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Künstliche Intelligenz

Android Studio Panda 2: KI-Agent erstellt neue Android-Apps


Google hat Android Studio Panda 2 veröffentlicht. Die neue Version stattet die integrierte Entwicklungsumgebung für Android-Apps mit erweiterten KI-Möglichkeiten aus: Per KI-Agent lassen sich komplette neue App-Prototypen erstellen. Aber auch im Umgang mit vorhandenen Codebasen soll der KI-Agent unterstützen können und Entwickler von Boilerplate-Code befreien.

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Per Prompt zur App: Google demonstriert den KI-gestützten „New Project“-Flow.

Per Prompt zur App: Google demonstriert den KI-gestützten „New Project“-Flow.

Per Prompt zur App: Google demonstriert den KI-gestützten „New Project“-Flow.

(Bild: Google)

Wie das Android-Team ausführt, soll der KI-gestützte „New Project“-Flow das Erstellen eines App-Prototyps mit nur einem Prompt ermöglichen. Dabei können Developer neben einer Beschreibung der geplanten App auch Bilder hochladen. Der KI-Agent setzt dann die Pläne in die Tat um und nutzt dazu Technologien wie Kotlin und Compose unter Befolgung der Best Practices in der Android-Entwicklung. Die App wird letztlich zu einem Android-Emulator deployt und Developer können jeden Screen dahingehend prüfen, ob er ihren Anforderungen entspricht.

Nicht nur neue Apps, sondern auch bestehende Codebasen sollen von den Fähigkeiten des KI-Agenten profitieren. Der Version Upgrade Assistant in Android Studio kann nun mithilfe von KI Dependencies verwalten. Dazu klicken Entwickler im Versionskatalog mit der rechten Maustaste, wählen AI und anschließend Update Dependencies aus. Auch aus dem Refactor-Menü lässt sich die KI-Funktion aktivieren: Update all libraries with AI.


Die Dependency-Verwaltung kann nun per KI geschehen.

Die Dependency-Verwaltung kann nun per KI geschehen.

Die Dependency-Verwaltung kann nun per KI geschehen.

(Bild: Google)

Dann soll der KI-Agent mehrere automatisierte Runden durchführen, bis er Dependency-Konflikte behoben hat und der Build schließlich erfolgreich verläuft.

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Neben dem kostenfreien Standard-Modell in Android Studio kann der KI-Agent für zahlende Kunden auf weitere Optionen zugreifen. Entwicklerinnen und Entwickler können ihren eigenen API-Key für Google AI Studio eingeben, um einen zahlungspflichtigen Gemini-API-Key einzubinden. Das ermöglicht Zugriff auf neuere und schnellere Modelle von Google zum Erstellen neuer Apps, darunter das KI-Bildmodell Nano Banana und Gemini 3.1 Pro Preview, was das Generieren verbesserter Designs ermöglichen und die Codequalität erhöhen soll.

Android Studio Panda 2 steht bei Google zum Download bereit. Weitere Informationen bietet der Blogeintrag zur Ankündigung.


(mai)



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Künstliche Intelligenz

Illegale Preisabsprachen: Kalifornien untermauert Vorwürfe gegen Amazon


Der US-Onlineversandhändler Amazon soll Levi’s und andere namhafte Marken zu Preisabsprachen gezwungen haben. Das geht aus am Montag freigegebenen Gerichtsdokumenten hervor, über die unter anderem die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Die mutmaßlichen Absprachen beeinflussten wiederum die Preise für eine Vielzahl von Waren auf den Websites von US-Einzelhändlern wie Walmart, Home Depot und anderen.

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Die nun bekannt gewordenen Dokumente sind Teil einer im Jahr 2022 eingereichten Kartellklage des US-Bundesstaats Kalifornien gegen Amazon. Kaliforniens Generalstaatsanwalt Rob Bonta beschuldigt in der Klage (PDFPDF) Amazon, Drittanbietern Knebelverträge aufzuzwingen, die es ihnen verbieten, ihre Waren günstiger auf anderen Handelsplattformen zu verkaufen. Amazon nutze seine Marktmacht dazu, Endkundenpreise in die Höhe zu treiben, um seine Gewinnmargen zu schützen, so der Vorwurf. Der Prozessbeginn ist für Januar 2027 geplant.

Kalifornien beantragte im Februar bei einem Gericht in San Francisco, Amazon die als Preisabsprachen bezeichneten Praktiken bis zum Prozessauftakt zu untersagen. Die nun veröffentlichte Akte ist eine Version dieses Antrags, in der die zuvor geschwärzten internen Dokumente entfernt wurden.

Das Dokument zeigt, wie Amazon Marken mutmaßlich unter Druck setzte, andere Händler zu Preiserhöhungen zu bewegen. „Die im Rahmen der Beweisaufnahme gewonnenen Erkenntnisse zeigen, dass Amazon, seine Lieferanten und konkurrierende Einzelhändler Preisabsprachen treffen“, heißt es da. „Immer wieder, über Jahre und Produktkategorien hinweg, kontaktiert Amazon seine Lieferanten und weist sie an, die Preise auf den Websites der Konkurrenz zu manipulieren. Sollten die Lieferanten dieser Anweisung nicht Folge leisten, drohen sie mit schwerwiegenden Konsequenzen.“ Den Gerichtsdokumenten zufolge ließen sich Händler von Amazons Verhandlungsmacht einschüchtern und stimmten aus Angst vor Strafen Preiserhöhungen auf konkurrierenden Websites zu.

„So explizit und eklatant wird Preisabsprache selten schriftlich festgehalten“, sagte der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta gegenüber der US-Tageszeitung New York Times.

Die Akte dokumentiert die Geschäftspraktiken von Amazon mehr als einem Dutzend Fälle, in denen Amazon-Mitarbeiter Lieferanten kontaktierten, nachdem sie Produkte mit niedrigeren Preisen auf konkurrierenden Websites entdeckt hatten. Amazon versuchte demnach auf diese Weise, sich die besten Preise für eine breite Palette an Produkten zu sichern, darunter Levi’s-Bekleidung, Dünger, Augentropfen, tragbare Generatoren und Audio-Equipment.

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Amazon sieht sich zudem einer Klage wegen Kartellrechtsverstößen in mehreren Fällen durch die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) und 17 US-Bundesstaaten gegenüber. Sie beschuldigen den Online-Händler der Benachteiligung von Drittverkäufern auf seiner Plattform Amazon Marketplace und der Aufrechterhaltung eines illegalen Monopols im Online-Handel durch die Bevorzugung eigener Produkte. Laut der Klage habe dies zu „künstlich überhöhten Preisen“ geführt.

Zudem wurde Amazon vorgeworfen, Kunden unwissentlich mittels sogenannter „Dark Pattern“-Technik zum Abschluss eines Amazon Prime-Abos verleitet und die Kündigung des kostenpflichtigen Dienstes für US-Kunden erschwert zu haben. Im Fall der untergeschobenen Prime-Abos einigte sich die FTC mit Amazon im September. Der Onlinehandelsriese sowie zwei verantwortliche Amazon-Manager akzeptieren einen Vergleich, in dessen Rahmen der Konzern eine Milliarde US-Dollar Strafe zahlt. Zusätzlich muss Amazon 1,5 Milliarden US-Dollar an übervorteilte US-Kunden zurückzahlen.

Die noch offenen FTC-Klagen sollen ab März verhandelt werden. Auch deshalb werde der Fall in Kalifornien laut der Nachrichtenagentur Bloomberg mit besonderer Spannung erwartet, da er ab Januar kommenden Jahres noch vor den anderen Verfahren verhandelt wird. Jedes dieser Verfahren könnte zur Zerschlagung von Amazons Einzelhandelsgeschäft führen, so Bloomberg.


(akn)



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Top 10: Das beste Mittelklasse-Smartphone im Test – viel Leistung & gute Kamera


Ein Flaggschiff sprengt das Budget? Dann ist ein Mittelklasse-Smartphone die Alternative. Wir zeigen die besten Handys bis 600 Euro mit guter Kamera.

Top-Smartphones namhafter Hersteller stehen im Rampenlicht. Modelle wie das Samsung Galaxy S26 Ultra oder iPhone 17 Pro wecken Begehrlichkeiten, schließlich vereinen sie aktuelle Spitzen-Technik in edlem Design. Der Preis sorgt jedoch schnell für Ernüchterung: Über 1000 Euro für ein Mobilgerät, das meist nur wenige Jahre hält, sind für viele keine Option.

Zum Glück geht es günstiger. Mit etwas Recherche finden sich gehobene Mittelklasse-Smartphones, die technisch nah an Flaggschiff-Modelle herankommen – und dabei oft nur die Hälfte kosten.

Der Begriff Mittelklasse ist weit gefasst. In dieser Bestenliste konzentrieren wir uns daher auf aktuelle Smartphones, die wir selbst getestet haben, die technisch nah an der Oberklasse liegen und preislich zwischen 400 Euro und knapp 600 Euro angesiedelt sind. Modelle, die älter als zwei Jahre sind, berücksichtigen wir nicht. Auch aktuelle iPhones sucht man in diesem Preissegment vergeblich – deshalb liegt der Fokus hier ausschließlich auf Android-Geräten.

Welches ist aktuell das beste Mittelklasse-Smartphone?

Testsieger ist das Poco F8 Pro von Xiaomi ab 450 Euro. Dieses Modell bietet das beste Gesamtpaket – auch noch zum fairen Preis. Mit an Bord sind eine gute Kamera mit Teleobjektiv sowie der leistungsstärkste Prozessor im Testfeld.

Wer hingegen vorwiegend Wert auf einen starken Zoom bei der Kamera legt, greift zum Technologiesieger Xiaomi 15T Pro für 606 Euro. Es überzeugt mit einem starken Gesamtpaket und insbesondere mit seiner hervorragenden Kamera samt leistungsstarker Telelinse.

Hinweis: Bei all unseren Bestenlisten sind die genannten Preise immer Momentaufnahmen.

KURZÜBERSICHT

Das Poco F8 Pro bietet ein exzellentes Preis-Leistungs-Verhältnis mit der besten Performance dieser Bestenliste. Dazu kommt eine richtig gute Kamera samt Telezoom, ein brillantes Display und ein besonders ausdauernder Akku.

Der Software-Support beträgt sechs Jahre bei vier Android-Updates. Erhältlich ist das Modell ab 450 Euro mit 256 GB Speicher und ab 489 Euro mit 512 GB.

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Das Xiaomi 15T Pro überzeugt mit einer tollen Kamera, besonders die Telelinse sticht hervor. Leistung, Display und Verarbeitung liegen nahe am Flaggschiff-Niveau, und der Akku bietet lange Laufzeiten und 90-W-Schnellladen. Auch die Software-Pflege mit fünf Android-Upgrades und sechs Jahren Sicherheits-Updates ist vorbildlich.

Das Modell mit 256 GB bekommt man schon für 606 Euro – nur minimal teurer ist die Ausführung mit 512 GB für 612 Euro. Mit 1 TB sind es 670 Euro.

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Das Motorola Edge 60 Pro bietet ein elegantes Design mit exzellenter Verarbeitung und hochwertiger Haptik. Ausgestattet mit einem hellen OLED‑Display, einer leistungsstarken Triple-Kamera, 12 GB RAM und großzügigen 512 GB Speicher zeigt es sich rundum modern und alltagstauglich.

Der 6000‑mAh‑Akku sorgt für lange Laufzeiten und lädt wahlweise schnell per Kabel oder kabellos. Mit rund 380 Euro hat es ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

VORTEILE

  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku

NACHTEILE

  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Ratgeber

Günstige Alternativen

Display-Technologie

In der Preisklasse bis 600 Euro sind Auflösungen mit weniger als FHD+ nicht mehr zu finden. Bei durchschnittlichen Diagonalen von etwa 6,5 Zoll ergibt FHD+ etwas mehr als 400 Pixel pro Zoll (PPI), was entsprechend für eine scharfe Darstellung sorgt. Die höchste Auflösung in der Bestenliste reicht bis 2772 × 1280 Pixel.

Als Technologie steht ein AMOLED-Display ganz oben auf der Wunschliste – das bedeutet nicht, dass IPS-LCDs schlecht wären. AMOLED bietet aber deutlich bessere Schwarzwerte, Kontraste sowie Farbintensität und höhere Blickwinkelstabilität. Zudem ist ein OLED-Display bei Smartphones auch für unter 600 Euro inzwischen richtig hell und mittlerweile in diesem Preisrahmen auch der Standard, abgesehen von Outdoor-Handys (Bestenliste).

Inzwischen schaffen die Panels in dieser Preisklasse üblicherweise eine Bildwiederholrate von 120 Hz oder sogar 144 Hz für eine flüssigere Darstellung von Inhalten. Einige Geräte bieten sogar LTPO-Technologie (Low-Temperature Polycrystalline Oxide) mit variablen Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz, was für mehr Effizienz sorgt. Stellenweise gibt es auch Geräte mit 144 Hz. Mindestens 120 Hz bieten alle Modelle in dieser Bestenliste.

Mit 60 Hz sollte sich bei so viel Geld niemand mehr zufriedengeben. Wer einmal das flüssigere Erlebnis beim Scrollen in Menüs oder im Browser erlebt hat, will nicht mehr zurück auf 60 Hz.

Leistung & Prozessoren

In der Mittelklasse steckt heute deutlich mehr Power als noch vor wenigen Jahren. Viele Modelle unserer Bestenliste nutzen Chipsätze der oberen Mittelklasse wie den Qualcomm Snapdragon 7 Gen 3 oder Snapdragon 7s Gen 3. Im Alltag macht das kaum einen Unterschied zu teureren High-End-Prozessoren – für alltägliche Aufgaben wie Surfen, Messaging oder Videostreaming reicht die Leistung locker aus.

Besonders für Gaming sind aus dieser Bestenliste Geräte mit Snapdragon 8 Gen 3 sowie Mediatek Dimensity 9400+ empfehlenswert. Die stärkste Leistungsfähigkeit bietet das Poco F8 Pro mit Snapdragon 8 Elite Gen 4. Aber auch das Poco X8 Pro Max hat eine Menge Power mit dem Mediatek Dimensity 9500s.

Einige Hersteller verbauen leicht abgespeckte Spitzenchips, wie den Snapdragon 8s Gen 3, der in puncto Performance bereits nahe an die Flaggschiff-Serie heranreicht. Dazu kommen Alternativen wie der Samsung Exynos 2400. Die Chips von Mediatek der Reihe Dimensity 8300‑Ultra oder 9300+ bieten ein hervorragendes Verhältnis aus Leistung und Effizienz.

Wer hauptsächlich anspruchsvolle 3D-Spiele spielt, ist mit echten Oberklasse-Chips der Snapdragon-8-Serie besser bedient – sie liefern die höchste CPU- und GPU-Leistung. Für den Alltag und gelegentliches Gaming reicht die Rechenleistung der hier gelisteten Smartphones jedoch vollkommen aus.

Kamera

Viele Hersteller sparen bei der Kamera. In der gehobenen Mittelklasse bieten inzwischen aber fast alle Smartphones einen optischen Bildstabilisator (OIS). Immer mehr Modelle verfügen zudem über eine leistungsstarke Telelinse – teils sogar mit Periskop-Technik. Eine Triple-Kamera mit Hauptkamera, Ultraweitwinkellinse und Teleobjektiv gehört hier eigentlich zum guten Ton.

In dieser Top 10 nutzen neun von zehn Geräten eine Triple-Kamera mit Teleobjektiv. Das Xiaomi 15T Pro sowie Nothing Phone 3 und 4a Pro nutzen sogar eine Periskop-Telelinse mit starkem Zoom. Es gibt Modelle mit OIS für Haupt- und Telelinse, entsprechend sind die Aufnahmen damit besser – teils auch bei Nacht. Eine richtig gute Kamera mit starkem Zoom bietet auch das Pixel 10 von Google.

Bei Videos sind 4K-Aufnahmen inzwischen Standard, viele Geräte schaffen das auch mit 60 FPS oder mehr – allerdings längst nicht alle. Bei einigen Smartphones sind in der höchsten Auflösung weiterhin nur 30 FPS möglich. Das führt dazu, dass Schwenks leicht ruckelig wirken, weil die Bildwiederholrate zu niedrig ist. 4K mit 60 FPS behebt dieses Problem. Frontkameras bieten heute fast immer hohe Auflösungen, haben jedoch oft Schwächen bei der Bilddynamik. Für Videochats und Social Media genügt das allemal.

Xiaomi 15T Pro

Speicher & RAM

Bei Android-Smartphones gelten 4 bis 6 GB RAM inzwischen als absolute Untergrenze. Empfehlenswert sind mindestens 8 GB – das ist mittlerweile der Standard in der Mittelklasse. Immer häufiger sind es sogar 12 GB RAM – eine Ausstattung, die bis in jüngster Vergangenheit der Oberklasse vorbehalten war.

Beim Speicher sieht es ähnlich aus: 128 GB sind höchstens das Minimum, 256 GB die bessere Wahl und unsere Empfehlung. Selbst 512 GB sind längst keine Exoten mehr. Wir empfehlen klar 256 GB als Untergrenze, denn microSD-Steckplätze verschwinden zusehends. In dieser Bestenliste berücksichtigen wir daher nur Modelle mit mindestens 256 GB. Technisch ist ansonsten alles an Bord, was ein modernes Smartphone auszeichnet – von 5G bis NFC.

Langsamer interner Speicher macht sich vor allem bei vielen gespeicherten Fotos und Videos bemerkbar: Die Galerie lädt Inhalte dann träger, Vorschaubilder erscheinen verzögert und auch das Öffnen von Aufnahmen kann länger dauern. Inzwischen verwenden aber alle Modelle in dieser Bestenliste schnellen UFS-Speicher – je höher die Version, desto besser.

Akku & Laden

Ein wichtiges Kriterium beim Kauf sollte der Akku sein. Die Spanne reicht im Testfeld von 5000 mAh bis zu üppigen 8500 mAh. Bei gewöhnlicher Nutzung, bestehend aus gelegentlicher Nutzung von Chat-Apps, Social Media oder dem Lesen von Artikeln, halten alle hier gezeigten Geräte gut einen Tag lang durch.

Wer jedoch damit für längere Zeit Spiele zockt, navigiert oder Videos streamt, muss damit leben, dass das Smartphone nicht ganz bis zum Abend durchhält. Im Zweifel raten wir hier zu kompakten Powerbanks fürs Smartphone (Bestenliste). Eine Ausnahme ist das Poco X8 Pro Max, das dank Silizium-Karbon-Technologie eine bislang ungeahnte Kapazität in schlankem Gehäuse bietet.

Die Ladegeschwindigkeit variiert stark, von gemächlichen 25 W bis zu flotten 100 W. Interessant sind auch Schnellladen sowie kabelloses Laden, das in dieser Preisklasse noch selten zu finden ist.

Software

Bei der Aktualität der Android-Version steht es bei den meisten Geräten in unserer Top 10 gut. Das Xiaomi 15T Pro erhält fünf Android-Updates sowie sechs Jahre Sicherheits-Patches. Beim Honor 400 Pro sind es sechs Jahre Updates und Software-Support. Beim Samsung Galaxy S25 FE gibt es sieben Jahre lang Android-Updates. Der Zeitraum gilt allerdings nicht ab dem Kaufdatum, sondern ab der Veröffentlichung des Geräts.

Wie wichtig sind KI-Funktionen? Tatsächlich ziehen die immer mehr in den Alltag und damit auch in Smartphones bis 600 Euro ein. Aufwändige KI-Funktionen wie intelligente Bildbearbeitung, die etwa Gegenstände oder Personen virtuell hinzugefügt oder entfernt, sind derzeit noch hochpreisigen Modellen vorbehalten.

Konnektivität & Schnittstellen

5G gehört in dieser Preisklasse inzwischen zum Standard – überwiegend im Sub-6-GHz-Bereich, seltener im besonders flotten mmWave-Spektrum. Auch Dual-SIM-Support ist selbstverständlich, häufig in Kombination mit eSIM-Unterstützung, die immer mehr Geräte bietet.

