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Künstliche Intelligenz

Fidji Simo verlässt Vollzeitposten bei OpenAI


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Auf den ersten Blick ist es „nur“ eine Personalie: Fidji Simo, bei OpenAI als CEO of Applications für das Anwendungs- und Produktgeschäft zuständig und laut Branchenberichten die Nummer zwei hinter Sam Altman, hat ihren Vollzeitposten verlassen. Wegen einer chronischen Erkrankung will sie künftig nur noch als Teilzeitberaterin für das Unternehmen tätig sein, teilte sie mit. Doch das lange Statement der 40-Jährigen hat bereits eine Debatte entfacht: Über den Druck in Spitzenpositionen der Tech-Industrie, nie krank sein zu dürfen.

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Fidji Simo

(Bild: Fidji Simo)

Simos Mitteilung auf X folgte auf eine dreimonatige Auszeit der Managerin. Ihr sei klar geworden, dass der Weg zur Genesung länger dauere und komplexer sei als angenommen, schreibt sie. Doch wer weiter liest, gewinnt den Eindruck, dass ihr und vor allem ihrem Umfeld das schon länger klar war. Seit sieben Jahren leide sie bereits unter der Autoimmunerkrankung. Über Meta-Chef Mark Zuckerberg schreibt sie, dass er ihr schon vor Jahren geraten habe, langfristig zu denken. Sein Angebot einer längeren krankheitsbedingten Auszeit habe sie, als sie bei Facebook die Entwicklung der App verantwortete, ausgeschlagen.

Die französisch-amerikanische Geschäftsfrau hat eine Bilderbuchkarriere in Kalifornien hingelegt. Von 2007 bis 2011 arbeitete sie im Strategieteam von eBay, bevor sie zu Facebook wechselte, wo sie als Vizepräsidentin die Geschicke der Facebook-App lenkte. 2021 wurde sie CEO des US-amerikanischen Internet-Lieferdienstes Instacart und brachte das Unternehmen an die Börse. Mitte 2025 folgte dann der Wechsel zur OpenAI, wo sie das operative Geschäft übernahm.

„Als ich mich krankschreiben ließ, sagten mir viele Leute, ich sei mutig, weil ich meiner Gesundheit Vorrang einräumte. In Wahrheit treffe ich diese Entscheidung erst jetzt, weil ich sie zuvor schon oft versäumt habe“, schreibt Simo und versetzt die Branche damit zumindest kurz in einen Moment der Nachdenklichkeit.

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OpenAI-Chef Sam Altman erklärte auf X, dass er „wirklich traurig“ über die Entscheidung sei, aber zugleich sehr dankbar und dass er Simo eine schnelle Genesung wünsche. Während ihrer dreimonatigen Abwesenheit hatte Greg Brockman ihre Aufgaben mit übernommen, künftig sollen sie auf mehrere Schultern verteilt werden. OpenAI befindet sich gerade in Vorbereitungen für einen Börsengang. Simo galt als Hoffnungsträgerin, die Profitabilität des Unternehmens herzustellen. Auch hoffte OpenAI sicherlich, von ihrer Expertise durch den früheren Börsengang von Instacart profitieren zu können. Es ist unklar, in welchem Umfang dies in ihrer neuen Beraterrolle möglich sein wird.

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(mki)



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BNetzA: 98% Abdeckung mit 4G/5G bei Mobilfunkwoche


Rund eine Woche nach der zweiten bundesweiten Mobilfunkwoche vom 24. Juni bis zum 1. Juli 2026 stellt die Bundesnetzagentur nun erste Ergebnisse vor. Über 60.000 Nutzerinnen und Nutzer erfassten mit der App knapp 20 Millionen Messpunkte. Der Großteil der Messpunkte lieferte 4G oder 5G – 98 Prozent hatten diese Abdeckung. Während voriges Jahr zwar vergleichbare Anteile von 4G und 5G erfasst wurden, sei dieses Jahr der Anteil von 5G-Messpunkten auf fast 70 Prozent gestiegen. Allerdings sagt die Behörde nicht, auf welche 5G-Quote sie sich genau bezieht und wie hoch diese vorher lag. Unter einem Prozent der Messpunkte bezogen sich auf 2G, dies sei ein Rückgang um 1,24 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Bei weniger als einem Prozent der Messpunkte wurde keine Versorgung festgestellt – ebenfalls keine Veränderung zum Vorjahr. Das Interesse an der Messwoche fiel allerdings deutlich geringer aus als noch 2025, als über 150.000 Nutzende mit der Funkloch-App 145.800.991 valide Messpunkte erfassten.

