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Blauer Haken: Elon Musks Plattform X reagiert auf EU-Strafandrohung
Die Social-Media-Plattform X, das frühere Twitter, reagiert mit Vorschlägen auf eine Strafandrohung der Europäischen Kommission unter dem Digitale-Dienste-Gesetz. Das bestätigte am Mittag ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. Nach konstruktiven Gesprächen in den vergangenen Wochen werte die Aufsichtsbehörde es als positives Zeichen, dass X nun fristgerecht Vorschläge unterbreitet habe.
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Blauer Haken soll weiter überarbeitet werden
Die X International Unlimited Corporation mit Sitz in Irland wurde im Dezember von der EU-Kommission wegen mehrerer Verstöße gegen den Digital Services Act unter Androhung von wiederkehrenden Strafzahlungen dazu aufgefordert, Missstände zu beheben. Die aktuellen Vorschläge betreffen dabei den Sachverhalt der Vergabe des sogenannten „Blauer Haken“-Symbols.
Diese waren ursprünglich bei Twitter ausschließlich für verifizierte Accounts vorgesehen, nach der Umbenennung zu X war dieses Symbol jedoch auch für zahlende Kunden erhältlich. Nach Kritik hatte X bereits Änderungen am Vergabesystem vorgenommen. Die EU-Kommission als DSA-Aufsichtsbehörde hält jedoch auch das derzeitige Vergabesystem für irreführend und fürchtet, dass es Betrug begünstigen könnte. X hat hierzu nun Änderungsvorschläge unterbreitet, über die keine Details öffentlich bekannt sind.
Die Vorschläge will die EU-Kommission jetzt analysieren. Von Erzwingungsstrafen profitiere weder der Betreiber noch die EU-Kommission oder die Nutzer, sagt ein Sprecher: „Wenn es nicht ausreicht, werden wir uns konstruktiv mit X auseinandersetzen.“ Für die beiden anderen Vorwürfe, die zur Dezember-Strafanordnung geführt haben, laufen die Fristen noch bis zum 28. April.
Frist für 120-Millionen-Strafe läuft Montag ab
Bis zum kommenden Montag muss zudem die 120-Millionen-Euro-Strafzahlung bei der EU-Kommission eingehen. Gegen diese im Dezember gegen X ausgesprochene Strafe von 120 Millionen Euro hatte der Betreiber im Februar rechtliche Schritte beim Europäischen Gericht (EuG) unternommen (Aktenzeichen T-114/26). Das EuG ist die untere der beiden EU-Gerichtsinstanzen, die für Verwaltungsakte der EU-Kommission zuständig ist.
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Die Untersuchungsverfahren zu anderen möglichen DSA-Verstößen des Anbieters, wie im Zusammenhang mit der Grok-KI, laufen derweil parallel weiter. Das Verfahren gegen X gilt aufgrund der Eigentümerschaft des Anbieters als politisch besonders heikel.
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(mki)
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Tarifverhandlungen: Weitere Warnstreiks bei der Deutschen Telekom
Die Gewerkschaft Verdi weitet in den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom ihre Warnstreiks aus. Nach ersten Ausständen am Dienstag im Norden und Osten sollen die vollschichtigen Warnstreiks an diesem Mittwoch auf weitere Gebiete im Bundesgebiet ausgedehnt werden, wie Verdi in Berlin mitteilte. Die Gewerkschaft begründet den Ausstand mit einer enttäuschenden zweiten Tarifverhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
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Vom Warnstreik betroffen seien mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns, sagte Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Aufgrund der Warnstreiks könne es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen.
Warnstreiks in mehreren Bundesländern
Am Dienstag beteiligten sich laut Verdi mehr als 3000 Beschäftigte an Warnstreiks. Betroffen waren demnach Standorte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. An diesem Mittwoch seien Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.
Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge habe eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart worden.
(olb)
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In Finnland verhaftetes Mitglied bekannter Hackergruppe in den USA angeklagt
Die Justiz in Chicago hat Anklage gegen ein 19-jähriges Mitglied der berüchtigten Hackergruppe „Scattered Spider“ erhoben, nachdem der als „Bouquet“ bekannte Peter S. kürzlich in Finnland verhaftet wurde. Die USA verlangen die Auslieferung des Teenagers, der die doppelte Staatsbürgerschaft der USA und Estlands besitzt. Dem 19-Jährigen wird vorgeworfen, an verschiedenen Ransomware-Erpressungen beteiligt gewesen zu sein, die große Unternehmen Millionen US-Dollar gekostet haben, wie eine US-amerikanische Tageszeitung berichtet.
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Das Cybercrime-Kollektiv „Scattered Spider“ besteht aus einer losen Gruppe von britischen und US-amerikanischen Hackern, die vorwiegend „Social Engineering“ nutzen, um an Zugangsdaten zu geschlossenen Netzwerken zu gelangen, daraufhin Daten abgreifen und die Organisationen damit schließlich erpressen. Die Gruppe wurde 2023 bekannt durch die Casino-Angriffe auf MGM und Caesars. Es folgte ein Datendiebstahl bei der US-Tochter der Allianz Versicherung. Letztes Jahr wurden der Gruppe ein Cyberangriff auf Marks & Spencer sowie der IT-Angriff auf Jaguar Land Rover zugeschrieben.