Mangels flächendeckenden Netzausbaus ist 5G in Deutschland jedoch bisher nicht überall verfügbar. In Städten bringt der Standard klare Vorteile bei Datendurchsatz und Latenz, während er auf dem Land oft Lücken im 4G‑Netz schließt. Für die Zukunftssicherheit lohnt sich der 5G‑Support aber in jedem Fall.

Neben Mobilfunk spielt die WLAN‑Leistung eine wachsende Rolle: Moderne Geräte setzen auf Wi-Fi 6 oder Wi-Fi 6E, teils sogar schon auf Wi-Fi 7. Das sorgt für stabilere Verbindungen und höhere Geschwindigkeiten – etwa beim Streamen oder bei Cloud‑Gaming.

Auch Bluetooth 5.4 ist die Regel, was niedrigere Latenzen und einen geringeren Energieverbrauch bedeutet. Immer häufiger findet sich auch Bluetooth 6.0. Für Musikfans sind unterstützte Audio‑Codecs wie aptX HD, LDAC oder AAC entscheidend – sie ermöglichen kabellosen Sound in Hi‑Res-Qualität.

Beim USB‑Anschluss sparen einige Hersteller leider weiterhin: Viele Modelle setzen noch auf USB 2.0, was beim Übertragen großer Dateien oder bei der Nutzung im Desktop‑Modus (etwa Samsung DeX) zum Flaschenhals werden kann. Geräte mit USB‑C 3.1 oder USB‑C 3.2 punkten hier deutlich, da sie schnellere Datenraten und bessere Kompatibilität bieten.

Ein gutes Mittelklasse‑Smartphone sollte heute 5G, Wi-Fi 6 oder 6E, Bluetooth 5.3 und eSIM‑Support bieten. Wer häufig Daten überträgt oder externe Geräte anschließt, sollte zudem auf USB 3.x achten – das steigert Komfort und Zukunftssicherheit spürbar.

Schutz vor Wasser & Staub

Eine IP-Zertifizierung gibt Aufschluss darüber, wie effektiv ein Smartphone gegen Staub und Wasser geschützt ist. Je höher die zweite Ziffer, desto besser der Schutz. IP54 bedeutet Spritzwasserschutz – etwa gegen Regen. IP68 hingegen schützt das Gerät auch für kurzes Untertauchen bis zu 30 Minuten in maximal 1,5 Meter Tiefe, was aber nur für Süßwasser gilt. In der Mittelklasse sind wasserdichte Smartphones nicht selbstverständlich, aber immer häufiger.

In der Mittelklasse schützt meist Gorilla Glass 5, 7 oder Victus 2 das Display vor Kratzern und Stürzen – gänzlich bruchsicher ist aber kein Glas. Besonders flache Displays ohne starke Krümmung gelten als widerstandsfähiger. Das Motorola Edge 60 Pro ist besonders solide und bietet in dieser Preisklasse sogar eine MIL-STD-810H-Zertifizierung, was auf eine höhere Robustheit hindeutet.

Motorola Edge 60 Pro

Sonstige Ausstattung

Alle Smartphones in dieser Bestenliste bieten eine Entsperrung per Fingerabdrucksensor, der überwiegend unter dem Display sitzt, seltener seitlich im Power-Button. Alternativ steht eine Gesichtserkennung über die Frontkamera zur Verfügung, die jedoch nur auf 2D-Technik basiert und daher weniger sicher gegen Täuschungsversuche ist.

Der Klang der Geräte ist für Videos, Social Media oder Spiele vollkommen ausreichend – klar, laut und teilweise sogar mit Dolby Atmos. Für längeres Musikhören fehlt den Lautsprechern allerdings häufig die Balance: Der Sound wirkt leicht schrill und höhenlastig, was im Alltag aber kaum stört.

So testen wir

Die Hersteller stellen uns die Geräte für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei zur Verfügung. Während dieser Zeit nutzen wir die Mobilgeräte im Alltag mit einer Zweit-SIM-Karte für einen Zeitraum von mehreren Wochen. Ergänzend fließt unsere Praxiserfahrung in die Bewertung ein. Wir schießen Fotos unter verschiedenen Lichtbedingungen an möglichst gleichen Orten, um vergleichbare Ergebnisse zu erhalten.

Die Display-Helligkeit messen wir in Nits (cd/m²) und probieren das dann auch bei Sonnenschein – sofern das Wetter mitspielt – im Freien aus. Spitzenwerte oberhalb von rund 2000 Nits lassen sich mit unseren Messmethoden nur eingeschränkt erfassen. Die Performance ermitteln wir mit PCMark Work sowie 3DMark Wild Life und Wild Life Extreme.

Für die Akkulaufzeit stellen wir die Helligkeit auf 200 cd/m² ein und verwenden den simulierten Battery Test von PCMark. Das Tool führt verschiedene Aufgaben in einer Endlosschleife aus, bis der Akkustand auf 20 Prozent fällt. Daraus ergibt sich eine durchschnittliche Laufzeit – kein absoluter, aber ein gut vergleichbarer Richtwert. Zusätzlich tauschen wir uns regelmäßig mit den Kolleginnen und Kollegen der c’t aus, die eigene Akkutests durchführen.

Fazit

Beachtlich, was man für bis zu 600 Euro an Technik bekommt. Groß ist der Unterschied zur absoluten Spitze teilweise nicht mehr, sofern man den Preis in Relation zum Mehrwert setzt. Dazu kommen Merkmale wie USB-C 3.0, kabelloses Laden und meistens Wasserschutz nach IP68 oder höher. Bei der Leistung sind aber bei einigen Smartphones bis 600 Euro – primär im „normalen“ Alltag – so gut wie keine Unterschiede mehr zu spüren.

Ansonsten sind die neuesten Spitzenmodelle etablierter Hersteller natürlich noch einmal besser – allein schon, weil die Telekameras dort meist stärker sind und größere Sensoren zum Einsatz kommen.

Wer mit anderen Preisklassen vergleichen möchte, sollte einen Blick in unsere weiteren Bestenlisten werfen, die regelmäßig aktualisiert werden:

Übrigens: Wer zu seinem neuen Smartphone einen passenden Tarif sucht, wird vielleicht im Tarifrechner von heise.de fündig. Hier gibt es verschiedene Vergleichsrechner für Prepaid, monatlich kündbare und sogar kostenlose Tarife. Der Rechner umfasst dabei übergreifend alle Angebote, die derzeit in Deutschland verfügbar sind.

BESTENLISTE

Xiaomi Poco F8 Pro im Test: High-End-Smartphone zum Mittelklasse-Preis

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

VORTEILE

  • starke Performance
  • gute Kamera mit Telelinse
  • schickes und hochwertiges Design
  • schnelles Laden

NACHTEILE

  • kein kabelloses Laden
  • eher schwache Ultraweitwinkellinse

Das Poco F8 Pro bietet Flaggschiff-Leistung mit starker Kamera samt Telelinse – und das für knapp über 500 Euro. Ist das zu gut, um wahr zu sein?

Mit der F-Reihe bietet Poco von Xiaomi vergleichsweise günstige Smartphones aus der Mittelklasse an, die mit High-End-Features aufwarten – allen voran einem starken Prozessor. Mit dem F8 Pro geht Xiaomi in diesem Jahr jedoch einen Schritt weiter. Im Kern handelt es sich um eine an den europäischen Markt angepasste Version des in Asien erhältlichen Redmi K90.

Das Smartphone bietet eine Ausstattung, die man sonst nur in der Oberklasse findet – inklusive einer Telekamera. Diese war im Vorjahr noch dem F7 Ultra vorbehalten, nun erhält auch das Pro-Modell ein echtes Zoom-Objektiv. Das Poco F8 Pro verspricht dementsprechend Top-Leistung zu einem exzellenten Preis-Leistungs-Verhältnis – ob es dennoch einen Haken gibt, klärt unser Test.

Design

Verglichen mit anderen Smartphones der oberen Mittel- und Oberklasse fällt das Poco F8 Pro relativ kompakt aus. Es positioniert sich zwischen handlichen Geräten und großen High-End-Modellen. Mit Abmessungen von 157,5 × 75,3 × 8 mm passt es problemlos in die Hosentasche, und auch die einhändige Bedienung ist – zumindest für Nutzer mit größeren Händen – gut machbar. Das Gewicht von 199 g wirkt moderat. Der Formfaktor ist für uns ein idealer Kompromiss.

Optisch erinnert das Modell an das Xiaomi 14T Pro aus dem Vorjahr – mit einem Schuss aktueller iPhone-Ästhetik. Vier runde Linsen mit Metallringen sitzen quadratisch angeordnet auf einem quaderförmigen Modul aus Kunststoff mit abgerundeten Ecken. Dort findet sich auch der Schriftzug „Sound by Bose“. Der Audio-Spezialist war an der Optimierung der Lautsprecher beteiligt.

Bei der Materialwahl zeigt sich das Poco F8 Pro erwachsen: Ein Metallrahmen und eine Glasrückseite verleihen dem Smartphone eine hochwertige Haptik. Zudem ist es nach IP68 staub- und wasserdicht. Die Verarbeitungsqualität liegt insgesamt auf Premium-Niveau.

Display

Das Poco F8 Pro setzt auf ein 6,59-Zoll-Display und liegt damit größenmäßig zwischen kompakten Geräten wie dem Xiaomi 15 und größeren Ultra-Modellen des Herstellers. Das OLED-Display überzeugt mit hervorragender Bildqualität: starke Kontraste, tiefes Schwarz und lebendige, aber nicht übertrieben gesättigte Farben. Auch die Blickwinkelstabilität ist einwandfrei.

Mit einer Auflösung von 2510 × 1156 Pixeln erreicht das Panel eine hohe Schärfe von 419 PPI. Die Bildwiederholrate passt sich automatisch zwischen 60 und 120 Hz an, was flüssige Animationen ermöglicht. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz erlaubt zudem äußerst präzise Eingaben.

Auch die Helligkeit liegt auf Spitzenniveau. Selbst bei direkter Sonneneinstrahlung bleibt die Anzeige gut ablesbar. Im HDR-Modus erreicht es laut Hersteller bis zu 3200 Nits – ein beeindruckender Wert für diese Preisklasse.

Kamera

Musste sich das Vorgänger-Modell Poco F7 Pro noch mit einer Dual-Kamera begnügen, bietet das Poco F8 Pro jetzt ein echtes Triple-Kamerasystem. Es besteht aus einer Hauptkamera mit 50 Megapixeln (f/1.88) und optischer Bildstabilisierung, einer 8-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer Telelinse mit 50 Megapixeln. In der Punch-Hole-Notch auf der Front sitzt eine 20-Megapixel-Selfiekamera.

Im Test überzeugte die Hauptkamera mit detailreichen Aufnahmen und einem hohen Dynamikumfang. Farben wirken kräftig, aber natürlich. Auch bei Dunkelheit hellt die Kamera Szenen effektiv auf – das Bildrauschen ist zwar sichtbar, bleibt aber gut kontrolliert.

Die Telelinse liefert einen 2,5-fachen optischen Zoom und sorgt auch bei fünffacher Vergrößerung noch für ordentliche Ergebnisse. Bis zu 30-fach ist möglich, dann wird es allerdings sichtbar pixelig. Bei Nachtaufnahmen steigt das Rauschen, bleibt bei 2,5-fachem Zoom jedoch auf akzeptablem Niveau.

Etwas schwächer schneidet die Ultraweitwinkelkamera ab. Sie bringt es nur auf 8 Megapixel, liefert bei Tageslicht aber brauchbare Ergebnisse. Die Detailtiefe ist geringer als bei der Hauptkamera, farblich stimmt das Bild jedoch gut überein. Auf Leica-Farbmodi müssen Nutzer verzichten – sie gibt es beim Poco F8 Pro nicht.

Der Supermakromodus nutzt die Telelinse, verlangt jedoch einen Abstand von etwa 50 cm. Die Ergebnisse wirken oft etwas unscharf und weniger überzeugend. Bessere Resultate können erzielt werden, wenn man näher an das Motiv herangeht und manuell fokussiert. Bei der Schärfe ist insgesamt noch etwas Luft nach oben.

Selfies gelingen solide, setzen aber keine neuen Maßstäbe. Videos nimmt das Poco F8 Pro dank des leistungsstarken Prozessors in bis zu 8K mit 30 FPS oder in 4K mit 60 FPS auf. Die Frontkamera schafft Aufnahmen in Full-HD mit 60 FPS.

Ausstattung

Das Poco F8 Pro bietet viel Leistung. Unter der Haube arbeitet der Snapdragon 8 Elite Gen 4, einer der stärksten Qualcomm-Chips des Jahres. Der Prozessor sorgt für eine spürbare Leistungssteigerung – egal ob beim Gaming, Surfen oder Medienkonsum. Der absolute Top-Chip bleibt zwar dem Poco F8 Ultra vorbehalten, doch das Pro-Modell liefert trotzdem Oberklasse-Power.

Im Benchmark 3DMark Wild Life Extreme erreicht das F8 Pro rund 6400 Punkte und liegt damit leicht unter Geräten wie dem Galaxy S25 Ultra. Eine Schwachstelle zeigt sich bei der Effizienz: Im Stresstest von Wild Life Extreme hält das Gerät nur etwa 50 Prozent seiner Leistung dauerhaft und wird dabei spürbar warm. Bei PCMark stehen rund 20.000 Punkte zu Buche.

Zur Ausstattung gehören je nach Version 256 oder 512 GB UFS-4.1-Speicher und stets 12 GB RAM, was auch bei Multitasking für flüssige Performance sorgt. Bei der Konnektivität ist alles auf dem neuesten Stand: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4 (mit aptX Adaptive, LDAC, LHDC, AAC, SBC und LC3), NFC, Infrarot-Port und 5G.

Die Ortung erfolgt über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic – mit einer Genauigkeit von etwa drei Metern. Einziger Wermutstropfen: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur den USB-2.0-Standard und bremst damit kabelgebundene Datenübertragungen – ein häufiges Manko in dieser Preisklasse.

Die Stereo-Lautsprecher liefern soliden Klang für Videos und Spiele. Trotz Bose-Unterstützung ist der Unterschied zu anderen Xiaomi-Modellen gering. Der Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig.

Software

Das Poco F8 Pro läuft ab Werk bereits mit Hyper OS 3 auf Basis von Android 16. Zum Testzeitpunkt Mitte Dezember war der Sicherheitspatch von November installiert – noch ausreichend aktuell. Xiaomi verspricht vier große Android-Upgrades, also Updates bis Android 20. Überdies sind sechs Jahre Sicherheitsupdates geplant, voraussichtlich bis 2031. Das ist solide, liegt aber leicht unter dem Niveau von Samsung oder Google, die inzwischen rund sieben Jahre Software-Support bieten.

Die Oberfläche wirkt aufgeräumt. Ob man einen App-Drawer nutzt oder nicht, lässt sich frei wählen. Xiaomi installiert allerdings etwas mehr Bloatware als bei seinen Geräten der Zahlenreihe, diese lässt sich jedoch problemlos entfernen. Etwas lästig ist der integrierte Xiaomi-App-Store: Beim ersten Start schlägt er zahlreiche zusätzliche Apps zur Installation vor, die man manuell abwählen muss. Auch Werbung ist im Store sehr präsent.

Akku

Trotz der vergleichsweise kompakten Bauform verbaut Poco im F8 Pro einen üppigen 6210-mAh-Akku. Möglich wird das durch moderne Carbon-Silizium-Technologie. In Kombination mit dem effizienten Snapdragon-Chip liefert das Smartphone eine beeindruckende Ausdauer. Im PCMark Battery Test erreichten wir rund 17 Stunden Laufzeit – das ist ein starker Wert in dieser Geräteklasse.

Im Alltag hält das Poco F8 Pro problemlos einen vollen Tag durch, selbst bei intensiver Nutzung. Bei moderatem Gebrauch sind auch zwei Tage ohne Nachladen realistisch. Aufgeladen wird der Akku mit bis zu 100 W, sofern man ein Xiaomi-Netzteil hat (Hypercharge). Nach etwa 45 Minuten ist der Energiespeicher wieder voll. Andere Geräte lädt das Smartphone wie eine Powerbank mit 22,5 W. Auf kabelloses Laden verzichtet Xiaomi beim Poco F8 Pro allerdings. Für dieses Feature müssen Interessenten schon zum Poco F8 Ultra greifen.

Preis

Das Poco F8 Pro startet bei 450 Euro für die Version mit 256 GB Speicher. Empfehlenswerter ist das Modell mit 512 GB, das ab 489 Euro erhältlich ist. Angesichts der Ausstattung ist das ein fairer Preis – und es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis das Gerät unter die 500-Euro-Marke fällt.

Fazit

Das Poco F8 Pro bietet ein beeindruckendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer kein teures Flaggschiff benötigt, aber trotzdem Wert auf Leistung und Ausstattung legt – etwa auf einen schnellen Prozessor oder eine starke Kamera mit Telezoom – bekommt hier für etwas über 500 Euro ein rundum überzeugendes Paket. Der Bildschirm überzeugt, der mittelgroße Formfaktor gefällt, und die Akkulaufzeit ist hervorragend.

Größere Schwächen leistet sich das Gerät kaum – und die vorhandenen sind für den Preis leicht zu verschmerzen. Die Telelinse verliert bei hohen Zoomstufen und schwachem Licht etwas an Schärfe, die Weitwinkel- und Selfiekamera erreichen solides Mittelklasse-Niveau. Beim Software-Support liegt Xiaomi im guten Mittelfeld, die Konkurrenz ist hier jedoch mittlerweile etwas weiter.

Insgesamt ist das Poco F8 Pro eines der besten Smartphones seiner Preisklasse – ein stimmiger Kompromiss aus Leistung, Ausstattung und Kamera zum fairen Preis.

Xiaomi 15T Pro im Test: Dieses Smartphone ist der Geheimtipp des Jahres

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit optischem 5-fach-Zoom
  • schickes Design
  • starke Performance
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • USB-C 2.0
  • Display ohne LTPO

Das Xiaomi 15T Pro vereint Top-Kamera, starke Performance und lange Akkulaufzeit zum fairen Preis. Ist das der neue Underdog unter den Smartphones?

Wer sagt denn, dass man über 1000 Euro auf den Tisch legen muss, um ein schnelles, stilvolles Smartphone mit Top-Kamera und ordentlichem Zoom zu bekommen? Xiaomi zeigt mit seiner T‑Serie regelmäßig, dass es auch eine Nummer bodenständiger geht – ohne langweilig zu sein.

Das neue Xiaomi 15T Pro demonstriert eindrucksvoll, wie das klappt: Im Prinzip ist es eine clever abgestimmte Mischung aus dem Xiaomi 15 und dem Ultra-Modell, behält dabei aber einen eigenständigen Charakter. Der Star ist die Kamera mit fünffachem optischem Zoom und starken Ergebnissen – und das zu einem fairen Preis. Damit stiehlt das T‑Modell der großen Ultra‑Serie fast ein wenig die Show.

Auch sonst gibt es wenig zu meckern: Der Prozessor liefert reichlich Power, auch wenn dieses Mal kein Snapdragon verbaut ist, und der Akku hält beeindruckend lange durch. Warum das Xiaomi 15T Pro vielleicht die spannendste Oberklasse-Alternative des Jahres 2025 ist, klären wir im Detail im Testbericht.

Design

Beim Design geht Xiaomi beim 15T Pro seinen eigenen Weg. Mit dem Vorgänger oder den Schwestermodellen 15 und 15 Ultra hat es stilistisch nur wenig gemeinsam. Auffälligstes Merkmal ist das große Kameraelement, das in einem Rechteck mit stark abgerundeten Ecken sitzt. Es ragt deutlich hervor und beherbergt drei Linsen plus LED-Blitz.

