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Braune Schlieren: Wenn das nicht anschaulich ist! › PAGE online


Wischen oder waschen? Das ist die Frage, die Bidetlity in seinem neuen Spot stellt, der geschickt zwischen Ekel und Humor changiert – und zeigt, warum eine Podusche vielleicht keine schlechte Idee ist.

Braune Schlieren: Wenn das nicht anschaulich ist! › PAGE online

Der Griff zum Toilettenpapier ist tief verwurzelt in der westlichen Welt. Man wischt – und verteilt – wie es der neue Spot zeigt, der für die Podusche des Kreuzberger Start-ups Bidetlity wirbt.

Im letzten Jahr hatte die Berliner Agentur LIT den Brand redesignt, in fröhlichen Farben und einer Typografie, die ein wenig an »Würstchen« erinnert, mit flotten Sprüchen und einem freundlichen Wortlogo.

Auch da setzte man bereits auf Humor, um mit dem leicht tabuisierten Thema umzugehen. Denn wer spricht schon gerne über das, was er hinter geschlossenen Toilettentüren so tut?

Doch Bidetlity findet den richtigen Ton, um an dem Tabi zu kratzen. Und das auch in dem neuen Spot »The Wipemare«, der in Sachen Anschaulichkeit noch einen drauflegt – und dabei geschickt an der Grenze zum Ekel balanciert.

Und dabei gelingt es dem Spot, so indirekt wie äußerst nachdrücklich zu zeigen, was man eigentlich tut, wenn man seinen Kot mit dem Toilettenpapier abwischt. Oder doch nur verwischt?

KI – und eine klasse Idee

Vollständig mithilfe von KI produziert und humorvoll überzogen, sieht man einen Fensterputzer den braunen Dreck auf einer Hochhausfassade verteilen. Auf Tellern, auf denen anschließend Lachs serviert wird, bleiben braune Streifen, auch der Saugroboter hinterlässt feuchte braune Schlieren und auch die Bowlingkugel ist beim Polieren bald davon überzogen.

AI-Regie und Art-Direktion führte Axel Schilling, Konzept und Umsetzung entstanden in Zusammenarbeit mit LeBerg, einem Filmproduktions- und Kreativstudio aus Berlin/Zürich.

Der Film sei komplett mit KI hergestellt worden, »um eine Welt zu schaffen, die sich vertraut anfühlt und genau deshalb falsch wirkt«, heißt es über die Produktion.

Während die Bilder in ihrer Überpräsens teilweise in dem genau richtigen Maß irritieren, überzeugt vor allem auch die Idee.

Und zwar so, dass man sich vielleicht doch noch mal von den 30 Prozent weltweit abseilt, die Toilettenpapier benutzen.

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Berlin Design Week 2026: »Design Real« – 28. bis 31. Mai in Berlin › PAGE online


Was macht eine Designwoche zu einer Berliner Designwoche? Dass sie nicht wählen muss. Brands, Haltung, Handwerk, Forschung – hier stellt niemand die Frage, ob das jetzt passt.

Berlin Design Week 2026: »Design Real« – 28. bis 31. Mai in Berlin › PAGE onlineBild: Berlin Design WeekZehn Jahre Berlin Design Week – und die Jubiläumsausgabe klingt genau so, wie Berlin klingt: breit, eigensinnig, ohne Hierarchie zwischen den Disziplinen. Unter dem Motto DESIGN REAL kommen internationale Designstudios, Hochschulen aus fünf Ländern, etablierte Brands und politische Plakatkunst zusammen. Nicht als Programm. Als Stadt.

Donnerstag, 28. Mai: Berlin Design Day | DESIGN REAL talk and panel

Freitag, 29. Mai: The Berlin Format | DESIGN REAL Conference day

Bild: Berlin Design Week

Mit dem Tolerance Project zieht eine internationale Plakatausstellung in die Macherei ein: 60 Poster von Gestalter:innen aus aller Welt, die nur eine Aufgabe hatten – das Wort »Tolerance« in ihrer eigenen Sprache visuell zu übersetzen. Die von Mirko Ilić kuratierte Wandershow, gedruckt von Lieblingsdrucker Berlin, bringt politische Plakatkultur zurück in den Alltag und ergänzt das Motto DESIGN REAL um eine klare gesellschaftliche Haltung. Ilić kennt das Format: Als ehemaliger Art Director der Op-Ed-Seiten der New York Times hat er Bilder geprägt, die weit über Design hinauswirkten.

