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Call of Duty Warzone: Gratiszugang zum Endgame-Modus endet bald


Activision beendet in wenigen Wochen den kostenlosen Zugang zum PvE-Modus Endgame. Während der Season 5 können auch Spieler ohne Black Ops 7 weiterhin über Call of Duty: Warzone auf den Modus zugreifen. Mit dem Start der folgenden Saison verschwindet Endgame jedoch aus dem Warzone-Menü.

Endgame ist ein kooperativer PvE-Modus, der ursprünglich als Abschluss der Kampagne von Call of Duty: Black Ops 7 eingeführt wurde. Bis zu 32 Spieler treten in der offenen Spielwelt Avalon gleichzeitig gegen computergesteuerte Gegner an, wobei sich Gruppen aus höchstens vier Spielern bilden lassen. Die Teams schließen Aufträge ab, verbessern ihre Operator und müssen sich anschließend erfolgreich aus dem Einsatzgebiet zurückziehen, um einen Teil ihres Fortschritts zu behalten.

Seit Season 3 kostenlos spielbar

Ursprünglich war Endgame nur Käufern von Black Ops 7 zugänglich. Activision öffnete den Modus jedoch mit dem Start von Season 3 vorübergehend für alle Spieler. Seitdem lässt sich die vollständige Endgame-Erfahrung auch ohne das Hauptspiel über Call of Duty: Warzone starten. Lediglich die eigentliche Koop-Kampagne bleibt Besitzern von Black Ops 7 vorbehalten.

Diese Gratisphase wird während der Season 5 fortgesetzt. Sobald Season 6 beginnt, soll Endgame nicht mehr über das Menü von Warzone erreichbar sein. Der Modus steht dann wieder ausschließlich Spielern zur Verfügung, die Black Ops 7 besitzen. Einen konkreten Starttermin für Season 6 nennt Activision in der Ankündigung noch nicht.

Season 5 selbst startet am 23. Juli 2026 um 18 Uhr deutscher Zeit.

Bombenfahrt durch Avalon

Bevor Endgame wieder vollständig an das Kaufspiel gebunden wird, erhält der Modus noch einmal neue Inhalte. Im Auftrag „Burn Run“ steigen die Spieler in ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug und müssen unter Zeitdruck einen festgelegten Parcours durch Avalon bewältigen. Insgesamt 30 brennende Tore geben die Route vor.

Zusätzliche Sekunden lassen sich gewinnen, indem Gegner und Objekte überfahren werden. Auf der Strecke befinden sich außerdem Reparaturwerkzeuge und Geschwindigkeitsverstärker, die das Fahrzeug länger einsatzfähig halten beziehungsweise dessen Tempo erhöhen. Läuft die Zeit ab, bevor das Ziel erreicht ist, explodiert das Fahrzeug.

Ebenfalls neu sind sogenannte Ability Boosts. Die seltenen Verbesserungen verändern die Haupt- und Nebenfähigkeiten eines Operators. Sie können beispielsweise Abklingzeiten verkürzen, zusätzliche Munition bereitstellen oder weitere Schadensarten hinzufügen. Zu finden sind die Verbesserungen hauptsächlich in den besonders schwierigen Nightmare-Gebieten. In Zonen der Stufe IV besteht ebenfalls eine geringe Chance auf entsprechende Funde.

Die Ability Boosts bleiben aktiv, bis der Spieler vollständig ausgeschaltet wird oder die betroffene Fähigkeit austauscht. Für jede Haupt- und Nebenfähigkeit stehen jeweils zwei unterschiedliche Varianten zur Verfügung. Season 5 erscheint gleichzeitig für Black Ops 7 und das kostenlos spielbare Warzone.



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Nvidia GeForce RTX 5000: Hotspot-Monitor per Tool auslesbar (vielleicht)


Der Hotspot-Sensor auf den GeForce-RTX-5000-Grafikkarten ist seit dem Launch ein Thema. Denn Nvidia hat die Auslesemöglichkeit bei der aktuellen Grafikkarten-Generation gestrichen, bei den RTX-4000-Karten ist diese nach wie vor gegeben. Bis jetzt gab es keine Lösung dafür, was sich nun jedoch geändert hat. Eventuell zumindest.