Das Gehäuse wirkt hochwertig und ist mit seinem Metallrahmen und der griffigen Rückseite aus Glasfaserverbundstoff wie aus einem Guss gefertigt. Anders als bei vielen Top-Smartphones verzichtet Xiaomi hier also auf eine Glasrückseite. Die Oberfläche ist dabei erfreulich unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken. Die Ecken sind deutlich abgerundet, das Format wirkt insgesamt wuchtig. Mit 162,7 × 77,9 × 8 mm übertrifft es in der Breite sogar das Ultra-Modell. Für die Einhandbedienung und kleine Hände ist es also weniger geeignet, liegt dank der sanften Form aber trotzdem gut in der Hand.

Die Verarbeitung ist erstklassig, klar auf Flaggschiff-Niveau. Xiaomi bietet drei Farben an: Schwarz, Grau und ein edles Dunkelbraun, das der Hersteller „Mocha Gold“ nennt. Dazu kommt IP68-Schutz gegen Staub und Wasser. Mit 210 g bleibt das Gewicht für diese Größe absolut im Rahmen. Das Xiaomi 15T Pro hat Stil – und eine ordentliche Portion Eleganz gleich dazu.

Display

Der Bildschirm des Xiaomi 15T Pro ist mit einer Diagonale von 6,83 Zoll riesig bei einem Seitenverhältnis von 19,5:9. Es zeigt eine messerscharfe Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln und erreicht damit eine hohe Pixeldichte von 447 PPI. Das AMOLED-Panel liefert eine hervorragende Bildqualität. Mit einer Bildwiederholrate von bis zu 144 Hz wirkt das Bild beim Spielen und Scrollen besonders flüssig.

Gorilla Glass 7i schützt den Bildschirm und soll Stürze aus etwa einem Meter Höhe abfedern – wir haben es aber nicht übers Herz gebracht, das auszuprobieren. Die Anzeige leuchtet zudem äußerst hell und bleibt bei Sonnenlicht stets ablesbar. Laut Hersteller erreicht das Display bis zu 3200 Nits. Die Abtastrate von 480 Hz und die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sind ebenfalls hoch. Eine hohe Abtastrate lässt Eingaben schneller erkennen, was die Bedienung flüssiger und direkter macht. Ein Always-On-Display steht ebenfalls zur Verfügung.

Einziger Nachteil: Das Display nutzt keine LTPO-Technologie. Diese Technik passt die Bildwiederholrate in 1-Hz-Schritten automatisch an, um Energie zu sparen. Das Xiaomi 15T Pro kann die Frequenz zwar auch anpassen, wechselt aber nur zwischen 144, 120 und 60 Hz. Am Ende ist das aber Jammern auf hohem Niveau.

Kamera

Der Star des Xiaomi 15T Pro ist die Kamera – vorrangig die Telelinse. Die Zusammenarbeit mit Leica zahlt sich erneut aus. Xiaomi verbaut ein Hauptobjektiv mit 50 Megapixeln (f/1.62) und optischer Bildstabilisierung (OIS), dazu eine Periskop-Telelinse mit ebenfalls 50 Megapixeln (f/3.0), OIS und fünffachem optischen Zoom. Ergänzt wird das Setup durch ein Ultraweitwinkelobjektiv mit 12 Megapixeln. Für Selfies gibt es eine Frontkamera mit 32 Megapixeln.

Bei Tageslicht liefert die Kamera ausgezeichnete Fotos mit hohem Detailgrad, großem Dynamikumfang und kräftigen Kontrasten. Auch bei wenig Licht entstehen richtig gute Aufnahmen mit geringem Bildrauschen, die fast an das Level des Xiaomi 15 Ultra heranreichen. Das Ultraweitwinkelobjektiv fällt bei Details und Dynamik leicht ab, bleibt aber farblich sehr nah an den übrigen Linsen.

Besonders stark ist die Telelinse mit fünffachem optischem Zoom. Selbst bei zehnfacher Vergrößerung entstehen detailreiche und verlustfreie Aufnahmen. Auch 30-fach gezoomte Bilder bleiben brauchbar. Der digitale Zoom reicht bis 100-fach, dann nimmt die Schärfe trotz KI-Unterstützung sichtbar ab – diese Stufe hat aber eher experimentellen Charakter. Kleine Schwäche: Für Zoomstufen unter dem Faktor fünf kommt nur die Hauptkamera zum Einsatz.

Nutzer können zwischen zwei Farbmodi wählen: Leica Vibrant („lebendig“) liefert kräftige Farben und starke Kontraste, während Leica Authentic („authentisch“) dezenter wirkt und eine etwas dunklere Stimmung erzeugt. Im Alltag überzeugt der lebendige Modus am meisten, auch wenn Farben oft etwas intensiv wirken. Der authentische Stil eignet sich dagegen gut für stimmungsvolle, leicht düstere Szenen.

Auch Selfies gelingen scharf und farblich ausgewogen, das Bokeh im Porträtmodus wirkt natürlich und sauber. Videos überzeugen ebenfalls mit hoher Schärfe und guter Stabilisierung. Möglich sind Aufnahmen in 4K mit bis zu 120 FPS oder sogar in 8K mit 30 FPS. Insgesamt bietet das Xiaomi 15T Pro eine hervorragende Kamera, die fast das Niveau des 15 Ultra erreicht und den Fokus klar auf die starke Telelinse legt.

Ausstattung

Statt eines Snapdragon-Chips wie in den Top-Modellen setzt Xiaomi beim 15T Pro auf den Mediatek Dimensity 9400+. Er ist zwar etwas schwächer als Qualcomms aktuelles Elite-Modell, bietet aber ebenfalls enorme Leistungsreserven. Im Alltag läuft das Smartphone sehr flüssig und reagiert ohne spürbare Verzögerungen.

Beim Benchmark PCMark Work erreichten wir starke 16.500 Punkte, und auch die Grafikleistung überzeugt mit 6000 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme – damit eignet sich das Xiaomi 15T Pro auch zum Spielen grafisch aufwendiger Titel. Unter Volllast im Stresstest wird das Gerät allerdings recht warm. Aufgrund der Wärmedrosselung erreicht es lediglich eine Effizienz von rund 60 Prozent. Das Xiaomi 15 Ultra kommt hier auf über 70 Prozent.

Der Arbeitsspeicher ist mit 12 GB RAM großzügig bemessen, dazu kommen 256 GB, 512 GB oder sogar 1 TB Speicher nach schnellem UFS-4.1-Standard. Bei den kabellosen Schnittstellen ist das Gerät auf neuestem Stand: 5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, NFC und der typische Infrarot-Port von Xiaomi sind vorhanden. Auf UWB verzichtet Xiaomi allerdings.

Einen großen Schwachpunkt gibt es aber: Der USB-C-Anschluss unterstützt nur USB 2.0 – bei diesem Preis wäre USB 3.2 angemessen gewesen, da kabelgebundene Datenübertragungen so recht langsam ausfallen. Das ist schon frech für den Preis.

Die Ortung über GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und Navic arbeitet sehr präzise. Im Test erreichten wir eine Genauigkeit von rund zwei Metern. Das Smartphone kann zwei physische SIM-Karten aufnehmen und zusätzlich bis zu zwei eSIMs unterstützen. Die Telefonqualität überzeugt, und auch das 5G im E-Netz wurde vollständig ausgereizt.

Eine Besonderheit bringt das Xiaomi 15T Pro mit: die Offline-Walkie-Talkie-Funktion „Xiaomi Astral Communication“. Sie ermöglicht Kommunikation ohne Mobilfunknetz über eine optimierte Bluetooth-Direktverbindung mit einer Reichweite von knapp 2 km zwischen zwei kompatiblen Geräten – praktisch etwa beim Wandern oder in Gebieten mit schlechtem Empfang. Aktuell unterstützen nur das Xiaomi 15T und 15T Pro die Funktion, weitere Modelle sollen folgen.

Die Stereo-Lautsprecher klingen klar und bleiben auch bei hoher Lautstärke verzerrungsfrei. Der Bass ist etwas zurückhaltend, was in dieser Klasse normal ist. Über die Dolby-Atmos-Software lässt sich der Klang leicht anpassen. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet zuverlässig und schnell.

Software

Das Xiaomi 15T Pro läuft mit Android 15 und der Bedienoberfläche Hyper OS 2. Der Sicherheits-Patch stammt zum Testzeitpunkt aus August, was noch in Ordnung ist. Ein Update auf Hyper OS 3 auf Basis von Android 16 soll bald folgen.

Xiaomi hat zudem seine Update-Politik verbessert: Das 15T Pro soll insgesamt fünf große Android-Upgrades und sechs Jahre Sicherheits-Updates erhalten. Das ist zwar nicht ganz auf dem Niveau von Samsung oder Google, geht aber in die richtige Richtung und dürfte für die meisten Nutzer ausreichen.

Hyper OS wirkt im Vergleich zu früheren Versionen deutlich aufgeräumter und übersichtlicher. Künstliche Intelligenz spielt hier eine geringere Rolle als bei der Konkurrenz – Xiaomi setzt hier vorwiegend auf Google Gemini.

Akku

Der Akku bietet eine stattliche Kapazität von 5500 mAh. Das ergibt in Kombination mit dem effizienten Prozessor eine lange Akkulaufzeit. Im PCMark Battery Test erreichte das Xiaomi 15T Pro einen guten Wert von 15,5 Stunden – damit liegt es fast auf Augenhöhe mit vielen anderen Top-Smartphones, auch wenn einige Geräte noch länger durchhalten. Regelt man das Display fest auf 60 Hz, hält das Smartphone gut drei Stunden länger durch.

Einen vollen Tag übersteht das Smartphone problemlos, bei sparsamer Nutzung sogar zwei. Es lässt sich mit bis zu 90 W schnell laden und ist in etwa einer halben Stunde vollständig aufgeladen – vorausgesetzt, man besitzt ein entsprechendes Ladegerät, denn ein Netzteil liegt nicht bei. Kabelloses Laden ist ebenfalls möglich. Das passende Ladegerät Xiaomi 90W Hypercharge Combo kostet rund 25 Euro.

Preis

Die UVP des Xiaomi 15T Pro liegt bei 800 Euro für die Version mit 256 GB, bei 900 Euro für 512 GB und bei 1000 Euro für 1 TB Speicher. Das ist ziemlich hoch, womit das Gerät den Preisrahmen der Mittelklasse eigentlich sprengt. Aber schon kurz nach dem Marktstart sind die Preise spürbar gefallen.

Die 256-GB-Variante kostet derzeit 606 Euro. Das Modell mit 512 GB liegt nur bei knapp 612 Euro – unsere empfohlene Wahl. Die Version mit 1 TB kostet etwa 670 Euro.

Fazit

Das Xiaomi 15T Pro zeigt eindrucksvoll, wie gut ein Smartphone für rund 600 Euro sein kann. Die Kamera überzeugt auf ganzer Linie, besonders die starke Telelinse hat uns begeistert. Auch die Leistung ist hoch, wenn auch nicht ganz auf Flaggschiff-Niveau eines Snapdragon 8 Elite. Für den Alltag bietet das Gerät jedoch reichlich Reserven für viele Jahre. Das edle Design gefällt und verleiht dem 15T Pro einen eigenständigen Charakter. Xiaomi bietet jetzt sechs Jahre Sicherheits-Updates und fünf große Android-Upgrades, was ein klarer Fortschritt ist.

Schwächen gibt es nur wenige: LTPO wäre schön gewesen für eine noch längere Akkulaufzeit. Ärgerlich ist der veraltete USB‑2.0‑Standard des Anschlusses, obwohl die restliche Ausstattung auf Top-Niveau liegt. Bei Nachtaufnahmen erreicht die Kamera nicht ganz das Niveau von Top-Modellen wie dem Xiaomi 15 Ultra oder dem Google Pixel 10 Pro – dennoch liefert sie hervorragende Ergebnisse.

Wer ein leistungsstarkes Smartphone mit Fokus auf Fotografie sucht und sich nicht an der Größe stört, bekommt mit dem Xiaomi 15T Pro ein rundum gelungenes Paket. Man muss also nicht zum Flaggschiff für über 1000 Euro greifen, um starke Fotos und hohe Qualität zu bekommen.

Motorola Edge 60 Pro im Test: Die Smartphone-Überraschung unter 400 Euro

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

VORTEILE

  • tolles Display
  • schickes Design
  • IP69 und MIL-STD-810H
  • gute Kamera mit Telelinse
  • starker Akku

NACHTEILE

  • nur USB 2.0
  • kein microSD-Slot
  • Software-Updates nur bis 2029

Helles OLED, schickes Design, vielseitige Kamera und massenhaft Speicher: Das Motorola Edge 60 Pro bringt Premium-Flair zum fairen Preis.

Das Motorola Edge 60 Pro will Oberklasse-Features zum Mittelklasse-Preis bieten. Es punktet mit einem strahlend hellen OLED-Display mit 120 Hz, einem trotz des schlanken Gehäuses großzügigen 6000‑mAh‑Akku, 12 GB RAM und 512 GB internem Speicher. Hinzu kommt eine Hauptkamera mit 50 Megapixeln sowie optischer Bildstabilisierung (OIS) und eine Weitwinkelkamera mit ebenfalls 50 Megapixeln. Dazu kommt ein Teleobjektiv mit 10 Megapixeln sowie 3-fachem optischen Zoom.

Gegenüber dem Edge 50 Pro (Testbericht) steigt auf dem Papier die Ausdauer deutlich, die maximale Bildwiederholrate sinkt hingegen moderat. Wir haben im Test überprüft, wie sich das hübsche Gerät abseits der Theorie in der Praxis schlägt.

Design

Eines kann Motorola: Design. Das Gehäuse des Edge 60 Pro ist extrem dünn und wirkt hochwertig sowie elegant. Mit kaum mehr als 8 mm Bautiefe ist das Gerät fast schon das Leichtgewicht unter den Oberklasse-Smartphones. Auch das Gewicht von 186 g sorgt dafür, dass es angenehm in der Hand liegt und den fast schon filigranen Eindruck verstärkt.

Sorgen müssen sich Nutzer jedoch nicht machen: Das Gerät wirkt zwar auf den ersten Blick zerbrechlich, liegt aber solide und stabil in der Hand. Die Verarbeitung ist hervorragend – die Spaltmaße stimmen, nichts knarzt. Die Tasten im Metallrahmen sitzen fest und bieten einen festen Druckpunkt. Insgesamt wirkt alles hochwertig, und wer sein Smartphone gerne einhändig bedient, profitiert von der schmalen Bauform und der griffigen Rückseite.

Ein Highlight: Das Chassis ist gegen Staub und sogar Strahlwasser abgedichtet. Motorola verweist auf Prüfungen nach IP69 und MIL-STD-810H. Das ist ungewöhnlich für ein Smartphone ohne den Zusatz „Outdoor“ – zumal es so grazil daherkommt. Allerdings ist beim Militärstandard nicht exakt festgelegt, welche Tests für die Zertifizierung tatsächlich absolviert werden müssen. Einen freiwilligen Härtetest würden wir diesem schicken Gerät daher dennoch besser nicht zumuten.

Die Rückseite ist entweder Lederoptik („veganes Leder“) oder mit texturierter Oberfläche erhältlich. Beide Varianten sehen edel aus, sorgen für guten Halt und verhindern weitgehend Fingerabdrücke. Wie gewohnt arbeitet Motorola dabei mit dem Farbspezialisten Pantone zusammen, was sich in auffälligen, aber nicht aufdringlichen Farbvarianten bemerkbar macht.

Die drei Kameralinsen sowie der LED-Blitz sitzen in einer dezenten, minimal erhöhten Fläche in der oberen linken Ecke der Rückseite. Ihre gleich großen, runden Einfassungen betonen das modulare Design, stehen leicht hervor und erinnern entfernt an einen klassischen Herd. Durch die Symmetrie und die feine Ausarbeitung wirkt das Ganze aber modern und ansprechend statt altmodisch.

Die Ränder des Displays sind sanft gekrümmt und verstärken den hochwertigen Gesamteindruck des Geräts zusätzlich. Gleichzeitig lässt das die Front schmaler wirken und verbessert die Ergonomie. Geschützt wird der Bildschirm von Corning Gorilla Glas 7i der aktuellen Generation. Zwar handelt es sich nicht um das Topglas des Herstellers, doch bietet auch 7i einen ordentlichen Schutz vor Kratzern und bei Stürzen.

Display

Das knapp 6,7 Zoll große POLED-Display des Motorola Edge 60 Pro bietet eine Auflösung von 2712 × 1220 Pixeln. Damit kommt es auf knackig-scharfe 446 Pixel pro Zoll (PPI) – mehr ist in Kombination mit den tollen Kontrasten, dem hervorragenden Schwarzwert und der Pantone-getreuen Farbwiedergabe für eine herausragende Darstellung definitiv nicht nötig.

Farben wirken satt, aber im Modus „natürlich“ nicht zu knallig. Wer es kräftiger mag, stellt auf „leuchtend“ um. Weiß bleibt neutral, Hauttöne wirken stimmig. Bemerkenswert ist die Spitzenhelligkeit: Laut Hersteller sind partiell bis zu 4500 cd/m² bei HDR-Inhalten möglich, im Alltag haben wir exzellente 1480 cd/m² gemessen – das ist stark! Inhalte bleiben damit selbst im direkten Sonnenlicht einwandfrei ablesbar.

Einen Rückschritt – zumindest auf dem Papier – stellt die Bildwiederholrate von jetzt „nur noch“ 120 Hz dar. Zwar konnte der Vorgänger Edge 50 Pro mit 144 Hz noch mehr, aber nicht erst bei dem haben wir angemerkt, dass der Unterschied von 120 zu 144 Hz kaum sichtbar, stattdessen aber eher unnötig energieintensiv ist. Das sieht Motorola jetzt offenbar ähnlich.

Die seitlichen Krümmungen sehen edel aus und eventuelle Spiegelungen stören im Alltag kaum. Motorolas Palm-Rejection, also die Erkennung von versehentlichen Berührungen des Touchscreens mit den Fingerspitzen oder dem Handballen beim Halten des Geräts, arbeitet zuverlässig, sodass es bei der Nutzung nicht zu Fehlbedienungen kommt. Schade: Ein echtes Always-on-Display gibt es weiterhin nicht. Dennoch ist das Display ein Highlight des Edge 60 Pro.

Kamera

Motorola setzt beim Edge 60 Pro auf eine Triple-Cam und technische Finesse. Als Hauptkamera verwendet der Hersteller ein Modul von Sony (Lytia 700 C, basiert auf IMX896 ) mit 50 Megapixeln und lichtstarker f/1.8-Blende samt optischer Stabilisierung (OIS). Dazu kommt eine Kamera von Samsung mit 50 Megapixeln als Weitwinkel und Makro mit Autofokus. Abgerundet wird das Set von einer Tele-Kamera mit 10 Megapixeln, 3-fachem optischem Zoom und OIS, die ebenfalls von Samsung stammt. Vorn steckt eine Kamera mit 50 Megapixeln und f/2.0, erneut von Samsung.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera detailreiche, scharfe Fotos mit ausgeprägter Bilddynamik, guten Kontrasten und natürlichen, aber intensiven Farben. Bei wenig Licht hellt die Software nur dezent und damit natürlich auf. Dadurch wirken entsprechende Aufnahmen natürlich und bei ausreichender Beleuchtung dennoch hell genug. Bildrauschen tritt wie bei der Konkurrenz dann trotzdem etwas stärker auf. Feine Texturen und Details leiden entsprechend eher als bei den Klassenbesten, insgesamt sind aber auch Nachtaufnahmen richtig gut. Das gilt auch für das Teleobjektiv.

Schwierige Lichtsituationen wie Gegenlicht meistert die Hauptkamera ebenfalls solide, die Zusatzobjektive – vorrangig das Weitwinkel – etwas schwächer. Die Weitwinkeloptik hält dafür bei gutem Licht bei Schärfe und generellem Eindruck ordentlich mit und punktet dank Autofokus auch im Nahbereich. Das Teleobjektiv sorgt bei 3-facher Vergrößerung für stimmige Porträts und gelungene Tiefenwirkung. Die Bildqualität ist mit ausreichendem Licht ebenfalls klasse. Bis zum 5-fachen Zoom ist das Ergebnis gut nutzbar, darüber sieht man zunehmend den Eingriff der Software.

