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»KI-generierter Content: Wer hat eigentlich die Rechte daran


Britta Klingberg, Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz und Expertin für IT- und KI-Recht, bringt auf den Punkt, warum an »maschinengemachtem« eigentlich keine Urheberrechte bestehen können, und was Mensch tun kann, um dennoch Urheberrechte an KI-generierten Inhalten zu erhalten.

»KI-generierter Content: Wer hat eigentlich die Rechte daranBild: Erstellt mit ChatGPTDie Frage, die mir von Kreativen und Unternehmen im Zusammenhang mit KI-generiertem Content am häufigsten gestellt wird, ist vermutlich:

Wer hat eigentlich die Urheberrechte daran?

In a nutshell lautet die Antwort: Niemand.

Jedenfalls grundsätzlich. Denn die Urheberrechtsgesetze weltweit sehen vor, dass der Urheber eines Werkes, für das vom Gesetz ein Urheberrecht vorgesehen ist, nur ein Mensch sein kann. Und dieser Mensch muss dieses Werk durch eine persönliche geistige Schöpfung kreiert haben.

Urheberrechte durch kreative, menschliche Prompts?

Natürlich ist der Mensch durchaus daran beteiligt, wenn eine generative KI einen Output erzeugt. Zum Beispiel durch die Eingabe von Prompts, die ja recht komplex sein können. Und an besonders elaborierten oder originellen Prompts kann deren menschlicher Ersteller (= Urheber) im Einzelfall möglicherweise ein Urheberrecht haben. Dieses »überträgt« sich aber nicht auf den mit dem Prompt erstellten KI-Output. Denn der Prompt ist nur ein Befehl an die KI – also eine Maschine – und diese Maschine erstellt den Output, nach den Gesetzen des Zufalls. Und an »maschinengemachten« Zufallsprodukten entstehen grundsätzlich keine Urheberrechte. Daran ändern auch die AGB des KI-Anbieters nichts, die oft Klauseln enthalten wie z.B.: »You own all Assets you create with the services to the fullest extent possible under applicable law« (Midjourney Terms of Service, Stand: 12. Februar 2026). Wenn Gesetz und Rechtsprechung kein Urheberrecht vorsehen, dann kann es auch nicht vertraglich eingeräumt werden. Urheberrechte sind keine vertraglichen Positionen, sondern durch (Urheberrechts-) Gesetze eingeräumte Monopolrechte.

Aber: Ab wann ist KI nur Werkzeug und der Mensch der Schöpfer?

Allerdings: Urheber haben schon immer Werkzeuge zur Kreation eingesetzt. Pinsel, Kameras, Grafikprogramme … Und auch ohne Einsatz von KI geschaffene Werke können Zufallsprodukte sein. Man denke nur an Jackson Pollocks »Action Painting«, bei dem die Farbe mitunter wild gespritzt, getropft und geschleudert wurde. Das war dann abstrakten Expressionismus – und nicht Zufall.

Wer selbst mit generativer KI komplexe und vielschichtige Outputs erzeugt, weiß: Mit einem einzelnen Prompt ist es nicht getan. Und auch Hochleistungs-KI liefert in aller Regel nur dann gute oder gar herausragende Ergebnisse, wenn sie von kenntnisreichen und erfahrenen Menschen trainiert und bedient wird. Diese menschgemachten Prozesse und Workflows sind kompliziert und aufwendig. Soll das rechtlich tatsächlich gar nicht zählen?

Gerichtliche Urteile werden differenzierter

Diese Erkenntnis setzt sich Schritt für Schritt erfreulicherweise auch in der Rechtsprechung langsam durch. Das alte Mantra »maschinengemacht = kein Urheberrecht« weicht allmählich einer differenzierteren Betrachtungsweise der Gerichte. So hat das Amtsgericht München unlängst geurteilt, dass beim Einsatz von generativer KI durchaus Urheberrechte bei dem die KI nutzenden Menschen entstehen können. Voraussetzung ist, dass ein menschlicher schöpferischer Einfluss ausgeübt wird, der den resultierenden Output objektiv und eindeutig identifizierbar prägt. Zum Beispiel, wenn die im Prompting eingeflossenen menschlichen, kreativen Elemente den Output so dominieren, dass dies als eigene originelle Schöpfung angesehen werden kann (AG München, Urteil v. 13.2.2026, 142 C 9786/25).

