Künstliche Intelligenz
Bezos-Rakete setzt Satellit in falscher Umlaufbahn ab
Die leistungsstarke Schwerlastrakete „New Glenn“ des Weltraumunternehmens Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos hat bei ihrem dritten Start einen Satelliten in der falschen Umlaufbahn abgesetzt. Die genauen Hintergründe seien vorerst noch unklar, teilte Blue Origin mit. „Wir untersuchen das derzeit und werden ein Update geben, wenn wir detailliertere Informationen haben.“
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Die „New Glenn“ war zuvor planmäßig vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida gestartet – und das erstmals mit einer zuvor bereits verwendeten Raketenstufe. Diese Raketenstufe landete nach dem Start auch diesmal wieder auf einer Plattform im Atlantik. Der Satellit namens „Blue Bird 7“ sei dann allerdings in einer zu niedrigen Umlaufbahn abgesetzt worden, wie auch der Hersteller AST SpaceMobile bestätigte.
Die „New Glenn“-Rakete hatte es beim Erstflug im Januar 2025 direkt ins All geschafft. Beim zweiten Flug rund zehn Monate später hatte die Rakete zwei Mars-Orbiter der US-Raumfahrtbehörde Nasa ins All gebracht. In Zukunft will Blue Origin mit der „New Glenn“-Rakete dem Unternehmen SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk Konkurrenz machen, das aktuell die kommerzielle Raumfahrt dominiert.
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(afl)
Künstliche Intelligenz
Mac mini und Mac Studio vergriffen: Apple gehen manche Macs aus
Bei Apples Desktop-Macs spitzt sich die Liefersituation immer mehr zu, auch beim neuen MacBook Neo gibt es mehrwöchige Wartezeiten. Mac mini und Mac Studio sind inzwischen beim Hersteller durch die Bank sogar gar nicht mehr sofort erhältlich. Erst ab Anfang bis Mitte Juni kann Apple nach eigener Prognose manche Modelle wieder verschicken. Bei größeren Speicherkonfigurationen verzichtet das Unternehmen sogar auf eine geschätzte Lieferzeit und listet diese lapidar als „nicht verfügbar“.
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Apple hat sich zu den Engpässen bislang nicht geäußert, im Handel sind insbesondere die Basiskonfigurationen von Mac mini (ab 646 €) und Mac Studio (ab 2070,25 €) derzeit noch zu finden, auch in Deutschland – allerdings zu wieder steigenden Preisen.
MacBook Neo trifft auf Nachfrage
Beim MacBook Neo scheint Apple mit der hohen Nachfrage des vergleichsweise günstigen Einstiegsmodells zu kämpfen, das erst seit Kurzem auf dem Markt ist. Es soll in wenigen Wochen – ab Anfang bis Mitte Mai – wieder lieferbar und in Apple-Läden zur Abholung erhältlich sein. Das gilt sowohl für die Basiskonfiguration mit 256 GByte SSD als auch das 512-GByte-Modell in allen Farbvarianten.
Über die Gründe für die massiven Lieferprobleme bei Mac mini und Mac Studio sind sich Beobachter uneins. Klar ist, dass bei beiden Produktreihen ein Upgrade mit M5-Chips fällig bis überfällig ist: Den Mac mini M4/M4 Pro gibt es in der aktuellen Konfiguration bereits seit Herbst 2024, den Mac Studio M4 Max plus M3 Ultra seit etwas mehr als einem Jahr. Nach Informationen von Bloombergs Mark Gurman rechnet Apple intern nun allerdings damit, einen neuen Mac Studio erst im Oktober auf den Markt bringen zu können und nicht schon zur Jahresmitte. Auch das erwartete MacBook-Pro-Redesign mit Touchscreen komme durch Probleme in der Lieferkette wohl „ein wenig später“.
Speicherkrise und KI-Agenten
Analysten vermuten, dass die große Speicherkrise jetzt auch vor Apple nicht mehr Halt macht und der Hersteller die verfügbaren Kapazitäten lieber für seine populären Laptop-Reihen verwendet. Zudem wird immer wieder spekuliert, dass KI-Enthusiasten Restbestände des Mac mini M4 in größeren Mengen kaufen, um diesen als Assistenten im OpenClaw-Stil einzusetzen.
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Im Unterschied zu anderen Herstellern hat Apple seine Preise für Speicher bislang nicht erhöht, allerdings waren Apples Upgrade-Preise für SSD und Arbeitsspeicher lange berühmt-berüchtigt, extrem weit über den marktüblichen Preisen zu liegen. Nachträgliches Selbstaufrüsten ist bei Apple-Geräten schon lange nicht mehr vorgesehen, auch nicht bei Desktop-Macs. Nur für SSD-Upgrades gibt es einzelne Bastellösungen.
(lbe)
Künstliche Intelligenz
Ungepatchte Windows-Zero-Days RedSun, UnDefend und BlueHammer werden attackiert
IT-Sicherheitsforscher melden Angriffe im Internet auf die teils ungepatchten Sicherheitslücken BlueHammer, RedSun und UnDefend. Die betreffen den Windows Defender und ermöglichen etwa die Ausweitung der Rechte zu Admin oder gar System.