Als störend empfanden wir während des Fotografierens den zu hektischen Wechsel zwischen den Objektiven bei nahen Motiven. Kaum hat man gerade ein Objekt im Fokus, springt auch schon die Ansicht um und selbst auf dem Display ist dabei häufig die Bildqualität schlechter als zuvor. Das nervt. Abhilfe schafft zum Glück das Deaktivieren der Funktion „automatisches Makro“ in den Kamera-Einstellungen.

Die Videoauflösung endet bei 4K mit 30 FPS – eine echte Enttäuschung, da Kameraschwenks so immer ruckelig wirken. Das passt nicht zur restlichen Qualität von aufgenommenen Videos, bei denen die Stabilisierung zuverlässig, wenn auch nicht spektakulär arbeitet. Auch Tonaufnahmen sind klar verständlich, der Windfilter verrichtet seine Arbeit ordentlich.

Ausstattung

Im Inneren steckt ein Mediatek Dimensity 8350, der für die obere Mittelklasse gedacht ist. Zielsetzung bei seiner Entwicklung war in erster Linie Energieeffizienz, Leistung stand erst an zweiter Stelle. Entsprechend bleibt das Edge 60 Pro in Benchmarks hinter aktuellen Spitzen-Chips wie einem Snapdragon 8 Elite deutlich zurück, liegt aber spürbar vor Geräten mit Snapdragon 7 Gen 4. In 3Dmark Wild Life Extreme erreicht das Handy etwa 3000 Punkte, in PCmark Work 3.0 knapp 20.000 Punkte.

Im Alltag geht alles flott von der Hand. Apps starten schnell, auch bei vielen offenen Apps im Hintergrund ist Multitasking dank 12 GB LPDDR5X-RAM kein Problem und selbst anfordernde Spiele laufen stabil mit hohen Details. Bei langen Sessions wird das Gerät dabei allerdings spürbar warm. Auch große Spiele und speicherintensive Dateien finden im internen Speicher problemlos Platz. 512 GB UFS-4.0-Speicher sind üppig, schnell und damit zukunftssicher.

Bluetooth 5.4, NFC, Wi-Fi 6E und 5G sind natürlich ebenfalls mit dabei. Dank Dual-SIM-Fähigkeit dürfen Nutzer zwei Nano-SIMs einlegen, hinzu kommt eSIM-Support. Eine microSD-Erweiterung gibt es nicht. Schade: Motorola verbaut beim Edge 60 Pro lediglich USB‑C 2.0. Der Standard erlaubt nur eine langsame Datenübertragung und gilt längst als nicht mehr zeitgemäß.

Die Stereo-Lautsprecher mit Dolby Atmos liefern dafür klare Stimmen und ordentlichen Druck für solch ein dünnes Handy. Der In-Display-Fingerabdrucksensor reagiert zügig und zuverlässig, ist für unseren Geschmack allerdings etwas zu weit nach unten an den Display-Rand gewandert.

Software

Ab Werk läuft Android 15 mit schlanker Motorola-Oberfläche. Das System wirkt aufgeräumt. Bloatware ist kaum vorhanden und lässt sich bei Bedarf deinstallieren. Die bekannten Moto-Gesten bleiben ein praktisches Plus: Die Taschenlampe lässt sich per doppelter Hackbewegung aktivieren, die Kamera per Drehbewegung öffnen und Screenshots per Drei-Finger-Touch aufnehmen.

Neu ist eine dedizierte AI-Taste. Sie startet Motor AI mit Funktionen wie Transkription, Zusammenfassung und Bildwerkzeugen. Notizen lassen sich automatisiert strukturieren, Googles Circle to Search zur Bildsuche ist ebenfalls integriert. Smart Connect bindet PC, Tablet und TV ein und erlaubt schnelle Übergaben von Inhalten untereinander, Benachrichtigungsspiegelung und Drag-and-drop. Für manche AI-Dienste ist ein Motorola-Konto nötig.

Das Update-Versprechen bleibt eher konservativ. Motorola nennt drei große Android-Versionen und vier Jahre Sicherheits-Patches. Damit reicht der Support nach heutigem Stand bis 2029. Das ist in Ordnung, mancher Konkurrent verspricht inzwischen aber bis zu sieben Jahre.

Akku

Trotz der schlanken Bauform des Motorola Edge 60 Pro verbaut der Hersteller einen großzügigen Akku mit 6000 mAh. Offizielle Details zur Technologie gibt es zwar nicht, doch wahrscheinlich handelt es sich um einen Lithium-Ionen-Akku mit spezieller Silizium-Kohlenstoff-Anode. Diese ermöglicht eine höhere Energiedichte als herkömmliche Grafit-Anoden – und erklärt die für ein so dünnes Smartphone beachtliche Kapazität.

Im Alltag schlägt sich das Gerät dank des großen Akkus überdurchschnittlich gut: Ein Tag intensiver Nutzung ist problemlos möglich, bei moderatem Betrieb hält es meist zwei bis drei Tage durch. Das kann sich sehen lassen – zumal man dies einem so schlanken Smartphone kaum zutrauen würde.

Aufgeladen wird kabelgebunden mit bis zu 90 W, sofern ein kompatibles Motorola-Netzteil oder ein Ladegerät mit USB Power Delivery 3.0 zur Verfügung steht. Im Lieferumfang liegt allerdings keines bei. Bereits nach rund 15 Minuten ist der Akku etwa zur Hälfte gefüllt, nach etwa 50 Minuten vollständig. Kabelloses Laden wird mit bis zu 15 W unterstützt, kabelgebundenes Reverse Charging mit bis zu 5 W.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 600 Euro. Bei Drittanbietern gibt es das Gerät bereits für knapp 380 Euro. Als Farben stehen Grau, Blau und Violett zur Wahl.

Fazit

Das Motorola Edge 60 Pro überzeugt mit hochwertiger Haptik, exzellenter Verarbeitung und einem Auftritt, der an ein echtes High-End-Smartphone erinnert. Dazu passen die Ausstattungspunkte wie Schutz nach IP69 und MIL‑STD‑810H, das starke OLED‑Display, eine Kamera, die fast auf Augenhöhe mit der Smartphone-Elite agiert, sowie der großzügige Speicher. Auch der Akku weiß zu gefallen: Er hält lange durch und lässt sich schnell laden – auf Wunsch sogar kabellos. Ebenso macht die Alltags‑Performance einen rundum überzeugenden Eindruck.

Dennoch gibt es Punkte, die den vergleichsweise niedrigen Preis erklären: Software‑Updates könnten länger garantiert sein, USB 2.0 ist nicht mehr zeitgemäß, und reine Benchmark-Enthusiasten werden mit dem Edge 60 Pro kaum glücklich. Letztlich bietet das Gerät jedoch viel Oberklasse-Feeling zum fairen Preis – mit Kompromissen, die im Alltag leicht zu verschmerzen sind.

Honor 400 Pro im Test: Hervorragendes Smartphone mit Top-Kamera

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

VORTEILE

  • schnelle CPU
  • lange Akkulaufzeit
  • Top-Kamera mit starker Telelinse
  • 6 Jahre Software-Updates

NACHTEILE

  • nur USB-C 2.0
  • Fotos wirken teilweise zu knallig
  • viele zusätzliche Apps

Das Honor 400 Pro mit starker Kamera, Snapdragon 8 Gen 3 und KI-Features ist beinahe ein Flaggschiff. Wie gut das Smartphone für knapp 800 Euro ist, zeigt der Test.

Die Number-Reihe steht bei Honor traditionell für gut ausgestattete Smartphones der Mittel- und Oberklasse. Das Pro-Modell legt dabei einmal mehr den Schwerpunkt auf die Kamera. Mit dem Honor 400 Pro bringt der Hersteller ein nahezu vollwertiges Flaggschiff auf den Markt, das nur knapp hinter den aktuellen Geräten der Magic-Serie zurückbleibt. Allerdings kratzt die UVP auch an der Premiumklasse.

Als Prozessor kommt der flotte Snapdragon 8 Gen 3 aus dem Vorjahr zum Einsatz. Die Triple-Kamera mit Teleobjektiv liefert solide Ergebnisse, ergänzt um einige spannende KI-Funktionen. Wie gut das abgespeckte Flaggschiff im Alltag wirklich abschneidet, klärt unser Test.

Design

Das Honor 400 Pro bietet ein sehr elegantes Design. Die Verarbeitung ist erstklassig: Die Tasten sitzen fest und bieten einen klar definierten Druckpunkt. Die Linienführung des Gehäuses ist sauber, ohne scharfe Kanten, und die leicht abgerundeten Ränder sowie das 2,5D-Display sorgen für eine angenehme Haptik. Es liegt gut in der Hand, verrutscht nicht so leicht und ist relativ unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken.

Die Rückseite besteht aus Glas, der Rahmen aus Metall – beides verleiht dem Gerät eine edle Anmutung. Trotz seiner wuchtigen Abmessungen von 160,8 × 76,1 × 8,1 mm liegt das Smartphone mit 205 g noch vergleichsweise leicht in der Hand. Auffällig ist das markante Kameraelement auf der Rückseite: In einem umgedrehten Trapez mit abgerundeten Kanten sind die drei Objektive samt LED-Blitz untergebracht – sehr präsent, aber stilvoll integriert.

Hervorzuheben ist die IP69-Zertifizierung. Diese Schutzklasse ist bei Smartphones noch selten und bedeutet, dass das Gerät nicht nur gegen Staub, sondern auch gegen starkes Strahlwasser und sogar Hochdruckreinigung geschützt ist – ideal für besonders anspruchsvolle Einsatzbedingungen.

Display

Das Honor 400 Pro verfügt über ein 6,7 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 2800 × 1280 Pixeln. Mit einer Pixeldichte von 460 PPI bietet es eine messerscharfe Darstellung. Die adaptive Bildwiederholrate liegt zwischen 60 und 120 Hz und passt sich automatisch an die jeweilige Nutzungssituation an.

Laut Hersteller erreicht das Display eine maximale Helligkeit von bis zu 5000 Nits, was auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine einwandfreie Ablesbarkeit gewährleistet. Hohe Kontraste, satte Schwarzwerte und eine ausgewogene Farbdarstellung runden den positiven Gesamteindruck ab.

Die Frontkamera sitzt in einer etwas breiteren, ovalen Punch-Hole-Notch, da sie neben der Selfie-Kamera eine zweite Linse für eine verbesserte 3D-Gesichtserkennung integriert. Das Design erinnert in Ansätzen an Apples Dynamic Island, fällt jedoch kompakter aus. Im Android-Umfeld stellt diese Lösung eine Besonderheit dar.

Kamera

Das Honor 400 Pro ist mit einem leistungsstarken Triple-Kamera-System ausgestattet. Die Hauptkamera bietet eine Auflösung von 200 Megapixeln (f/1.9) und verfügt über optische Bildstabilisierung (OIS) sowie Phasenvergleichs-Autofokus. Ergänzt wird sie durch ein 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/2.4) mit ebenfalls OIS und eine 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2).

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera exzellente Aufnahmen mit hoher Detailtreue, ausgewogener Dynamik und realistischen Farben. Auch die Telelinse überzeugt mit scharfen, kontrastreichen Bildern und ist für Porträts und entfernte Motive gut geeignet. Nachtaufnahmen gelingen ebenfalls – trotz gelegentlichem Bildrauschen bleibt die Bildqualität insgesamt überzeugend. Die Ultraweitwinkelkamera kann in puncto Schärfe, Bilddetails und Farbdynamik nicht ganz mit den beiden anderen Modulen mithalten, liefert aber dennoch brauchbare Ergebnisse.

Nutzer können zwischen drei Bildprofilen wählen: „Natürlich“, „Dynamisch“ und „Authentisch“. Diese beeinflussen Farbsättigung, Kontraste sowie die Wiedergabe von hellen und dunklen Bildbereichen. Manchmal wirken Fotos aber nicht mehr natürlich. Für Porträtaufnahmen stehen zudem drei Filter des bekannten Fotostudios Harcourt zur Verfügung, die bereits aus dem Vorgänger Honor 200 Pro bekannt sind. Eine KI-gestützte Optimierung sorgt zusätzlich für verbesserte Hauttöne und feinere Details bei Gesichtern.

Videos sind in 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde möglich. Auch HDR-Modi für kontrastreiche Szenen sind integriert. Damit bietet das Honor 400 Pro eine Kameraausstattung, die sich in der oberen Mittelklasse sehen lassen kann.

Ausstattung

Das Honor 400 Pro ist mit dem Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 ausgestattet, einem High-End-Prozessor aus dem Jahr 2024. Trotz der inzwischen verfügbaren Nachfolgegeneration liefert der Chip noch immer mehr als genügend Leistung für alle Aufgaben – ob im Alltag, beim Multitasking oder bei grafikintensiven Spielen. Das System reagiert im Test durchweg flüssig und verzögerungsfrei.

In den Benchmarks bestätigt das Gerät seine starke Performance: Bei PCmark erreicht es rund 18.000 Punkte, bei 3DMark Wild Life Extreme knapp 4500 Punkte – Werte, die es für die kommenden Jahre zukunftssicher machen.

Auch bei Speicher und Arbeitsspeicher zeigt sich das Honor 400 Pro großzügig. Es ist standardmäßig mit 512 GB internem Speicher ausgestattet, eine Erweiterung per microSD ist allerdings nicht möglich. Hinzu kommen 12 GB RAM, die für eine reibungslose Nutzung sorgen.

Zur biometrischen Entsperrung bietet das Honor 400 Pro zwei schnelle und zuverlässige Optionen: Dazu gehört ein im Display integrierter Fingerabdrucksensor sowie eine 3D-Gesichtserkennung, die mithilfe einer zweiten Frontkamera umgesetzt wird. Letztere ist deutlich sicherer als die herkömmliche 2D-Gesichtserkennung, wie sie bei vielen anderen Android-Smartphones zum Einsatz kommt.

Bei den Schnittstellen zeigt sich das Gerät auf der Höhe der Zeit: Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC und 5G gehören zur Ausstattung. Die Stereo-Lautsprecher liefern einen klaren und kräftigen Klang – für ein Smartphone dieser Klasse absolut angemessen.

Ein großer Schwachpunkt bleibt jedoch: Honor setzt beim USB-Anschluss lediglich auf USB-C 2.0. Angesichts der ansonsten hochwertigen Ausstattung ist das kaum nachvollziehbar – insbesondere im Hinblick auf Datentransferraten.

Honor-Smartphones unterstützen ferner den BMW Digital Key nicht. Dieser ist ausschließlich mit bestimmten Modellen kompatibel, etwa von Herstellern wie Apple, Samsung, Google, Motorola, Oneplus oder Xiaomi.

Software

Auf dem Honor 400 Pro läuft Android 15 mit der Bedienoberfläche Magic OS in Version 9, die optisch stark an iOS und Huaweis EMUI erinnert. Der App-Drawer ist standardmäßig deaktiviert, lässt sich aber über die Startbildschirm- und Wallpaper-Einstellungen aktivieren. Das Einstellungsmenü ist zweigeteilt: Benachrichtigungen werden zentral von oben, das Kontrollzentrum vom rechten oberen Rand aufgerufen.

Zum Testzeitpunkt stammt der Sicherheits-Patch aus dem Mai und ist somit noch hinreichend aktuell. Honor verspricht sechs Jahre lang Software- und Sicherheits-Updates – ein erfreulich langer Zeitraum für ein Android-Gerät.

Magic OS bietet zudem praktische Funktionen wie eine Multi-Windows-Ansicht, eine seitliche App-Leiste für Schnellzugriffe sowie das „Magic Portal“, mit dem sich Inhalte wie Adressen oder Texte direkt in passende Apps übertragen lassen, etwa in Google Maps oder Messenger. Auch die „Knöchel-Geste“ zur Markierung von Bildausschnitten ist an Bord – ähnlich wie „Circle to Search“ von Samsung, in der Praxis aber weniger zuverlässig.

Ein Highlight ist das neue KI-Foto-Feature, das aus einem einzelnen Bild ein kurzes animiertes Video erzeugt – etwa im Stil von Stop-Motion. Besonders bei Nahaufnahmen, etwa von Miniaturfiguren, entstehen beeindruckende Effekte: Die KI simuliert sogar einen Finger, der die Figuren scheinbar bewegt. Ergänzt wird das durch weitere KI-Funktionen wie Google Gemini, einen Fotoradierer, Nachschärfung von Zoomaufnahmen und automatische Zusammenfassungen in der Notizen-App.

Es gibt jedoch eine Vielzahl vorinstallierter Honor-Apps, um die Google-Lösungen zu verdrängen. So ist etwa die hauseigene Kalender-App weniger ausgereift als das Google-Pendant, und Synchronisierungen funktionieren teilweise verzögert.

Akku

Der Silizium-Kohlenstoff-Akku des Honor 400 Pro bietet trotz des schlanken Gehäuses eine beeindruckende Kapazität von 5300 mAh – ein guter Indikator für lange Laufzeiten. Diese Technologie ermöglicht kompaktere Akkus, weil diese eine höhere Energiedichte haben und somit mehr Energie auf gleichem Raum speichern können.

Unsere Messungen bestätigen diesen Eindruck: Im PCMark Battery Test erreichte das Gerät eine Laufzeit von über 14 Stunden im simulierten Dauerbetrieb – ein ausgezeichnetes Ergebnis für ein Smartphone dieser Leistungsklasse. Einen Tag sollte es also problemlos ohne Netzteil schaffen.

Das Honor 400 Pro bietet beeindruckende Ladeleistungen: Über Kabel sind mit Honor Supercharge bis zu 100 Watt möglich, kabelloses Laden wird mit bis zu 50 Watt unterstützt (Honor Wireless Supercharge). Ein Netzteil liegt dem Gerät jedoch nicht bei – wer die volle Ladegeschwindigkeit nutzen möchte, muss entsprechendes Zubehör separat erwerben. Mit dem passenden Ladegerät ist der Akku kabelgebunden in knapp über 30 Minuten vollständig geladen, kabellos dauert es bei 50 Watt etwa eine Stunde.

Preis

Die UVP liegt – wie schon beim Vorgänger – bei stolzen 799 Euro und sprengt damit den Rahmen der gehobenen Mittelklasse. Die Preise dürften jedoch weiter fallen: Aktuell ist das Honor 400 Pro bereits ab etwa 459 Euro erhältlich. Verfügbar ist das Gerät in den Farben Anthrazit und Grau.

Fazit

Mit dem Honor 400 Pro ist dem chinesischen Hersteller ein überzeugendes Oberklasse-Smartphone gelungen. Die hochwertige Verarbeitung, die starke Triple-Kamera und die hervorragende Akkulaufzeit sprechen für sich. Auch wenn der verbaute Snapdragon 8 Gen 3 nicht mehr der neueste High-End-Chip ist, liefert er weiterhin für die nächsten Jahre mehr als genug Leistung für alle Anwendungen – vom Alltag bis zum Gaming.

Besonders gefallen haben uns die KI-Funktionen, etwa das neue Feature, das aus einem einzigen Foto animierte Kurzvideos erstellt – kreativ und beeindruckend umgesetzt. Wer nicht über 1000 Euro für ein Flaggschiff ausgeben möchte, findet im Honor 400 Pro eine attraktive Alternative für unter 800 Euro.

Abzüge gibt es für die veraltete USB-C-2.0-Schnittstelle – in diesem Preisbereich kaum nachvollziehbar. Auch die Vielzahl vorinstallierter Apps stört etwas – viele davon können qualitativ nicht mit den Google-Originalen mithalten. Perfekt ist das Honor 400 Pro also nicht, doch es bietet ein starkes Gesamtpaket und präsentiert sich als gelungenes Sub-Flaggschiff. Eine clevere Wahl für alle, die Wert auf Design, Kamera und Performance legen, ohne dafür vierstellige Beträge ausgeben zu wollen.

Samsung Galaxy S25 FE im Test: Top-Smartphone als Kompromiss oder Mogelpackung?

