Künstliche Intelligenz
Meta schaltet KI-Generierung aus Instagram-Stilen ab
Nach Protesten hat Meta eine Funktion seiner KI „Meta Muse“ abgeschaltet. Das seit Dienstag dieser Woche verfügbare Modell konnte bisher Bilder auf Basis von beliebigen Instagram-Profilen erstellen. Der Stil eines Accounts ließ sich so kopieren und auf eigene Ideen in einem Prompt übertragen. Zwar konnte man das per Opt-Out für den eigenen Account unterbinden, voreingestellt waren Bilder in Instagram aber erst einmal für die KI verfügbar.
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Wie ein Sprecher von Meta dem Hollywood-Branchenmedium Variety aber nun sagte, habe „diese Funktion ihr Ziel verfehlt und ist daher nicht mehr verfügbar.“ Auf der Produktseite von Meta Muse findet sich als „Update“ ein gleichlautender Text.
Auch die große Künstleragentur Creative Artists Agency (CAA) wies darauf hin, dass das Erscheinungsbild einer Person, in der Branche „Likeness“ genannt, nie ohne ausdrückliche Zustimmung kopiert werden dürfe. Ihr Erscheinungsbild hatten sich auch schon vor dem KI-Boom der letzten Jahre unter anderem US-Schauspieler schützen lassen – und es gegen Lizenzzahlungen etwa für KI-generierte Werbespots zu Geld gemacht.
Druck aus Hollywood
Auch die einflussreiche Schauspieler-Gewerkschaft SAG-AFTRA wandte sich gegen das „Opt-Out“ sowie das Kopieren von bestimmten Stilen an sich. Neben den professionellen Darstellern leben auch viele Creator, nicht nur auf Instagram, vorwiegend von einem eigenen Stil, der sie für ihre Fans authentisch aussehen lässt. Für diese stellen derartige Kopierfunktionen, nicht nur durch Meta, ein anhaltendes Problem dar.
Rechtlich bewegen sich solche Features oft in einer Grauzone, weil die KI-Modelle keine direkten Kopien eines bestimmten Werkes darstellen, sondern nur dessen Eigenschaften synthetisieren. Bereits vor über einem Jahr war diese Fähigkeit am Beispiel von ChatGPT aufgefallen, das Bilder im Stile des Animations-Studios Ghibli erstellen konnte. Inzwischen klappt das mit neueren Modellen auch mit realistisch aussehenden Bildern, die wie echte Fotos wirken.
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(nie)
Künstliche Intelligenz
Testsieger: Die beste Laser-Graviermaschine im Test: ab 99 € okay, ab 650 € top
xTool M2
Der xTool M2 kombiniert einen Diodenlaser und CMYK-Farbdruck in einem geschlossenen Klasse-1-Gehäuse – eine ungewöhnliche Mischung.
- Kombination aus Lasergravur, Laserschnitt und Farbdruck
- geschlossenes Klasse-1-Gehäuse, kein Schutzbrillen-Zwang
- Doppelkamerasystem für präzise Positionierung & tolle Software
- werkzeugloser Modulwechsel und automatische Patronen-Versiegelung
- Farbpatrone noch teuer
- kein echter Not-Aus-Schalter
Graviert, schneidet & druckt: Klasse-1-Laser-Engraver xTool M2 überzeugt im Test
Der xTool M2 kombiniert einen Diodenlaser und CMYK-Farbdruck in einem geschlossenen Klasse-1-Gehäuse – eine ungewöhnliche Mischung.
Neben 3D-Druckern (Bestenliste) sind auch Laser-Gravur-Geräte im Privatbereich angekommen. Die meisten günstigen Produkte setzen dabei noch immer auf offene Konstruktionen mit einem reinen Laser-Modul, deren Betrieb nicht ungefährlich ist. Der xTool M2 geht einen anderen Weg: Er kombiniert einen 10- oder 20-W-Diodenlaser mit einem CMYK-Tintenstrahldruckkopf und steckt das Ganze in ein vollständig geschlossenes Gehäuse.
