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Amazons EU-Cloud: Abgekoppelter Betrieb noch nicht vom BSI getestet


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Ein wenig wirkt es so, als hätte Amazons Clouddienstleister AWS sich beim Konzept seiner “European Sovereign Cloud” (ESC) von seinen Kunden treiben lassen: AWS habe von vornherein seinen Kunden versprochen, dass Daten nicht in andere Regionen verschoben würden und sich stets daran gehalten, sagt AWS-CEO Matt Garman am Donnerstag bei der Vorstellung der neuen EU-Cloud in Potsdam. Niemand würde Zugriff auf die Workloads haben, betont Garman. Die Kunden wollten die Cloudnutzung. Sie sähen sich aber mit regulatorischen Anforderungen konfrontiert – und sie wollten keine verwässerte Version der Amazon-Clouddienstleistung haben.

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Vielfach betonen AWS-Vertreter an diesem Donnerstag im Hasso-Plattner-Institut in Potsdam-Griebnitzsee, dass es schon immer um Sicherheit gegangen sei – um technologische wie organisatorische Sicherheit, dass wirklich niemand auf Daten Zugriff habe oder abschalten könne. Als Testimonial für die Leistungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit der bisherigen AWS-Angebote hat Garman ein Video des bisherigen ukrainischen Digitalministers Mychajlo Fedorow mitgebracht, der gerade erst zum Verteidigungsminister ernannt wurde. Der lobt Amazons Web Services, einen Dienst, der der Ukraine nach dem Großangriff Russlands vor fast vier Jahren eine digitale Zuflucht für Regierungsdaten bot.

Die Daten seien komplett in Europa geblieben, sagt Garman. Die Botschaft: AWS ist sicher – und die neue European Sovereign Cloud ist aber noch sicherer, für solche Kunden, denen das Sicherheitsversprechen allein nicht ausreicht.

Die ESC soll vollständig separat laufen können. Ein wichtiger Meilenstein sei mit dem offiziellen Start der Sovereign Cloud erreicht worden, sagt Claudia Plattner, Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Nachmittag in Potsdam. Die technisch-organisatorischen Maßnahmen, wie jene, die AWS bei seiner Europäischen Cloud eingeführt habe. Die wolle sie bei jedem Unternehmen sehen, mit dem das BSI zusammenarbeitet. Bei Google, Microsoft, Delos und anderen werden sie sehr genau zugehört haben und prüfen, ob sie damit mitgemeint sein könnten.

Und auch AWS hat mit der ESC noch den eigentlichen Lackmustest vor sich, wie Plattner sagt. Denn die European Sovereign Cloud soll auch dann noch funktionieren, wenn alle Verbindungen in die USA gekappt werden. „Wir müssen das jetzt testen“, sagt die BSI-Präsidentin. Anders gesagt: Bislang hat das nicht stattgefunden, auch wenn seit etwa sechs Wochen die ersten Kunden auf der Plattform aktiv sind.

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Dass AWS leistungsfähig ist, daran gibt es wenig Zweifel. Dass die Amazontochter US-Recht unterliegt, daran ebensowenig. Und AWS verdient bislang gut an europäischen Kunden, das Geschäft könnte sogar noch besser laufen. Denn Potenzial für mehr Cloudnutzung sehen viele in der EU, auch AWS. Aber die regulatorischen Anforderungen sind stärker geworden und dürften absehbar noch einmal weiter anziehen.

Dass das insbesondere für kritische Infrastrukturen, Finanzdienstleister, Energiefirmen und Regierungsorganisationen gilt, ist offenkundig. Die müssen die verschärften Bedingungen von DORA, NIS2, C5 und anderen Vorgaben einhalten – unter widrigen, geopolitischen Bedingungen. Ein Problem, das nicht nur, aber gerade Amazon betrifft.

