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Adobe Firefly Boards im Test: KI trifft auf Moodboards › PAGE online


Adobe entwickelt Firefly kontinuierlich weiter und baut bestehende Funktionen weiter aus. Dazu gehört auch Firefly Boards, ein Tool für visuelle Ideenfindung, das bereits seit einiger Zeit verfügbar ist. Mit den Boards rückt vor allem der kreative Prozess vor der eigentlichen Gestaltung in den Fokus.

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Adobe Firefly Boards: Wie KI den Moodboard-Prozess verändert

Moodboards gehören zu den ersten Schritten in nahezu jedem kreativen Projekt. Sie helfen dabei, visuelle Richtungen zu definieren, Stimmungen festzuhalten und erste Ideen greifbar zu machen. In der Praxis bestehen sie meist aus einer Mischung aus Referenzbildern, Screenshots, Farbwelten und ersten Layouts. Wir wollten wissen, ob Firefly Boards in einem realistischen Kampagnen-Szenario tatsächlich dabei hilft, schneller eine visuelle Ausrichtung zu erreichen und somit mehr zu sein als nur ein weiteres KI-Tool auf einem Whiteboard.

Mit Firefly Boards verschiebt Adobe genau diesen Prozess. Statt einer statischen Sammlung entsteht eine Arbeitsfläche, auf der sich Inhalte nicht nur kuratieren, sondern direkt generieren, variieren und weiterentwickeln lassen. KI wird also nicht erst in der finalen Produktionsphase eingesetzt, sondern bereits in der Phase, in der visuelle Ideen entstehen und geschärft werden.

Adobe stellt verschiedene Beispielboards und Workflows als Vorlagen zur Verfügung. Bild: Jana Reske

Ähnlich wie bei anderen Firefly-Funktionen wird generative KI auch in Firefly Boards direkt in den Workflow integriert. Statt nur bestehende Inhalte zu bearbeiten, lassen sich Bilder direkt im Board per Texteingabe generieren, variieren oder auf Basis von Referenzen weiterentwickeln.

Dabei kann KI auf unterschiedliche Weise eingebunden werden: etwa durch das Generieren neuer Motive per Prompt, das Ableiten von Stil und Komposition aus bestehenden Bildern oder das automatische Erstellen von Varianten. Inhalte entstehen somit nicht mehr nur durch Auswahl, sondern auch durch gezielte Generierung und Iteration innerhalb derselben Arbeitsfläche.

Unser Test-Szenario: Kampagnen-Moodboard für einen Auto-Launch

Für unseren Test wollten wir herausfinden, ob sich von ersten Referenzen über Varianten bis hin zu einer konsistenten visuellen Richtung tatsächlich ein brauchbarer Moodboard-Workflow ergibt. Dazu haben wir Firefly Boards in einem konkreten Anwendungsszenario ausprobiert: der Entwicklung eines visuellen Moodboards für eine Launch-Kampagne eines Autos. Im Zentrum steht ein elektrischer Van und Ziel war es, verschiedene visuelle Richtungen zu entwickeln und diese innerhalb einer Kampagnenidee zusammenzuführen.

Testablauf in Firefly Boards

Der Einstieg in Firefly Boards erfolgt entweder über eine leere Arbeitsfläche oder über vorgefertigte Templates. Gerade für den Anfang erweisen sich diese Vorlagen als hilfreich, da sie nicht nur ein visuelles Layout liefern, sondern auch zeigen, wie ein Moodboard strukturiert werden kann. Im Test haben wir ein solches Template als Grundlage genutzt und anschließend individuell erweitert.Für den Einstieg hilfreich ist auch das begleitende Tutorial auf der Adobe-Website, das die grundlegenden Schritte zur Erstellung der Boards zeigt.