Damit will der Hersteller eine neue Zielgruppe ansprechen. Schulen, Bildungseinrichtungen und Einsteiger profitieren vom Klasse-1-Sicherheitsstandard, der den Betrieb ohne Auflagen erlaubt. Bastler und Kleinunternehmer wiederum erhalten ein Werkzeug, mit dem sie Motive zunächst farbig drucken und anschließend ohne erneutes Ausrichten gravieren oder ausschneiden können.
Nun muss der xTool M2 mit Rotationseinheit zeigen, ob das 3-in-1-Konzept im Alltag überzeugt.
Endlich sicher: Laser-Klasse 1
Der xTool M2 ist offiziell ein Gerät der Laser-Klasse 1 und somit auch für Privatanwender ohne Laser-Schulung nutzbar. Die meisten Laser-Graviergeräte haben die Laserklasse 4, welche nur für professionelle Anwender gedacht ist, da diese strengen Schutzmaßnahmen unterliegen.
Beim M2 schützt das komplett geschlossene Gehäuse mit der transparenten Haube aus Laser-Sicherheits-Glas. Die magnetischen Sensoren registrieren, wenn der Deckel geöffnet wird und der Laser pausiert unverzüglich seine Arbeit. Die von xTool bekannte Flammenerkennung sorgt für zusätzliche Sicherheit – beim Lasern muss man das Werkstück trotzdem immer im Auge behalten.
Die integrierte Rauchabsaugung des M2 befördert Rauchgase über den mitgelieferten Schlauch aus dem Gehäuse und im Idealfall direkt aus dem Fenster. Gerade beim Schneiden ist die Rauchentwicklung aber nicht zu unterschätzen. Deswegen empfehlen wir neben einer vernünftigen Belüftung noch einen zusätzlichen Luftfilter – die Investition lohnt sich bei häufiger Nutzung auf jeden Fall!
Auch bei einem Klasse-1-Laser sollte man nie ohne Vorwissen mit einem so leistungsstarken Laser arbeiten. Es geht dabei nicht allein um den Schutz des Augenlichts, sondern auch um die Vermeidung von unbeabsichtigten Bränden und von giftigen bis ätzenden Gasen, die beispielsweise beim Bearbeiten von einigen Kunststoffen entstehen. Wer sich einen Laser in die heimische Werkstatt stellt, sollte immer mit Bedacht arbeiten: Ein Laser, auch der mit Klasse-1-Zertifizierung, ist kein Spielzeug!
Design & Aufbau
Der M2 wirkt schon beim Auspacken eher wie ein fertiges Werkzeug als ein klassischer Bausatz. Letztlich entfernen wir lediglich die Transportsicherungen und entnehmen das darin eingebettete Zubehör – fertig. Das Gerät misst 610 × 569 × 180 mm und wiegt rund 12,3 kg. Das geschlossene Gehäuse mit filterndem Deckel ist als Laser-Sicherheitsklasse 1 vom TÜV Süd zertifiziert. Im Normalbetrieb ist daher keine Schutzbrille nötig – ein klarer Pluspunkt gegenüber den meisten offenen Diodenlasern oder auch dem xTool F2 (Testbericht).
Das Herzstück ist wahlweise ein blauer Diodenlaser mit 10 oder 20 W Ausgangsleistung sowie das CMYK-Tintenstrahlmodul für den Farbdruck. Optional erhältlich ist zukünftig auch ein 3-W-Infrarotlaser für Metallgravuren. Der werkzeuglose Wechsel zwischen den Aufsätzen funktioniert auf Anhieb schnell und unkompliziert. Zuerst das USB-Kabel am Modul abstecken, dann das Modul mit etwas Kraft abziehen, das andere Modul grob ausrichten und in die magnetische Halterung einschnappen lassen, Kabel anstecken und fertig.
Die Arbeitsfläche misst im Laser-Modus 426 × 320 mm (10/20 W) oder 412 × 310 mm beim Infrarotlaser. Im Druckmodus stehen 300 × 294 mm zur Verfügung. Die maximale Geschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 600 mm/s, die Bewegungsgenauigkeit bei 0,01 mm. Für die einfache Platzierung von Grafiken sorgt das Doppelkamerasystem: Eine 5-MP-Panoramakamera im Deckel erfasst im ersten Schritt die gesamte Arbeitsfläche, eine 2-MP-Nahbereichskamera am Arbeitskopf liefert dann präzise Ergebnisse für eine ganz exakte Positionierung. Die kamerabasierte Positioniergenauigkeit liegt laut Datenblatt bei bis zu 0,2 mm – was in der Praxis durchaus hinkommt.