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

VORTEILE

  • tolle Bildqualität des AMOLED-Displays
  • gute Triple-Kamera bei Tag und Nacht mit optischem Zoom
  • 7 Jahre Software-Support
  • hochwertige Verarbeitung
  • sinkende Preise

NACHTEILE

  • hohe UVP
  • mäßige Akkulaufzeit
  • ohne LTPO-Technologie
  • niedriges PWM-Dimming
  • CPU mit Schwächen bei Effizienz

Das Galaxy S25 FE verspricht Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis. Im Vergleich zum Vorgänger scheint sich aber nur wenig geändert zu haben.

Zum fünften Mal bringt Samsung eine Fan-Edition seiner Galaxy‑S‑Reihe auf den Markt. Die Modelle kombinieren High-End-Features mit gezielten Abstrichen, um Flaggschiff-Technik zum Mittelklassepreis anzubieten – zumindest in der Theorie.

Auch beim Galaxy S25 FE bleibt die UVP zunächst hoch, sinkt jedoch traditionell schnell. Optisch wirkt das Smartphone hochwertig und schlanker als der Vorgänger, technisch erinnert jedoch vieles an das S24 FE. Wir klären im Test, ob die neue Fan-Edition ein gelungener Kompromiss oder eher ein lauer Aufguss ist.

Design

Das Design des Samsung Galaxy S25 FE zeigt sich vertraut – auf den ersten Blick könnte man es leicht mit dem Galaxy S25+ oder dem S24 FE verwechseln. Samsung bleibt seiner klaren, minimalistischen Formensprache treu: Auf der Rückseite finden sich drei einzeln eingefasste Kameralinsen, eingebettet in ein kantiges Gehäuse mit Metallrahmen sowie Glasrückseite.

Die Verarbeitung überzeugt durchweg. Von der früheren Kunststoffanmutung älterer FE-Modelle ist nichts mehr zu spüren – das S25 FE wirkt solide, hochwertig und elegant. Gleichzeitig ist die Optik, gerade im direkten Vergleich zu neueren Konkurrenten, etwas konservativ und nur dezent modernisiert.

Mit Abmessungen von 161,3 × 76,6 × 7,4 mm liegt das Smartphone nahezu auf dem Niveau seines Vorgängers und ist nur minimal größer als das S25+. Das Gewicht bleibt mit 190 g angenehm im Rahmen. Positiv: Die Display-Ränder sind etwas schmaler geworden, das Gehäuse ist zudem dünner, was für einen edleren Look sorgt.

Wie schon beim Vorgänger ist das Gehäuse nach IP68 zertifiziert und damit gegen Staub und Wasser geschützt – ein Detail, das man in dieser Preisklasse keineswegs als selbstverständlich ansehen kann.

Display

Das AMOLED-Display des Samsung Galaxy S25 FE wird nun durch widerstandsfähiges Gorilla Glass Victus+ geschützt, was die Alltagstauglichkeit erhöht und Kratzern besser vorbeugt. An den grundlegenden Spezifikationen hat sich gegenüber dem S24 FE allerdings wenig verändert: Die Bilddiagonale beträgt 6,7 Zoll bei einer Auflösung von 2340 × 1080 Pixeln, was eine scharfe Darstellung mit rund 385 PPI ermöglicht. Zum Vergleich: Das S25+ bietet hier eine 3K-Auflösung.

Die Screen-to-Body-Ratio liegt bei starken 89 Prozent – ein ausgezeichnetes Verhältnis. Deutliche Fortschritte zeigt Samsung bei der Displayhelligkeit: Mit bis zu 1900 Nits Spitzenwert bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung hervorragend ablesbar.

Auf die LTPO-Technologie der teureren S25-Modelle muss das FE allerdings verzichten. Die Bildwiederholrate erreicht zwar bis zu 120 Hz, lässt sich jedoch nicht stufenlos anpassen, sondern wechselt lediglich zwischen festen Stufen. Das PWM-Dimming liegt bei vergleichsweise niedrigen 240 Hz, was bei empfindlichen Nutzern zu Unwohlsein führen könnte.

Wie gewohnt liefert das AMOLED-Panel eine exzellente Bildqualität mit kräftigen Farben, satten Kontrasten und ausgezeichneter Blickwinkelstabilität. Insgesamt präsentiert sich der Bildschirm also als eine der klaren Stärken des Galaxy S25 FE – typisch Samsung.

Kamera

Auch beim Kamera-Setup bleibt Samsung beim Galaxy S25 FE der bisherigen Linie treu. Auf der Rückseite sitzt eine Triple-Kamera, bestehend aus einer 50-Megapixel-Hauptlinse mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera sowie einer 8-Megapixel-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom – exakt die gleiche Kombination wie beim Vorgängermodell. Dazu kommt wieder eine Frontkamera mit 12 Megapixeln.

Im Vergleich zum S25+ fällt vorwiegend die Telekamera etwas ab, da sie eine geringere Auflösung bietet. Hier hätte sich Samsung etwas mehr Innovation erlauben dürfen, beispielsweise durch die stärkere Telelinse aus dem größeren Modell. Insgesamt liefert das Kamera-Setup solide Ergebnisse, bleibt aber eher evolutionär als revolutionär – bewährt, aber ohne echte Neuerungen. Gefühlt tut sich hier seit Jahren wenig.

Dennoch liefert auch das S25 FE beeindruckende Fotos. Die Bildqualität überzeugt mit klaren Details, hohem Dynamikumfang und natürlichen Farben – auch wenn diese manchmal etwas zurückhaltend wirken. Die Telelinse bietet einen dreifachen optischen Zoom. Bis zu einer zehnfachen Vergrößerung lassen sich noch gute Ergebnisse erzielen, darüber hinaus nimmt das Bildrauschen stark zu. Bis zu 30-fach ist möglich.

Der Nachtmodus arbeitet zuverlässig: Er hellt dunkle Szenen spürbar auf und sorgt für sehenswerte Aufnahmen, ohne dass das Bildrauschen störend auffällt. Am besten schneidet hier das Hauptobjektiv ab. Die KI greift dabei gelegentlich unterstützend ein – so entstehen mit der Telelinse beeindruckende Mondaufnahmen, die jedoch softwareseitig nachbearbeitet werden.

Im direkten Vergleich zeigen vorwiegend das Galaxy S25 und S25+ bei schwierigen Lichtbedingungen und Teleaufnahmen noch einmal bessere Resultate – sie holen feinere Details heraus und rauschen weniger. Für den Alltag und die meisten Anwendungsfälle liefert das S25 FE dennoch rundum gute Fotos und ein verlässliches Kameraerlebnis. Auch Selfies sehen klasse aus, Videos sind bei 4K-Auflösung mit 60 FPS (Frames pro Sekunde) möglich oder bei 8K mit 30 FPS.

Ausstattung

Beim Prozessor geht das Galaxy S25 FE innerhalb der neuen S25-Reihe den deutlichsten Kompromiss ein. Statt eines Qualcomm-Chips verbaut Samsung den Exynos 2400, der bereits im Galaxy S24 und S24+ zum Einsatz kam. Im Vergleich zum S24 FE mit dem leicht abgespeckten Exynos 2400e bedeutet das immerhin einen kleinen Fortschritt. Die Performance passt im Alltag: Das System läuft flüssig und stabil, Apps starten schnell, und auch anspruchsvollere Spiele sind problemlos spielbar.

In der Grafikleistung liegt das FE jedoch etwas hinter dem S25 und S25+, die mit dem stärkeren Snapdragon 8 Elite ausgestattet sind. Mit rund 4200 Punkten im 3DMark Wild Life Extreme bewegt sich das S25 FE aber weiterhin im oberen Mittelfeld – nicht ganz Flaggschiff-Niveau, aber mehr als ausreichend für die meisten Nutzer. Allerdings wird das Smartphone unter hoher Auslastung spürbar warm, dann drosselt die CPU die Leistung.

Beim Speicher stehen 128, 256 oder 512 GB zur Wahl. Da eine microSD-Erweiterung nicht möglich ist, empfiehlt sich mindestens die 256-GB-Variante. Der Arbeitsspeicher umfasst 8 GB RAM und liegt damit leicht unter dem Niveau der größeren S25-Modelle.

Die Ausstattung ist auf modernem Stand: USB-C 3.2, Wi-Fi 6E, Bluetooth 5.4, NFC und 5G sind an Bord, ebenso eSIM-Unterstützung. Der Fingerabdruckscanner unter dem Display arbeitet schnell und zuverlässig. Wi-Fi 7 wäre allerdings schön gewesen, UWB (Ultra-Wideband) fehlt.

Auch der Stereo-Sound kann überzeugen – klar, laut und ausgewogen. Zusätzlich bietet Samsung die Funktion Adapt Sound, die nach einem kurzen Hörtest die Klangwiedergabe individuell anpasst. So werden hohe Frequenzen oder leise Passagen gezielt verstärkt, was vor allem älteren oder hörgeschwächten Nutzern zugutekommt. Die Funktion wirkt jedoch nur bei der Nutzung von Kopfhörern.

Software

Eine der größten Stärken des Galaxy S25 FE bleibt – typisch für Samsung – die Software, sofern man sich mit der eigenständigen Optik von One UI anfreundet. Das Smartphone wird mit Android 16 und One UI 8 ausgeliefert. Samsung garantiert für 7 Jahre Software- und Sicherheits-Updates, was im Android-Bereich immer noch vorbildlich ist. Zum Testzeitpunkt war der Sicherheitspatch aktuell.

Das neue „Now Brief“-Widget bündelt auf dem Homescreen Wetter, Termine und Verkehrsinformationen, während die „Now Bar“ Live-Infos wie Stoppuhren oder Erinnerungen bietet. Wie gewohnt installiert Samsung zahlreiche eigene Apps neben den Google-Diensten, die sich bei Bedarf deaktivieren, aber nicht vollständig deinstallieren lassen.

Das S25 FE unterstützt die kompletten Galaxy-AI-Funktionen der S25-Serie. Statt Bixby greift Samsung dabei stärker auf Googles Gemini zurück, das mit seinen AI Agents App-übergreifende Aufgaben übernimmt – etwa die Suche nach Sport-Events mit automatischem Kalendereintrag oder die Restaurantwahl nach persönlichen Vorlieben.

Weitere KI-Features sind die sprachgesteuerte Suche in den Einstellungen, AI Select zum Zuschneiden von Bildschirminhalten und Circle to Search, das nun auch Musik erkennen kann. Der integrierte Dolmetscher übersetzt Gespräche und Telefonate in Echtzeit, wenn auch mit leichter Verzögerung. Hinzu kommen KI-gestützte Fotofunktionen wie der Radierer oder das Entfernen von Spiegelungen, die im Test erstaunlich zuverlässig arbeiten.

Akku

Der Akku des Galaxy S25 FE bietet jetzt eine Kapazität von 4900 mAh und liegt damit auf dem Niveau des S25+, was gegenüber dem Vorgänger ein kleiner Zugewinn ist. Unser üblicher Battery Test von PCMark ließ sich allerdings aufgrund von Kompatibilitätsproblemen mit One UI 8 und Android 16 nicht durchführen.

Im Praxistest zeigte sich, dass die Akkulaufzeit etwas kürzer ausfällt als beim S25+. Grund dafür ist die geringere Effizienz des Exynos-Chips. In der Regel schafft das S25 FE zwar locker einen Tag, hält aber im Durchschnitt rund zwei Stunden weniger durch als das Plus-Modell mit Qualcomm-Prozessor – einer der wenigen echten Schwachpunkte des abgespeckten Premium-Geräts.

Positiv: Samsung hat das Laden deutlich verbessert. Das S25 FE unterstützt jetzt 45 W Schnellladen – allerdings messen wir in der Praxis hier eher 30 W. Damit ist eine vollständige Ladung in etwa einer Stunde möglich. Auch kabelloses Laden mit 15 W ist möglich, ebenso wie das Reverse-Wireless-Charging anderer Geräte mit bis zu 4,5 W.

Preis

Die UVP des Galaxy S25 FE ist mit 749 Euro für 128 GB, 809 Euro für 256 GB und 929 Euro für 512 GB eindeutig zu hoch angesetzt. Inzwischen sind die Preise jedoch deutlich gefallen: Aktuell ist das Modell mit 128 GB ab etwa 480 Euro erhältlich. Empfehlenswerter ist jedoch die 256-GB-Variante, die bei rund 493 Euro liegt. Die Ausführung mit 512 GB Speicher kostet aktuell 649 Euro.

Fazit

Das Samsung Galaxy S25 FE überzeugt mit einem tollen Display, starker Performance und einer guten Kamera. Die Verarbeitung mit Metallrahmen und Glasrückseite ist wie gewohnt exzellent, optisch ist das Modell kaum vom regulären S25+ zu unterscheiden. Der Akku ist leicht gewachsen, und der Prozessor bietet im Vergleich zum S24 FE ein kleines Leistungsplus.

Allerdings wirkt es, als hätte sich Samsung in diesem Jahr etwas weniger Mühe gegeben. Das Kamera-Setup entspricht weitgehend dem der letzten FE-Generationen, und der Exynos 2400 bleibt im Hinblick auf Grafikleistung und Energieeffizienz klar hinter den Snapdragon-Chips der teureren Modelle zurück. Die Akkulaufzeit fällt entsprechend etwas kürzer aus als beim S25+.

Zum Marktstart war der Preis in unseren Augen zu hoch – ein reguläres S25+ bot kurzzeitig das bessere Gesamtpaket zum nahezu gleichen Preis. Inzwischen sind die Preise spürbar gefallen. Bald könnte die 500-Euro-Grenze in Reichweite liegen. Dann wird aus der Fan-Edition auch ein echter Preis-Leistungs-Tipp.

Wer ein möglichst komplettes Smartphone mit starker Kamera und optischem Zoom sowie langjährigem Software-Support sucht, findet im S25 FE weiterhin einen soliden Kompromiss – auch wenn der Mehrwert gegenüber dem Vorgänger kleiner ausfällt als in früheren Jahren.

Smartphone Google Pixel 10 im Test: Dank Triple-Kamera fast so gut wie das Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

VORTEILE

  • exzellente Kamera mit Telelinse und 5x optischem Zoom
  • helles Display mit über 2000 cd/m²
  • 7 Jahre Android-Updates garantiert

NACHTEILE

  • Gaming-Performance schwächer als Snapdragon-Konkurrenz
  • moderate Ladegeschwindigkeiten (29 W)
  • weniger Features als Pixel 10 Pro

Das Google Pixel 10 erhält nun eine Telelinse und schnelle Qi2-Magnetladung. Das kompakte Flaggschiff kommt zudem mit Tensor G5 und verbesserter Kamera.

Das Google Pixel 10 markiert einen Wendepunkt für Googles Smartphone-Reihe. Erstmals erhält das Basis-Modell eine Telelinse mit fünffachem optischem Zoom, während das neue Pixelsnap Qi2-Laden und magnetisches Zubehör ermöglicht. Mit dem Tensor G5-Prozessor, Android 16 und verbesserter KI-Integration positioniert sich das Pixel 10 als kompakte Alternative zu Samsung Galaxy S25, iPhone 16 und Honor Magic 7 Pro. Die UVP von 899 Euro ist bereits nach weniger als 4 Wochen auf 720 Euro (Bestpreislink) gefallen. Ob die Neuerungen überzeugen und wie sich das 6,3-Zoll-Smartphone gegen die Konkurrenz schlägt, klärt dieser Test.

Design und Verarbeitung

Das Google Pixel 10 bleibt der bewährten Designsprache der Pixel-Reihe treu, bringt aber sinnvolle Neuerungen mit. Das kompakte 6,3-Zoll-Smartphone setzt auf ein flaches Actua-OLED-Display mit abgerundeten Ecken und ein robustes Aluminiumgehäuse. Verfügbar ist es in den Farben Indigo, Frost, Lemongrass und Obsidian. Auffällig ist das polierte Rückglas mit Satin-Finish, das sich vom Pixel 10 Pro unterscheidet – dieses hat mattes Glas mit poliertem Rahmen, während das Standard-Modell polierten Rahmen mit mattem Rahmen kombiniert.

Die Variante Frost zeigt sich überraschend unempfindlich gegenüber Fingerabdrücken und erscheint in der Realität eher wie ein blasses Lavendel statt des auf Online-Bildern erwarteten Grautons. Eine wichtige Neuerung ist der in der Gehäuserückseite integrierte Pixelsnap-Magnetring, der kompatibles Zubehör magnetisch am Gerät hält. Diese Funktion war bisher iPhone-Nutzern vorbehalten, allerdings war sie auch schon vorher mit entsprechenden Hüllen mit Magneten nutzbar. Ebenfalls neu gestaltet sind Lautsprecher und Mikrofon, die nun symmetrisch neben dem USB-C-Port angeordnet sind.

Die Verarbeitung mit Gorilla Glass Victus 2 vorn und hinten sowie IP68-Schutz gegen Wasser und Staub entspricht Flaggschiff-Standard. Google gewährt wie beim Pixel 9 sieben Jahre Updates bis 2032. Kritikpunkt: Staub sammelt sich in den Ritzen des Kameramoduls.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Google Pixel 10?

Das 6,3-Zoll-Actua-OLED-Display des Pixel 10 überzeugt mit scharfer Full-HD+-Auflösung (1080 × 2424 Pixel) und flüssiger 120-Hz-Bildwiederholrate mit HDR-Support. Beeindruckend ist die Helligkeit: Tests der c’t zeigen Werte von über 2000 cd/m² im HDR-Modus, punktuell sogar bis zu 2600 cd/m². Damit bleibt der Bildschirm auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut ablesbar.

Im Vergleich zum Pixel 10 Pro verzichtet das Standard-Modell auf LTPO-Technik für variable Bildwiederholraten von 1 bis 120 Hz und die höhere 1,5K-Auflösung. Das Pro-Modell bietet zudem ein helleres Super Actua Display mit bis zu 3000 cd/m² HDR-Helligkeit. Für den Alltag reicht die Full-HD+-Darstellung des Standard-Modells aber völlig aus. Die neue Actua-360-Technologie verbessert die Ablesbarkeit aus verschiedenen Blickwinkeln, während die Anti-Reflex-Beschichtung störende Spiegelungen reduziert.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Google Pixel 10?

Die größte Neuerung des Pixel 10 ist die erstmals integrierte Telelinse. Das Kamera-Setup besteht aus einer 48-MP-Hauptkamera (f/1.7), einer 13-MP-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2) und der neuen 10,8-MP-Telelinse mit fünffachem optischem Zoom (f/3.1). Für Selfies steht eine 10,5-MP-Frontkamera zur Verfügung. Alle Kameras unterstützen 4K-Videoaufnahmen mit verbesserter Stabilisierung.

Die Bildqualität setzt Maßstäbe in der Pixel-Reihe. Besonders bei Porträts überzeugen die natürlichen Hauttöne und der breite Dynamikumfang, was für viele kaufentscheidend sein dürfte. Die Hauptkamera liefert auch bei schwachem Licht exzellente Ergebnisse, während die Telelinse endlich echten optischen Zoom ermöglicht. Digital sind beim Standard-Modell bis zu 20-fache Vergrößerungen möglich, die ordentliche Ergebnisse liefern.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte Funktionen wie Pro Res Zoom mit 100-fachem Zoom dank KI, Camera Coach für Fototipps und erweiterte KI-Edits in der Fotos-App. Nachtaufnahmen gehören traditionell zu den Stärken der Pixel-Kameras und überzeugen auch beim Pixel 10 mit detailreichen, rauscharmen Bildern.

Hardware: Wie stark ist das Google Pixel 10?

Das Google Pixel 10 setzt auf den neuen Tensor G5-Prozessor, der speziell für KI-Aufgaben und Gemini Nano optimiert wurde. Unterstützt wird der Chip von 12 GB RAM und wahlweise 128 GB oder 256 GB internem Speicher. Das Pixel 10 Pro bietet dagegen 16 GB RAM, den gleichen Chip und eine bessere Wärmeableitung. In Antutu-Benchmarks erreicht das Pixel 10 mit 3325 Punkten bessere Werte als der Vorgänger mit Tensor G4.