Screenshot einer dunklen Benutzeroberfläche mit der Überschrift „Markenbildwelten mit Boards entdecken“. Im Zentrum steht ein visuelles Moodboard mit verschiedenen KI-generierten Kampagnenmotiven rund um Getränkeflaschen in unterschiedlichen Farben und Szenarien. Zu sehen sind unter anderem Produktfotos, Lifestyle-Aufnahmen mit Personen, Outdoor-Szenen, Werbemotive auf digitalen Billboards sowie Verpackungsdesigns. Pfeile und grafische Verbindungslinien zeigen den kreativen Workflow von einzelnen Produktbildern hin zu kompletten Markenwelten. Im unteren Bereich erklärt eine Schritt-für-Schritt-Anleitung den Prozess: Bilder hochladen, Variationen erstellen, weitere Varianten anlegen, Ergebnisse organisieren und herunterladen bzw. teilen. Die Darstellung vermittelt den Eindruck eines kollaborativen KI-Tools für Markenentwicklung und visuelle Kampagnenplanung.
Die Beispielboards haben unten jeweils eine Erklärung, wie sie erstellt wurden. Bild: Jana Reske

Für unseren Test haben wir im oberen Bereich einen Creative Brief, der die konzeptionelle Richtung vorgibt, eingefügt. Außerdem haben wir erste Grundlagen gesammelt, darunter Fahrzeugbilder von der Original-Webseite sowie das Logo. Diese Elemente dienen als visuelle Basis und definieren erste gestalterische Leitplanken.

Screenshot einer dunklen Präsentationsgrafik mit der Überschrift „Launch Kampagne“. Die Darstellung zeigt einen dreistufigen kreativen Workflow zur Entwicklung einer Fahrzeugkampagne. Schritt 1 zeigt ein Creative Brief-Dokument als Ausgangspunkt der Kampagne. Schritt 2 visualisiert die Erstellung erster KI-generierter Fahrzeugbilder mit unterschiedlichen Perspektiven und Farben eines Vans. Schritt 3 zeigt die Weiterentwicklung zu verschiedenen visuellen Kampagnenwelten, darunter Szenen mit Meer und Segelbooten, Sonnenblumenfeldern sowie Wüsten- und Sonnenuntergangsmotiven. Verbindungslinien zwischen den Bildern verdeutlichen den kreativen Prozess von Briefing über Bildgenerierung bis zur finalen Markeninszenierung.
Die Elemente auf dem Moodboard können beliebig angeordnet werden. Bild: Jana Reske

Darauf aufbauend entstand das eigentliche Moodboard. Ein zentraler Bestandteil des Tests war dabei die Kombination aus bestehenden Bildern und KI-generierten Inhalten. Basierend auf Fotos des Autos haben wir mehrere Varianten des Fahrzeugs in unterschiedlichen Farben erstellt und anschließend in passende, farblich abgestimmte Hintergründe integriert. Diese Hintergründe wurden direkt mit der Firefly-KI generiert, wodurch sich sehr schnell unterschiedliche Bildwelten entwickeln lassen.

Es können verschiedene KI-Modelle für die Bildgenerierung ausgewählt werden. Bild: Jana Reske

Besonders relevant ist in diesem Zusammenhang die Arbeit mit Referenzbildern. Bestehende Motive können als Grundlage für Stil oder Komposition dienen und in neue Varianten überführt werden. Zusätzlich lassen sich Bilder automatisch beschreiben oder variieren, wodurch ein iterativer Prozess entsteht, bei dem Ideen nicht nur gesammelt, sondern aktiv weiterentwickelt werden.

Mithilfe von Referenzfotos und Prompts lassen sich sehr einfach neue Bilder generieren.

Im Test hat uns das »Variieren«-Tool besonders gut gefallen, da es sehr hilfreich war. Damit lassen sich aus einem bestehenden Bild oder einem ausgewählten Bereich schnell mehrere Alternativen erstellen, ohne dass man jedes Motiv neu prompten muss. Adobe Firefly schreibt auch einen entsprechenden Prompt für die neu generierten Bilder.

Basierend auf einem Referenzfoto werden 16 verschiedene Versionen generiert.

Die Arbeitsfläche selbst erinnert an ein klassisches Whiteboard. Inhalte lassen sich frei anordnen, gruppieren und strukturieren, während gleichzeitig unbegrenzt in alle Richtungen gescrollt werden kann. Dadurch entsteht ein sehr flexibler Arbeitsraum, der sowohl grobe Ideen als auch detaillierte Ausarbeitungen abbilden kann.