Ebenfalls an Bord: Autofokus, ein integrierter Air Assist, WLAN, USB-Anschluss und eine automatische Versiegelung der Druckpatrone. Mitgelieferte Magnethalter fixieren das Werkstück auf der Metallgrundplatte. Einen echten Not-Aus-Schalter sucht man dagegen vergeblich.
Insgesamt ist die Arbeitshöhe leider doch recht eingeschränkt. Größere Objekte, wie Weinkisten oder Ähnliches, muss man vor dem Bearbeiten zerlegen – wenn möglich.
xTool M2 – Bilderstrecke
xTool M2 – Hier hat der Laser einen kleinen Sichtschutz verpasst bekommen – normal bei Nutzung der Rotationseinheit.
xTool M2 – Wegen der eingeschränkten Höhe, muss der Laser für das Rotationsmodul um 90 Grad gekippt werden.
xTool M2 – Das Modul hält magnetisch und rastet zuverlässig ein. Nur das Kabel muss man per Hand ein- und ausstecken.
Inbetriebnahme & erste Schritte
Das Gerät ist weitgehend vormontiert und so schon nach wenigen Handgriffen und dem Entfernen der Transportsicherungen einsatzbereit. Nach Anschluss von Strom und Abluftschlauch übernimmt die Software die komplette Kalibrierung automatisch und führt den Nutzer schrittweise durch den Prozess. Bereits nach kurzer Zeit startet das erste kleine Projekt, ein komplexes Schnittmuster in Holz. Das Ergebnis erfüllt zwar keinen echten Zweck, die Schnittleistung aber überzeugt. Die Kanten gelingen sauber und ohne auszubrennen.
Die Verarbeitung des Gehäuses überzeugt durchgehend, die Mechanik läuft sauber und die Komponenten machen einen durchdachten Eindruck.
Vor jedem Vorgang positioniert man das Werkstück auf der Metallgrundplatte. xTool liefert mehrere kleine Magnethalter mit, die Holzplatten, Karton oder Acryl grundsätzlich zuverlässig halten. Bei dünnem Karton, Filz oder sehr leichten Materialien behelfen wir uns mit einfachem Kreppband.
Die Kombination aus Kamera und Software gefällt im Test besonders gut. Nach dem Einlegen des Materials liefert die Kamera ein Bild der Arbeitsfläche, auf dem das Motiv direkt am Bildschirm platziert wird. Für kleine Motive und eine millimetergenaue Platzierung kommt dann die zweite Kamera ins Spiel. Die Nahbereichskamera arbeitet spürbar präziser als die Übersichtskamera und dank der sehr hohen Genauigkeit spart das viel Zeit und reduziert Fehlgravuren oder falsch platzierte Schnitte deutlich.
Eine funktionierende Abluft im M2 gehört zur Grundausstattung. Im Test funktionierte die Abluft aus dem Fenster zwar einigermaßen ordentlich, mit einem zusätzlichen Luftfilter muss man sich aber deutlich weniger Gedanken machen. Wer den Laser täglich oder über mehrere Stunden betreibt, sollte unbedingt über eine professionelle Luftfilteranlage wie den xTool Safety Pro AP2 oder eine fest installierte Abluftführung nachdenken. Ersterer ist mit einem Preis von rund 909 Euro zwar sehr teuer, in der Praxis lohnt sich die Investition in unseren Augen trotzdem.
Software
xTool Studio richtet sich klar an Einsteiger. Die Software führt Schritt für Schritt durch die Arbeitsabläufe und bietet eine große Auswahl an Materialprofilen. Dadurch gelingt der Einstieg deutlich einfacher als bei vielen Konkurrenzprodukten. Unterstützt werden Windows und macOS sowie die Dateiformate SVG, DXF, JPG, JPEG, PNG und BMP. Die Verbindung erfolgt wahlweise per USB oder WLAN.
