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Künstliche Intelligenz

BMI nur „ganz grobes Maß“: Algorithmen sagen besser voraus, wer sehr krank wird


Anlässlich des 132. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin sprachen Mediziner über den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, der weit über die reine Mustererkennung hinausgeht. KI-Agenten sollen Ärzte und Pflegepersonal aktiv bei Routineaufgaben entlasten und so dem Fachkräftemangel und der zunehmenden Bürokratisierung entgegenwirken. Gleichzeitig ermöglicht moderne Technologie eine differenziertere Diagnostik, betonten die Experten.

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Künstliche Intelligenz im Klinikalltag entwickle sich von einem beratenden zu einem aktiv handelnden System. „Wir gehen den Schritt von ‘nicht nur Rat, sondern auch Tat’“, erklärte Prof. Jens Kleesiek, Direktor des Instituts für Künstliche Intelligenz in der Medizin am Universitätsklinikum Essen, auf einer Pressekonferenz zum Kongress.

Angesichts von Fachkräftemangel und administrativer Überlastung sei der Einsatz solcher Technologien unumgänglich: „Wir können die Versorgungsqualität, die Versorgungssicherheit nicht mehr garantieren, wenn wir nicht weitere Werkzeuge einsetzen.“

Als konkretes Beispiel nannte Kleesiek die „agentische KI“, die autonom komplexe Prozesse wie eine Patientenentlassung koordiniert oder das Personal warnt, wenn eine Allergie nicht korrekt in der Akte vermerkt wurde. Gleichzeitig mahnte er, dass man bei all der technologischen Unterstützung „den gesunden Menschenverstand nicht ausschalten sollte“. Die Gefahr sei, blind auf die Technik zu vertrauen, ähnlich wie bei einem Navigationssystem, dem Fahrer folgen und „irgendwo in den Fluss oder in ein Feld rein“ fahren. Das Leitmotiv müsse daher klar sein, so Kleesiek: „Wir behandeln Patienten und nicht Daten.“

Die fortschreitende Digitalisierung führt auch zu einer Neubewertung etablierter medizinischer Parameter. Die Komplexität der Stoffwechselforschung reicht dabei weit in die Evolutionsgeschichte zurück, wie Prof. Michael Stumvoll vom Universitätsklinikum Leipzig ausführte. Stumvoll erinnerte daran, dass Fettgewebe eine entscheidende Entwicklung gewesen ist, um Hungerperioden zu überstehen und das energieintensive menschliche Gehirn zu versorgen. „Kein anderes Tier kann sich leisten, ein Viertel des Grundumsatzes […] in das Gehirn“ zu stecken, so Stumvoll. Dieser evolutionäre Vorteil werde in der heutigen Zeit des Überflusses zur Herausforderung.

Besonders den Body-Mass-Index (BMI) bezeichnete er als „ganz grobes Maß“, das „der Biologie der individuellen Fettverteilung, dann Beschaffenheit des Fetts überhaupt nicht gerecht“ werde. Um dies zu verdeutlichen, zog er den Vergleich zu Arnold Schwarzenegger, der zu seinen besten Zeiten als Bodybuilder „auch ein BMI von 30 gehabt“ habe, dies aber auf Muskelmasse zurückzuführen sei. Mit modernen Algorithmen könne man heute Muster „echt jenseits von BMI“ erkennen. Der Nutzen sei enorm: „Da wissen wir genau, die wird krank und zwar dann und bald und zwar blöd krank.“

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Für die Kongresspräsidentin Prof. Dagmar Führer-Sakel ist klar, dass „alte Konzepte nicht mehr reichen“. Der digitale Wandel sei eine Chance, den Fokus von einer „Reparaturmedizin“ hin zur Prävention zu verschieben. Ziel sei eine Medizin, die „partizipativ, […] individuell und ganz klar vernetzt“ gestaltet wird und in der die wachsende Datenflut als Ressource für eine präzisere und personalisierte Behandlung dient.


(mack)



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Künstliche Intelligenz

NAS mit ARM-Chips von Qualcomm: Radxa DragonBay und DragonStation mit „Fygo OS“


Der Hersteller Radxa aus Shenzhen baut zwei kompakte Netzwerkspeicher (NAS) mit ARM-Prozessoren von Qualcomm. In die flache DragonStation mit 10-Gigabit-Ethernet passen sechs M.2-SSDs. Das NAS DragonBay hat hingegen nur 2,5-Gigabit-Ethernet und vier Einbauschächte für 3,5-Zoll-Festplatten sowie zwei M.2-SSDs als Cache.

