Künstliche Intelligenz
AirTag 2 im Praxistest: 50 Meter statt 15 – ein echter Gamechanger | c’t 3003
Apple verspricht beim AirTag 2 eine deutlich höhere UWB-Reichweite – aber stimmt das auch in der Praxis? c’t 3003 hat den neuen Tracker gegen den Vorgänger und Motorolas Android-Alternative antreten lassen. Das Ergebnis: Bis zu 50 Meter statt 15 Meter Nahfunk-Reichweite machen beim Suchen einen gewaltigen Unterschied.
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Transkript des Videos
(Hinweis: Dieses Transkript ist für Menschen gedacht, die das Video oben nicht schauen können oder wollen. Der Text gibt nicht alle Informationen der Bildspur wieder.)
Guck mal hier, das ist ein AirTag 2 und ja, sieht genauso aus wie die Version, die vor 5 Jahren rausgekommen ist, kostet auch genauso viel und ist das zurzeit preisgünstigste Gadget von Apple.
Auch wenn mir das ein bisschen peinlich ist: Die AirTags sind für mich persönlich der Hauptgrund, warum ich wahrscheinlich für ewig im Apple-Ökosystem rumhänge, weil ich ohne die Dinger einfach nicht mehr leben kann. Und der AirTag 2 soll das jetzt alles noch viel besser machen, mit einer deutlich höheren Reichweite, was für mich echt ein Gamechanger wäre. Denn ich habe das ständig, dass ich irgendwas suche, aber mein Handy keine Verbindung zum AirTag aufnimmt – und dann laufe ich da immer so doof rum, bis ich da eine Verbindung bekommen habe.
In diesem Video testen wir das Ganze unter harten, realen Bedingungen am und im Heise-Verlag und finden heraus, ob die neuen AirTags wirklich besser sind. Und ich habe auch noch den härtesten Konkurrenten aus dem anderen Lager in den Test reingenommen: Und zwar den Moto Tag für Android-Smartphones, der auch wie die AirTags über Ultra-Breitband, also UWB, zentimetergenau ortbar ist. Bleibt dran!
Liebe Hackerinnen, liebe Internetsurfer, herzlich willkommen hier bei…
Lasst uns gleich mal reinstarten in unseren Praxistest, bevor ich dann später erkläre, wie das technisch alles funktioniert. Erstmal in Gang setzen die Dinger und das finde ich immer wieder magisch, denn man muss da einfach nur diese Lasche abziehen und schon meldet sich das Smartphone und sagt: „Hey, ich habe einen Tag gefunden, soll ich den installieren?“ Also wirklich richtig schön einfach. Und das klappt beim Moto Tag übrigens exakt genauso wie bei den Apple AirTags.
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Hier ist einmal Keno aus der Zukunft. Mir ist kurz vorm Hochladen dieses Videos aufgefallen, dass die Nahbereichssuche mit Ultra-Breitband im Moto Tag nur mit Google-Pixel-Pro-Telefonen funktioniert und ich habe ein normales Pixel 9 verwendet. Das kann nur Bluetooth, kein Ultra-Breitband. Und deshalb funktionierte mit dem Moto Tag keine Nahbereichssuche, also die Suche mit dem Pfeil und der Meterangabe. Tut mir leid, blöder Fehler, den Test hole ich auf jeden Fall nach, also im Vergleich zu AirTags. Dann machen wir ein Short-Video, das verlinke ich dann hier in diesem Video als angepinnten Kommentar. Trotzdem viel Spaß mit dem Video, die Infos zu den AirTags und die anderen Infos zum Moto Tag, die stimmen alle in dem Video.
