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Das ändert sich für Autofahrer – wegen neuem EU-Verbot
Dieses Jahr tritt ein ganzes Bündel neuer Vorschriften in Kraft, das für Autofahrer mehr ist als nur eine juristische Fußnote. Auch in Brüssel hat man weitergedacht und ein EU-Verbot auf den Weg gebracht, das den Fahrzeugmarkt spürbar verändern dürfte.
Die Hauptuntersuchung, dieser altbewährte Pflichttermin bei TÜV, Dekra oder GTÜ, schlägt inzwischen mit rund 150 Euro zu Buche. Mitunter wird es teurer, wenn der Prüfer an einem rostgeplagten Auspuff herummosert und ein Ölleck entdeckt. Seit diesem Jahr müssen rund zwei Millionen Fahrzeughalter sogar mindestens 50 Euro mehr bezahlen – gesetzlich verordnet – bei einer Gasprüfung. Und nun setzt die EU nach: mit einer Regelung, die kaum jemand freiwillig einhalten würde, weshalb man sie schlicht zur Pflicht erklärt.
Neues EU-Verbot: Das gilt ab 2026 für die TÜV-Plakette
Eine orangefarbene Plakette auf dem Kennzeichen bedeutet: Die nächste Untersuchung hätte eigentlich 2025 stattfinden sollen. Wer sie an seinem Kennzeichen findet: schleunigst zur Prüfstelle! Wer 2024 beim TÜV vorstellig wurde, fährt jetzt mit blauer Plakette – und muss dieses Jahr wieder auf die Hebebühne. Genau diese Plaketten stehen im Zentrum der neuen EU-Regel, die auf der überarbeiteten Altfahrzeugverordnung basiert. Der Name klingt nach Altmetall im Hinterhof, betroffen ist jedoch der gesamte Gebrauchtwagenmarkt.
Ab 2026 darf ein Gebrauchtwagen nur noch verkauft werden, wenn ein gültiger TÜV-Bericht vorliegt oder ein technisches Gutachten eines unabhängigen Kfz-Sachverständigen. Kein Zettel, kein Verkauf. Ziel ist es, zu verhindern, dass Schrottkarren als „Schnäppchen, nur kleiner Kratzer“ über Kleinanzeigen, Autoscout und andere Plattformen die Runde machen, um anschließend als „rollende Giftbomben irgendwo in Westafrika“ zu enden. Offizielle Begründung: Umwelt, Klima, Verbraucherschutz. Inoffiziell: Schluss mit dem Schummelexport deutscher Altlasten.
→ Gesetzesänderung: Was sich beim Führerschein für alle Autofahrer 2026 ändert
Warum das alles – und was kommt noch?
Zunächst trifft das EU-Verbot Pkw und leichte Nutzfahrzeuge. Motorräder, Lkw und Spezialfahrzeuge könnten folgen, sobald sich die Mitgliedstaaten einigen. Für gewerbliche Händler wird es besonders streng: Sie müssen den Zustand eines Fahrzeugs künftig zwei Jahre lang dokumentieren. Privatverkäufe abseits digitaler Plattformen bleiben vorerst verschont. Wer seinen alten Polo also weiterhin klassisch mit einem Zettel im Fenster anbietet, muss (noch) keinen Gutachter bemühen.
Europa reagiert damit auf eine wachsende Flut ausrangierter Fahrzeuge, die formal „gebraucht“, in der Realität jedoch „fast Müll“ sind. Standards sollen nicht nur auf dem Papier existieren, und gefährliche Fahrzeuge sollen nicht einfach weiterfahren, nur weil sie eine Plattform zum Verkauf gefunden haben.
→ Personalausweis: Jetzt wird’s teuer – für jeden
Dabei wird 2026 ohnehin kein entspanntes Jahr für Autofahrer: Der digitale Fahrzeugschein rollt EU-weit aus, strengere Vorgaben für Batterien in E-Autos stehen an, ebenso neue Recyclingquoten und mögliche Anpassungen beim CO₂-Flottenlimit. Die Mobilitätswelt bleibt in Bewegung und sie wird regulierter.
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Teure Grafikkarten: Die RTX 5060 Ti 16 GB holt die RTX 5070 12 GB beim Preis ein

Grafikkartenpreise kannten im Januar über Wochen nur einen Weg: den nach oben. Gegen Ende Januar flachte die Preiskurve bei den meisten GeForce RTX 5000 dann ab, ging zuletzt sogar leicht zurück. Nicht so bei der GeForce RTX 5060 Ti 16 GB, die im Durchschnitt über neue Angebote bei Händlern inzwischen an der RTX 5070 kratzt.