Zugleich sollen die Kunden die Services weiter nutzen können, die sie gerne nutzen wollen. 90 der 240 Dienste, die in AWS laufen, sind zum Start in der Parental Zone Brandenburg verfügbar. Die soll bald um eine niederländische, eine belgische und eine portugiesische Tochterzone ergänzt werden – sprich: Rechenzentrumsverbünde, die sich geografisch an unterschiedlichen Orten befinden und alle dem ESC-Regime statt dem normalen AWS-Betrieb unterliegen, wo noch einmal stärker auf eine Verschlüsselung und Nichtlesbarkeit von Metadaten wie Nutzern, Rollen und Zugriffsrechten Wert gelegt wird.

„Kundendaten sind radioaktiv, wir wollen nicht in ihrer Nähe sein“, erläutert Colm MacCarthaigh die Herangehensweise, die schon immer gegolten habe. Und in die neue Struktur sei, nachdem man mit AWS Nitro und vielen anderen Maßnahmen bereits viele wichtige Schritte gegangen sei, ein umfangreicher Erfahrungsschatz eingeflossen.

Ein Spagat für die Firmenvertreter: Sie müssen das neue ESC anpreisen – aber ohne das normale AWS schlechtzumachen. AWS ESC könnte dabei die gesamte Bandbreite an Vorwissen ausspielen. Denn viele Kunden sehen sich vor allem in der Pflicht, nachweisen zu können, dass sie sich an die für sie geltenden Regeln gehalten haben.

Sarah Duffer erklärt in Potsdam, welche Rolle das „European Sovereign Reference Framework“ dafür spiele: die formale Beschreibung der Konzepte, mit denen AWS ESC die Unabhängigkeit sicherstelle. Solche Kriterien mitsamt Dokumentation sind für viele Nutzer relevant, wenn es um Haftungsfragen geht. Es gehe um die Überprüfbarkeit durch unabhängige Dritte, sagt Duffer, Director Security Assurance in der Zentrale. Im Hinblick auf Compliance sieht man sich gut aufgestellt.

Dass das nicht das Ende der Entwicklung sein wird, zeichnet sich jetzt bereits ab. Für viele Kunden, die bislang zweifelten, könnten die EU-AWS-Möglichkeiten allerdings ein willkommener Schritt sein. Und angesichts des politischen Klimas in den USA könnten auch bisherige Standard-AWS-Nutzer aus den USA überlegen, ob das für sie eine Alternative sein könnte. Finanziell jedenfalls ist die Nutzung der ESC laut den Modellrechnungen bei der Vorstellung noch etwas unterhalb der Standardpreise angesiedelt. Wie lang das so bleibt, ist abzuwarten.


(axk)



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Still und monumental: Die Bilder der Woche 10


Stellt man sich zu den einzelnen Bildern der Woche die jeweiligen Geräusche des Moments vor, wird es still bleiben. Geräuschlos sitzt ein Schmetterling auf einer Blüte, ein Model schaut wortlos in die Kamera und gleich in mehreren Motiven geht die Sonne auf oder unter und lässt die Hektik des Tages verklingen.

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Genießen Sie eine Woche leiser Motive und lassen Sie sich von ihnen entspannt ins Wochenende begleiten.


Teilaktfotografie

Teilaktfotografie

Deneb

(Bild: Thomas Ruppel)

Eine junge Frau blickt ruhig und selbstbewusst in die Kamera. Weiches Licht modelliert ihren Körper und legt sanfte Schatten auf ihre Haut und ihre Haare. Der zurückhaltende Hintergrund lenkt nicht ab. Klare Linien und reduzierte Farben verleihen dem Porträt Ruhe und Tiefe. Das Bild lebt von seiner Präsenz und natürlichen Schönheit.


Pauli Kirche

Pauli Kirche

Pauli Kirche

(Bild: ispin)

Die Pauli Kirche in Braunschweig ragt kraftvoll in den Himmel, umgeben von frischem Grün. Das historische Gemäuer wirkt solide und ruhig, während die zarten Blätter Leichtigkeit ins Bild bringen. Der Turm strebt nach oben und das helle Tageslicht zeichnet Strukturen und lässt die Fassade plastisch erscheinen. So entsteht eine Architekturansicht mit starker Vertikale. Anstatt das frühlingshafte Grün original im Bild zu behalten, entschied sich der Fotograf dafür, das Motiv zu entsättigen und darauf leicht zu tönen.

