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Analyse: So sehr hinken die deutschen Autokonzerne hinterher


Die deutschen Autobauer haben im vergangenen Jahr bei wichtigen Finanzkennzahlen teils deutlich schlechter abgeschnitten als die internationale Konkurrenz. BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen hinkten beim Umsatz, dem operativen Ergebnis und Absatz weitgehend hinterher, wie aus einer Analyse der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY hervorgeht.

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Die Umsätze der analysierten 19 größten Autokonzerne weltweit stiegen demnach 2025 insgesamt um 0,6 Prozent. Die Deutschen schnitten gemeinsam betrachtet mit einem Minus von 4,1 Prozent jedoch schlechter ab. Zum Vergleich: Japanische Hersteller legten um drei Prozent zu, US-Hersteller verzeichneten einen Rückgang von 0,6 Prozent.

Beim operativen Gewinn (Ebit) verzeichneten die deutschen Hersteller zusammen ein Minus von rund 44 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die US-Hersteller (minus 40,4 Prozent), Japaner (minus 23,2 Prozent) und Chinesen (minus 12,9 Prozent) schnitten vergleichsweise besser ab. Deutlich schlechter lief es allerdings für die beiden anderen europäischen Konzerne Stellantis und Renault, die tiefrote Zahlen in Milliardenhöhe schrieben.

„Die Autoindustrie steckt in einer tiefen, für einige Unternehmen sogar potenziell existenzbedrohenden Krise“, sagte EY-Autoexperte Constantin Gall einer Mitteilung zufolge. Viele Konzerne hätten ihre Investitionen auf wachsende Absatzmärkte und einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität ausgerichtet. Tatsächlich habe sich die Nachfrage nach E-Autos insbesondere in den USA und Europa aber deutlich schwächer als prognostiziert entwickelt.

Jetzt folge der Strategieschwenk und damit zum Beispiel auch Milliarden-Abschreibungen auf Batterie-Joint-Ventures, eingestellte Modelle und neue Investitionen in Verbrenner. „Das Ergebnis ist ein beispielloser Gewinneinbruch“, sagte Gall.

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Die Milliarden-Abschreibungen markierten Gall zufolge aber weniger einen Kurswechsel weg von der Elektromobilität als „eine Korrektur völlig überzogener Annahmen“. Zusätzliche Belastungen resultierten aus der US-Zollpolitik.

Aber: „Das beispiellose bilanzielle Reinemachen, das hoffentlich im Geschäftsjahr 2026 abgeschlossen sein wird, könnte helfen, zukünftig wieder bessere Margen zu erzielen“, sagte Gall. Hinzu kämen Kostensenkungsprogramme, deren Wirkung sich verzögert in den Ergebnissen niederschlagen würden.

„Vor allem am Standort Deutschland sind die Kosten immer noch viel zu hoch. Wir werden an weiteren einschneidenden Maßnahmen nicht vorbeikommen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Autostandorts Deutschland wieder zu erhöhen“, sagte Gall. Es sei höchste Zeit, dass Deutschland wieder wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Industrie bekomme. „Sonst hat der Autostandort Deutschland keine Chance“, sagte Gall.

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Rapidus: Komplette 2-nm-Chipfertigung mit staatlicher Hilfe bis 2027


Das japanische Unternehmen Rapidus Corporation erhält weitere staatliche Förderung von Japan. Insgesamt will der Staat sich nach anfänglichen Subventionen mit nun insgesamt umgerechnet 16 Milliarden US-Dollar an dem Startup beteiligen, das bereits Prototypen-Wafer der 2-Nanometer-Klasse herstellt. Im Jahr 2027 soll die Serienfertigung aufgenommen werden.

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Wie Bloomberg berichtet, sagte der japanische Wirtschaftsminister Ryosei Akazawa die erhöhte Subvention am vergangenen Samstag bei einer Veranstaltung von Rapidus zu. Diese wurde angesetzt, um unter anderem die Eröffnung seines neuen Testzentrums und der Abteilung „Rapidus Chiplet Solutions“ (RCS) zu feiern. Beide befinden sich neben der ersten Chipfabrik „IIM-1“ (Innovative Integration for Manufacturing) von Rapidus in der Stadt Chitose auf der Insel Hokkaido.

Unweit davon steht auch die Packaging-Fabrik von Rapidus, die das Unternehmen laut eigener Mitteilung auf dem Campus von Seiko Epson errichtet hat. Beim Packaging werden die Halbleiter auf Substrate montiert, damit sich die fertigen Bausteine ergeben, wie sie dann in Geräten verbaut werden können. Damit hat Rapidus dann alle wesentlichen Schritte moderner Halbleiter an einem Ort: Die Herstellung der Wafer, die Tests und das Zerteilen in einzelne Chips, sowie das Packaging. Der taiwanische Marktführer bei High-End-Bausteinen, TSMC, arbeitet ähnlich.