Für alltägliche Aufgaben bietet der Tensor G5 eine gute Alltagsleistung mit stabiler Performance. Bei anspruchsvollen Spielen kann er jedoch nicht mit aktuellen Snapdragon-Chips mithalten und bleibt schwächer als die aktuelle Konkurrenz. Die weitere Ausstattung entspricht modernen Standards: USB-C 3.2, NFC, Bluetooth 5.4 und 5G-Unterstützung sind selbstverständlich. Für die meisten Nutzer dürfte die gebotene Leistung völlig ausreichen.

Software

Das Google Pixel 10 wird als erstes Smartphone mit Android 16 ausgeliefert und profitiert von Googles Update-Garantie über sieben Jahre bis 2032. Material 3 Expressive bringt verbesserte Designs mit, während die tiefe Gemini-Integration natürliche Sprachinteraktion ermöglicht. Besonders praktisch sind Gemini Live-Integration, Magic Cue für App-übergreifende Informationen und die neue Satelliten-Kommunikation, die bereits von der Pixel Watch bekannt ist.

Das Pixel 10 Pro bietet erweiterte KI-Funktionen wie Auto Best Take und Performance Advisor, die dem Standard-Modell fehlen. Auch die Dolmetscher-Funktion, die einen in Telefonaten in seiner eigenen Stimme eine andere Sprache sprechen lässt, bleibt den Pro-Geräten vorbehalten. Die Software läuft flüssig und nutzerfreundlich. Die KI-Funktionen beschränken sich nicht nur auf die Kamera, sondern durchziehen das gesamte System und bieten echten Mehrwert im Alltag.

Google Pixel 10

Akku: Wie lange hält das Google Pixel 10 durch?

Der 4970-mAh-Akku des Pixel 10 zeigt in Tests der c’t solide Laufzeiten bei 200 cd/m² Helligkeit: 10,6 Stunden bei lokal gespeicherten 4K-Videos mit 120 fps, 18,5 Stunden beim YouTube-Streaming über WLAN, 13,6 Stunden über 5G und 16,6 Stunden beim Gaming mit Asphalt 8 in Dauerschleife. Diese Werte ermöglichen problemlos einen vollen Tag intensiver Nutzung.

Interessant ist der Vergleich zu den anderen Modellen: Das Pixel 10 Pro hat mit 4870 mAh weniger Kapazität, während das Pixel 10 Pro XL auf 5200 mAh kommt. Geladen wird mit bis zu 29 Watt über Kabel und 15 Watt drahtlos. Die Pixelsnap-Technik unterstützt Qi2-kabelloses Laden mit bis zu 15 Watt. Im Vergleich zur Konkurrenz sind die Ladegeschwindigkeiten moderat, für den Alltag aber ausreichend.

Preis

Das Google Pixel 10 kostet in der UVP 899 Euro. Mittlerweile ist der Preis mit 128 GB auf 530 Euro gefallen. Mit 256 GB sind es 649 Euro.

Fazit

Das Google Pixel 10 ist eine gelungene Weiterentwicklung der Pixel-Reihe. Die endlich integrierte Telelinse, die praktische Pixelsnap-Magnetfunktion und das helle Display machen es zu einem richtig guten Kompakt-Smartphone. Besonders die Kamera überzeugt mit natürlichen Farben und exzellenten Nachtaufnahmen. Android 16 und die tiefe KI-Integration setzen Software-Maßstäbe. Der starke Preisverfall von der UVP 899 Euro auf aktuell 720 Euro (Bestpreislink) nach wenigen Wochen macht es noch attraktiver.

Schwächen zeigt das Pixel 10 bei der Gaming-Performance und den Ladegeschwindigkeiten. Für Nutzer, die Wert auf Kamera-Qualität, saubere Software und lange Update-Unterstützung legen, ist es dennoch eine hervorragende Wahl.

Xiaomi 15T im Test: Smartphone mit richtig guter Kamera ab 400 Euro

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

VORTEILE

  • gute Kamera
  • starke Performance
  • helles und scharfes Display
  • fairer Preis

NACHTEILE

  • lediglich USB 2.0
  • nur zweifacher optischer Zoom bei Telelinse
  • kein kabelloses Laden
  • aus Kunststoff

Starke CPU, Telekamera und Top-Display zum fairen Preis: Das Xiaomi 15T bietet viel Ausstattung für wenig Geld – wenn auch nicht ohne Abstriche.

Ein leistungsfähiges Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera muss nicht teuer sein. Das zeigt seit einiger Zeit die T-Variante der Xiaomi-Number-Reihe. Nachdem uns das Xiaomi 14T mit seiner Telelinse zum kleinen Preis überzeugen konnte, steht nun der Nachfolger auf dem Prüfstand: das Xiaomi 15T. Im Test klären wir, ob das neue Modell die hohen Erwartungen erfüllt.

Design

Rein optisch lässt sich das Xiaomi 15T kaum von seinem großen Bruder unterscheiden. Spätestens in der Hand wird der Unterschied jedoch spürbar: Statt auf Metall und Glas setzt Xiaomi beim 15T auf Kunststoff. Das wirkt weniger hochwertig, ist in dieser Preisklasse aber nicht ungewöhnlich.

Das Gehäuse ist kantig, die Ecken sind stark abgerundet. Auf der Rückseite sitzen drei Linsen samt LED-Blitz in einem rechteckigen Kameramodul, das sich optisch an das Pro-Modell anlehnt. Ein metallisch eingefasster Rahmen fehlt hier allerdings. Mit Abmessungen von 163 × 78 × 7,5 mm bleibt das Gerät dennoch sehr nah am Pro, fällt aber durch den Kunststoff mit 194 g etwas leichter aus. Das Xiaomi 15T ist ebenfalls nach IP68 gegen Staub und Wasser geschützt.

Display

Das Xiaomi 15T setzt wie das 15T Pro auf ein 6,83 Zoll großes OLED-Panel mit einer Auflösung von 2772 × 1280 Pixeln. Die resultierende Pixeldichte von 446 PPI sorgt für ein sehr scharfes Bild, das selbst kleine Schriften klar darstellt. Farben wirken kräftig, Schwarzwerte sind OLED-typisch tief und Kontraste hoch.

Im Alltag überzeugt das Display mit einer hohen Maximalhelligkeit, die auch bei direkter Sonneneinstrahlung eine gute Ablesbarkeit ermöglicht. Laut Hersteller erreicht das Panel im HDR-Modus mit adaptiver Helligkeitsregelung bis zu 3200 Nits – ein Spitzenwert, der auch über viele Konkurrenten in dieser Preisklasse hinausgeht.

Die Bildwiederholrate wird automatisch zwischen 60 Hz und maximal 120 Hz an den Inhalt angepasst. Auf LTPO-Technik verzichtet Xiaomi jedoch, sodass die Anpassung nicht stufenlos erfolgt. Gegenüber dem Vorgänger Xiaomi 14T mit bis zu 144 Hz ist das ein leichter Rückschritt, der im Alltag aber kaum spürbar sein dürfte. Die Touch-Abtastrate von 2560 Hz sorgt zudem für eine schnelle Reaktionszeit bei Eingaben. Die Blickwinkelstabilität überzeugt ebenfalls.

Kamera

Das Kamerasystem des Xiaomi 15T orientiert sich weitgehend am Vorgänger. Es besteht aus einer 50-Megapixel-Hauptkamera (f/1.7) mit optischer Bildstabilisierung (OIS), einem 50-Megapixel-Teleobjektiv (f/1.9) mit zweifachem optischem Zoom sowie einer 12-Megapixel-Ultraweitwinkelkamera (f/2.2). Die Frontkamera löst mit 32 Megapixeln auf.

Im Vergleich zum Pro-Modell fällt das Teleobjektiv deutlich ab. Der zweifache optische Zoom ist im Klassenvergleich zurückhaltend – viele Konkurrenten bieten 2,5- oder 3-fache Vergrößerung. Bis zur zweifachen Stufe bleiben Teleaufnahmen scharf und detailreich, auch beim fünffachen Zoom ist die Qualität noch akzeptabel. Bei höheren Stufen nimmt die Bildschärfe dann spürbar ab, die Farbgebung weicht dabei minimal von der Hauptkamera ab.

Bei Tageslicht liefert die Hauptkamera kontrast- und detailreiche sowie scharfe Bilder mit stimmigem Dynamikumfang. Die Ultraweitwinkelkamera bietet farblich stimmige, aber weniger detailreiche Ergebnisse. Selfies zeigen gute Schärfe und Detailzeichnung, tendieren aber zu einem leicht rötlichen Hautton. Der Porträtmodus erzeugt ein ansprechendes, sauber getrenntes Bokeh.

Xiaomi integriert erneut die beiden Leica-Farbprofile Vibrant und Authentic. Vibrant liefert kräftige, aber natürliche Farben, während Authentic mit höherem Kontrast und kühlerer Abstimmung einen düsteren Look erzeugt, der aber nicht mehr ganz natürlich wirkt – letztlich eine Frage des Geschmacks.

Videos zeichnet die Hauptkamera in 4K mit bis zu 60 fps auf. Dank OIS bleiben Aufnahmen stabil und klar, ohne die Detailpräzision eines Flaggschiffs zu erreichen. Die Frontkamera schafft 4K mit 30 fps oder Full-HD mit 60 fps. Letztere reagiert schneller, zeigt bei Bewegung aber sichtbares Verwackeln.

Bei Dämmerung stößt die Hauptkamera an physikalische Grenzen: Details und Dynamikumfang gehen zurück, während das Rauschen zunimmt. Das 15T hellt Szenen weniger effektiv auf als das 15T Pro, liefert aber immer noch ordentliche Nachtaufnahmen für seine Preisklasse.

Ausstattung

Im Inneren des Xiaomi 15T arbeitet der Mediatek Dimensity 8400‑Ultra, ein leistungsstarker Achtkern‑SoC der oberen Mittelklasse. Im Benchmark PCMark erreicht das Smartphone rund 15.500 Punkte und liegt damit leicht über dem Niveau des Vorgängers. Das System läuft damit stets geschmeidig und ruckelfrei.

Deutlich verbessert zeigt sich die Grafikleistung: Bei 3DMark Wild Life Extreme erzielt das 15T rund 4000 Punkte, was auf eine Gaming-Tauglichkeit hinweist. Auch unter Dauerlast bleibt der Chip effizient. Im Stresstest hält das System rund 75 Prozent seiner Ausgangsleistung und erwärmt sich nur moderat – ein angemessenes Ergebnis für die Preisklasse.

Die Speicherausstattung fällt großzügig aus: Xiaomi bietet das 15T mit 12 GB RAM und wahlweise 256 oder 512 GB mit flottem UFS-4.1-Speicher an. Zur weiteren Ausstattung gehören 5G, Wi-Fi 6E, Bluetooth 6.0, NFC und ein Infrarotsender. Der USB-C-Anschluss ist allerdings nur nach dem älteren USB-2.0-Standard angebunden – in dieser Klasse üblich, aber ein kleiner Nachteil bei der Datenübertragung.

Die Standortbestimmung erfolgt präzise per Dual-GNSS mit GPS, Galileo, Beidou, QZSS und Navic. Der optische Fingerabdrucksensor unter dem Display arbeitet zügig und zuverlässig. Auch die Stereo-Lautsprecher gefallen mit klarem Klang, auch wenn es etwas an Kraft bei den Tiefen fehlt.

Software

Ab Werk läuft das Xiaomi 15T mit Hyper OS 2 auf Basis von Android 15, inzwischen steht aber das Update auf Hyper OS 3 mit Android 16 bereit. Zum Testzeitpunkt Anfang Dezember trug das Gerät den Sicherheits-Patch vom Oktober – das ist noch akzeptabel.

Bei den Updates zeigt sich Xiaomi solide, wenn auch nicht auf dem Niveau von Google oder Samsung. Der Hersteller verspricht vier große Android-Upgrades, also voraussichtlich bis Android 19, sowie Sicherheits-Updates bis 2031 – das entspricht rund sechs Jahren Support.

Beim Einrichten lässt sich wählen, ob das System einen App-Drawer verwendet oder alle Apps direkt auf dem Startbildschirm platziert. Auch die Bedienung kann zwischen klassischer Tastensteuerung und Gestensteuerung umgestellt werden.

Neben den Google-Apps installiert Xiaomi mehrere eigene Anwendungen als Alternative sowie den eigenen App-Store App Mall. Drittanbieter-Software ist nur in geringer Zahl vorinstalliert und deinstallierbar. Beim ersten Start der App Mall versucht das System, zahlreiche Spiele und Tools zur Installation vorzuschlagen – diese lassen sich manuell abwählen.

Bei den KI-Funktionen kombiniert Xiaomi Googles Gemini mit eigenen Hyper-AI-Features. Dazu gehören ein Schreibassistent, automatische Textzusammenfassungen, dynamische Hintergrundbilder sowie ein Sprachrekorder mit Übersetzungsfunktion. In der Galerie lassen sich zudem Objekte oder Spiegelungen nachträglich entfernen.

Akku

Der Akku des Xiaomi 15T fällt mit 5500 mAh großzügig aus. Im PCMark Battery Test erreichte das Smartphone rund 13 Stunden Laufzeit – ein starkes, wenn auch nicht herausragendes Ergebnis. Das Xiaomi 15T Pro sowie weitere Konkurrenten im gleichen Segment halten etwas länger durch. Über den Tag sollte man aber problemlos kommen.

Per Kabel lädt das Xiaomi 15T mit bis zu 67 Watt und ist in rund einer Stunde vollständig aufgeladen. Kabelloses Laden unterstützt das Gerät dagegen nicht.

Preis

Zur Markteinführung im Spätsommer lag die UVP des Xiaomi 15T bei rund 650 Euro für die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher. Inzwischen sind die Preise deutlich gefallen: Zwischenzeitlich war das Modell bereits für unter 400 Euro zu haben, aktuell liegt es bei knapp 395 Euro (12/256 GB) oder 425 Euro (12/512 GB) mit dem Code: ALZADAYS10DE – ein fairer Preis für die gebotene Ausstattung.

Fazit

Das Xiaomi 15T bietet – ähnlich wie sein Vorgänger – ein stimmiges Gesamtpaket aus starkem Display, hoher Systemleistung und vielseitiger Triple-Kamera mit Telelinse. Für rund 400 Euro erhält man ein leistungsfähiges Smartphone, das auch Fotofans zufriedenstellen dürfte.

Optisch ähnelt das 15T stark dem Pro-Modell, wirkt aber durch das Kunststoffgehäuse weniger hochwertig. Technisch bleibt der Fortschritt gegenüber dem Vorgänger überschaubar: Das Teleobjektiv bietet nur zweifachen optischen Zoom, während viele Konkurrenten hier mehr bieten. Auch beim Software-Support kann Xiaomi nicht ganz mit den Updatestrategien von Google, Samsung oder OnePlus mithalten.

Wer jedoch ein schnelles, gut ausgestattetes Smartphone mit brillantem Display und solider Kamera sucht, bekommt mit dem Xiaomi 15T ein empfehlenswertes Gerät zu einem sehr fairen Preis.

Xiaomi Poco X8 Pro Max im Test: Dauerläufer-Smartphone zum fairen Preis

Mit 8500-mAh-Akku, tollem OLED und starkem Mediatek-Chip möchte das Poco X8 Pro Max die Mittelklasse aufmischen. Der Test zeigt, ob das gelingt.

VORTEILE

  • gute Hauptkamera
  • starke Performance
  • grandiose Akkulaufzeit
  • schick, dünn & IP68

NACHTEILE

  • kein Teleobjektiv
  • viel Bloatware
  • kein Qi

Mit 8500-mAh-Akku, tollem OLED und starkem Mediatek-Chip möchte das Poco X8 Pro Max die Mittelklasse aufmischen. Der Test zeigt, ob das gelingt.

Mit der X-Reihe hat sich die Xiaomi-Submarke Poco einen festen Platz unter den Smartphones mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis erarbeitet. Die Geräte bieten starke Prozessoren, lange Akkulaufzeiten und ein schlankes Gehäuse – zu Preisen, bei denen die etablierte Konkurrenz schlucken dürfte. Einziger echter Wermutstropfen bislang: die fehlende Telelinse.

Beim neuen Poco X8 Pro Max legt der Hersteller noch eine Schippe drauf. Erstmals gibt es eine Variante mit besonders großem Akku – was man dem schlanken Gehäuse auf den ersten Blick nicht ansieht. Ist das der Geheimtipp des Jahres unter den günstigen Mittelklasse-Smartphones?

Design: erstaunlich schlank & IP68

Das Poco X8 Pro Max setzt auf ein schlichtes, aber elegantes Design. Mit dem kantigen Gehäuse und den zwei dezent in einer Ellipse angeordneten Linsen erinnert es entfernt an die A-Modelle der Pixel-Reihe. Die Kamera ragt nur minimal hervor – auf dem Tisch kippelt das Smartphone kaum.

Die stark abgerundeten Gehäuseecken nennt Xiaomi „Squircles“ – mathematisch berechnete Kurven für fließende Übergänge zwischen Kante und Rundung. In der Hand zahlt sich das aus: Die Rundungen schmiegen sich an die Handfläche, die flachen Seiten geben sicheren Halt.

Der Druckpunkt der Tasten ist knackig, Spaltmaße sucht man vergebens – das wirkt insgesamt hochwertig verarbeitet. Besonders schick ist ein dezenter roter Rand um die Power-Taste. Der Rahmen besteht aus Metall, die Rückseite aus Glas. Ein deutlicher Fortschritt gegenüber dem Poco X7, das noch komplett aus Kunststoff bestand. Dank IP68-Zertifizierung ist das Smartphone zudem gut gegen Wasser geschützt.

Mit 8,2 mm Dicke wirkt das Gerät erstaunlich schlank für den gigantischen Akku. Bei Abmessungen von 162,9 × 77,9 mm und einem Gewicht von 218 g zählt es allerdings zu den wuchtigeren Smartphones – einhändige Bedienung ist kaum möglich, und auch in der Hosentasche macht sich das Gewicht bemerkbar.

Display: hohe Auflösung und 120 Hz

Das riesige 6,83-Zoll-OLED-Display spielt bei der Auflösung auf Flaggschiff-Niveau: 2772 × 1280 Pixel sorgen bei 447 ppi für ein messerscharfes Bild. Die Bildqualität ist exzellent – mit gut abgestimmten Kontrasten, kräftigen, aber natürlichen Farben und tiefem Schwarz. Auch die Blickwinkelstabilität überzeugt.

Die Bildwiederholrate beträgt maximal 120 Hz und lässt sich wahlweise fest auf 60 oder 120 Hz einstellen oder dynamisch je nach Bedarf umschalten. Dank hoher Helligkeit bleibt das Display auch bei Sonnenschein im Freien gut ablesbar – die üblichen Spiegelungen nerven dann zwar etwas, beeinträchtigen die Lesbarkeit aber kaum. Laut Xiaomi sind kurzzeitige Spitzenwerte im HDR-Modus von bis zu 3500 cd/m² möglich.

Kamera: Fokus auf das Wesentliche

Das Kamera-Setup ist gewohnt schlicht gehalten: Die Hauptlinse löst mit 50 Megapixeln (f/1.5) auf und verfügt über eine optische Bildstabilisierung (OIS), dazu kommt eine Ultraweitwinkellinse mit 8 Megapixeln (f/2.2). Ein Teleobjektiv fehlt ganz Poco-typisch. Für Selfies ist eine Frontkamera mit 20 Megapixeln (f/2.2) an Bord.

Bei Tageslicht knipst das Poco X8 Pro Max mit der Hauptkamera schöne, detailreiche Fotos. Bildschärfe und Dynamikumfang überzeugen, die Farben wirken natürlich. Per Digitalzoom sind Aufnahmen bei zweifacher Vergrößerung nahezu verlustfrei, darüber hinaus werden sie zunehmend grobkörnig – bei zehnfachem Zoom ist Schluss.

Bei Dunkelheit hellt die Hauptkamera die Bilder ordentlich auf, allerdings auf Kosten der Schärfe. Mit Smartphones der gehobenen Klasse kann das Poco hier erwartungsgemäß nicht mithalten – für die Preisklasse ist das Ergebnis aber alles andere als schlecht.

Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera liefern aufgrund der geringeren Auflösung weniger Details, zudem wirken die Ränder leicht verzerrt. Erfreulich: Farblich weichen die Bilder kaum von denen der Hauptkamera ab. Bei Dunkelheit stößt die Linse allerdings schnell an ihre Grenzen. Auch die Selfie-Kamera überzeugt mit scharfen Aufnahmen samt gelungenem Bokeh im Porträtmodus.

Videos sehen ebenfalls gut aus – mit gelungener Stabilisierung, hoher Bildschärfe und kräftigen Farben. Die Hauptkamera filmt sogar in 4K bei 60 fps, die Frontkamera immerhin in Full-HD mit 60 fps.

Ausstattung: Top-Performance

Dank des Mediatek Dimensity 9500s liefert das Poco X8 Pro Max enorme Leistung für seine Preisklasse. Der Chip ist eine abgespeckte Variante des Flaggschiff-Prozessors aus Taiwan und tritt damit in direkte Konkurrenz zum Qualcomm Snapdragon 8 Gen 5.

Die Performance ist exzellent und liegt nur knapp hinter den aktuellen High-End-Chips. Im Alltag läuft das System flüssig und geschmeidig – das belegen auch die starken 17.300 Punkte im PCMark-Benchmark. Auch grafisch kann sich das Smartphone sehen lassen: 5400 Punkte im 3DMark Wild Life Extreme bedeuten volle Spieltauglichkeit.

Unter Volllast neigt der Prozessor allerdings zum Drosseln – im Stresstest kamen wir nur auf eine Effizienz von rund 53 Prozent. Das Gerät wurde dabei spürbar warm, aber nicht so heiß, dass man sich die Finger verbrennt.

Üppig dimensioniert ist der Arbeitsspeicher mit 12 GB RAM. Beim internen Speicher stehen 256 GB oder 512 GB zur Wahl – beide nach dem schnellen UFS-4.1-Standard. Eine Erweiterung per microSD-Karte ist allerdings nicht möglich.

Eher gemächlich geht es bei der Datenübertragung per Kabel zu, das nur USB-C 2.0 beherrscht – in dieser Preisklasse zwar gängige Praxis, zeitgemäß ist das aber nicht. Dafür sind die aktuellen Standards Wi-Fi 7 und Bluetooth 6.0 schon an Bord, ebenso NFC und ein Infrarot-Port. Zur Ortung nutzt das Poco GPS, Glonass, Beidou, Galileo, QZSS und NavIC – die Genauigkeit liegt laut GPS-Test bei rund zwei Metern.

Der Fingerabdrucksensor unterm Display arbeitet schnell und zuverlässig. Auch der Klang der Lautsprecher überzeugt – lediglich bei hoher Lautstärke neigen sie zum Übersteuern. Für kurze Video-Clips reicht das allemal.

Software: viel Bloatware, aber 6 Jahre Updates

Das Poco X8 Pro Max läuft mit Android 16 und Xiaomis Bedienoberfläche HyperOS 3. Beim Wisch von oben erscheinen links die Benachrichtigungen, rechts die Schnelleinstellungen. Optional lässt sich ein App-Drawer aktivieren – zur Navigation stehen wahlweise Android-Gesten oder klassische Icons bereit.

Schon beim Einrichten bietet das System eine Fülle an Bloatware-Apps an – vornehmlich Spiele. Wenigstens fragt das System vorher nach, sodass man die Auswahl abwählen kann – auch wenn man nach dem ersten Aktivieren dennoch reichlich Bloatware vorfindet. Immerhin lassen sich Apps nachträglich deinstallieren.

Xiaomi gewährt vier Jahre Android-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches. Zum Testzeitpunkt stammte der Patch aus Februar 2026 – nicht mehr ganz frisch, aber noch im Rahmen. Anders als bei den Top-Smartphones von Xiaomi erscheinen die Updates hier nur im 90-Tage-Rhythmus.

Akku: extrem lange Akkulaufzeit

Der eigentliche Star des Poco X8 Pro Max ist aber nicht der flotte Chipsatz, sondern der potente Akku. Dank Silizium-Karbon-Technologie presst Xiaomi im kompakten Format eine üppige Kapazität von über 8500 mAh ins Gehäuse – das sind rund 40 Prozent mehr, als Samsung bei einem vergleichbaren Gerät der Galaxy-A-Klasse unterbringt.

Entsprechend wenig überraschend stellt das Poco X8 Pro Max im Battery-Test von PCMark einen neuen Rekord für Mittelklasse-Smartphones auf: Knapp 21 Stunden Laufzeit erinnern schon fast an ein Outdoor-Handy. Der Test simuliert verschiedene Aufgaben in einer Dauerschleife bei fest eingestellter Helligkeit von 200 cd/m². In der Praxis dürfte das Gerät damit locker zwei Tage durchhalten.

Geladen wird mit bis zu 100 W – sofern ein kompatibles Ladegerät vorliegt. Ein vollständiger Ladevorgang dauert dennoch über eine Stunde, nach einer halben Stunde ist der Akku immerhin halb gefüllt. Als Powerbank versorgt das Smartphone andere Geräte mit 27 W. Kabelloses Laden per Qi bietet das Poco hingegen nicht.

Preis: schon ab 420 Euro zu haben

Die UVP für das Poco X8 Pro Max startet bei 530 Euro für die Variante mit 256 GB, mit 512 GB sind es 580 Euro. Die Straßenpreise sind allerdings bereits deutlich gesunken: Das Modell mit 256 GB gibt es schon für rund 420 Euro, für die Variante mit doppeltem Speicher werden 460 Euro fällig. Weitere Speichervarianten bietet Xiaomi nicht an, als Farben stehen Schwarz, Weiß und Hellblau zur Auswahl.

Fazit

Mit dem Poco X8 Pro Max schnürt Xiaomi erneut ein starkes Preis-Leistungs-Paket. Die Verarbeitung erreicht dank Glas und Metall ein neues Level für die Poco-X-Serie. Dazu kommt ein überaus potenter Chipsatz, der das Smartphone auch spieletauglich macht. Größte Stärke bleibt aber der gigantische Akku, mit dem das Gerät im Alltag problemlos zwei Tage durchhält. Auch die Kamera liefert bei Tageslicht richtig schöne Bilder.

Abstriche gibt es dennoch: Wie alle bisherigen Modelle der Reihe verzichtet auch das Poco X8 Pro Max auf eine Telelinse, und bei Nacht schwächelt die Hauptkamera spürbar. Hinzu kommen vorinstallierte Bloatware-Apps sowie der voraussichtlich nur vierteljährliche Update-Rhythmus.

Wer ein flottes, preiswertes Android-Smartphone mit Marathon-Akku sucht und auf eine Telelinse verzichten kann, bekommt mit dem Poco X8 Pro Max derzeit eine der besten Optionen zum fairen Preis auf dem Markt.

Nothing Phone 3 im Test: Smartphone mit iPhone-Feeling und vielen Extras

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

VORTEILE

  • hervorragende Akkulaufzeit
  • einzigartiges Design mit Glyph Matrix
  • lange Update-Garantie
  • gute Verarbeitung mit IP68-Schutz
  • gute & schicke Software

NACHTEILE

  • Prozessor nicht auf Flaggschiff-Niveau
  • schwaches Ultraweitwinkel-Objektiv
  • KI-Taste nicht frei belegbar

Das Nothing Phone 3 erinnert mit minimalistischem Startbildschirm und smarter Software ans iPhone – überzeugt das Design und die Technik? Der Test zeigt es.

Nothing möchte mit dem Phone 3 eine echte Alternative zu etablierten Flaggschiff-Smartphones bieten. Dafür setzt das Unternehmen auf ein puristisches Design und eine enge Verknüpfung von Hardware und Software – ähnlich wie beim Apple-Ökosystem. Das transparente, asymmetrische Rückseitendesign erinnert an ein Schiebepuzzle oder Lego-Steine und polarisiert die Meinungen. Die neue Glyph Matrix mit 489 LEDs löst die alte Glyph-Schnittstelle ab.

Design und Verarbeitung

Nothing wählt für das Phone 3 ein quadratisches, asymmetrisches Design auf der Rückseite, das an ein Schiebepuzzle erinnert. Auch das Kamera-Setup wirkt eigenwillig und unkonventionell. Die Ästhetik teilt die Gemüter: In unserem Umfeld gefällt sie nur wenigen, und wenn, dann eher Männern als Frauen. Dabei beklagen viele, dass Smartphones heutzutage alle gleich aussehen. Das Phone 3 bricht definitiv aus diesem Muster aus.

Die transparente Rückseite enthüllt nicht das Innere des Geräts, sondern gibt den Blick auf eine zusätzliche Designebene frei. Das verleiht dem Smartphone ein technisches, futuristisches Erscheinungsbild, macht es jedoch dicker und schwerer als seinen Vorgänger. Mit Maßen von 162 × 76 × 8,99 mm und einem Gewicht von 218 g zählt es zu den größeren und schwereren Modellen auf dem Markt.

Der Aluminiumrahmen sorgt für eine premiumhafte Haptik, während die dünnen, symmetrischen Display-Ränder den Bildschirm gut zur Geltung bringen. Das matte Finish in Weiß oder Schwarz widersteht Fingerabdrücken. Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Nothing Phone 3 jetzt endlich nach IP68 zertifiziert und somit wasser- und staubresistent. Die Glyph Matrix mit ihren 489 LEDs im Dot-Matrix-Stil ersetzt die alte Glyph-Schnittstelle und bietet neue Möglichkeiten für Benachrichtigungen.

Display: Wie gut ist der Bildschirm des Nothing Phone 3?

Nothing integriert ein 6,67 Zoll großes AMOLED-Display mit einer Auflösung von 1260 × 2800 Pixeln, was einer Pixeldichte von 460 PPI entspricht. Die Screen-to-Body-Ratio beträgt beeindruckende 92,9 Prozent. Dank HDR10+-Unterstützung und 10-Bit-Farbtiefe werden 1,07 Milliarden Farben dargestellt. Farbtreue und Kontrast sind exzellent. Gorilla Glass 7i schützt vor Kratzern und Stößen.

Die Bildwiederholrate von 120 Hz gewährleistet eine flüssige Darstellung, sinkt jedoch auf ein Minimum von 30 Hz. Es fehlt jedoch LTPO-Technologie für eine dynamische Anpassung von 1 bis 120 Hz – hier leisten viele Konkurrenten mehr. Die adaptive Refresh-Rate verbessert die Energieeffizienz. Die Touch-Sampling-Rate von 240 Hz ermöglicht präzise und reaktionsschnelle Eingaben.

Laut Hersteller erreicht die maximale Helligkeit bei automatischer Helligkeitsanpassung bis zu 1600 Nits, mit einem kurzzeitigen Peak von 3000 Nits. Für den Innenbereich ist das Display hervorragend geeignet, bei direkter Sonneneinstrahlung ist es meistens auch gut ablesbar.

Kamera: Wie gut sind Fotos mit dem Nothing Phone 3?

Nothing verwendet eine Triple-Kamera mit einem 50-Megapixel-Hauptsensor von Sony, einer 50-MP-Ultraweitwinkel-Linse und einer 50-Megapixel-Periskop-Telelinse mit dreifachem optischem Zoom. Die 50-Megapixel-Selfie-Kamera liefert scharfe Porträts. Videos können auf allen Linsen in 4K bei 60 FPS aufgezeichnet werden. Optische Bildstabilisierung (OIS) ist für Haupt- und Telelinse vorhanden.

Die Aufnahmen überzeugen mit natürlichen Farben und Hauttönen, wirken jedoch etwas weich und weniger scharf als bei Samsung, Google oder Apple. Die Farbdarstellung ist zurückhaltend. Praktisch: Voreinstellungen für Belichtung, Brennweite und Filter können gespeichert und über Kacheln direkt aufgerufen werden.

Bei Tageslicht überzeugt der hohe Dynamikumfang. Bei schwachem Licht liefert die Hauptkamera gut ab, doch insbesondere die Ultraweitwinkel und Tele zeigen dann Schwächen in der Dunkelheit. Die Hauptkamera nutzt eine variable Blende, die sich dem Licht anpasst. Der Ultraweitwinkel ermöglicht Makro-Aufnahmen ohne Autofokus, leidet jedoch unter blassen Farben und ist die schwächste Linse.

Die Telelinse eignet sich hervorragend für Porträts, auch wenn diese nicht immer konsistent sind. Der Zoom reicht optisch bis zur dreifachen Vergrößerung, digital darüber hinaus – allerdings mit sichtbaren Qualitätseinbußen. Auf maximaler Stufe ist das Ergebnis dennoch überraschend brauchbar.

Selfies wirken ansprechend, Videos sind exzellent stabilisiert. Die Mikrofonqualität ist jedoch schwach, was sich auch bei Sprachnachrichten bemerkbar macht. Insgesamt ein einwandfreies Kamera-Setup, welches jedoch nicht ganz an Flaggschiff-Standards heranreicht.

Hardware: Wie stark ist das Nothing Phone 3?

Nothing setzt auf den Snapdragon 8s Gen 4, einem leistungsstarken Prozessor, der für die meisten Nutzer absolut ausreicht – Flaggschiffe der Konkurrenz bieten jedoch noch mehr Power. Mit 12 GB RAM oder 16 GB RAM läuft Multitasking lag-frei. Der Speicher beträgt 256 GB oder 512 GB (UFS 4.0) und ist extrem schnell, aber nicht erweiterbar.

Nothing Phone 3

Die Grafik übernimmt eine Adreno-GPU. Konnektivität umfasst 5G, Wi-Fi 7 und Bluetooth 6. Sensoren beinhalten einen optischen Unter-Display-Fingerabdruckscanner, der nicht ultraschallbasiert ist und daher langsamer reagiert als bei manchen Konkurrenten.

Im 3Dmark Wild Life Extreme Benchmark erzielt es 5500 Punkte – eine sehr solide Leistung. Bei intensiver Nutzung erwärmt sich das Gerät leicht. Für ein Flaggschiff-Smartphone ist der Prozessor jedoch nicht elitär genug.

Software

Nothing OS 3.5 basiert auf Android 15 und entpuppt sich als durchdachte Alternative zu etablierten Benutzeroberflächen. Der Hersteller setzt konsequent auf Minimalismus und verzichtet auf bunte, verspielte Elemente. Stattdessen dominieren klare Linien und eine reduzierte Farbpalette das Erscheinungsbild.

Die Bedienoberfläche wirkt aufgeräumt und modern. Alle App-Icons lassen sich in Schwarz-Weiß darstellen, was für ein einheitliches und ruhiges Erscheinungsbild sorgt. Nothing bietet verschiedene Schriftarten zur Auswahl, die das minimalistische Design unterstreichen. Widgets fügen sich harmonisch in das Gesamtbild ein und bieten praktische Funktionen, ohne überladen zu wirken.

Die Bedienung erfolgt selbsterklärend und flüssig. Animationen sind dezent und unterstützen das cleane Design. Nothing verzichtet bewusst auf überflüssige Effekte und konzentriert sich auf Funktionalität. Das System reagiert schnell und ohne Verzögerungen auf Eingaben.

Die Farbpalette kann man anpassen, wobei der minimalistische Ansatz erhalten bleibt. Verschiedene Themes stehen zur Verfügung, die alle dem reduzierten Design-Konzept folgen. Der Startbildschirm kann individuell organisiert werden, ohne dass das aufgeräumte Erscheinungsbild verloren geht.

Nothing integriert eine dedizierte KI-Taste, die den „Essential Space“ aktiviert. Diese Funktion dient als zentrale Sammelstelle für Screenshots, Texte und Sprachnachrichten. Der Essential Space funktioniert wie eine erweiterte Notiz-App und ermöglicht schnellen Zugriff auf wichtige Inhalte. Allerdings zeigt sich hier eine Schwäche: Die Synchronisation mit anderen Geräten fehlt. Gespeicherte Inhalte bleiben auf dem Smartphone beschränkt, was die Praktikabilität einschränkt. Zudem lässt sich die KI-Taste nicht frei belegen, schade. Ein weiteres Problem ist die häufige versehentliche Aktivierung der Taste.

Nothing zeigt sich vorbildlich bei der Update-Versorgung. Der Hersteller verspricht fünf Jahre lang Major-Updates und sieben Jahre Sicherheits-Patches.

Das System läuft stabil und ohne nennenswerte Bugs. Nothing hat Android 15 sauber implementiert und auf überflüssige Modifikationen verzichtet. Die Software belastet die Hardware minimal und trägt zur guten Akkulaufzeit bei. Abstürze oder Hänger kommen selten vor, was für eine solide Softwareentwicklung spricht.

Akku: Wie lange hält das Nothing Phone 3 durch?

Nothing stattet das Phone 3 mit einem großzügigen 5150 mAh Akku aus, der sich als eine der größten Stärken des Smartphones erweist. Diese Kapazität ermöglicht problemlos ganztägige Nutzung selbst bei intensiver Belastung durch Gaming, Videostreaming oder dauerhaftes Arbeiten. Im PCmark Battery Test erreicht das Gerät starke 14:05 Stunden Laufzeit. Über den Tag sollte es problemlos kommen.

Das kabelgebundene Laden erfolgt mit bis zu 65 Watt Leistung, wodurch der Akku in unter 20 Minuten zur Hälfte aufgeladen werden kann. Zusätzlich unterstützt das Gerät kabelloses Laden mit 15 Watt, was allerdings nicht zu den schnellsten Qi-Lösungen am Markt gehört. Ein kleiner Wermutstropfen zeigt sich beim Verzicht auf Reverse-Wireless-Charging, womit das Nothing Phone 3 andere Geräte nicht kabellos aufladen kann.

Die exzellente Akkulaufzeit kompensiert dabei teilweise die Schwächen in anderen Bereichen und stellt einen wichtigen Kaufgrund für das Gerät dar.

Preis

Das Nothing Phone 3 hat eine UVP von 799 Euro für 256 GB oder 899 Euro für 512 GB. Aktuell kostet das Modell mit 256 GB rund 575 Euro und mit 512 GB etwa 750 Euro.

Fazit

Das Nothing Phone 3 ist ein mutiger Versuch, dem Smartphone-Markt neue Impulse zu verleihen. Mit seinem polarisierenden Design aus transparenter Rückseite und asymmetrischen Elementen hebt es sich deutlich von der gleichförmigen Konkurrenz ab. Die Glyph Matrix aus 489 LEDs und das minimalistische Nothing OS 3.5 unterstreichen den Anspruch, eine eigenständige Alternative zu etablierten Herstellern zu schaffen.

Besonders die hervorragende Akkulaufzeit und die vorbildliche Update-Politik mit fünf Jahren Major-Updates sprechen für das Gerät. Die hochwertige Verarbeitung mit IP68-Schutz und die durchdachte Software-Erfahrung zeigen, dass Nothing das Potenzial für ein überzeugendes Smartphone-Konzept besitzt.

Allerdings offenbart der Test auch klare Schwächen, die den Flaggschiff-Anspruch des 799 Euro teuren Geräts infrage stellen. Der Snapdragon 8s Gen 4 Prozessor kann nicht mit der Elite-Performance echter Flaggschiffe mithalten. Das Kamera-System liefert zwar gute Ergebnisse bei Tageslicht, erreicht aber nicht die Qualität von Samsung, Apple oder Google. Besonders das schwache Ultraweitwinkel-Objektiv und die nur durchschnittliche Low-Light-Performance enttäuschen in dieser Preisklasse. Die nicht frei belegbare KI-Taste und die fehlende Synchronisation des Essential Space zeigen zudem, dass manche Software-Features nicht ausgereift sind.

Letztlich ist das Nothing Phone 3 ein interessantes Smartphone für Nutzer, die Wert auf einzigartiges Design und lange Akkulaufzeit legen. Es eignet sich für alle, die sich vom Mainstream abheben möchten und bereit sind, Kompromisse bei Performance und Kamera zu akzeptieren. Als echtes Flaggschiff kann es jedoch nicht überzeugen – dafür sind die technischen Defizite zu offensichtlich.