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Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

Morgenstimmung

(Bild: AHI 1975)

Das Morgenlicht legt sich über die winterliche Landschaft. Der Himmel schimmert in den Farben Rot, Gelb und Orange. Die Bäume im Vordergrund sind als dunkle Silhouetten im Dunst zu erkennen. Die Komposition bleibt klar und ruhig. Der Horizont und die Wolken teilen das Bild ausgewogen auf. Das Licht verstärkt den Kontrast und erzeugt eine fast meditative Stimmung.


Abendstimmung in den Bergen

Abendstimmung in den Bergen

Das letzte Licht

(Bild: dave-derbis)

Die letzten Sonnenstrahlen tauchen die Felsen der Dolomiten in warmes Gold. Während die Gipfel noch im Licht baden, versinken Wald und Täler schon im Schatten. Herbst, Alpen, Natur – alles wirkt still und kraftvoll zugleich. Die Staffelung von Wald, Bergen und Himmel verleiht dem Bild Tiefe und Ruhe. Ein kurzer Moment, bevor das Licht verschwindet. Genau dieser Augenblick ist es, der Landschaftsfotografie so besonders macht.


Blumenstilleben

Blumenstilleben

Margarite weiß-gelb

(Bild: vicia-faba)

Im Mittelpunkt dieses Bildes steht eine Sammlung weiß-gelber Margeriten. Ihre feinen Blütenblätter leuchten hell und ihr sattes Gelb im Zentrum strahlt wie eine kleine Sonne. Alles wirkt frisch und klar. Weiß und Gelb setzen einen starken Kontrast. Die Kamera ist dabei nah dran. Die runde Form der Blüten ordnet das Bild. Ein einfaches Motiv, stark umgesetzt. Das Bild zeigt, wie schön die Natur im Detail wirkt – man muss nur genau hinsehen.


Schweriner Schloss

Schweriner Schloss

Schweriner Schloss

(Bild: DiSe.fotografie)

Die Türme des Schweriner Schlosses ragen in den Himmel. Dunkle Dächer und helle Fassaden treffen auf leichte Wolken. Genau zwischen zwei Gebäudeteilen blitzt die Sonne hervor und formt einen strahlenden Sonnenstern. Die leicht nach oben gerichtete Aufnahme betont die Höhe der Architektur. Klare Vertikalen geben Halt. Das Gegenlicht sorgt für kräftige Kontraste und lässt die Konturen markant wirken. Der Sonnenstern bildet einen leuchtenden Mittelpunkt, der den Blick sofort auf sich zieht.

Fotograf Dirk Selig fotografierte dieses Bild im Rahmen einer Fotoreise und wollte ein Bild abseits der bereits zahlreich gesehenen Motive erschaffen. „Als Kontrast zu diesen Bildern wollte ich auf die vielen kleinen, schönen Details des Schlosses aufmerksam machen. Insbesondere die Türmchen fand ich sehr spannend. Mit einer kleinen Blendenöffnung habe ich noch den Sonnenstern aufs Bild ‚gezaubert’.“


Schmetterling auf Blumen

Schmetterling auf Blumen

C-Falter II

(Bild: wituweb)

Ein C-Falter landet auf violettfarbenen Blüten und breitet seine orangefarbenen Flügel weit aus. Schwarze Punkte und die gezackten Ränder machen ihn unverwechselbar. Die Kamera geht nah heran, sodass die geringe Schärfentiefe den Blick direkt auf das Muster und die Struktur der Flügel lenkt. Kräftiges Licht bringt die Farben zum Strahlen und hebt jedes Detail hervor. So wird aus einer kleinen Szene im Garten ein großer Auftritt. Farbe, Nähe und Klarheit lassen den Moment lebendig werden.