Der GPU-Hotspot auf Blackwell – ein Geheimnis

Es ist sicherlich kein Zufall, dass quasi zeitgleich drei Tools erschienen sind, die sich mit dem Thema Hotspot-Temperatur auf Blackwell-Grafikkarten beschäftigen. Doch so viel schon einmal vorweg: Das, was die Tools als „Hotspot“ bezeichnen, ist, wie die Entwickler zugeben, nicht unbedingt Nvidias „offizielle Hotspot-Temperatur“. Denn diese gibt es durchaus auch auf Blackwell noch, aber nicht für den Endkunden. Mit dem Nvidia-eigenen Tool „MODS“ wird auch auf RTX 5000 eine GPU-Hotspot-Temperatur ausgegeben. Enge Nvidia-Partner haben darauf Zugriff, jedoch ist es untersagt, das Tool Endkunden zur Verfügung zu stellen.

IgorsLab hat jedoch Zugriff auf MODS und sich auch ausführlich mit dem Thema des GPU-Hotspots auf Blackwell beschäftigt. So liefert MODS mit „GPU_OFFSET_MAX“ einen offiziellen Hotspot-Wert, doch wie man an diesen kommt, ist nach wie vor unklar.

Ein erstes Tool und Erklärungen von IgorsLab

IgorsLab hat mit „IBHE“ nun ein Tool bereitgestellt, das zwar keinen Hotspot-Messwert auslesen kann, doch anhand Edge-Temperatur, Leistungsaufnahmen, Lüfterkurven und mehr eine Hotspot-Angabe schätzen kann. Entsprechend steht das Tool-Kürzel auch für „igor’sLAB Blackwell Hotspot Estimation“. Mit Hilfe einer Formel soll der berechnete Hotspot-Wert nahe an Nvidias Hotspot-Messung in MODS herankommen, weicht aber etwas von diesem ab. Das Tool soll mit der Zeit verbessert und damit nochmals genauer werden.

IBHE auf der RTX 5080 Founders Edition
IBHE auf der RTX 5080 Founders Edition

Die neueste Version von HWMonitor schätzt dagegen keinen Hotspot-Wert, sondern misst diesen. Wobei die Entwickler selbst zugeben, dass sie sich nicht sicher sind, ob es sich tatsächlich um den wirklichen GPU-Hotspot handelt. Wie IgorsLab mit Hilfe von MODS herausgefunden hat, hat es HWMonitor tatsächlich geschafft, einen der eigentlich nicht öffentlich verfügbaren Sensoren abzugreifen, die auch MODS auslesen kann. Jedoch entspricht der Hotspot-Wert von HWMonitor nicht dem von MODS, denn letzterer scheint ein Maximalwert verschiedener Sensoren zu sein, ersterer dagegen stets den Wert eines festen Sensors. Die Werte weichen laut IgorsLab „schon ein wenig voneinander ab“, auch wenn unklar ist, wie groß die Abweichung ist.

Wo HWMonitor ist, darf HWInfo dann natürlich auch nicht fehlen, wobei die Entwickler offenbar noch nicht ganz so weit sind. Denn auch die neueste Beta-Version des Tools hat noch keine Unterstützung für die Hotspot-Temperatur. Jedoch haben diese auf Discord eine frühe Version zum Download bereitgestellt, die ebenfalls einen GPU-Hotspot ausliest.

HWMonitor und HWInfo im „Hotspot-Vergleich“

ComputerBase hat sich die Hotspot-Angaben von HWMonitor und HWInfo auf einer Nvidia GeForce RTX 5080 Founders Edition unter Volllast einmal genauer angesehen und diese miteinander verglichen.

HWMonitor bescheinigt der GeForce RTX 5080 FE am Ende der Lastphase eine GPU-Edge-Temperatur von 74 Grad Celsius, der gemessene Hotspot-Wert beträgt maximal 94 Grad. Die Durchschnitts-Temperaturen während der 30 Minuten langen Testreihe liegen bei 74 respektive 91 Grad. HWInfo kommt mit 74 Grad Celsius auf exakt dieselbe Edge-GPU-Temperatur, die auch im Schnitt mit ebenso 74 Grad genau gleich ist. Leicht anders sieht es dagegen beim Hotspot-Wert aus, der mit 88 Grad beziehungsweise ebenso 88 Grad Celsius doch ordentlich abweicht – nämlich um satte sechs Grad Celsius beim Temperaturmaximum am Ende der Testsequenz und um immerhin immer noch drei Grad Celsius im Durchschnitt während der Sequenz.