Ein praktisches Detail ist die Kennzeichnung generierter Inhalte. Beim Mouseover eines Bildes wird angezeigt, ob es sich um ein KI-generiertes Motiv handelt und welches Modell verwendet wurde. Dadurch bleibt nachvollziehbar, welche Inhalte aus welcher Quelle stammen. Inhalte, die mit Adobe Firefly erstellt werden, sind außerdem grundsätzlich mit Content Credentials versehen. Diese machen den Ursprung von Medien auch nach dem Export und der Veröffentlichung für den Betrachter transparent. Hier sind noch weitere Beispiele, wie Bilder mit der Firefly KI bearbeitet oder generiert werden können.

Erweiterte Funktionen & Medien

Über klassische Moodboards hinaus bietet Firefly Boards eine Reihe zusätzlicher Möglichkeiten:

  • Bild → Video: Generierung kurzer Videosequenzen auf Basis von Bildern
  • Bild → 3D: Umwandlung in 3D-Elemente
  • Video-Integration: Upload und Bearbeitung direkt im Board
  • Zusammenarbeit: Teilen per Link und kollaboratives Arbeiten
  • Export: Inhalte lokal sichern oder weiterverarbeiten

Diese Funktionen erweitern das Tool über die reine Ideenfindung hinaus und verschieben es in Richtung Konzeptentwicklung und erste Produktionsschritte. Hier werden die unterschiedlichen Funktionen und Möglichkeiten in Firefly Boards noch einmal genauer erklärt.

Rechtlicher Rahmen & kommerzielle Nutzung

Ein zentraler Aspekt im Umgang mit generativer KI bleibt die Frage der rechtssicheren Nutzung. Das ist für Kreativteams ein relevanter Punkt, denn damit schafft Adobe die Grundlage für eine kommerziell sichere Nutzung der generierten Inhalte. Auch bei Firefly Boards basiert die Bildgenerierung auf dem Firefly-Modell, das ausschließlich mit lizenzierten sowie gemeinfreien Inhalten trainiert wurde, etwa aus Adobe Stock.

Damit schafft Adobe eine Grundlage für die kommerzielle Nutzung der generierten Inhalte. Diese Absicherung gilt jedoch ausdrücklich nur für Inhalte, die direkt mit Adobe Firefly erstellt werden. Nutzer:innen haben darüber hinaus die Möglichkeit, neben den Adobe-eigenen Firefly-Modellen auch ausgewählte Modelle von Partnerunternehmen in Boards zu nutzen. In diesen Fällen bewegen sie sich jedoch außerhalb des von Adobe definierten Rahmens. Entsprechend gibt es seitens Adobe keine Gewährleistung mehr für die kommerziell sichere Nutzung dieser Inhalte, und die Verantwortung für deren Einsatz liegt bei den Anwender:innen selbst.

Erste Eindrücke aus dem Test

Firefly Boards zeigt im Test vor allem seine Stärke in der frühen Phase kreativer Prozesse. Der Einstieg gelingt durch die vorhandenen Templates vergleichsweise schnell, während die Kombination aus Sammlung und Generierung den Workflow deutlich beschleunigt.

Auffällig ist vor allem, wie nahtlos sich generative Inhalte in bestehende Moodboards integrieren lassen. Fehlende Motive müssen nicht mehr aufwendig recherchiert werden, sondern können direkt im Tool erzeugt und angepasst werden.

Gleichzeitig wird deutlich, dass die Flexibilität der Arbeitsfläche auch Struktur erfordert. Ohne klare Gliederung kann ein Board schnell unübersichtlich werden, weshalb eine bewusste Organisation der Inhalte entscheidend bleibt.

Hier spielen auch die vorhandenen Templates eine wichtige Rolle. Sie geben eine erste Struktur vor und erleichtern den Einstieg, insbesondere wenn man noch kein festes System für den Aufbau von Moodboards im Tool entwickelt hat. Alternativ bieten die kurzen Tutorial-Videos eine gute Orientierung, um Funktionen und mögliche Workflows besser zu verstehen.

Fazit

Firefly Boards erweitert den klassischen Moodboard-Prozess um eine generative Komponente. Statt einer rein kuratorischen Sammlung entsteht ein dynamischer Arbeitsraum, in dem Ideen parallel entwickelt, angepasst und weitergedacht werden können.

Besonders im frühen Projektstadium zeigt das Tool seine Stärken, wenn es darum geht, visuelle Richtungen schnell zu explorieren und miteinander zu vergleichen. Gleichzeitig bleibt die Strukturierung des Boards ein entscheidender Faktor, um aus vielen Einzelideen ein konsistentes Gesamtbild zu entwickeln.