(vat)



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Apple TV cancelt Dramedy „Palm Royale“ – und Nutzer sind sauer


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Es ist für Zuschauer äußerst unschön, wenn sich ein Sender oder Streamingdienst dazu entscheidet, eine Serie zu beenden, bevor alle Handlungsstränge im Rahmen eines Finales oder einer finalen Staffel aufgelöst wurden. Cliffhanger sollte es eigentlich nur geben, wenn klar ist, dass es weitergeht. Bislang gab sich Apple hier meist vorbildlich: Bei Apple TV laufende Shows wurden üblicherweise zu einem soliden Ende geführt, auch wenn der iPhone-Konzern keine weiteren Folgen bestellen wollte. Was es hingegen schon gab, waren lange Wartezeiten auf neue Staffeln, etwa bei „Severance“. Doch nun lässt Apple seine Kunden bei einer viel gelobten Dramedy-Show tatsächlich hängen.

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„Palm Royale“ wird Fachmedien zufolge „einfach so“ eingestellt, obwohl die zweite Staffel mit vielen Fragen endete. Wie Variety schreibt, wurde dies auch bereits bestätigt – wobei eine Ankündigung seitens Apple noch fehlt.

Apple hatte „Palm Royale“, dessen Hauptdarstellerin Kristen Wiig ist, im Frühjahr 2024 veröffentlicht und dann auch gleich im Sommer für eine zweite Staffel beauftragt, obwohl zunächst nur 10 Folgen geplant waren. Die zweite Staffel mit weiteren 10 Folgen lief von November 2025 bis Januar 2026. Apple veröffentlicht Shows stets im Wochentakt und nicht zum „Bingen“ auf einmal, wie man das von Netflix kennt.

„Palm Royale“ galt als Kritikerliebling, hatte bei Rotten Tomatoes allerdings nur ein Rating von 60 Prozent. Die Show bekam insgesamt 35 Nominierungen für Preise wie die Emmys, Critics‘ Choice Award sowie Actor Awards. Die Serie spielte im Palm Beach der Sechzigerjahre und ging auf einen Roman von 2018 zurück.

Das Finale von „Palm Royale“ endete mit einem Plot Twist, der für viel Stoff für die kommende Staffel 3 gesorgt hätte. Diesen müssen sich Fans der Show nun dazudenken. Es ist unklar, warum Apple die Serie abrupt gecancelt hat. Es gibt Berichte, dass sie in der Produktion sehr teuer war. Der Streamingmarkt steht aktuell vor einem Umbruch, nachdem Netflix aus dem möglichen Kauf von Warner Brothers ausgestiegen ist.

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(bsc)



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Wetterballon im Selbstbau | c’t uplink


Es ist ein Bastelprojekt der etwas größeren Art, und es will gut vorbereitet werden: Es geht um Herstellung, Bestückung und Start eines eigenen Wetterballons. Damit kann man nicht nur einiges an Messdaten sammeln. Man bekommt auch tolle Videoaufnahmen aus den oberen Schichten der Erdatmosphäre.

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Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Logo mit dem Schriftzug "c't uplink – der Podcast aus Nerdistan"

Den wöchentlichen c’t-Podcast c’t uplink gibt es …

In dieser Remote aufgezeichneten Folge des c’t uplink erzählen wir, was es vorab zu beachten und zu beantragen gilt, welche Technik wir dem Ballon mitgegeben haben, und wo wir ihn nach der Landung wieder eingesammelt haben.

Zu Gast: Andrijan Möcker, Anne-Dorette Ziems
Host: Jan Schüßler
Produktion: Tobias Reimer

► Teil 1 der Wetterballon-Videostrecke von annesnerdnight und heise & c’t:

► Mehr zum Thema Wetterballon lesen Sie bei heise+ (€):
https://www.heise.de/ratgeber/Ein-Myonendetektor-zum-Selberbauen-11102499.html?seite=all
https://www.heise.de/ratgeber/Einen-eigenen-Wetterballon-basteln-und-starten-10250817.html

► sowie in c’t (€):
https://www.heise.de/select/ct/2026/6/2533809272716342850
https://www.heise.de/select/ct/2025/4/2432508255737374520

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In unserem WhatsApp-Kanal sortieren Torsten und Jan aus der Chefredaktion das Geschehen in der IT-Welt, fassen das Wichtigste zusammen und werfen einen Blick auf das, was unsere Kollegen gerade so vorbereiten.

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(jss)





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