Messergebnisse der GeForce RTX 5080 Founders Edition

Der genaue Blick auf die jeweiligen Verlaufsdiagramme der Messreihen zeigt dann auch, wie zumindest ein Teil der Unterschiede zustande kommen. Denn HWMonitor reagiert sehr erratisch bei der Hotspot-Temperatur, die Messreihe zeigt andauernde Schwankungen bei den Temperaturen im Bereich von bis zu sechs Grad Celsius. HWInfo hat dagegen ziemlich stabile Hotspot-Temperaturen, die viel mehr im Bereich von ein bis zwei Grad Celsius schwanken. Das kommt zu dem Fakt oben drauf, dass HWMonitor generell eben drei Grad höhere Temperaturen beim Hotspot anzeigt als HWInfo. Es wird also entweder ein anderer Sensor als Hotspot-Wert ausgelesen oder die Sensordaten werden von den Tools unterschiedlich interpretiert.

Das sind aber nicht die einzigen Unterschiede. Denn HWMonitor zeigt bei einer Polling-Rate von
einer halben Sekunde mehrmals hintereinander exakt denselben Messwert an, bevor es dann zu einer plötzlichen, größeren Temperaturänderung kommt, die dann wieder mehrmals hintereinander komplett gleich bleibt. HWInfo protokolliert dagegen durchweg leicht schwankende Temperaturwerte.

Es bleibt alles etwas unklar

Am Ende bleibt nach wie vor alles unklar – selbst die Entwickler der Tools wissen nicht, was sie da wirklich auslesen. Klar ist einzig: Die wirkliche GPU-Hotspot-Temperatur auf GeForce RTX 5000 ist es auch mit dem HWMonitor und HWInfo nicht. Aber es ist definitiv eine Annäherung, die mit weiterer Fortentwicklung der Tools vielleicht ziemlich nahe dran an der Wahrheit sein wird. Aktuell zeigen die Tools zumindest auf der getesteten GeForce RTX 5080 Founders Edition ziemlich unterschiedliche Hotspot-Werte an, die im Durchschnitt um drei Grad und im Maximum sogar um sechs Grad Celsius voneinander abweichen. Wie man sieht, weiß man am Ende also immer noch nicht allzu viel.

Ob nun HWMonitor oder HWInfo näher an der Wahrheit dran sind, ist mehr geraten als gewusst. Der Vergleich mit dem IBHE-Tool von IgorsLab liegt genau in der Mitte der beiden Tools mit der Tendenz zum HWMonitor. Letzterer zeigt in der Messreihe aber nicht nur plötzlich schwankende Werte, sondern auch durchweg mehrmals exakt dieselben Werte hintereinander, bevor es zu einem größeren Unterschied kommt – was auch nicht gerade für Sicherheit sorgt.

HWMonitor und HWInfo stehen jedoch auch noch am Anfang der Entwicklung, was die GPU-Hotspot-Temperatur auf Nvidia Blackwell betrifft. Hier wird es hoffentlich noch entsprechende Verbesserungen geben. Noch besser, einfacher und vor allem klarer wäre es jedoch, wenn Nvidia schlicht selbst wieder den offiziellen GPU-Hotspot auf der aktuellen Grafikkarten-Generation ausgeben würde. Denn warum dieser überhaupt fehlt, bleibt weiterhin ein Geheimnis.

Downloads

  • HWMonitor

    4,5 Sterne

    HWMonitor ist ein kleines Tool zum Überwachen sämtlicher im PC verbauten Sensoren.

    • Version 1.65
    • Version for ARM64 1.04



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Schufa: Streit um länger gespeicherte Altdaten


Schufa: Streit um länger gespeicherte Altdaten

Bild: Schufa Holding AG

Verbraucherdaten verschwinden bei der Schufa offenbar nicht vollständig, sobald die reguläre Speicherfrist endet. Nach Recherchen von NDR und Süddeutscher Zeitung bewahrt die Auskunftei ältere Angaben in einem separaten Datenbestand auf. Dazu gehören Kredite, Konten, Zahlungsausfälle oder auch Pfändungen.