Dieses Konzept bringt jedoch auch Einschränkungen mit sich. Erfahrene Anwender werden die fehlende Unterstützung der beliebten Lasersoftware LightBurn kritisch sehen, die Umgewöhnung gelingt aber schnell.
Die WLAN-Funktion arbeitet im Test zuverlässig. Nach der ersten Einrichtung lässt sich der M2 bequem kabellos nutzen, für große Datenmengen wird trotzdem die USB-Verbindung empfohlen. Ergänzt wird die Software durch die Plattform xTool Atom, eine Online-Bibliothek mit Projektideen, Vorlagen und Designressourcen. Dort finden sich fertige Motive, Geschenkideen und Anleitungen, die sich direkt übernehmen oder als Ausgangspunkt für eigene Entwürfe nutzen lassen. Ergänzend bietet die Software eine KI-gestützte Generierung von Motiven.
Materialien: Holz, Leder, Metall & mehr
Im Laserbetrieb verhält sich der M2 wie ein moderner Diodenlaser. Holz, Karton, Kork, Lederimitat und viele weitere Materialien lassen sich sauber gravieren. Mit dem optionalen 3-W-Infrarotlaser sind zudem Gravuren auf Edelstahl, Aluminium und beschichteten Metallen möglich. Insgesamt verarbeitet das System Holz, Acryl, Leder, Papier, MDF, Karton, Filz, Gummi, Glas, Kunststoff, Kork und Keramik.
Die 10-W-Version schneidet Lindenholz bis 8 mm in einem Durchgang, schwarzes Acryl bis 3 mm. Die 20-W-Variante schafft 10 mm Lindenholz oder 8 mm gefärbtes Acryl. Durchsichtiges Acryl läßt sich mit dem Diodenlaser technisch bedingt nicht vernünftig bearbeiten, dafür sind Co2-Laser wie der xTool P2 geeignet. Für gelegentliche Arbeiten reicht die Leistung des 10-W-Lasers vollkommen aus. Wer regelmäßig dickere Holzplatten bearbeitet, sollte die 20-W-Version wählen.
Positiv fällt der integrierte Air Assist auf. Dadurch entstehen weniger Schmauchspuren, die Schnittkanten wirken sauberer und eine externe Luftpumpe entfällt. Eine Honeycomb-Unterlage fehlt allerdings im Lieferumfang. Aufgrund der begrenzten Bauhöhe lassen sich Standard-Wabengitter auch nur eingeschränkt nachrüsten. Beim Schneiden von Sperrholz zeigen sich dadurch teils stärkere Schmauchspuren auf der Unterseite als bei vergleichbaren Systemen mit Wabengitter. Beim reinen Gravieren spielt das kaum eine Rolle.
Wer Kunststoffe gravieren oder schneiden möchte, sollte sich vorher über die Materialeigenschaften informieren. Bei vielen Kunststoffen entstehen beim Lasern krankheitserregende Stoffe, die keinesfalls in die Lunge gelangen dürfen.
xTool M2 – Testergebnisse
Farbig drucken
Der Farbdruck unterscheidet den M2 von praktisch allen anderen Geräten dieser Klasse. Im Test bedruckten wir Holz, Karton und Bügelfolie für Textilien. Besonders interessant ist die Möglichkeit, Motive direkt auf Holz aufzubringen und anschließend ohne erneutes Ausrichten zu gravieren oder auszuschneiden.
Die Druckqualität ist insgesamt gut. Farben werden sauber dargestellt, Schriften bleiben klar lesbar. Wunder sollte man jedoch nicht erwarten. Der M2 ersetzt weder einen hochwertigen Fotodrucker noch einen professionellen UV-Drucker. Auf unbehandeltem Holz wirken Farben etwas weicher und weniger kontrastreich als auf Papier. Auf beschichtetem Holz hält die Farbe nicht besonders gut und wird recht blass. Die Ausdrucke auf Bügelfolie für Textilien und auf Stickerfolie für Tintenstrahldrucker gelingen hingegen sehr gut – hier bekommt man schön knallige Farben. Für Schilder, Dekorationen, Modellbauprojekte oder personalisierte Geschenke ist die Qualität vollkommen ausreichend.