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Auf der Radxa-Website gibt es noch keine detaillierten Informationen zu den beiden NAS. Laut Radxa-Chef Tom Cubie sollen sie aber bald folgen.

Laut Informationen aus dem Discord-Kanal von Radxa steckt in der DragonBay der Qualcomm SC8280XP, also der 2021 für Notebooks angekündigte Snapdragon 8cx Gen3.

Auf den Einplatinencomputer Dragon Q6A lötet Radxa hingegen den Qualcomm Dragonwing QCS6490.

Ein Nachteil des Smartphone- beziehungsweise Embedded-Prozessors ist der fest aufgelötete LPDDR4-Arbeitsspeicher, der sich nicht erweitern lässt. Vorteile sind hohe Effizienz und niedrige Leistungsaufnahme im Leerlauf.

Als Betriebssystem soll „Fygo OS“ zum Einsatz kommen. Dabei kooperiert Radxa mit der chinesischen NAS-Distribution FnOS (FeiNiu, 飞牛) ; der Name bedeutet anscheinend „fliegender Ochse“.

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(ciw)



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Künstliche Intelligenz

CPU-Markt schrumpft, aber x86-Anteil von AMD und ARM-Anteil wachsen


Die gute Nachricht zuerst: Im ersten Quartal 2026 stiegen die Verkaufszahlen von Serverprozessoren um rund 10 Prozent im Jahresvergleich. Allerdings sanken die verkauften Stückzahlen von Prozessoren für Notebooks, Desktop-PCs, Spielkonsolen und Embedded Systems (Internet of Things, IoT). Das meldet das Marktforschungsunternehmen Mercury Research.

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AMD konnte seinen Marktanteil an allen x86-Prozessortypen im Jahresvergleich von 27,1 Prozent auf 32,6 Prozent auf Kosten von Intel weiter deutlich steigern, also um 5,6 Prozentpunkte.

Marktanteile AMD an x86-Prozessoren (Quelle: Mercury Research)
Kategorie Q1/26 Q4/25 Q1/25
Server 33,2 % 28,8 % 27,2 %
Desktop-PC 33,2 % 36,4 % 28,0 %
Notebooks 28,3 % 26,0 % 22,5 %
x86-Gesamt* 32,6 % 31,4 % 27,1 %
*einschließlich IoT, Embedded Systems, Spielkonsolen

Die Segmente entwickelten sich aber unterschiedlich: Bei Servern beispielsweise wuchs der AMD-Anteil noch stärker, nämlich um 6 Punkte auf nun 33,2 Prozent. Bei Desktop-PCs legte AMD im Jahresvergleich hingegen nur um 5,1 Punkte auf ebenfalls 33,2 Prozent zu, musste gegenüber dem vierten Quartal 2025 aber einen Rückgang hinnehmen.

Als Grund dafür nennt Mercury Research die außergewöhnliche Entwicklung: Wegen der sich verschärfenden RAM-Knappheit hatten viele PC-Hersteller Ende 2025 größere Vorräte beschafft, auch bei Prozessoren. Und im Jahresvergleich brachen die Verkaufszahlen bei Desktop-PC-Prozessoren im Q1/2026 besonders stark ein, nämlich um 20 Prozent.

Absolute Zahlen nennt Mercury Research in seinen kostenlosen Veröffentlichungen nicht.

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Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren steigen, weil agentische KI-Systeme im Trend liegen und von hoher CPU-Performance profitieren.

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Wegen der hohen Nachfrage nach Serverprozessoren hat Intel Produktionskapazitäten dorthin verlagert. Das führt im Gegenzug zu Knappheiten bei bestimmten Prozessoren für Desktop-PCs und Notebooks.

Die Firma Mercury Research betont, dass sie keinen so detaillierten Einblick in die Verkaufszahlen von Notebookprozessoren mit ARM-Technik hat wie bei x86-Chips.

Den Marktanteil von ARM-Chips an den Client-Rechnern schätzt Mercury Research auf nun 14,4 Prozent, ein sequenzielles Wachstum um 0,5 Prozentpunkte. Eingeschlossen sind dabei auch Apple MacBooks und Google Chromebooks. Separate Zahlen für den Marktanteil der Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm für Windows-11-Notebooks weist Mercury Research bisher nicht öffentlich aus.