Alte Daten sollen neuen Score prüfen

Die Informationen fließen nach Angaben der Schufa nicht in die aktuelle Bonitätsbewertung der Betroffenen ein. Stattdessen dienen sie dazu, die Qualität des neuen Schufa-Scores rückwirkend zu überprüfen. Dazu wird berechnet, welche Bewertung ein Verbraucher zu einem früheren Zeitpunkt erhalten hätte. Anschließend lässt sich kontrollieren, ob der Score spätere Zahlungsschwierigkeiten zuverlässig vorhergesagt hätte.

Solche Tests sind insbesondere für Banken und andere Unternehmen relevant, die anhand des Schufa-Scores über Kredite, Verträge oder Zahlungsarten entscheiden. Auch Händler, Energieversorger, Telekommunikationsanbieter und Zahlungsdienstleister können entsprechende Auswertungen nutzen.

Die Schufa hält das Vorgehen für datenschutzrechtlich zulässig. Sie verweist unter anderem auf berechtigte Interessen der Unternehmen, die Verlässlichkeit des eingesetzten Bewertungssystems kontrollieren zu können. Die historischen Daten dürften nach Darstellung der Auskunftei nur zu Testzwecken verwendet werden.

Datenschützer bezweifeln Rechtsgrundlage

Kritiker stellen dagegen infrage, ob Daten nach Ablauf der eigentlichen Speicherfrist weiterhin personenbezogen aufbewahrt werden dürfen. Problematisch sei zudem, dass Unternehmen auf diesem Weg Informationen über frühere finanzielle Schwierigkeiten eines Verbrauchers erhalten könnten, obwohl diese für dessen heutige Bonität keine Rolle mehr spielen sollten.

Unklar ist außerdem, ob die Schufa die zusätzlichen Einträge in der kostenlosen Datenkopie nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung aufführen muss. Bislang sollen sie dort nicht erscheinen. Die Schufa begründet dies damit, dass die historischen Informationen den aktuellen Score nicht beeinflussten.

Der Hessische Datenschutzbeauftragte prüft den Vorgang bereits. Dabei geht es sowohl um die weitere Speicherung der Altdaten als auch um die Auskunftspflichten gegenüber Verbrauchern. Eine abschließende Bewertung liegt bislang nicht vor.



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noblechairs Aura TX Gaming-Stuhl im Test


Ende Mai stellte noblechairs seinen neuesten Stuhl Aura in zwei Varianten vor: „Atmoshell Schwarz“ mit Kunstleder und „TX Anthrazit“ mit Stoffbezug. Die TX-Version muss sich im nachfolgenden Test dem harten Arbeitsalltag stellen und beweisen, dass sie weit mehr kann als nur Gaming. Doch was bedeutet das überhaupt?

Kann noblechairs das Versprechen einer soliden Konstruktion mit edlen Details beim Aura TX einlösen? Die kurze Antwort lautet: Ja, wenn auch nicht bis ins letzte Detail! Dieser Umstand ändert allerdings nichts daran, dass der noblechairs Aura TX für seinen Preis von 469 Euro ein faires Angebot darstellt. Gleichzeitig wirkt er deutlich durchdachter als viele andere Gaming- und Bürostühle, die relativ leichtfertig ein maximales Gewicht von 150 Kilogramm angeben, sich am Ende aber nur für sehr schmale Menschen eignen. Es sind am Ende vor allem Kleinigkeiten, die den ansonsten guten Gesamteindruck etwas trüben.

