Apps & Mobile Entwicklung
Linux-Desktopumgebung mit Update: KDE Plasma 6.8 mit Audio bei Bildschirmaufnahmen und mehr
Die Desktopumgebung KDE Plasma 6.8 ist derzeit in Arbeit und wird mit der App Spectacle erstmals ermöglichen, bei Bildschirmaufnahmen auch Audiosignale aufzuzeichnen. Zudem haben die Entwickler den Systemmonitor erweitert und zahlreiche Verbesserungen an der Benutzeroberfläche umgesetzt.
Das KDE-Entwicklerteam möchte Plasma 6.8 im Oktober dieses Jahres veröffentlichen und hat jetzt neue Funktionen vorgestellt, die in das finale Release dieser Linux-Desktopumgebung Einzug finden werden. Anwender dürfen sich unter anderem auf neue App-Funktionen, besseren Theming-Support, UI-Optimierungen und Fehlerbehebungen freuen.
Entwickler mit Neuigkeiten für Plasma 6.8
Die Arbeiten an der nächsten Version von KDE Plasma sind in vollem Gange, wobei die Entwickler Nate Graham und John Veness auch diese Woche wieder einen spannenden Einblick in die Neuerungen dieser Desktopumgebung gewähren können. Demnach wird das Bildschirmaufnahme-Tool Spectacle in Plasma 6.8 die Audioausgabe des Systems sowie des Mikrofons einzeln oder zeitgleich aufzeichnen können.
Doch damit nicht genug: Auch der System-Monitor hat eine Überarbeitung erfahren und stellt nun die Nutzung des Videospeichers anders dar. So wie es bereits bei der Anzeige des Arbeitsspeichers möglich ist, erfolgt eine prozentuale Darstellung der VRAM-Auslastung nun in Prozent. Zuvor wurde die VRAM-Auslastung lediglich als Zahl in GB/MB angezeigt (z. B. 1,3 GB).
Wichtige UI-Verbesserungen im Überblick
Ferner haben die KDE-Entwickler eine ganze Reihe an Optimierungen der Benutzeroberfläche von Plasma 6.8 umgesetzt: So nutzen Comboboxen jetzt das aktuell ausgewählte Theme, während bei diesem UI-Element zuvor grundsätzlich das Breeze-Theme vom System verwendet wurde. Außerdem entfällt eine Animation bei der Auswahl dieses Menü-Elements, wie es standardmäßig bei anderen Bestandteilen der Benutzeroberfläche der Fall ist.
Auch gut: Die Konfigurationsseite für den Remote-Desktop in den Systemeinstellungen wird jetzt auch bei kleinen oder sehr schmalen Fenstergrößen korrekt angezeigt, statt Darstellungsfehler aufzuweisen. Zudem haben die Entwickler die Funktion zur Meldung von Fehlern auch auf Konfigurationsseiten erweitert, die nicht unmittelbar vom KDE-Plasma-Team stammen. Dadurch können nun auch Drittanbieter über diese Funktion Fehlerberichte erhalten.
Des Weiteren funktioniert das automatische Anmelden im Plasma Login Manager jetzt auch, wenn der System- und Dienste-Manager systemd in einer älteren Version verwendet wird. Und schließlich sprechen externe Monitore in Plasma 6.8 jetzt zügiger auf Änderungen der Helligkeit und Farbe über das zugehörige Widget der Desktopumgebung an.
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Nintendo Switch 2: Stellenanzeige macht Hoffnung auf VRR-Support im TV-Modus

Nintendo sucht derzeit einen erfahrenen Display-Ingenieur für „aktuelle und zukünftige Produkte“. Besonders die Anforderung von VRR-Kenntnissen macht Hoffnung, dass die Switch 2 in Zukunft variable Bildwiederholraten im TV-Modus unterstützen könnte.
Der neuen Stellenanzeige von Nintendo Technology Development zufolge wird ein Senior-Entwickler für den Display-Bereich am Standort Redmond in den USA gesucht. Zu den Aufgaben gehört die Arbeit am Display-Treiber-Stack und die Erforschung und Umsetzung von neuen Funktionen und Technologien für „weit verbreitete Spielkonsolen“.