Wichtig: Der Druckkopf funktioniert nur auf flachem Material, da er sich sehr knapp über der Arbeitsfläche bewegt. Beim Laser ist der Abstand zur Arbeitsfläche deutlich größer, so dass leichte Unebenheiten kein Problem darstellen.
Sehr durchdacht ist die automatische Versiegelung der Druckpatrone. Vor jedem Druckvorgang fährt der Druckkopf zur linken Seite des Arbeitsraums und legt dort seine magnetisch gehaltene Schutzkappe in einer kleinen Aufnahmegabel ab. Nach Abschluss kehrt er zu dieser Position zurück und verschließt die Patrone erneut. Im Alltag läuft dieser Vorgang vollkommen automatisch ab und reduziert das Problem eingetrockneter Düsen erheblich – laut Hersteller. Im extrem warmen und trockenen Testzeitraum von knapp drei Wochen hatten wir trotz seltener Benutzung keinerlei Probleme. Wie sich der Sachverhalt nach mehreren Monaten darstellt, können wir aktuell nicht beurteilen. Gerade für Anwender, die den Farbdruck nur gelegentlich einsetzen, ist das ein wichtiges Detail.
Ein Nachteil sind nämlich die laufenden Kosten. Die CMYK-Druckpatrone kostet aktuell rund 99 Euro und reicht laut Hersteller je nach Farbkanal für 1080 bis 1280 Seiten. Die tatsächliche Reichweite hängt allerdings stark von Motivgröße, Farbdeckung und Material ab. Zum Vergleich: Bei klassischen Vollfarbdrucken mit hoher Deckung erreichen Tintenstrahldrucker, abhängig vom System und Gerät, nur etwa 100 bis 300 Seiten mit normalen Patronen – diese sind allerdings deutlich günstiger und zudem auch zu Discount-Preisen von Fremdherstellern erhältlich.
Rotationseinheit
Zum Lieferumfang der Deluxe-Version gehört der RA3-Lite-Rotationsaufsatz. Damit graviert der M2 runde Objekte mit einem Durchmesser von 0 bis 100 mm – ideal für Becher, Trinkflaschen oder runde Hölzer. Die Einrichtung machte uns vor dem Test etwas Sorgen, dank schrittweiser Erklärungen in der Software gelingt die aber völlig unkompliziert. Einfach zwei Abstandshalter am Boden einlegen, die Rotationseinheit daran ausrichten und das Kabel der Einheit am Gehäuse nach außen führen. Dort das Kabel mit dem M2 verbinden und den Laserkopf auf den mitgelieferten 90-Grad-Adapter aufstecken. Nun noch in der Software auf das Rotationsmodul wechseln und es kann losgehen.
Auch das Zubehör der Rotationseinheit wirkt nicht wie eine nachträgliche Erweiterung, sondern fügt sich nahtlos in das Gesamtsystem ein. Die verschiedenen Halterungen werden bequem magnetisch befestigt und ermöglichen einen festen Halt. Im Test funktionierte die Rundgravur auf Trinkflaschen und Dosen problemlos – leider war unser Arsenal an Testprodukten etwas eingeschränkt. Wir sind aber sehr angetan von der Rundgravur und haben schon neue Rohlinge bestellt. Wer regelmäßig personalisierte Geschenke herstellt, wird den Rotationsaufsatz zu schätzen wissen und ihn häufig nutzen. Der Umbau ist mit Übung in nur knapp zwei bis drei Minuten erledigt.
Preis & Zubehör
Den xTool M2 gibt es als 10-W- oder 20-W-Version sowie wahlweise mit optionalem CMYK-Druckmodul, 3-W-Infrarotlaser und RA3-Lite-Rotationsaufsatz. Die getestete Deluxe-Variante mit Farbdruck und Rotationsaufsatz kostet 989 Euro (10 W) oder 1389 Euro (20 W). Die Basisversion startet bei 650 Euro.