Jetzt aber nach draußen. AirTag 1, AirTag 2 und Moto Tag hat mein Kollege Sahin gut versteckt. Ungefähr 50 Meter entfernt von mir. Ich habe dann so versteckenmäßig mir die Augen zugehalten. 50 gezählt. Ja, und dann habe ich versucht mit Moto Tag und dem alten AirTag die Fährte aufzunehmen. So, dann fangen wir mal an mit Google, würde ich sagen. Okay, Moto Tag anmachen. „In der Nähe suchen“, wird verbunden. Also hier funktioniert nicht. Ich probiere aber jetzt mal das alte AirTag. So, AirTag 1, „Suchen“ in der Nähe. AirTag 1 „Suchen“ ist nichts. Ich würde sagen, hier stehe ich schon ziemlich im Mittelpunkt und ist trotzdem bei beiden nichts. Beide haben noch kein Signal. Jetzt probiere ich noch mal den Tag 2. Jetzt, der geht jetzt – und der auch noch nicht, aber zumindest hat er gerade schon mal … bietet er es jetzt wenigstens an. Ah, er hat jetzt kurz „Verbunden“ gesagt, der Google Tag. Wenn ich … mach das mal systematisch, dass ich jetzt hier … Also er sagt „Verbunden“, aber es wird mir hier irgendwie kein Signal schwach … Ja, „Versuche dich an einen anderen Ort zu bewegen“. Keine Chance mit dem AirTag 2, erstmal auch nicht. Und dann bin ich aber einfach ein bisschen rumgelaufen und habe geguckt, wann der AirTag 2 anschlug. Und das war schon relativ schnell der Fall.
Aha! Guck mal, jetzt hat er direkt ausgeschlagen, der AirTag 2. Bei 23 Meter Entfernung. So, und dann habe ich an dieser Stelle auch bei den anderen beiden Tags geguckt, ob die auch schon gesehen werden. Und der AirTag 1? Nicht. Und das Moto Tag zeigt mir nicht mal an, dass ich überhaupt … Also könnte ich das klingeln lassen? Gerät klingelt. Gut, aber das hilft mir jetzt gar nicht weiter. Weil ich höre nichts. Wurden sie nicht. Das bedeutet, ohne AirTag 2 wäre ich hier noch viel länger kopflos rumgelaufen. Aber dank AirTag 2 hatte ich ja dann direkt meinen Pfeil. Ich wusste also, wo es lang geht. Das hat dann mit AirTag 1 und Moto Tag deutlich länger gedauert, bis die dann auch endlich mal die Fährte aufgenommen haben. Da muss ich also deutlich näher dran.
Und was man auch sagen muss, der Moto Tag ist deutlich unpraktischer. Aber klar, man kann alle diese Tags auch einfach piepen lassen. Aber das finde ich A, ziemlich unelegant und B, hört man es oft einfach nicht. Wir haben die Schallpegel bei uns im Labor gemessen. Dazu gehe ich später noch im Detail ein. Ich lasse es mal klingeln. Okay, das höre ich. Ah. Im Reifen? Ah, ja, sehr gut, okay. Also ich hätte es irgendwann wahrscheinlich gefunden mit Moto Tag. Und irgendwann hätte ich wahrscheinlich, wenn ich halt so brainless hier rumgelaufen wäre, wäre irgendwann der AirTag 1 angeschlagen. Und dann zeigt er einem halt auch irgendwann einen Pfeil an, wie jetzt. Das ist jetzt das AirTag 1. Das hat jetzt auch einen Pfeil, aber der Pfeil geht halt erst an, wenn man relativ dicht dran ist. Und beim AirTag 2 hatte ich den Pfeil halt schon 15 Meter weiter. Also ich bleibe hier jetzt einfach mal stehen und lasse alle drei piepen. Das ist der Moto Tag, das ist der AirTag 1. Schon durchdringender. Und jetzt der AirTag 2. Ja, das hat Druck. Ganz klar besser.
Ich habe auf jeden Fall beim Anpiepen beim Draußentest erst was gehört, als ich sehr dicht dran stand. Auch da war der AirTag 2 mit Abstand am lautesten. Die lagen halt auf diesem Radkasten und das schluckt natürlich so ein bisschen Schall. Aber in der Praxis kommt es ja auch mal vor, dass die Teile irgendwo vergraben sind. Deshalb lieber die Nahfunkfunktion benutzen, wie ihr am Anfang ja schon gesehen habt, also mit diesem neckischen Pfeil, zumindest bei den AirTags. Damit lassen sie sich völlig problemlos finden, ohne nerviges Gepiepe. Wenn man sich denn im Nahfunkbereich befindet, das muss man eben, sonst gibt es keinen Pfeil. Und das ist halt bei den AirTags 2 aus deutlich weiterem Abstand möglich, was natürlich praktisch ist. Also draußen mit direktem Sichtkontakt hatten wir beim AirTag 2 fast 50 Meter Entfernung gemessen. Beim AirTag 1 haben wir dann ungefähr ab 15 Meter schon das Signal verloren, ähnlich wie beim Moto Tag. Also das ist ein wirklich riesiger Unterschied. Punkt für den AirTag 2 schon mal.
