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Anthropics Umsatz deutlich vor OpenAI: 5 Mal mehr als 2025


Das finanzielle Wachstum von Anthropic geht weiter und stellt aktuell OpenAI in den Schatten. Rund 35 Prozent mehr Umsatz als die OpenAI-Konkurrenz sind für 2026 prognostiziert, in Q2 soll sogar die Profitabilität starten.

Das Rennen um die Vorherrschaft im digitalen KI-Zeitalter ist in vollem Gange. Die größten Tech Player der Welt konkurrieren mit zahlreichen Startups. Google und Meta integrieren immer mehr KI-Lösungen wie den Ask Advisor fürs Marketing und private Inkognito-Chats mit der Meta AI. Derweil bauen jüngere und auf KI spezialisierte Unternehmen wie Perplexity, OpenAI und Anthropic stetig ihr Produktportfolio und ihre Abonnementstrukturen aus. Sie alle gelten als Vorreiter:innen der KI-Entwicklung, müssen sich aber gerade im Wettbewerb mit Schwergewichten wie Google und Meta um ihre finanzielle Weiterentwicklung sorgen – trotz Investitionen in Milliardenhöhe. Neben geplanten Börsengängen setzt beispielsweise OpenAI neuerdings auf Werbung in ChatGPT, um den Umsatz anzukurbeln. Anthropic betont im Gegenzug, dass Claude immer werbefrei bleiben wird. Das ist nur einer der Punkte, an denen sich die KI-Unternehmen uneins sind. Anthropic profitierte zuletzt von einer kleinen Anti-OpenAI-Bewegung, nachdem das Unternehmen für einen kontroversen Deal mit dem Pentagon hart kritisiert worden war.

Zu den wichtigsten Einnahmequellen gehören für beide Unternehmen bisher die verschiedenen Abonnementmodelle, mit denen User populäre Features wie Claude Code oder OpenAIs Codex und darüber hinaus optimierte Limits, bessere Modelle und mehr Zugriff auf neue Funktionen erhalten. Für das Jahr 2026 erwarten Anthropic und OpenAI zwar mehr Umsatz, das Wachstum von Anthropic überflügelt aber das von OpenAI. Im zweiten Quartal erwartet das Unternehmen gar einen ersten operativen Gewinn, der bei OpenAI noch auf sich warten lässt.


Claude Code erhält Agent View:

Eine Liste für alle Sessions

orangefarbener Hintergrund, schwarze Skizze einer Hand, drei weiße Blöcke
© Anthropic via Canva

Rund 35 Prozent mehr Umsatz als OpenAI: Anthropics finanzielles Wachstum

Der Publisher The Information berichtet von aktuellen Prognosen, nach denen Anthropic in diesem Jahr etwa 35 Prozent mehr Umsatz machen soll als OpenAI. 2025 lag Anthropic mit knapp neun Milliarden US-Dollar Umsatz noch deutlich hinter OpenAI. Doch der Umsatz soll schon im zweiten Quartal 2026 knapp 10,9 Milliarden US-Dollar betragen. Das sind 130 Prozent mehr als im ersten Quartal. Außerdem erwartet Anthropic, wenn die Prognose zutrifft, in diesem Quartal erstmals einen operativen Gewinn, der 599 Millionen US-Dollar betragen soll.

Auf einen Gewinn muss OpenAI vermutlich noch länger warten. Das KI-Unternehmen unter der Führung von Greg Brockman und Sam Altman erwartet 2026 zwischen 30 und 33 Milliarden US-Dollar Umsatz; HSBC-Analyst:innen gehen von 34 Milliarden US-Dollar aus. Anthropic ist nach den jüngsten Angaben dagegen auf dem Weg, einen hochgerechneten Jahresumsatz von knapp 45 Milliarden US-Dollar zu erreichen – und damit OpenAI deutlich zu übertrumpfen.

OpenAI erwartet indes in den kommenden Monaten und Jahren klare Umsatzsprünge, unterstützt durch das neue Werbesystem – jetzt mit Ads Manager –, neue Abomodelle wie ChatGPT Pro mit geringerem Preis und große Deals wie jenen mit der Regierung von Malta, um ChatGPT Plus für ein ganzes Land bereitzustellen. Die Wachstumssprünge der Konkurrenz könnten OpenAI unterdessen beunruhigen und dazu veranlassen, den Börsengang mit Nachdruck zu verfolgen. Bisher gehen Branchenbeobachter:innen von einem IPO im vierten Quartal 2026 aus. Auch Anthropic setzt aufgrund der großen Nachfrage nach Coding-Lösungen und Unternehmensangeboten auf mehr Differenzierung bei den eigenen Abonnements. Künftig könnte Claude Code sogar aus dem Pro-Abonnement gestrichen werden, um über dedizierte Abonnements für das beliebte Tool noch mehr Geld zu generieren. Noch sind das aber nur Ideen mit ersten Tests.


Claude Code bald raus aus Pro-Abo?