Monica Förster präsentiert in der Unique Factory Berlin (Potsdamer Str. 199) unter dem Titel Form and Adventure Arbeiten aus verschiedenen Kollaborationen – am Eröffnungsabend des 28. Mai persönlich. Eine der klarsten Designstimmen Skandinaviens, in Berlin hautnah.

Robert Neuendorf zeigt mit Urban Signals seine erste Möbelkollektion: eine gestalterische Auseinandersetzung mit den visuellen Codes des Stadtraums – Leitsysteme, Markierungen und Elemente defensiver Architektur als gestalterischer Ausgangspunkt. Konzeptuell stark, grafisch konsequent.

Bei Anna Rave in der Oranienstraße steht der Prozess im Vordergrund: Die Berliner Designerin macht in ihrem Pop-up handwerkliche Arbeit bewusst sichtbar – transparente Herstellungsprozesse als Haltung. Im Budapester Salon (Budapester Str. 22) verhandelt Architecture Icons mit Martin Jasper Architektur als offenes System. Freier Eintritt, 28. Mai ab 18 Uhr.

Bild: Berlin Design Week

Besonders sehenswert: die Hochschulpositionen. FH Potsdam und UdK Berlin zeigen aktuelle Abschlussarbeiten und Forschungsprojekte, die School of the Art Institute of Chicago, die German International University Berlin und die Whitecliffe University bringen internationale Perspektiven mit – und die Tomas Bata University Zlín präsentiert mit TITAN ihre Sensation: einen viersitzigen elektrischen Supersportwagen, vollständig in akademischen Kontexten entwickelt, von der Karosserie bis zum Innenraum. Eine Hochschulschau, die man in Deutschland sonst nicht zu sehen bekommt.

Das inhaltliche Herzstück ist The Berlin Format am 29. Mai (15–20 Uhr, 79 €): Konferenz in drei Blöcken – Design im Systemkontext, Architecture & Reality und Design in Everyday Life. Besonders eindrücklich: Prof. Bohdan Cherkes von der Lviv Polytechnic National University spricht über Design in Kriegszeiten. Mit Prof. Dr. Felix Kosok (German International University Berlin) und weiteren Stimmen aus KI, Nachhaltigkeit und Kommunikationsdesign.

Die Berlin Design Night am 28. Mai öffnet ab 17 Uhr über 30 Locations in der ganzen Stadt – kostenlos.

Berlin Design Week 2026 | DESIGN REAL | 28.–31. Mai

Programm & Tickets: berlindesignweek.com

The Berlin Format: luma.com/theberlinformat | 79 €

Berlin Design Day: luma.com/berlindesignday | 19 €

Berlin Design Night: 28. Mai, ab 17 Uhr, kostenlos

Bild: Berlin Design Week

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KI erzeugt Optionen. Menschen schaffen Richtung. › PAGE online


Die BECC Agency auf der Munich Creative Business Week: Warum Haltung, Kollaboration und kreative Verantwortung für Agenturen wichtiger werden denn je.

KI erzeugt Optionen. Menschen schaffen Richtung. › PAGE onlineBild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKELEs gibt Abende, an denen man viele Antworten hört. Und es gibt Abende, an denen plötzlich die richtigen Fragen im Raum stehen. Das Open House der Münchner Markenagentur BECC zur Munich Creative Business Week gehörte eindeutig zur zweiten Kategorie.

Seit vielen Jahren lädt die Agentur im Rahmen der MCBW zu sich ein. 2026 bereits zum zweiten Mal in den ISARWINKEL – die ehemalige Triebwagenhalle der Isartalbahn in München-Thalkirchen, die heute als Creative Space von BECC genutzt wird. Ein Ort aus Backstein, Stahl und Tageslicht, als Raumteiler und technisches Designhighlight eine riesige LED des Technikpartners Staber, die zum »Playground of Possibilities« – dem diesjährigen Thema von Deutschlands größtem Design Event – begrüßte.  Rund 150 Gäste kamen an diesem Abend zusammen. Menschen aus Design, Wirtschaft, Strategie, Kommunikation und Kultur. Nicht, um einem klassischen Bühnenprogramm zu folgen, sondern um gemeinsam über die Zukunft kreativer Arbeit nachzudenken – in einer Zeit, in der technologische Systeme immer schneller produzieren, generieren und automatisieren.