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Die Vizepräsidentin der Bundesnetzagentur, Daniela Bönstrup, dankte allen Menschen, die mitgemacht haben. „Die Ergebnisse der Messwoche zeigen einen sehr hohen Anteil an Flächen mit breitbandigen Technologien“, sagte sie laut einer Pressemitteilung. Insbesondere der Ausbau der 5G-Netze sei weiter vorangekommen. „Besonderes Augenmerk werden wir aber auch weiterhin auf die Orte legen, an denen noch keine gute Datenverbindung verfügbar ist. Auch hier soll möglichst bald schneller Mobilfunk genutzt werden können.“ Bei den bis zu rund 1,97 Millionen Messpunkten mit 2G-Versorgung dürften Websurfing und E-Mails checken nur mit Müh und Not möglich gewesen sein.

Erneut war mit Nordrhein-Westfalen (NRW) das bevölkerungsreichste Bundesland auch das mit der höchsten Beteiligung an der Aktion: 4.219.025 Messpunkte gab es hier. Nutzer surften hier überwiegend mit Geschwindigkeiten zwischen 10 und 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s). Am zweithöchsten war die Beteiligung in Bayern mit 2.473.304 Messpunkten. Hier gibt es – im direkten Vergleich mit NRW – deutlich mehr Flecken, an denen 0 bis 10 MBit/s gemessen wurden. Es ist allerdings nur ein erster Blick auf die Mobilfunkkarte. Bis Ende Juli will die Behörde Grafiken und Tabellen für regionale Auswertungen für Landkreise auf breitbandmessung.de veröffentlichen.

Generell bedeutet „Abdeckung“ nicht, dass alle Nutzer an einem Ort mobil telefonieren oder surfen können. Vielmehr kommt damit zum Ausdruck, dass eine Stelle durch mindestens einen der vier Netzbetreiber versorgt wird. Kunden, die einen Vertrag bei einem der drei anderen haben, schauen gegebenenfalls trotzdem in die Röhre. Die Bundesnetzagentur schränkt zudem ein: „Die Ergebnisse sind nicht repräsentativ. Die Nutzer der App stellen keinen Querschnitt der Bevölkerung dar und die Messpunkte sind nicht gleichmäßig über ein Raster verteilt.“ Die Kartendarstellung gebe unter Umständen auch keine korrekte Auskunft über die vor Ort maximal verfügbare Netztechnologie eines Netzbetreibers. Dies liege etwa daran, dass die erzeugten Messpunkte vom Endgerät und den vertraglichen Modalitäten des Nutzers abhängen. Wer mit einem älteren, nur 4G-fähigen Smartphone unterwegs ist, kann natürlich keine Daten zur 5G-Netzabdeckung sammeln. Weitere Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen, sind demnach unter anderem die aktuelle Wetterlage und die aktuelle Geschwindigkeit und Richtung, mit der Nutzende sich durch die Funkzelle bewegen.

Die offizielle App zur Jagd auf Funklöcher gibt es schon seit Oktober 2018. Damit wird die jeweilige Netzverfügbarkeit – keine Verbindung, 2G, 4G oder 5G – auf dem Mobiltelefon gespeichert und an die Breitbandmessung übermittelt. Die erhobenen Messpunkte fließen anonymisiert in die interaktive Funklochkarte der Bundesnetzagentur ein.

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(nen)



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Meta kopiert Instagram-Stile, Sony belebt die Bridgekamera – Fotonews 28/2026


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Wer geglaubt hat, KI-Bildgeneratoren hätten die Grenzen des guten Geschmacks längst abgesteckt, den belehrt Meta jetzt eines Besseren. Der Konzern hat mit „Muse Image“ einen neuen KI-Bildgenerator vorgestellt. Der erzeugt nicht bloß Bilder aus Prompts, sondern greift dafür auf öffentliche Instagram-Profile beliebiger Nutzer zu.

