EU. Doch die Kooperation mit Partnern im Indopazifik soll nun der Tatsache Rechnung tragen, dass es sich um eine globale Herausforderung handelt.

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Wie existenziell bedroht einzelne Staaten sind, zeigt das Beispiel Australien: Als Inselregion wickelt das Land rund 99 Prozent seines Internetverkehrs über 15 Unterseekabel ab. Der Zugriff auf Finanz- und Gesundheitssysteme oder staatliche Kommunikation könnte theoretisch binnen kürzester Zeit durch das Kappen dieser Leitungen lahmgelegt werden.

In den vergangenen 18 Monaten hat die Welt Angriffe auf maritime Infrastrukturen in einem neuen Ausmaß erlebt. Unabhängig davon, ob es sich dabei um Unfälle oder gezielte Sabotage handelt, treiben sie ein sicherheitspolitisches Umdenken voran. Australien hat deshalb in Singapur zusätzlich ein neues Rüstungsprojekt im Rahmen des Sicherheitsbündnisses mit Großbritannien und den USA besiegelt. Es soll die Entwicklung fortschrittlicher Unterwasserdrohnen vorantreiben und ausdrücklich auch dem Schutz von Seekabeln dienen. Anlass zum Handeln sehen nicht zuletzt kleinere pazifische Inselstaaten in der Region, die oft nur über ein einziges Kabel versorgt werden. Fällt dieses aus, sind sie weitgehend isoliert.


(mho)



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Gericht: Niedersachsens Datenschutzaufsicht will wie Staatsanwaltschaft handeln


Niedersachsens Datenschutzbeauftragter schlägt vor, dass die Aufsichtsbehörde in Bußgeldverfahren dieselben Rechte erhalten soll wie die Staatsanwaltschaft, um jene zu entlasten. Als Vorbild soll das Kartellrecht dienen, in dem diese Regelung bereits erfolgreich angewendet wurde und für genau jene Entlastung sorgt. Anlass für den Vorschlag sind laut dem Landesbeauftragten für den Datenschutz Niedersachsen (LfD), Denis Lehmkemper, mehrere gerichtliche Bußgeldverfahren in der jüngeren Vergangenheit, in denen „verhängte Bußgelder erheblich reduziert oder ganz aufgehoben wurden“. Als Kritik will er das aber nicht verstanden wissen, stattdessen solle vorhandene Fachkenntnis optimal genutzt werden.

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In der Stellungnahme erklärt Lehmkemper eine Besonderheit im aktuellen Recht: Wenn gegen den Bußgeldbescheid seiner Behörde Einspruch eingelegt werde und der vor Gericht lande, verliere die Datenschutzaufsicht automatisch die Möglichkeit, das Verfahren weiter zu führen. Stattdessen übernehme dann die Staatsanwaltschaft, „die sich in das Datenschutzrecht neu einarbeiten“ müsse. Vor allem könne die Datenschutzaufsicht nicht einmal selbst Rechtsbeschwerde gegen eine Entscheidung der ersten Instanz einlegen. Nur wenn die Aufsichtsbehörde hier die Rechte der Staatsanwaltschaft bekomme, könne sie die von ihr begonnenen Verfahren mit ihrer Fachkenntnis vor Gericht fortführen.

Zwar nennt Lehmkemper kein Beispiel für die verlorenen Bußgeldverfahren. Erst im Frühjahr hat es aber einen besonders aufsehenerregenden Fall gegeben: notebooksbilliger.de hat da ein DSGVO-Bußgeld von 10,4 Millionen Euro auf 900.000 Euro heruntergeklagt. „Wir führen Bußgeldverfahren mit großer fachlicher Sorgfalt, verlieren aber genau dann an Einfluss, wenn es vor Gericht geht“, sagt der Datenschutzbeauftragte. Der üblichen Tätigkeiten der Staatsanwaltschaft seien die „komplexen Verfahren“ eher fremd, und das Modell aus dem Kartellrecht sei längst bewährt. Die niedersächsische Landesregierung möge sich im Bundesrat für eine solche Änderung einsetzen, um damit die Effizienz zu steigern und die Justiz zu entlasten.


(mho)



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