MCBW Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Die Ausgangsfrage des Abends war dabei ebenso einfach wie fundamental: Was bedeutet es heute eigentlich noch, als unabhängige Design- und Markenagentur relevant zu bleiben? BECC feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Zwanzig Jahre inhabergeführte Markenarbeit. Zwanzig Jahre zwischen Krisen, Disruptionen und kulturellen Verschiebungen. Doch statt eines nostalgischen Rückblicks entstand im ISARWINKEL eher eine Art gemeinsame Standortbestimmung darüber, was kreative Verantwortung heute eigentlich bedeutet.

»Erfolg entsteht nicht allein. Erfolg entsteht in Gemeinschaft.«

Sabine Kraus eröffnete den Abend mit Bildern aus zwei Jahrzehnten Agenturgeschichte. Projekte, Teams, Begegnungen. Eine visuelle Erinnerung daran, dass erfolgreiche Markenarbeit kein Einzelmoment ist, sondern auf langfristigem Vertrauen und Zusammenarbeit gründet. »Erfolg entsteht nicht allein. Erfolg entsteht in Gemeinschaft«, sagte sie. Besonders eindrücklich wurde ihr Führungsverständnis in einer Metapher, die sie aus einer früheren Zusammenarbeit mitgenommen hat: »Ich bin der Zeiger an der Uhr. Jeder sieht mich. Aber funktionieren kann ich nur, wenn das Uhrwerk dahinter funktioniert.« Es war ein Gedanke, der sich anschließend durch den gesamten Abend zog. Nicht das sichtbare Individuum entscheidet über kreative Qualität, sondern das Zusammenspiel. Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig stärker machen und gemeinsam Orientierung schaffen.

Dabei sprach Kraus auch offen über ihren eigenen Wandel als Führungskraft. Lange habe sie geglaubt: »Wenn ich es nicht selbst mache, wird es nicht richtig.« Erst später habe sie verstanden, dass Entwicklung nur dort entsteht, wo Menschen Vertrauen bekommen, sich einzubringen und zu wachsen. »Mut entsteht selten im Chaos«, sagte sie. Kreativität brauche Räume, die Sicherheit geben.

Sabine Kraus, BECC Agency Inhaberin & Geschäftsführerin Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

»Jede gute Planung ist nur so gut wie die Menschen, die sie umsetzen.«

Genau dort setzte auch Katharina Kraus an – allerdings mit Blick auf jene Phase kreativer Arbeit, über die selten gesprochen wird: die Umsetzung. Denn zwischen Strategie und Erlebnis liegt jene »letzte Meile«, auf der sich entscheidet, ob Ideen tatsächlich Wirkung entfalten. Raum, Technik, Logistik, Messebau, Timing – all diese Ebenen greifen ineinander, wenn aus Konzepten reale Erfahrungen werden. Auch hier rückte sie nicht den Prozess selbst in den Mittelpunkt, sondern die Menschen dahinter. »Jede gute Planung ist nur so gut wie die Menschen, die sie umsetzen«, sagte Kraus. Ein Konzept sei nicht fertig, wenn es präsentiert wird. Teams müssten Ideen verstehen, um Verantwortung zu übernehmen und sie gemeinsam bis ins Detail tragen. Ownership schlage dabei Zuständigkeit. Das eigentliche Erlebnis einer Marke sei oft genau das, was unsichtbar bleibt – weil alles funktioniert.

Katharina Kraus, BECC Agency Inhaberin & Geschäftsführerin Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Von dort aus führte der Abend fast zwangsläufig zur Frage: Was passiert eigentlich mit kreativer Arbeit, wenn Werkzeuge plötzlich alles können?

»Tools können viel. Aber sie wollen nichts.«

Metin Seyrek beschrieb die Gegenwart als einen Moment radikalen Überflusses. KI, Automatisierung und generative Systeme produzieren permanent neue Varianten, Bilder und Optionen. Das Problem sei längst nicht mehr der Mangel an Möglichkeiten. »Tools können viel. Aber sie wollen nichts.« Deshalb sei nicht Generierung die entscheidende Fähigkeit, sondern Entscheidungsstärke. Richtung dafür entstehe nicht allein vor Bildschirmen, sondern im Gespräch, im Widerspruch, im gemeinsamen Testen und Verwerfen. Gerade deshalb plädierte Seyrek für die Bedeutung physischer Räume. Kollaboration brauche Orte, an denen Menschen gleichzeitig sehen, denken und reagieren können. Räume seien keine Kulisse, sondern strukturieren Aufmerksamkeit, Prioritäten und Verbindlichkeit.