Claude Code Interface mit Sidebar, parallelen Sessions und Coding-Workspace im Dark Mode.
© Claude via Canva

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Instagram testet Vorher-Nachher-Sticker für Stories mit KI


Instagram testet offenbar einen neuen Before/After Sticker für mit Meta AI bearbeitete Stories. Das Feature soll mehr Transparenz bei KI-Inhalten schaffen, was auch mit Blick auf die kommende EU-Kennzeichnungspflicht für Deepfakes und AI-Content wichtig ist.

Ob echt oder KI-generiert, ist für viele Menschen inzwischen immer schwerer erkennbar. Entsprechend wichtig ist es, Transparenz bei KI-Inhalten zu schaffen. Vor allem von den Plattformen, auf denen AI-Inhalte florieren – oft noch ohne Kennzeichnung. Meta hat bereits verschiedene AI Labels und Transparenzfunktionen. Jetzt könnte auch ein neuer Before/After Sticker für mit Meta AI bearbeitete Stories dazukommen. Darauf weist ein Post des App-Forschers Ahmed Ghanem auf Threads hin.

Viewer könnten dann direkt innerhalb der Story per Schieberegler zwischen Originalbild und KI-bearbeiteter Version wechseln und so nachvollziehen, wie stark ein Bild durch KI verändert wurde. Aktuell deutet alles darauf hin, dass der neue Before/After Sticker freiwillig und eher als Creator Feature gedacht, also nicht verpflichtend ist. Offiziell bestätigt hat Instagram das Feature bislang noch nicht. Wann oder ob der Sticker global ausgerollt wird, ist derzeit offen.

Instagram testet bereits seit Monaten verschiedene KI-Labels und Transparenzfunktionen. Dazu gehört unter anderem das neue AI Creator Label, mit dem Accounts freiwillig kennzeichnen können, dass sie regelmäßig KI-generierte Inhalte veröffentlichen. Zudem blendet Meta bei einzelnen Posts automatisch „AI Info“-Hinweise ein, wenn der Einsatz von KI-Tools erkannt wird. Ein Before/After Sticker wäre ein weiterer Schritt hin zu mehr sichtbarer KI-Transparenz auf der Plattform – auch mit Blick auf die kommende EU-Kennzeichnungspflicht für KI-Inhalte und Deepfakes ab August 2026.


Instagram sorgt mit AI Creator Label für mehr KI-Transparenz

Instagram testet ein neues Label, mit dem Creator ihre Inhalte als KI-generiert kennzeichnen können. Die Funktion wird direkt im Profil angezeigt und soll für mehr Transparenz bei KI-Content auf der Plattform sorgen.
© Instagram

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So wirst du zur bevorzugten Quelle in AI Overviews und AI Mode


So kommen die bevorzugten Quellen in AI Mode und AI Overviews

Auf dem Google Blog The Keyword erklärt Duncan Osborn, Product Manager für die Google-Suche, dass User ab sofort in den AI Overviews und im AI Mode ebenfalls vermehrt Quellen sehen sollen, die sie selbst als bevorzugte Quellen festgelegt haben. Genau wie bei den Schlagzeilen in den Suchergebnissen werden sie mit einem Label versehen. Laut Googles Angaben lohnt es sich für Publisher, wenn User sie als Preferred Source angeben. Denn Google gibt an, dass User mit doppelt so hoher Wahrscheinlichkeit auf eine bevorzugte Quelle klicken als auf andere Quellen. Über 345.000 unikale Quellen haben Nutzer:innen bisher schon als bevorzugt eingesetzt.

So sieht die Quellenansicht samt bevorzugten Quellen im AI Mode und in AI Overviews aus, © Google
So sieht die Quellenansicht samt bevorzugten Quellen im AI Mode und in AI Overviews aus, © Google

Das Highly Cited Label und prominente Content-Karusselle

Ebenfalls neu in den KI-Ergebnissen sind zwei Karusselltypen, die Suchenden schnell passende Quellen anschaulich vorstellen können. Das erste Karussell soll Quellen zu sich rasch entwickelnden News-Themen anzeigen. Dabei werden bevorzugte Quellen ebenso integriert. Auf diese Weise sollen brandaktuelle Artikel noch mehr Sichtbarkeit in der Suche erhalten.

Das Karussell mit Quellen zu aktuellen Themen erscheint in AI Overviews, © Google
Das Karussell mit Quellen zu aktuellen Themen erscheint in AI Overviews, © Google

Ein ähnliches Karussell mit diversen Quellen finden künftig User, die sich mit Fragen beschäftigen, auf die gerade in Foren oder Beiträgen in sozialen Medien Antworten geliefert werden. Darum stellt das zweite neue Karussell, zum Beispiel im AI Mode, passende Quellen zusammen, die von Facebook, TikTok, Reddit und Co. kommen können.