Direkt mal der Einschub, weil ich das echt ziemlich oft höre. Nein, AirTags sind keine GPS-Tracker. AirTags kommunizieren nicht mit GPS-Satelliten, sondern das funktioniert viel einfacher. Die funken alle zwei Sekunden ein klitzekleines Bluetooth-Low-Energy-Hallo-hier-bin-ich-Signal in die Welt und wenn dann ein Apple-Gerät in Reichweite ist, dann kann das das empfangen und ein Signal ans AirTag schicken und sagen: „Piep mal“, also über Bluetooth. Und dann piept das AirTag und man kann es hoffentlich finden, weil man hört das dann ja – oder auch nicht, weil es unter drei Sofakissen liegt oder da halt im Radkasten von dem Auto oder halt gar nicht in Reichweite ist. Da kommen dann die anderen Funktionen ins Spiel und die sind technisch schon deutlich komplexer.
Denn einmal empfangen dieses Hier-bin-ich-Signal alle Apple-Geräte und im Fall von Google auch viele Android-Geräte, dazu komme ich später aber nochmal, also auch welche, die gar nichts mit dem AirTag zu tun haben. Wenn ihr zum Beispiel gerade dieses Video in der U-Bahn auf einem iPhone guckt, dann ist das nicht unwahrscheinlich, dass euer Telefon gerade AirTags empfängt und deren Position ans Apple-Netzwerk sendet. Anonymisiert und ohne, dass ihr das mitbekommt. Ja, das ist standardmäßig aktiviert, ihr könnt es aber auch abschalten, indem ihr in den Einstellungen auf Apple-ID, also auf euren Namen, dann den Punkt „Wo ist?“, dann auf „Mein iPhone suchen“ und dann den Schalter bei „Wo ist?“-Netzwerk deaktivieren. Aber dann könnt ihr selbst euer Telefon auch nicht mehr orten, ganz wichtig.
So, aber wieder zurück zum Standardfall, wenn ihr das aktiviert habt. Also wenn ihr in dieser U-Bahn zum Beispiel euren Rucksack liegen gelassen habt, ihr aber schon längst wieder woanders seid, dann könnt ihr hier auf der Karte in der „Wo ist?“-App sehen, wo euer Rucksack ist, ohne dass ihr selbst in Funkreichweite seid. Das regeln die anderen iPhones. Und das ist das Coole. AirTags laufen so circa ein Jahr mit so einer ganz kleinen Billo-Knopfzelle und sind super klein und leicht und können zumindest an Orten, wo viele iPhones rumlaufen, genauso gut lokalisiert werden wie echte, viel stromhungrigere GPS-Tracker. Wie AirTags übrigens als Diebstahlschutz funktionieren, dazu hatten wir schon ein eigenes Video, da will ich hier jetzt nicht drauf eingehen.
Aber AirTags haben, wie ich am Anfang ja schon gezeigt habe, noch eine dritte Funktion und das ist eben dieser Ultra-Breitband-Funk, der bei AirTags „Genaue Suche“, bei Moto Tag „In der Nähe suchen“ heißt. Das ist ziemlich faszinierende Technik, finde ich. Im Gegensatz zu Bluetooth, das nur ziemlich ungenau die Signalstärke misst, nutzt UWB extrem kurze Pulse auf einem breiten Frequenzspektrum, das ist so zwischen 6 und 9 GHz. Und die messen die Time of Flight, also die Zeit, die das Signal vom Handy zum AirTag und zurück benötigt. Und weil das iPhone mehrere Antennen hat dafür, erkennt es die Richtung, aus der das Signal kommt und kann deshalb eben diesen neckischen Pfeil anzeigen.