Firefly Boards ist eine sinnvolle Erweiterung für kreative Workflows, in denen Geschwindigkeit, Iteration und visuelle Exploration im Vordergrund stehen. Am meisten profitieren dürften Teams, die zu Beginn eines Projekts mehrere Richtungen gegeneinander abwägen müssen. Beispielsweise in den Bereichen Branding, Kampagnenentwicklung, Art Direction, Editorial Design oder Bewegtbild-Konzeption.

Weitere Informationen

 

 



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Nächster Schritt der Markenevolution – Chelsea FC modifiziert Clublogo – Design Tagebuch


Der Chelsea FC hat sein Clublogo modifiziert. Eine offizielle Ankündigung oder Erläuterung zum Redesign gab es bislang nicht. Die dezent veränderte Bildmarke erschien zunächst auf den Social-Media-Kanälen des Clubs und weist eine Reihe subtiler gestalterischer Anpassungen auf. Auch am zentralen Symbol des Clublogos, dem Löwe, wurde Hand angelegt.

Der Chelsea Football Club, kurz Chelsea FC, wurde 1905 in London gegründet und gehört zu den traditionsreichsten englischen Fußballvereinen. Zu den größten Erfolgen zählen sechs englische Meistertitel, zwei Champions-League-Siege (2012, 2021), zwei Europa-League-Titel sowie zahlreiche FA-Cup- und Ligapokal-Gewinne. Für die Saison 2026/27 wurde der Spanier Xabi Alonso als Trainer verpflichtet.

In einem vor wenigen Tagen vom Chelsea FC veröffentlichten Statement geht die Clubführung auf die Hintergründe zum Rücktritt seines ehemaligen Cheftrainers, Enzo Maresca, im Januar 2026 ein. Maresca tritt bei Manchester City die Nachfolge von Pep Guardiola an. Gleichzeitig blickt der Club mit seinem neuen Manager Xabi Alonso auf die kommende Saison.

Auf die Anpassung des Clublogos wird weder in dem Statement eingegangen, noch wurde im Rahmen der Vorstellung der Spielertrikots für die Saison 2026/2027 näher darauf eingegangen. Anfang Juni hatte der Club neue Trikots präsentiert. Die Einführungs-Kampagne wurde durch die Agentur TILL DAWN begleitet, mit strategischer Unterstützung durch die Markenberatung ICONIC.

Als Flock bzw. Stickerei auf der Brust der Trikots dient einzig der aus dem kreisrunden Clublogo herausgelöste Löwe. Hier fungiert der Löwe im Sinne eines Sekundärlogos. Beim offiziellen Clublogo, dem Primärlogo, wurden verschiedene grafische Änderungen vorgenommen.

Chelsea FC Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Chelsea FC, Bildmontage: dt
Chelsea FC Logo – vorher und nachher, Bildquelle: Chelsea FC, Bildmontage: dt

Die Einführung des bisherigen Clublogos erfolgte 2005 unter dem früheren Eigentümer Roman Abramovich. Die letzte Anpassung liegt also bereits 21 Jahre zurück. Im Zuge des nun vorgenommenen Redesigns wurde die Darstellung vereinfacht. Der Schattenwurf beim Löwen wurde entfernt, ebenso der gelbe Binnenring und die weiße Outline der Ball- und Blumen-Symbole. Bei genauer Betrachtung wird auch eine veränderte Linienführung beim aufbäumenden Löwen (Rampant Lion) deutlich: Die Hinterbeine des Löwen stehen näher beieinander; die Öffnung des Mauls ist rund statt oval. Die Clubfarbe Blau wurde ebenfalls verändert: der Farbton ist gesättigter und einen Tick heller.

Auch die Typo wurde verändert. Die umlaufende Schrift „Chelsea Football Club“ ist statt in serifenlosen Lettern nun in der Serifenschrift CFC Flared gesetzt. Die CFC Flared ist Teil einer aus insgesamt vier Schriften bestehenden Schriftfamilie, die eigens für den Club entwickelt wurde: CFC Sans, CFC Flared, CFC Serif und CFC X-Sharp. Für die Kreation der Schrift verantwortlich zeichnet die Typefoundry F37.

