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Apps & Mobile Entwicklung

Forderung von Mitarbeitern: Google soll geheime KI-Pro­jek­te mit dem Pentagon ableh­nen


Don’t be evil“ – von diesem Slogan hat sich Google längst verabschiedet, doch in den Köpfen vieler Mitarbeiter scheint er weiterhin präsent zu sein. Nun haben Hunderte Beschäftigte eine Petition unterzeichnet, in der sie CEO Sundar Pichai dazu auffordern, geheime KI-Projekte mit dem Pentagon künftig abzulehnen.

Mitarbeiter sprechen sich gegen militärische Nutzung aus

Rund zwei Monate, nachdem sich das KI-Unternehmen Anthropic gegen Forderungen der US-Regierung zu Massenüberwachung und autonomen Waffen positioniert und dieses in der Konsequenz vom Verteidigungsministerium als Lieferkettenrisiko eingestuft wurde, haben am Montag mehr als 600 Google-Mitarbeiter – darunter zahlreiche aus dem hauseigenen KI-Spitzenlabor DeepMind – den Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens in einem Brief aufgefordert, dem Verteidigungsministerium die Nutzung von Googles KI für geheime Projekte zu untersagen und keine Vereinbarungen einzugehen, die einen entsprechenden Einsatz ermöglichen. „Wir wollen, dass KI der Menschheit zugutekommt, und nicht, dass sie auf unmenschliche oder extrem schädliche Weise eingesetzt wird“, zitiert die Washington Post aus dem ihr vorliegenden Schreiben.

In dem Brief äußern die Unterzeichner zudem die Sorge, dass entsprechende Vereinbarungen mit Verschwiegenheitsklauseln einhergehen könnten, die Beschäftigte daran hindern würden, nachzuvollziehen, wie die Technologie des Unternehmens eingesetzt wird. Wie bereits im Fall Anthropic könnten dazu auch tödliche autonome Waffen und Formen der Massenüberwachung zählen, doch die Bedenken der Mitarbeiter reichen weit darüber hinaus. Der einzige Weg, einer solchen Entwicklung wirksam entgegenzutreten, sei die grundsätzliche Ablehnung jeglicher geheimer Aufträge. „Andernfalls könnten solche Anwendungen ohne unser Wissen oder ohne die Möglichkeit, sie zu stoppen, stattfinden“, führen die Unterzeichner weiter aus.

Befürchtungen aufgrund jüngster Ereignisse nicht von der Hand zu weisen

Die geäußerten Forderungen erscheinen vor diesem Hintergrund nicht unbegründet. Erst kürzlich sollen Führungskräfte des US-Verteidigungsministeriums erneut betont haben, dass ihnen die Freiheit eingeräumt werden müsse, kommerzielle KI-Technologie für „alle rechtmäßigen Zwecke“ einsetzen zu können. Offiziellen Angaben zufolge gehe dies jedoch mit einer gewissen „Flexibilität“ in der Auslegung je nach Situation einher, während gleichzeitig US-Recht und militärische Verfahren eingehalten werden sollen.

Auch jüngste Entwicklungen dürften zu dem nun veröffentlichten Brief beigetragen haben und die Einschätzung verstärken, dass solche Zusicherungen vielen KI-Entwicklern nicht ausreichen. Anfang dieses Monats drohte beispielsweise US-Präsident Donald Trump im Zuge des Angriffes auf den Iran damit, sämtliche Brücken und Kraftwerke des Landes zu bombardieren, was von zahlreichen Experten, auch innerhalb der USA, als Verstoß gegen das Völkerrecht und damit als Kriegsverbrechen bewertet wurde. Derartige Angriffe dürften angesichts der kurzen Planungszeiten in der heutigen Praxis kaum ohne den Einsatz künstlicher Intelligenz realisierbar sein. „Durch den Missbrauch der Technologie, an deren Entwicklung wir maßgeblich beteiligt sind, kommen bereits Menschen ums Leben und werden bürgerliche Freiheiten im In- und Ausland gefährdet“, heißt es weiter in der Petition der Google-Mitarbeiter.