Gewünschte VRR-Kenntnisse machen hellhörig
Dabei sind unter anderem fünf oder mehr Jahre passende Berufserfahrung, Kenntnisse von Display-Standards und Spezifikationen sowie ein Abschluss in Computer Engineering, Informatik oder Elektrotechnik notwendig. Doch insbesondere eine als wünschenswert aufgeführte Qualifikation der Ausschreibung führt aktuell zu Spekulationen: „Kenntnisse von Display-Technologien wie HDR und VRR“ ist dort zu finden.
Dadurch stellt sich die Frage, ob Nintendo künftig den VRR-Support für den TV-Modus der Switch 2 oder möglicher Nachfolger erweitern könnte. Derzeit unterstützt die Switch 2 nur im Handheld-Modus eine variable Bildwiederholrate (VRR), aber nicht beim Spielen über einen TV-Bildschirm im Dock. Während Nintendo in den technischen Spezifikationen der Switch 2 von VRR bis zu 120 Hertz sowie HDR10-Unterstützung für das 7,9 Zoll große LCD-Display mit 1080p-Auflösung schreibt, findet sich bei der HDMI-Ausgabe im TV-Modus nur HDR10-Support sowie Unterstützung von 60 FPS bei 4K-Auflösung und 120 FPS bei 1080p- und 1440p.
Interessanterweise kann das Dock der Switch 2 bei Anschluss an kompatible PC-Gaming-Handhelds jedoch ein 4K-Signal mit 120 Hertz inklusive VRR ausgeben, wie The Verge schreibt. Zudem entfernte Nintendo vor dem Konsolen-Release einen Hinweis auf VRR-Support im TV-Modus. Ob es dabei lediglich um einen Fehler handelte oder die Switch 2 ursprünglich VRR im Docked-Modus unterstützen sollte, bleibt jedoch unklar.
Bislang keine offizielle Bestätigung für VRR im TV-Modus der Switch 2
Angemerkt werden muss außerdem, dass die Kenntnisse von VRR in der Stellenausschreibung kein gesicherter Beleg für einen kommenden VRR-Support der Nintendo Switch 2 ist. Darüber hinaus sind die VRR-Kenntnisse nicht verpflichtend, sondern lediglich unter den gewünschten Anforderungen zu finden. Trotzdem bleibt es spannend zu beobachten, wie sich die Situation um die VRR-Unterstützung der Switch 2 im TV-Modus in der nächsten Zeit entwickeln wird.
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Marktanalyse zeigt: Steam mit neuem Verkaufsrekord im ersten Halbjahr 2026

Steam hat im ersten Halbjahr 2026 fast fünfmal so viel Umsatz gemacht wie im gleichen Zeitraum rund zehn Jahre zuvor. Demnach hat Valves Gaming-Plattform in den ersten sechs Monaten dieses Jahr bereits mehr als 11,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt, wie aus einer neuen Marktanalyse hervorgeht.
Xbox und PlayStation sind in der letzten Zeit vor allem wegen Sparmaßnahmen, Entlassungen und Studioschließungen in den Schlagzeilen. Ganz anders sieht es hingegen bei der PC-Plattform Steam aus: Hier steigt der Umsatz pro Halbjahr konstant an und erreicht im ersten Halbjahr 2026 laut den Experten von Alinea Analytics einen neuen Rekordwert.
Steam erreicht 11,1 Milliarden US-Dollar Umsatz im 1. Halbjahr 2026
So hat Valves PC-Gaming-Plattform in der ersten Jahreshälfte 2026 einen Umsatz von 11,1 Milliarden US-Dollar erreicht, was umgerechnet 9,7 Milliarden Euro entspricht. Damit steigt der Umsatz bezogen auf das zweite Halbjahr 2025 um rund 8 Prozent und verglichen mit dem ersten Halbjahr 2025 um 14,5 Prozent. Im Hinblick auf das zweite Halbjahr 2022 ist sogar eine Umsatzsteigerung von 91,4 Prozent zu verzeichnen.