CFC Type Family, Quelle: F37
CFC Type Family, Quelle: F37

Schon vor geraumer Zeit hatte der Club damit begonnen, Medienanwendungen mit den neuen Schriften und dem kräftigen Blauton auszustatten, analog wie digital. Der Onlineshop des Clubs unter store.chelseafc.com wurde im letzten Sommer relauncht und auf die neue visuelle Markenidentität umgestellt. Dabei wurde auch die überarbeitete Version des Löwen integriert. Allerdings blieb die Anpassung damals weitestgehend unbemerkt.

Die vor wenigen Tagen erfolgte Umstellung des Clublogos ist also bei weitem nicht die einzige Veränderung, die der Chelsea FC in letzter Zeit in Bezug auf sein visuelles Erscheinungsbild vorgenommen hat. Ein grundlegend verändertes Schriftbild, ein dezent angepasstes Farbschema und das vereinfachte Clublogo geben der Markenidentität eine neue Richtung. Der Wechsel erfolgt nicht abrupt, sondern über einen längeren Zeitraum.

Es ist davon auszugehen, dass der Designprozess bereits Anfang 2025 begonnen hat, wenn nicht schon Mitte/Ende 2024. Die jüngere Entwicklung rund um den neuen Trainer/Manager Xabi Alonso steht mit dem Redesign also nur insofern in Zusammenhang, als im Vorfeld zur Saison 2026/2027 auch das Clublogo auf jene Designsprache umgestellt wird, welche vom Chelsea FC bereits seit gut einem Jahr propagiert wird.

Englische Medien berichten, die Überarbeitung des Clublogos sei in Abstimmung mit Fangruppen vorgenommen worden. Seitens des Clubs wird diese Angabe jedoch nicht bestätigt.

Kommentar

Die neue Designsprache des Chelsea FC ist maßgeblich von der herausragenden CFC-Schriftfamilie geprägt. Dem Club ermöglicht die neue Schriftfamilie eine enorme Bandbreite an Ausdrucksmöglichkeiten – je nach Anwendungsfall und -kontext von sachlich, über nobel bis extravagant. In CFC Serif und CFC Sharp gesetzte Überschriften und Bezeichnungen artikulieren weniger spießige Noblesse, als vielmehr traditionsbewusste Eleganz. 36 gewonnene Titel finden hier einen visuellen Ausdruck. Ein Erscheinungsbild, das Selbstbewusstsein und Souveränität kommuniziert.

Den Löwen aus dem Club-Badge herauszulösen und als Sekundärlogo zu nutzen (Trikots, Merchandising u.a.), ist eine kluge Entscheidung. Denn die Variabilität wird so verbessert, dennoch bleibt das Markendesign konsistent.

Eine Clubmarke ist heutzutage auch eine Fashionmarke. Die veränderte Markenidentität trägt diesem Umstand Rechnung. Die Anpassung des Clublogos sollte nicht einzeln betrachtet werden – es ist der nächste (logische) Schritt der Evolution der Markenidentität des Chelsea FC.

 

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Ressorcenschonend & mit tollem Twist: Redesign der Universität Augsburg › PAGE online


Zeichen & Wunder hat die Universität Augsburg mit einem neuen Auftritt versehen, der ordnet und gleichzeitig Raum für Vielfalt bietet – und ganz auf eine flexible Anwendung ausgerichtet ist.

Ressorcenschonend & mit tollem Twist: Redesign der Universität Augsburg › PAGE online
Credits: Zeichen & Wunder

»Eine Universität wird zur Marke«, so beschreibt die Münchner Branding Agentur Zeichen & Wunder ihre Neugestaltung des Auftritts der Universität Augsburg.

»Scientia et Conscientia«, »Wissen und Gewissen« heißt der Leitsatz der Universität, der betont, dass Wissen immer mit Verantwortung einhergeht.

Wie facettenreich das Wissensspektrum ist, das dort gelehrt wird, drückt das neue Erscheinungsbild aus. Und das in einem Designsystem, das ordnet und Übersicht schafft, aber gleichzeitig genug Raum für die Vielfalt bietet.

Im Mittelpunkt steht das überarbeitete Wortlogo. Das behält das Spielerische des alten Logos bei, das sich aus einem kleinen uni und einem versalen A zusammensetzt.