Allerdings, ich habe ja gerade von Antennen im Telefon gesprochen, muss das Handy das unterstützen. Bei Apple heißt das zum Beispiel U1-Chip. Bei Apple wäre das ab dem iPhone 11 und anderen Geräten, die Liste seht ihr hier, könnt ihr Pause drücken. Aber diese verbesserten Ortungsfunktionen des AirTag 2, also die größere Reichweite, die ihr gerade gesehen habt, die funktionieren nur mit U2-Chip und die gibt es erst ab dem iPhone 15. Mit älteren Geräten könnt ihr die AirTags 2 auch problemlos verwenden, aber dann habt ihr eben nicht die höhere Reichweite. Fürs Moto Tag braucht ihr ein Android-Telefon mit UWB-Chip. Das sind recht viele, aber zum Beispiel bei den Google-eigenen Pixel-Geräten nur die Pro-Varianten ab dem Pixel 6.
Leider ist aber auch das Empfangen von anderen Android-Geräten, also was ich euch gerade mit dem U-Bahn-Beispiel erklärt habe, unseren Erfahrungen nach viel unzuverlässiger bei Android, weil die Funktion, dass man fremde Tags meldet, da nicht standardmäßig eingeschaltet ist. Das muss man aktivieren und das machen offenbar nur wenige Leute. Und das ist halt der Grund, warum ich persönlich AirTags verwende. Achso, nur noch mal ganz deutlich gemacht: Für AirTags braucht man Apple-Geräte und für Googles Find-My-Device-Tags braucht man Android-Geräte. Es wäre viel schöner, wenn das übergreifend funktionieren würde, aber leider nein.
So, das war jetzt der Erklärungsteil, jetzt weiter zum Indoor-Test. Die Kollegen haben es irgendwo versteckt bei Heise in den Büros und ich durfte suchen. Jetzt probiere ich das Ganze mal mit meinem AirTag 1. Oh, kriegt direkt eine Verbindung, interessant. Aber genau das gleiche Problem wie gerade, dass mir jetzt zwar „Verbunden“ angezeigt wird, aber nicht in welche Richtung. „Versuche dich an einen anderen Ort zu bewegen“. Ja, so und jetzt mal der Tag 2. „Verbunden“, ja direkt eine Angabe, 24 Meter und ich kann jetzt hier erstmal nicht, also okay, ich komme dem näher, ich kriege auch hier noch kein Signal, da ist ein Pfeil, okay, hier ist falsch, hier ist richtig, ich bin jetzt hier noch mal bei 13 Metern und jetzt gucke ich mal den AirTag 1. „Signal suchen“, weit entfernt. Ja, weit entfernt hilft mir jetzt nicht viel weiter. 4,8. Okay, also hier in diesem Raum im Sekretariat ist auf jeden Fall der AirTag. Ich werde aber jetzt mal den AirTag 2 ausschalten. Ich werde jetzt hier mit dem Moto Tag versuchen. Hier. Hilft mir wenig weiter. Okay, also man sieht hier irgendwie, dass sich das so füllt. Soll irgendwie noch irgendwas bedeuten. Füllt es sich weniger. Ah, hier füllt es sich mehr. Okay. Es ist hier. Sagt Moto Tag. Okay. Klingeln lassen. Ha. Nur mit Moto Tag gefunden. Aber auch nur, weil das AirTag 2 mir hier diese Anfangsarbeit gemacht hat. Wunderbar.
Und ja, da gab es wieder den gleichen Effekt wie draußen. Das AirTag 2 schlug viel früher an als die anderen beiden Tags. Schon bei 24 Meter Abstand innen, drinnen, durch Wände. Das ist extrem viel und sollte deshalb auch für sehr große Wohnungen oder Häuser ausreichen. Und damit war es dann halt wirklich kein Problem, die Tags zu finden. Ich hätte das natürlich irgendwann auch mit Moto Tag und AirTag 1 gefunden, aber das hätte auf jeden Fall deutlich länger gedauert.
Ja, und jetzt noch die Pieper-Tests. Hatte ich ja versprochen aus unserer schallarmen Kammer. Da haben wir beim AirTag 2 einen maximalen Schallpegel von 81 dBA aus einem Meter Entfernung gemessen. Beim AirTag 1 waren es 75 dBA. Näher am echten menschlichen Höreindruck ist der gemittelte Pegel. Und da haben wir 75 dBA beim AirTag 2 gemessen und 66 dBA beim AirTag 1. Den Moto Tag hatten wir nicht in der schallarmen Kammer, der piept aber subjektiv noch leiser als der AirTag 1. Also auch hier ganz klarer Sieger, AirTag 2.