Auch eine Übersicht des Wachstums von Steam innerhalb der letzten zehn Jahre zeichnet ein ähnliches Bild: Demnach hat Steam bereits im ersten Halbjahr 2026 mehr (Brutto-)Umsatz gemacht als im gesamten Jahr 2020. Zudem hat sich der Umsatz von Valves Gaming-Plattform 2025 verglichen mit 2017 fast vervierfacht, von 5,5 Milliarden US-Dollar auf ungefähr 20 Milliarden US-Dollar. Allgemein ist somit ein sichtbarer Aufwärtstrend beim Umsatz seit 2017 zu erkennen.
Die umsatzstärksten Spiele 2026 auf Steam
Auf dem ersten Platz der bestverkauften Spiele der ersten Jahreshälfte 2026 landet Forza Horizon 6 mit 197,7 Millionen US-Dollar bei aktuell bereits 3,5 Millionen verkauften Einheiten laut Alinea Analytics. Darauf folgt mit Resident Evil Requiem der jüngste Ableger von Capcoms bekannter Horror-Reihe auf Platz zwei mit knappem Abstand (194,5 Millionen US-Dollar Umsatz, 3,4 Millionen verkaufte Einheiten). Der dritte Platz des Siegertreppchens geht schließlich an das Open-World-Abenteuer Crimson Desert, das seit der Veröffentlichung Mitte März 2026 einen Umsatz vom 190 Millionen US-Dollar generiert hat.
Mit Slay the Spire 2 folgt ein Indie-Überraschungserfolg auf dem nächsten Platz: Der Roguelike-Deckbuilder hat sich schon 7,1 Millionen Mal auf Steam verkauft und überholt damit Resident Evil Requiem und Forza Horizon 6 deutlich. Doch bei einem Verkaufspreis von 25 US-Dollar beziehungsweise 22,99 Euro schafft das Early-Access-Spiel „nur“ 141,7 Millionen US-Dollar Umsatz. Das Unterwasser-Survival-Adventure Subnautica 2 schafft hingegen einen Umsatz 133,6 Millionen US-Dollar auf Steam (Platz 5). Und der sechste Platz gilt dem gefeierten Multiplayer-Versteckspiel Meccha Chameleon, das auf Steam nur 6 US-Dollar respektive rund 6 Euro kostet, aber als bislang bestverkauftes Spiel 2026 auf Steam dadurch 71,3 Millionen US-Dollar umgesetzt hat.
Umsatz durch „alte“ Spiele steigt weiter an
Ebenfalls fällt jedoch auf, dass ein immer größerer Teil der Umsätze auf Steam aus Spieleverkäufen von Titeln aus den Vorjahren stammt. So kam im ersten Halbjahr 2024 bereits 71 Prozent des Umsatzes aus Spielen, die in den Vorjahren veröffentlicht wurden. In der ersten Jahreshälfte 2025 kletterte dieser Wert auf 73 Prozent. Und im ersten Halbjahr 2026 generierten Spiele mit Release vor 2026 indes 79 Prozent des Steam-Umsatzes, während nur 21 Prozent des Umsatzes aus Veröffentlichungen des Jahres 2026 stammten.
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Datenschutz-Reformpläne: Wie die Bundesregierung die DSGVO stutzen will
Um den Datenschutz zu reformieren, wurde letztes Jahr eine Art Stufenmodell für die DSGVO diskutiert – weniger bei den Kleinen, mehr bei den Großen. Die Bundesregierung plant bei der Reform aber lediglich Ausnahmeregeln, was Datenschützer und Bürgerrechtler kritisieren.
Die Pläne der Bundesregierung beim Datenschutz finden sich in der Reformübersicht unter Punkt 14. National wollen CDU, CSU und SPD alle Spielräume nutzen, auf EU-Ebene sollen Ausnahmebereiche bei der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) umgesetzt werden. Diese sollen für nicht-kommerzielle Tätigkeiten wie die in Vereinen, für kleine und mittlere Unternehmen sowie für risikoarme Tätigkeiten gelten.