Ein Karussell mit Social-Media-Quellen im AI Mode, © Google
Ein Karussell mit Social-Media-Quellen im AI Mode, © Google

Auch die klassischen Web-Artikel-Links erhalten in den Suchergebnissen ein Update. Das neue Label Highly Cited verweist darauf, dass die betreffende Quelle vielfach von anderen Medien zitiert wurde. So können User schnell relevante Originalquellen finden; immer vorausgesetzt, dass Googles System stets die richtige Quelle als Original erkennt. Google möchte indes auch bei anderen Quellen darauf hinweisen, wenn diese eine Highly Cited Source verwendet haben.

So sieht eine Quelle mit dem neuen Highly Cited Label aus, © Google
So sieht eine Quelle mit dem neuen Highly Cited Label aus, © Google

In der nächsten Zeit könnten noch weitere Updates für die Suchergebnisse folgen, betont Duncan Osborn:

[…] Highlighting trusted sources, creator content and firsthand perspectives helps you search with more confidence. This is an area where we’re constantly innovating, and there is much more to come.

Vor allem die Integration von bevorzugten Quellen in den AI Mode und die AI Overviews ist für User und Publisher ein großer Schritt. Immerhin betonte Googles EMEA-Chefin Debbie Weinstein jüngst bei der Google Marketing Live: „Google Search is AI Search“, und verwies en passant auf 2,5 Milliarden AI Overviews User und mehr als eine Milliarde AI Mode User pro Monat. Die Zahl der AI Mode-Suchen, im Schnitt dreimal länger als traditionelle Anfragen, hat sich jeden Monat seit dem Launch verdoppelt. Nach Jahrzehnten der Suche in Fragmenten, also Keywords, können wir alles suchen – in natürlicher Sprache. Und so fragen die Menschen auch mehr als je zuvor.


Der AI Mode spielt längst auch für die Werbung eine zentrale Rolle auf Google.

Google Marketing Live:

Die Zukunft der Werbung beginnt hier

Shashidhar Thakur auf der Google Marketing Live-Bühne
Shashidhar Thakur auf der Google Marketing Live-Bühne, © Google

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Gefährliche Produkte? Millionenstrafe gegen Temu


Laut der EU könnten Verbraucher:innen innerhalb der Europäischen Union mit hoher Wahrscheinlichkeit auf illegale oder unsichere Produkte auf der Website stoßen. Besonders kritisch sieht die Kommission dabei eine Risikoanalyse aus dem Jahr 2024. Diese habe sich laut Behörden zu stark auf allgemeine Probleme im Online-Handel konzentriert und zu wenig auf konkrete Risiken bei Temu selbst.

Temu fällt bei Sicherheitsprüfungen durch

Wie ernst die Vorwürfe sind, zeigen Produkttests aus den Ermittlungen. Bei einem sogenannten Mystery Shopping wurden verschiedene Artikel anonym bestellt und überprüft. Dabei fielen viele getestete Ladegeräte durch grundlegende Sicherheitsprüfungen. Auch bei Babyspielzeug wurden teils gefährliche Chemikalien oberhalb der erlaubten Grenzwerte entdeckt. Zusätzlich bestand bei einigen Produkten Erstickungsgefahr durch verschluckbare Kleinteile.

Die EU wirft Temu außerdem vor, nicht ausreichend geprüft zu haben, wie Empfehlungssysteme und Werbung mit Influencern die Verbreitung problematischer Produkte zusätzlich fördern könnten. Daher beruft sich die EU nun auf den „Digital Services Act“. Dieser verpflichtet große Plattformen dazu, Risiken für Nutzer:innen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Gerade sogenannte „Very Large Online Platforms“ – also besonders große Plattformen mit Millionen Usern – stehen unter strengen Auflagen. Sie sollen systematische Risiken regelmäßig analysieren und konkrete Gegenmaßnahmen ergreifen. Nach Ansicht der EU hat Temu genau diese Pflichten verletzt.

Temu muss jetzt handeln

Bis zum 28. August 2026 muss das Unternehmen jetzt einen Maßnahmenplan vorlegen, um die Probleme zu beheben. Sollte Temu die Anforderungen weiterhin nicht erfüllen, könnten weitere Strafzahlungen folgen.

Die Ermittlungen gegen die Plattform laufen bereits seit Oktober 2024. Für Temu könnte der Fall nun zu einem echten Problem werden, denn die EU geht zunehmend härter gegen große Online-Marktplätze vor, wenn es um Verbraucher:innen und Produktsicherheit geht. Die 200 Millionen Euro Strafe allein dürften Temu beziehungsweise den Mutterkonzern PPD Holdings mit einem Umsatz von 15,4 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal 2026 finanziell nicht allzu sehr belasten. Zum Problem könnten aber Folgestrafen werden, da Wiederholungsvergehen gegen EU-Richtlinien mit immensen Strafen belegt werden können.


Amazon Haul:

Temu-Konkurrenz soll nach Deutschland kommen

Amazon Haul: Temu-Konkurrenz soll nach Deutschland kommen
© Amazon via Canva

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