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Trotz aktuellem Patch-Stand zum Meldungszeitpunk funktioniert etwa der RedSun-Exploit noch immer.
(Bild: heise medien / Christopher Kunz)
Erste Angriffe auf die BlueHammer-Lücke erfolgten offenbar bereits ab Freitag, den 10. April, wie aus einer knappen Analyse durch die HuntressLabs auf X hervorgeht. Die Lücke wurde kurz vor dem davorliegenden Wochenende bekannt und setzt beim Windows-Defender-Update-Prozess an. Immerhin, am Patchday vergangene Woche hat Microsoft die Schwachstelle mit dem Eintrag CVE-2026-33825 gefixt, außerdem hat der Defender Erkennungen für die bekannten Exploits erhalten.
Anders sieht es etwa mit RedSun und UnDefend aus. Die Analysten von HuntressLabs melden auf X, dass alle drei Lücken angegriffen werden. Allerdings stehen für RedSun und UnDefend noch keine Hotfixes bereit, sie lassen sich zum Meldungszeitpunkt weiter missbrauchen.
Rechteausweitung und Update-Blockade
Alle drei Zero-Days hat der Nutzer mit dem Handle „Nightmare-Eclipse“ auf GitHub veröffentlicht. Hinter RedSun verbirgt sich ein Angriff, der eine Datei mit der „Cloud Files API“ schreibt, im Anschluss eine Race Condition mit den Windows-Schattenkopien gewinnt und dadurch ausführbare Dateien im Systemverzeichnis von Windows platzieren kann. Damit lassen sich dann SYSTEM-Rechte erlangen.
Etwas weniger Beachtung fand die „UnDefend“-Zero-Day-Lücke. Dadurch können Angreifer mit gewöhnlichen Rechten im System den Windows Defender lahmlegen. Im passiven Modus hindert der Exploit den Defender daran, neue Aktualisierungen zu erkennen und zu installieren. Damit kann der Defender nicht vor neuen Bedrohungen schützen. Im aggressiven Modus versucht UnDefend, den Windows Defender ganz zu deaktivieren. Das klappt aber nur, wenn Microsoft ein größeres Plattform-Update verteilt, das etwa die zentrale Komponente MsMpEng.exe und andere Binärdateien ersetzt. Zugleich hat „Nightmare-Eclipse“ eine Methode gefunden, durch die die EDR-Konsole (Endpoint Detection and Response) dann trotzdem ausgibt, dass Windows Defender läuft und aktuell ist – das findet er jedoch zu gefährlich, sodass der Code (noch) nicht öffentlich ist.
Unklar ist, wie weitreichend die beobachteten Angriffe sind. Derzeit bleibt nur zu hoffen, dass Microsoft die Schwachstellen in Kürze ebenfalls ausbessert.
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(dmk)
Künstliche Intelligenz
Lokale KI auf dem MacBook Neo: Wie gut LLMs und Bild-KIs auf 8 GByte RAM laufen
Rechenleistung wird immer teurer, Grund dafür ist die Speicherkrise! Ausgerechnet Apple verspricht Abhilfe: Das neue MacBook Neo ist mit einem Startpreis von 700 Euro der bisher günstigste Laptop des Konzerns. Aber lassen sich darauf auch hardwareintensive KI-Modelle lokal ausführen?
Die Ende 2020 eingeführte „Apple Silicon“-Architektur machte Macs nämlich zur idealen Umgebung, um Sprachmodelle (LLM) offline auf der eigenen Hardware zu betreiben. Im MacBook Neo steckt mit dem A18 Pro allerdings nur ein iPhone-Prozessor. Noch dazu ist der Arbeitsspeicher auf gerade einmal 8 GByte begrenzt. Und LLMs sind eigentlich besonders speicherhungrig.
- Trotz knappem RAM lassen sich auf dem MacBook Neo lokal multimodale Sprachmodelle ausführen, wenn auch nur kleinere Versionen mit weniger Parametern.
- Mit dem kostenlosen Tool Ollama integrieren Nutzer sogar eigene Offline-Coding-Modelle in Apples Entwicklungsumgebung Xcode.
- Das Generieren von KI-BIldern bringt das MacBook Neo jedoch schnell an seine Grenzen – ist aber trotzdem möglich, wie unser Test zeigt.
Die hauseigene Apple Intelligence enttäuschte bisher. Wir testen deshalb mit praxisnahen Anwendungsfällen, welche anderen KIs auf dem Laptop mit iPhone-Hardware laufen. Dafür installieren wir das Open-Source-Tool Ollama und laden Sprachmodelle wie Gemma 4. Außerdem messen wir die Performance von KI-Unterstützung in der Programmierumgebung Xcode – und wagen uns sogar an die besonders ressourcenhungrige Bildgenerierung mit ComfyUI.
Das war die Leseprobe unseres heise-Plus-Artikels „Lokale KI auf dem MacBook Neo: Wie gut LLMs und Bild-KIs auf 8 GByte RAM laufen“.
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