Die CMYK-Patrone schlägt aktuell mit knapp 100 Euro zu Buche. Wer regelmäßig vollfarbige Produkte herstellt, sollte die Verbrauchskosten unbedingt einkalkulieren.
Fazit
Der xTool M2 verfolgt ein anderes Konzept als die meisten Desktop-Laser. Statt maximaler Laserleistung stehen Vielseitigkeit, Sicherheit und einfache Bedienung im Mittelpunkt. Die Kombination aus Farbdruck, Lasergravur und Laserschnitt funktioniert in der Praxis besser als zunächst erwartet. Besonders der Direktdruck auf Holz mit anschließender Bearbeitung eröffnet Möglichkeiten, die klassische Diodenlaser nicht bieten.
Die Klasse-1-Zertifizierung, das geschlossene Gehäuse, der integrierte Air Assist, das Doppelkamerasystem und die automatische Versiegelung der Druckpatrone heben den M2 deutlich von vielen offenen Hobby-Lasern ab. Auch die WLAN-Anbindung und der werkzeuglose Modulwechsel überzeugen im Alltag.
Dem stehen nur wenige Schwächen gegenüber. Die Farbpatronen sind aktuell noch recht teuer, eine Honeycomb-Unterlage fehlt und LightBurn wird nicht unterstützt. Letzteres ist gut verschmerzter, da die hauseigene Software absolut überzeugt. Einziger echter Kritikpunkt ist der nicht vorhandene Not-Aus-Schalter.
Wer aber ein vielseitiges Kreativwerkzeug sucht und die Druckfunktion tatsächlich nutzt, erhält mit dem xTool M2 ein interessantes und gut funktionierendes Gesamtpaket. Die Kombination aus Drucker, Laser- und Gravursystem in einem Klasse-1-Gehäuse ist derzeit einzigartig, der Preis zudem fair. Wer sich zusätzlich noch einen Stiftehalter und einen Schneideaufsatz für Folien wünscht, kann auf den xTool M1 zurückgreifen, der ist mit fast 1200 Euro aber deutlich teurer.
Künstliche Intelligenz
Flugtaxis: Erste Testflüge für US-Zertifizierung
Der Traum vom elektrischen Kleinflieger, der massenhaft Personen oder auch Fracht befördert, ist ein Stück näher gerückt – so sieht das Beta Technologies, einer der führenden Hersteller im Bereich der eVTOLs (electric vertical take-off and landing). Bei einem wichtigen Testflug im Rahmen eines Programms der US-Luftfahrtbehörde transportierte das Unternehmen erfolgreich Prototypen künstlicher Organe – doch bis zu einer Zertifizierung und damit einer echten Massentauglichkeit dauert es noch Jahre.
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Doch der Reihe nach. Beta Technologies hat sich der Entwicklung kleiner, rein elektrisch betriebener Luftfahrzeuge verschrieben. Ziel ist es, die Luftfahrt nachhaltiger und massentauglicher zu machen. Konkret arbeitet das 2017 gegründete Unternehmen aktuell an zwei Modelltypen. Dem Senkrechtstarter ALIA VTOL (Vertical Takeoff and Landing) und dem Starrflügler ALIA CTOL (Conventional Takeoff and Landing), der eine Landebahn benötigt. Zu den Kunden gehören Air New Zealand, United Therapeutics, die US Army und diverse andere. Beim Gang an die US-Börse sammelte das Unternehmen eine Milliarde US-Dollar an Kapital ein. Manche fühlen sich beim Beta-Fluggerät vielleicht an den deutschen Flugtaxenhersteller Lilium erinnert, der nach einer zunächst von Bayern mit abgewendeten Insolvenz im vorigen Jahr endgültig bankrott ging. Die Patente wanderten an einen US-Investor.