Und das Landgericht Frankfurt a.M. befand, dass das Urheberrecht an einem menschlich erstellten Werk nicht dadurch in Zweifel gezogen wird, wenn KI als letzter Schritt zur Überarbeitung eingesetzt wird. Die Beweislast dafür, dass das Werk hauptsächlich vom menschlichen Urheber stammt, liege aber beim Urheber.

Höhere Instanzen wie Oberlandesgerichte und der BGH haben sich mit der Frage nach Urheberrechten an mit KI erzeugtem Content allerdings noch nicht befasst. Es bleibt also spannend.

Wie erhöht man die Chancen auf Urheberrechte an KI-generierten Inhalten?

Das lässt sich nach aktueller Rechtslage so zusammenfassen:

Was (alleine) nicht reicht:

  • Bloße Auswahl aus dem, was die KI erstellt hat
  • Detaillierte Beschreibungen im Prompting
  • Allgemein gehaltene, ergebnisoffene Vorgaben
  • Handwerkliche Korrekturen am von der KI erstellten Output

Was helfen kann:

  • Wesentliche gestalterische Entscheidungen durch den Menschen (als aktiver Gestaltungsvorgang) – nicht durch KI (= Zufall)
  • Im Prompting kreative Elemente einfließen lassen, die den Output am Ende dominieren
  • Trainingsdaten nutzen, an denen man (Urheber-) Rechte besitzt (z.B. LoRAs)
  • Intensive (!) Nachbearbeitung mit Nicht-KI-Tool(s) und eigenkreativen Entscheidungen / Änderungen

Was immer hilft: Dokumentation!

Eine einheitliche »Patentlösung«, die immer und in jedem Fall für Urheberrechte sorgt, gibt es nicht. Die Frage, ob Urheberrechte bestehen – oder auch nicht – war schon immer eine Einzelfallentscheidung.

Eine wichtige Empfehlung kann man aus der aktuellen Rechtsprechung aber ableiten: Wer seine Urheberrechte gerichtsfest beweisen können möchte, sollte konsequent dokumentieren, wie (s)ein Werk entstanden ist. Welcher Anteil ist KI-generiert, welcher menschliche, eigenkreative Entscheidung? In Zeiten von extern gehosteten SaaS-Lösungen spricht außerdem viel dafür, (Zwischen-) Ergebnisse auch öfter einmal lokal zu speichern.

Über Britta

Britta Klingberg ist Fachanwältin für Gewerblichen Rechtsschutz und Expertin für IT- und KI-Recht, geistiges Eigentum und Datenschutz. Sie ist Partnerin in der Kanzlei Boege Rohde Luebbehuesen (BRL). BRL ist eine international ausgerichtete Partnerschaft von Rechtsanwälten, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern, die im Jahr 2006 gegründet wurde. Heute ist BRL mit rund 420 Mitarbeitenden an den Standorten Hamburg, Berlin, Bochum, Hannover, Dortmund, Essen, München, Bielefeld und Düsseldorf vertreten. www.brl.de



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»Mit AI bin ich plötzlich selbst zum Film- und Fotoproduzenten geworden.« › PAGE online


Axel Schilling ist Freelance Creative Director aus Hamburg – mit Cannes-Löwen in der Schublade und einem KI-Kurzfilm, der international Festivals aufmischt. Was ihn antreibt, was ihn beunruhigt, und warum er beim HAICA dabei ist.

»Mit AI bin ich plötzlich selbst zum Film- und Fotoproduzenten geworden.« › PAGE online
Eine hundertjährige Frau am Rand einer Klippe — ihr letzter Blick aufs Meer, ihr einziger Wunsch: dass wir nicht wegschauen. Ein Film über Erinnerung, Haltung und das Durchhalten bis zum Ende. Bild: Idee, AI, Sound & Schnitt Axel Schilling

Du bist wettbewerbserfahren – deine Einreichung »Before my Silence« wurde letztes Jahr neben HAICA mehrfach ausgezeichnet, und auch andere Arbeiten finden starke Resonanz. Was bedeuten Wettbewerbe für dich – Ansporn, Spiegel, Bestätigung?