RTX 5060 Ti 16 GB und RTX 5070 fast gleich auf
Das geht aus den Daten des ComputerBase-RTX-5000-Deal-Bots hervor, der neue Grafikkarten-Angebote bei namhaften Händlern protokolliert. Den Daten zufolge lagen neue Angebote für die RTX 5060 Ti mit 16 GB zuletzt wiederholt im Tagesdurchschnitt (Median) bei etwas über 700 Euro und damit fast auf dem Niveau der RTX 5070 mit 12 GB VRAM. Die letzten Monate hatten beide Modelle laut Bot in der Regel rund 100 Euro getrennt.
Bei den niedrigsten Preisen für neue Angebot besteht hingegen weiterhin eine klare Lücke, ca. 550 Euro für die RTX 5060 Ti 16 GB stehen ca. 650 Euro für die RTX 5070 12 GB gegenüber. Aber die besten Angebote sind in der Regel schnell vergriffen.
Erste Anzeichen einer Verknappung?
Dass deutlich niedrigere Stückzahlen der RTX 5060 Ti 16 GB hinter der jüngsten Entwicklung stehen, ist zumindest beim Blick in den Preisvergleich noch nicht offensichtlich – die Grafikkarte ist breit ab Lager verfügbar.
Zuletzt hatte es geheißen, Nvidia würde den Fokus bei der Speicher-Allokation immer auf die größte Grafikkarte einer Speicherklasse legen, was im Falle von 16 GB die RTX 5080 priorisieren würde, während RTX 5070 Ti und RTX 5060 Ti 16 GB seltener gefertigt werden.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Logitech G Pro X2 Superstrike im Test
Mit der G Pro X2 Superstrike will Logitech nichts weniger als den Mausklick neu erfunden haben und wirft dafür zwei Microswitches aus der Maus. Das ließ schon zu Vorstellung im September aufhorchen. Jetzt kommt die neue Gaming-Maus auf den Markt. ComputerBase hat sie testen können und ist vom „Fake-Klick“ angetan.
Die G Pro X2 Superstrike erklärt
Um zu verstehen, was die G Pro X2 Superstrike so besonders macht, gilt es vorerst zu klären, wie die Primärtasten aller aktuellen Mäuse klicken können – wobei mit „klicken“ sowohl das Auslösen eines Signals, als auch das haptische Feedback an den Nutzer gemeint ist.
So klicken Mäuse am Markt bisher
Bis dato gab es zwei verschiedene Ansätze, mit denen das Klicken der beiden Primärtasten (Links- und Rechtsklick) umgesetzt wurde:
- Mechanische Mikroschalter:
Mikroschalter sind besonders kleine elektrische Schalter, bei denen durch die spürbare Überwindung einer Federkraft zwei elektrische Kontaktflächen geschlossen werden, was das Klick-Signal auslöst. Sie sind günstig, vermitteln einen klaren, vom Hersteller definierbaren Klick, leiden aber unter einem hohen mechanischen Verschleiß. Der äußert sich häufig in ungewollten Doppelklicks. Dazu kommt es, wenn die bei Gaming-Mäusen meist kurz konfigurierte Entprellzeit nach der Betätigung eines Tasters nicht ausreicht, um das zwangsläufig auftretende Federn des Metallkontakts zu überdauern. - Optomechanische Mikroschalter:
Bei optomechanischen Schaltern wird anstelle über von per Feder gespannten Metallkontakten ein Signal über eine Lichtschranke erzeugt, sodass durch Korrosion und Verschmutzungen erzeugte Defekte beinahe ausgeschlossen werden können. Das Klick-Gefühl wird aber weiterhin über die Überwindung einer Federkraft erzeugt. Der Schalter kombiniert also mechanische mit optischen Komponenten.
Beide Technologien eint, dass der Hersteller fest vorgibt, wann ein Klick ausgelöst wird. Als Variablen stehen der Widerstand und der zurückzulegende Weg bis zum Auslösen (mechanisch oder optisch) zur Verfügung. Kunden können beides nicht anpassen.