Schon jetzt gibt es laut einer weiteren aktuellen Mitteilung von Rapidus eine „pilot line“, also eine Produktionsstraße für frühe Prototypen der Wafer und der Packages. Dafür gibt es auch eine Vorabversion des „process design kit“ (PDK), mit dem Chipentwickler, die keine eigene Fertigung unterhalten, ihre Schaltungen an den Fertigungsprozess anpassen können. Das allgemeine PDK will Rapidus auch bald veröffentlichen, nennt dafür aber noch keinen Zeitraum.

Unterstrichen hat das Unternehmen in seinen neuen Veröffentlichungen erneut, dass 2027 die Massenfertigungen von kompletten Bausteinen der 2-Nanometer-Klasse beginnen soll. Wie bereits ausführlich berichtet, kommen dabei alle modernen Kniffe wie Gate-All-Around-Transistoren (GAAFET) und rückseitige Stromversorgung (backside power delivery) zum Einsatz. Solche Schaltungen sind heute Stand der Technik für Hochleistungs-Prozessoren, die etwa für Künstliche Intelligenz oder autonomes Fahren benötigt werden. Der 2-Nanometer-Prozess wird zusammen mit zahlreichen japanischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen entwickelt. Auch internationale Partner wie IBM und die Fraunhofer-Institute sind daran beteiligt.

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KI-Ära: Werden Dating-Apps nun unmenschlich?


Partnersuche als Naturwissenschaft? Ausgerechnet Chemie („Chemistry“) nennt Tinder eine neue KI-gestützte Funktion in einigen Ländern gegen sogenannte Dating-Fatigue. Nutzende bekommen täglich „eine kuratierte Empfehlung“, statt sich „endlos durch Profile zu liken“, so das Unternehmen. „Wir nutzen KI, um relevantere Verbindungen herzustellen“, sagt Spencer Rascoff, CEO der Match Group, zu der Tinder gehört.

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Auch in der schwulen App Grindr, die einst das GPS-basierte Dating erfand, gibt es mehr Künstliche Intelligenz – aber auch Probleme, die manchem die Partnersuche verleiden. Bei Tinder werden dank KI-Sprachmodellen Messages erkannt, die eine Grenze überschreiten. Neu ist eine Auto-Blur-Funktion, die potenziell respektlose Inhalte automatisch verschwimmen lässt. Die meist jungen Nutzenden können so entscheiden, ob sie eine Nachricht überhaupt sehen wollen. „Are You Sure?“ (Bist du sicher?) erinnert Sendende daran, respektvoll zu bleiben.

Eine repräsentative Bitkom-Umfrage bei Internet-Usern ab 16 ergab, dass 77 Prozent der befragten Frauen und 69 Prozent der Männer es „problematisch“ finden, „wenn KI zu sehr in den Bereich von Liebesbeziehungen vordringt“.

„Dating-Apps, den Raum der Intimität, darf man als gesellschaftliches Feld nicht unterschätzen“, sagt der Soziologe Thorsten Peetz über Tinder, Bumble und Co. „Online-Dating machen sehr viele Menschen, auch wenn sie vielleicht nicht darüber reden. Sie erleben dabei Anerkennung und die Erfüllung von Wünschen. Es ist für die Identität vieler Menschen sehr wichtig.“ KI spiele auch in Dating-Apps zunehmend eine Rolle, sagt Peetz, ein Experte für Bewertungsprozesse.

„Leute nutzen sie, um Profiltexte zu generieren und um ihre Fotos zu bearbeiten. Außerdem treten neue Formen des Scamming auf. Leute nutzen KI in Form von Bots, besser gesagt: Agents, um sich Vertrauen zu erschleichen, womöglich eine Liebesbeziehung vorzutäuschen. Es geht dann meist darum, die Leute zu überreden, Geld irgendwohin zu überweisen.“ Es sei schwer zu sagen, wie weit das verbreitet sei. „Ich gehe aber davon aus, dass sich viele mit Bots konfrontiert sehen. So liest man auf Tinder bei Frauen öfter mal Sätze wie ‚Bitte keine Krypto-Bros‘.“

Das sei wohl ein Zeichen, dass sie mit echten Männern schreiben wollten und nicht mit Bots, die es darauf anlegen, die Kommunikation auf andere Plattformen umzulenken. „Die abtörnenden Probleme langweiliger ‚Was suchst du?‘-Fragen oder Dickpics ohne Vorwarnung gibt es ja außerdem noch“, sagt eine Tinder-Nutzerin Anfang vierzig in Hamburg.