Je mächtiger die Tools werden, desto wichtiger werden die Orte, an denen gemeinsames Urteil entsteht.

Metin Seyrek, BECC Agency Inhaber & Geschäftsführer Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

»Die Frage ist nicht mehr: Kannst du es machen? Sondern: Wofür stehst du?«

Diesen Gedanken führte Leif Geuder weiter – mit Blick auf die grundsätzliche Verschiebung kreativer Wertschöpfung im Zeitalter generativer KI. Technologien wie Buchdruck, Computer oder Smartphone hätten schon in der Vergangenheit verändert, wie Menschen Wissen konsumieren und Marken erleben. Mit KI werde nun aber erstmals kreative Produktion selbst demokratisiert. Heute könne jeder gestalten, schreiben und visualisieren. Die neue Herausforderung liege darin, dass Produktion nicht mit Autorenschaft gleichzusetzen sei. »Die Frage ist nicht mehr: Kannst du es machen? Sondern: Wofür stehst du?« Geuder sprach über Haltung als neue kreative Währung, von Visionären statt Spezialisten. Und über Empathie als entscheidenden Wettbewerbsvorteil in einer Branche, in der technologisch bald alle alles produzieren können.

»Empathie ist keine weiche Kompetenz«, sagte er. »Sie ist der härteste Wettbewerbsvorteil.«

Leif Geuder, BECC Agency Inhaber & Geschäftsführer Bild: Carina Gromer für BECC Agency & ISARWINKEL

Und vielleicht war genau das die eigentliche Erkenntnis dieses Abends im ISARWINKEL: Dass KI Möglichkeiten erzeugt. Richtung aber weiterhin von Menschen kommt.



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Deutz AG modifiziert visuelles Erscheinungsbild – Design Tagebuch


Die Deutz AG präsentiert sich seit Kurzem mit einem neuen visuellen Erscheinungsbild. Der Motorenhersteller und Anbieter von Mobilitäts- und Energielösungen möchte damit die innerhalb des Unternehmens in den vergangenen Jahren vollzogene Transformation unterstreichen.

Die Deutz AG ist ein weltweit tätiger, unabhängiger Motorenhersteller mit Hauptsitz in Köln. Das Unternehmen wurde 1864 von Nicolaus August Otto und Eugen Langen unter dem Namen N. A. Otto & Cie. gegründet. Es gilt als die erste Motorenfabrik der Welt. Das Kerngeschäft umfasst die Entwicklung und Produktion von Diesel-, Gas- und Elektroantrieben für Einsatzbereiche wie Landtechnik, Bauwirtschaft und Materialhandhabung. Ergänzt wird das Portfolio durch weltweite Serviceleistungen und digitale Lösungen. Heute beschäftigt Deutz rund 6.000 Mitarbeiter weltweit.

Vor dem Hintergrund der Weiterentwicklung des Unternehmens vollzieht die Deutz AG ein Rebranding. Das neue Erscheinungsbild sei Ausdruck von Offenheit, Fortschritt und Innovationskraft und mache Tradition und Transformation nach innen wie nach außen sichtbar.

Deutz Branding Visual, Quelle: Deutz AG
Deutz Branding Visual, Quelle: Deutz AG

Auszug der Pressemeldung

Mit der Unternehmensstrategie „Next DEUTZ“ hat sich DEUTZ breiter aufgestellt und seine Widerstandsfähigkeit gestärkt. Auf die strategische Neuausrichtung und die Einführung einer neuen Organisationsstruktur mit fünf Business Units folgt nun der nächste konsequente Schritt: ein Markenauftritt, der die Transformation auch visuell auf den Punkt bringt. „Unsere neue Marke verbindet Bewährtes mit Neuem“, sagt DEUTZ-CEO Dr. Sebastian Schulte. „Tradition, Verlässlichkeit und der Stolz auf unsere Herkunft bleiben spürbar – etwa in der Unternehmensfarbe Rot oder im Symbol des Ulmer Münsters. Gleichzeitig steht der neue Auftritt für Offenheit, Fortschritt und Innovationskraft. Das offene D im neuen Logo-Schriftzug symbolisiert beispielsweise Zusammenarbeit und Transparenz, die Farbe Gelb Zukunftsoptimismus und Mut.“