Axel: Wettbewerbe sind ein Teil meines Lebens. Schon als Kind gab es Malwettbewerbe, beim Sport ging es eh immer darum, sich zu vergleichen, und mit meinen Bands habe ich bei zahlreichen Bandwettbewerben teilgenommen. Noch im Studium habe ich meine erste Agenturerfahrung bei Philipp & Keuntje gemacht und das erste Mal von Kreativwettbewerben in der Werbung erfahren. Noch als Junior konnte ich dann mit Scholz & Friends meine ersten zwei Cannes Löwen gewinnen. All diese Wettbewerbe haben etwas gemeinsam: sie haben mir eine Plattform gegeben, mich und meine beste Leistung zu präsentieren, und mich immer einen Schritt weitergebracht. Die Teilnahme an AI-Awards ist dafür das aktuelle Beispiel. Ich denke nicht, dass meine Arbeiten ohne sie so sichtbar gewesen wären und so viel Resonanz erzeugt hätten.

Erinnerst du dich noch an deinen ersten echten AI-Moment? Was hat dich damals dazu gebracht, ein Tool auszuprobieren – und was hat das Ergebnis mit dir gemacht?

Meinen ersten AI-Moment hatte ich noch vor generativer AI, als ich bei LA RED in Hamburg eine digitale Innovationsabteilung geleitet habe. Ich hatte die Idee für ein Tool, das die Kreation bei ihren Recherche- und Ideenfindungsprozessen unterstützen sollte, hatte aber keine Ahnung, wie wir das umsetzen sollten. Dann kam plötzlich Midjourney und ich habe meine ersten visuellen Versuche gemacht. Ich habe weder gedacht, dass das die Welt verändern wird, noch habe ich mich über die teils wirren Ergebnisse beschwert. Stattdessen direkt darüber nachgedacht, wie man die Ergebnisse kreativ für unsere Kunden nutzen konnte.

Spielt AI auch in deiner Arbeit als Creative Director eine Rolle? Wie fließt das in deinen kreativen Prozess ein?

Ja. AI steckt in vielen Prozessen. Aber besonders bei kreativen Herausforderungen lege ich mehr Wert auf frische Luft und mein Notizbuch. AI kommt für mich erst ins Spiel, wenn ich meine Gedanken sortieren und meine Notizen sauber formulieren will. Für Moodboards und Lookentwicklung greife ich auch nicht direkt auf AI zurück, sondern klassisch auf Filme, Bücher oder Inspiration aus dem echten Leben. AI kann mir dann helfen, meine Inspiration zu erweitern oder konkreter für das jeweilige Briefing zu interpretieren.

Was für mich ganz neu ist: Mit AI bin ich plötzlich selbst zum Film- und Fotoproduzenten geworden. Was ich zuvor nur als Mood oder Mockup umsetzen konnte, kann ich inzwischen selbst finalisieren. Eine sehr wertvolle Ergänzung zu meinem Angebot – für mich und meine Kund:innen.

Wie würdest du deine ganz persönliche Haltung zu AI beschreiben? Was bedeutet diese Technologie für dich – jenseits der Arbeit?

Trotz aller Möglichkeiten, die AI auch mir bringt, könnte man sie meinetwegen auch wieder abschalten. Besonders für künstlerische Berufe hätte es sie meiner Ansicht gar nicht so geben dürfen, wie wir sie heute kennen. Wir wissen alle, dass die besten Modelle ungefragt mit Daten anderer Artists trainiert wurden. Das ist und bleibt ein Problem. Zudem sehe ich in meinem Umfeld handwerklich talentierte und begeisterte Designer und Illustratoren, deren Leidenschaft das Handwerk ist. Weder Prompting noch reines Directing machen sie glücklich. Ich befürchte nur, dass handwerkliche Illustration, Fotografie und Gestaltung langfristig nur noch in besonderen Einzelfällen benötigt werden.