Erfolg nicht ausgeschlossen

Ob die Petition zumindest teilweise ihre Wirkung entfalten kann, bleibt offen, erscheint jedoch nicht ausgeschlossen: Bereits 2018 wurde das Unternehmen aufgefordert, einen Vertrag mit dem Pentagon im Rahmen des „Project Maven“ nicht zu verlängern, bei dem die eigene KI-Software zur Objekterkennung in Drohnenaufnahmen eingesetzt wurde, nachdem mehr als 3.000 Beschäftigte eine entsprechende Petition unterzeichnet hatten. Im Anschluss sicherte Google zu, seine KI-Technologie künftig nicht für Waffen- oder Überwachungszwecke einzusetzen, führte das Projekt jedoch zunächst weiter. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen allerdings verstärkt nach neuen Militärverträgen gesucht.



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Dorfromantik: Legespiel erscheint am 25. Juni für macOS


Dorfromantik: Legespiel erscheint am 25. Juni für macOS

Bild: Toukana Interactive

Dorfromantik wurde Ende April fünf Jahre alt. Auf ein Jubiläums-Update mitsamt Medieval Biome Pack soll in knapp zwei Wochen die Veröffentlichung für macOS folgen. Bislang ist das virtuelle Puzzle- und Legespiel für den PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch erschienen.

Dorfromantik für Apple Silicon

Nach dem jüngst eingeführten Nachtmodus und Ranglisten handele es sich bei einer Mac-Version um einen weiteren häufig geäußerten Wunsch der Community, so Entwickler Toukana Interactive. Am 25. Juni 2026 soll es jetzt soweit sein, dann wird Dorfromantik via Steam auch auf macOS spielbar. Die Portierung sei in den vergangenen Monaten entstanden und benötige jetzt nur noch einige interne Tests und Feinschliff.

Dorfromantik läuft bald auf macOS mit Apple-Chips
Dorfromantik läuft bald auf macOS mit Apple-Chips (Bild: Toukana Interactive)

Konkrete Hardware-Voraussetzungen gibt es noch nicht, allerdings wird das Spiel zwingend Apple Silicon voraussetzen. Interessierte Spieler benötigen also einen Mac mit mindestens dem M1-Chip aus dem Jahr 2020. Mac-Modelle auf Intel-Basis werden nicht unterstützt.

Überraschungshit in der Pandemie

Mit Dorfromantik gelang Toukana im März 2021 ein Überraschungshit. Das digitale Puzzle- und Legespiel mit Carcassonne-Spielprinzip wurde von vier Studenten des Studiengangs Game Design an der HTW Berlin entwickelt und vom Land Brandenburg mit einer Förderung in Höhe von 110.000 Euro unterstützt. Nach dem Ende der Early-Access-Phase im April 2022 folgten im September 2022 eine Umsetzung für die Nintendo Switch sowie 2025 auch Fassungen für PlayStation 5 und Xbox Series X|S. Aktuell laufen beim inzwischen neunköpfigen Team neben der macOS-Portierung außerdem die Arbeiten an einer Mobile-Version.

Hast du Dorfromantik gespielt?
  • Ja, ich spiele es auch immer noch ab und an.

  • Ja, vor einiger Zeit.

  • Nein, ich kannte das Spiel aber.

  • Nein, Dorfromantik war mir bis heute auch gar kein Begriff.

Nach Dorfromantik haben die Entwickler in Zusammenarbeit mit Kurzgesagt ein weiteres Strategiespiel veröffentlicht. Star Birds ist im September 2025 erschienen.



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Anthropic profitiert ebenso: Trotz größerer AI-Ableh­nung nutzen mehr Menschen ChatGPT


Die Skepsis gegenüber künstlicher Intelligenz wächst, dennoch kommt ChatGPT monatlich auf eine Milliarde App-Nutzer und Anthropic profitiert von der öffentlichen Reaktion auf den im Februar von OpenAI übernommenen Vertrag mit der US-Regierung – so lassen sich die Ergebnisse einer Untersuchung von Sensor Tower zusammenfassen.

Laut dem auf die Messung des mobilen App-Ökosystems spezialisierten Marktforschungs- und Analyseunternehmen Sensor Tower, über die CNBCberichtet, soll ChatGPT im vergangenen Mai erstmals die Marke von einer Milliarde App-Nutzern überschritten haben, diesen Meilenstein erreichte OpenAI zudem lediglich 3,5 Jahre nach der Gründung des damaligen Start-Ups Ende 2022. Der bisherige Rekordhalter Google Maps benötigte für dieses Ziel rund fünf Jahre. Bereits im Februar konnte OpenAI plattformübergreifend mehr als 900 Millionen wöchentliche Nutzer auf Web- und Mobilgeräten verzeichnen.