Der AirTag 2 ist jetzt technisch erstmals dazu in der Lage, dass ich in meiner Wohnung wirklich von jedem Punkt aus jede AirTag-Position abrufen kann. Mit dieser genauen UWB-Suche, also inklusive Entfernungsangabe und Richtungspfeil. Vorher musste ich immer rumlaufen in der Wohnung, bis das AirTag irgendwann geortet war, was ich ziemlich nervig finde. Oh ja, und jetzt überlege ich sogar, mir einen AirTag in die Mütze zu nähen. Also AirTag 2 ist für mich echt ein Gamechanger. Vor allem, was ich auch gut finde, dass der Preis sich nicht geändert hat. 35 Euro für einen und man findet öfter mal Angebote für ungefähr 100 Euro für einen Viererpack. Wenn man die direkt bei Apple kauft, kann man die auch so schön gravieren lassen. Finde ich preislich ehrlich gesagt okay, vor allem weil die Dinger echt lange halten und weil man die Batterien selbst tauschen kann.
Ja, also ganz klar, der AirTag 2 zieht mich noch mehr ins Apple-Ökosystem, was ich eigentlich gar nicht will, weil ich geschlossene Systeme nicht mag, aber manchmal muss man die Kröte schlucken, wenn man wie ich ständig Dinge sucht. Zumindest kann ich ja unter Linux einfach im Browser Apple-Geräte piepen lassen, wenn ich mich da bei Apple eingeloggt habe, aber der ganze Ultra-Breitband-Nahfeld-Suchkram, das klappt nur mit iPhones oder Apple Watches. Und genau das brauche ich halt, weil ich meine Mitmenschen privat und auch beruflich vermutlich wahnsinnig machen würde, wenn ich bedenke, wie oft ich so am Tag Dinge suche, also die ich dann die ganze Zeit piepen lassen müsste. Ja, und bei Android funktioniert diese UWB-Nahsuche eben noch nicht so gut. Also noch, ne? Ich hoffe, dass sich das irgendwann ändert. Oder, dass die Teile irgendwann plattformübergreifend funktionieren. Das wäre natürlich noch toller.
Ja, wie seht ihr das? Gerne in die Kommentare schreiben. Wir lesen alles. Gerne c’t-3003-Podcast hören und den Hype-Newsletter abonnieren. Tschüss.
c’t 3003 ist der YouTube-Channel von c’t. Die Videos auf c’t 3003 sind eigenständige Inhalte und unabhängig von den Artikeln im c’t Magazin. Die Redakteure Jan-Keno Janssen, Lukas Rumpler, Sahin Erengil und Pascal Schewe veröffentlichen jede Woche ein Video.
(jkj)
Künstliche Intelligenz
Last Call: KI in der Cybersecurity trotz Coding-Agenten, LLMs und Deepfakes
Künstliche Intelligenz verändert die Spielregeln der IT-Sicherheit fundamental. Angreifende nutzen KI, um effizienter und zielgerichteter zuzuschlagen. Gleichzeitig stehen den Verteidigenden ebenfalls neue Optionen zur Verfügung, um Angriffe abzuwehren und potenzielle Schwachstellen schnell zu identifizieren. Unser Classroom KI in der Cybersecurity – Angriff und Verteidigung im Zeitalter von LLMs und Deepfakes führt von den technischen Grundlagen über KI-Assistenten bis zu autonomen Agenten, zeigt aber auch die derzeitigen Grenzen der Technologie auf.
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Unser Security-Experte Frank Ully stellt den gesamten Lebenszyklus vertrauenswürdiger KI vor und erläutert die sichere Modellauswahl. Admins und IT-Sicherheitsverantwortliche verstehen, wie sie mit RAG (Retrieval Augmented Generation) und MCP (Model Context Protocol) eine Infrastruktur aufbauen, die den Datenschutz achtet. Statt blind auf Vollautomatisierung zu setzen, erfahren Teilnehmende, wie KI-Assistenten ihre Arbeit unterstützen (Augmentierung). Sie lernen, mit Coding-Agenten bestehende Tools zu verbinden und eigene Sicherheitswerkzeuge zu bauen sowie die eigene Angriffsfläche per OSINT zu verringern und das Patch-Management zu beschleunigen.