Das konnten Tastaturen schon
Bei Tastaturen geht das auf Basis der so genannten Hall-Effekt- oder TMR-Taster hingegen schon etwas länger: Bei diesen Tastern wird das Klick-Signal ausgelöst, wenn das Eindrücken einer Taste ein definiertes Magnetfeld (Hall Effekt) oder über Induktion eine zuvor definierte Spannung (RMT) erzeugt hat – und das erforderliche Niveau lässt sich unabhängig vom weiterhin vorliegenden mechanischen Feedback (ein Federwiderstand wird auch bei Hall Effekt/TMR überwunden) einstellen. Auch Rapid Trigger, also das erneute Auslösen ohne die Taste vollständig mechanisch ausfedern zu lassen, ist möglich.
So „klickt“ die G Pro X2 Superstrike mit HITS
Die Logitech G Pro X2 Superstrike hat genau dieses Prinzip jetzt erstmals auf eine Maus portiert und dabei direkt auch noch die zweite feinmechanische Komponente der anderen Schaltertypen gestrichen: das mechanische Klick-Feedback.
Das bedeutet: Bei der G Pro X2 Superstrike wird das Klick-Signal der beiden Primärtasten per Induktion erzeugt, was für TMR spricht (auch wenn Logitech die Technologie nicht genauer umrissen hat), ein mechanisches „Klick-Feedback“ lösen die Tasten dabei selbst aber auch nicht mehr aus.
Designed and developed exclusively by Logitech G, SUPERSTRIKE combines inductive analogue sensing with real-time click haptics, a technology so unique and transformational, it reshapes how the world’s most demanding players compete. This isn’t just progress; it’s a bold new benchmark of control so advanced, it’s beyond imitation.
Das Klick-Feedback wird hingegen (wie das Haptic Feedback aktueller Smartphones oder einiger Touchpads) künstlich erzeugt – und zwar genau dann, wenn das Klick-Signal ausgelöst wird. In diesem Punkt ist die Superstrike damit sogar Hall-Effekt/TMR-Tastaturen, deren mechanisches Feedback fix definiert ist, voraus.
Logitech nennt diese Technologie „Haptic Inductive Trigger System“ (HITS) und hat sie zum Patent angemeldet. Über G Hub können Nutzer HITS den eigenen Bedürfnissen nach anpassen.
Die PRO X2 SUPERSTRIKE ist mit unserem Haptischen Induktiven Trigger-System (HITS) ausgestattet. Nichts wird dich aufhalten – weder Mikro-Switches noch Latenz oder eine schlechte Verbindung. Dieser Durchbruch in Sachen Maus-Technologie wird die neue Lieblingswaffe deiner Wahl werden. Deine Konkurrenten werden nicht wissen, wie ihnen geschieht.
Technische Eckdaten
Abgesehen von den beiden Primärtastern entspricht die G Pro X2 Superstrike technisch einer G Pro X Superlight 2 (Test). Dimensionen und Form übernimmt sie am Ende fast 1:1.
Das betrifft auch den bekannten Hero-2-Sensor mit den von ihm bekannten Eckdaten wie bis zu 44.000 CPI/DPI, wobei die Software G Hub erst einmal nur bis zu 3.200 DPI vorkonfiguriert.
Zur ersten Ankündigung von Logitech im September wurde die Superstrike noch in der kompakteren Form der Superlight 2c in Aussicht gestellt (118 × 61 × 39 mm), sie sollte dabei aber sogar 5 Gramm schwerer als die Superlight 2 sein (65 g). Das finale Produkt bietet jetzt die Dimensionen der Superlight 2 und wiegt nur noch ein Gramm mehr. Es dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis eine „c“ nachgeschoben wird.
Nein, sie klickt nicht (echt)!
Klick the way I like it
Über den G Hub, Logitechs Gaming-Peripherie-Suite, können Nutzer der G Pro X2 Superstrike nicht nur übliche Parameter wie die DPI-Stufen (5 Stufen, 800 bis 3.200 DPI vorkonfiguriert), die Polling-Rate (bis 8.000 Hertz kabelgebunden + kabellos) oder die Zuweisung der Tasten ändern.
Nutzer können darüber hinaus auch die zwei wesentlichen Neuerungen der Maus nach ihren Wünschen konfigurieren: Den Auslösepunkt und das beim Auslösen gegebene haptische Feedback. Darüber hinaus lassen sich fünf Rapid-Trigger-Reset-Punkte setzen: Das Auslösen eines neuen „Klicks“ ist damit möglich, ohne dass der Druck auf die Tasten vollständig zurückgenommen wurde.