  • 4D-Armlehnen …
  • Einstellung der Druckfeder für die Rückenlehne …
  • Gute Verarbeitung …
  • passende Dimension für Gewichtsfreigabe
  • leichtgängige Rollen
  • angenehmer Textilbezug
  • leichter Aufbau
  • Schrauben passend vorbereitet
  • … aber Schrauben, die gelöst werden müssen
  • … dennoch zu leicht oder schwer
  • … mit Detailschwächen (Befestigung der Armlehnen)
  • Viel Kunststoffverpackung
  • „unnötiges“ Werkzeug

Der noblechairs Aura TX im Überblick

Varianten und Preise

den noblechairs Aura gibt es in zwei Varianten: Als Aura TX mit anthrazitem Stoffbezug (Testversion) und als Aura AtomShell mit einem Bezug aus schwarzem „Hybrid-Vinyl-Leder“. Beide Modelle trennen 50 Euro beim Preis:

Design, Materialien und Verarbeitung

Die meisten Gaming-Stühle teilen ein altbekanntes Problem: Sie wirken wie ein Autositz, extreme Fälle neigen sogar zum reinrassigen Rennsitz. Diese Art von Stühlen schränkt die Bewegungsfreiheit im Alltag aktiv ein. Sie sehen zwar sportlich bis martialisch aus, allerdings wird der massive Seitenhalt beim Arbeiten am PC schlicht nicht benötigt – er ist oft sogar eher hinderlich. Der Aura TX hinterlässt hier direkt einen positiven ersten Eindruck: Die Sitzfläche deutet die Autositz-Wangen nur sehr dezent an. Die Rückenlehne tut das zwar etwas mehr, beide wirken auf den ersten Blick jedoch so angenehm breit und bequem, dass hier auch wirklich kräftigere Menschen problemlos Platz nehmen können.

Die Sitzfläche und die anwinkelbaren Armlehnen
Die Sitzfläche und die anwinkelbaren Armlehnen
Ein Blick auf die Rückseite mit leider nicht nutzbarem Reißverschluss
Ein Blick auf die Rückseite mit leider nicht nutzbarem Reißverschluss
Ein blick auf die Rückenlehne der Stoffvariante Aura TX
Ein blick auf die Rückenlehne der Stoffvariante Aura TX
Die Kopfstütze lässt sich in der Höhe variabel anpassen
Die Kopfstütze lässt sich in der Höhe variabel anpassen

Beim Aura TX* sind die Flächen mit einem Textil bezogen. Dieses fühlt sich beim Anfassen leicht rau, aber keineswegs unangenehm an.

Auch beim ersten Geruchstest kann noblechairs überzeugen: Direkt nach dem Auspacken ist lediglich ein neutraler, leichter Stoffgeruch wahrzunehmen. Während bei günstigen Modellen oft ein stechender chemischer Produktionsgeruch die Nase beleidigt, bleibt es hier angenehm neutral.

Einen kleinen optischen „Nachteil“ hat der Textilbezug des Aura TX jedoch: Je nachdem, wie man über den Stoff streicht oder darauf sitzt, verändern sich die Schattierungen – ganz ähnlich wie bei Samtstoffen. Was wiederum hervorragend gelöst wurde, ist die Verarbeitung der Nähte. Diese sind absolut sauber gearbeitet und fügen sich stimmig in die Farbgebung des Stuhls ein.

Hier kann noblechairs voll überzeugen, leistet sich auf der Rückseite aber einen kleinen Design-Bluff: An der Rückenlehne ist ein Reißverschluss zu erkennen. Kurz keimt die Hoffnung auf einen abziehbaren und waschbaren Bezug auf – am Ende entpuppt sich der Reißverschluss jedoch als Fake, da der Stoff final festgeklammert wurde.

Bei allen anderen Einzelteilen des Stuhles wird auf matten, rauen Kunststoff sowie massives Metall zurückgegriffen, an den Kontaktflächen ergänzt durch eine Gummierung. Für einen modernen Bürostuhl ist das eine absolut solide Materialwahl. Alle Komponenten sind sauber entgratet und wirken wertig. Das Fußkreuz ist aus Metall gefertigt und matt-schwarz lackiert, während die tragenden Mechanikteile matt beschichtet sind.

Eine optische Ausnahme bilden die Armlehnen-Halterungen, die aus dunkel verchromtem Hochglanz-Metall bestehen. Die Oberflächen der Armauflagen selbst sind leicht gepolstert und der matte Kunststoff gibt angenehm nach. Die Griffe und Knöpfe fassen sich gut an, auch wenn die Tasten zur 4D-Einstellung spürbar viel Kraft benötigen – was Fluch und Segen zugleich ist. Der Hebel zur Höhenverstellung wiederum ist leichtgängig. Die Armauflage selbst hat konstruktionsbedingt etwas Spiel, was der rasterbasierten 4D-Mechanik geschuldet ist. So halten die Armlehnen ihre Position im Alltag zwar absolut zuverlässig, im Gegenzug muss man jedoch auf eine feine, stufenlose Schnellverstellung verzichten.