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Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

Das Titelbild der Ausgabe 03 2026 des Foto-Magazins c't Fotografie

(Bild: 

heise

)

Das Prinzip ist simpel – und genauso fragwürdig. Muse Image wertet die frei zugänglichen Fotos eines Instagram-Accounts aus und filtert daraus den individuellen visuellen Stil heraus. Danach kann jeder, der Zugriff auf das Tool hat, neue Bilder in exakt diesem Stil generieren lassen. Ein Prompt wie „Erstelle ein Bild einer Katze im Central Park im Stil von @deinlieblingsinfluencer“ genügt – und die KI spuckt ein Ergebnis aus, das wirkt, als hätte die Person es selbst fotografiert.

Meta betont, es würden nur öffentliche Profile ausgewertet und die Technologie komme „verantwortungsvoll“ zum Einsatz. Was das genau heißt, bleibt allerdings vage. Immerhin sollen generierte Bilder als solche gekennzeichnet werden. Ob diese Kennzeichnung bestehen bleibt, sobald die Bilder erst einmal durchs Netz wandern, ist durchaus fraglich.

Für professionelle Fotografen und Content Creator ist Muse Image ein zweischneidiges Schwert. Heikel wird es vor allem an einem Punkt: Anders als bei klassischen Urheberrechtsverletzungen kopiert die KI ein einzelnes Werk nicht direkt. Sie verarbeitet lediglich den visuellen Stil und macht daraus etwas Neues. Juristisch ist das eine Grauzone, in der selbst Fachanwälte bislang kaum belastbare Antworten geben können.

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Während Meta die KI-Bildgenerierung vorantreibt, besinnt sich Sony auf eine schon fast totgesagte Gattung: die Bridgekamera. Mit der RX10 V präsentiert der japanische Konzern die fünfte Generation seiner Superzoom-Kompakten – und das überrascht durchaus. Denn Bridgekameras galten den meisten als Auslaufmodell, zerrieben zwischen Smartphone-Fotografie auf der einen und spiegellosen Systemkameras auf der anderen Seite.

Sony geht jedoch davon aus, dass es für diese Kombination weiterhin Abnehmer gibt: ein Typ-1-Zoll-Sensor, ein fest verbautes Zoomobjektiv mit umgerechnet 24 bis 600 mm Brennweite (Kleinbildäquivalent), verpackt in ein vergleichsweise kompaktes Gehäuse. Für Reise- und Naturfotografen, die sich den Objektivwechsel sparen wollen, kann das gewiss reizvoll sein.

Als wichtigste Neuerung nennt Sony einen KI-gestützten Autofokus, der auch bei bewegten Motiven verlässlich funktionieren soll. Der Hersteller verspricht eine verbesserte Tier- und Vogelerkennung – für die Wildlife-Fotografie im Nahbereich ein echter Gewinn. Videofilmer bekommen 4K-Aufnahmen mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde und damit Zeitlupen in hoher Auflösung.

Der Preis von 2500 Euro ist ambitioniert. Dafür gibt es schon eine spiegellose Systemkamera samt Kit-Objektiv – nur eben nicht mit einem Brennweitenbereich bis 600 mm. Sony wettet darauf, dass Anwender die Vielseitigkeit des Konzepts zu schätzen wissen. Ob die Rechnung aufgeht, muss sich zeigen; die RX10-Serie hatte bislang eine treue Fangemeinde.

Sony setzt bei der RX10 V auf Bewährtes, andere Hersteller probieren dagegen Neues aus – etwa Kameras mit zwei Displays, eines hinten, eines vorn. Der Gedanke dahinter: Selfies und Vlogs werden leichter, weil man sich beim Filmen oder Fotografieren selbst auf dem Bildschirm sehen kann.