Für den Betätigungsdruck steht eine zehnstufige Skala zur Verfügung. Er definiert, wie stark die Primärtasten gedrückt werden müssen, damit es zum Auslösen eines Signals kommt. Voreingestellt ist Stufe „5“. Bei Stufe „1“ löst sich das Signal schon direkt nach dem Drücken der Taste aus, bei Stufe „10“ muss man die Taste hingegen fast bis zum Aufliegen auf dem Maus-Chassis durchdrücken. Der Betätigungsdruck kann für beide Tasten separat eingestellt werden.
Das gilt auch für die „Klick-Haptik“, d.h. das haptische Feedback beim Auslösen eines Signals – den „Fake-Klick“. Voreingestellt ist Stufe „3“ von sechs, wobei Stufe „0“ bedeutet, dass das Feedback ausgeschaltet ist. D.h. man drückt die Taste (im Zweifel voll durch) und das Signal wird ausgelöst, ohne dass es irgendein Feedback gibt. Das ist wenig praxisrelevant und fühlt sich absolut falsch an, verdeutlicht im Kontrast aber sehr gut, wie gut die vorgegaukelte Klick-Haptik ist. Bei Stufe „4“ und „5“ warnt die Software, dass der Stromverbrauch deutlich steigt.
Die letzte Einstellungsmöglichkeit beträgt Rapid Trigger („Schnellauslöser“) – ab Werk ist diese Funktion deaktiviert; wahrscheinlich um Nutzer nicht zu verwirren. Doch wer will, kann hier auf einer fünfstufigen Skala definieren, wie weit respektive wenig die Maustaste vom Auslösepunkt wieder zurückgeführt werden muss, bevor ein weiterer Klick ausgeführt werden kann.
Klickgefühl und Klickgeräusch
Das nachfolgende Video zeigt den „längsten Klick“ (Betätigungsdruck Stufe 10) links und den „kürzesten Klick“ (Betätigungsdruck Stufe 1) im direkten Vergleich. Die Klick-Haptik – und damit auch der Klang – waren in beiden Fällen auf die Standard-Stufe „3“ eingestellt.
Der Unterschied ist auch im Video klar ersichtlich: Auf Stufe 10 muss die Maustaste mit Nachdruck sehr weit gedrückt werden, auf Stufe 1 reicht sanftes Drücken um den Klick sofort auszulösen: Pre-Travel wird hier quasi eliminiert. Das ist auch der Aspekt, mit dem Logitech die Klick-Latenz reduziert haben will, „Rapid Trigger“ ist der andere.
Millisekunden sind wichtig, wenn es um den Sieg geht. Unsere innovative HITS-Technologie, die die herkömmlichen Mikro-Switches anderer Gaming-Mäuse ersetzt, reduziert die Klick-Latenz um bis zu 30 ms. So kannst du absolut schnell zielen.
Das Klick-Gefühl kommt dabei dem einer aktuellen MX Master 4 oder einem MacBook-Touchpad gleich: Es ist dumpf, nicht harsch klickend – und klingt auch so.
Die nachfolgende Audioaufnahme verdeutlicht den Klangverlauf vom deaktivierten „Haptik-Klick“ bis zur höchsten Stufe 5. Es sind jeweils drei Klicks der Primärtaste zu hören, dann ein Druck auf den Cursor einer mechanischen Tastatur um die Feedback-Stufe ausgehend von „0“ zu erhöhen. Die X2 Superstrike wird nicht laut und kann auf niedriger Stufe sehr leise sein.
Fazit
Nicht schon wieder eine Maus für 179,90 Euro!? Beim ersten Blick auf den Preis und die vielen zuletzt teils extrem teuren Mäuse dürfte dieser Gedanke allgegenwärtig sein. Doch während viele der hochpreisigen Mäuse zuletzt nur Kopien oder Varianten bereits verfügbarer, sehr teurer Mäuse gewesen sind, zeigt Logitech mit der G Pro X2 Superstrike endlich mal wieder eine echte technische Innovation.
Ob sie Programer noch besser macht? Das wurde in diesem Test nicht ergründet – aber die wenigsten Käufer werden auch Programer sein. Sie dürfen sich auf jeden Fall auf die wirklich gut gemachten „Fake-Klicks“ der beiden Primärtasten freuen, die in Betätigungsdruck und Haptic-Feedback auch noch konfiguriert werden können. Wie oft man das macht? Das wird sich zeigen müssen – aber es geht und das sehr gut.
Beweisen müssen wird sich auch noch die Haltbarkeit der neuen Taster. Direkt damit werben tut Logitech nicht, insofern bleibt abzuwarten, ob die Technik optomechanische Mikroschalter schlagen können wird.