Gleichzeitig aber haben die Kreativen den Linksdrall der Buchstaben entfernt, ihre Kanten abgerundet und den Punkt des i über den Buchstaben geschoben.

Vor allem aber haben sie es mit einem besonderen typografischen Twist versehen, der das u und n miteinander verbindet.

Credits: Zeichen & Wunder

Vielfalt & Ordnung

So entsteht ein Wortlogo mit einer völlig neuen Ausdruckskraft: klarer, weicher, prägnanter.

Und das mit einer »Welle«, einer besonderen Bewegung und Verbindung, die sich durch das gesamte Erscheinungsbild zieht: als Signet, Muster und flächiges Gestaltungselement im Hintergrund, das darüber hinaus durch Farbverläufe oder 3D-Effekte akzentuiert wird.

Gleichzeitig kann das überarbeitete Logo mit den verschiedenen Fakultäten, Zentren und Initiativen kombiniert werden, es kann als Signet für sich stehen, im Hochformat verwendet werden oder in einer englischen Variante genutzt.

Wie das gesamte Corporate Design ist das Logo ganz auf eine flexible Anwendung ausgerichtet, verbindet das Spielerische des uniA mit klaren Zuschreibungen, betont die Vielfalt und fügt sie gleichzeitig in ein konsistentes System ein.

Credits: Zeichen & Wunder

Ressourcenschonend umgesetzt

In einem digitalen Markenportal steht das neue Designsystem allen Mitwirkenden zur Verfügung und kann durch alle Medien hindurch – analog und digital, von Social Media über Merchandise, Print bis hin zu Flaggen und anderen Großflächenbespielungen angewendet werden.

Um ressourcenschonend zu arbeiten und auch, um in der gestalterischen Weiterentwicklung flexibel zu bleiben, wurde entschieden, das neue Erscheinungsbild schrittweise umzusetzen.

Noch vorhandene Materialien werden weiterhin genutzt, nach und nach wird das neue Design implementiert.

Credits: Zeichen & Wunder
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New York City Opera erneuert Corporate Design – Design Tagebuch


Die New York City Opera präsentiert sich mit einer neuen visuellen Identität samt überarbeitetem Webauftritt. Das Rebranding soll laut Eigenaussage Innovation, Zugänglichkeit und künstlerische Exzellenz verkörpern.

Die New York City Opera (NYCO) wurde 1943 von Bürgermeister Fiorello LaGuardia als „The People’s Opera” gegründet – mit dem Ziel, Oper durch günstige Eintrittspreise einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Das Opernhaus war das erste, das afroamerikanische Sänger in Hauptrollen besetzte (1945/46) und einen afroamerikanischen Dirigenten einsetzte (1955). Nach einer Insolvenz 2013 wiederauferstanden, präsentiert die NYCO seitdem wieder Produktionen in New York. Seit 2021 ist Constantine Orbelian Music Director und Principal Conductor der New York City Opera.

Innovation, Zugänglichkeit und künstlerische Exzellenz seien seit je her im Selbstverständnis der „The People’s Opera” verankert, wie es in einer Meldung des Hauses anlässlich der Einführung des neuen Erscheinungsbildes heißt. Der neue Markenauftritt soll historische Verwurzelung und globale Ausrichtung verbinden. Angaben zur beauftragten Agentur oder zu konkreten gestalterischen Entscheidungen wurden bislang nicht öffentlich.

New York City Opera Logo – vorher und nachher, Bildquelle: New York City Opera, Bildmontage: dt

In der jüngeren Vergangenheit wurde das Logo des Opernhauses bereits mehrfach verändert (dt-berichtete 2009 und 2016). Das neue Logo greift die bisher verwendete Hochhaussilhouette als Grundidee auf, interpretiert diese, indem sie mit Musiknoten kombiniert werden, jedoch völlig neu. Auch das Farbschema – dunkelrot statt blau-orange – und die Typo – Serifenschrift (PT Serif) statt Groteske (Brandon Grotesque) – unterscheiden sich stark vom bisherigen Auftritt.

Während die Website bereits im Herbst letzten Jahres relauncht wurde, hat das Opernhaus das Logo im Umfeld von Social Media erst vor Kurzem ausgetauscht.

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