KI als weiteres Werkzeug
In weiteren Sessions lernen Teilnehmende LLM-Systeme gegen Prompt Injections zu härten und wirksame Leitplanken zu ihrem Schutz (Guardrails) zu errichten. Um deren Wirksamkeit zu testen, kommen Red-Teaming-Werkzeuge zum Einsatz, um die Systeme einem Stresstest zu unterziehen. Frameworks zur Risikobewertung runden diesen Abschnitt schließlich ab.
Das oberste Ziel unseres Classroom stellt die Augmentierung der Verteidigenden dar: KI soll zukünftig die Fleißarbeit übernehmen, damit sich Admins und IT-Sicherheitsverantwortliche auf die komplexen Bedrohungen konzentrieren können. Die Verantwortung für die Security liegt somit weiterhin beim Menschen, KI-Systeme stellen lediglich ein weiteres Werkzeug dar, mit dem sie ihre IT-Systeme absichern. Die Termine sind:
- 16.04.26: KI-Security Grundlagen – Large Language Models und Transformer-Architektur verstehen
- 21.04.26: OWASP Top 10 für LLM – Sprachmodelle und KI-Agenten sicher implementieren
- 28.04.26: LLM-Ökosystem sicher aufbauen – mehr Produktivität und vertrauenswürdige Infrastruktur
- 05.05.26: Generative KI im Cybercrime – Wie Hacker künstliche Intelligenz für Malware und Social Engineering nutzen
- 12.05.26: Generative künstliche Intelligenz für Verteidiger und das Purple Team

Bereits ab dem zweiten Classroom oder einem Classroom und drei Videokursen rechnet sich unser Professional Pass mit Zugriff auf den gesamten heise academy Campus!
Praxis- und Expertenwissen – live und für später
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Die Sessions haben eine Laufzeit von jeweils vier Stunden und finden von 9 bis 13 Uhr statt. Alle Teilnehmenden können sich nicht nur auf viel Praxis und Interaktion freuen, sondern haben auch die Möglichkeit, das Gelernte mit allen Aufzeichnungen und Materialien im Nachgang zu wiederholen und zu vertiefen. Fragen werden direkt im Live-Chat beantwortet und Teilnehmer können sich ebenfalls untereinander zum Thema austauschen. Der nachträgliche Zugang zu den Videos und Übungsmaterialien ist inklusive.
Weitere Informationen und Tickets finden Interessierte auf der Website des Classrooms.
E-Mail-Adresse
Ausführliche Informationen zum Versandverfahren und zu Ihren Widerrufsmöglichkeiten erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.
(cbo)
Künstliche Intelligenz
Niedersachsen: Neue Erdgaslagerstätten gesucht | heise online
Niedersachsen verstärkt die Suche nach neuen Erdgaslagerstätten. Zum 1. April teilt das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) der Vermilion Energy Germany mit Sitz in Hannover insgesamt drei Felder zur Suche von Kohlenwasserstoffen zu gewerblichen Zwecken zu. Die drei Gebiete Celle I, Uelzen II und Unterweser I haben eine Gesamtfläche von knapp 2.895 Quadratkilometern, wie das LBEG mitteilte.
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Die Erlaubnisse Celle I und Uelzen II sind auf drei Jahre bis zum 31. März 2029 befristet und liegen zwischen Uelzen und Schwarmstedt. Das Erlaubnisfeld Unterweser I ist auf zwei Jahre bis zum 31. März 2028 befristet und erstreckt sich östlich um Bremen herum. Das LBEG ist die zuständige Bergbehörde für Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg und Bremen.
Schwierige geopolitische Situation
Gerade angesichts der aktuellen geopolitischen Lage sei es sinnvoll, dass die Suche nach neuen Erdgaslagerstätten wieder verstärkt werde, erklärte LBEG-Präsident Carsten Mühlenmeier. „Dies entspricht der Strategie der Bundesregierung, die sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt hat, die Förderung heimischer Rohstoffe zu stärken.“ Die ausschließlich konventionelle Erdgasförderung in Niedersachsen verlaufe unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und decke nach wie vor etwa fünf Prozent des Erdgasbedarfes der Bundesrepublik.
„Es wird in der gesellschaftlichen Debatte gerne vergessen, dass immer noch rund die Hälfte aller Haushalte mit Erdgas heizt“, sagte Mühlenmeier. Als Brückentechnologie bis zur Umsetzung der Energiewende sei Erdgas unverzichtbar. Und mithilfe heimischer Förderung könne die Abhängigkeit von Importen wie LNG-Gas verringert werden, die zudem eine deutlich schlechtere Klimabilanz aufwiesen.