Die Armablagen lassen sich in vier Dimensionen einstellen

Etwas mehr Kritik muss sich die Stuhlmechanik gefallen lassen, da hier ein spürbarer Bruch in der Haptik erkennbar ist: Während die Armlehnen massiv und hochwertig wirken, sind die Hebel für die Sitztiefe und Sitzhöhe unter der Sitzfläche aus einfachem Kunststoff gefertigt. Sie kommen haptisch schlicht nicht an das restliche Niveau des Stuhls heran. Der leicht gummierte Drehknopf zur Justierung des Gegendrucks der Rückenlehne kann dagegen wieder voll überzeugen.

Die Mechanik zur Einstellung von Sitzhöhe und Synchronmechanik fällt haptisch deutlich ab
Die Mechanik zur Einstellung von Sitzhöhe und Synchronmechanik fällt haptisch deutlich ab

Die Kopfstütze schreit optisch auf klassische Weise nach Sportwagensitz, erfüllt ihren Zweck im Nacken aber tadellos. Sie lässt sich schnell an die eigene Größe anpassen, verlangt jedoch nach etwas Feingefühl: Wer zu schwungvoll oder unbedacht nach oben zieht, trennt das Polster komplett von der Rückenlehne und muss es mühsam wieder einfädeln.

Die Kopfstütze lässt sich in der Höhe variabel anpassen
Die Kopfstütze lässt sich in der Höhe variabel anpassen

Fußkreuz und Rollen überzeugen im Test auf ganzer Linie: Die Rollen reagieren extrem leichtgängig, egal ob auf Teppich oder Linoleum, und wechseln flüssig die Richtung. Nur am Verbindungsmetall der Rückenlehne zeigte sich im unaufgebauten Zustand ein kleiner optischer Produktionspatzer – der nach der Montage im Inneren verschwindet und nicht mehr sichtbar ist.

noblechairs Aura TX – Gasdruck-Feder
noblechairs Aura TX – Gasdruck-Feder

Technische Daten

Was macht einen Stuhl aus und wie wird er richtig getestet?

Gaming-Möbel sprießen seit einigen Jahren gefühlt aus dem Boden wie das Gras im Frühling. Neben noblechairs gibt es unzählige weitere Marken, und selbst klassische Hardware-Hersteller wie Asus oder MSI steigen vehement mit in diesen Markt ein. Dazu kommen die etablierten Büromarken und Möbelhäuser – der IKEA Markus kann an dieser Stelle fast schon als legendär bezeichnet werden. Also, was macht einen guten Stuhl aus?

Die provokante Antwort lautet hier: alles und nichts. Denn es kommt am Ende vollkommen auf den Nutzer an. Körpergewicht und -maße sind hier genauso wichtig wie der eigene Bewegungsdrang oder die nackte Zeit, die täglich auf dem Stuhl verbracht wird. Selbst die Transpiration kann eine Rolle spielen: Wer leicht ins Schwitzen gerät, ist mit einem Mesh-Gewebe oder einem Stoffbezug oft besser beraten als mit Leder oder Kunstleder.

Wer am Tag nur wenige Stunden auf einem Stuhl verbringt, stellt vollkommen andere Anforderungen als jemand, der über Stunden hochkonzentriert in der gleichen Haltung verharrt – oder sich, im Gegenteil, permanent auf dem Stuhl bewegt. Ein Test kann hier als wertvolle Orientierung dienen, das persönliche Probesitzen am Ende jedoch niemals ersetzen.

Ergonomie und Sitzkomfort

Während Menschen mit einem natürlichen Bewegungsdrang dem Aura TX eine Menge abgewinnen können, werden jene enttäuscht sein, die ein hyperergonomisches Wunderwerk erwarten.