Nothing zeigt mit dem Phone 3 vielversprechende Ansätze, muss aber bei der nächsten Generation nachlegen, um wirklich mit den Marktführern konkurrieren zu können. Für Experimentierfreudige und Design-Liebhaber ist es dennoch eine überlegenswerte Alternative im oberen Mittelfeld.

Nothing Phone 4a Pro im Test: Schönes Design trifft auf starke Kamera

Alu statt Plastik, Retro-LEDs und Periskop-Telelinse für unter 500 Euro: Das Nothing Phone 4a Pro wagt im Test wieder viel. Ob das Konzept aufgeht?

VORTEILE

  • gute Kamera mit Periskop-Telelinse
  • stylish und edel
  • lange Akkulaufzeit

NACHTEILE

  • mäßige Display-Helligkeit
  • Kamera schwächelt bei Dunkelheit
  • nur IP65

Alu statt Plastik, Retro-LEDs und Periskop-Telelinse für unter 500 Euro: Das Nothing Phone 4a Pro wagt im Test wieder viel. Ob das Konzept aufgeht?

Ein Nothing Phone fällt definitiv auf. Es bietet relativ viel Technologie zum vergleichsweise fairen Preis – in der Regel. Mit der 4a-Reihe schickt Nothing zwei optisch ungleiche Brüder ins Rennen: Während das Nothing Phone 4a in der transparenten, futuristischen Old-School-Optik mit viel Plastik kommt, setzt das Phone 4a Pro auf Aluminium wie aus einem Guss. Eine Periskop-Telelinse verspricht wieder potenziell starke Zoomaufnahmen. Neu beim 4a Pro ist zudem das runde LED-Display auf der Rückseite – eine Anlehnung an das Nothing Phone 3.

Ob uns Nothing wieder so positiv überrascht wie beim Vorgänger, klärt dieser Testbericht. Die Kollegen von der c’t haben sich das Nothing Phone 4a sowie das 4a Pro ebenfalls im Test näher angesehen. Wir gleichen unsere Eindrücke mit den Ergebnissen der Kollegen ab. Den vollständigen Artikel gibt es hier. Billiger ist besser – Nothing Phone (4a) und (4a) Pro im Test (Heise+).

Design

Bekannt für auffällige Designs aus transparenten Kunststoffelementen, geht Nothing beim Phone 4a Pro einen anderen Weg: Statt auf Glas setzt das Unternehmen beim Gehäuse auf einen Aluminium-Unibody – ein nostalgischer Gruß aus der HTC-One-Ära. Vorteil: Kein Glas auf der Rückseite, das zerspringen kann. Nachteil: Aluminium kann verbeulen und mit der Zeit verkratzen – auch wenn im Test beides nicht passiert ist.

Weil das Metall zudem Funkstrahlen abschirmt, finden sich am Rahmen und an den Rändern der Rückseite dünne Kunststoffelemente. Transparente Akzente beschränken sich auf das auffällige Kameramodul: ein großes Rechteck mit stark abgerundeten Ecken, in dem drei Linsen sitzen – zwei davon in einer gemeinsamen Ellipse.

Die wohl größte Neuerung ist die Abkehr von den leuchtenden Streifen, die Nothings bisherige A-Modelle geprägt haben. An ihre Stelle tritt ein runder Bildschirm im Kameramodul mit bewusst grober Auflösung, die an Pixel-Art erinnert. Die runde LED-Fläche kennen wir vom Nothing Phone 3. Sie zeigt Benachrichtigungen an, visualisiert laufende Timer und soll mit der Zeit noch deutlich mehr können – dazu später mehr. Darunter sitzt eine rechteckige, rote LED, die bei Videoaufnahmen blinkt – wie bei den guten alten Camcordern aus den 90ern.

Nothing hört auf die Klagen der Kundschaft: Der KI-Button wandert auf die linke Seite und sitzt nun weit genug oben, um nicht mehr versehentlich auszulösen. Eine Schwachstelle bleibt: Das Phone 4a Pro ist nicht wirklich wasserdicht. IP65 bedeutet Schutz gegen Strahlwasser und Staub – mehr nicht. Nothing gibt aber an, das Handy würde 20 Minuten in 25 cm Wassertiefe überstehen.

Die Verarbeitung ist hochwertig: keine sichtbaren Spaltmaße, fester Druckpunkt bei allen Tasten – nichts zu meckern. Mit 163,6 × 76,6 × 7,9 mm und 210 g gehört das 4a Pro zu den größeren Handys. Einhändig bedienen lässt es sich kaum.

Display

Das 6,83-Zoll-Display mit AMOLED-Panel ist groß und breit – an der Bildschirmfläche mangelt es nicht. 2800 × 1260 Pixel ergeben knackscharfe 450 ppi, Gorilla Glass 7i schützt die Anzeige. Die Bildwiederholrate reicht bis zu 144 Hz, wobei das System je nach Szenario dynamisch zwischen 60, 120 und 144 Hz wechselt. Gerade bei Animationen und Spielen läuft alles geschmeidig. Die Bildqualität ist insgesamt top.

Bei der Helligkeit fällt das Urteil allerdings gemischter aus: Nothing gibt zwar eine kurzzeitige Spitzenhelligkeit einzelner Bereiche von bis zu 5000 cd/m² an, im Alltag sind solche Werte aber wenig relevant. Bei automatischer Helligkeitsregelung konnten wir und die Kollegen der c’t nur rund 840 cd/m² feststellen – da ist noch Luft nach oben. Im Freien bleibt das Display grundsätzlich ablesbar, bei direktem Sonnenschein kämpft es aber sichtbar gegen Spiegelungen und wirkt nicht so leuchtstark wie manche Konkurrenten.

Kamera

Das Triple-Kamera-System ist nahezu identisch mit dem des Nothing Phone 4a: eine 50-Megapixel-Hauptkamera von Samsung (f/1.88) mit optischer Bildstabilisierung (OIS), ein Periskop-Teleobjektiv ebenfalls von Samsung mit 3,5-fachem optischen Zoom und OIS (f/2.88) sowie eine Ultraweitwinkellinse von Sony mit 8 Megapixeln (f/2.2). Selfies übernimmt eine Frontkamera mit 32 Megapixeln (f/2.2).

Am Tag schießt die Hauptkamera richtig schöne Aufnahmen mit natürlicher Farbgebung und weitem Dynamikumfang. Die Bildschärfe ist ausgezeichnet und liefert detailreiche Ergebnisse – wenn auch mit recht viel HDR-Effekt. Auch mit 48 mm Brennweite bei zweifachem Zoom sehen Aufnahmen gut aus. Bei Dunkelheit hellt die Linse Motive wirkungsvoll auf, allerdings kommt es dann zu Bildrauschen. Motive wirken dadurch leicht unscharf.

Wirklich klasse ist die Periskop-Telelinse – zumindest am Tag. Sie bietet 3,5-fachen optischen Zoom ohne Einbußen. Selbst bei siebenfacher Vergrößerung sehen Motive noch nahezu verlustfrei, scharf, detailreich und ausgewogen aus. Digital sind aberwitzige Zoomstufen von bis zu 140-fach möglich – eine reine Spielerei, die eher für pixellastige Bilder sorgt. Aber Aufnahmen mit 20-facher Vergrößerung sind etwa noch gut erkennbar. Bei Dunkelheit versagt die Telelinse allerdings: Es entstehen zu dunkle Aufnahmen, auf denen wenig Details zu erkennen sind.

Etwas abgeschlagen ist die Weitwinkellinse, die deutlich weniger Auflösung bietet. Das zeigt sich unter anderem an weniger Bilddetails, zudem wirken Aufnahmen etwas dunkler und farbärmer. Bei Dunkelheit ist auch diese Linse nicht zu empfehlen. Einen dedizierten Makromodus gibt es nicht.

Selfies sehen dagegen richtig gut aus, bieten eine hohe Bildschärfe und natürliche Farbgebung. Das Bokeh im Porträtmodus ist sauber um das Profil gezogen. Videos nimmt die Hauptkamera in 4K bei 30 FPS oder Full HD bei 60 FPS auf. Die Bildqualität der Videos ist ausgesprochen gut, mit ordentlicher Stabilisierung, lebendigen Farben und hoher Bildschärfe. Das gilt auch für die Selfiekamera – diese filmt allerdings nicht in 4K.

Ausstattung

Den Smartphone-Alltag bewältigt das Nothing Phone 4a Pro dank Qualcomm Snapdragon 7 Gen 4 spielend leicht: flüssige Animationen, schnelle App-Starts, keine spürbaren Ruckler. An die Spitzenmodelle reichen die Benchmarks naturgemäß nicht heran – 13.000 Punkte bei PCMark, 4200 bei 3DMark Wild Life und 1100 bei Wild Life Extreme sind solide Mittelklasse. Aktuelle Spiele laufen aber weitgehend problemlos, für die große Mehrheit der Nutzer reicht diese Performance also locker.

Nothing hat uns die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher (UFS 3.1) zur Verfügung gestellt – das Modell mit 8 GB und 128 GB könnte etwas weniger geschmeidig laufen. Mehr als 256 GB gibt es nicht, eine Erweiterung mittels microSD-Karte ist nicht möglich. Selbst mit 256 GB bleiben die Reserven also überschaubar – von der 128-GB-Variante raten wir eher ab.

Die Ausstattung ist typisch für die Mittelklasse: solide, aber nicht überall auf dem neuesten Stand. WLAN liefert Wi-Fi 6, der USB-C-Anschluss arbeitet aber nur mit USB 2.0 – wie bei den meisten Konkurrenten in der Preisklasse. Dazu kommen 5G, Bluetooth und NFC. Anders als das Nothing Phone 4a unterstützt das Pro-Modell auch eine eSIM. Zur Ortung nutzt das Smartphone GPS, Glonass, Beidou, Galileo und QZSS mit einer soliden Genauigkeit von rund 4 Metern laut GPS-Test.

Die Essential-Taste hat Nothing an die linke obere Seite verlegt. Ein kurzer Druck erstellt eine Notiz oder speichert einen Screenshot, langes Drücken startet eine Audioaufnahme, ein Doppeldruck öffnet den Essential Space. Klingt praktisch – im Alltag nutzt man es aber seltener als gedacht.

Der Fingerabdrucksensor sitzt unter dem Display und arbeitet zuverlässig. Die Stereolautsprecher liefern klaren Klang bei solidem Volumen und bleiben auch bei hohem Pegel weitgehend verzerrungsfrei.

Software

Das Nothing Phone 4a Pro läuft mit Android 16 und der Nutzeroberfläche Nothing OS 4.1. Die ist erfrischend minimalistisch und orientiert sich ansonsten nah an Stock-Android. Wer will, taucht den Homescreen in das markante Monochrom-Design – sieht cool aus, macht die Navigation im Dickicht der dunklen Comic-Icons aber stellenweise unübersichtlich. Immerhin bleiben die Icons im App-Drawer bunt, und wer den Look gar nicht mag, wechselt einfach zum klassischen Android-Design.

Mit Bloatware hält sich Nothing spürbar zurück. Bei der Update-Politik gibt es Licht und Schatten: Drei Jahre große OS-Updates (bis Android 19) sind nicht mehr zeitgemäß, die Konkurrenz bietet deutlich mehr. Immerhin liefert Nothing sechs Jahre lang Sicherheitspatches – auf dem Testgerät war dieser auch aktuell und stammte zum Testzeitpunkt im April aus dem März.

Viele Funktionen stecken fest im System: der Glyph-Timer etwa oder „Essential Voice“ für Sprache-zu-Text. Den KI-Werkzeugkasten nennt Nothing „Essential AI“. Herzstück ist der „Essential Space“ – ein durchsuchbares digitales Tagebuch für Notizen, Screenshots und Sprachmemos mit KI-Transkription.

Für Bastler spannend: der „Essential Playground“. Über ein Webtool lassen sich per Text-Prompt eigene Widgets und kleine Web-Apps bauen – Nothing nennt sie „Essential Apps“. Das Ganze steckt noch in der Beta, in der Community-Börse finden sich aber bereits etliche Mini-Anwendungen, vom simplen Spiel über Daten-Visualisierungen bis zum Workout-Tracker. Weitere Features hat Nothing angekündigt – sobald sie verfügbar sind, testen wir nach und aktualisieren den Artikel.

Akku

Mit rund 5080 mAh fällt der Akku des Nothing Phone 4a Pro nicht gerade üppig aus – das erinnert eher an Samsung als an die chinesische Konkurrenz, wo es mittlerweile deutlich größere Kapazitäten gibt.

Dennoch kann sich die Laufzeit sehen lassen: Im simulierten Dauerbetrieb des PCMark Battery Test bei 200 cd/m² erreichte das Gerät knapp 17,5 Stunden – ein ziemlich guter Wert für diese Kapazität und Preisklasse. Die Kollegen der c’t kamen beim Dauerstreaming von Videos auf 18 Stunden. Im Praxistest hielt das Nothing Phone 4a Pro locker eineinhalb Tage durch, bevor es wieder an die Steckdose musste.

Der vollständige Ladevorgang dauert etwas mehr als eine Stunde, nach einer halben ist das Gerät auf rund 60 Prozent. Per Kabel sind maximal 50 W möglich, kabelloses Laden gibt es nicht.

Preis

Die UVP liegt zum Marktstart bei 479 Euro für das Modell mit 8/128 GB und 549 Euro für die Variante mit 12/256 GB. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorgänger – und auch spürbar teurer als das technisch in vielen Punkten fast gleichwertige Nothing Phone 4a. Als Farben stehen Silber, Schwarz und ein zartes Pink zur Auswahl. Die Straßenpreise bewegen sich derzeit noch auf UVP-Niveau.

Fazit

Das Nothing Phone 4a Pro kommt mit stark überarbeitetem Design und greift auf Elemente des teureren Nothing Phone 3 zurück – stylish, edel und mit der neuen runden Glyph-Leuchte erfrischend anders, auch wenn deren Alltagsnutzen überschaubar bleibt.

Am Tag überzeugt das Kamerasystem: Hauptkamera und Periskop-Telelinse liefern gute Aufnahmen mit nahezu verlustfreien Motiven auch bei siebenfachem Zoom. Bei Dunkelheit schwächelt die Kamera aber weiterhin, insbesondere die Telelinse.

Das OLED-Display ist wirklich toll, bei starkem Sonnenschein aber nicht so hell wie erhofft. Komplett wasserdicht ist das Gerät nicht, ein Missgeschick mit Wasser dürfte es aber überstehen. Sechs Jahre Sicherheitspatches sind lobenswert – nur drei geplante Android-Upgrades wirken dagegen mager.

Letztlich ist das Nothing Phone 4a Pro eine gute Wahl für alle, die ein Smartphone wollen, das auffällt und am Tag starke Zoomaufnahmen liefert. Wegen des noch recht hohen Preises dürfte in vielen Fällen aber das Nothing Phone 4a die bessere Wahl sein.

ZUSÄTZLICH GETESTET

Nubia Redmagic 10 Air

Samsung Galaxy S24

Motorola Edge 70

Google Pixel 7 Pro

Google Pixel 9a

Sony Xperia 10 VII

Google Pixel 8

Xiaomi 14T Pro

Vivo V50 5G

Poco F6 Pro

Poco F7 Pro

Xiaomi 13T



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Künstliche Intelligenz

Mindestalter für Social Media: Kommission legt Bestandsaufnahme vor


Es ist eine umfangreiche Fleißarbeit, welche die im Spätsommer eingesetzte Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ abgeliefert hat: auf über 120 Seiten hat sie auftragsgemäß einen umfangreichen Überblick über die Komplexität der Thematik erarbeitet – was vom frühestens Kindesalter bis zum Heranwachsenden tatsächlich als gefährlich, was als bedenklich und was als wissenschaftlich umstritten gilt.

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In dem Dokument zeigen sich gleich mehrere Muster: Zum einen, dass die Nutzung oft durch das soziale Umfeld und die Eltern bestimmt wird. So werde fast jedes fünfte Kind bereits im Alter von fünf bis sieben Monaten Bildschirmmedien ausgesetzt, referenzieren die Autoren den Forschungsstand: „Erhöhte elterliche Nutzung steht dabei im negativen Zusammenhang mit der kindlichen Entwicklung“.

Auch für viele andere Altersstufen und Phänomenbereiche haben die Autoren der deutschen Kommission einen lesenswerten und keineswegs eindimensionalen Überblick über den bisherigen Stand an Forschung und Studien erstellt. Dabei merken sie auch an, wo diese womöglich methodische Schwächen haben oder nicht untereinander vergleichbar sind. So wird etwa dargestellt, wie die Daten zu Lernleistungen zu verstehen sind, die in der Debatte immer wieder gerne angeführt werden. „Werden […] digitale Medien im außerschulischen Bereich für lernirrelevante Aktivitäten eingesetzt, so geht dies erwartungskonform mit einer Reduzierung der Lernleistung einher“, heißt es darin etwas umständlich formuliert. Soll heißen: Wer fachfremd herumdaddelt, lernt dabei nichts für die Schule – keine überraschende, in Zeiten aufgeheizter politischer Debatten gleichwohl relevante Feststellung.

Zugleich räumen die Autoren auch mit der Idee auf, dass die Verfügbarkeit digitaler Lernoptionen alleine schon irgendeinen positiven Effekt habe: nur zielgerichtet eingesetzt und in gutem Unterricht eingebettet seien digitale Technologien gut für das Lernen, im ungünstigen Fall könnten sie sogar nachteilige Effekte haben, heißt es in einem Abschnitt der Bestandsaufnahme deutlich. „Nicht die Bildschirmzeit allein ist entscheidend, sondern welche Inhalte Kinder und Jugendliche sehen, wie Plattformen gestaltet sind und wie gut Kinder und Jugendliche begleitet werden“, sagt Olaf Köller, Co-Vorsitzender der Kommission. Der Psychologe fordert in dem Zusammenhang, dass Medienbildung nicht dem Zufall überlassen werden dürfe.

In der Bestandsaufnahme wird unter anderem auch der rechtliche Rahmen dargelegt, in dem sich der deutsche Gesetzgeber bewegt. Die Beteiligten skizzieren dabei unter anderem, dass ein Großteil der Regulierungskompetenz auf europäischer Ebene verortet sei, was für den nationalen Gesetzgeber nur einen engen Spielraum lasse. Derzeit gibt es in vielen EU-Mitgliedstaaten Überlegungen für die Einführung eines Social-Media-Mindestalters – die EU-Kommission hatte am vergangenen Donnerstag allerdings bei der Vorstellung ihrer Altersverifikationslösung bereits klargestellt, dass sie das vor allem als Geld- und Zeitverschwendung betrachtet, weil den Nationalstaaten hier die Zuständigkeit fehle und im Europarecht bereits Vorgaben vorhanden seien.

„Wirksamer Kinder- und Jugendschutz entsteht nur, wenn Regulierung, Bildung und technische Vorsorge zusammenwirken“, sagt Nadine Schön, die andere Co-Vorsitzende der Kommission. Digitale Räume seien für Kinder und Jugendliche längst Lebensräume, sagt die ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete: „Wir müssen sie so gestalten, dass Schutz und Teilhabe zusammengehen.“

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Genau darum soll es in den Empfehlungen gehen, welche die Kommission nun im nächsten Schritt vor der Sommerpause vorlegen soll, bevor sie im September ihren Abschlussbericht veröffentlicht. Ein Sprecher des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) bekräftigte am Mittag in Berlin, dass Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) vor weiteren Schlussfolgerungen den endgültigen Bericht der Kommission abwarten wolle.

Prien, die sich selbst bereits als Sympathisantin einer Mindestaltersvorgabe offen gezeigt hatte, befürworte aber europäische Lösungen, wenn diese möglich seien. Die Ministerin selbst ließ sich mit den Worten zitieren, dass es nunmehr darum gehen müsse, „bestehende rechtliche Instrumente konsequent durchzusetzen und diese durch einen breiten Instrumentenkasten auf verschiedenen Ebenen zu ergänzen.“ Nur so könne den Herausforderungen begegnet „und zugleich die sichere, kompetente Teilhabe junger Menschen in der digitalen Welt gewährleistet werden.“

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(nie)



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