KI-Unternehmen profitieren von teils hohen Wachstumszahlen

Dennoch wächst die Konkurrenz deutlich schneller, als es OpenAI lieb sein dürfte. Während ChatGPT laut Sensor Tower im Jahresvergleich um 62 Prozent zulegte, stiegen die monatlichen Nutzerzahlen von Claude um 640 Prozent und von Meta AI sogar um 973 Prozent. Sensor Tower führt dieses Wachstum nicht nur auf technische Fortschritte der konkurrierenden Modelle zurück, sondern auch auf die unterschiedliche öffentliche Wahrnehmung der Anbieter. In einer Umfrage der Boston Consulting Group gaben zudem mehr als 40 Prozent der 12.000 befragten Beschäftigten, durch Nutzung von künstlicher Intelligenz pro Woche etwa einen Arbeitstag einzusparen.

Wie ein Nachteil schnell zum Vorteil wird

Anthropic konnte seit Februar dieses Jahres deutlich von der Auseinandersetzung mit der US-Regierung und der anschließenden Übernahme des Vertrages durch OpenAI profitieren. Damals verlangte das amerikanische Department of War, dass Anthropic sämtliche Sicherheitsrichtlinien aus den Modellen entfernt, die das Unternehmen dem Militär zur Verfügung stellt. Nachdem der KI-Entwickler dieser Forderung selbst nach einem Ultimatum der US-Regierung nicht nachgekommen war, wurde dieser als „Lieferkettenrisiko“ eingestuft. Für Anthropic bedeutet dies, bis zu einer juristischen Klärung künftig weder mit dem Pentagon noch mit dessen Auftragnehmern zusammenarbeiten zu können.

Nachdem OpenAI den Vertrag anstelle von Anthropic übernommen hatte, sah sich der ChatGPT-Entwickler massiver Kritik ausgesetzt. Laut Sensor Tower führte dies dazu, dass die Claude-App im App Store von Apple kurz nach Bekanntwerden der Entscheidung die Spitze der kostenlosen Anwendungen übernahm. Gleichzeitig soll sich die Zahl der Deinstallationen von ChatGPT im Tagesvergleich um 295 Prozent erhöht haben. Die Installationen von Claude legten am 27. Februar zunächst um 37 Prozent und am 28. Februar schließlich um 51 Prozent zu. Parallel dazu stiegen die 1-Sterne-Bewertungen im App Store am vergangenen Samstag um 775 Prozent und einen Tag später nochmals um 100 Prozent.

Zur Schadensbegrenzung sah sich OpenAI veranlasst, den Vertrag um zusätzliche Klauseln zu ergänzen, die eine rechtswidrige Nutzung der Dienste des Unternehmens verhindern sollen.

Nicht nur der Zuspruch, auch die Ablehnung wächst

Der Bericht offenbart jedoch auch ein gewisses Paradoxon: Trotz des starken Wachstums nahezu aller KI-Anbieter soll die öffentliche Akzeptanz der Technologie rückläufig sein. Der neue Papst Leo warnte vor wachsender Ungleichheit und neuen Sicherheitsrisiken durch KI. Anthropic forderte zuletzt sogar eine Verlangsamung der globalen KI-Entwicklung und warnte vor Szenarien, in denen KI-Systeme künftig eigenständig ihre Nachfolger entwickeln könnten. Bei Universitätsabschlussfeiern in den USA wurden Bezüge zu KI in Reden teilweise mit deutlichen Buhrufen quittiert. Viele Absolventen fürchten durch diese den Verlust von Arbeitsplätzen, insbesondere in Einstiegspositionen.



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Entwicklung analysiert: IDC sieht Anthropic auf dem Weg zum Enterprise-AI-Anbieter


Entwicklung analysiert: IDC sieht Anthropic auf dem Weg zum Enterprise-AI-Anbieter

Bild: Anthropic

Anthropic arbeitet laut IDC mit hoher Geschwindigkeit daran, vom reinen KI-Modellanbieter zum vollwertigen Enterprise-AI-Anbieter zu gelangen. Zwar gilt bislang kein Entwickler von Frontier-Modellen als ausgereifter Unternehmensanbieter, doch Anthropic erfülle die Anforderungen großer Unternehmenskunden besonders konsequent.