Die Sitzfläche ist in der niedrigsten Stufe 40 cm vom Boden entfernt und lässt sich per Gasdruckfeder auf bis zu 50 cm hochfahren. Ebenso lässt sich die Sitztiefe über eine Schienenführung in vier Stufen um jeweils 1,5 Zentimeter (insgesamt knapp 6 cm) nach vorn verlagern. Die üppige Breite von 53,5 cm ist perfekt für breitere Staturen geeignet. Die Tiefe von 45,5 cm bietet zudem so viel Fläche, dass man die eigene Sitzposition aktiv verändern kann, ohne sofort den Kontakt zur Rückenlehne zu verlieren. Der Hebel zum Lösen der Sitztiefe trübt den Eindruck unterdessen etwas: Hier merkt man deutlich, dass diese Einstellung für das Prinzip „einmal einstellen und so lassen“ gedacht ist. Die Gasdruckfeder hingegen patzt nicht: Sie vermittelt beim Hineinsetzen ein ungemein stabiles, felsenfestes Gefühl und sackt keinen Millimeter nach – ein kritischer Punkt, an dem billige Stühle reihenweise scheitern.

noblechairs Aura TX – jetzt heißt es Platznehmen
noblechairs Aura TX – jetzt heißt es Platznehmen

Die Rückenlehne überzeugt, führt aber direkt zum inhärenten Problem eines „generalisierten“ Stuhls: noblechairs nutzt hier ein fest definiertes Federsystem für die Synchronmechanik, das sich nicht auf das individuelle Körpergewicht einstellen lässt. Für sehr schwere Menschen bietet die Feder im Alltag unter Umständen zu wenig Gegendruck, während Fliegengewichte massiv gegen den Widerstand ankämpfen müssen. Immerhin lässt sich die Lehne in drei Positionen sicher arretieren und zeigt dort eine echte Stärke: Sie blockiert nicht bretthart, sondern gibt minimal und weich nach. Ein komfortables und sicheres Strecken im Stuhl ist somit jederzeit möglich.

Dabei wird die Sitzfläche über die Synchronmechanik sanft mit angehoben. Solche Mechaniken sind für Hersteller immer ein Drahtseilakt: Neigt sich die Sitzfläche beim Zurücklehnen zu stark, drückt die Vorderkante unangenehm in die Unterseite der Oberschenkel und blockiert den Blutfluss. noblechairs umschifft diese Klippe elegant und wählt beim Aura TX einen dezenten Winkel von maximal 3,5° Neigung, womit das Problem im Testbetrieb zu keiner Zeit negativ auffällt.

noblechairs Aura TX – Position 2
noblechairs Aura TX – Position 2
noblechairs Aura TX – Position 3
noblechairs Aura TX – Position 3

Die Armlehnen erweisen sich im Alltag dank der schnellen Höhenverstellung per Knopfdruck als praktische Begleiter. Dass die Tasten für Tiefe, Länge und Winkel etwas schwergängiger zu drücken sind, erweist sich als Segen, da sie die Lehnen – wenn auch mit etwas mechanischem Spiel – bombenfest in Position halten. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt die grundlegende Breitenverstellung von insgesamt 6 Zentimetern (3 cm pro Seite): Diese Varianz lässt sich ausschließlich über sechs Schrauben an der Unterseite justieren. Wer das beim Zusammenbau ignoriert, darf später mühsam den Schraubendreher ansetzen.

Als absolutes Ergonomie-Highlight des Stuhles muss die stufenlos verstellbare Lordosenstütze hervorgehoben werden. Über zwei seitliche Drehknöpfe an der Rückenlehne lässt sich die Stütze vollkommen stufenlos sowohl in der Höhe als auch in der Tiefe (Wölbung) regulieren und perfekt an die eigene Wirbelsäule anpassen.

Der noblechairs Aura TX zeigt sich im Ergonomietest damit als ein sehr guter Allrounder, auf dem man ungemein gerne sitzt. Er bietet alle notwendigen Funktionen zur individuellen Anpassung – macht aber gleichzeitig unmissverständlich klar, dass noblechairs hier das Prinzip „ein Stuhl pro Person“ vorsieht. Für den dynamischen Bürobetrieb mit ständig wechselnden Kollegen ist er schlicht zu träge im Umstellen.

(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.



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