Ich persönlich nutze AI für meine Arbeit und Projekte und achte immer nach bestem Wissen und Gewissen darauf, dass ich keine Persönlichkeitsrechte oder andere Rechte verletze und dass mein Output immer eine gewisse Relevanz hat.

Was AI z.B. Gutes für die Forschung tun kann, weiß ich nicht. Da stecke ich nicht tief genug drin. Auch nicht, wie gefährlich AI wirklich sein kann. Die Technologie macht so vieles einfacher, schneller und überhaupt möglich. Aber eben auch so vieles ungewiss, kaputt – und ist in den falschen Händen sogar sehr gefährlich. Leider sind derzeit sehr viele von diesen falschen Händen an der Macht.

Du bewegst dich zwischen eigenen Projekten und Kundenaufträgen. Wo liegen die größten Unterschiede – und wo überraschenderweise die Gemeinsamkeiten?

Es macht schon einen deutlichen Unterschied, ob man für sich allein entscheidet, was gut ist, oder viele andere das für einen tun und man sie erst überzeugen muss. Aber das ist in meinem Beruf ja immer so. Da ich bei Briefings gut aufpasse, entwickle ich die Arbeiten natürlich eh schon so, dass sie den Anforderungen der Marke gerecht werden und meine Handschrift tragen.

Gemeinsamkeiten gibt es generell in den Workflows. Meist teste ich zunächst nur für mich und nutze die neuen Workflows oder Tools dann auch bei Auftragsarbeiten. Zudem haben beide meinen hohen Qualitätsanspruch gemeinsam.

Was nimmst du von HAICA mit? Gibt es einen Gedanken oder eine Begegnung, die dich besonders beschäftigt?

Meine AI-Film-Community ist auf der ganzen Welt verteilt und das hauptsächlich online. Bei HAICA freut mich, dass eine lokale Community aufgebaut wird, zu der man eigentlich immer real life Zugriff hat.

Woran arbeitest du gerade? Was treibt dich bei deinem aktuellen Projekt an?

Derzeit arbeite ich an einer Vertical-Drama-Serie für eine große europäische Einzelhandelskette. Details kann ich nicht nennen, aber mich treibt besonders an, etwas zu schaffen, das die User sich gerne und freiwillig anschauen. Ich will die Chance nutzen, Content für Marken zu schaffen, der für die jeweiligen Zielgruppen wirklich relevant und unterhaltsam ist.

Parallel bin ich in den letzten Zügen für die neue BIDETLITY-Kampagne. Es wird einen 40 Sekunden langen Hauptfilm geben und diverse kürzere Social Assets. Das Projekt habe ich gemeinsam mit Marco Obermann und LE BERG Creative Studio konzipiert und schließlich Full-AI produziert.



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Studierende der Burg machen zur Wahl in Sachsen-Anhalt mobil! › PAGE online


Der Ausgang der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, wo die AfD zurzeit als Favorit gilt, macht vielen Angst. Kulturinstitutionen, Theater und das Bauhaus warnen – und jetzt sind auch die Studierenden der Burg Giebichenstein mit Briefwahlplakaten in Aktion getreten.

Studierende der Burg machen zur Wahl in Sachsen-Anhalt mobil! › PAGE online

Am 6. September 2026 wird in Sachsen-Anhalt ein neuer Landtag gewählt. In aktuellen Umfragen liegt die AfD dabei mit einigem Abstand vor den anderen Parteien.

Da der Wahltermin in die Semesterferien fällt, haben Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle eine Kampagne gestaltet, die sich hochschulübergreifend an alle Studierenden des Bundeslandes wendet.

Und das mit zwei Plakaten, die im Master-Studiengang Visual Strategies and Stories entstanden – und das von Friederike Brings, Sven Burow, Godje Loof und Charlotte Riemann, die Studierende des Schwerpunkts Informationsdesign sind.

Zentral war, dass es eine Kampagne von Studierenden für Studierende ist.