Interessenten müssen sich allerdings noch eine gute Woche gedulden, bis es los gehen kann: Der Marktstart ist offiziell für den 18. Februar geplant, wobei Logitech über Amazon* den 16. Februar nennt. Der UVP liegt bei 179,90 Euro.
- Innovative, konfigurierbare Primärtasten (HITS)
- Funkverbindung ohne Verzögerung
- Niedriges Gewicht
- USB-C-Kabel und PTFE-Gleitfüße
- Grip-Tapes im Lieferumfang enthalten
- Sekundärbelegung der meisten Tasten möglich
- Scrollrad nicht doppelt konfigurierbar
ComputerBase hat die G Pro X2 Superstrike von Logitech leihweise vorab unter NDA erhalten. Die einzige Vorgabe war der frühestmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.
(*) Bei den mit Sternchen markierten Links handelt es sich um Affiliate-Links. Im Fall einer Bestellung über einen solchen Link wird ComputerBase am Verkaufserlös beteiligt, ohne dass der Preis für den Kunden steigt.
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Google, Amazon und Co. müssen Pläne verschieben
Um die Möglichkeiten rund um künstliche Intelligenz nutzen zu können, werden immer neue Rechenzentren benötigt. Das sorgt für Probleme – und zunehmenden Widerstand. In den USA vergeben erste Bundesstaaten keine Genehmigungen mehr für Planungen und Neubauten.
Ob Speicher, Spiele oder künstliche Intelligenz: Immer mehr Angebote werden direkt aus der Cloud auf Computer und Smartphones geliefert – und das sorgt für immer mehr Probleme. Die hierfür nötigen Rechenzentren sorgen nicht nur dafür, dass die Preise für Arbeits- und Datenspeicher durch die Decke gehen und sich selbst die Prozessoren immer weiter verteuern. Auch der Energiebedarf dieser Serverfarmen ist enorm.
Eine Greenpeace-Studie schätzt, dass die KI-Rechenzentren im Jahr 2030 elfmal mehr Strom benötigen werden als noch 2023. Die ambitionierten Ziele der Europäischen Union beim KI-Wachstum drohen damit, vom weniger rasanten Ausbau der Energieinfrastruktur ausgebremst zu werden.
Zu wenig Strom treibt Preise in die Höhe
Auch in den USA stoßen die Betreiber der Anlagen zunehmend an Grenzen, wie Wired berichtet. Allein rund um New York befinden sich demnach 130 neue Rechenzentren in Planung oder bereits im Bau. Eines davon soll allein einen Strombedarf von bis zu 450 MW haben und deshalb neben einem alten Kohlekraftwerk errichtet werden. Der prognostizierte Mehrbedarf hat sich demnach innerhalb eines Jahres auf 10 GW verdreifacht.
Das sorgt für Widerstand, denn auch in den USA wächst der Stromverbrauch deutlich schneller als der Aufbau neuer Kraftwerke, sodass die Kosten nicht zuletzt für die Endverbraucher steigen. Auch wenn der Strompreis mit rund 0,18 US-Dollar pro Kilowattstunde nur etwa die Hälfte dessen beträgt, was in Europa im Durchschnitt bezahlt werden muss, lag der Anstieg für Endkunden in den Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr laut CNBC bei rund 7,4 Prozent. Hinzu kommen die Umweltbelastungen, die im Rahmen der Energieerzeugung für die KI-Rechenzentren entstehen.
US-Bundesstaaten bremsen beim Neubau
Selbst die technikfreundlichen US-Amerikaner hadern angesichts der Preissteigerungen mit dem Mehrwert, den die teuren Chatbots der Tech-Konzerne liefern sollen. Bereits Ende letzten Jahres genehmigten Städte und Regionen in vierzehn Bundesstaaten keine neuen Rechenzentren mehr. In Georgia, Maryland, Oklahoma, Vermont und Virginia werden zeitweise keine neuen Genehmigungen für Planungen und Bauten erteilt. Nun hat auch New York angekündigt, dem Beispiel zu folgen. In den kommenden drei Jahren sollen keine neuen Serverfarmen mehr entstehen.
Für Amazon, Meta, Microsoft und Co. sind das alles andere als gute Nachrichten. Nach dem Prinzip „The winner takes it all“ versuchen sie mit Milliardeninvestitionen, Vorherrschaften in einem Zukunftsmarkt zu zementieren, der fantastische Gewinne verspricht. Allerdings konnten die intelligenten Assistenten die in sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erfüllen. Und auch Geld verdienen die Anbieter bislang nicht in einem tragfähigen Ausmaß.
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