Die Verkaufszahlen von Serverprozessoren mit ARM-Kernen haben sich laut Mercury Research im Jahresvergleich ungefähr verdoppelt, vor allem weil Nvidia sehr viele „Grace“-Prozessoren in den KI-Systemen Blackwell NVL72 verkauft hat. Dennoch wuchs der Anteil von ARM-Serverprozessoren am gesamten Markt moderat auf nun 13,2 Prozent, weil auch die Stückzahlen von x86-Prozessoren deutlich stiegen.


(ciw)



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Künstliche Intelligenz

NASA beendet Maven-Mission offiziell | heise online


Die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (NASA) hat die Mission der Marssonde Maven für beendet erklärt. Der Kontakt zu der Sonde brach vor einem halben Jahr ab und konnte nicht wiederhergestellt werden.

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In einer knapp 40 Minuten langen Online-Konferenz gab die NASA das Ende der Mission bekannt. Die Sonde, deren Abkürzung für Mars Atmosphere and Volatile Evolution, hat die obere Atmosphäre des Mars erforscht. Daneben diente sie Relais für die Kommunikation mit den Marsrovern.

Den letzten Kontakt mit der Sonde habe es am 6. Dezember 2025 gegeben, erzählte Maven-Projektmanager Mike Moreau. Danach sei die Sonde hinter dem Mars verschwunden. Als sie etwa eine halbe Stunde später wieder hervorgekommen sei, sei kein Kontakt mehr möglich gewesen.

Das NASA-Team versuchte auf verschiedene Arten, wieder Kontakte mit Maven aufzunehmen. „Leider waren alle diese Versuche, die Kommunikation wiederherzustellen, erfolglos“, sagte Moreau. Es gelang lediglich einige Stunden später, einige Telemetriedaten zu empfangen. Daraus ließ sich rekonstruieren, dass die Sonde in Trudeln geraten war. Sie drehte sich demnach 2,7 Mal in der Minute. Normalerweise ist die Position einer Sonde stabil.

Die Folge sei gewesen, dass die Solarpaneele nicht mehr auf die Sonne ausgerichtet gewesen seien und die Sonde ihre Akkus nicht mehr habe laden können. Diese hätten sich „über einen Zeitraum von mehreren Stunden entladen“, was dazu geführt haben, „dass das Kommunikationssystem schließlich keinen Strom mehr hatte und das Raumfahrzeug in einen nicht mehr wiederherstellbaren Zustand geriet.“

Die NASA ist noch dabei, die Fehlerursache zu ermitteln. Moreau wollte sich dazu aber nicht äußern. Der Abschlussbericht wird voraussichtlich in einigen Monaten vorliegen.

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Maven startete im November 2013 und erreichte im September 2014 den Mars. Die Primärmission war auf ein Jahr angesetzt. 2025 war die Sonde laut Moreau in der sechsten Verlängerung ihrer Mission.

Die Aufgabe von Maven war die Erforschung der Marsatmosphäre. Das Hauptziel der Mission habe darin bestanden, herauszufinden, weshalb die Atmosphäre verschwunden ist, sagte Shannon Curry, wissenschaftliche Leiterin der Mission. Die Marsatmosphäre, die früher so dicht war wie die Erdatmosphäre, ist heute nur noch sehr dünn.

Mithilfe von Maven fanden die Forscher heraus, dass der Sonnenwind und die Strahlung der Sonne der Grund für den Großteil des Verlusts waren. „Wir haben heute ein besseres Verständnis des atmosphärischen Entweichens auf dem Mars als auf jedem anderen Planeten, einschließlich der Erde“, resümierte Curry.

Neben ihrer wissenschaftlichen Mission war Maven ein wichtiges Relais für die Kommunikation mit den Rovern auf der Marsoberfläche, aber nicht das einzige. Es stehen noch vier weitere Relaisstationen zur Verfügung – Mars Odyssey und Mars Reconnaissance Orbiter der NASA sowie die europäischen Sonden Mars Express und Trace Gas Orbiter.

Seit dem Ausfall komme es allerdings „gelegentlich zu leichten Verzögerungen“, weil jetzt weniger Ressourcen zur Verfügung stehen, um die wissenschaftlichen Daten zu übertragen, sagte Tiffany Morgan, Leiterin des Mars-Erkundungsprogramms der NASA. Im Betrieb der Rover habe es kleine Änderungen gegeben, ergänzte NASA-Manager Greg Heckler. „Aber wir erwarten kein wissenschaftliches Defizit.“


(wpl)



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