USA wollen Flugtaxis ermöglichen
In Washington ist man von der Idee solcher „Flugtaxen“ und allgemein einem günstigen, massenhaft einsetzbaren Luftfahrzeug äußerst angetan und spricht von Advanced Air Mobility (AAM). Die US-Verkehrsbehörde versteht darunter keine konkrete Form von Luftfahrzeug, aber solche, die „flexible, erschwingliche und leicht zugängliche Flüge für alle Amerikaner“ liefern können. Das Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) befand bereits in einer Studie, dass eVTOLs für den Personentransport kaum Nachhaltigkeitseffekte liefern. Aber in den USA ist eher die Zertifizierung für den Luftverkehr das Hindernis. Aus Betas Ankündigung, ein CTOL schon 2025 von der Federal Aviation Administration (FAA) zertifiziert zu bekommen, wurde nichts. Doch das Unternehmen verfolgt sein Ziel weiter.
Die FAA startet diesen Sommer ein Pilotprogramm für unterschiedliche Anwendungszwecke, das in 26 US-Bundesstaaten stattfinden soll, auch Beta ist hier stark vertreten. Beim eVTOL Integration Pilot Program (eIPP) sollen entsprechende Hersteller Anwendungszwecke wie Flugtaxen, Langstreckenflüge, Fracht- und Versorgungsflüge testen. Zudem sollen Automatisierungspotentiale erprobt werden.
Noch weit entfernt von FAA-Zertifizierung
Jetzt fand der erste Testflug des Programms erfolgreich statt, absolviert von einem Beta CTOL-Luftfahrzeug. Der Test lief in Zusammenarbeit mit United Therapeutics (Unither), einem Hersteller für Biotechnologie, der auch an der künstlichen Herstellung menschlicher Organe arbeitet. Würden ebendiese in Serie gehen, bräuchte Unither auch ein Transportmittel, das die Patienten entsprechend schnell beliefern kann. Diese Funktion will Beta übernehmen. Testweise transportierten die Beta-Piloten dafür Prototypen künstlicher Organe von Virginia nach Maryland, etwa 510 Kilometer weit.
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Zwar ist das ein wichtiger Meilenstein bei der Entwicklung von AAM. Und in Notfalleinsätzen und um entlegene Regionen einzubinden, könnte urbane Luftmobilität laut ZEW tatsächlich nützlich sein. Allerdings sind Beta und auch alle seine Mitbewerber noch weit von einer allgemeinen FAA-Zertifizierung entfernt. Das verrät eine Unterlage der Behörde: Das eIPP, welches in einer ersten solchen Zertifizierung oder zumindest einem konkreten Anforderungskatalog dafür münden könnte, ist für drei Jahre angesetzt – der Zeitraum läuft aber erst, sobald ein erstes Projekt betriebsfähig wird. Das bedeutet: Wenn Unither und Beta einen Pilotbetrieb aufnehmen können, würde es mindestens ein paar Jahre bis zu einer Zertifizierung dauern – und damit bis ins nächste Jahrzehnt.
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Künstliche Intelligenz
Musikindustrie beschließt abgestufte Kennzeichnung von KI-Inhalten
Zahlreiche Dachverbände und einzelne Interessenvertretungen der internationalen Musikindustrie haben sich auf eine Kennzeichnung von Stücken geeinigt, die mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz erstellt wurden. Dafür soll es künftig zwei Labels geben: „KI-generiert“ und „KI-unterstützt“.
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Wie unter anderem der Bundesverband Musikindustrie (BVMI) beschreibt, gilt ein Stück schon als KI-generiert, wenn etwa der Leadgesang oder „zentrale Instrumentalparts“ per Prompt erzeugt wurden. Für diese Kennzeichnung ist es nicht erforderlich, dass ein kompletter Song per Prompt generiert wurde.
Um ein Stück, das „KI-unterstützt“ wurde, handelt es sich laut der Mitteilung des BMVI, wenn „die Aufnahme im Wesentlichen von Menschen erstellt wurde und Ausdruck menschlicher Kreativität ist.“ Als Eckpunkte nennt der Verband, dass Gesang und Hauptinstrumente von Menschen eingespielt wurden.
Text und Komposition bisher nicht erfasst
Die beiden Labels erfassen ausdrücklich nicht Songtexte, Plattencover oder Musikvideos – für diese Branchen gibt es eigene Verbände, die in den Veröffentlichungen der Musikindustrie nicht erwähnt werden. Insbesondere bei den Texten klafft hier also eine Lücke, nach den aktuellen Regeln kann ein Text komplett aus der KI stammen, ohne dass das gekennzeichnet werden müsste. Singt ihn ein Mensch ein, müsste nicht einmal das Label „KI-generiert“ verwendet werden, denn laut BMVI werden Songtexte „vom System derzeit nicht abgedeckt“.