Hackerkarriere begann mit 16
Doch der verdächtigte Teenager war auch an zahlreichen anderen Cyberangriffen beteiligt, schreibt die Chicago Tribune, denen Unterlagen der Anklage vorliegen. Demnach war Bouquet in mindestens vier größere Aktionen der Hackergruppe involviert, die zu Lösegeldzahlungen der erpressten Unternehmen in Millionenhöhe geführt haben. Dazu gehört eine Attacke auf eine nicht genannte Online-Kommunikationsplattform im März 2023, als Peter S. erst 16 Jahre alt war.
Im Mai 2025 soll Bouquet einen Cyberangriff auf einen ungenannten milliardenschweren „Luxusartikelhändler“ unterstützt haben. Dabei haben sich die Angreifer telefonisch beim IT-Helpdesk als Mitarbeiter ausgegeben, um Anmeldeinformationen zurückzusetzen. Damit erlangten sie Zugriff auf Zugangskonten von Systemadministratoren und konnten Daten abgreifen. Beim anschließenden Erpressungsversuch verlangte die Gruppe 8 Millionen Dollar, da sie 100 Gigabyte Daten gestohlen hätten. Die wochenlangen Verhandlungen hat die nur „Unternehmen F.“ genannte Firma schließlich abgebrochen und das Lösegeld nicht bezahlt, aber der Cyberangriff hat den Händler laut Anklage trotzdem mehr als 2 Millionen Dollar aufgrund der Betriebsstörungen und einer Sanierung des Systems gekostet.
Verhaftung nach Luxus-Lebensstil
Die Ermittler sind dem Verdächtigten wohl aufgrund seines ausschweifenden Lebensstils auf die Schliche gekommen, der ihn laut Zeitung von Dubai über Thailand und Mexiko nach New York geführt hat, wo er in Luxushotels nächtigte und Kreditkarten, Geldscheine und Schmuckstücke präsentierte. Das soll auf Bildern zu sehen sein, die er auf Facebook und Snapchat gepostet haben soll. Am 10. April wurde der heute 19 Jahre alte Peter S. am Flughafen von Helsinki verhaftet.
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Bouquet ist nicht das erste Mitglied von „Scattered Spider“ (auch bekannt als „Octo Tempest“, „Starfraud“ und „UNC3944“), das verhaftet worden ist. Anfang dieses Monats hat sich der 24-jährige Tyler Robert B., ein britischer Staatsbürger und vermeintlich einer der führenden Mitglieder der Hackergruppe, in Kalifornien schuldig bekannt, mit Textnachrichten Phishing-Angriffe auf US-Unternehmen durchgeführt zu haben und insgesamt mindestens 8 Millionen Dollar von verschiedenen Individuen gestohlen zu haben.
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(fds)
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US-Regierung bezahlt zwei Energieunternehmen für Ausstieg aus Windprojekten
Die US-Regierung hat zwei Energieunternehmen aus Offshorewind-Pachtverträgen für einen hohen Betrag herausgekauft. Das US-Innenministerium hat nach eigenen Angaben Vereinbarungen mit den Energieunternehmen Bluepoint Wind und Golden State Wind getroffen. Diese haben sich bereit erklärt, aus Windprojekten, die gerade in der Entwicklung sind, auszusteigen. Stattdessen sollen beide in den Ausbau von fossilen Energieinfrastrukturen investieren.
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Das sei ein Schritt weg „von unbeständigen, kostenintensiven Energiequellen hin zu bewährten konventionellen Lösungen“, schreibt das Innenministerium in seiner Mitteilung. Den lässt sich die US-Regierung knapp 900 kosten: Bluepoint Wind erhält 765 Millionen US-Dollar, Golden State Wind 120 Millionen US-Dollar.
Im Frühjahr lockte die US-Regierung bereits das französische Energieunternehmen TotalEnergies in einen ähnlichen Deal: Für den Ausstieg aus zwei Offshore-Windparkprojekten und die Investition in fossile Energie bekam TotalEnergies eine knappe Milliarde US-Dollar.
Steuergelder der hart arbeitenden Amerikaner
Bluepoint Wind und Golden State Wind sei mit den Windenergieprojekten 2022 ein Produkt verkauft worden, „das nur dann praktikabel war, wenn massive durch Steuergelder subventioniert wurde“, sagte Innenminister Doug Burgum. Nun müssten „die hart arbeitenden Amerikaner nicht mehr die Zeche für teure, unzuverlässige und schwankende Energieprojekte zahlen“. Die Steuergelder steckt die US-Regierung stattdessen in den Ausbau der fossilen Energieinfrastruktur.
Die gegenwärtige US-Regierung unter Präsident Donald Trump setzt sich massiv für fossile Energien ein. Ende vergangenen Jahres hat sie die Bauarbeiten an fünf großen Offshore-Windparks an der Ostküste stoppen lassen. Die Begründung war, dass diese die nationale Sicherheit gefährdeten. Die davon betroffenen Unternehmen und US-Bundesstaaten klagten dagegen und bekamen in allen Fällen recht. Auch in den USA wächst der Anteil der erneuerbaren Energien.
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(wpl)
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