Mehr Rechtsklarheit soll ein einheitliches Datengesetzbuch bringen. Zudem will die Bundesregierung die Aufsicht straffen, indem der Bundesdatenschutzbeauftragte mehr Kompetenzen erhält. Und die Zahl betrieblicher Datenschutzbeauftragter soll bei kleinen und mittleren Unternehmen sinken.
Idee: DSGVO als Stufenmodell
Entsprechen die Pläne aktuellen Reformideen, denen auch Datenschützer etwas abgewinnen können? Letztes Jahr hatte der CDU-Politiker und EU-Abgeordnete Axel Voss (bekannt durch Urheberrechtsreform und Upload-Filter) ein 3-Stufen-Modell vorgestellt, das von DSGVO Mini über DSGVO Normal bis DSGVO Plus reicht. Der Gedanke: Während für viele europäische Unternehmen der Aufwand sinkt, werden führende Big-Tech-Konzerne schärfer reguliert. Es wäre also eine an die Größe der jeweiligen Plattform angepasste Regulierung, die dem Vorgehen der EU beim Digital Services Act (DSA) entspricht.
Das Erstaunliche in diesem Fall war: Max Schrems, bekannt durch seine Facebook-Klagen, mit denen er unter anderem Datenschutz-Abkommen zwischen EU und USA stürzte, stimmte Voss‘ Idee grundsätzlich zu. „Ich habe schon 2012 gesagt, dass der ‚One-Size-fits-All‘-Zugang der DSGVO nicht sinnvoll ist“, sagte Schrems im März 2025 zu Netzpolitik.org. Weniger bei kleinen Unternehmen und mehr bei Big Tech wäre daher sinnvoll, so der Datenschutzaktivist.
Kritik: Ausnahmen gehen am Ziel vorbei
Ergeben die Pläne der Bundesregierung so ein Stufenmodell? Nein, sagt Michael Kolain, Jurist und Head of Policy beim Zentrum für Digitalrechte und Demokratie, auf Anfrage von ComputerBase. „Die Bundesregierung will nicht risikobezogen nachjustieren, sondern den Grundrechtsschutz in einzelnen Bereichen vollständig kappen.“ Das sei nicht der Vorschlag von Schrems und Voss, den auch Kolain als ausgewogenen Ansatz beschreibt.
Das Kernproblem ist seiner Ansicht nach: Die Bundesregierung suggeriere, dass Datenschutz vor allem eine lästige Pflicht sei, derer man sich möglichst entledigen wolle. Tatsächlich gehe es aber um die informationelle Selbstbestimmung jedes Menschen. Kleine Betriebe komplett auszunehmen, hält Kolain für den falschen Ansatz: „Es wäre so, als würde man sagen: Die kleine Bäckerei muss sich nicht mehr an den Mindestlohn halten oder braucht die gesetzlichen Hygienevorschriften nicht einzuhalten, weil das für sie so eine große Belastung ist.“
Wichtiger wäre, dass Spielräume verwendet werden, die ohnehin existieren. In diesem Kontext sei es wichtig, dass nicht nur Datenschutz, sondern auch Datennutzung präziser reguliert werde, so Kolain. In dieser Hinsicht hält er ein einheitliches Datengesetzbuch für einen sinnvollen Ansatz.
Digitaler Omnibus der EU als potenzieller Dammbruch beim KI-Training
So stehen die Reformpläne der Bundesregierung eher im Kontext des digitalen Omnibusses, also des Reformpakets, das die EU-Kommission im November 2025 vorgestellt hat und das derzeit verhandelt wird. Im Bereich der DSGVO sieht es unter anderem vor, die Definition von personenbezogenen Daten zu verengen und das KI-Training mit solchen Daten zu erleichtern.
Wird das Reformpaket wie angekündigt beschlossen, besteht beim Verarbeiten von personenbezogenen Daten für das KI-Training künftig ein „berechtigtes Interesse“. „Ein zentrales Anliegen der Digitallobby ist es, dass sie die personenbezogenen Daten ihrer Nutzer in größtmöglichem Umfang nutzen können, um KI-Anwendungen zu trainieren und neue Tools zu bauen“, so Kolain. Die neuen Vorgaben bewertet er daher als Dammbruch.
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