Gleiches gilt überraschenderweise für Kompositionen. Ein Musikstück kann also vollständig von einem KI-Modell erfunden worden sein, und muss nicht gekennzeichnet werden, solange Menschen singen und die Instrumente spielen. Das Kennzeichnungskonzept soll sich aber laut des deutschen Branchenverbandes „entsprechend den Veränderungen der Technologie und der Anforderungen weiterentwickeln.“ Die beiden Labels sollen analog den unter anderem in den USA üblichen Warnaufklebern („Explicit Lyrics“) auch in die Cover eingebaut werden.
Zuerst hatte am Freitag das Wall Street Journal über das Vorhaben der Musikindustrie berichtet. Inzwischen haben die Verbände das mit eigenen Mitteilungen auf ihren Webseiten und per Social Media bestätigt. Unterstützt wird die Initiative unter anderem von der mächtigen „Recording Industry Association of America“ (RIAA) und der „International Federation of the Phonographic Industry“ (IFPI). In letzterem globalem Verband ist auch der deutsche BMVI vertreten.
Auch Indies und Gewerkschaften beteiligt
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Nicht nur diese Schwergewichte des Musikgeschäfts beteiligen sich an der KI-Kennzeichnung. In ihrer Ankündigung des Vorhabens zitiert die RIAA auch das „Worldwide Independent Network“ (WIN), die „American Association of Independent Music“ (A2IM) und IMPALA, den Zusammenschluss von europäischen Independent-Labels und -Vertrieben. Beteiligt ist ebenfalls SAG-AFTRA, die Gewerkschaft der Schauspieler, in der auch TV- und Radio-Macher in den USA, sowie Moderatoren und DJs vertreten sind. Unterstützt werden die KI-Labels auch von der Grammy-Organisation und der KI-kritischen „Human Artistry Campaign.“
Bei all diesen großen Namen fehlen vor allem die Streaming-Marktführer Spotify, Apple Music, YouTube und Amazon. Auch für diese gibt es natürlich einen Verband, die „Digital Media Association“ (DMA). Das Wall Street Journal zitiert den DMA damit, man würde das Vorhaben „beobachten“ und freue sich vor allem auf zuverlässigere Metadaten in den Musikstücken. Diese müssten auf gesamtem Weg „vom Creator bis zum Fan“ integer sein, wünscht sich der Streaming-Verband.
Streamer sind interessiert
Für die Streamer ist eine Flut von KI-Veröffentlichungen schon seit Jahren ein Problem. Spotify hatte dagegen bereits Maßnahmen ergriffen, unter anderem mit eigenen Kennzeichnungen. Die sollen nun offenbar vor allem die etablierten Musikfirmen vornehmen. Wie hoch der Anteil an KI-Stücken ist, hatte kürzlich Deezer für seinen Katalog veröffentlicht: 44 Prozent der neuen Uploads im April 2026 waren dort KI-generiert, fast viermal so viele wie ein Jahr zuvor. Zudem hatten 43 Prozent der Benutzer, die von einem anderen Dienst kamen, schon KI-Songs in ihren Playlists. Die künstliche Musik ist also offenbar für einen großen Anteil der Streaming-Kunden längst alltäglich.
Die RIAA und andere Organisationen sprechen sich in ihren Veröffentlichungen jedoch ausdrücklich nicht gegen den Einsatz von KI in der Musik aus. Man wolle Künstlern den Einsatz solcher Technik weiterhin ermöglichen, schreiben die Verbände. Tenor ist aber, dass die Art der Verwendung transparent erfolgen müsste. Von daher scheint es besonders unverständlich, dass Text und Komposition bisher nicht berücksichtigt werden. Gängige KI-Tools können auch Noten erzeugen, sodass nach den aktuellen Regeln ein Stück trotz menschlicher Musiker vollständig aus der Retorte entstehen kann – und nicht entsprechend gekennzeichnet werden muss.
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