Was bei Smartphones seit Jahren Standard ist, kommt bei Kameras nur schleppend an. Dabei leuchtet die Logik ein. Wer Inhalte für Social Media produziert, benötigt genau diese Funktion. Die Kamerahersteller haben das begriffen und wollen jene Nutzer zurückholen, die längst nur zum Smartphone greifen.

Ob das klappt, ist offen. Ambitionierte Vlogger arbeiten ohnehin meist mit einem externen Monitor, und für das gelegentliche Selfie reicht das Smartphone allemal. Die Zielgruppe für Dual-Display-Kameras bleibt also eine Nische: Leute, die eine bessere Bildqualität als mit dem Handy wollen, aber vor dem Aufwand einer Profi-Ausrüstung zurückschrecken.

Diese Woche macht eines deutlich: Die Fotobranche ringt weiter um ihre Rolle. Smartphones holen technisch auf, und KI übernimmt immer mehr gestalterische Aufgaben. Sony setzt mit der RX10 V auf klassische Bildqualität und optische Reichweite, Dual-Display-Kameras zielen auf die Social-Media-Generation, und Meta lässt KI-Systeme Instagram-Profile stilistisch klonen.

Vielleicht sieht so die neue Realität aus: dedizierte Kameras für alle, denen Bildqualität und Kontrolle wichtig sind; Smartphones für den Alltag; KI für jene, die nicht mehr fotografieren, sondern nur noch prompten wollen. Bleibt zu hoffen, dass dabei nicht verloren geht, worum es bei der Fotografie im Kern geht: dieser Moment, in dem man selbst auf den Auslöser drückt und ein einzigartiges Bild festhält. Aber vielleicht ist das auch nur Nostalgie.

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(tho)



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Apple klagt gegen OpenAI wegen Abwerbung


Apple wirft dem ChatGPT-Entwickler OpenAI und zwei ehemaligen Mitarbeitern in einer Klage Diebstahl von Firmengeheimnissen vor. Einer der beiden ist Tang Tan, ein ehemaliger ranghoher Apple-Designer, der heute Hardware-Chef von OpenAI ist. In dieser Funktion spielt er eine zentrale Rolle bei der Arbeit an einem neuartigen Gerät, das die ChatGPT-Firma auf die Nutzung mit Künstlicher Intelligenz ausrichten will.

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OpenAI verpflichtete dafür auch Jony Ive, den langjährigen Design-Primus von Apple, der unter anderem maßgeblich die Form von iPhones und MacBooks prägte. Das dürfte der ChatGPT-Firma geholfen haben, attraktiver für andere Apple-Beschäftigte zu werden. Tang Tan war der ranghöchste Überläufer. Er arbeitete mehr als 20 Jahre bei Apple und verantwortete vor seinem Wechsel das Design des iPhones und der Apple Watch.

Der Klage zufolge kam Apple nach Ermittlungen zu dem Schluss, dass Tan vertrauliche Informationen des iPhone-Konzerns zum Nutzen von OpenAI missbraucht habe. Unter anderem habe er Apple-Mitarbeiter aufgefordert, zu Job-Interviews für Arbeitsplätze bei OpenAI Bauteile des Konzerns mitzubringen. Apple sieht das als Teil einer „Strategie“ von OpenAI, um an vertrauliche Informationen des Unternehmens zu kommen.

Der andere verklagte Ex-Mitarbeiter von Apple soll dem Konzern zufolge über einen mitgenommenen Computer bereits als OpenAI-Beschäftigter auf vertrauliche Daten seines früheren Arbeitgebers zugegriffen haben. Von OpenAI gab es zunächst keine Reaktion auf die Vorwürfe.

Apple und OpenAI sind seit mehreren Jahren Partner bei der Nutzung künstlicher Intelligenz auf iPhones und anderen Geräten des Konzerns. Apple-Kunden können allgemeine Anfragen, die die hauseigene Sprachassistentin Siri nicht beantworten kann, an ChatGPT weiterreichen lassen. Medienberichten zufolge erwog OpenAI vor einigen Monaten eine Klage gegen Apple mit dem Vorwurf des Vertragsbruchs, weil diese Partnerschaft sich schlechter entwickelt habe als von der KI-Firma erwartet.

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(nie)



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