Frust erleben nicht nur Frauen, sondern auch Schwule mit der Vorreiter-App Grindr. Sie ist Teil der Popkultur – fast so wie Tinder mit dem Swipen (Wischen). Beim Eurovision Song Contest löste sie einst Lacher aus. Als 2024 Moderatorin Petra Mede das Handy eines Manns in der Halle nahm, um damit die Eurovision-App angeblich zu erklären, hagelte es den markanten Benachrichtigungssound von Grindr. „Scheint, du hast eine wundervolle Woche hier in Malmö.“

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Die Hauptprobleme von Grindr seien heute Display Advertising und Bots, sagt ein Grindr-Nutzer Mitte dreißig in Köln, der im Zusammenhang mit Promiskuität keinen Klarnamen zitiert sehen mag. Werbung unterbreche einen bei fast jeder Interaktion. Für einen Dienst, der einst antrat, Nutzer schnell miteinander zu verbinden, gibt es gefühlt arg viele Störfaktoren. „Nervige Spiele, in denen man eine Prinzessin oder einen Welpen aus Lava retten soll oder so was.“ Dazu noch die Bots – gefälschte Profile, die Spam schicken, auf Websites Dritter verlinken.

Thomas in Wien beschwert sich über die hohen Preise, um die Unterbrechungen abzustellen und den eigentlichen Zweck der App genießen zu können (sprich: jemanden rasch für Casual Sex finden, wie er es ausdrückt). Als er vor rund 15 Jahren Grindr zu nutzen anfing, habe er um die 3 Euro bezahlt, um einen Monat lang die werbefreie Version zu nutzen. Sie habe die Zahl der ansehbaren Männer im Profilraster verdoppelt. Heute kostet das Abo „Unlimited“ rund 24 Euro – pro Woche. Es schaltet alle Profile frei und ermöglicht etwa, Fotos zu versenden, die nach dem Öffnen verschwinden.

Geld, das in App-Abos geht, fehlt womöglich queeren Clubs und Bars. Manche Aktivistinnen und Aktivisten sehen deshalb die Politik in der Pflicht. Die Partei Die Linke fordert eine Digitalsteuer für große Tech-Konzerne. „Wer Grindr ohne Abo nutzt, wird von Werbung überrollt und kann kaum vernünftig kommunizieren. Man wird faktisch gezwungen, Geld auszugeben, während gleichzeitig Infrastruktur wegbricht“, sagte Maik Brückner kürzlich dem Berliner Magazin „Siegessäule“. Er ist Sprecher für Queerpolitik der Linksfraktion.

Als Grindr 2009 startete, machte die App das Kennenlernen unter Männern, die Sex mit Männern haben, enorm einfacher. Die schwule Dating-Kultur, die als lockerer gilt, kam seitdem immer mehr im Mainstream an. Heteros leben heute mitunter genauso sexpositiv, wie es viele Queers dem Klischee zufolge tun. Manche Schwule sehen angesichts der gesellschaftlichen Akzeptanz und folglich größeren Offenheit kaum noch einen Grund, Grindr zu nutzen, oder ähnliche Apps wie Scruff, Hornet und Growlr.

Der Produktchef von Grindr, Austin Balance, sagt, das Kerngeschäft sei nicht mehr das Kennenlernen. Treffen und Cruising seien nur ein Teilbereich. Doch braucht man wirklich Grindr statt einer gewöhnlichen Social-Media-App, um etwa auf Reisen nach Tipps für Bars, gute Restaurants und Partys zu fragen? Wer mehr Kink mag, weicht inzwischen ohnehin oft auf speziellere Portale aus, die webbasiert sind und den App Store oder Play Store umgehen. Für andere läuft es auch gut im Mainstream: „Gerade in Großstädten sind ja viele geoutet“, sagt ein Mittzwanziger in Berlin. „Ich seh‘ im Instagram-Profil eines attraktiven Typen eine Regenbogenflagge in der Bio und denke ‚Den kann ich mal kontaktieren und ganz easy anschreiben‘.“

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Video: Glasfaser-Heißklebepistole – Die Lösung für langsame Heimnetze?


Euer Heimnetzwerk ist langsam, Powerline und Mesh-WLAN helfen nicht? Dann könnte Fiber to the Room (FTTR) der nächste spannende Techniktrend sein, der es endlich beschleunigt – und das ohne große Baumaßnahmen. Dabei wird nämlich ultradünne, nahezu unsichtbare Glasfaser einfach angeklebt.

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In diesem Video zeigen wir euch das erste FTTR-Set auf dem europäischen Markt, das der Turbo für euer WLAN sein soll. Und wir kleben Glasfaser mit einer speziellen Heißklebepistole an die Wand, sodass man sie kaum noch erkennen kann. Wie das im Detail funktioniert, was es kostet und wie ihr schon jetzt damit loslegen könnt, erfahrt ihr hier:


(mond)



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