Anthropic auf gutem Weg zum vollwertigen Enterprise-AI-Anbieter

In einer Untersuchung mit dem Titel „The Transformation of Anthropic (and What to Do About It)“ hat das Marktforschungsunternehmen IDC die Entwicklung Anthropics in den vergangenen sechs Monaten analysiert. Demnach arbeite das Unternehmen „mit voller Geschwindigkeit“ daran, sich gegenüber Wettbewerbern wie OpenAI und Google als vollwertige Enterprise-Plattform zu etablieren.

Doch trotz der wachsenden Aufmerksamkeit ist Claude in vielen Unternehmen weiterhin vergleichsweise wenig bekannt und daher bislang deutlich schwächer vertreten als konkurrierende Modelle. Laut IDC nutzen derzeit lediglich 19 Prozent der Unternehmen Claude intensiv, weitere 25 Prozent evaluieren die Technologie aktiv. Zum Vergleich: OpenAI-Produkte erreichen rund 42 Prozent Nutzung, Googles KI-Angebote etwa 38 Prozent. IDC empfiehlt Unternehmen daher, bisherige Bewertungen von LLM-Anbietern zu überprüfen und Claude neu zu bewerten.

Verschiedene Maßnahmen von Erfolg gekrönt

Gleichzeitig ist Anthropic wirtschaftlich bereits stark vom Unternehmenskundengeschäft abhängig. Nach Angaben von The Information sollen rund 86 Prozent der Umsätze im Jahr 2025 aus Enterprise-Verträgen stammen. Zudem kam dem Unternehmen zugute, Ende 2025 die Abrechnung von Sitzplatzlizenzen auf ein nutzungsbasiertes Modell umgestellt zu haben. Seitdem hat Anthropic zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um seine Position im Unternehmensmarkt weiter auszubauen.

Bei OpenAI liegt der Anteil der Geschäftskunden hingegen bei lediglich rund 40 Prozent. Aufgrund der deutlich stärkeren Verbreitung erzielt das Unternehmen allerdings insgesamt höhere Umsätze mit Unternehmenskunden. Dennoch erwartet Anthropic, im zweiten Quartal 2026 trotz enormer Kosten erstmals die Gewinnzone zu erreichen – etwas, das dem direkten Konkurrenten OpenAI bislang nicht gelungen ist.

Anthropic setzt auf langfristige Bindungen

Zwischen Januar und Mai 2026 registrierte IDC nach eigenen Angaben mehr als 100 öffentliche Aktivitäten von Anthropic. Dazu zählen Produktankündigungen, Partnerprogramme wie etwa mit Google und Broadcom, Blogbeiträge, Personalentscheidungen, politische Initiativen sowie strategische Transaktionen. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörte der Aufbau des Claude Partner Network. Die Initiativen sollen die Reichweite erhöhen, die Markenwahrnehmung stärken, den Kundenzugang verbessern und die langfristige Bindung von Unternehmenskunden fördern. Gleichzeitig investiere Anthropic in Support-Strukturen, branchenspezifische Angebote und zusätzliche Rechenkapazitäten, um große Unternehmenskunden zuverlässig bedienen zu können.

Allerdings musste Anthropic in diesem Zeitraum auch Rückschläge hinnehmen. So wurde das Unternehmen im Zuge einer Auseinandersetzung mit dem US-Verteidigungsministerium von der US-Regierung als Lieferkettenrisiko eingestuft, wogegen Anthropic weiterhin rechtlich vorgeht. Anfang März sah sich der KI-Spezialist zudem gezwungen, Drittanbieter-Agenten wie OpenClaw aufgrund von Engpässen bei den Rechenkapazitäten vorübergehend auszuschließen. Inzwischen können die Tools wieder genutzt werden.

Claude (nicht alleine) auf der Erfolgsstraße

IDC betont allerdings, dass die meisten Unternehmen weiterhin auf Multi-LLM-Strategien setzen und bewusst mehrere KI-Modelle parallel einsetzen. Claude werde daher nicht zwangsläufig als alleinige Plattform betrachtet, tauche jedoch zunehmend in strategischen Gesprächen von CIOs (Chief Information Officer) und CISOs (Chief Information Security Officer) auf.



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