Die Vermilion Energy hat demnächst das grundsätzliche Recht, nach Erdgas zu suchen – zuvor müssen bergrechtliche Betriebspläne zugelassen werden, für die unter anderem ein gesondertes Beteiligungsverfahren nötig ist. Die letzte Erlaubnis zur Suche von Kohlenwasserstoffen hatte das LBEG nach eigenen Angaben vor mehr als drei Jahren zugeteilt.
(olb)
Künstliche Intelligenz
Finanzierungsrunde: Chip-Start-up Rebellions sammelt 400 Millionen US-Dollar ein
Der südkoreanische KI-Chip-Hersteller Rebellions hat in seiner jüngsten Finanzierungsrunde 400 Millionen US-Dollar eingesammelt. Das gab das Unternehmen am Montag bekannt. Die Finanzierungsrunde wurde von dem südkoreanischen Finanzdienstleister Mirae Asset Financial Group und dem südkoreanischen Staatsfonds Korea National Growth Fund angeführt.
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Laut der Nachrichtenagentur Reuters hat allein der Korea National Growth Fund rund 165 Millionen US-Dollar zur Verfügung gestellt. Es sei die erste Direktinvestition der Regierung in Seoul im Rahmen ihrer „K-Nvidia“-Initiative. Diese zielt darauf ab, global wettbewerbsfähige Chip-Unternehmen zu fördern, da sich angesichts des KI-Booms der Wettbewerb in diesem vom US-Chipkonzern Nvidia dominierten Sektor verschärft.
Die Finanzierungsrunde von Rebellions unterstreiche das wachsende Interesse von Investoren an Unternehmen, die Alternativen zu den marktdominierenden KI-Chipherstellern entwickeln, so Reuters. Zumal die Nachfrage nach kosteneffizienten KI-Systemen weltweit steigt. Nach der jüngsten Finanzierungsrunde wird Rebellions mit 2,34 Milliarden US-Dollar bewertet.
Rebellions mit Expansionsplänen
Erst kürzlich kündigte das südkoreanische Start-up Pläne an, seine Präsenz nicht nur in Asien, sondern auch im Nahen Osten und in den Vereinigten Staaten auszubauen. Das Hauptaugenmerk von Rebellions liegt dabei auf dem Ausbau seiner Rebel100-Plattform und auf der Vorbereitung des für dieses Jahr geplanten Börsengangs.
Rebellions wurde im Jahr 2020 gegründet. Das Unternehmen entwickelt und designt KI-Chips, deren Fertigung jedoch ausgelagert wird. Die Chips von Rebellions sind für KI-Inferenz ausgelegt, d. h. für die Rechenleistung, die KI-Modelle benötigen, um auf Nutzeranfragen zu reagieren. Das KI-Chip-Start-up erklärte gegenüber Reuters, die Nachfrage nach effizienter KI-Infrastruktur steige rapide bei Cloud-Anbietern, Telekommunikationsbetreibern und staatlich geförderten Initiativen, insbesondere in den USA. Die in der jüngsten Finanzierungsrunde eingenommenen Millionen will das Unternehmen zur Beschleunigung seiner Chip-Entwicklung und zur Produktion neuer Chips verwenden. Wie das Tech-Portal TechCrunch berichtet, kündigte Rebellions die Vorstellung zweier neuer Produkte an: der KI-Infrastrukturplattformen RebelRack und RebelPOD.
Ziel des Unternehmens sei es, „den Erfolg in Korea auf die globalen Märkte zu übertragen, um KI-Souveränität und großangelegte Inferenz aufzubauen“, sagte Marshall Choy, Chief Business Officer von Rebellions, am Montag in einem Interview mit Reuters. „Bei den Chips von Rebellions steht im Mittelpunkt, die beste Leistung bei möglichst geringem Energieverbrauch zu erzielen.“ Choy erklärte das damit, dass sich in der KI-Entwicklung der Schwerpunkt von den großen Sprachmodellen (LLMs) wie OpenAIs ChatGPT hin zu der dahinterstehenden Infrastruktur verlagert habe.
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(akn)
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