Sie ist auf Augenhöhe und bewusst casual gehalten: mit handgezeichneten Kreide-Illustrationen, die mit einer Palme vom Wählen erzählen, wenn man in den Semesterferien verreist ist, und auf dem anderen davon, wie man ganz einfach online die Briefwahl beantragen kann. Und das eben ohne Hose, also ohne aus dem Haus zu gehen oder so wie man sonst manchmal vielleicht bei digitalen Konferenzen oder Meetings vor dem Rechner sitzt.

Die Farben bewegen sich außerhalb des Parteienspektrums, der Ton ist locker, will nicht belehren, sondern dazu ermutigen, sein Wahlrecht wahrzunehmen – und dabei vor allem auch, wie es von der Burg heißt, auf »klassische Wahlaufruf-Floskeln« zu verzichten.

Die Demokratie stützen

Und natürlich dürfen sich nicht nur die 55.000 Studierenden in Sachsen-Anhalt, sondern alle Wahlberechtigten von der Kampagne angesprochen fühlen und rechtzeitig ihre Stimmabgabe für den 6. September planen.

Eine hohe Wahlbeteiligung stützt die Demokratie und verhindert, dass man durch seine Nichtwahl die stärkste Partei mit seiner nicht abgegebenen Stimme prozentual unterstützt.

Die Kampagne nutzt das Demokratie-Tool wahlbrief.de von FragDenStaat, der Transparenzplattform, die es jedem ermöglicht, unkompliziert Fragen an die deutsche Verwaltung zu stellen.

Unterstützt wird die Initiative der Burg-Studierenden durch die Landesrektorenkonferenz und von Hochschulen und Studierendenvertretungen in ganz Sachsen-Anhalt getragen.

Ab jetzt wird die Kampagne landesweit über digitale Kanäle sowie Printmedien an Hochschulen und Universitäten in Sachsen-Anhalt verbreitet.

Schön wäre natürlich auch, wenn sie zusätzlich plakatiert werden könnte, da die Straße bis heute aus der demokratischste Zugang zu Informationen ist – umsonst und draußen für alle.

 

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Wisst ihr schon, wie man mit Prompt Editing Bilder inszeniert? › PAGE online


»Stop making images: direct them!« Der Künstler Boris Eldagsen lädt euch genau dazu ein. Im Rahmen der ACAI Days zusammen mit dem NFC Summit startet vom 4. bis 6. Juni 2026 ein Event für alle, die sich an der Schnittstelle von Kunst und KI bewegen. Und das in der wunderschönen Stadt Lissabon!

Wisst ihr schon, wie man mit Prompt Editing Bilder inszeniert? › PAGE online

The »AI Art Magazine« ist PAGE schon bestens bekannt. Nicht nur, weil das Indie-Mag seine Wurzeln ebenso in der Hafenstadt Hamburg hat, sondern vor allem, weil die Titel mit Bezeichnungen wie Spatial Intelligence oder Critical Intelligence einen Zahn unserer Zeit treffen. Denn das Magazin verbindet sehr professionell Kunst mit AI. Jetzt organisiert einer der Juroren des Magazins, Fotograf und AI Artist Boris Eldagsen, einen Workshop in Lissabon. Im Rahmen der ACAI Days wird sich dieser zu 100 Prozent praxisbezogen mit der neuesten Generation von Bildgeneratoren beschäftigen.

Krypto-Kunst: Was bedeutet ACAI und was sind die Themen?

Der Name steht für Art, Culture und AI. ACAI ist ein kuratiertes Programm des »The AI Art Magazine« in Partnerschaft mit dem NFC Summit 2026 (Non Fungible Conference), dem weltweit bekannten dreitägigen Web3- und Popkultur-Event. In diesem Jahr wird dies in der Unicorn Factory Lisboa im Beato Innovation District in der portugiesischen Metropolstadt Lissabon stattfinden.

Techies und Künstler:innen dürfte dieser Ort schon als ein Hotspot bekannt sein, denn er gilt als einer der größten Innovations-Campusorte in Europa. Die Themenbereiche konzentrieren sich auf NFTs, Krypto, KI-Entwicklung, digitale Kunst und neue kulturelle Praktiken. Hier verschmelzen Tech und Kunst miteinander.