Deutz Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutz AG, Bildmontage: dt
Deutz Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Deutz AG, Bildmontage: dt

Das neue Logo unterscheidet sich sowohl im Aufbau als auch im Ausdruck vom bisherigen Unternehmenszeichen. Statt zentrisch untereinander sind Bildmarke und Wortmarke nebeneinander angeordnet. Dabei wurden die Proportionen zugunsten der rechtsseitig der Bildmarke platzierten Wortmarke verändert – letztere ist künftig deutlich größer dargestellt.

Der Name – DEUTZ – ist weiterhin in Versalien gehalten, allerdings ist die Wortmarke in einer anderen Groteskschrift gesetzt. Die Buchstaben laufen noch einmal etwas breiter als jene im bisherigen Logo. Die lineare Strichstärke und insbesondere der fehlende Stamm im D verleihen der Wortmarke einen technischen Look. Der im bisherigen Logo enthaltene rote Unterstrich entfällt künftig.

Die Bildmarke bleibt erhalten, wurde allerdings kaum merklich verändert. Die Strichstärke ist marginal dicker. Bei diesem Logo handelt es sich um das traditionelle Markenzeichen von Magirus-Deutz, das erstmals im Jahr 1925 verwendet wurde und eine stilisierte Silhouette des Ulmer Münsters in Kombination mit einem M für Magirus darstellt.

Unter next.deutz.com wird die Transformation des Unternehmens in Verbindung mit dem neuen visuellen Erscheinungsbild dokumentiert und präsentiert.

Begleitet wurde der Designprozess durch die Agentur Strichpunkt Design.

Kommentar

Ein Farbspektrum mit Differenzierungsqualität. Zwischen den vielen ultramarinblauen Unternehmensidentitäten, wie sie in der Industriebranche bestehen (siehe ähnliche Beiträge unten), sticht Deutz hervor.

Farbnamen wie „Energy Red“, „Dark Steel“, „Medium Steel“, „Light Steel“ und „Visionary Yellow“ lassen die Intention erkennen, der Marke eine über das Visuelle hinausgehende Sinnhaftigkeit zu verleihen. Der Farbname ist zweierlei: Selbstanspruch (nach innen gerichtet) und Botschaft (nach außen signalisierend). „Visionary“ wird zum Auftrag und zur Zielvorgabe. Mit Farbnamen wird Politik gemacht! In Bezeichnungen wie „Cadenabbia-Türkis“ und „Rhöndorf-Blau“ ist die politische Dimension derlei Namen besonders offensichtlich. Von beidem versprechen sich die jeweils Verantwortlichen eine Wirkung, von der Strahlkraft der betreffenden Farbe und von der Bedeutung des zugehörigen Farbnamens.

Bildmarke und Wortmarke bilden kein harmonisches Ganzes, so jedenfalls meine persönliche Wahrnehmung. Die jeweiligen Zeichen korrespondieren nicht wirklich miteinander. Beim bisherigen Logo ist es die gemeinsame Mittelachse, die beide Element bündelt. Auch von der Statik her ist dieses Zeichen ganz anders. Die Wortmarke bildet eine Art Sockel, verankert das Gesamtgebilde. Im neuen Logo begegnen sich Bildmarke und Wortmarke hingegen auf zwei unterschiedlichen Grundlinien. Die gedachte Senkrechte im offenen „D“ trifft zur linken Seite auf zwei Schrägen. Es fehlt das Verbindende. Die „Not“ wird kurzerhand zur Tugend erklärt, könnte man kommentieren. Statt gemeinsam, lässt man beide Zeichen einzeln in Erscheinung treten, wie im Webauftritt unter deutz.com, wo die Wortmarke „DEUTZ“ als alleiniger Hauptabsender dient, während das M-Signet als responsive Variante fungiert. Auch in anderen Anwendungen (Flaggen, Social Media) sind Wortmarke und Bildmarke jeweils solitär abgebildet. Eine Handhabe, die einer gängigen Praxis entspricht (siehe Deutsche Bank, Lufthansa, Mercedes, u.a.).

Insgesamt eine sinnvolle zudem optisch ansprechende Weiterentwicklung.

Mediengalerie

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