Vom 4. bis 6. Juni 2026 verwandelt sich das ehemalige Industriegelände dafür in ein temporäres Dorf aus Bühnen, Galerien, Studios und Begegnungsräumen. Dort werden Künstler:innen, Entwickler:innen und Kollektive zusammenfinden.

Neu ist: »Stop making images: direct them!«

An diesem trendigen Ort bringen die ACAI Days zum ersten Mal beim NFC Summit ein Kunst- und Bildungsprogramm zu kreativer KI ein. Eng mit der Community vor Ort verbunden, dürfen sich Teilnehmer:innen schon auf viele kollaborative Formate, auf experimentelle Ausstellungen und auf Workshops freuen.

Der in Berlin lebende Künstler Boris Eldagsen führt euch in seinem Workshop »Stop making images: direct them!« in die neue Welt der aktuellsten Bildgeneratoren ein. Eins steht fest – hier geht es nicht um normales Prompten. Teilnehmer:innen erfahren alles zum dialogischen Prompten und Prompt Editing. Der Fokus liegt also auf den künstlerischen Inszenierungen bereits vorhandener Bilder.

Entwickelt eure eigenen visuellen KI-Strategien

Im vierstündigen Workshop vermittelt Boris Eldagsen, wie KI als virtuelle Kamera funktioniert. Genauer gesagt, werden Prompts zu Anweisungen und Referenzbilder definieren Farbwelten und Stile. Das ist für viele noch ein Novum, weil sie bisher nicht wissen, wie man bestehende Fotos allein durch Sprache neu rahmt, erweitert und transformiert. In einem Video erklärt er selbst den Inhalt seines Kurses.

Praktische »Prompt Battles« geben euch außerdem die Möglichkeit, Tools wie Seedream, Nano Banana und weitere auszuprobieren und eigene visuelle Strategien zu entwickeln.

Für Kinder: Monsterfy yourself!

Auch Kids und ihre Eltern kommen auf ihre Kosten bei den ACAI Days, denn der Kinderworkshop »Monsterfy yourself!« übersetzt die Profi-Werkzeuge in ein zugängliches und transparentes Format für alle jungen Besucher:innen.

Gestaltet werden eigene Monster-Avatare! Und die basieren auf einem Porträt und einer Ganzkörperpose sowie mitgebrachten Zeichnungen. Anschließend entwickeln die jungen Kreativen mit dialogischem Prompting ihre eigenen Avatar-Kreationen schrittweise weiter.

Wer weiß, herausgekommen könnte zum Beispiel ein blaues Wuschelwesen mit Riesenohren, das ständig grinst und sich am liebsten am Strand aufhält … So kann KI zu einem Werkzeug für imaginative Selbstrepräsentation werden – ganz ohne »Black Box«-Gefühl.

Alle Infos

ACAI Days (Art, Culture, AI) beim NFC Summit 2026

4.–6. Juni 2026, Unicorn Factory Lisboa, Portugal

Workshops:

Stop making images: direct them! – Kreatives Prompting mit Seedream, Nano Banana & Co
5. Juni 2026, NFC Summit, Lissabon
260,75 € (inkl. NFC-Ticket)

Monsterfy yourself! – KI-Bilderstellung für Kinder mit Boris Eldagsen
4. Juni 2026, NFC Summit, Lissabon
Kostenlose Teilnahme (inkl. NFC-Ticket)

Zu den Workshops & Tickets

Boris Eldagsen gehört zu den sichtbarsten Stimmen an der Schnittstelle von Fotografie und KI-generierter Bildproduktion. Seit 2022 vermittelt er KI-Wissen an Kreative und ist international als Dozent, Künstler und Speaker tätig.

Seine Workshops beim NFC Summit 2026 verorten aktuelle Bildtechnologien in einem größeren kulturellen Zusammenhang und stellen die Frage, wie sich Autorschaft, Wahrnehmung und visuelles Erzählen verändern, wenn Bilder nicht mehr nur aufgenommen, sondern gezielt inszeniert werden.



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